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Geschichte der ZeitfahrenEinzelzeitfahren
Bei einem Einzelzeitfahren starten die Fahrer nicht zeitgleich sondern einer nach dem anderen. Der Fahrer, der die wenigste Zeit benötigt, gewinnt die Etappe! Das erste Einzelzeitfahren in der Geschichte der Tour de France war die 2. Halbetappe der 21. Etappe der Tour de France 1934 von La Roche sur Yon nach Nantes über 90 Kilometer. Sieger war der Franzose Antonin Magne, der auch die Tour in diesem Jahr gewann. Das längste Einzelzeitfahren der Tour-Geschichte gewann der Belgier Raymond Impanis bei der Tour 1947. 139 Kilometer lagen zwischen Start in Vannes und dem Ziel in Saint Brieuc. Das schnellste Einzelzeitfahren der Tour-Geschichte war der Prolog zur Tour 1994: Der Brite Christopher Boardman erreichte auf der 7,2 Kilometer langen Strecke in Lille eine Durchschnittgeschwindigkeit von 55.152 km/h. Mannschaftszeitfahren
In einem Mannschaftszeitfahren starten die Fahrer in ihren Teams! Wenn ein Team die Ziellinie passiert, zählt die Zeit des fünften Fahrers für das gesamte Team. Die Mannschaft, die die geringste Zeit für diese Etappe ist Etappensieger. Heutzutage werden die tatsächlichen Zeiten der einzelnen Fahrer, die ab dem 6. Platz ins Ziel kommen für die Gesamtwertung gewertet. Die Fahrer auf den ersten fünf Plätzen erhalten dagegen immer die gleiche Zeit wie der fünftplazierte, auch wenn sie viel früher ins Ziel kommen als der Fünfte! Ein Fahrer kann aber auch nur maximal 7 Minuten bei einem Mannschaftszeitfahren in der Gesamtwertung verlieren. Früher gab es auch andere Regelungen wie z. B. ein Bonifikationssystem. Je nach Plazierung verloren die anderen Teams (und deren Fahrer) jeweils 30, 60, 90, ... Sekunden auf das Sieger-Team. Die ersten Mannschaftszeitfahren fanden schon in der Mitte der 30er Jahre statt. Aber erst seit 1954 finden sie in der Form statt, wie wir sie heutzutage kennen. In der frühen Zeit der Geschichte der MZF´s (1935-1937) starteten die Fahrer nicht in Teams. Auch die Zeiten wurden einzeln für jeden Fahrer genommen und flossen auch so in die Gesamtwertung ein. Etappensieger war so auch kein Team, sondern ein einzelner Fahrer! Es ähnelte also sehr einem EZF. Die Platzierungsbestimmung war ebenfalls ziemlich konfus (z. B. durch die Addition der Zeiten einiger Teammitglieder). Statistiken zum MannschaftszeitfahrenDie Sieger aller MZF´s seit 1954
Anmerkung: Die Zahl in Klammern ist die entspr. Halbetappe! Die 6 schnellsten Mannschaftszeitfahren1. Gewiss (ITA) 1995 67,0 km 54,943 km/h 2. Carrera (ITA) 1987 40,5 km 54,201 km/h 3. Ariostea (ITA) 1991 36,5 km 52,919 km/h 4. US-Postal (USA) 2003 69,0 km 52,772 km/h 5. Panasonic (NED) 1992 63,5 km 52,049 km/h 6. Panasonic (NED) 1988 48,0 km 51,876 km/h Tour de France pur - http://dschneble.tssd.de |