Alltagserlebnisse (Teil 92)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Überholmanöver (195)

Am 12. Januar drehte ich eine klassische Runde über Salzwoog, den Braunsberg und die Eselsteige. Im Faunertal wurde ich in einer langgezogenen Linkskurve von einer alten Klapperkiste überholt. Dabei wurde der dann doch ums Eck kommende Gegenverkehr gefährdet.

Überholmanöver (196)

Nur wenig später wurde ich dann nochmal mit höchstens 1 m Abstand ausgangs der letzten Rechtskurve des Tales überholt. Die Besonderheit war, dass es sich dabei um ein Fahrschulauto (mit Fahrschüler am Steuer) handelte.

Gespräche (21)

Es fing dann leider mal wieder an, stärker zu regnen. Was bin ich dieses dauergraue und nasse Mistwetter schon wieder leid! Im hinteren Teil des Schöntals auf der L 478 überholte mich ein blauer VW-Bus, welcher mir kaum eine Minute später wieder entgegenkam. Dessen Fahrer erkundigte sich, ob er mich nicht mitnehmen solle? Er fragte, ob ich irgendwohin wolle und nur kein Auto hätte – oder ob ich nur zum Spaß fahren würde. Ich bedankte mich für das Angebot, aber das Bisschen Regen mache mir dann doch nix aus, ich wäre sowieso quasi jeden Tag unterwegs! 😉

Parken (31)

Am 14. Januar fuhr ich früh los, da gegen Mittag Regen gemeldet war; nass wurde ich aber trotzdem schon vorher… Im Wasgau-Markt von Lemberg kaufte ich auch noch schnell was ein. Als ich wieder aus dem Laden herauskam, sah ich, dass sich in der Zwischenzeit gegenüber zwei (unbeladene) Langholztransporter(!) komplett auf dem Gemeinsamer Geh- und Radweg (samt “Grünstreifchen“) entlang der K 36 Richtung Ruppertsweiler breitgemacht hatten! Radfahrer oder Fußgänger hatten Null Chance, daran vorbeizukommen. Die beiden Fahrer machten wohl in der Gastro Mittagspause.

Überholmanöver (197)

Auch nicht astrein überholt wurde ich etwas später von einem Fahrer eines Pirmasenser Stadtbusses in der Lemberger Straße an der Einmündung “Am Kiesweg” zum Plub, kurz hinter dem Ende des “Schutzstreifens”, das waren bestenfalls 60 cm.

Abbiegen (22)

Von links kam dann auch noch fast zeitgleich ein besonders ungeduldiger Jungspund mit seiner tiefergelegten Karre aus der Hans-Sachs-Straße, fuhr ein Stück weit parallel neben mir her und kuckte mich dabei auch noch völlig entgeistert an. Tja, da war ich doch schneller, als er gedacht hat?

Überholmanöver (198)

Am 15. Januar ging es mal wieder nach Frankreich. Auf der D 662 in Bitche wurde ich von einem scheinbar völlig geistesabwesenden französischen Fahrer eines weißen Mercedes-Transporters mit bestenfalls 30 cm Abstand rasiert. Ich vermute mal, dass er aufs Handy geglotzt hat. Die Gegenfahrbahn war in dem Moment völlig frei.

Hunde (8)

Ganz witzig war noch der kleine, weiße, seinem Herrchen für einen Moment entlaufene Kläffer, der kurz vor der Grenze in Liederschiedt für ca. 20 m bellend neben mir herlief.

Vorfahrt (23)

Nach einem Einkauf im Pirmasenser Kaufland wurde mir dann mal wieder die Vorfahrt an einer Rechts-vor-Links-Kreuzung genommen. Ich fuhr die Kornstraße hoch, ein von links kommender Kleinwagenfahrer bog trotzdem ohne auf mich zu achten vor mir aus der Sternstraße nach links ab.

Zebrastreifen (6)

In der Winzler Straße sah ich kurze Zeit später, dass ein Mann an der Kreuzung mit der Uhlandstraße / Goethestraße den westlichen der beiden Fußgängerüberwege (von links nach rechts) benutzen wollte – und hielt an. Auch der Wagen in der Gegenrichtung stoppte. Allerdings bretterte neben mir noch schnell ein Autofahrer völlig rücksichtslos mit weniger als 50 cm Abstand an mir vorbei – während der Mann den Zebrastreifen schon betreten hatte. Das wär mal wieder so ein richtig schöner “Instant-Karma”-Moment gewesen, wenn an der Kreuzung oder der Tankstelle zufällig ein Streifenwagen aufgetaucht wäre. Ist ja aber leider nie der Fall.

Alltagserlebnisse (Teil 91)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Es ist unheimlich wenig los in der letzten Zeit, keine Ahnung, woran das liegt… Aber ich will mich da auch nicht wirklich drüber beschweren! 😉

Beleuchtung (13)

Am 4. Januar wurde ich auf der K 13 zwischen Walshausen und Dusenbrücken mal wieder richtig übel vom Fernlicht eines schlafenden Autofahrers geblendet. Oder es liegt an den neumodischen Fernlicht-Automatiken – die allerdings Radfahrer nur wenig bis gar nicht erkennen…?

(Wilde) Tiere (11)

Ganz witzig waren die schwarzen Rindviecher, die am 5. Januar auf ihrer Weide im saarländischen Erzental englang der L 102 etwa 250 m weit neben mir hergelaufen sind.

Gegenverkehr (6)

Am 6. Januar befuhr ich die B 270 und bog auf die K 17 Richtung Petersberg ab. Man muss dabei durch eine schmale Unterführung des leider immer noch stillgelegten Pirmasenser Talgleises fahren. Dem Verkehr in Richtung Petersberg wird dort mittels eines Zeichen 308 Vorrang eingeräumt. Das interessierte den Ersten einer drei Autos umfassenden Reihe allerdings nicht sonderlich, denn er quetschte sich einfach neben mir durch die Engstelle hindurch.

Grüßen (1)

Am 7. Januar hielt ich (mit dem MTB unterwegs) kurz hinter der Landstuhler Wasserscheide am Hörnchenberg für einen Moment an einer Einmündung zu einem Waldweg an, um mir mal wieder ordentlich die dauerlaufende Nase zu putzen. Dabei sah ich aus Richtung Landstuhl kommend eine Rennradfahrerin, die mich mit einem enthusiastischen Winken grüßte! Ich vermute einfach mal, dass es eine Rennradfahrerin war – denn das Gesicht war fast völlig mit Tüchern verhüllt. 😉 Ich ließ mir bei meiner Fahrt Richtung Süden Zeit – und traf jene dann kurz vor Wallhalben noch einmal, wo sie mir wieder fröhlich zuwinkte. Ich grüßte freundlich und amüsiert zurück! Ich glaube, dort muss ich wohl öfters rumfahren, vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit für einen Plausch…!? 😉

Autos auf Radwegen (19)

Am gleichen Abend stand dann mal wieder ein Autofahrer mit seiner Motorhaube auf der Furt des überflüssigen und nervigen Gemeinsamer Geh- und Radweg entlang der K 6 zwischen Pirmasens und Winzeln. Ich quittierte es wie üblich mit einem ironischen “Thumb up”!

Autos auf Radwegen (20)

Bis vor Kurzem hätte ich mich ja auf dünnes Eis begeben, wenn ich mich über den motorisierten Verkehr auf dem bislang nur für forstwirtschaftlichen Verkehr freigegebenen Verbindungsweg zwischen der Rodalber Horberg-Siedlung und der B 270 beschwert hätte. Aber da jener Weg wegen meiner Eingabe für den Radverkehr nun ausdrücklich freigegeben wurde, kann ich ja ab sofort ganz ungeniert die missbräuchliche Nutzung des Weges mit Pkw als Abkürzung beanstanden. 😉 So überholte mich dort am 8. Januar eine (zudem ziemlich ungeduldige) Frau mit ihrem Auto in Richtung B 270.

Gespräche (20)

Wie gut, dass es Radfahrer gibt, die kann man immer nach dem Weg fragen, denn die kennen sich garantiert gut aus! 😉 Am 9. Januar war ich mit dem MTB auf der K 4 zwischen dem Kettrichhof und Erlenbrunn unterwegs. Wegen der Bauarbeiten ist ja die OD Kettrichhof seit einer Weile gesperrt. In Höhe der Einmündung der K 8 zum Rodalberhof sah ich ein Auto nach links abbiegen. Der Fahrer mit SÜW-Kennzeichen bat mich dann anzuhalten. Er suche den Weg zur B 10 – und die Durchfahrt sei hier ja gesperrt. Er wäre hier vor vielen Jahren mal gewesen, habe sich nun aber verfahren. “Ui, da sind Sie hier aber in der völlig falschen Richtung unterwegs!” Ich empfahl ihm, umzudrehen und über Lemberg der Beschilderung zur B 10 zu folgen. Er bedankte sich. Ich sah übrigens in dem Moment wohl aus wie der Yeti – denn ich war etwa eine Viertelstunde lang in einem ziemlich heftigen Schneeschauer unterwegs.

Ein- und Anfahren (5)

Ich kaufte mir später noch im Wasgau-Center in der Bitscher Straße was zum Abendessen. Als ich den Parkplatz verlassen wollte, ignorierte die vor mir Fahrende allerdings beim Versuch, mit ihrem Pkw nach links abzubiegen den Vorrang eines in dem Moment die Grundstückszufahrt queren wollenden Rollstuhlfahrers. Der durfte dann nämlich warten, bis Madame irgendwann mal abbiegen konnte. Ich schlüpfte in der Zwischenzeit vorsichtig zwischen beiden hindurch und bog nach rechts ab.

Alltagserlebnisse (Teil 87)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gentlemen (28)

Am 13. Dezember ließ mich ein Fahrer eines weißen BMW an der Kreuzung Gasstraße – Teichstraße per Lichthupe nach links abbiegen.

Abbiegen (21)

Etwas später fühlte ich mich von dem “Schutzstreifen” in der Arnulfstraße mal wieder so richtig doll beschützt! Ich wartete in der Waisenhausstraße hinter einem schwarzen BMW, um anschließend zügig nach links eben in die Arnulfstraße einzubiegen. Dort schwenkte ich auf das Streifchen ein. Der sich immer noch knapp vor mir befindliche BMW-Fahrer bog dann aber jedoch ohne auf mich zu achten einfach über den Schutzstreifen hinweg nach rechts auf den Parkplatz des Lidl ab. Hätte ich nicht stark gebremst und es nicht bereits geahnt, wäre ich ihm in die Seite gefahren.

Überholmanöver (190)

Ein regelrechter “Klassiker” folgte dann noch mit dem Überholmanöver am Kreisel zur Winzler Straße. Die Fahrbahn verjüngt sich vor dem Kreisel von der Außenseite. Autofahrer, die sich an der Mittellinie orientieren, bemerken oft gar nicht, dass sie mir damit extrem eng auf die Pelle rücken, wenn sie trotzdem noch vor dem Kreisel überholen. Dieses Mal waren es vielleicht 30 oder 40 cm. Das Problem war bereits Thema beim 1. Gespräch mit der Pirmasenser StVB. Das Abmarkieren der Streifen besserte gar nix; ich werde mal die Aufstellung dieses Verkehrszeichens in Verbindung mit diesem Zusatzzeichen anregen.

Beleuchtung (11)

Zum Abschluss wurde ich dann erneut im Hochwald per Fernlicht über mehrere Sekunden lang stark geblendet. Es war noch nicht einmal richtig dunkel und Fernlicht unnötig. Mein Frontlicht sieht man allerdings auch auf der niedrigsten Stufe sehr gut.

Hupen (62) + Gespräche (19)

Am 14. Dezember gab es dann mal wieder ein kleines Highlight: Ich war in der Gasstraße stadteinwärts unterwegs und fuhr mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu den rechts geparkten Autos. Hinter der Kreuzung Schachenstraße hupte es; ich bezog das aber erst einmal nicht auf mich. Es begegnete mir auch ein Streifenwagen. Nach der nächsten Kreuzung (Teichstraße) hupte es dann nochmal und ich wurde (bei durchgezogener Linie) überholt. Da aber die nächste Ampel vor der Feuerwehr auf rot sprang, fuhr ich rechts vorbei (ich wollte eh rechts in die Bahnhofstraße abbiegen) und deutete mit der Hand, der Beifahrer solle doch mal die Scheibe runterlassen. Er war dann auch der Wortführer.

Beifahrer (mit osteuropäischem Akzent): Du(!) musst weiter rechts fahren.
Ich: Muss ich nicht. Wenn da eine Autotür aufgeht, bin ich gearscht.
Beifahrer: Wir können dann aber nicht überholen.
Ich: Und…!?
Beifahrer: Du hältst den Verkehr auf.
Ich: Halte ich nicht. Weil ihr ein Auto fahrt, seid ihr etwa mehr wert?
Beifahrer: (sinngemäß) Natürlich! Die Hand des Fahrers geht rüber, um dem Kollegen zu deuten, dass es reicht. Vielleicht Fremdscham…?
Ich: *Kopfschütteln*
Beifahrer (Scheibe geht grade hoch): Fahr halt auf dem Bürgersteig!
Ich: Mach die Scheibe nochmal runter! Auf dem Bürgersteig fahren ist verboten!

Die Scheibe geht nach einem weiteren doofen Spruch wieder hoch und unsere Wege trennen sich. Ich hatte mir das Kennzeichen gemerkt und überlegte, ob ich nicht einfach mal das mehrfache Hupen anzeigen solle (kostet 10 Euro). Hab es dann aber doch gelassen; auch wenn eine kleine Chance bestanden hat, dass die Streifenwagenbesatzung das hätte bestätigen können.

Überholmanöver (191)

Am Nachmittag wurde ich mal wieder ohne jedes Wissen, ob hinter der Salzwooger Kuppe Gegenverkehr kommt oder nicht, von einem besonders ungeduldigen Autofahrer überholt. Der Gegenverkehr (hier dessen Perspektive) musste dann halt bremsen und ausweichen. Das Wegelchen daneben wurde übrigens (nach meinen Einwänden) mit Gehweg Radverkehr frei beschildert. Nebenbei steht dort die Ortstafel auch viel zu weit westlich.

Beleuchtung (12) + Geister-Gehweg-E-biker (57) in Einbahnstraße (18)

Über das “Edeka-Problem” hatte ich zuletzt in meinem Einbahnstraßen-Konzept berichtet. Am gleichen Abend erledigte ich noch einen kleinen Einkauf in eben jenem neuen Edeka in der Landauer Straße. Hier möchte ich dann auch noch schnell die Anlehnbügel lobend erwähnen, die dann doch noch (mit etwas Verspätung) installiert wurden. Jedenfalls hatte ein älterer Herr sein E-Bike nicht dort, sondern daneben abgestellt und nur das Hinterrad am Rahmen angeschlossen – was immer das auch bringen soll…!? Nach dem Einkauf war ich grade dabei, meine in den Rucksack gepackten Leuchten wieder ans Rad zu pfriemeln und mir die Handschuhe anzuziehen. Währenddessen zog der E-Biker ohne Licht von dannen. Er rauschte mit einem Affenzahn auf dem linken Gehweg entgegen der Einbahnstraße in Richtung Kreuzung Friedhofstraße. So kann man das “Edeka-Problem” natürlich auch lösen…!

Gegenverkehr (4)

Die Windsberger Hochwaldstraße dürfte eine der wenigen Straßen in Pirmasens sein, die korrekt beparkt wird – denn die Anwohner im Bereich des Wendeplatzes stellen ihre Autos alle auf der Fahrbahn – und nicht wie üblich halbhüftig auf dem Gehweg ab. Man erkennt das auch auf dem Luftbild, wenn man die Labels deaktiviert. Jedenfalls: Am 15. Dezember befuhr ich die Straße berghoch. Eine Autofahrerin donnerte allerdings fast ungebremst noch schnell an den beiden auf der Fahrbahn geparkten Autos – und somit auch mit bestenfalls 40 cm Abstand an mir – vorbei.

Alltagserlebnisse (Teil 83)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Überholmanöver (181)

Noch nachgetragen vom 26. November sei der Franzose, der auf der L 484 zwischen Pirmasens und Niedersimten direkt hinter der letzten Kurve einen langsameren Pkw überholte, obwohl er sah, dass ich ihm entgegenkam. Ich musste ganz rechts an den Fahrbahnrand ranfahren.

Gespräche (17)

Am 27. November traf ich am Wasgau-Markt in Hornbach einen 72-jährigen aus Kleinsteinhausen mit einem klassischen Rennrad mit Stahlrahmen, der ebenfalls noch schnell etwas eingekauft hatte. Mich faszinierte, dass er obwohl es nur rund 5 Grad Celsius hatte, eine Dreiviertelhose trug. Er würde andernfalls stark schwitzen. Wir plauderten dann über die üblichen Themen. Etwas enttäuschend war, als ich auf mein Engagement in Sachen B-10-Winterdienst hinwies: “Naja, das könne man ja jetzt nicht unbedingt verlangen”! Es ist wahrlich ein harter Kampf gegen die Minderwertigkeitskomplexe vieler Radfahrer. 😉

Überholmanöver (182)

Mal wieder ganz klassisch rechtsüberholt wurde ich am 28. November in der steilen Volksgartenstraße, die ich für weniger “hartgesottene” Radfahrer gerne durch alternative Einbahnstraßenfreigaben etwas entschärft sähe. Ich hatte mich an der roten Ampel in der Lemberger Straße links eingeordnet, um eben anschließend nach dem kurzen Buckel nach links in die Landauer Str. abzubiegen. Der Witzbold zog dann nach dem Umschalten auf grün über die rechte Spur an mir vorbei und musste dann wegen stockenden Verkehrs regelrecht in die Eisen steigen.

Vorfahrt (19)

Kürzlich hatte ich ja die Planfeststellung für den neuen Kreisel bei Hauenstein thematisiert und erwähnt, dass da einer meiner Rennradkollegen im Sommer einen Unfall hatte. Es muss damals ähnlich gelaufen sein wie bei mir am 29. November, als mir ein von Landau kommender und nach links abbiegen wollender Autofahrer (aus der “Alten Bundesstraße” rechts abbiegend) an der Kreuzung zur Pirmasenser Straße die Vorfahrt nahm.

Hupen (59)

Etwas später am Tag wurde ich dann auf der L 497 bei Rodalben aus einem Kleinbus eines schon einmal negativ aufgefallenen (auf Behindertenbeförderung spezialisierten, regional tätigen) Busunternehmens bei der Vorbeifahrt angehupt. Keine Ahnung, vielleicht hielt man den vom Minigolfplatz her mit Gehweg Radverkehr frei beschilderten, nicht straßenbegleitenden Weg hinter der Leitplanke für einen benutzungspflichtigen Radweg?

Gentlemen (26)

Am 1. Dezember hörte ich, dass auf der L 498 kurz hinter dem Clausener Ortsausgang einen Langholztransporter von hinten gefahren kommt. Damit ich ihn nicht über den gesamten kurvigen Abschnitt hinter mir hängen habe, fuhr ich mit dem MTB kurz rechts ran. Der Fahrer sagte per zartem Huperchen Danke.

Platten (10)

Trotz guten Karmas gab es auf dem B-10-Radweg zwischen Münchweiler und Pirmasens kurz vor dem Nesseltal-Delta dann leider mal wieder einen Platten im Hinterreifen. Irgendwie entpuppt sich der immer noch ein recht gutes Profil aufweisende “Town & Country” leider doch als ziemlich pannenanfällig. Scheinbar durchstach dieses Mal ein Dorn den Mantel. Ich musste also schon wieder den Schlauch wechseln.

Gespräche (18)

Immerhin war der ungeplante Boxenstop doch noch für was gut, denn dadurch traf ich am Lambsbacherhof einen Crossrad-Fahrer, mit dem ich dann bis in die Pirmasenser Stadtmitte noch ein wenig über die örtliche und überörtliche Radverkehrspolitik schwadronierte. Wir hatten uns vor etwa einem Jahr schon einmal unterwegs im Pfälzerwald getroffen (ich musste aber erst von ihm dran erinnert werden). Leider hat bislang aber wohl immer noch kein Einziger derer, die ich in der letzten Zeit unterwegs traf und auf meinen Blog hinwies, jenen anschließend auch mal angeklickt. Es ist schon ziemlich entmutigend, weiterhin so ziemlich der Einzige in der Stadt zu sein, den das Thema Radverkehr überhaupt interessiert. Nunja, vielleicht ergibt sich am 5. Dezember etwas.

Rotlicht (36)

In Richtung Stadtmitte rauschte ein paar Meter vor mir in der Schützenstraße, Kreuzung Bahnhofstraße dann noch der Lenker eines Pkw über die grade auf rot gesprungene Ampel und bog rechts ab.

Alltagserlebnisse (Teil 75)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Räumzeiten (1)

In Deutschland werden von vielen Verwaltungen ja gerne die Räumzeiten genannt, weshalb man an ampelgeregelten Kreuzungen Radfahrer unbedingt von der Fahrbahn fernhalten müsse. An Baustellenampeln kalkuliert man die längere Durchfahrtzeit auf wesentlich längeren Strecken hingegen nie ein. Auch nicht in Frankreich. Am 21. Oktober war ich wieder auf der D 662 in Richtung Süden unterwegs und musste dann auch an der dort eingerichteten Baustellenampel (mit Countdown) anhalten. Nach langer Wartezeit ging es dann die ca. 500 m lange, leicht ansteigende Strecke mit dem MTB hinauf. Die letzten 50 m hatte ich dann Gegenverkehr, da die Ampel aus der Gegenrichtung in der Zwischenzeit auf Grün gewechselt hatte. Und ich war nicht mal sooo langsam unterwegs. Ein Oppa oder Touri-Radler kommt hier definitiv nicht durch.

Rotlicht (27)

Am 22. Oktober befuhr ich den Linksabbiegestreifen der Exerzierplatzstraße in Richtung Rodalber Straße. Neben mir bretterte noch ein Pkw trotz schon vor mehr als 1 Sekunde auf Rot umgeschalteter Ampel gradeaus über die Kreuzung zur Höfelsgasse.

Rotlicht (28)

Selbstanzeige…!? 😉 In Leimen stand ich dann an der wegen der Vollsperrung der B 48 eingerichteten Umleitung dort aufgestellten Baustellenampel. Jene wird auch immer bei Vollsperrungen der B 10 aufgestellt, damit es in dem engen und kurvigen Bereich keine Probleme im Begegnungsverkehr zweier LKW gibt. Da sich der B-48-Umleitungsverkehr jedoch in Grenzen hält (weil ein Großteil die Forststraße über den Hermersbergerhof nutzt), hätte man auch darauf verzichten können. Jedenfalls hatte ich schon meine Zweifel, ob das nur schwach schimmernde Rot auf der Einstrahlung der Sonne oder einem Defekt basiert. Da aber ein Autofahrer hinter mir anhielt, schien ich ja nicht der Einzige zu sein, der sich unsicher war. Nachdem ich insgesamt deutlich mehr als 4 Minuten herumstand, ohne, dass sich irgendwas tat, wurde es mir zu blöd und fuhr halt los. Als ich an der zweiten Ampel vorbeikam, blinkte jene Gelb. Die Ampelanlage war also offensichtlich futsch.

Überholmanöver (163)

Am höchsten Punkt der L 496 in der Nähe des Mosisberges kam mir dann ein Schwertransport mit Begleitfahrzeug entgegen. Ich hätte meinen Hintern verwettet, wenn der diesem folgende Pkw nicht anschließend trotz durchgezogener Linie überholt hätte. Hat er dann auch gemacht.

Beleuchtung (1)

Die “Wintersaison” hat nun mit den ersten Fahrten in die Nacht hinein definitiv begonnen. Am Abend des 22. Oktober konnte ich dann auch gleich den ersten Dunkelradler beobachten. Jener befuhr ca. 50 Meter vor mir die Blocksbergstraße in Richtung Winzeln. Ganz lustig war, dass er am Rad überhaupt kein Licht (auch keinen einzigen Reflektor) hatte, sich aber offenbar ein rot blinkendes Rücklicht an die Rückseite seines Helmes getackert hatte…!?

Rotlicht (29)

Okay, ein Beinahe-Rotlicht. Am Abend des 23. Oktober stand ich auf dem Linksabbiegestreifen in der Bitscher Straße zur Adlerstraße hinter einem Pkw. Als die auf der rechten Seite stehende Ampel auf Grün wechselte, gab der Vordermann Gas, bemerkte allerdings seinen Fehler und hielt gleich wieder an. Wenn ich mich nicht völlig falsch erinnere, gab es hier bis vor Kurzem nämlich noch kein gesondertes Signal für Linksabbieger, welches erst ein paar Sekunden später auf Grün schaltet. Schaut man dann auch aus Gewohnheit nur auf die Ampel auf der rechten Seite, fährt man halt auch mal versehentlich über eine rote Ampel.

Gespräche (16)

Am gleichen Abend hielt ich dann auf dem Parkplatz des örtlichen Penny noch ein interessantes Schwätzchen mit einem MTB-Pedelec-Fahrer, der doch tatsächlich sein Rad an “meinem” 😉 Laternenpfosten angeschlossen hatte. Bei Penny gibt es ja allgemein kaum brauchbare Fahrradständer, in Pirmasens schon gar nicht. Jedenfalls fuhr der Mann nur deshalb Pedelec, weil man ihm für 12 Monate den Lappen abgenommen hat! Da er mit dem hier in der Region nur äußerst bescheidenen ÖPNV nur sehr schlecht zur Arbeit gekommen wäre, hat er sich dann über seinen Chef ein geleastes Pedelec organisiert, welches er auch tagtäglich nutzt.

Alltagserlebnisse (Teil 68)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gespräche (14)

Noch nachgetragen sei die nette Plauderei mit einem Rennradfahrer aus Großsteinhausen am 16. September auf dem Parkplatz des Pirmasenser Penny-Marktes. Er sähe mich ständig überall in der Gegend rumfahren und wollte mich bei der Gelegenheit einfach mal ansprechen. Er war allerdings mit dem Auto und seiner Frau da. Die durfte dann allein einkaufen, während wir ca. 10 Minuten über Clickpedale, hupende Autofahrer und bescheuerte Radwege sinnierten. Schade, dass auch er den Blog wohl doch noch nicht entdeckt zu haben scheint…!?

Gentlemen (21)

Am 18. September ließ ich in der Zweibrücker Vorfahrtstraße Gutenbergstraße ganz galant eine von rechts aus der Rosengartenstraße kommende Pkw-Fahrerin vor. Sie war hellauf begeistert über so viel Zuvorkommen. Offenbar sind die Radfahrer in Zweibrücken sonst eher keine Gentlemen…!?

Gespräche (15)

Naja, ein richtiges “Gespräch” war es nicht grade. Am 19. September befuhr ich mit dem MTB die K 6 in Richtung Pirmasens. Vor der Gersbacher Ampel (die an und für sich völlig überflüssig ist) sah ich, wie aus der Eichelsbacher Straße ein älteres Ehepaar auf E-Bikes nach rechts auf den breiten Schotterstreifen auffuhren. Bei der Vorbeifahrt rief mir der Mann “da unten fehlt der Motor!” zu. Ich brachte in dem Moment nur ein angewidertes “Ääääähm… Näää!” raus. Klang vielleicht fieser als es gemeint war. 😉 Die beiden fuhren dann ein Stück weiter in eine Grundstückseinfahrt. Da es dort keinen wirklichen Gehweg gibt, drück ich mal ein Auge zu…

Mein “Motor” ist jedenfalls mein Herz – und das läuft weiter auf Hochtouren! Bevor ich 70 bin, kommt mir ziemlich sicher kein E-Bike ins Haus! :oP

Überholmanöver (144)

Am 19. September ging es mal wieder die Bärenhalde von Rodalben nach Pirmasens hinauf (es gibt übrigens keinen Anstieg, den ich öfter gefahren bin). Kurz hinter der ersten Links-Rechts-Kurve hinter dem Ortsausgang sah ich einen Traktor um die Ecke kommen. Als der Fahrer des schwarzen SUV direkt dahinter sah, dass aus der Gegenrichtung grade “nur” ein Radfahrer kommt, bricht er aus und rauscht mit einem Affenzahn vielleicht einen dreiviertel Meter an mir vorbei! Wahrscheinlich durfte er dann eh gleich wieder an der roten Baustellenampel am Ortseingang anhalten…!

Gehweg-Geisterradler (44)

Am 21. September erwischte mich leider doch noch der Regen vor dem Ende meiner Tour. Da es für einen Moment sogar richtig heftig schüttete, aber am Horizont auch wieder etwas heller aussah, wollte ich mich in der Kaiserstraße für einen Moment unter das Vordach des örtlichen Büros einer mir überhaupt nicht sympathischen Partei retten. Das mapillary-Bild zeigt übrigens eine klassische Pirmasenser Park-Situation (dazu schreibe ich demnächst auch mal etwas). An diesem Tag war es übrigens noch schlimmer, weil dort ein Transporter stand. Als ich grade zum Parken (ist dort ja ausdrücklich erlaubt…) auf den Gehweg aufgefahren und im Begriff war, mich vom Rad zu schwingen, kam doch tatsächlich durch die “hohle Gasse” noch ein Geistergehwegradler angeschossen.

Der Regen ließ tatsächlich ein paar Minuten später nach. Um mich dann aber mit noch höherer Intensität ein paar hundert Meter weiter vollends einzunässen.

Gehwegradler (45)

In der Blocksbergstraße war ich dann schon richtig nass. Lustigerweise sah ich im Regen (bei schönem Wetter sieht man in Pirmasens oft keinen einzigen…) gleich noch einen älteren Radfahrer, der den hier schon mehrfach erwähnten und kritisierten “Schutzstreifen” in der Weise ignorierte, indem er einfach auf dem Gehweg hinter den geparkten Autos fuhr. Tja, liebe Stadtverwaltung – das Ding wird (aus guten Gründen) von den Radfahrern nicht angenommen. Also weg damit!

Vorfahrt (12)

Am 22. September war ich in Richtung Höheinöd unterwegs. Im Minikreisel in Thaleischweiler-Fröschen nahm mir dann um ein Haar ein aus Richtung Biebermühle kommender Autofahrer die Vorfahrt. Der Blick aus der Perspektive des mich beinahe “übersehen” habenden Autofahrers. Vielleicht hat mich nur die Tatsache gerettet, dass ich in Kreisverkehren grundsätzlich auf das Rechtsfahrgebot pfeife – und in der Fahrbahnmitte fahre!

An- und Einfahren (3)

Auch ganz interessant war, was ein paar Kilometer weiter ein älterer Herr da an der Tankstelle in Hermersberg vollführte. Ich war grade aus der Friedhof- links in die Hauptstraße abgebogen, als eben plötzlich jener ältere Herr ohne jede Rücksicht aus der Tankstelle rückwärts herausfuhr und mich damit zum Anhalten zwang; seine Gattin auf dem Beifahrersitz kuckte mich dabei auch noch etwas entgeistert an. Vielleicht war es ihr selber mulmig, mit so jemandem im Auto sitzen zu müssen…?

Alltagserlebnisse (Teil 61)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gespräche (13)

Noch nachgetragen sei die kurze Konversation zwischen mir und einer Dame in der Weselberger Ortsdurchfahrt am 22. August. Ich hielt kurz auf dem Gehweg vor ihrem Haus an, als sie mit der Gießkanne aus der Haustür kam. Bei den Temperaturen würde man ja ordentlich schwitzen meinte sie und fragte, ob ich denn auch noch genügend zu trinken mit dabei hätte? Sie hätte mir die Flasche nachgefüllt (natürlich nicht aus der Gießkanne). ;o) Hatte ich; ich bedankte mich und fuhr weiter.

Fußgänger (9) & Rotlicht (18)

Am 23. August stand ich in der Dankelsbachstraße an der roten Ampel vor der Kreuzung Zweibrücker Str. / Schloßstraße. Rechts standen drei Mädels (ca. 8 Jahre alt) und warteten darauf, dass ihre Fußgängerampel (in Richtung Schloßstraße) auf Grün wechselt. Als dann wiederum drei Jungen im Alter von ca. 12 Jahren um die Ecke kamen und die Ampel einfach bei Rot überquerten, wurden sie von einem der Mädchen – zurecht – auf ihr empörendes Fehlverhalten hingewiesen! Das schien den coolen Trupp aber nicht beeindruckt zu haben, denn anschließend ging es auch noch bei Rot auf die andere Seite der Schloßstraße.

Gehwegradler (38)

Wahrscheinlich hätte ich den Witzbold, den ich auf einem MTB einen Tag später (am 24. August) an der gleichen Kreuzung mit bestimmt 30 km/h auf dem Gehweg in der leicht abschüssigen Zweibrücker Straße in Richtung Schloßstraße rasen sah, nicht einmal erwähnt. Wenn da nicht grade erst vor wenigen Tagen exakt dort ein rotlichtmissachtender Gehwegradler in ein Auto reingesemmelt wäre. Ich ertappte mich bei dem düsteren Gedanken, wie das wohl aussähe, wenn da jetzt grade wieder ein Auto wo rausfahren würde…!? :oP Die Ampel an der Parkbräu zeigte in dem Moment garantiert auch wieder Rot. Er fuhr auch direkt an der Hauswand entlang – da braucht nur ein Fußgänger aus einer Tür auf den Gehweg rauslaufen – und es scheppert! Anschließend überquerte er die Einmündung der Gärtnerstraße bei roter Fußgängerampel. Und wechselte erst dann auf die Fahrbahn.

Parken (21)

Mit die ersten hier dokumentierten Wegelchen waren ja unter anderem jene im “Tal der blauen Schilder” zwischen Steinalben und Horbach. Am 24. August kam ich grade die L 363 von Horbach runter Richtung Steinalben gefahren und sah ziemlich genau an der Stelle hier ein mitten auf dem mit Gemeinsamer Geh- und Radweg beschilderten Weg geparktes Auto.

Überholmanöver (127)

Ein paar Minuten später gab es dann mal wieder ein Überholmanöver nach dem Motto “da kommt sonst auch keiner”. Oder es gibt tatsächlich Leute, die um die Ecke gucken können; keine Ahnung. In einer der zahlreichen unübersichtlichen und engen Kurven auf der recht steilen L 473 von Steinalben hinauf nach Hermersberg überholte mich ein Kleinlaster einer Baufirma. Der Abstand war prima – nur war es halt reines Glück, dass hinter der Linkskurve grade in dem Moment keiner den Berg runtergefahren kam.

Überholmanöver (128)

Am 25. August ging es wieder mal nach Frankreich. Auf der D 620 schrammte kurz hinter der Einmündung der D 85a nach Hottviller ein Wohnmobil mit niederländischem Kennzeichen mit kaum mehr als einem halben Meter Abstand an mir vorbei. Lässt man an diesen baulich geschützten Abbiegestreifen auch nur das geringste Bisschen Platz quetschen sich die Autofahrer ohne jede Hemmungen durch.

Vorfahrt (8)

In Bitche musste ich eine Weile später einer alten Französin erbost den Scheibenwischer zeigen – denn sie nahm mir gnadenlos die Vorfahrt, als sie aus der Linksabbiegespur auf der D 662 links in die Zufahrt zum Intermarché abbog und mich damit zu einer regelrechten Vollbremsung zwang! Sie hatte offensichtlich mein Tempo gnadenlos unterschätzt.

Geschwindigkeit (15)

Gegen Ende der Tour befuhr ich die abschüssige L 484 von Obersimten nach Niedersimten mit ca. 45 bis 55 km/h. In der langgezogenen Rechtskurve wollte mich vor der letzten Links-Rechts-Kombination noch einer überholen. Da ich über die Schulter nach hinten schaute, ließ er es bleiben. Ich passierte dann mit ziemlich exakt 50 km/h die Ortstafel von Niedersimten. Kurz vor der Kirche wurde ich dann trotzdem noch schnell überholt.

Alltagserlebnisse (Teil 59)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gentlemen (13)

Noch nachgetragen sei mein galantes Vorlassen der hinter mir befindlichen Autofahrerin am Abend des 14. August in der 1. Serpentine in Windsberg; ich fuhr mit dem MTB kurz nach rechts in die Einmündung des (sogar mit uralten Verkehrszeichen für Radfahrer freigegeben) Forstwegs durch die Harzhütterklamm. Bei der zügigen Vorbeifahrt gab es ein Dankeschön per Handzeichen.

Abbiegen (14)

Am 15. August stand ich in der Rechtsabbiegespur der Schlossstraße, um anschließend in die Rodalber Straße abzubiegen. Die Zweibrücker Straße ist ab dieser Kreuzung gesperrt und nur für Anlieger frei. Auf der Geradeausspur hatte sich ein Fahrer eines Porsche-SUV mit Freiburger Kennzeichen eingeordnet. Als die Ampel grün wurde, schoss er mit einem Affenzahn über die Kreuzung und bog ebenfalls in die Rodalber Straße ab.

Fußgänger (8)

Zwei regelrechte Kopfsenk-Smombies torkelten mir am 17. August in der Stambacher Straße “Am Höfchen” (Teil des Schwarzbachtal-Radwegs) beinah direkt ins Rad! Die jungen Herren waren grade aus der Regionalbahn nach Pirmasens ausgestiegen und hörten laut Musik, den Blick einzig auf das so genannte “Smartphone” des einen gerichtet, torkelten beide seelenlos auf die Fahrbahn. Je smarter das Phone, desto…! ;o)

Mal nebenbei: Ich schaue selten in die Autos rein – aber wenn ich hier noch die zahlreichen Handy-Verstöße erwähnen würde, die ich quasi tagtäglich sehen muss, wäre ich wohl schon bei Teil 106 meiner Alltagserlebnisse angelangt. So bog z. B. am 16. August der Fahrer eines Elektriker-Autos in Dahn nach links auf den Penny-Parkplatz ab. Ohne das Ding aus der Hand zu legen… Ich würde jedem Einzelnen diese “Plage der Neuzeit” gerne aus den Händen reißen – und auf der Fahrbahn zerschmettern!

Überholmanöver (121)

Am 18. August ging es einmal quer über die Sickinger Höhe ins Holzland. Auf der K 16 kurz hinter Obernheim-Kirchenarnbach überholte mich nach der 1. Serpentine ein weißer VW-SUV mit vielleicht 50 cm Abstand.

Gespräche (12)

Oben an der Kreuzung zur L 472 angekommen, fiel mir wieder ein, dass ja an diesem Wochenende in Queidersbach wieder das Bergrennen stattfindet. Da es einigermaßen parallel zu dieser Straße einen asphaltierten Verbot für Fahrzeuge aller ArtRadverkehr frei-Weg runter nach Queidersbach gibt, fuhr ich weiter. Kurz vorm Ende der Rennstrecke stand dann ein Löschzug der Feuerwehr (im Feldweg Richtung Nordwest), auf dem zwei Männer mit Campingstühlen und Sonnenschirm saßen; unten führte ein Dritter den Besucher-Verkehr über den Feldweg (Richtung Südost) auf einen Parkplatz auf dem Acker. Ich versuchte diesen dann verständlich zu machen, dass ich nur auf den Weg da links (nach Nordosten) möchte. Das schienen sie aber nicht zu verstehen. Ein Streckenposten, der jenen Weg mit seinem Auto absperrte, ließ mich dann passieren, als grade keine Boliden angeheizt kamen.

Hupen (43)

Nach längerer Zeit ging es mal wieder über die L 500 durch das schöne Karlstal. Es gibt dort sogar zwischen der Eisenschmelz (Einmündung der K 55) und dem Unterhammer ein Wegelchen. Da zumindest linksseitig das Gemeinsamer Geh- und Radweg allerdings erst ca. 50 m hinter der Einmündung an einer Stelle steht, an der man nicht auffahren kann, hab ich auch kein schlechtes Gewissen, auf der eh recht ruhigen Fahrbahn zu bleiben. Ich wunderte mich aber, warum von hinten eine ganze Weile gar kein Auto kam. Irgendwann nahm ich dann aus einiger Ferne näherkommendes Gehupe wahr. Das stellte sich dann (wohl) als Hochzeitskorso heraus. Kurz vorm Unterhammer überholte mich dann der den Tross anführende, sehr schicke uralte Oldtimer, um anschließend mit dem Gefolge zum Restaurant abzubiegen.

Überholmanöver (122)

Gegen Ende der Tour ging es wieder die vierspurige B 270 rauf nach Pirmasens. Vor der ersten Einkerbung wurde ich mit kaum mehr als 50 cm überholt, obwohl der Fahrer in dem Moment beide Fahrspuren für sich hatte.

Stopschilder (29)

Ein paar km weiter befuhr ich dann die Teichstraße in Pirmasens. An der Einmündung der Schützenstraße (L 482) stehen Stop-Schild. Der Fahrer des Motorrads (inkl. Beifahrerin) mit britischem Kennzeichen vor mir fuhr allerdings quasi ohne jede Verlangsamung in die von links kommende Vorfahrtstraße ein und schaute dabei auch noch nicht einmal zur Seite. Mir schien es daher fast so, als hätte er die Verkehrsregelung hier vollkommen falsch interpretiert.

Geisterradler (36)

Am Vormittag des 19. August befuhr ich mit dem MTB das überflüssige Gemeinsamer Geh- und Radweg-Wegelchen entlang der K 6 und dem Hochstellerhof. Von dort kam mir kurz hinter der Kuppe ein Mann auf einem Rad entgegen. Er fuhr aber nicht auf der aus seiner Sicht rechten Seite des kaum 2 Meter schmalen Wegs, sondern fuhr mir regelrecht an der linken Kante des Wegs frontal entgegen. Ich überholte den Geisterradler dann halt links und rief ihm noch hinterher, dass man in Deutschland auf der rechten Seite fährt. Wegen solcher Blödheiten gibt es nicht selten Unfälle – wenn nämlich beide im gleichen Moment auszuweichen versuchen!

Gentlemen (14)

Ich hatte mir die Tage überlegt, die Sache mit dem Durchwinken artig hinter mir fahrender Kfz mal eine Weile lang intensiver zu praktizieren, um zu beobachten, wie es angenommen wird und wie die Reaktionen sind. Auch am 19. August winkte ich den mir mit großzügigem Abstand folgenden Fahrer eines Golfs durch, als ich sah, dass hinter dem Linksknick auf der L 485 (Richtung Nordost) grade keiner kommt. Gab dann auch per Handzeichen ein Dankeschön.

Alltagserlebnisse (Teil 57)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gespräche (11)

Nachgetragen sei noch das kurze Gespräch am 8. August in Riedelberg, in welchem ich einer älteren Autofahrerin (mit ihrem Gatten auf dem Beifahrersitz) versicherte, dass Sie auf dem richtigen Weg ist. Sie wollte nach Vinningen und musste wegen der Bauarbeiten bei Kleinsteinhausen die Umleitung benutzen. Scheinbar vermisste sie an jeder noch so unbedeutenden Einmündung gelbe Umleitungsschilder. “Die brauchen wir ja auch nicht, wir haben ja Sie”! :mrgreen:

Stopschilder (27)

Inzwischen habe ich die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Südwestpfalz darum gebeten, die Stop-Schild an der Einmündung der K 10 in die L 471 durch Vorfahrt gewähren zu ersetzen, da man wirklich meilenweit schauen kann und die “alte B 10” kein überdurchschnittliches Verkehrsaufkommen mehr aufweist. Die Voraussetzungen der VwV sind für Stopschilder nicht mehr gegeben. Am Morgen des 9. Augusts rauschte aber wieder mal einer besonders frech, mit regelrechtem Vollgas nach rechts über die Haltelinie. Ich bog nach links Richtung Stambach ab.

Gentlemen (12)

Ich und die Brummifahrer werden noch richtig dicke Kumpels. ;o) Gelegentlich zeige ich mich, wenn ich an unübersichtlichen Stellen nicht überholt werde, in der Weise erkenntlich, dass ich, sobald ich sehe, ob hinter dem Knick keiner kommt, mit dem linken Arm eine kreisende Bewegung mache, um dem hinter mir Fahrenden zu signalisieren, dass er überholen kann. Meistens raffen es die Leute nicht – oder sie sind zu misstrauisch. Der Fahrer eines niederländischen Sattelzugs deutete die Geste aber richtig, sodass er am 9. August auf der L 496 zügig an mir vorbeikam. Es gab wieder eines kleines Danke-Huperchen.

Überholmanöver (116)

Am Morgen des 10. August gab es gleich zwei Engüberholer entlang des hier schon öfter erwähnten Pseudo-“Schutzstreifens” in der Blocksbergstraße direkt hintereinander.

Überholmanöver (117)

Anschließend war ich wieder in Frankreich unterwegs. Auf der durch den Truppenübungsplatz von Bitche führenden D 86 zwischen Haspelschiedt und Bitche überholte mich ein Auto mit Karlsruher Kennzeichen in der langgezogenen Kurve in der Nähe des Abzweigs der Militärstraße zum Haspelschiedter Weiher. Leider kam ausgangs der Kurve dann doch Gegenverkehr, weshalb der Deutsche abbremsen musste und in der Folge sehr knapp (vielleicht 40 cm) an mir vorbeischrammte.

Überholmanöver (118)

Kaum zurück in Deutschland angekommen, hätte es auf der sehr schmalen L 101 zwischen der Grenze und Peppenkum in der Rechts-Links-Kurve vor der alten Zollsiedlung beinahe einen Streifunfall zwischen einem mich in der Kurve mit vollem Tempo überholenden und somit vollkommen durchgeknallten Franzosen und einem in Richtung Frankreich unterwegs seienden Auto (dessen Fahrerin auf das Bankett ausweichen musste) gekommen – dass sich hier nicht wenigstens die Rückspiegel geküsst haben, war wohl auch meiner vorausschauenden Vollbremsung (als ich den Gegenverkehr kommen hörte) mit Ausweichen auf die Bankette zu verdanken!

Die Landstraße durch das Bickenalbtal sieht so unscheinbar aus – sie ist aber grade wegen ihrer Schmalheit und stets einen besonders rasanten bis gemeingefährlichen Fahrstil pflegenden (jungen) Franzosen eine der für mich unangenehmsten Strecken in der Gegend.

Überholmanöver (119)

Am 11. August befuhr ich (nach ein paar Fotostops an den beiden Kreiseln) die L 700 zwischen dem Zweibrücker Flughafen und Hornbach. In der langgezogenen Rechtskurve auf der Gefällstrecke hinab ins Hornbachtal überholte mich das zweite von insgesamt drei gelben Firmenfahrzeugen mit Kennzeichen aus der Schweiz bei Gegenverkehr äußerst eng, ich fuhr in dem Moment ca. 45 km/h.

Gehwegradlerinnen (34) & Rotlicht (17)

Ich machte so einen Schlenker über Hornbach; es ging anschließend über die bei Althornbach vollgesperrte B 424 und den Hornbachradweg retour Richtung Zweibrücken. In der Ixheimer Straße (B 424) sah ich vor mir zwei Radfahrerinnen (eine auf einem MTB, die andere auf einem City-Rad) auf der Fahrbahn! Ich wollte mir schon wieder spontan Formulierungen für einen Heiratsantrag ausdenken, als die beiden in der Kurve vor dem Bahngleis dann doch auf den Gehweg wechselten. Ich zog dann mit dem Rennrad im leichten Anstieg zügig vorbei. Leider zeigte die Rechtsabbieger-Ampel grade Rot. “Die gilt ja auf dem Gehweg nicht”, also fuhren die beiden Damen an dieser vorbei weiter Richtung Innenstadt. Erst in Höhe der Gottlieb-Daimler-Brücke wechselten sie auf den schmalen (teils “protecteten”) “Schutzstreifen“. Ich überholte die beiden dann wieder links auf der Fahrbahn.

Gehwegradler (35) in Einbahnstraße (8)

Nur wenige Meter weiter sah ich dann in der Einbahnstraße Alten Ixheimer Straße einen mir auf dem linken Gehweg entgegenkommenden Mountainbiker, der ganz eng an der Hauskante und den Verbot der Einfahrt vorbei in die Bergstraße abbog. Dort fuhr er für einen Moment auf die Fahrbahn auf, musste dann aber wegen Gegenverkehr gleich wieder nach rechts auf den Gehweg ausweichen. Respekt – mal ein Einbahnstraßen-Verstoß im Quadrat!

Alltagserlebnisse (Teil 55)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Stopschilder (25)

Am Morgen des 3. August wollte ich von der Blocksbergstraße (Penny) kommend über die Adlerstraße Richtung B 10. Da diese Straße jedoch immer noch wegen Bauarbeiten gesperrt ist, drehte ich wieder rum. Am Stop-Schild vom Berliner Ring in die Blocksbergstraße bog dann jemand mal wieder fast ohne jede Verlangsamung nach rechts über die Haltelinie ab – weil er sah, dass von links Verkehr kommt. Hat es sicher nur mit einem Vorfahrt gewähren verwechselt… Sich eine Stunde versteckt an ein beliebiges Stopschild in Pirmasens stellen – und ein Polizist könnte sicher Bußgelder in Höhe von über 500 Euro verhängen; 10 Euro für jede Missachtung. Und da wären die mit Gefährdung (70 Euro und Punkt in Flensburg) noch nicht mit drin!

Überholmanöver (111)

Hui, eine Schnapszahl. Vielleicht hatte der Fahrer des Baustellen-Sattelzuges, der mich eine Weile später auf der L 496 (Ortsumgehung Münchweiler) in der Nähe der Bahnüberführung mit kaum mehr als 50 cm Abstand bei voller Fahrt überholte, ja auch einen “Kurzen” intus…?

Kraftfahrstraßen-E-Fatbiker (1)

Ich musste ein wenig grübeln, bis mir eine passende Kategorie einfiel. ;o) Am frühen Nachmittag des 3. August erlebte ich mal wieder was ganz außergewöhnliches. Ich hielt am Ende des kurzen Gemeinsamer Geh- und Radweg-Wegelchens entlang der L 474 kurz vorm Petersberger B-10-Kreisel an, um mir die Sonnenbrille zu putzen. Dabei fiel mir ein E-Fatbiker (zudem noch hipstermäßig gekleidet) auf, der vom Feldweg aus südlicher Richtung angefahren kam (einer der zahlreichen, immer noch nicht freigegebenen HBR-Wege). Er fuhr dann einmal um den kompletten Kreisel, um die Ausfahrt zur B 10 (in Richtung Pirmasens) zu nehmen – das Kraftfahrstraße schreckte ihn dann aber im letzten Moment wohl doch ab. Also fuhr er noch eine Runde. Beim zweiten Anlauf hatte er dann wohl mehr Mut gefasst – und fuhr tatsächlich in die Kraftfahrstraße ein! Ich rief laut “des is ‘ne Kraftfahrstraße” – weshalb er dann doch bremste und umkehrte, um anschließend in Richtung Petersberg zu entschwinden.

Das E-Fatbike schien mir auch ein S-Pedelec gewesen zu sein; er hatte ordentlich Tempo drauf, ohne groß zu treten. Letzten September führte mir ein Bastler mal so ein Ding vor; es war auch unversichert. Keine Ahnung, ob sein Breitbereiftes die notwendigen 60 km/h fährt – dann hätte er aber immer noch einen Helm und ein Versicherungskennzeichen gebraucht. In dem Fall also ne besonders blöde Idee, auch noch auf eine Kraftfahrstraße (inkl. längerem Tunnel) aufzufahren – denn dann wäre garantiert eine von Autofahrern alarmierte Streife ausgerückt.

Überholmanöver (112)

Am 4. August befuhr ich wieder mal die B 427 unter dem Hochstein. In der leichten Rechtskurve in Richtung des Parkplatzes überholten mich gleich zwei Autofahrer unnötig eng (< 50 cm). Beim Zweiten konnte ich froh sein, dass er mir nicht den wegen der Empörung über den ersten Knallkopf nach links ausgestreckten Arm abfuhr…!

Fußgänger (7)

Ich hatte mir ja vor einer Weile zu Studienzwecken mal wieder meine “helltönende Glocke” ans MTB gebastelt. Nach einem Aufenthalt am Seehof befuhr ich den Forstweg Richtung B 427. Vor mir lief ein älteres Ehepaar. Ich begann schon aus größerer Entfernung (vielleicht 50 m) zu bimmeln und wiederholte das ca. alle 10 Meter. Erst als ich quasi direkt hinter den beiden war, reagierten sie – leicht erschreckt – in der üblichen Hühnerhaufenmanier. Als ich vorbeifuhr meinte die Frau noch: “Ich hab mich schon gewundert, was denn da so klingelt!” Ja, nee – is klar. ;o) Das nächste Mal rufe ich einfach wieder laut “Owwacht”!

Knatterradler-Critical-Mass (1)

Später legte ich kurz einen Halt am “Pirmasenser Brunnen” direkt an der Kreuzung der L 490 und der B 427 ein, um mich frisch zu machen und mein Buff (= Kopftuch) neu einzunässen. Dabei beobachtete ich eine mindestens 100 Knatterradler umfassende Gruppe, die von Busenberg kommend in Richtung Erlenbach abbog. Es handelte sich dabei wohl um das Moped-Treffen der Busenberger “Park Riders”. Leider haben die nur eine facebook-Seite, sonst hätte ich einen Link gesetzt.

Platten (4)

Irgendwie häufen sich wieder die Reifenpannen. Oft habe ich monatelang Ruhe – und dann erwischt es mich in kürzeren Abständen immer wieder. So hatte ich mir wohl gegen Ende meiner Tour am 4. August ein Metallspänchen in den Vorderreifen gefahren. Erst am nächsten Morgen bemerkte ich als ich losfahren wollte, dass der Vorderreifen kaum noch Luft hat. Ich musste, nachdem ich erst hoffte, Nachpumpen würde zumindest bis zum See reichen, nach etwa einem Kilometer den Schlauch wechseln und den Metallspan rausziehen. Leider eierte der Reifen dann die ganze Tour über, weil er einfach nicht grade auf die Felge raufwollte; das gelingt meist nur mit dem Einsatz der “ordentlichen” Luftpumpe.

Gespräche (8 – 10)

Kurz bevor ich am Schöntalweiher ankam, sah ich einen älteren Herrn auf einem Tourenrad am Beginn des Staudamms ein wenig ratlos um sich blickend. Er wollte wissen, wo es denn zum “Radweg” Richtung Fischbach / Rumbach ginge und ob der asphaltiert wäre. Er verwies auf den dort stehenden weißen StVO-Wegweiser. Ich musste ihn dann enttäuschen – es gibt dort nur abschnittsweise ein paar straßenbegleitende Wegelchen. Und der abgesetzte Weg zwischen Fischbach und Rumbach (bzw. auch Schönau) ist nur geschottert; zumindest vom Sauertal ausgehend bis zur Wasserscheide. Ich riet ihm dann, einfach auf der L 478 zu bleiben, viel Autos sind da ja nicht unterwegs.

Als ich ein paar Butterkekse gefrühstückt hatte, holte ich den kaputten Schlauch aus dem Rucksack, um ihn mit dem klassischen Rema-Tip-Top-Flickzeug wieder abzudichten. Dies erregte die Aufmerksamkeit zweier anderer, ebenfalls gerne Rad fahrender Stammgäste. Es wurden dann ein paar Anekdoten über erlittene Reifenpannen ausgetauscht: Als z. B. mal das Flickzeug im Auto vergessen wurde, der Ersatzschlauch selber ein Loch hatte oder man in den tiefsten Vogesen mit einer Reifenpanne dastand und den Schlauch nicht flicken konnte, weil die Vulkanisierlösung ausgetrocknet war. Einer der netten Herren hat mich übrigens vor ein paar Jahren mal vom Schöntalweiher aus im Auto mitgenommen, als ich mir an diesem Tag mit irgendwas fürchterlich den Magen verdorben hatte und völlig ausgelaugt auf dem Rad sicher nicht mehr zurück zum auf dem Hochstellerhof geparkten Auto gekommen wäre.

Das war ein richtiger “Labertag” – denn eine Weile später tauchte dann noch einer der hier fleißig Kommentierenden auf…! ;o)