Alltagserlebnisse (Teil 155)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Geschwindigkeit (50 + 51)

In Frankreich gilt zwar außerorts eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h – aber im „Großen Osten“ wird genauso viel zu schnell in Ortschaften reingekachelt wie in Deutschland. So bretterte am 1. November ein Franzose mit stolzen 67 km/h an der Geschwindigkeits-Anzeigetafel ein gutes Stück hinter der nördlichen Ortstafel von Bousseviller an mir vorbei.

Etwas später wurden einem anderen Franzosen auf der D 86 zwischen Waldhouse und Walschronn immerhin noch 57 km/h angezeigt.

Überholmanöver (372)

Am Nachmittag des 3. November beobachtete ich vom leider immer noch nicht von seinen Gemeinsamer Geh- und Radweg erlösten Wegelchen an der K 6 aus, wie gleich drei Pkw-Fahrer am Ortsausgang von Winzeln das Überholverbot und die durchgezogene Linie missachteten, während sie einen Traktor überholten. Der Dritte musste sogar kurz bremsen und wieder nach rechts ziehen, weil er beim Ausscheren nicht mit einem grade vom Wegelchen auf die Fahrbahn gewechselt habenden Radfahrer gerechnet hatte.

(Gehweg- und) Geisterradler (96)

Auch auf Offroad-Radwegen wie dem bei Winzeln gilt das Rechtsfahrgebot. In Höhe der Zufahrt zur Baufirma driftete wenige Minuten später ein vor mir radelnder, älterer Herr immer weiter nach links. Während ich ihn grade überholte. Ich rief laut „Heeeey“ und schüttelte mit dem Kopf.

Überholmanöver (373)

Am 5. November musste mich mal wieder jemand in einer uralten Rostlaube im Kreisel am Ende der L 600 unbedingt über den gepflasterten Innenbereich überholen.

Stopschilder (73)

„Oh, Mist – ein Radfahrer. Da müsste ich ja jetzt tatsächlich aus der Poissystraße kommend am Stop-Schild anhalten? Achwas, das passt doch noch; da biege ich doch einfach noch schnell nach rechts ab.“ Waren wohl in etwa die Gedanken einer Frau, die mir nur wenige Minuten später in der Blocksbergstraße begegnete.

Unfall (2)

Ein Stück weiter bot sich dann in der Blocksbergstraße kein schöner Anblick. Auf dem Gehweg lag neben einem umgestürzten Verkehrszeichenposten eine verletzte Motorradfahrerin, um die sich bereits jemand kümmerte. Im Polizeibericht hieß es, jene Fahrschülerin habe beim Einbiegen die Kontrolle verloren und sei von der Fahrbahn abgekommen.

Überholmanöver (374)

Etwas später quetschte sich dann noch ein besonders rücksichtsloser Vollpfosten in einer klassischen, schwarzen, laut dröhnenden Halbstarken-Karre vor dem B-270-Kreisel mit bestenfalls einem halben Meter Abstand an mir vorbei.

Überholmanöver (375)

Da war der Fahrer eines schwarzen Pkw im 30 km/h-Abschnitt in der Winzler Straße sogar ganz brav hinter mir geblieben. Aber irgendwann ist die Geduld halt mal zu Ende; dann rauschen wir halt vor der Einfahrt zum Wasgau-Markt mit nicht mal einen halben Meter Abstand an dem nervigen Radfahrer vorbei.

Gentlemen (46)

Auto- und Radfahrer können aber auch ganz friedlich koexistieren. Auch außerorts, auf kurvigen, ansteigenden Landstraßen wie der K 27 zwischen der Biebermühle und Donsieders. Auf dieser hatte ich schon einige fragwürdige Überholmanöver erlebt. Umso schöner, wenn dann auch immer wieder mal jemand abbremst und mit großem Abstand hinter einem bleibt. Dann kann man denjenigen prima vorbeiwinken, wenn man sieht, dass hinter der Kurve keiner mehr kommt. Der Fahrer bedankte sich mit einem Huperchen.

Überholmanöver (376)

Mist, ich dokumentiere hier ja eigentlich keine Handy-Verstöße – weil ich wohl sonst zu nix anderem mehr käme. Da kam doch glatt ein Busfahrer-Kollege (unterwegs für ein auf Behindertenbeförderung spezialisiertes, hier ebenfalls schon öfters angesprochenes Unternehmen) wie gerufen, der mich ausgangs dieser unübersichtlichen Kurve in Clausen mit nicht mal einer Armlänge Abstand rasierte. So kann ich ja doch noch den für die QNV unterwegs seienden Busfahrerkollegen erwähnen, der mir ein paar Minuten zuvor auf der L 498 hinter dem Ortsausgang von Donsieders entgegenkam. Sein Blick ruhte auf seinem in der Mitte des Lenkrads gehaltenen Foolphone, auf dem er hochkonzentriert herumwischte.

Abbiegen (37)

Da hab ich doch an meinem MTB sogar fast alles an Lametta, was die StVZO so vorschreibt; sogar den bescheuerten Frontreflektor hatte ich mir an den Lenker gebastelt. Am gleichen Abend stand ich in der fortgeschrittenen Dämmerung (mich zum Linksabbiegen eingeordnet habend) an der Ausfahrt des Wasgau-Marktes in der Arnulfstraße, vorgefahren war ich bis zum Beginn des „Schutzstreifens“. Eine Linksabbiegende Autofahrerin hätte mich – die Kurve schneidend – dabei beinahe übersehen und musste daher ihren Kurs noch einmal korrigieren. Immerhin gab es eine entschuldigende Geste.

Verkehrsschau in Lemberg

Heute früh ging es nach Lemberg an den radikal mit Gemeinsamer Geh- und Radweg und kleinen Vorfahrt gewähren umzingelten Kreisel an der Altenwoogsmühle, um dort die „geheime“ Verkehrsschau zu beobachten, zu der man mich (im Gegensatz zu deutlich pflegeleichteren „Radfahrervertretern„…) ja nicht einladen wollte. Ich bin seit einer Weile „persona non grata„, weil ich die mehr als zweijährige Untätigkeit, aber auch die Kommunikationsdefizite der Kreisverwaltung Südwestpfalz einfach nicht akzeptieren will. Ich wartete bei der Altenwoogsmühle in der Sonne, bis ich irgendwann den Sachgebietsleiter und den Sachbearbeiter der Kreisverwaltung sah, wie sie vom Parkplatz des Wasgau-Marktes in Richtung der beiden südlichen Kreisel-Ausfahrten liefen. Dort trafen sie einen Vertreter des LBM und einen weiteren, den ich schon einmal bei der Verkehrsschau 2017 bei Horbach sah (aber seine Funktion nicht kenne). „Verkehrsschau in Lemberg“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 57)

In Landau zerkratzt ein Radfahrer mit dem Lenker ein Auto und flüchtet. Ein 13-jähriger stürzt in Kaiserslautern auf dem Gehweg, weil er sich vor einem aus einer Grundstücksausfahrt kommenden Pkw erschrickt. In Edenkoben wird ein 58-jähriger von einem Linksabbieger angefahren. Im Kreisel in Hornbach wird einem 69-jährigen die Vorfahrt genommen. Ein 24-jähriger missachtet in Zweibrücken die Vorfahrt eines Pkw-Fahrers. In Alsenz wird ein Radfahrer mit 1,8 Promille aus dem Verkehr gezogen. Einer 13-jährigen wird in einem Mini-Kreisel in Landau die Vorfahrt genommen. In Kaiserslautern stürzt eine Stockbesoffene beim Absteigen vom Rad. In Bellheim kommt es auf einem innerörtlichen Geh- und Radweg zu einem schweren Unfall zwischen mehreren Radfahrern. In Kaiserslautern setzt ein Mann eine vermutliche Fahrradkette als Waffe ein. „Aus dem Polizeibericht (Teil 57)“ weiterlesen

Die Saarbrücker Straße in Landstuhl

Den Verlauf der L 395 (ehemalige B 40) vor allem im Landstuhler Bruch erkennt man auf Landkarten sofort an ihren für die Region eher untypischen, sehr langen Geraden. Das liegt daran, dass es sich hier um die historische Kaiserstraße handelt, die Kaiser Napoleon einstmals zwischen Paris und Mainz errichten ließ. Damals natürlich noch ohne Wegelchen. Heute sind die Verhältnisse, die Radfahrer dort erwarten, nicht grade als „kaiserlich“ zu bezeichnen. Vor allem am Landstuhler Gewerbegebiet West (Torfstraße) ist die Radverkehrsführung chaotisch und in ihrer derzeitigen Form vollkommen indiskutabel. „Die Saarbrücker Straße in Landstuhl“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 46)

In Diedesfeld nimmt ein 39-jähriger Rennrad- einem Motorradfahrer die Vorfahrt. Bei Alsenz kommt es zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Pkw, weil eine Autofahrerin auf ihre Vorfahrt verzichtet und einen Radfahrer die Fahrbahn queren lässt. Auf einem Feldweg bei Rheinzabern kollidieren eine 16-jährige Radfahrerin und ein 60-jähriger Radfahrer, weil der jungen Frau Mähdrescherstaub in die Augen wehte. In Landau kollidiert ein 41-jähriger mit einem Lkw; die PI Landau verbittet sich allerdings Rückfragen zur alles andere als eindeutig formulierten Pressemeldung. Ebenfalls in Landau bricht einem 25-jährigen der Sattel, was einen Sturz verursacht. In Godramstein (bei Landau) kommt es zu einem Alleinunfall eines 24-jährigen. Und ein letztes Mal Landau: Ein betrunkener 31-jähriger stürzt ohne Fremdeinwirkung – und hält anschließend ein Nickerchen. Bei der Untersuchung seines Rucksacks findet die Polizei Betäubungsmittel. „Aus dem Polizeibericht (Teil 46)“ weiterlesen

Der Kreisverkehr in Schwedelbach

Ich habe noch ein weiteres Mitbringsel von meiner rund 156 km langen Tour am Dienstag durch das Nordpfälzer Bergland. Da kam ich auch mal wieder durch Schwedelbach geradelt. Ein kleines, völlig unscheinbares, an der ehemaligen „Bachbahn“ gelegenes Örtchen im Kreis Kaiserslautern, in dem viele auf der Ramsteiner Airbase arbeitende US-Amerikaner leben. Das Dorf hat auch einen ganz besonderen Kreisverkehr. Der scheint für Radfahrer so abartig gefährlich zu sein, dass der Straßenverkehrsbehörde der Verbandsgemeinde Weilerbach nix anderes übrig blieb, als Radfahrer, die in Richtung Weilerbach unterwegs sind, zwangsweise per Gemeinsamer Geh- und Radweg links um den Kreisel herumzuführen – und als Krönung einen damit auch noch von der K 13 auf einen ganz woanders hinführenden Feldweg zu leiten. „Der Kreisverkehr in Schwedelbach“ weiterlesen

Radfahrer beschädigt Betonbelag

Seit November 2018 wird die Kreuzung nördlich der B 10 bei Landau in einen Kreisverkehr umgebaut (siehe auch die Pressemeldung des LBM vom Dezember 2018). Ich bin da schon viele Jahre nicht mehr unterwegs gewesen und die Radverkehrsführung teils über parallele Wirtschaftswege scheint dort so chaotisch wie immer zu sein. Am Kreisel der L 512 mit der K 7 konnte ich bei mapillary z. B. keine Gemeinsamer Geh- und Radweg finden. Jedenfalls hat laut einer Pressemeldung vom 25. Juni 2019 ein Radfahrer dort durch das Befahren einer noch nicht ausgehärteten Betonfläche Schäden verursacht. „Radfahrer beschädigt Betonbelag“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 42)

Die Polizei kontrolliert auf Bitte der Schulleitung in Herxheim die Räder von Grundschülern. In Annweiler wird ein Radfahrer bei der Einfahrt in einen Kreisel von einem Geländewagenfahrer mit Anhänger verletzt, der Unfallflucht begeht. In Gimmeldingen wird ein 85-jähriger von einer Pkw-Fahrerin gestreift. Ebenfalls in Herxheim kommt es zu einem Unfall zwischen sich begegnenden Radfahrergruppen auf einem Feldweg. Ein Rennradfahrer wird in Enkenbach-Alsenborn von einem Fahrer eines SUV genötigt. „Aus dem Polizeibericht (Teil 42)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 41)

Bei Kirchheim (Weinstraße) stürzt eine Frau ohne Fremdeinwirkung. Ein Autofahrer blockiert aus einem Waldweg ausfahrend in der Abfahrt vom Totenkopf (bei St. Martin) die Straße, weshalb ein Radfahrer nicht mehr ausweichen kann. Zu einen Vorfahrtunfall unter Radfahrern kommt es in Herxheim. In Landau missachtet ein Autofahrer die Vorfahrt einer Radfahrerin in einem Mini-Kreisel. Ebenfalls in Landau wird eine Zebrastreifenradlerin angefahren. Und ein drittes Mal Landau: Ein Dunkel-Klappradler flüchtet hollywoodreif vor der Polizei. In Neustadt parkt ein Autofahrer rücksichtslos aus und verursacht damit den Sturz eines Radfahrers. „Aus dem Polizeibericht (Teil 41)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 38)

Bei Gries stürzt ein angetrunkener 50-jähriger in eine Leitplanke. Ebenfalls ein Betrunkener war auf dem Glan-Radweg bei Rehborn unterwegs – allerdings mit dem Auto. Bei Scheibenhardt stürzt ein 58-jähriger schwer. Drei Jugendliche flüchten in Neustadt vor der Polizei. Die Fahrradstreife in Kaiserslautern kontrolliert überwiegend Fußgänger und Radfahrer. Ein 10-jähriger prallt in Bad Bergzabern gegen einen Sperrpfosten. Eine 5-jährige wird in Enkenbach-Alsenborn von einer aus einem Grundstück Ausfahrenden gestreift. Ein Torkelradler beschädigt in Neustadt ein Auto und begeht Unfallflucht. In Haßloch kommt es in einem Minikreisel zu einem Unfall mit Unfallflucht der Pkw-Fahrerin. „Aus dem Polizeibericht (Teil 38)“ weiterlesen