Radweg-Widmung im Wallhalbtal?

Als mein radverkehrspolitisches Engagement noch in den Kinderschuhen steckte, hätte ich mir trotz vieler absurder Benutzungspflichten noch nicht vorstellen können, wie übel es in diesem Bereich in rechtlicher Hinsicht generell aussehen würde. Und wie elend lange sich eigentliche Selbstverständlichkeiten – wie zum Beispiel die Legalisierung von offiziellen, aber meist illegalen Radrouten des Landes Rheinland-Pfalz – hinziehen können. 😫 Wenn man sich richtig tief in die Materie einarbeitet, erkennt man jedoch immer mehr Zusammenhänge, die mir vor allem bei meinem bedeutendsten Thema – einer Garantie der ganzjährig sicheren Nutzung der “Radwege” entlang der B 10 – behilflich sein können. Hierzu zählt eben auch das Straßenrecht, welches u. a. die Widmung von dem öffentlichen Verkehr dienen sollenden Straßen regelt. Letzten Endes muss man also strategisch vorgehen, um (zahlreiche) Behörden zu konkreten Aussagen und Handlungen zu nötigen. Bei anderen Gelegenheiten kann man jene dann entsprechend festnageln, indem man z. B. auf “Präzedenzfälle” oder Widersprüchlichkeiten hinweist. „Radweg-Widmung im Wallhalbtal?“ weiterlesen

Total beschränkt!

Als ich am 25. April auf dem Weg in Richtung Nordpfalz war, um u. a. das Grotten-Wegelchen zwischen Bruchmühlbach und Miesau zu dokumentieren, nahm ich auch noch schnell ein paar Fotos von der ärgerlichen Schranke am Ende der Bruchmühlbacher Fabrikstraße hinter der Brücke über die Bahnstrecke Saarbrücken-Mannheim im Zuge der dortigen HBR-Route mit. Anstatt diesen mit einem seltenen Zeichen 251 StVO beschilderten und somit auch für Motorradfahrer freigegeben Weg mit umklappbaren Sperrpfosten gegen unerwünschten Kraftwagenverkehr abzusichern, steht dort wohl schon seit zig Jahren eine Schranke. „Total beschränkt!“ weiterlesen

Der Mühlenweg im Wallhalbtal

Anfang vergangenen Jahres hatte ich über einen Förderbescheid des MWVLW berichtet, um im Wallhalbtal zwischen der Faustermühle und Wallhalben auf der Route des Mühlenwegs einen “Radweg” anzulegen. Das ist angesichts der Tatsache, dass die parallel verlaufende L 475 mit gerade einmal 714 Kfz am Tag eine der am schwächsten befahrenen Landesstraßen im Kreis Südwestpfalz ist, relativ überflüssig. Nun ist ein zusätzlicher Verkehrsweg meiner Ansicht nach trotzdem nie verkehrt. Sollte die sich in einem fürchterlichen Zustand befindliche L 475 irgendwann mal unter Vollsperrung saniert werden, wäre es natürlich nicht verkehrt, wenn man auch mit dem Rennrad eine Alternative hätte. Doch jener ausschließlich für den Radtourismus vorgesehene “Radweg” wird natürlich nicht asphaltiert. Für Radfahrer hat Schotter zu reichen. „Der Mühlenweg im Wallhalbtal“ weiterlesen

Sie haben die Wahl!

Das HBR-Netz und dessen oftmals ganz eigene Beschilderung treibt mir ja gelegentlich das ein oder andere Lachtränchen in die Äuglein. 🤣 Ich hatte relativ früh bemerkt, dass dieses Routensystem nichts taugt – und dementsprechend jahrelang alles ignoriert, was da so an weiß-grünen Schildern in der Landschaft rumstand. So fuhr ich im Anstieg (115 hm) von Bruchmühlbach-Miesau hinauf zur Lambsborner Wasserscheide über die L 464 auch mehrmals an einem ganz besonderen Hinweisschild vorbei, ohne von dessen Inhalt Notiz zu nehmen. Auf diesem Schild stellt der LBM Radfahrer vor eine unheimlich schwierige Wahl. „Sie haben die Wahl!“ weiterlesen

Radweg? Benutzungspflicht!

Nachdem die Kreisverwaltung Südwestpfalz zuletzt noch meinen auf das VwVfG gestützten Antrag auf Akteneinsicht in die Anordnungen diverser “Radverkehrsanlagen” im Kreis Südwestpfalz erst nach etwa einem halben Jahr ablehnte, schob ich halt einfach noch einen weiteren Antrag nach § 11 LTranspG hinterher. So erhielt ich dann tatsächlich am 27. Dezember per e-mail immerhin die Anordnungen zu den Wegen an der K 38 und L 495 bei Hauenstein, der L 486 bei Lemberg und den Wegen an der der B 270 und der L 477 zwischen Biebermühle und Thaleischweiler-Fröschen. „Radweg? Benutzungspflicht!“ weiterlesen

Six Feet under the bike-lane

Da hatte sich damals der LBM so große Mühe gegeben, zwischen Salzwoog und dem Wieslauter- bzw. Pamina-Radweg einen Geh- und Radweg anzulegen – und dann musste auch der wegen meiner Einwände von seinen Gemeinsamer Geh- und Radweg erlöst werden. Das gilt auch für den ansteigenden Abschnitt von Salzwoog hinauf zur Wasserscheide zwischen Salzbach und Wieslauter. Jener liegt eigentlich innerorts – allerdings genügt der Standort der Ortstafel meiner Ansicht nach auch nicht den Vorschriften der VwV. Wie dem auch sei: Bei der Verbreiterung des damaligen Gehwegs musste auch die Totenruhe berücksichtigt werden, denn zwei Warnbaken sichern seitdem einen aus dem angrenzenden Friedhof ragenden Vorsprung ab. Die Eigentümer des Grabes lehnten damals einen “Umzug” ab. „Six Feet under the bike-lane“ weiterlesen

Nenn mich nicht Radweg!

Kürzlich wurde von mir im Zusammenhang zum Begriff “seitliche Sicherheitsräume” auf den Neusprech aus George Orwells Meisterwerk “1984” verwiesen. Nicht ganz weit davon entfernt ist die alltägliche Falschverwendung des Begriffs “Radweg”. Ein “Radweg” im Sinne der StVO ist eindeutig definiert – und kommt relativ selten vor (vor allem hier in der Pfalz). Wenn man sich aber so umhört und -liest, dann könnte man den Eindruck haben, dass es im öffentlichen Verkehrsraum fast nix anderes als “Radwege” mehr gäbe. Doch es sind nicht nur Medien, Behörden und Privatpersonen, die mittels ständiger Wiederholung dieser “sprachlichen Unschärfe” Verwirrung stiften. Nein, vor allem die Polizei scheitert ständig daran, Gehwege von “Radwegen” zu unterscheiden. „Nenn mich nicht Radweg!“ weiterlesen

Rennrad-Sackgasse Taubensuhl

Ich habe irgendwie ein großartiges Talent, immer zur richtigen falschen Zeit am richtigen falschen Ort zu sein. Da schlummerte die alte, ehemalige Landesstraße 505 vom Taubensuhl in Richtung der B 48 mehr schlecht als recht, aber eben noch überwiegend asphaltiert, über viele Jahre einsam und unberührt im allertiefsten Pfälzerwald vor sich hin. Und dann suche ich mir für meine erste durchgehende Befahrung mit dem Rennrad seit rund 10 Jahren genau den Tag aus, an dem dort ein sogenannter Grader unterwegs ist, um die Überreste der Asphaltstraße völlig zu vernichten und mit Schotter zu überziehen. Bei quaeldich wurde sich auch hin und wieder nach dem Zustand erkundigt; ab jetzt braucht man aber definitiv mindestens ein Gravelbike, wenn man nicht mit 10 – 15 km/h über losen Schotter rumpeln und eine Reifenpanne riskieren möchte. „Rennrad-Sackgasse Taubensuhl“ weiterlesen

Schöllenen für Radfahrer gesperrt

In meinem Reisebericht zum ersten Drei-Tages-Trip in die Schweiz im Jahr 2004 hatte ich das Thema Schöllenen-Schlucht kurz angesprochen, denn jene unumfahrbare Straße (die Teil der Verbindung über den Gotthard- und Furkapass ist) wurde wegen umfangreicher Bauarbeiten einfach für (berghochfahrende) Radfahrer über längere Zeit komplett gesperrt. Man hatte also nur noch die Alternative, sein Rad in den (natürlich kostenpflichtigen) Bus zu verfrachten, um ins Hochtal Urseren zu gelangen. Doch auch nach dem Abschluss der Bauarbeiten bleibt die Nutzung eines Großteils der Nationalstraße 2 in der Schöllenenschlucht für Radfahrer tabu, denn es wurde ein Verkehrsverbot verhängt. „Schöllenen für Radfahrer gesperrt“ weiterlesen

Freie Fahrt durch die Bruchwiesen

Zuletzt war ich total überrascht, als ich mal wieder mit dem Mountainbike die Abkürzung von der Alleestraße aus über die Bruchwiesen in Waldfischbach-Burgalben nehmen wollte – und bemerkte, dass die Verbot für Fahrzeuge aller Art durch neue Verbot für Kraftfahrzeuge ersetzt wurden. Und ich damit das erste Mal keine 15 Euro Bußgeld riskieren musste. 😉 (Touristische) Radfahrer wurden dort bislang nämlich per Gemeinsamer Geh- und Radweg in einem umständlichen Bogen entlang des Schwarzbachs und der Moosalbe um die parkähnliche Anlage herumgeführt. Leider steht in diesem Zusammenhang immer noch ein uraltes Zeichen 244 auf der linken Seite der Zufahrtstraße zur Bruchwiesenhalle (Pl. de Carentan). „Freie Fahrt durch die Bruchwiesen“ weiterlesen