Tour de France 2002

Allgemeine Informationen

Daten und Fakten zur Strecke und den Anstiegen

Die Tour de France 2002 war mit einer Länge von nur 3280 km eine der kürzesten Frankreich-Rundfahrten der Nachkriegszeit. Die Gesamtdistanz der Tour nimmt in den letzten Jahren stetig und deutlich ab! Ziel, so Jean-Marie Leblanc - oberster Boss der Tour de France - dieser Reduzierung der Gesamtdistanz soll die Fahrer dazu verführen, weniger zu dopen.

Bevorzugte Ecken Frankreichs waren dieses Mal der Norden und der Süden, die Mitte wurde von den Streckenplanern eigentlich komplett ignoriert. Das komplette Zentralmassiv und die Vogesen wurden ebenfalls mit keiner Etappenankunft beehrt. Man folgte auch dieses Jahr dem ständigen Wechsel der Grundrichtung der letzten Jahre: Nachdem die Tour 2001 mit dem Uhrzeigersinn lief, war dies 2002 genau umgekehrt. Zuerst ging es in die Pyrenäen, dann in die Alpen.

Eine große Anzahl von Etappenorten (insgesamt 35) prägte die Tour 2002. Nur 4 Orte (Luxemburg, Pau, Les Deux Alpes und Cluses) konnten eine Zielankunft und am Tag darauf einen Start erleben. Ansonsten wurde immer in anderen Orten gestartet, was zu einer großen Anzahl von kleineren Transfers führte. Einziger Ort, der nach 2001 erneut im Etappenplan auftauchte, war die Stadt Pau im Pyrenäenvorland. Paris ist jedes Jahr Ziel, muss daher nicht gesondert erwähnt werden. 8 der 35 Etappenorte sind absolute Tour-Neulinge. Diese sind: Bazas, Bourg en Bresse, Chateau-Thierry, Lavelanet, Régnié-Durette, Saarbrücken, St. Martin de Landelles und Vaison la Romaine. Im Jahr 2001 gab es sogar 12 neue Etappenorte!

Mit 6 Bergetappen (davon 5 Bergankünfte) war diese Tour auf den ersten Blick eine der schwersten der letzten Jahre - dieser trügte jedoch, da die Profile der Bergetappen wenig selektiv und auch verhältnismäßig leicht waren. Dies sollte - neben der Kürzung der Etappenlängen - zu weniger Doping führen, wie bereits oben erwähnt. Legendäre Schlussanstiege wie der Mont-Ventoux oder La Plagne waren im Etappenplan. Dazu kamen noch die neueren Anstiege nach Les deux Alpes und Plateau de Beille, die jeweils erst ein mal von der Tour besucht wurden (im Jahr 1998).

Das "Dach der Tour", also der höchste Punkt der Rundfahrt war einmal mehr der Col du Galibier - in 2645m Höhe über dem Meeresspiegel überquerten die Fahrer während der Etappe Les Deux Alpes - La Plagne den höchsten Pass der Tour 2002. Der Galibier wurde in den letzten Jahren sehr oft überquert, war somit auch regelmäßig höchster Punkt der Tour. Der höchste französische Alpenpass - der Col de la Bonette/Restefond in über 2800m Höhe - wurde schon sehr lange nicht mehr befahren.


Tour de France pur

Letzte Bearbeitung: 25.02.2003
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