Tour de France pur















 

Reisetips

Erfahrungsberichte

Tour 2004 in den Alpen


Martigny


Col du Glandon


Bourg d'Oisans


Alpe d'Huez


Jan Ullrich

Bericht übernommen aus dem Forum von www.cycling4fans.de!

Nach dem begeisternden Besuch im Vorjahr ging es wieder runter in die Alpen, diesmal über Martigny und den Col de la Forclaz nach Frankreich (Tipp: vor der Grenze steht eine sehr günstige Tankstelle, also nicht an der Schweizer Autobahn tanken); dann noch mal kurz hoch über den Col du Montets runter ins Tal der Arve unterhalb des Mont Blanc, durch Chamonix; dann weiter über St. Gervais, Megeve, Albertville und den Col du Glandon nach Allemont. Auf den tollen Parkplatz aus dem Vorjahr... Wo ich mit sehr netten Radsportfans aus Köln und dem Schwabenland einen tollen Abend erlebte.

Dienstags nach der langen Autofahrt mit nur kurzen Pausen Abends also noch hoch nach Alpe d'Huez - die Strecke schon voller Menschen und gute Stimmung. Habe dann 57:45 min benötigt, gut 10 Minuten besser als im vergangenen Jahr und nur ein Mal kurz vor Schluss überholt worden. Machte richtig Spaß, Wetter war optimal, bewölkt, leichtes tröpfeln und nur so um die 20°C!

Mittwoch bin ich dann über Villard-Reculas hoch nach Alpe d'Huez. Die Verkehrsdichte auf der Huez-Strecke hätte wohl auch keine ordentliche Fahrt möglich gemacht; zumal sich das Gerücht hielt, dass der Anstieg ab 6 Uhr für Radler gesperrt wäre (was aber nicht stimmte). Insgesamt auch ein netter Anstieg, nicht ganz so steil; dafür aber ne schöne Aussicht auf das Romanche-Tal und die 21 Serpentinen. Ich konnte mir - nachdem ich den größten Teil des Vormittags unter den schattigen Bäumen relaxte - ohne größere Probleme noch während der Werbekarawane noch einen Stellplatz in Kurve 3 ergattern, wo ich dann die Fahrer anfeuern und schöne Fotos machen konnte!

Donnerstag war einfach nur abartig und die härteste Tour, die ich jemals fuhr! Am Morgen traf ich in la Chambre an meiner Ruhestätte einen gewissen "Harzer Radfahrer" aus dem Forum! Die Welt ist schon klein... Wir sind dann die ersten km gemeinsam hoch, dann fuhr ich mein Tempo weiter. Lief wieder gut (es überholte mich kein einziger, Zeit 1:26:40), aber es war schon früh morgens um 9-10 Uhr sehr schwül, oben auf der Passhöhe war's aber angenehm... Die Wartezeit auf das Fahrerfeld überbrückten wir mit dem verfolgen der Etappe auf einem kleinen Fernseher eines belgischen Ehepaars! Nachdem das Feld durch war, entschloss ich mich dann unvernünftigerweise doch dazu, nach den Fahrern den Madeleine runter Rtg. Albertville zu fahren; eine Runde mit knapp 112 km. Doch in den schattenlosen Tälern wurde es heißer und heißer, auf meinem Tacho standen konstant 38-39°C - und meine Hoffnung, dass ich nicht der einzige wäre, der diese Runde so fährt, erfüllte sich auch nicht - keine Gruppe, an die man sich hätte mal hängen können... Ich hielt jede Gelegenheit an, um mir an Brunnen, Bächen usw. die Flaschen aufzufüllen - um sie jeden km irgendwo an die total von der Sonne verbrannten Haut zu spritzen. Es war echt wie im Backofen! Nachdem ich am brütend heißen, genau in der Sonne stehenden Auto angekommen war, ging's gleich in den anliegenden Gebirgsbach zum baden. Der war aufgrund des Wetters auch schon fast angenehm temperiert!

Danach ging es nonstop mit dem Auto über den Col de Prémol, Annecy und Genf nach Hause. An der schweizerisch-deutschen Grenze sprach mich dann ein deutscher Zöllner wegen meines Tour-Programmhefts hinter der Windschutzscheibe noch auf die Aktion von Lance Armstrong auf der heutigen Etappe an - von der ich ja noch nichts wusste!

weitere Fotos: siehe hier!

Tour 2003 in den Alpen


Tal der Giffre bei Taninges


am Col de la Ramaz


Alpe d'Huez: Jan Ullrich


am Col du Lautaret


Tal der Romanche

Bericht übernommen aus dem Forum von www.cycling4fans.de!

Mein erster Besuch der Tour in den Alpen führte mich in die Gegend bei Morzine. Am Vortag der 1. Alpenetappe führ ich über die Schweiz bis an den Genfer See, an dessen Südufer entlang und von Thonon-les-Bains aus die "Route des Grand Alpes" (eine wunderschöne Touristenstraße; besonders die Schluchten der Drasne und Arly) bis nach Mieussy, dem Beginn des Anstieges zum Col de la Ramaz, wo ich auch mein Auto abgestellt habe. Bilanz: In 5 Tagen 286 km und um die 5400 Höhenmeter.

11. Juli: Taninges - Les Gets Zum Einfahren locker den relativ moderaten anstieg hoch zur Bergwertung nach les Gets. Ging ganz gut. Abends, als ich an der Strecke hoch zum Ramaz saß dann noch von Didi Senft angehupt worden!

12. Juli: Mieussy - Col de la Ramaz: Hier konnte man noch am Morgen mit dem Auto relativ weit hochfahren, auf der ersten Hälfte herrschte relativ starker Verkehr, als ich mit dem Rad hochfuhr. Der Ramaz ist ein schöner und recht schwieriger Pass (max. 14% in der Passage, in der die Straße seitlich in die Felswand reingebaut wurde). Oben wurde es dann ne Weile flacher - bis zu einem steilen Stich kurz vor der Passhöhe. Während der Wartezeit dann noch ein paar mal rauf und runtergerollt, eigentlich wollt ich die Fotos in der angesprochenen Passage machen - die war aber für Zuschauer gesperrt! Abends dann noch in Taninges eingekauft und gewartet, bis der Touristentross abebbte. Fahrt über Salanches (wunderbarer Blick auf den Mont Blanc!) und Megeve Richtung Albertville durch die Arly-Schlucht, dort auch im Auto übernachtet.

13. Juli: Morgens weitergefahren über den Glandon nach Allemont - ein astreiner Parkplatz mit Brunnen und Toilette, was will man mehr? Alpe d'Huez war dann das Ereignis schlechthin. So viele Selberfahrer auf einem Haufen hab ich noch nie gesehen. Den Anstieg an sich fand ich jetzt nicht so hammerhart - es ging. Aber die Hitze... Wieder eine etwas ungünstige Position für die Fotos erwischt. Manuel Andrack habe ich auch gesehen - ich wollt aber erst mal durchfahren, in der Hoffnung, in der Abfahrt noch ein Foto mit ihm zu ergattern - hat aber leider nicht geklappt. Auf dem Parkplatz in Allemont übernachtet!

14. Juli: Zu spät losgefahren und dann von einer allerdings sehr netten jungen französischen Polizistin "überredet" worden, abzusteigen (sie kein englisch und ich kein franz). Nach den Fahrern bin ich und ein paar andere dann hinter dem Besenwagen hinterher bis zur Aufgabe des letzten Fahrers. Bis zur Passhöhe war´s dann noch ne ordentliche Schinderei - aber auch ein erhebendes Gefühl, das erste Mal einen 2000er geschafft zu haben. Den Galibier hab ich mir dann aber doch gespart... Bullenhitze machte den Weg zurück zum Auto noch mal zur echten Schinderei. Die ergatterte PMU-Hand störte beim Fahren auch ein wenig... Abends dann Fahrt mit dem Auto nach Annecy und Übernachtung in einem äußerst miesen Formule1-Hotel!

15. Juli: Auf dem Rückweg in die Heimat Stop in den Freiburger Alpen und noch den Jaunpass hoch - warum? Weil er auf der Landkarte der höchste in der Gegend war... teilw. ekelhaft steil... Erwähnenswert: in der Abfahrt ist mir kurz die Kette runtergesprungen - als ich dann ein wenig am Straßenrand rumfummelte, hielt ein Autofahrer an und fragte, ob er helfen könne - vorbildlich, die Schweizer!

Fotos: siehe hier!

Tour 2002 in Saarbrücken

Im Jahr 2002 besuchte ich die Tour bei der Zielankunft in Saarbrücken. Da ich ziemlich in der Nähe wohne (50 km) bin ich an besagtem Tag mit dem Rad zum Etappenziel gefahren. Als ich etwa 4 Stunden vor der geplanten Ankunft am Ziel ankam, war bereits die gesamte 700m lange Zielgerade mit Menschen zugepflastert, ohne reinquetschen oder einen Hocker zum draufstellen konnte man das schon mal vergessen. Ich konnte mir dann eine Position vor der letzten Kurve, ca. 100m vor der Flamme Rouge ergattern. Allerdings stand ich nun da - bei 35°C in der Sonne, bedrängt von anderen schwitzenden Leuten - und musste so dann 2,5 Stunden ausharren, um den tollen Platz nicht zu verlieren... war nicht besonders schön, nur um die Fahrer 15 Sek. lang mit einem Affenzahn an einem vorbeirauschen zu sehen! Ich persönlich würde daher nicht unbedingt jedem empfehlen, sich eine Etappenankunft vor Ort anzusehen. Man bekommt viel zu wenig mit. Wie es vielleicht etwas besser laufen könnte: Auf jeden Fall eine Haushaltsleiter mit ins Auto werfen und sich dort dann am Ziel draufstellen. Findige Geschäftsleute vermieten die Leiter natürlich... ;)

Tour 2001 in den Vogesen

Meine erste Tour de France als Zuschauer vor Ort erlebte ich in den Vogesen. Am Morgen des 13. Juli fuhr ich mit dem Auto in Pirmasens im südlichen Rheinland-Pfalz los und kam nach 2,5 Stunden fahrt in Dinsheim an. Von dort fuhr ich etwa um 11:30 Uhr (4 Stunden, bevor die Werbekarawane in Dinsheim laut Marschtabelle eintreffen sollte) mit dem Fahrrad los Richtung des Col du Donon, einer Bergwertung der 2. Kategorie. Nach etwa 30 Kilometern erreichte ich dann um 12:45 Uhr die Passhöhe. Die Werbekarawane war um 14:55 Uhr angekündigt. Nach einiger Wartezeit kam dann auch die Karawane; eine Stunde später das Fahrerfeld. Direkt nach dem Besenwagen fuhr ich dann hinter dem Fahrerfeld die gleiche Strecke zurück zum Wagen und fuhr dann Richtung Kaysersberg in der Nähe von Colmar, wo ich dann übernachtete.

Die zweite Etappe, die ich miterlebte war die Etappe von Straßburg nach Colmar am Tag darauf. Von Kaysersberg fuhr ich - wie gestern - so los, dass ich in etwa 2 Stunden vor Eintreffen der Werbekarawane an meinem Ziel, dem Collet du Linge ankam. Die Strecke verlief schon bald auf der offiziellen Tour-Route über den Col du Calvaire (2. Kat. 1135m), gestartet war ich um 11:40 Uhr. Nach 40,5 Kilometern und der Überquerung des Calvaire erreichte ich die Bergwertung der 3. Kategorie am Collet du Linge um 13:40 Uhr; die Werbekarawane war in etwa für 15:32 Uhr angekündigt. Nach den Fahrern ging es wieder mit dem Rad hinterher, um dann wieder zum Auto zurückzukommen.

Der Straßenverkehr wurde größtenteils an unterschiedlichen Zeiten gesperrt. Als Information für die Autofahrer standen in einigem Abstand Info-Schilder am Straßenrand.

Für Selberfahrer allgemein

Wer vor hat, die begehrten Punkte (z. B. an Bergwertungen) mit dem Fahrrad zu erreichen, sollte sich vorher ziemlich genau ausrechnen, wie schnell er die gewünschte Strecke in etwa fahren kann. Man sollte spätestens 1 bis 1,5 Stunden vor der per Marschtabelle errechneten Ankunft der Werbekarawane ankommen! Ab etwa einer halben Stunde vor Eintreffen der WK werden Radfahrer von französischen Polizisten zum Absteigen und schieben gebeten, außerdem ist das befahren der Strecke einfacher, wenn nicht zu viele Menschen von ihren geparkten Auto´s in Richtung Bergwertung laufen, was im Laufe der Zeit stark zunimmt. Bei Flachetappen ist es schon erheblich einfacher, mit dem Rad an die Strecke zu kommen, da im Gegensatz zum Gebirge auch größtenteils parallel verlaufende Straßen benutzt werden können!

Tips und Hinweise von "Wolfzge"

"Dennis, ich denke, ich kann Dir die meisten Fragen beantworten. Wenn ich nächstes Jahr nach Frankreich fahre, wird es meine 10. oder 11. Tour, ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich überall war. Der Anreisezeitpunkt ist abhängig vom "Image" des Berges, der Tourmalet oder Alpe d'Huez sind nun mal legendärer wie der Aspin oder Soulor. Bei den Kultbergen dürfen es für einen guten Platz schon 2-3 Tage vorher sein, kommt auch darauf an, Schlussanstieg, vorletzter Anstieg... Der Madeleine ist so ein Kandidat, wo wenig los ist. Die Pässe werden so ca. um 10 Uhr morgens für den Autoverkehr geschlossen, dass soll aber nicht heißen, dass Du morgens noch kurz auf den Gipfel rasen kannst, denn das Chaos ist enorm. Ausnahmen sind z. B. der Puy de Dome, oder Ventoux - die werden ganz (de Dome) oder teilweise (Ventoux) gesperrt. Mit dem Rad kannst Du eigentlich immer bis zum Eintreffen der Werbekarawane problemlos fahren. Parken darf man auch fast überall, du darfst nur den Verkehr nicht behindern und einen Meter in der Straße stehen, am besten immer runter von der Straße, dann kann Dir nichts mehr passieren. Campen - die Tour ist der weltgrößte Campingplatz, eigentlich überall erlaubt, auch in der Pampa, solange Du nicht 2 Wochen danach noch stehst. Tip: Ein Rad unbedingt mitnehmen!"

von Wolfzge / Teilnehmer im Forum von www.cycling4fans.de - Für genauere Fragen schauen Sie einfach mal dort vorbei.


Tour de France pur - http://dschneble.tssd.de

letzte Bearbeitung: 19.12.2005
© 2005 Dennis Schneble / 66954 Pirmasens