Alltagserlebnisse (Teil 169)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

(Gehweg- und) Geisterradler (101)

Okay, das hatte ich jetzt auch noch nicht. Dass mir auf meiner Fahrbahnhälfte ein Mountainbiker entgegenfährt und mir in der Weise ausweicht, dass er halt (kurz) auf den Gehweg auffährt. So geschehen am 5. Januar in der Arnulfstraße. Ich rief ihm noch „in Deutschland gilt das Rechtsfahrgebot“ zu. Okay, vielleicht war er ja Brite oder Australier…?

Gespräche (57)

Auf dem (übrigens endlich legalisierten) Kaufland-Parkdeck hatte ich am 6. Januar gerade mein Rad abgestellt, als ich neben mir eine ältere Frau bemerkte, die mich kritisch, von oben nach unten, beäugte und mir mitteilte, dass sie mich aber für sehr dünn hielte. So einen dünnen Mann hätte sie noch nie gesehen. Ach, es gibt noch dünnere als mich. Wollte sie aber nicht gelten lassen. Das wäre bei uns in der Familie halt so; ich komme nach der väterlichen Linie, die alle nicht viel auf den Rippen hatten. Dazu noch der viele Sport – da bleibt halt nix hängen. Abschließend gab sie mir noch den Tipp, dass man mit Malzgetränken gut Gewicht aufbauen könnte. Ich bedankte mich für den Tipp und fuhr von dannen. Die Geschichte ist grade deshalb lustig, weil ich diesen Winter sogar ein klein wenig „Winterspeck“ mit mir rumschleppe; also rund 3 kg schwerer bin als im vergangenen Sommer. 😉

Parken (59)

Ja, is denn heut scho‘ (wieder) Weihnachten? Dachte ich mir, als ich am Haltepunkt Hauenstein-Mitte angehalten hatte, um den hoffentlich bald ausgebaut werdenden Ersatzweg zur B 10 zu fotografieren (Beitragsbild). Denn irgendwer hatte dort sein Mountainbike abgestellt, es aber überhaupt nicht abgeschlossen. So ein Vertrauen in die Menschheit hätte ich auch gerne!

Gespräche (58)

Ganz witzig war auch die Plauderei mit einer ebenfalls gerne fotografierenden Mountainbikerin auf dem Luitpoldturm. Sie fuhr ein schickes, 27,5-Zoll Canyon-Fully. Die Hardtail-Bikes von Canyon standen im vergangenen Februar auch auf meiner Auswahlliste; schließlich hatte ich mir dort im Jahr 2003 mein zweites Rennrad gekauft. Jenes würde ich gerne wieder als Schlechtwetter-Rennrad fahrbar machen, aber leider fehlt dazu das Kleingeld.

(An- und) Einfahren (13)

Da hat nicht viel gefehlt. Gegen Ende meiner Tour (es war schon ziemlich dunkel) hätte mich um ein Haar eine vom Parkplatz des Wasgau-Marktes in Winzeln ausfahrende Frau mit ihrem Pkw auf die Motorhaube genommen. Vielleicht rettete mich meine knallorangene Mütze, die ich auf der Rübe hatte? Da ich ja einen siebten Sinn für sowas habe, konnte ich instinktiv nach links ausweichen. Ich blieb anschließend stehen und kuckte sie böse an; wenn ich ihre Gesten richtig gedeutet habe, tat es ihr auf jeden Fall sehr leid.

Überholmanöver (410)

Du hast aber komplett den A… offen, oder? Mit diesen Worten fluchte ich am 7. Januar einem Busfahrer hinterher, der mich im Anstieg über die L 469 hinauf zur „Wallhalbener Kreuzung“ hinter der „Kerbe“ mit nicht einmal einem halben Meter Abstand rasierte, obwohl überhaupt kein Gegenverkehr in Sicht war.

Vorfahrt (58)

Lustigerweise hatte ich am 23. November der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Südwestpfalz vorgeschlagen, doch die nicht der VwV zur StVO entsprechenden Vorfahrtregelungen entlang der L 482 zwischen Pirmasens, Rodalben und Donsieders zu überprüfen. Ich befuhr am 9. Januar die ehemalige Kreisstraße auf dem Orleberg in gerader Richtung nach Clausen, während von rechts eine junge Autofahrerin in einem weißen Kleinwagen heranraste. Als sie mich sah, bremste sie nicht etwa ab, sondern gab noch zusätzlich Gas, um etwa 10 m vor mir mit Karacho nach rechts abzubiegen. Eigentlich müsste dort eine abknickende Vorfahrtstraße eingerichtet werden. Solange das nicht der Fall ist, hat auch Madame gefälligst dort das Vorfahrt gewähren zu beachten. Und wenn es „nur ein Radfahrer“ ist, der da angefahren kommt.

Abbiegen (43)

Verdammte Kacke – bin ich hier etwa auf einem Scheiß-Radweg oder was…!? Das wäre doch eine ganz bitterböse Ironie, wenn ich auf der Fahrbahn außerorts von einem Rechtsabbieger abgeräumt werden würde…!? Am 11. Januar wäre das um ein Haar der Fall gewesen, denn am Abzweig der K 62 von der L 478 (bei Hornbach) zog urplötzlich ein mich sehr eng überholender alter Mann in seinem blauen Pkw direkt vor mir nach rechts! Ich kann mich nicht daran erinnern, in meinem Leben auf eine derart brutale Art und Weise geschnitten worden zu sein; auch hier hat mich mein 7. Sinn vor einer Kollision bewahrt, denn ich wich instinktiv nach rechts aus und bremste.

Ich könnte mir denken, dass er evtl. gemeint hat, dass ich (mangels Handzeichen) ebenfalls nach rechts (in die K 62) abbiegen würde – ich wollte aber nur der Vorfahrtstraße L 478 folgen. Es handelt sich dort nämlich nicht einmal um eine abknickende Vorfahrtstraße. Ich beobachtete ihn, wie er anschließend relativ langsam weiter den Berg hochfuhr. Vielleicht hatte er auch einen im Tee…!? Betrunken und Rentner – wohl eine der gefährlichsten Kombinationen im Straßenverkehr.

Vorfahrt (59)

Huuuup! Auf der D 82 bei Blies-Ebersing (in Frankreich) missachtete ein mir entgegenkommender Autofahrer die Vorfahrt eines aus der D 110g rechtsabbiegenden Autofahrers – und hupte diesen auch noch an. Dabei galt – und das wurde mir auch erst im Nachhinein bewusst – an dieser Außerorts-Kreuzung sogar wegen der aus allen drei Richtungen (also auch in Richtung Blies-Ebersing) angeordneten Zeichen AB1 rechts vor links!

In Frankreich ist die Sache mit der Vorfahrt oftmals ziemlich unübersichtlich, denn selbst im Zuge von Departementstraßen wird die Vorfahrt nur relativ selten – und wenn, dann meist auch nur „negativ“ ausgeschildert.

Tiere (30)

Die L 105 über den Willersberg (zwischen Habkirchen und Reinheim) war im vergangenen Jahr längere Zeit wegen einer grundsätzlichen Sanierung vollgesperrt. Dabei wurde auch die Entwässerung verbessert. Am gleichen Nachmittag bemerkte ich (die Straße Richtung Reinheim befahrend) im Augenwinkel, wie von links ein Fuchs über die Wiese angerannt kam und im Abwasserschacht verschwand. Ich vollführte (es kam grade keiner) eine spontane Kehrtwende und schaute, ob er auf der anderen Seite inzwischen wieder rausgekommen ist. War er. Wir schauten uns dann circa 5 Sekunden lang (amüsiert) an, ehe er sich verabschiedete und weiter den Berg hinaufrannte. Da siehste mal, wie schlau so’n Fuchs ist: der weiß, wie er so eine Landstraße sicher über… ähm… unterqueren kann.

Aus dem Polizeibericht (Teil 77)

In Kaiserslautern wird eine 51-jährige schwer verletzt, als sie wohl bei Rot eine Kreuzung überquert und mit einem Pkw kollidiert. Eine 53-jährige muss nach einem Abbiegeunfall in Kusel samt noch im Oberschenkel steckenden Lenker ins Krankenhaus eingeliefert werden. Einem 58-jährigen wird in Rülzheim in einem Kreisverkehr von einem Pkw-Fahrer die Vorfahrt genommen. Ein 43-jähriger beschädigt in Kaiserslautern einen geparkten Pkw und begeht Unfallflucht. „Aus dem Polizeibericht (Teil 77)“ weiterlesen

Tempo-30-Zonen-Radwege in Bad Dürkheim

Vor einer Weile hatte ich einen Pressebericht der PI Bad Dürkheim über einen seltsamen Radweg-Unfall in Bad Dürkheim kurz kommentiert und darauf hingewiesen, dass jener per Getrennter Geh- und Radweg auch linksseitig(!) benutzungspflichtige Radweg in einer Tempo-30-Zone lag. Das war deshalb ärgerlich, weil ich bereits im Oktober 2018 anlässlich eines Unfalls eines Siebenjährigen die Stadtverwaltung Bad Dürkheim (die hierfür als verbandsfreie Stadt übrigens noch selbst zuständig ist) darauf hingewiesen hatte, doch bitteschön den § 45 (1c) S. 3 StVO zu beachten und die Radwegbenutzungspflichten aufzuheben. Doch nicht nur in Homburg tut man sich schwer damit, sondern auch in der Wurstmarkt-Metropole an der Weinstraße. „Tempo-30-Zonen-Radwege in Bad Dürkheim“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 165)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Angesichts der extrem niedrigen Zahl an Seitenzugriffen in dieser Woche, frage ich mich gerade jetzt zum Jahresende wieder einmal, warum ich das hier alles überhaupt mache…!? Es interessiert doch eh kaum jemanden? Mir scheint, dass wirklich alles nur noch bei Twitter rumhängt… 🙁 Wenn der MartinTriker hin und wieder mal einen meiner Beiträge von dort aus verlinkt hatte, gab es wenigstens etwas zusätzlichen Traffic. Aber kaum jemand schaute sich um – und die Leute waren so schnell weg, wie sie gekommen waren… Was „Lesezeichen“ sind, ist wohl heute eh keinem mehr bekannt?

Gerade diese Monopolisierung von Aufmerksamkeit regt mich an „Netzwerken“ wie Twitter und Facebook extrem auf: alles, was dort nicht vorkommt, existiert für viele Menschen einfach nicht.

Überholmanöver (399)

Nun denn. Hilft ja alles nix; anmelden werde ich mich dort weiterhin nicht! Vermutlich fehlen aber auch die spektakulären Bilder? Dann hätte ich z. B. der Twitter-Kampfradler-Bubble zeigen können, wie mich so ein Volldepp in seinem violett lackierten Pkw am 19. Dezember auf der L 478 vor der Abzweigung zum Saarbacherhammer mit kaum mehr als 40 cm rasiert hatte. Vermutlich mit Absicht, weil er die links neben der Fahrbahn gelegene Piste für einen benutzungspflichtigen Radweg hielt. Nur war das noch nie einer.

Überholmanöver (400)

Auch ziemlich gestört war der Fahrer eines Getränkelasters, der mich auf der mit ca. 8 % ansteigenden „Trulber Halde“ überholen musste. Hinter dem Linksknick tauchte – wie überraschend – ein junger Fahrer eines Pkw auf, der deshalb auf Null runterbremsen musste. Ich bremste vorsorglich auch und ließ den Vollidioten vorbeiziehen. Schade, dass ich dazu nichts im Polizeibericht gelesen hatte.

Überholmanöver (401)

Wenn es läuft, dann läuft es. Im nächsten Anstieg von Niedersimten über die L 484 rauf nach Pirmasens musste mich an der gleichen Stelle, an der ich zuletzt schon Spaß mit drei anderen Spezialisten hatte, ein Fahrer eines Tieflader-Sattelzuges überholen. Auch hier durfte der Gegenverkehr dann hart in die Eisen steigen.

Überholmanöver (402)

Keine zwei Minuten später überholte mich der nächste Gestörte in einem dunkelblauen Pkw mit Kennzeichen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis unnötig eng in Höhe der Pirmasenser Ortstafel mit ca. 30 bis 40 cm Abstand. Vermutlich war er der Ansicht, dass ich den Hochbord-Gehweg hätte befahren müssen.

Gentlemen (53)

Immerhin; es gibt auch noch nette Menschen. An der Kreuzung Kirchberg- und Kaiserstraße stand ich eine ganze Weile am Stop-Schild. Ein Fahrer eines SUV ließ mich dann per Lichthupe die Kreuzung überqueren. Danke.

Überholmanöver (403)

Du brauchst gar nicht so angestrengt und künstlich stur nach rechts zu kucken! Am 21. Dezember bemühte sich der ca. 60 Jahre alte Fahrer eines Kleinwagens vor der roten Ampel an der Kreuzung Gärtnerstraße – Bahnhofstraße wirklich redlich, nur nicht nach links in Richtung des auf dem Nachbar-Fahrstreifen stehenden, giftig dreinschauenden Radfahrers zu schauen, den er wenige Meter zuvor mit keinem halben Meter Abstand überholt und auch noch geschnitten hatte – um dann vor einer roten Ampel halten zu müssen. Auch seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz schaute ebenfalls stur geradeaus.

Hupen (117)

Ich hasse „Radinfrastruktur“! Nur, falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte…! Auch der überflüssige Käse namens „Schutzstreifen“ verursacht wirklich nur Nachteile. Zum Beispiel, wenn man in der Lemberger Straße unterwegs ist und nach links zum Edeka abbiegen will. Wenn man Pech hat, ist gerade viel Verkehr – und dann kommt man halt nicht mehr rüber, sondern darf anhalten. Nun bin ich ja aber so’n selbstbewusster „Kampfradler“, der nicht groß zögert, wenn irgendwo eine ausreichende Lücke ist. Dann zieh ich da auch rein. Ich hatte mich natürlich vorher umgeschaut und meine Absicht mit dem linken Arm angezeigt, als ich hinter einem mich gerade mit einer nur unwesentlich höheren Geschwindigkeit passiert habenden Pkw in die ca. 10 – 15 m große Lücke einscherte. Dies musste der ca. 30 Jahre alte Fahrer des folgenden, schwarzen Pkw mit Freiburger Kennzeichen mit einem längeren Hupen quittieren. Was erlaube Radfahrer?! Da ich gerade ein wenig Bock auf „Roadrage“ hatte, schrie ich nach hinten, was verdammt nochmal sein Problem sei? 👿 Bei der Vorbeifahrt blieb er dann aber erstaunlicherweise still und schüttelte nur mit dem Kopf.

Tiere (26)

Hätte ja auch vom Datum her fast perfekt gepasst. Am 23. Dezember auf der L 466 bei Maßweiler fehlte auch eigentlich nur noch ein dicker, rot angezogener Mann mit weißem Bart auf einem Schlitten, den die 7 Rehe, die vor mir von rechts kommend über die Straße rannten, hätten hinter sich herziehen müssen. 😉

Vorfahrt (57)

Also meiner Ansicht nach gilt auf dem Penny-Parkplatz in Thaleischweiler-Fröschen rechts vor links. Das juckte einen älteren Herren allerdings herzlich wenig, der da am selben Nachmittag von links nach rechts an mir vorbeirauschte.

Alltagserlebnisse (Teil 164)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Hindernisse (7)

Es hätte mich schon ein wenig interessiert, wie die Geschichte ausgegangen ist. Am 16. Dezember wollte ich den Offroad-Radweg zwischen Gersbach und Winzeln befahren. Ich bemerkte jedoch bei der Anfahrt, dass dort gerade ca. 15 bis 20 Männlein in transparenten Ganzkörperkondomen neben einem links im Matsch scheinbar feststeckenden Hebebühnenanhänger herumwuseln, der von einem Minibagger gezogen werden sollte. Dem babylonischen Sprachengewirr nach zu urteilen, waren hier auch wohl aus aller Herren Länder eingeflogene, internationale Experten zugange. 😉 Als der Mann im Bagger ein Stück weit fuhr, wären ein paar seiner Kollegen beinah vom Anhänger in den Zaun gedrückt worden. Von der Berufsgenossenschaft war offenkundig niemand anwesend. Gut so, der hätte vermutlich einen Herzkasper gekriegt… Irgendwann wurde es mir dann doch zu doof und ich fuhr an dem Trupp vorbei. Ich vermute mal, dass die im Rahmen irgendeiner „ABM“ den dortigen Sendemast mit Rostschutzfarbe bepinseln sollten.

Anfeuerung (5)

„Ziiiiiiieh!“ rief mir ein auf einer Bank auf dem Fehrbacher Dorfplatz neben seinem Kumpel sitzender Jugendlicher zu, als ich gerade mit dem MTB den 1. Buckel in Richtung Zweibrücker Straße in Angriff nahm. Es war (meine ich) sogar nicht einmal verhöhnend gemeint. 😉

Stopschilder (80) + Kfz auf Radw. (49)

Radwege schaffen nur Probleme, wo vorher keine waren. Bezeichnend, dass mir schon bei meiner erst zweiten Befahrung des neuen Streifens in der Teichstraße in der nachmittäglichen „Rush-Hour“ gleich ein Paradebeispiel dafür geliefert wurde, warum ich Radwege für überflüssigen Quatsch halte. Da es sich auf dem einen, verbliebenen Fahrstreifen staute, hätte ein sehr junger, rechts aus der Poststraße (Beitragsbild) kommender Fahrer eines weißen BMW-Panzers (vermutlich von Papa gesponsert) ja nun eigentlich an der Haltelinie des Stop-Schild anhalten – und warten müssen. Hielt er aber nicht für nötig, er rollte einfach langsam über den neuen Radstreifen hinweg und blockierte jenen nun wartend. Er schaute vermutlich auch aus Scham in die andere Richtung – und reagierte erst, als ich laut „Ääääääeeeeey!“ blökte. Dann wollte mir der arme Mann mittels seiner verzweifelten Gesten wohl zu verstehen geben, dass er ja wegen der Autos da vorne nicht weiterkäme. Dann fährt man vielleicht einfach nicht so weit raus, du Pappnase…!? Ich fuhr – mich weiterhin künstlich empörend; ich will dann ja auch ein wenig Spaß haben 🙂 – kopfschüttelnd vor seiner Motorhaube vorbei. 👿

Gentlemen (52)

Immerhin hatte mir dann später auf der K 6 am berüchtigten freilaufenden Rechtsabbieger an der L 600 mal wieder jemand – sich an § 9 (3) StVO erinnernd – nicht die Vorfahrt nehmen wollen, sondern ließ mich vorbei.

Geschwindigkeit (58)

Kaum eine Minute später bretterte ein Fahrer eines schwarzen Golfs am Winzler Ortseingang an mir vorbei. Die Geschwindigkeits-Anzeigetafel zeigte ihm noch 60 km/h an. Einen Blitzer hielte ich dort für wesentlich effektiver; die wenigsten geben sich bei solchen Tafeln die Mühe, die Anzeige grün blinken zu lassen.

Überholmanöver (397)

Am 17. Dezember hatte ich persönlich keine Gründe zum Meckern. Allerdings beobachtete ich im Anstieg von Zweibrücken über die L 465 in Richtung Sickingerhöhe, wie in der Gegenrichtung ein Autofahrer einen anderen trotz Überholverbot über die durchgezogene Linie und Sperrfläche am Ende der „Kriechspur“ überholte.

Vorfahrt (56)

Kurze Zeit später hupte ein in Richtung Zweibrücken unterwegs seiender und bremsen müssender Autofahrer eine Autofahrerin an, weil diese ihm aus der K 4 nach links ausfahrend die Vorfahrt genommen hatte.

Überholmanöver (398)

Mal wieder förmlich rasiert hatte mich eine ältere Frau in ihrem roten Kleinwagen, als sie sich am 18. Dezember auf der L 482 von Rodalben hinauf zum Orleberg trotz Gegenverkehr unbedingt an mir vorbeiquetschen musste. Sie war zwar nicht (mehr) schnell unterwegs – aber diese 2 Sekunden hätte sie auch noch warten können.

Parken (57)

Ich hatte kurz überlegt, ob ich nicht anhalten und den verwöhnten Burschen, der (s)einen(?) schwarzen Porsche-SUV gerade auf dem komischen Rad-Streifen in der Lemberger Straße abgestellt hatte und an der Haustür herumschlüsselte auf sein Fehlverhalten hinweisen soll. Die Gesamtumstände betrachtend bewertete ich dieses Unterfangen allerdings für ziemlich aussichtslos und fuhr weiter.

Ansonsten wünsche ich meinen treuen Lesern an dieser Stelle noch schöne Feiertage! 🙂

Der ehemalige BÜ in Gersheim

Gestern Abend fiel mir beim Durchstöbern der im Jahr 2019 angefertigten Fotos auf, dass ich am 3. Juli ja auch den ehemaligen Bahnübergang der Bliestalbahn in Gersheim fotografiert hatte. Diesem wollte ich auch noch einen kleinen Beitrag widmen, denn diesen Knotenpunkt halte ich wegen seiner Unübersichtlichkeit für relativ gefährlich. Als dort noch die Bahn fuhr, hatte jene (per Schrankenanlage und Ampel) Vorfahrt; da war das alles noch relativ simpel. Da auf der Trasse aber nun der Glan-Blies-Radweg verläuft, ensteht bei der Querung der Landesstraße 105 in Verbindung mit der direkt danebenliegenden Einmündung der L 102 hier eine ziemlich komplexe Kreuzung, die den ein oder anderen Gelegenheitsradler zumindest bei einem stärkeren Verkehrsaufkommen durchaus auch überfordern könnte. „Der ehemalige BÜ in Gersheim“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 74)

Das Polizeipräsidium Westpfalz berät Fußgänger und Radfahrer zu den neuesten Fashion-Trends aus der Welt der leuchtfarbenfrohen Haute Couture. In Bad Dürkheim wird auf einem Getrennter Geh- und Radweg in einer T-30-Zone(!) eine 17-jährige von einer Abbiegerin angefahren. Eine Gehwegradlerin kollidiert in Landau mit einem Artgenossen. In Zweibrücken stürzt ein 80-jähriger wegen eines Reifenplatzers. Einem 28-jährigen Dunkelradler wird in Kaiserslautern die Vorfahrt genommen. „Aus dem Polizeibericht (Teil 74)“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 159)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Den 21. November könnte ich eigentlich mit „SEID IHR ALLE KOMPLETT IRRE?“ zusammenfassen. Ich hab schon nach 20 km aufgehört, mir die vor allem äußerst zahlreichen Engüberholer und sonstigen Idiotien zu merken. Es hätte wohl für mindestens 20 Erwähnungen reichen können.

Überholmanöver (386)

Da wäre zum Beispiel die Frau gewesen, die in der Ringstraße in ihrem dicken, fetten, weißen BMW-SUV mit bestenfalls 50 cm Abstand an mir vorbeifuhr und mich auch noch schnitt. Als ich an der folgenden roten Ampel vorm Rathaus / Exerzierplatz rechts an ihr vorbeifuhr und sie kopfschüttelnd fragend anblickte, reagierte sie gar nicht. Die Dame war wohl mit ihren Gedanken grade ganz woanders.

Grüßen (3)

Ich war an diesem Tag sogar auf eigentlich relativ ruhigen Straßen unterwegs. Immerhin ganz witzig war der Fahrer eines mir entgegenkommenden, weißen Kleinlasters, der auf der einsamen B 48 zwischen Johanniskreuz und der L 496 nach Leimen hupte und mir freundlich zuwinkte.

Rückwärts (5)

Nach den vielen, vielen Ärgernissen war ich am Abend dann auch nicht mehr wirklich tiefenentspannt, als ich nach einem Einkauf vom Parkdeck des Kauflands in die Kornstraße ausfahren wollte. Dabei musste ich einer langsam von rechts aus der Wiesenstraße kommenden Autofahrerin Vorfahrt gewähren. Die ältere Dame wollte an der Einfahrt aber wohl scheinbar nur wenden, denn sie hielt plötzlich an – und begann, zurückzusetzen. Das bemerkte ich allerdings erst, als ich schon zum Linksabbiegen angefahren war. Zu allem Überfluss rauschte in dem Moment auch rechts im Abstand von höchstens 30 cm ein ungeduldiger Rechtsabbieger an mir vorbei.

Hupen (112)

An diesem Abend hatte ich auch definitiv keinen Bock mehr auf kleine Vorfahrt gewähren vor freilaufenden Rechtsabbiegern – und ignorierte daher mal wieder den östlichsten Teil des Wegelchens an der K 6. Das brachte den Fahrer eines alten Opels mit Kennzeichen aus dem Landkreis Südwestpfalz völlig aus der Fassung, denn er hupte mich etwa 5 Sekunden lang mehrmals an. Ich deutete bei der Vorbeifahrt mit dem Finger auf das „rote Teufelsdreieck“, mit dem man mir die Vorfahrt stehlen möchte; was er aber sicher nicht verstanden hat. Ist mir auch herzlichst egal. Nicht egal ist mir, dass die Stadtverwaltung auch für diese blauen Schilder keine Anordnungen vorweisen kann; das habe ich inzwischen auch schriftlich!

Hupen (113)

Am folgenden Tag war es wieder deutlich ruhiger. Außer in dem Moment, als ich auf der B 270 an der Einmündung nach Waldfischbach-Burgalben vorbeifuhr. Da hupte mich nämlich der meine Vorfahrt beachtende, wartende Fahrer eines weißen Transporters an; warum auch immer. Vielleicht war es einer der Idioten, die meinen, man dürfe auf Bundesstraßen nicht radfahren? Oder weil er meinte, ich hätte das nicht straßenbegleitende Wegelchen benutzen müssen? Naja. Egal.

Fundsachen (2)

Im Anstieg von Waldfischbach-Burgalben nach Donsieders fiel mir am Nachmittag ein am Fahrbahnrand liegender Personalausweis einer Frau aus Queidersbach auf. Ich steckte ihn ein und wollte ihn am Ende meiner Tour bei der PI Pirmasens abgeben. Die Polizistin am Empfang wollte ihn aber nicht annehmen, sondern meinte, ich solle ihn am Bürger-Service-Center in den Briefkasten werfen. „Ähm – nö, da fahr ich heute jetzt definitiv nicht mehr rauf!“ Auch deshalb nicht, weil ich da ja leider immer noch nicht legal mit dem Fahrrad reinfahren darf. Diese Ordnungswidrigkeit hab ich dann erst am nächsten Tag (Sonntag) begangen. Jedenfalls: Toll, wenn man als ehrlicher Finder auch noch in der Gegend herumgeschickt wird. Eine e-mail an die PI Landstuhl mit der Bitte, die Frau zu informieren, blieb übrigens auch unbeantwortet… Die Personalausweisbesitzerin hat sich übrigens auch nicht bedankt.

Überholmanöver (387)

Am 25. November wurde ich in der Rodalber Straße kurz hinter der Brücke über die B 270 vom (älteren) Fahrer eines dunkelblauen Mercedes mit äußerst dürftigem Seitenabstand rasiert. Er bog anschließend nach rechts in den unteren Sommerwaldweg ab.

Gespräche (55)

Auf meinen (allerdings auch relativ seltenen) Passagen mit dem MTB abseits der Straßen passiert in aller Regel nix erwähnenswertes. Als ich an den Wildsaufelsen (zwischen der Burg Gräfenstein und Münchweiler) eine kleine Pause eingelegt hatte und grade losfahren wollte, sah ich zwei Mountainbiker-Kollegen, die den Pfad vom Rotenstein runtergesaust kamen. Der eine aus Hinterweidenthal erkundete mit seinem Kumpel aus Neustadt die Wege und „Pädelcher“ in der Münchweilerer Ecke. So schwätzten wir ein paar Minuten über den leider immer noch sehr konservativen Pfälzerwaldverein, das relativ unproblematische Zusammenleben von Wanderern und Bikern im Westteil des Pfälzerwaldes und „Premiumwanderwege“.

Vorfahrt (55)

Den Tagesabschluss setzte der Fahrer eines grauen Golfs, der mir in der Schäferstraße die Vorfahrt nahm, indem er vom Linksabbiegestreifen in Richtung des neuen Edeka abbog.

290 Meter Radweg bei Altenkirchen

Kaum zu glauben, dass der Juli schon wieder 4 Monate her ist. Im Sommer hatte ich auf einer längeren Tour ins Nordpfälzer Bergland mal wieder meine große EOS 550D mitgenommen – und dabei auch die 290 m Gemeinsamer Geh- und Radweg an der L 355 hinter dem nördlichen Ortsausgang von Altenkirchen in Richtung Krottelbach fotografiert. Geh- und Radwege folgen ja in aller Regel den Flüssen und Bächen – und das ist auch der wesentliche Grund, warum vor allem Radfahrer, die in Richtung Krottelbach unterwegs sind (oder von dort kommen), in beiden Richtungen für nicht einmal 300 m von der Fahrbahn verbannt werden – denn der Gemeinsamer Geh- und Radweg an der L 355 zweigt (dem Tal des Kohlbachs folgend) zur L 352 in Richtung Frohnhofen ab. „290 Meter Radweg bei Altenkirchen“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 157)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Geschwindigkeit (52)

Am 12. November zeigte die weit hinter der Ortseingangstafel von Clausen installierte (relativ neue) Geschwindigkeits-Anzeige einem Pkw-Fahrer stolze 64 km/h an. Respekt!

Rotlicht (72)

Etwas später war ich mit dem MTB auf dem kurzen Parallelweg zur B 270 in Richtung des Waldfischbacher Bahnhofs unterwegs. Dabei sah ich einen Autofahrer, der oben auf der B 270 die schon vor ca. 3 Sekunden auf Rot umgesprungene Baustellen-Ampel missachtete, die der LBM an dieser Stelle wegen Gehölzpflegearbeiten aufgestellt hatte.

Vorfahrt (53)

Tja, liebe Stadtverwaltung – hätte ich am gleichen Abend meine „Vorfahrt erzwungen“, als ich die steile Parkwaldsiedlung hochgefahren und am Ende des Terrassenwegs die Vorfahrt genommen bekam, hätte man mir die Missachtung des Verbot für Fahrzeuge aller Art + „Anlieger frei“ vorwerfen können. Ein von links aus der Strobelallee kommender Autofahrer missachtete hier nämlich kackdreist meine Vorfahrt.

Kfz auf Radwegen (46)

Wie schon am Vortag war erneut ein Autofahrer mit seinem Gefährt bis etwa zu der Mitte der Furt an der Einmündung der L 600 in die K 6 vorgefahren. Es wird verdammt nochmal Zeit, dass diese unnötigen Gemeinsamer Geh- und Radweg dort endlich verschwinden!

Überholmanöver (380)

Vermutlich unsere Ortsvorsteherin bzw. deren Ehemann hat mich wenige Minuten später wegen herannahenden Gegenverkehrs auf der K 6 in Winzeln ein Stück vor der Zufahrt zum Wasgau-Markt mit ziemlich dürftigem Seitenabstand überholt.

Überholmanöver (381)

An diesem Abend waren offenbar mal wieder alle total bekloppt. Kurz vorm Ende meiner Tour rasierte mich dann ein Kleinwagen mit Zweibrücker Kennzeichen vor dem Windsberger Sportplatz mit auch nicht viel mehr als einem halben Meter Abstand. Ich vermute mal, dass er oder sie auf sein Foolphone geglotzt hat.

Überholmanöver (382)

Am 13. November musste mich auf der L 465 kurz hinter der OD Käshofen der Fahrer eines SUV trotz einem entgegenkommenden Linienbus unbedingt überholen. Der Busfahrer quittierte es mit einem langen Hupen.

Parken (52)

Achja, meine lieben Sparda-Genossen… Am 14. November war ich grade dabei, das Schloss meines am Laternenpfosten abgestellten Rades zu entfernen. Davor stand schon jemand rechtswidrig auf dem Gehweg der Höfelsgasse. Ich bemerkte, wie der Fahrer (ca. Mitte 50) eines blauen SUV in die verbliebene schmale Lücke stieß, um dort seine holde Gattin aussteigen zu lassen. Noch ein paar Meter weiterzufahren und sich einen Parkplatz zu suchen, kann man der armen Frau natürlich nicht zumuten. Anschließend rangierte er noch hin und her, weil für seinen Panzer zwischen Laternenmast und Ampelpfosten halt kaum Platz war. Ich zeigte dann mit dem Finger auf das blaue Verkehrszeichen mit dem „P“ drauf. Darauf hin fuhr er auch tatsächlich weiter. Ich hoffe, die arme Frau hat den anschließenden Gewaltmarsch ohne größere körperliche Schäden überstanden. Autostadt Pirmasens.

Vorfahrt (54)

Tja, mein liebes Ömmchen – Rechts vor Links gilt halt auch auf dem großen Parkplatz vorm Media Markt / Kaufland in der Zweibrücker Straße. Sie hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund, nachdem sie mir beinahe die Vorfahrt genommen hätte, indem sie ohne auf den Querverkehr zu achten einfach geradeaus fahren wollte.