Umleitung bei Vogelbach

Vor einer Weile hatte ich die Pressemeldung des LBM Kaiserslautern kommentiert, in der die Vollsperrung der L 395 zwischen Bruchmühlbach und Vogelbach angekündigt wurde. Ich vermisste ein wenig die Angabe einer Umleitung für den Radverkehr, da am Beginn des Gemeinsamer Geh- und Radweg-Weges an der Einmündung „Am Güterbahnhof“ von Miesau kommend mehrere Absperrschranken mit Verbot für Radverkehr und  aufgestellt wurden und auf eine Umleitung verwiesen wurde. So eine fand ich aber nicht. Wohl auch deshalb, weil Umleitungsschilder für mich gelb sind, wie das die StVO so auch vorsieht. „Umleitung bei Vogelbach“ weiterlesen

Isses nun verboten – oder nicht?

Dass in der Südwestpfalz die offiziellen Radverkehrs-Routen fast ausnahmslos über straßenverkehrsrechtlich nicht freigegebene Wirtschaftswege führen, hab ich ja schon mehrfach angesprochen. Ich selbst unterlag über viele Jahre ebenfalls dem Irrglauben, dass das Verbot für Fahrzeuge aller Art kein Radfahrverbot beinhalten würde. Das lag eben auch daran, dass auch die ausgeschilderten Vorgänger des HBR-Wegesystems (meist regionale Tourenvorschläge) ganz hemmungslos auf gesperrten Wirtschaftswegen verliefen. Als Bürger geht man also erst einmal davon aus, dass das alles so seine Richtigkeit hat. Und verklagt ggf. dann später die Behörden auf Schadenersatz. „Isses nun verboten – oder nicht?“ weiterlesen

Vollsperrung der L 478 bei Kleinsteinhausen

Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Kleinsteinhausen (L 477) teilte der LBM in einer Pressemeldung vom 9. Mai mit, dass seit 14. Mai wegen des Vorziehens der Baumaßnahmen im Einmündungsbereich zwischen L 477 und L 478 auch die Landstraße zwischen Großsteinhausen und Bottenbach vollgesperrt wird. Im ersten Bauabschnitt (voraussichtlich bis 6. Juli) ist der südliche Teil von Kleinsteinhausen nur über Großsteinhausen (aus Westen) erreichbar. Im zweiten Bauabschnitt dann nur von Bottenbach (Osten) aus. „Vollsperrung der L 478 bei Kleinsteinhausen“ weiterlesen

65 benutzungspflichtige Meter

Mir ist grade aufgefallen, dass ich schon seit letzten Herbst ein paar Fotos eines typischen Stummel-Radwegelchens auf der Festplatte rumfliegen habe. Ich hatte am 18. Oktober per e-mail die Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben um Um- bzw. Entschilderung gebeten – bis heute tat sich aber nichts. 🙄

Das schmale Wegelchen (siehe Beitragsbild) findet man an der K 25 am „Jugenddorf Sickingen“ bei Waldfischbach-Burgalben. Jene Kreisstraße erhielt etwa um 2000 bis 2005 herum einen neuen Verlauf durch das Klappertal parallel zur B 270. So wurde die sehr enge Passage über den „Roten Stich“ am Kohlhaufen entschärft. „65 benutzungspflichtige Meter“ weiterlesen

Weiß-Grüne Anstiftung zum Gehwegradeln

Vor ner Weile hatte ich mich hier ja mal mit der Gegebenheit befasst, dass in der Region schon vor Jahren die HBR-Beschilderung installiert wurde, ohne sich (bis heute) um die straßenverkehrsrechtlichen Freigaben dieser Wege zu kümmern. In aller Regel werden Radfahrer dann von den grünen Schildern „angestiftet“, auf per Zeichen 250 StVO ebenfalls für Radfahrer gesperrten Wirtschaftswegen herumzufahren. 🙄 „Weiß-Grüne Anstiftung zum Gehwegradeln“ weiterlesen

Im Nesseltal-Delta

Die „Radwege“ entlang der B 10 sind nicht nur im Winter ein Ärgernis. Auch in der warmen Jahreshälfte muss man stets mit einigen Widrigkeiten wie z. B. Sperrungen wg. unangekündigten Forstarbeiten oder Verschmutzungen rechnen. Auf dem Abschnitt zwischen dem Pirmasenser Waldfriedhof und dem Industriegebiet Münchweiler nervt mich schon seit mehreren Jahren eine stark verdreckte und somit auch nicht ungefährliche Stelle am Ausgang des Nesseltals. In jenem fanden früher noch Jugendfreizeiten statt. „Im Nesseltal-Delta“ weiterlesen

Sperrung der K 24 bei Höheinöd

Der LBM veröffentlichte am 3. April eine Pressemeldung zur anstehenden Sperrung der K 24 zwischen Waldfischbach-Burgalben und Höheinöd. Jene erfolgt ab dem 16. 23. April und soll voraussichtlich 7 Monate andauern.

Update: Die Pressemeldung wurde am 11. April korrigiert und der Start der Baumaßnahme um eine Woche verschoben.

Die Gemeinde Höheinöd kämpfte lange Zeit für eine ordentliche Anschlussstelle an die A 62 – und bekommt jene nun endlich; im Zuge der zeitgleichen Generalsanierung jener „Schmalspur-Autobahn„. Über Jahre erfolgte die Auf- und Abfahrt provisorisch über die dortigen Autobahnparkplätze.

Der Radverkehr bleibt in der Pressemeldung natürlich wieder unberücksichtigt, „da fährt doch eh keiner Fahrrad“. 😉 Die weiträumige offizielle Umleitung über Hermersberg lässt sich jedoch für Radfahrer umgehen, wenn man den HBR-beschilderten, (aber natürlich „noch“ nicht per Zeichen 250 StVO  straßenverkehrsrechtlich freigegebenen…) 🙄 am Ausgang des Klappertals beginnenden, asphaltierten Wirtschaftsweg über den Quatersberg nimmt. Das ist für vor allem für jene interessant, die bspw. über den ebenfalls asphaltierten Wirtschaftsweg weiter Richtung Weihermühle wollen. Oder die, die die Schleife über Höheinöd nach Thaleischweiler einer Fahrt über die B 270 vorziehen. Nebenbei macht man so ja noch ein paar zusätzliche Höhenmeter! 😉

Update 22. Mai

Da ich heute in der Waldfischbacher Ecke unterwegs war, wunderte ich mich, dass an der K 24 Richtung Höheinöd keine Sperrschilder standen. Da ich vor der sich östlich austobenden Gewitterzelle nach Westen fliehen musste, fuhr ich dann rauf nach Höheinöd. Scheinbar ist der Baubeginn also noch einmal deutlich nach hinten verschoben worden; die Strecke war jedenfalls in beide Richtungen bis Höheinöd befahrbar. In der Liste der Pressemeldungen findet man die Nachricht vom 11. April jedenfalls nicht mehr. Wenig transparent, was der LBM da leistet. 🙄

Update 31. Mai

Am 28. Mai wurde eine neue Pressemeldung veröffentlicht. Baubeginn soll nun der 4. Juni sein. Man könnte der Absage von Bauarbeiten ruhig auch eine Pressemeldung widmen.

Radschnellwege im Wasgau

„Radschnellwege“ sind ja seit einiger Zeit irgendwie in aller Munde. 😉 Zumindest im Umland größerer Städte wie z. B. Stuttgart. Ob man meine Entwürfe neuer, direkter Verbindungen im Herzen des Wasgaus unbedingt so nennen muss, sei mal dahingestellt. 😉 Eine etwas größere Übersichtsgrafik zur OpenTopoMap findet ihr hier (1,2 MB), abschließend noch die Lizenzbedingungen.

Jedenfalls wünsche ich mir schon seit langer Zeit, dass das generell etwas dünnere Straßennetz im Pfälzerwald durch einige asphaltierte und für den Radverkehr ausdrücklich freigegebene Forstwege ergänzt werden sollte! „Radschnellwege im Wasgau“ weiterlesen

Noch ein neues Zusatzzeichen

Erst vor Kurzem fiel mir auf, dass am Beginn der Wartbachstraße, die zum berüchtigten B-10-Radweg führt, auf der linken Seite ein nur für Anlieger freigegebenes Zeichen 250 StVO steht. Jenes kann man z. B. auch auf einer mapillary-Aufnahme (grade so) erkennen. Der parkende LKW verdeckt auf dem Foto das Pendant mit dem Zusatzzeichen 1020-12 auf der rechten Seite, welches auch Radfahrern die Einfahrt gestattet. Da diese Beschilderung widersprüchlich war, hab ich vor einer Weile die Verbandsgemeinde Hauenstein darauf hingewiesen. Als ich zuletzt dort vorbeifuhr, war dann auch das linke der beiden Schilder ausgetauscht. Schön!

Mein anschließender Hinweis bezog sich dann darauf, dass auch entlang der Umleitung des touristischen HBR-Verkehrs über die Straße „Im Handschuhteich“ Richtung Shell-Tankstelle (inkl. „Radfahrer absteigen!“) ebenfalls keine Freigabe für Radfahrer vorliegt. Mal gespannt, ob und wann auch dort der Radverkehr offiziell per Zusatzzeichen freigegeben wird!

Allgemein geht man meines Erachtens von Seiten der Straßenverkehrsbehörden doch sehr leichtfertig mit dem Zeichen 250 StVO um – denn ob eine Sperrung auch des Radverkehrs überhaupt nötig und rechtmäßig ist, wird offenkundig so gut wie nie geprüft, wenn z. B. Anlieger- oder eben auch zahlreiche Forstwege hauptsächlich für den lauten, schmutzigen und die Fahrbahnen verschleißenden Verkehr gesperrt werden sollen. Im Saarland hingegen fällt mir bspw. oft auf, dass an vielen Forst- und Landwirtschaftswegen deutlich häufiger das Zeichen 260 StVO Verwendung findet.

Natürlich wird grade das Zeichen 250 StVO von Radfahrern in der Praxis ständig ignoriert; schließlich weisen ja auch sehr viele HBR-Schilder auf solche Wege. Die rechtliche Unsicherheit müsste halt trotzdem nicht sein…! 🙄

Lizenzbedingungen von openstreetmap.de zum Beitragsbild.

Freies Abbiegen an der Streckbrücke

Eins der Themen des Gesprächs mit dem Leiter des Pirmasenser Straßenverkehrsamt am 7. Februar war die unklare und widersprüchliche Situation an der Abzweigung von der Streckbrücke in den „Seitenarm“ der Arnulfstraße. Jene Ecke durchlebte die Beschilderung betreffend grade in letzter Zeit einen stetigen Wandel. Da eine HBR-Route den touristischen Verkehr in Richtung des „Panorama Pirmasens“ um den Imserbühl führt, ist das Einfahrverbot vor einiger Zeit von Zeichen 267 StVO zu Zeichen 250 StVO  abgeändert worden.

Allerdings steht am Ende der Streckbrücke in südwestlicher Fahrtrichtung ein Zeichen 239-30 StVO – und jenes Verkehrszeichen verbietet natürlich auch Radfahrern das Abbiegen nach Rechts!

Da ich Hoffnungen hatte, auch mit der örtlichen Polizei einen konstruktiven Dialog in Sachen Beschilderung und Radverkehrsführung im Stadtgebiet aufzunehmen, fragte ich dort einfach mal per e-mail an, ob ich dort denn nun als Radfahrer eigentlich rechts abbiegen dürfe – oder nicht. Leider wollte man mir keine Antwort geben, sondern verwies mich beharrlich ans Straßenverkehrsamt. Offenbar bekommt man also von der Polizei erst dann eine Auskunft, ob man eine Ordnungswidrigkeit begeht, wenn man jene in der Tat so ausführt; ohne Selbstanzeige scheint da nix zu gehen. 🙁

Jedenfalls wurde schon vor etwa 2 Wochen unterhalb des die Fahrtrichtung Geradeaus vorschreibenden Verkehrszeichens ein  angebracht! Das bedeutet unter anderem, dass man von der Polizei nun kein Knöllchen mehr befürchten muss. Und vor allem: bei einem möglichen Unfall beim Einbiegen mit einem dort ausfahrenden PKW hat die Haftpflichtversicherung des Fahrers nun keine Möglichkeit, auf das vermeintliche Abbiegeverbot hinzuweisen – um so dem Radfahrer eine Teilschuld aufzubürden.

Lizenzbedingungen von openstreetmap.de zum Beitragsbild.