Tour de France 2001

Allgemeines zur Tour de France 2001

Fahrer, Teams

  • In Dünkirchen gingen am 07.07. 189 Fahrer in 21 Teams an den Start. Ein Team mehr als im Vorjahr!
  • 16 Teams besaßen GS1-Status; 5 französische Teams GS2-Status.
  • Die meisten Teams kamen - wie sollte es anders sein - aus Frankreich (8). Spanien hatte 4 Teams am Start, Italien (3), Belgien (2) und jeweils ein Team aus Deutschland, den USA, den Niederlanden und Dänemark komplettierten das Feld!
  • Internationale Tour: Gleich aus 22 Ländern stammten die 189 Fahrer der Tour 2001! Diese verteilten sich wie folgt auf ihre Nationen: Frankreich (50); Spanien (37); Italien (24); Belgien (18); Deutschland (10); Niederlande (9); USA (8); Russland (6); Dänemark (5); Kolumbien, Schweiz (je 3); Australien, Kasachstan, Lettland, Norwegen, Polen (je 2); Tschechien, Estland, Großbritannien, Südafrika, Venezuela, Neuseeland (je 1)!
  • Jüngster Fahrer war Sylvain Chavanel (FRA) vom Team Bonjour mit einem Alter von 22 Jahren. Ältester Fahrer war Lampre-Fahrer Ludo Dierckxens aus Belgien mit 36 Jahren!
  • Geburtstage: 13 Fahrer feierten während der Tour Geburtstag; darunter auch zwei Deutsche: Jörg Jaksche (23.07.76) und Erik Zabel (07.07.70) am Tag des Prologs.
  • Das Durchschnittsalter aller Fahrer lag bei 28,9 Jahren! Das Jüngste Team stellte Once mit einem Durchschnitt-Alter von 27,4 Jahren. Das älteste Team war dass Team Deutsche Telekom mit 30,4 Jahren; kurz dahinter Mapei mit ebenfalls 30,4 Jahren.
  • Ausfälle: Das Ziel in Paris erreichten 45 Fahrer nicht. Dies entspricht einer Ausfallquote von 23,8 %. Im Vorjahr fielen noch 28,9 % der Fahrer aus!
  • Nur ein einziges Team kam komplett in Paris an: das französische Bonjour-Team um den zeitweise in Gelb fahrenden Francois Simon. Die am meisten von Ausfällen betroffenen Teams waren Rabobank, Mapei und Fassa Bortolo, die nur mit 5 Fahrern in Paris ankamen und somit jeweils 4 Verluste hatten!
  • Das gelbe Trikot hatte dieses Jahr sehr viele verschiedene Träger: Erst trug es Christophe Moreau 2 Tage lang. Es folgte Marc Wauters (1 Tag), Stuart O'Grady (6 Tage); Jens Voigt (1); Francois Simon (3). Lance Armstrong trug es dann bis nach Paris an 7 Tagen!

Strecke, Etappen, Berge

  • Die Tour 2001 war die viert-kürzeste Tour der Nachkriegszeit werden: Die Streckenlänge betrug nur 3458,2 Kilometer. Nur in den Jahren 1988, 1989 und 1990 war die Tour noch kürzer. Es bestätigt sich also weiter der Trend zur kurzen Tour.
  • Die Tour 2001 verlief über 11 Flachetappen, 1 mittelschwere, 3 kurze und 2 lange Bergetappen, 2 Einzelzeitfahren (+ Prolog) und ein Teamzeitfahren.
  • 19 Berge der Ehren- (7), der ersten (7) und zweiten Kategorie (5) wurden überquert. Im Vorjahr waren es noch 20. Hinzu kamen noch 16 (2000: nur 9!) Bergwertungen der dritten und 19 (2000: 22) der Vierten Kategorie! Machte insgesamt 54 Bergwertungen, 3 mehr als bei der Tour 2000.
  • Nach einem Jahr Pause gab es auch wieder einen "klassischen" Prolog, also ein kurzes Einzelzeitfahren zum Beginn. So sollten auch wieder Sprinter Möglichkeiten erhalten, auf den ersten Etappen ins gelbe Trikot schlüpfen zu können. Stuart O'Grady tat dies dann auch wegen eines guten Prolog-Platzes (8.) und Zeitgutschriften!
  • Die Etappenlängen sind auch angepasst worden: keine Etappe war länger als 240 Kilometer. Die längste (232,5 km) führte von Pau nach Lavaur, wo Rik Verbrugghe gewann.
  • Erstmals seit 1996 stand auch wieder ein klassisches Bergzeitfahren an: Die 11. Etappe führte von Grenoble nach Chamrousse. Über 1500 Meter Höhenunterschied liegen zwischen Start und Ziel. Das letzte Bergzeitfahren bei der Tour 1996 zwischen Bourg-Saint-Maurice und Val d´Isere über 30,5 km konnte Jewgeni Berzin aus Russland gewinnen. Lance Armstrong zeigte einen Tag nach Alpe d'Huez nochmals eine sehr starke Leistung und schlug Jan Ullrich mit einer Minute Vorsprung!
  • Jede Menge neue Etappenorte waren in diesem Jahr auf der Tour-Karte zu finden: 12. Diese sind: Saint-Omer, Bar-le-Duc, Commercy, Chamrousse, Plateau de Bonascre, Foix, Lavaur, Castelsarrasin, Sarran, Saint-Amand-Montrond, Evry und Corbeil-Essonnes. In der Tour 2000 gab es gerade einmal zwei neue Etappenorte.
  • Kein Etappenort der Tour 2000 (außer Paris) war diesmal wieder dabei.
  • Der einzige "Auslands-Besuch" war Belgien. Letztmals führte 1996 eine Etappe durch Belgien. In Belgien selbst endeten zuletzt im Jahr 1995 drei Etappen. Die Zuschauer in Belgien waren auch enorm vom Tour-Tross begeistert!
  • Spanien wurde auch ganz kurz gestreift: Auf der 13. Etappe von Foix nach St. Lary Soulan ging es kurz nach Spanien hinein und über den Col du Portillon gleich wieder nach Frankreich!
  • In diesem Jahr verlief die Tour im Uhrzeigersinn, also zuerst die Alpen, dann die Pyrenäen. Die Tour 2000 verlief gegen Uhrzeigersinn - wie die Tour 2002, die in Luxemburg gestartet wird und dann über die Bretagne in die Pyrenäen und dann in die Alpen führen wird. Dass Saarland macht sich noch Hoffnungen um die Austragung einer Tour-Etappe
  • Bei der Tour 2001 wurden die Pyrenäen den Alpen bevorzugt. Gleich drei Etappen endeten im französisch-spanischen Grenzgebirge. Im Vorjahr führte nur eine Etappe in die Pyrenäen nach Lourdes-Hautacam. Im Gegensatz: Die Alpen wurden kaum berücksichtigt: "nur" eine Etappenankunft in Alpe d´Huez und das Bergzeitfahren.
  • Das "Dach der Tour" war der Col du Tourmalet: 2115 Meter ist der Pyrenäen-Pass hoch. Das Dach der Touren von 1998 bis 2000 - der Col du Galibier (2645 m) - wurde diesmal nicht überquert.
  • Die Berge der Tour 2001 waren auch relativ "niedrig", denn nur 2 Bergpässe lagen höher als 2000 Meter: Der Col de la Madeleine (genau 2000 m) und der Col du Tourmalet (2115 Meter).
  • Gleich fünf Bergankünfte standen auf dem Programm, zwei mehr als bei der Tour 2000.
  • Gut für die deutschen Fans: Zwei Etappen enden in unmittelbarer Nähe zu Deutschland: Commercy - Strasbourg und Strasbourg - Colmar. Was man auch an den Massen von Deutschen sehen konnte, die die Etappen in den Vogesen belagerten, um die deutschen Fahrer anzufeuern!
  • Nach vielen Jahren, in denen sich die Tour hauptsächlich im westlichen Frankreich abgespielt hatte, wurde der Norden, Osten und die Mitte Frankreichs diesmal bevorzugt. Dies wird sich im nächsten Jahr aber schon wieder ändern...
  • Ruhetage gab es wieder zwei: Vor und nach den drei schweren Pyrenäen-Etappen (12. - 14.) am 19. und 23. Juli.
  • Nur ein größerer Transfer (am 1. Ruhetag) stand den Fahrern bevor: von Chamrousse nach Perpignan ging es per Flugzeug. Danach folgte noch ein kleinerer Bus-Transfer zwischen Saint-Amand-Montrond und Orléans.

Tour de France pur

Letzte Bearbeitung: 12.07.2002
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