Msdwgi an der Schelermühle

Als ich vor ca. 3 Jahren begann, mich etwas genauer mit den rechtlichen Hintergründen im Zusammenhang mit dem Thema Radverkehr zu befassen, tauchte vor allem bei de.rec.fahrrad oder im Verkehrsportal immer wieder das Kürzel “Msdwgi” auf. Das erschreckende daran ist, dass ich ziemlich schnell von selbst darauf kam, was diese Abkürzung bedeutet. Es tauchte nämlich vor allem regelmäßig im Zusammenhang mit fragwürdiger “Beschilderungskunst” auf – weshalb ich diesen Code eben sehr bald knacken konnte. „Msdwgi an der Schelermühle“ weiterlesen

Radwegplanung an der B 38

Seit geraumer Zeit befinden sich in der Liste der aktuellen Planfeststellungsverfahren des LBM Rheinland-Pfalz auch die Pläne für den Bau eines neuen gemeinsamen Geh- und Radweges entlang der B 38 zwischen Schweigen-Rechtenbach und Oberotterbach. Da die Dokumente nicht ewig im Netz bleiben, würde ich den Interessierten wie immer empfehlen, jene herunterzuladen und auf der eigenen Festplatte zu sichern. Wie nicht anders zu erwarten, hält sich auch hier (wegen der meist damit verknüpften Benutzungspflicht) meine Begeisterung über den Bau eines weiteren einseitigen Zwei-Richtungs-Wegelchens daher auch in Grenzen. „Radwegplanung an der B 38“ weiterlesen

Schlaglochpiste zum Beckenhof

Es gäbe zwischen Münchweiler und dem Pirmasenser Stadtteil Ruhbank eine an und für sich ganz brauchbare Alternativroute über die eingeschränkt für den öffentlichen Verkehr freigegebenen Forststraßen zum Beckenhof, einem sehr beliebten, im Pfälzerwald gelegenen Ausflugsziel. Wenn man denn Radfahrern im Zuge der damaligen Umwandlung der B 10 in eine Kraftfahrstraße hier weiterhin eine durchgehend asphaltierte Fahrbahn anbieten würde. Das hielt man aber (einmal mehr) für nicht nötig; stattdessen muss man auf rund 400 m über eine üble, nur grob geschotterte Schlaglochpiste rumpeln. „Schlaglochpiste zum Beckenhof“ weiterlesen

“Radfahrer absteigen” an der Schelermühle

An der Schelermühle im Felsalbtal wird ein neues Wasserwerk gebaut. Da dort der “Dynamikum-Radweg” vorbeiführt, steht an der Baustelle ebenfalls seit geraumer Zeit eine Kombination aus einem Zeichen 123, einem Verbot für Fahrzeuge aller Art und einem “Radfahrer absteigen”. Auch diese Abschnitte darf man ja generell erst seit Kurzem legal mit Fahrrädern befahren, da die Stadt Pirmasens inzwischen auch dort die alten Verbot für Fahrzeuge aller Art durch Verbot für Kraftfahrzeuge ersetzt hat. „“Radfahrer absteigen” an der Schelermühle“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 26)

In Pirmasens wird ein 30-jähriger E-Roller-Fahrer erwischt. Ein 25-jähriger wird in Kaiserslautern auch Opfer der miesen, benutzungspflichtigen “Radinfrastruktur”, da er vor einer Tankstelle von einem Rechtsabbieger “übersehen” wird. In Hagenbach stürzt ein 71-jähriger auf seinem E-Bike ohne Fremdeinwirkung. Bei Insheim quetscht sich an einer Abzweigung ein Autofahrer an einem wartenden 62-jährigen vorbei und fährt diesen dabei an. In Landau stürzt eine 53-jährige nach einer Kollision mit einem Fußgänger auf der Route des Queichtalradwegs – die für Radfahrer dort allerdings nicht freigegeben ist! In Höheinöd fährt ein Kind auf einem unbeleuchteten Rad vors Auto einer US-Amerikanerin, kommt aber mit dem Schrecken davon. „Aus dem Polizeibericht (Teil 26)“ weiterlesen

Zeichen 250 vor Feldwegen

Vor einer Weile hatte ich mich ausgiebiger mit dem Thema “Zeichen 250 vor Waldwegen” befasst. Das gilt im Ergebnis natürlich auch für typische Feldwege. Auch hier wird man in der StVO oder anderen Gesetzen im Grunde keinerlei Rechtsgrundlagen dafür finden, warum (leise und umweltfreundliche) Radfahrer diese Wege nicht befahren dürfen sollten? Aber da sich die Leute in den Straßenverkehrsbehörden diesbezüglich wohl stets an den Beamtendreisatz (vor allem: “Das haben wir schon immer so gemacht!”…) halten, wird halt vor solchen Wegen wie eh und je anstatt eines Verbot für Kraftfahrzeuge ein Verbot für Fahrzeuge aller Art hingeknallt. Auch wenn in der Pfalz über unzählige Feld- und Waldwege auch touristische Radrouten verlaufen. „Zeichen 250 vor Feldwegen“ weiterlesen

Radroute durch “Gefahrenzone”?

Vor wenigen Tagen hatte ich mich ja mit dem nervigen und etwas “unentschlossenen” Wegelchen entlang der K 6 am Hochstellerhof befasst. Von diesem zweigt auf der Gerstfeldhöhe ein geschotterter Feldweg ab, welcher als touristische Radroute nach Obersimten führt. Wie üblich wurde dieser nie straßenverkehrsrechtlich für den Radverkehr freigegeben, denn am Wegesrand steht ein Verbot für Fahrzeuge aller Art. Sogar das früher mal vorhandene Zusatzzeichen, welches landwirtschaftlichen Verkehr erlaubte, ist verschwunden. Stattdessen wurde vor dem Verkehrszeichenpfosten aus Metall vor einiger Zeit ein Holzpfahl in den Boden gerammt und ein Plastikschildchen daran befestigt, welches in einem recht schroffen Ton den Zutritt komplett untersagt. „Radroute durch “Gefahrenzone”?“ weiterlesen

Freigegebene Gehwegstummel

Nicht nur benutzungspflichtige Gemeinsamer Geh- und Radweg-Stummel ergeben oft für sich betrachtet keinerlei Sinn, sondern auch manch Gehweg Radverkehr frei. Ein schönes Beispiel dafür findet man im Zweibrücker Stadtteil Niederauerbach. Radfahrer, die der Route des “Pirminius-Radwegs” über die K 5 in Richtung Norden folgen, dürfen dort vor der Brücke über den Schwarzbach für ca. 30 m auf dem rechten Bürgersteig fahren. Was das bringen soll, erschließt sich mir allerdings überhaupt nicht. „Freigegebene Gehwegstummel“ weiterlesen

Anlieger im Sinne des LBM

Es gibt ja leider nur sehr wenige Ansprechpartner beim LBM, die nicht den unausstehlichen Charme eines ganz klassischen Beamten der 60er Jahre versprühen würden. So kümmert sich wenigstens beim LBM Speyer eine in Punkto Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit geschulte Sachbearbeiterin um das hin und wieder vorkommende Gemecker von nervigen Leuten wie mir. 😉 Nach mehr als einem Monat erhielt ich heute eine Antwort auf meine Frage, warum es der LBM nicht gebacken bekommt, bei der Planung und Beschilderung von Baustellen die Interessen des Radverkehrs angemessen zu berücksichtigen? Als Beispiel diente die kurzzeitige Sperrung der B 427 in der Ortsdurchfahrt von Hinterweidenthal im vergangenen November. „Anlieger im Sinne des LBM“ weiterlesen

Großes Schilder-Tennis

Die (nicht selten sehr schmalen) Radwege im Schwarzbachtal haben ja auch was die Beschilderung betrifft so ihre Tücken, wie dieser Beitrag aus dem letzten Sommer beispielhaft zeigt. Während in Dellfeld das Verbot für Fahrzeuge aller Art und das Gemeinsamer Geh- und Radweg am gleichen Schilderpfosten hängen, hat man in der Fröschener Straße in Thaleischweiler-Fröschen gleich zwei davon benötigt. 3 runde Verkehrs-, 2 Zusatzzeichen sowie ein HBR-Wegweiser, ein grünes “Hunde-anleinen-Schild” – und als Krönung noch eine Hundetoilette – hätten in der Tat nicht an einen Pfosten gepasst! „Großes Schilder-Tennis“ weiterlesen