Radfahrer stürzt auf glattem „Radweg“

Pressemeldung der PI Pirmasens vom 6. Februar 2018:

Am Montagmorgen, gegen 07:00 Uhr, wollte ein 22-Jähriger mit seinem Fahrrad von Winzeln nach Pirmasens fahren. In Höhe der Rheinstraße geriet der junge Mann mit seinem Zweirad aufgrund Eisglätte auf dem Fahrradweg ins Schlingern und stürzte. Hierbei verletzte er sich am rechten Knie. Zur ärztlichen Versorgung wurde er schließlich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren.

Nunja. Ich hoffe, der junge Mann ist bald wieder auf den Beinen und hat sich nicht zu sehr verletzt! Es wird wohl kurz vor oder hinter der Furt passiert sein. Hinsichtlich möglichen Schadenersatzes gereicht ihm hoffentlich nicht die Tatsache zum Nachteil, dass jener linksseitige Weg von Winzeln nach Pirmasens mit Zeichen 239 StVO  beschildert ist – und er deshalb sowieso Schrittgeschwindigkeit hätte fahren müssen. 🙄

Dass ich kein Freund grade dieses berüchtigten Weges (und seiner Freigabe) bin, habe ich hier in einigen Beiträgen (grade den Alltagserlebnissen) schon mehrfach zum Ausdruck gebracht und hatte jenen Weg in seinem „Urzustand“ gar für einen Pannenflicken nominiert.

Dabei gibt sich die Stadt Pirmasens (im Gegensatz zu vielen Verbandsgemeinden) sogar relativ viel Mühe, ihre beiden benutzungspflichtigen Kombi-Wege auch halbwegs wintersicher zu halten. Aber ganz früh morgens sind dann halt andere Wege in der Stadt wichtiger. Die Fahrbahn war zu dieser Zeit jedenfalls garantiert schon gestreut.

Die gesamte Radverkehrsführung dort ist und bleibt einfach totaler Murks! Man hätte ganz einfach beim Bau einfach rechts am Fahrbahnrand einen Seitenstreifen anlegen sollen, der hätte dicke gereicht. Als ich die Strecke heute Nachmittag wieder befuhr, verdeutlichten die Reifenspuren im getrockneten Streusalz, dass am Ende des rechtsseitigen Weges einfach auf dem Gehweg weitergefahren wird. Oder auch die Anfahrt schon über jenen erfolgt; zur Bestätigung kam dann auch auf diesem Gehweg ein Stück vor der Chemiefabrik ein älterer Herr ange(geistergehweg)radelt. 🙄

Nebenbei bemerkt, liebe PI Pirmasens: Das ist kein „Fahrradweg“, sondern in Richtung Pirmasens (nur) ein „für den Radverkehr freigegebener Gehweg“ – und in der Gegenrichtung ein „gemeinsamer Geh- und Radweg“! 😉

Nachtrag

Inzwischen hat mir die Pressestelle der PD Pirmasens auch den genauen Ort des Unfalls mitgeteilt:

nach dem Unfallbericht der Polizei fuhr der Radfahrer mit seinem Fahrrad am Montagmorgen, gegen 07:00 Uhr, von Winzeln kommend in Richtung Pirmasens zu seiner Arbeitsstelle. Ca. 50 Meter vor der Kreuzung Rheinstraße und Winzler Straße geriet er mit seinem Fahrrad ins Rutschen und stürzte. Zu diesem Zeitpunkt herrschte noch jahreszeitlich bedingt Dunkelheit. Der dort asphaltierte Weg, bzw. Kombination aus Rad- und Gehweg wurde als nass und stellenweise als glatt beschrieben.

Der genaue Ort des Sturzes liegt ca. 50 m vor der Furt über den Rechtsabbieger. Von der Brücke über die L 600 bis zur Abfahrt auf die L 600 sind es etwa 130 m.

Ihre Hinweise zur präziseren Beschreibung von für die Radnutzung erlaubten Wege in Berichten nehme ich gerne auf.

Die Rheinpfalz zum Thema B-10-Radweg

Am vergangenen Donnerstag, dem 11. Januar erschien in der Rheinpfalz (Ausgabe Pirmasens) ein Artikel über das Thema B-10-Radweg. Jener wird – obwohl die parallele B 10 für Radfahrer per Zeichen 254 StVO gesperrt ist – im Winter weder geräumt noch gestreut. Was dazu führt, dass die wichtigste, unumfahrbare Verkehrsachse im Pfälzerwald für den Radverkehr nicht mehr benutzbar ist. Auch sonst ist der Weg regelm. stark verdreckt und bei Forstarbeiten wird auf die Sperrungen in keinster Weise vorab hingewiesen.

Die Rheinpfalz hat mir die Erlaubnis eingeräumt, den Artikel in meinem Blog zu veröffentlichen. Er kann als pdf (344 KB) hier heruntergeladen werden. „Die Rheinpfalz zum Thema B-10-Radweg“ weiterlesen

Post vom Verkehrsministerium

Schon Anfang Dezember erhielt ich Post vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau aus Mainz. Grund war meine Anfrage vom 11. Oktober, wie das Landes-Verkehrsministerium die Situation beurteilt, dass am überregional bedeutenden, der (für Radfahrer per Zeichen 254 StVO gesperrten) B 10 folgenden eigenständigen Radweg zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein seit dem Ausbau kein Winterdienst geleistet wird – und somit Radfahrer bei entsprechend kalter Witterung teilweise über Wochen nicht mehr ohne erhebliche Umwege von der West- in die Vorderpfalz (und umgekehrt) fahren können! „Post vom Verkehrsministerium“ weiterlesen

Das Nadelöhr im Pfälzerwald

Der Pfälzerwald ist mein Heimatrevier. Er bildet zusammen mit den jenseits der Grenze liegenden Nordvogesen das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und ist einer der am dünnstbesiedelten Landstriche der Bundesrepublik. Man kann teilweise über 30 Kilometer Land- und Bundesstraßen am Stück befahren, ohne dabei eine einzige geschlossene Ortschaft zu durchqueren. Der informative Wikipedia-Artikel beschreibt diese einmalige Landschaft mehr als treffend!

Unzählige Stunden habe ich dort auf meinem Rennrad und dem Mountainbike verbracht, auch um die schönen Seiten dieser Gegend fotografisch festzuhalten. Das Gebiet ist auch topographisch abwechslungsreich; man kann Touren mit leichtem oder auch sportlich äußerst anspruchsvollem Profil zusammenstellen. Ein kleiner Makel ist jedoch, dass grade für Rennradfahrer nur wenige Alternativrouten über asphaltierte Forstwege existieren; man muss also weitestgehend mit dem recht dünnen Straßennetz zurechtkommen. Richtig flexibel ist man in dieser Hinsicht also nur mit dem Mountain-Bike. Lange Zeit galt dies auch für das wichtigste verkehrliche Nadelöhr der gesamten Südlichen Pfalz: Dem Abschnitt zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein!

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