Coronoia: Widerstand formiert sich

Ach, was wäre das ein fantastisches Symbolfoto geworden. Heute war ich mit dem Rad im Bereich der deutsch-französischen Grenze unterwegs, um den immer noch einseitig von deutscher Seite verbarrikadierten kleinen Grenzübergang zwischen Riedelberg und Rolbing zu fotografieren. Hätte ich mein kleines Stativ mitgenommen, hätte ich mit dem Selbstauslöser ein den allgegenwärtigen Wahnsinn gut auf den Punkt bringendes Foto schießen können, auf dem man einen 38-jährigen Deutschen auf einem roten MTB und einen 70-jährigen Franzosen auf einem Rennrad sieht, die sich über die abgesperrte Grenze hinweg über die Auswirkungen des Corona-Wahnsinns dies- und jenseits der Grenze unterhielten. „Coronoia: Widerstand formiert sich“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 183)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Gegenverkehr (33)

Fängt ja gut an. Am 9. April kaum den ersten vollen Kilometer gefahren – und schon von einem älteren Ehepaar in einem dunkelroten Kleinwagen brutal ausgebremst worden. In der Gegenrichtung bemerkte ich in der (mit 5 bis 10 % abfallenden) Windsberger Ortsdurchfahrt einen langsam am Fahrbahnrand anhaltenden DPD-Transporter. In weiser Voraussicht machte ich mich bremsbereit – und durfte dann auch ordentlich in die Eisen steigen. Denn der ältere Herr zog einfach ohne zu schauen raus und kam mir auf meiner Fahrbahnhälfte entgegen. Ohne Vollbremsung hätte er mich frontal auf die Motorhaube genommen. 🤬

Gespräche (62)

Die folgenden Kilometer durch den teils sehr ruhigen, zentralen Pfälzerwald machten das Ärgernis wieder vergessen. Im 300-Höhenmeter-Anstieg von Elmstein hinauf zur Brandbuche sah ich auf den sehr langen Geraden vor mir einen ordentlich kämpfenden Radfahrer. Kurz vorm Ende der Steigung fuhr ich an ihm vorbei und meinte, er sei mit seinen langen Radklamotten doch viel zu warm angezogen. Wir trainierten (wichtig; nicht, dass die Corona-Polizei mitliest!) 🤫 dann gemeinsam bis zu den Drei Steinen und unterhielten uns ein wenig; auch über Corona. Es stellte sich raus, dass er Boxer ist und derzeit auch unter dem Sportverbot leidet. Da ja quasi fast alles außer Radfahren und Laufen verboten ist, hat er sich zur Erhaltung der Fitness ein Rennrad geschnappt und an diesem Tag seine im Grunde allererste, dafür auch richtig harte und lange Rennradtour durch den Pfälzerwald gemacht (über die Kalmit, die Brandbuche und abschließend noch die Drei Buchen). Ich denke mal, so geht es derzeit vielen Vereinssportlern. Vielleicht bleibt der ein oder andere ja doch beim Radfahren hängen. 😉

Vorfahrt (69)

Am 10. April hätte mich ein Fahrer eines schwarzen BMW-SUV an der Einmündung der L 482 in die Vorfahrtstraße L 478 beinahe abgeschossen, weil er mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit von rechts angefahren kam.

Gegenverkehr (34)

Jaja; die Sache mit den gelben Linien verstehen so einige nicht. Am 11. April fuhr vor mir eine ältere Dame in ihrem Kleinwagen. An der bis auf die Fassade abgerissenen Realschule wird in der Alleestraße schon seit mehreren Monaten gearbeitet, weshalb der Verkehr stadteinwärts über den Seitenstreifen verschwenkt wird. Das hat die Dame aber scheinbar überfordert, denn sie fuhr einfach unbeeindruckt von der durchgezogenen gelben Linie auf dem Fahrstreifen der Gegenrichtung weiter, weshalb ein entgegenkommender Autofahrer auf Null runterbremsen musste.

Überholmanöver (458)

Am 12. April rasierte mich ein älterer Herr mit Frau auf dem Beifahrersitz auf der K 6 vor dem Pirmasenser Ortsausgang ohne jede Not mit bestenfalls 40 cm Abstand. Als ich mich darüber aufregte und den linken Arm ausstreckte, hupte der sich hinter mir befindende Fahrer eines schwarzen BMW mit Kennzeichen aus dem Kreis Kaiserslautern auch noch an. Vermutlich meinte er, ich sei selber Schuld, weil ich nicht auf dem Gehweg fuhr.

Vorfahrt (70)

Den großen Oval-Kreisel am Dr.-Robert-Schelp-Platz mag ich gar nicht. Dort nimmt man mir insbesondere vom Horeb (Herzogstraße) runterkommend sehr gerne mal die Vorfahrt. Das galt am 14. April auch für den äußerst dicken, ein knallblaues T-Shirt tragenden Fahrer eines Autos mit Germersheimer Kennzeichen, der ohne große Verlangsamung und ohne nach links zu schauen in den Kreisel einfuhr und mich zum Bremsen und Ausweichen zwang. 😡 Meine lautstarke Missfallensbekundung interessierte ihn auch kein Bisschen.

Stopschilder (83)

Unterhalb des Kaufland-Kreisels ist (warum auch immer) von der Steiggärtenstraße in den Pirmasenser Weg in westlicher Richtung eine abknickende Vorfahrtstraße eingerichtet. Am 14. April missachtete das an der gerade nach rechts wirklich kaum einsehbaren Einmündung ein Pkw-Fahrer vollkommen das dort aufgestellte Stop-Schild und bog mind. mit 30 km/h nach rechts ab. Wenn hinter der Kurve gerade ein Kind die Fahrbahn quert, ist es tot oder schwerverletzt.

Parken (66)

Schade, dass ich am 15. April keine Kamera mit dabei hatte. Da hatte nämlich im Bereich der Querungshilfe ein Trupp des LBM Kaiserslautern den „Geh- und Radweg“ zwischen Lemberg und Langmühle komplett mit zwei Fahrzeugen zugeparkt.

Abfallentsorgung (6)

Glücklicherweise hatte der Mann ein Fahrrad neben sich stehen. 😉 Sonst hätte ich keinen wirklichen Grund gehabt, das Ferkel zu erwähnen, welches am 15. April an der Bushaltestelle am Walhalla sitzend sein vollgerotztes Tempo-Taschentuch einfach auf die Straße warf. Gerade in Corona-Zeiten besonders mutig. 😈

Gehweg- und Geisterradler (107)

Achja, die Schutzstreifen-Geisterradler in der Zweibrücker Straße. 😩 Erst in der letzten Ausgabe hatte ich von so einer Flitzpiepe berichtet. Am 16. April bemerkte ich in Höhe des Autohauses, kurz vor der Ampel am Beginn der B 270 einen mir rechts auf dem Gehweg entgegenkommenden Radfahrer. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass auch er anschließend den „Schutzstreifen“ in der falschen Richtung befuhr. 😤

Alltagserlebnisse (Teil 180)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Huch, wir haben schon wieder April. Und meine Kurznotiz verdeckt bereits den halben Desktop. Also – was war denn da draußen auf den Straßen so los, als die „Corona-Krise“ Mitte März so langsam begann, Fahrt aufzunehmen…!?

Überholmanöver (443) + Hupen (125)

Am 13. März überholte mich im Anstieg von der B 270 hinauf in Richtung Krickenbach der Fahrer eines Handwerkerautos mit äußerst dürftigem Seitenabstand. Dass dies eindeutig Absicht war, wurde durch die gleichzeitige Betätigung der Hupe belegt. Keine Ahnung, warum er der Ansicht war, dass ich auf der K 59 nichts verloren hätte.

Vorfahrt (67)

Etwas später bemerkte ich in Wallhalben in Höhe der Sparkasse, wie ein sehr erboster Motorradfahrer von seiner Maschine stieg und in Richtung eines SUV-Fahrers lief – und diesen nach seinem geistigen Gesundheitszustand befragte. 😉 Ich vermute mal stark, dass der Letztere dem Moped-Fahrer die Vorfahrt genommen hatte.

Anfeuerung (7)

Hachja, damals… als man in Frankreich noch Rad fahren durfte. Der 14. März fühlt sich an, als wäre er schon Jahre her. 🙁 Irgendwie bezeichnend, dass meine vorerst letzte erwähnenswerte Anekdote aus Frankreich ein intensiver Anfeuerungsruf eines jungen Mannes aus dem Seitenfenster einer alten, französischen Rostlaube gewesen sein wird, der mir auf der D 35 im steilen Anstieg bei Frohmuhl widerfuhr.

Stopschilder (82)

Genau. Nimm du mir am 15. März (auf der L 499) in deinem modernen Straßenpanzer doch einfach ganz seelenruhig die Vorfahrt – und ignoriere dabei auch noch das Stop-Schild am Ende der K 24 in Burgalben. 🙄

Überholmanöver (444)

Schnapszahl! Passt perfekt zu dem blöden A…, welches mich am 16. März in der Ortsdurchfahrt von Miesau (L 358) mit seinem orange-goldenen SUV mit bestenfalls 30 cm Abstand überholt hatte. Ohne jede Not. Vermutlich aufs Handy geglotzt – oder halt besoffen…

Überholmanöver (445)

Dasselbe galt für den Fahrer eines alten Golfs, welcher mich auf der L 465 zwischen Rosenkopf und Käshofen auf völlig freier, sehr übersichtlicher Strecke ebenfalls mit kaum mehr als einer Armlänge Abstand rasierte.

Überholmanöver (446)

Der dritte Überhol-Idiot des Tages gefährdete später auf der L 480 zwischen dem Zweibrücker Funkturm und dem Turbo-Kreisel am Outlet eine Autofahrerin im Gegenverkehr, weil er mich über die durchgezogene Linie überholen musste. Immerhin: der Abstand war vorbildlich. Die Autofahrerin war logischerweise nicht so begeistert, denn sie hupte.

Hupen (126)

Jo, du mich auch. Am 17. März werde ich vom Fahrer eines weißen Handwerker-Transporters auf der L 493 zwischen Klingenmünster und Münchweiler angehupt. Weil er wegen Gegenverkehr abbremsen und dann beschleunigen musste. Vermutlich war er der Ansicht, dass ich den auf der anderen Talseite gelegenen Waldweg zu benutzen hätte. Hab ich nicht, du Fahrschul-Schwänzer! 😛

Überholmanöver (447)

An diesem Tag ging mir gegen Ende meiner Runde ein klein wenig die Puste aus, weshalb ich etwas „gemächlicher“ unterwegs war. Auf dem B-10-RadwegWirtschaftsweg zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal rauschte ein wohl noch etwas frischerer Rennrad-Kollege mit einem ordentlichen Geschwindigkeitsüberschuss – und äußerst dürftigem Seitenabstand – an meiner linken Schulter vorbei.

Überholmanöver (448) + Gespräch (61)

Klopf, klopf, wer ist da? Ein Radfahrer, den Sie gerade beinah angefahren hätten! 😡 Am 19. März fuhr ich die Rodalber Straße rauf. Nicht nur ich sah im Gegenverkehr einen Lkw angefahren kommen, sondern auch eine Frau um die 50 in ihrem roten Kleinwagen. Da ihr Überholzwang zu groß war, gab sie natürlich Gas – und fuhr mit einem Abstand von höchstens 20 cm an mir vorbei. Da die Geschwindigkeitsdifferenz gering war, war ich tatsächlich endlich mal in der Lage, mich durch ein „Anklopfen“ bemerkbar zu machen. Woraufhin sie anhielt und ich neben sie fuhr. Ich erkundigte mich nach ihrem Gesundheitszustand. Wie sie mich trotz Gegenverkehr mit 20 cm Abstand überholen könne? „Aber ich musste doch wegen dem Lkw vorbei!“ Nein, niemand muss in so einer Situation an einem Radfahrer vorbei; man hat verdammt nochmal zu warten, bis frei ist. Sie drückte mir dann noch einen blöden Spruch von wegen „ich hab sie gefilmt“ rein. Ja, nee – ist klar. Anzeigen war mir zu blöd; hätte eh nix gebracht.

Tiere (32)

Na toll. Passt. Etwas später verfing sich auf der K 25 zwischen Hermersberg und Waldfischbach offensichtlich eine Biene in meinem Shirtkragen – und stach mir genau zwischen beide Schlüsselbeine. Den abgerissenen Stachel musste ich noch selber rausziehen.

Rotlicht (82)

Nee, so funktioniert die Sache mit dem Grünpfeil nicht. Man hält vor der Ampel an und fährt dann langsam wieder los. Wenn man dagegen im gesamten Abbiegevorgang überhaupt nicht anhält, dann ist das – im unwahrscheinlichen Fall, dass die Polizei das mitbekommt – ein Rotlichtverstoß. Das interessierte auch den Autofahrer an der Parkbräu-Kreuzung nicht, als er am gleichen Abend ohne Halt von der Rodalber in die Zweibrücker Straße abbog.

Zebrastreifen (28)

Eine junge Mutter bedankte sich am 20. März, als ich – im Gegensatz zum Pkw-Fahrer vor mir – sie und ihren Jungen in der Winzler Straße die Fahrbahn überqueren ließ.

Alltagserlebnisse (Teil 178)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Spurwechsel (2)

Tja, durchgezogene Linien sollte man halt eigentlich schon beachten; vor allem, wenn man einen Radfahrer überholt und dann den von hinten kommenden BMW ausbremst. So geschehen am 25. Februar in der 2. „Kerbe“ des vierstreifigen Abschnitts die B 270 hinauf nach Pirmasens. Der BMW-Fahrer drückte seine Begeisterung darüber mit Betätigung der Hupe aus.

Einbahnstraßen (34)

Nach einem Einkauf im Edeka bog ich nach rechts in die Landauer Straße ab. Dabei begegnete mir wohl eine alte Bekannte; im letzten Sommer hatte ich nämlich schon einmal eine behelmte Frau gesehen, die dort entgegen der Einbahnstraße auf einem giftgrünen Rad in Richtung der Wallhalla-Kreuzung fuhr. Mein Hinweis wurde jedenfalls erneut ignoriert.

Vorfahrt (64)

„Ich hab dich nicht gesehen.“ Ja, nee – is klar. Etwas später war ich in der Vorfahrtstraße Winzler Straße unterwegs. Von links sah ich aus der untergeordneten Straße einen Mann in einem alten, roten Pkw angefahren kommen. Er kuckte kurz zu mir – und nahm mir mit stotternden und quietschenden Reifen die Vorfahrt. Ein Stück weiter musste er warten, weshalb ich neben ihn fuhr – und mich auch noch anlügen lassen musste. 🤬

Gegenverkehr (28)

Ich weiß gar nicht, ob die Hornbacher Filiale der Sparkasse auch bald geschlossen wird? Der Parkplatz liegt im Bereich des Kreisels zwischen B 424 und der L 478. Am 28. Februar war jemand zu faul, um den Kreisel herumzufahren, denn er kam mir auf meinem Fahrstreifen entgegen. Als ich mich im Kreisel befand, schaute ich nochmal nach hinten – und sah gleich den Nächsten, der auf die gleiche Weise abkürzte.

Überholmanöver (438)

Auch nicht mehr ganz dicht war der Fahrer einer laut dröhnenden Halbstarken-Karre, der im kurvigen Abschnitt der K 13 vor Walshausen mit viel zu hoher Geschwindigkeit relativ eng an mir vorbeibretterte und auch die folgende Linkskurve schnitt. Er gefährdete dabei einen BMW-Fahrer, der bremsen musste und deshalb hupte.

Vorfahrt (65)

Kurz vor der Haustür nahm mir in Windsberg dann noch schnell ein aus der Langenberger Straße in die K 6 linksabbiegender Lenker eines dunkelblauen SUV mit einem etwas exotischeren Kennzeichen kackfrech die Vorfahrt.

Zebrastreifen (26)

Am 29. Februar wurde mal wieder am Kreisel Winzler Straße – Arnulfstraße ein den Zebrastreifen nutzen wollender Mann von einem in den Kreisel einfahrenden Autofahrer völlig ignoriert.

Parken (65)

Auch in der Bismarckstraße nehmen die Anlieger die Gehwege als Parkplätze fast vollständig in Beschlag; das erkennt man auch ganz gut auf den google-Luftbildern. Am 29. Februar kam mir in dieser Straße ein Fahrzeug des Pirmasenser Ordnungsamts entgegen. Natürlich sah die am Steuer sitzende, Falschparker duldende Dame auch hier keinen Grund, Knöllchen zu verteilen.

Gespräche (60)

Ich habe scheinbar einen Stalker! 🤬 Ich will angesichts meiner am 8. März gestellten Strafanzeige hier nicht zu viel verraten 🤐 – aber im Verlauf meiner Runde am 29. Februar bemerkte ich, dass mir ein langsam entgegenfahrender, alter Mann aus seinem Auto etwas zurief und anhielt. Ich drehte um und hörte mir an, was er zu sagen hatte. Im Wesentlichen warf er mir vor, ich hätte auf seinem Grundstück etwas gestohlen, solle mich nie mehr in dessen Nähe blicken lassen, da sonst „jemand vorbeikäme“. Ich wusste nicht mal annähernd, wovon der offenbar altersverwirrte, ca. 80 Jahre alte Mann da faselte…!? 🤔 😲 Am 8. März belästigte er mich dann gleich noch einmal. 😡 Mehr hierzu dann in der folgenden Ausgabe.

Fußgänger (30)

Gegen Ende meiner Runde stand ich auf dem Linksabbiegestreifen von der Schäfer- in die Pirminiusstraße. Genau dort, wo man früher als Radfahrer einfach kein Grün bekam. Rechts bemerkte ich einen jungen Mann auf dem Gehweg, der offensichtlich die Fahrbahn queren wollte. An dieser Stelle gibt es allerdings keine Fußgängerampel / Furt. Natürlich lief er genau einen Moment eher los, bevor die eh nur für ca. 3 bis 4 Sekunden Grün zeigende Linksabbiegerampel umsprang. Jetzt aber zackig…!

Alltagserlebnisse (Teil 176)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Überholmanöver (431)

Am 14. Februar befuhr ich die Industriestraße in Münchweiler in Richtung des B-10-RadwegsWirtschaftswegs. Im kurvigen Bereich in der Nähe eines Baustoffhändlers überholte mich eine Frau in einem weißen Benz-Coupé. Leider kam aus der Gegenrichtung gerade ein Bus der QNV. Der durfte dann halt abbremsen.

Rotlicht (79)

Am gleichen Nachmittag huschte an der Kreuzung Blocksbergstraße – Leinenweberstraße vor mir ein grauer Golf über die gerade auf Rot umgesprungene Ampel und bog rechts ab.

Geschwindigkeit (69)

Am 15. Februar befuhr ich die durchgehend mit 30 km/h und „Lärmschutz“ beschilderte OD Hinterweidenthal (B 427, siehe Beitragsbild) mit um die 30 km/h in nördlicher Richtung. Dabei hing eine ganze Weile lang ein grauer Ford-SUV hinter mir, der auch wegen Gegenverkehr nicht überholen konnte. Dies gelang ihm erst hinter der Einmündung der Gartenstraße.

Grüßen (4)

Gegen Ende meiner Runde ignorierte ich den Wirtschaftsweg neben der K 6 zwischen Winzeln und Gersbach. Auf diesem war ein Mädchen auf einem Fahrrad unterwegs, welches gerade angehalten hatte. Es winkte mir freundlich zu, was ich sehr gerne erwidert habe. 🙂

Tiere (31)

Uaaah – renn mir jetzt aber bloß nicht ins Rad! Am 16. Februar wäre mir auf der K 6 bei Gersbach beinahe ein Eichhörnchen von rechts in die Quere gekommen. Es schlug einen Haken, rannte kurz zurück, um hinter mir dann doch über die Fahrbahn zu rennen. Glücklicherweise hatte auch der Fahrer des mir folgenden Autos gebremst.

Grüßen (5)

Auch ganz witzig war der mich mit einem hochgestreckten Arm förmlich enthusiastisch grüßende, ältere Mann, der mir am sehr milden und sonnigen 16. Februar auf der L 485 zwischen dem Stephanshof und Glashütte entgegengefahren kam.

Überholmanöver (432) + Gespräche (59)

An diesem stürmischen 16. Februar verdarb mir ein ca. 50 Jahre alter, beschnauzbarter Fahrer vom Typ „Beamter auf Lebenszeit“ eines schwarzen Mercedes-Vans mit Kennzeichen aus dem Kreis Südwestpfalz dann aber doch noch gewaltig die Laune, denn er überholte mich auf der L 478 vor dem Ortseingang Vinningen mit bestenfalls etwas mehr als einem halben Meter Abstand und zog wegen herannahenden Gegenverkehrs auch ruckartig wieder sehr schnell rüber. 😡 Ich wischte mir hierzu ganz zufällig eine lästige Mücke von der Stirn. Diese Geste verleitete ihn wohl dazu, hinter der Einmündung der Hauptstraße (auf dem Gehweg) anzuhalten und auf mich zu warten. Das Gedächtnis-Protokoll (mit meinen Kommentaren in blau):

  • Ich: Ihnen ist schon klar, dass demnächst ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern in die StVO aufgenommen werden soll? Finden Sie es in Ordnung, mit nur einem halben Meter an einem Radfahrer vorbeizurasen?
  • Er: Das war nicht nur ein halber Meter. Also ich fand daran jetzt nichts Schlimmes. Ich habe Sie da so rumeiern [sic!] sehen, vielleicht wegen dem Wind, und halt überholt, weil ich sah, dass das noch reicht. Außerdem muss man nicht so reagieren und den Scheibenwischer zeigen. Denn das kann schnell mal 500 Euro kosten und ist eine Straftat. Aha – da haben wir den einzigen Grund, warum der Mann überhaupt anhielt: denn er war hier das Opfer! Wenn ich irgendwo einen Radfahrer „rumeiern“ sehe (und starke Windböen vermute), ist das ein zusätzlicher, gewichtiger Grund, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu halten. Also: zu bremsen und zu warten.
  • Ich: Gefährliches Überholen ist übrigens auch eine Straftat, steht im § 315c StGB. Da kam Gegenverkehr. Nach § 5 StVO haben Sie nur zu überholen, wenn eine Gefährdung ausgeschlossen ist und dabei auch ausreichend Abstand zu Radfahrern halten.
  • Er: Sie kennen sich wohl aus? Man kann anders reagieren. Aha – ich hatte dann aber wohl doch eine Berechtigung, mein Missfallen auszudrücken?
  • Ich: Ja, ich kenn mich aus. Nennt sich falsches Überholen und Straßenverkehrsgefährdung. Wie anders soll ich denn z. B. denn reagieren?
  • Er: Na, irgendein Handzeichen oder so. Dann halten die Leute aber komischerweise nie an, um mit mir zu plaudern.
  • Ich: Ich reagiere so eigentlich nur bei besonders herausragenden fahrerischen Leistungen. Sie haben, obwohl Sie gesehen haben, dass ich wegen starken Windböen „rumeierte“ und Gegenverkehr kommt mit voller Geschwindigkeit knapp überholt und sind ruckartig vor mir rübergezogen, weil es mit dem Gegenverkehr eben sehr knapp geworden ist.
  • Er: Ich habe doch aber gesehen, dass das ausreicht. Da war auch nix knapp.
  • Ich: Nee, es hat eben nicht ausgereicht. Das war eine Gefährdung eines Radfahrers und des Autofahrers im Gegenverkehr. Warum können sie da nicht einfach bremsen und warten? Eilig scheinen Sie es ja nicht zu haben; sonst hätten Sie auch keine Zeit, mit mir hier zu diskutieren.
  • Er: Wie gesagt, das war nicht knapp überholt und ich war mir sicher, dass ich da vor dem Gegenverkehr vorbeikomme. Und Sie sind da so rumgeeiert. Viele (verschiedene) Argumente hatte er wirklich nicht.
  • Ich: Ihnen fehlt es an meiner Perspektive. Fahren Sie überhaupt selber Rad?
  • Er: Natürlich, hin und wieder.
  • Ich: Wie viel km im Jahr?
  • Er: Also ich zähle die km nicht. Alles klar.
  • Ich: Fänden Sie es in Ordnung, wenn ich mit so einem großen Gefährt wie dem Ihren Sie auf die gleiche Art und Weise überholen würde?
  • Er: Ja, ich hätte da wohl nix einzuwenden.
  • Ich: Kann ich mir nicht vorstellen.
  • Er. Okay, dann ist halt alles gesagt.

Für so Sachen wär eine Kamera wirklich nicht schlecht. Irgendwie hätte ich ihm auch anbieten sollen, das Experiment unter umgekehrten Ausgangsbedingungen zu wiederholen; also er (bei voller Windstärke) auf meinem Rennrad und ich in seinem Kleinbus. 😈 Wobei: wenn ich ihn dann überfahren würde, weil er vor lauter Schreck nach links lenkt, wär ja auch mein Rad kaputt. Nee, dann besser nicht.

Als Fazit bleibt auch in diesem Fall: Mit Sicherheit würde jede Staatsanwaltschaft hier garantiert wegen meiner aus dem Gesicht gewischten Mücke 😏 ein Fass aufmachen, während die unnötige Gefährdung von zwei Verkehrsteilnehmern bestenfalls für eine Owi reichen würde. 🤮

Zebrastreifen (25)

Nicht zum ersten Mal erwähne ich hier Autofahrer, die den Vorrang von Fußgängern an den beiden Zebrastreifen in der Winzler Straße in Höhe Uhland- und Goethestraße missachten. Am 17. Februar stand rechts ein Mann mit einem Hund. Dass man im Bereich von Zebrastreifen auch Radfahrer nicht überholen darf, ist denke ich den meisten Autofahrern völlig unbekannt. 🙄 In diesem Falle waren es gleich zwei Ahnungslose auf einmal.

Gespräch mit der Stadtverwaltung

Wie im gestrigen Beitrag zur vom LBM mal wieder fantastisch geplanten Vollsperrung bei Mauschbach angedeutet, war ich gestern Abend ja ein wenig „angesäuert“. Um es mal euphemistisch auszudrücken. Denn das Gespräch mit der Stadtverwaltung, welches auch nur deshalb stattfand, weil das Stadtratsmitglied Frank Eschrich von der Fraktion „Die Linke – PARTEI“ sich noch einmal persönlich dafür eingesetzt hatte, war im Wesentlichen eine Farce; insbesondere die ersten 15 Minuten, als Bürgermeister Maas sogar angedroht hatte, das Gespräch abzubrechen. Der Grund war eine ziemlich eindeutige Provokation von Seiten des ehemaligen Leiters der Straßenverkehrsbehörde (StVB), der recht viele meiner Eingaben nie aufgegriffen hatte. „Gespräch mit der Stadtverwaltung“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 169)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

(Gehweg- und) Geisterradler (101)

Okay, das hatte ich jetzt auch noch nicht. Dass mir auf meiner Fahrbahnhälfte ein Mountainbiker entgegenfährt und mir in der Weise ausweicht, dass er halt (kurz) auf den Gehweg auffährt. So geschehen am 5. Januar in der Arnulfstraße. Ich rief ihm noch „in Deutschland gilt das Rechtsfahrgebot“ zu. Okay, vielleicht war er ja Brite oder Australier…?

Gespräche (57)

Auf dem (übrigens endlich legalisierten) Kaufland-Parkdeck hatte ich am 6. Januar gerade mein Rad abgestellt, als ich neben mir eine ältere Frau bemerkte, die mich kritisch, von oben nach unten, beäugte und mir mitteilte, dass sie mich aber für sehr dünn hielte. So einen dünnen Mann hätte sie noch nie gesehen. Ach, es gibt noch dünnere als mich. Wollte sie aber nicht gelten lassen. Das ist bei uns in der Familie halt so; ich komme nach der väterlichen Linie, die alle nicht viel auf den Rippen hatten. Dazu noch der viele Sport – da bleibt halt nix hängen. Abschließend gab sie mir noch den Tipp, dass man mit Malzgetränken gut Gewicht aufbauen könnte. Ich bedankte mich und fuhr von dannen. Die Geschichte ist grade deshalb lustig, weil ich diesen Winter sogar ein klein wenig „Winterspeck“ mit mir rumschleppe; also rund 3 kg schwerer bin als im vergangenen Sommer. 😉

Parken (59)

Ja, is denn heut scho‘ (wieder) Weihnachten? Dachte ich mir, als ich am Haltepunkt Hauenstein-Mitte angehalten hatte, um den hoffentlich bald ausgebaut werdenden Ersatzweg zur B 10 zu fotografieren (Beitragsbild). Denn irgendwer hatte dort sein Mountainbike abgestellt, es aber überhaupt nicht abgeschlossen. So ein Vertrauen in die Menschheit hätte ich auch gerne!

Gespräche (58)

Ganz witzig war auch die Plauderei mit einer ebenfalls gerne fotografierenden Mountainbikerin auf dem Luitpoldturm. Sie fuhr ein schickes, 27,5-Zoll Canyon-Fully. Die Hardtail-Bikes von Canyon standen im vergangenen Februar auch auf meiner Auswahlliste; schließlich hatte ich mir dort im Jahr 2003 mein zweites Rennrad gekauft. Jenes würde ich gerne wieder als Schlechtwetter-Rennrad fahrbar machen, aber leider fehlt dazu das Kleingeld.

(An- und) Einfahren (13)

Da hat nicht viel gefehlt. Gegen Ende meiner Tour (es war schon ziemlich dunkel) hätte mich um ein Haar eine vom Parkplatz des Wasgau-Marktes in Winzeln ausfahrende Frau mit ihrem Pkw auf die Motorhaube genommen. Vielleicht rettete mich meine knallorangene Mütze, die ich auf der Rübe hatte? Da ich ja einen siebten Sinn für sowas habe, konnte ich instinktiv nach links ausweichen. Ich blieb anschließend stehen und kuckte sie böse an; wenn ich ihre Gesten richtig gedeutet habe, tat es ihr auf jeden Fall sehr leid.

Überholmanöver (410)

Du hast aber komplett den A… offen, oder? Mit diesen Worten fluchte ich am 7. Januar einem Busfahrer hinterher, der mich im Anstieg über die L 469 hinauf zur „Wallhalbener Kreuzung“ hinter der „Kerbe“ mit nicht einmal einem halben Meter Abstand rasierte, obwohl überhaupt kein Gegenverkehr in Sicht war.

Vorfahrt (58)

Lustigerweise hatte ich am 23. November der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Südwestpfalz vorgeschlagen, doch die nicht der VwV zur StVO entsprechenden Vorfahrtregelungen entlang der L 482 zwischen Pirmasens, Rodalben und Donsieders zu überprüfen. Ich befuhr am 9. Januar die ehemalige Kreisstraße auf dem Orleberg in gerader Richtung nach Clausen, während von rechts eine junge Autofahrerin in einem weißen Kleinwagen heranraste. Als sie mich sah, bremste sie nicht etwa ab, sondern gab noch zusätzlich Gas, um etwa 10 m vor mir mit Karacho nach rechts abzubiegen. Eigentlich müsste dort eine abknickende Vorfahrtstraße eingerichtet werden. Solange das nicht der Fall ist, hat auch Madame gefälligst dort das Vorfahrt gewähren zu beachten. Und wenn es „nur ein Radfahrer“ ist, der da angefahren kommt.

Abbiegen (43)

Verdammte Kacke – bin ich hier etwa auf einem Scheiß-Radweg oder was…!? Das wäre doch eine ganz bitterböse Ironie, wenn ich auf der Fahrbahn außerorts von einem Rechtsabbieger abgeräumt werden würde…!? Am 11. Januar wäre das um ein Haar der Fall gewesen, denn am Abzweig der K 62 von der L 478 (bei Hornbach) zog urplötzlich ein mich sehr eng überholender alter Mann in seinem blauen Pkw direkt vor mir nach rechts! Ich kann mich nicht daran erinnern, in meinem Leben auf eine derart brutale Art und Weise geschnitten worden zu sein; auch hier hat mich mein 7. Sinn vor einer Kollision bewahrt, denn ich wich instinktiv nach rechts aus und bremste.

Ich könnte mir denken, dass er evtl. gemeint hat, dass ich (mangels Handzeichen) ebenfalls nach rechts (in die K 62) abbiegen würde – ich wollte aber nur der Vorfahrtstraße L 478 folgen. Es handelt sich dort nämlich nicht einmal um eine abknickende Vorfahrtstraße. Ich beobachtete ihn, wie er anschließend relativ langsam weiter den Berg hochfuhr. Vielleicht hatte er auch einen im Tee…!? Betrunken und Rentner – wohl eine der gefährlichsten Kombinationen im Straßenverkehr.

Vorfahrt (59)

Huuuup! Auf der D 82 bei Blies-Ebersing (in Frankreich) missachtete ein mir entgegenkommender Autofahrer die Vorfahrt eines aus der D 110g rechtsabbiegenden Autofahrers – und hupte diesen auch noch an. Dabei galt – und das wurde mir auch erst im Nachhinein bewusst – an dieser Außerorts-Kreuzung sogar wegen der aus allen drei Richtungen (also auch in Richtung Blies-Ebersing) angeordneten Zeichen AB1 rechts vor links!

In Frankreich ist die Sache mit der Vorfahrt oftmals ziemlich unübersichtlich, denn selbst im Zuge von Departementstraßen wird die Vorfahrt nur relativ selten – und wenn, dann meist auch nur „negativ“ ausgeschildert.

Tiere (30)

Die L 105 über den Willersberg (zwischen Habkirchen und Reinheim) war im vergangenen Jahr längere Zeit wegen einer grundsätzlichen Sanierung vollgesperrt. Dabei wurde auch die Entwässerung verbessert. Am gleichen Nachmittag bemerkte ich (die Straße Richtung Reinheim befahrend) im Augenwinkel, wie von links ein Fuchs über die Wiese angerannt kam und im Abwasserschacht verschwand. Ich vollführte (es kam grade keiner) eine spontane Kehrtwende und schaute, ob er auf der anderen Seite inzwischen wieder rausgekommen ist. War er. Wir schauten uns dann circa 5 Sekunden lang (amüsiert) an, ehe er sich verabschiedete und weiter den Berg hinaufrannte. Da siehste mal, wie schlau so’n Fuchs ist: der weiß, wie er so eine Landstraße sicher über… ähm… unterqueren kann.

Alltagserlebnisse (Teil 163)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Rotlicht (74) + Gehwegradler (98) in Einbahnstraße (32)

Gratulation an die Knallcharge in Gestalt eines Mannes Mitte 40, der mir am 12. Dezember in der Gärtnerstraße auffiel: ich verleihe dir hiermit den Titel „Rücksichtslosester Pirmasenser Radel-Vollpfosten des Jahres 2019“. Er fuhr – wie sich das für Pirmasenser ja geziemt – auf dem Gehweg. Scheinbar klemmte an seinem MTB irgendwas, weswegen er es kurz auf den Kopf stellte und dran rumfummelte. Ich wartete währenddessen auf der Fahrbahn auf Grün. Scheinbar war der Defekt schnell behoben, denn er fuhr an der roten Ampel vorbei und ignorierte auch noch die beiden folgenden Fußgängerampeln der einmündenden Ringstraße. Da er den steilen Teil der Verbot der Einfahrt Gärtnerstraße befahren wollte, musste er nun um die kaum einsehbare Hausecke fahren. Dabei kollidierte er um ein Haar mit einem älteren Herrn, der ihn auch ziemlich böse anschaute. Anschließend fuhr der Vollidiot weiter auf dem rechten Gehweg die Einbahnstraße hoch. 🙄 Wenn ich der alte Mann gewesen wäre, hätte ich ihn wohl einfach auf die Fahrbahn geschubst… 👿

Gentlemen (51)

Hui, nach längerer Zeit hatte am Ende der Höfelsgasse tatsächlich endlich mal wieder ein die Dankelsbachstraße Richtung Horeb hochfahren wollender Autofahrer auf seine Vorfahrt verzichtet und mich vorgelassen. 🙂

Stopschilder (78)

Neenee, mein Freund! An der spitzwinkligen Abfahrt der B 10 hinterm Waldfriedhof sah ich in der Gegenrichtung einen relativ jungen Fahrer eines tiefergelegten Gefährts mit Kennzeichen aus Saarlouis, der mit mindestens 40 km/h am Stop-Schild vorbeikachelte.

Gespräche (56)

Im Pfälzerwald gibt es einfach die nettesten und hilfsbereitesten Menschen. 😉 Ich hatte gegenüber vom Plickerweiher vor dem Anstieg in Richtung Schmalenberg kurz eine Pause gemacht und dabei zwei Keksriegel gefuttert. An mir fuhr ein weißer Transporter einer Handwerkerfirma vorbei. Dieser drehte an der folgenden Einmündung spontan um und fragte neben mir anhaltend, ob er mir helfen könne? Weil mein Rad so da liege. „Nee, Danke – hab nur ein Päuselchen gemacht, alles prima! 🙂

Gegenverkehr (28)

Für eine Millisekunde hatte ich überlegt, ob ich anhalte und mich über die alte, doofe Nuss in ihrem roten Kleinwagen beschwere, die da in der Welschstraße in Waldfischbach grade einfach nach links rüber in meine Fahrbahnhälfte gezogen und mit 30 cm Abstand an mir vorbeigeschrammt war, um ein am Fahrbahnrand abgestelltes Auto zu umfahren. Vor jenem abgestellten Auto stand nämlich ein Streifenwagen, dessen Besatzung gerade eine Kontrolle durchführte. Ich ließ es aber beim –  den Beamten sicher nicht entgangenen – lauten „Äääeeeyyy!“ bewenden. Da wäre wohl eh nur ein „ist doch nix passiert“ bei rumgekommen…

Parken (56)

Wenn ich ein Symbolfoto machen müsste, um die Hilflosigkeit vieler Pirmasenser Radfahrer darzustellen, würde sich das an einem Baum angeschlossene Fahrrad auf dem Parkplatz vorm neuen Edeka anbieten, welches mir am gleichen Abend nach einem Einkauf aufgefallen war. Vermutlich weiß die Person einfach nicht, dass die Metallbügel da rechts neben dem Eingang für Fahrräder vorgesehen sind? Dabei ist mir dort schon zwei Mal ein älterer Herr aufgefallen, der sein Rad auf fürchterlich umständliche Weise an einer Metallstrebe neben dem Eingang angeschlossen hatte. Vor einer Weile sah ich auch einen Mitarbeiter, der einen sein Rad im Eingangsbereich abstellen wollenden Mann darauf hinweisen musste, dass es dafür da draußen ja extra diese Bügel gäbe. Es ist wirklich schlimm bestellt um diese Stadt und ihre Radfahrer… 😕

Kfz auf Radwegen (47)

Der Tag endete mit einem ja fast schon üblichen, die Furt an der Einmündung der L 600 halb blockierenden Fahrer einer schwarzen Limousine. Interessant war, dass rechts neben ihm noch einer stand, der allerdings – vorbildlich – trotzdem nicht auf die Furt aufgefahren war. Man könnte dort ja auch viel einfacher rechtsabbiegen, wenn einem diese zu weit vorfahrenden Vollidioten links nicht komplett die Sicht versperren würden…

Stopschilder (79)

Das Stop-Schild in Walshausen vor der abknickenden Vorfahrtstraße L 477 war ja erst kürzlich Thema. Auch am 14. Dezember bog vor mir eine Frau in ihrem Auto ohne größere Verlangsamung nach rechts ab. Durchaus möglich, dass auch ich dort beim Rechtsabbiegen nicht immer auf Null runterbremse, wenn ich von unten niemand angefahren kommen sehe… 😎

Überholmanöver (396) + Hupen (116)

Da hab ich am gleichen Nachmittag die L 484 zwischen Niedersimten und Pirmasens hochfahrend ja ein wahrhaftiges „Trio Infernale“ erwischt. Zuerst musste mich der Fahrer eines roten Früchte-Lasters mit Anhänger ausgangs der Kurve überholen. Da gilt übrigens 50 km/h. Dabei nötigte er den hinter der anderen Kurve auftauchenden Gegenverkehr zum Abbremsen. Als der Laster vorbei war, zog der folgende silberne Pkw mit bestenfalls einem halben Meter vorbei. Als Krönung hupte mich der Idiot Nummero 3 in seinem roten Golf an, während er mich überholte. Vermutlich war sich das Trio darin einig, dass ich den rechts gelegenen Hochbord-Gehweg hätte befahren sollen… 🙄

Abbiegen (42)

Was liebe ich es, wenn sich Menschen, die grade einen Fehler begangen haben, nicht etwa per Geste entschuldigen, sondern auch noch fern jeder Einsicht blöd aus der Wäsche kucken, wenn man sich über deren Doofheit beschwert. Das galt für eine Frau, die mich – in der Max-Reger-Straße zum Linksabbiegen mittig eingeordnet habend – beinah abgeschossen hätte, weil sie – ebenfalls links abbiegend – aus der Kaiserstraße die Kurve geschnitten hatte.

Ein- und Anfahren (12)

HEEEEEYYYY! Da musste ich in der Einbahnstraße Fröhnstraße kurz richtig laut werden, damit der Fahrer eines vom linken Fahrbahnrand gerade losfahrenden Pkw mich nicht umfährt. Seine Freundin auf dem Beifahrersitz hatte es wohl auch nicht bemerkt, dass da grade ein Radfahrer vorbeifährt. 👿

Kfz auf Radwegen (48)

The same procedure as every day…? Ist ja nicht mehr lange hin. 😉 Wie zwei Tage zuvor war die Furt an der L 600 mal wieder blockiert. Dieses Mal von einem grauen Pkw, besetzt mit zwei jungen Damen. Da ich dieses Mal auf der Fahrbahn blieb, war das nicht ganz so ärgerlich wie vorgestern.

Alltagserlebnisse (Teil 159)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Den 21. November könnte ich eigentlich mit „SEID IHR ALLE KOMPLETT IRRE?“ zusammenfassen. Ich hab schon nach 20 km aufgehört, mir die vor allem äußerst zahlreichen Engüberholer und sonstigen Idiotien zu merken. Es hätte wohl für mindestens 20 Erwähnungen reichen können.

Überholmanöver (386)

Da wäre zum Beispiel die Frau gewesen, die in der Ringstraße in ihrem dicken, fetten, weißen BMW-SUV mit bestenfalls 50 cm Abstand an mir vorbeifuhr und mich auch noch schnitt. Als ich an der folgenden roten Ampel vorm Rathaus / Exerzierplatz rechts an ihr vorbeifuhr und sie kopfschüttelnd fragend anblickte, reagierte sie gar nicht. Die Dame war wohl mit ihren Gedanken grade ganz woanders.

Grüßen (3)

Ich war an diesem Tag sogar auf eigentlich relativ ruhigen Straßen unterwegs. Immerhin ganz witzig war der Fahrer eines mir entgegenkommenden, weißen Kleinlasters, der auf der einsamen B 48 zwischen Johanniskreuz und der L 496 nach Leimen hupte und mir freundlich zuwinkte.

Rückwärts (5)

Nach den vielen, vielen Ärgernissen war ich am Abend dann auch nicht mehr wirklich tiefenentspannt, als ich nach einem Einkauf vom Parkdeck des Kauflands in die Kornstraße ausfahren wollte. Dabei musste ich einer langsam von rechts aus der Wiesenstraße kommenden Autofahrerin Vorfahrt gewähren. Die ältere Dame wollte an der Einfahrt aber wohl scheinbar nur wenden, denn sie hielt plötzlich an – und begann, zurückzusetzen. Das bemerkte ich allerdings erst, als ich schon zum Linksabbiegen angefahren war. Zu allem Überfluss rauschte in dem Moment auch rechts im Abstand von höchstens 30 cm ein ungeduldiger Rechtsabbieger an mir vorbei.

Hupen (112)

An diesem Abend hatte ich auch definitiv keinen Bock mehr auf kleine Vorfahrt gewähren vor freilaufenden Rechtsabbiegern – und ignorierte daher mal wieder den östlichsten Teil des Wegelchens an der K 6. Das brachte den Fahrer eines alten Opels mit Kennzeichen aus dem Landkreis Südwestpfalz völlig aus der Fassung, denn er hupte mich etwa 5 Sekunden lang mehrmals an. Ich deutete bei der Vorbeifahrt mit dem Finger auf das „rote Teufelsdreieck“, mit dem man mir die Vorfahrt stehlen möchte; was er aber sicher nicht verstanden hat. Ist mir auch herzlichst egal. Nicht egal ist mir, dass die Stadtverwaltung auch für diese blauen Schilder keine Anordnungen vorweisen kann; das habe ich inzwischen auch schriftlich!

Hupen (113)

Am folgenden Tag war es wieder deutlich ruhiger. Außer in dem Moment, als ich auf der B 270 an der Einmündung nach Waldfischbach-Burgalben vorbeifuhr. Da hupte mich nämlich der meine Vorfahrt beachtende, wartende Fahrer eines weißen Transporters an; warum auch immer. Vielleicht war es einer der Idioten, die meinen, man dürfe auf Bundesstraßen nicht radfahren? Oder weil er meinte, ich hätte das nicht straßenbegleitende Wegelchen benutzen müssen? Naja. Egal.

Fundsachen (2)

Im Anstieg von Waldfischbach-Burgalben nach Donsieders fiel mir am Nachmittag ein am Fahrbahnrand liegender Personalausweis einer Frau aus Queidersbach auf. Ich steckte ihn ein und wollte ihn am Ende meiner Tour bei der PI Pirmasens abgeben. Die Polizistin am Empfang wollte ihn aber nicht annehmen, sondern meinte, ich solle ihn am Bürger-Service-Center in den Briefkasten werfen. „Ähm – nö, da fahr ich heute jetzt definitiv nicht mehr rauf!“ Auch deshalb nicht, weil ich da ja leider immer noch nicht legal mit dem Fahrrad reinfahren darf. Diese Ordnungswidrigkeit hab ich dann erst am nächsten Tag (Sonntag) begangen. Jedenfalls: Toll, wenn man als ehrlicher Finder auch noch in der Gegend herumgeschickt wird. Eine e-mail an die PI Landstuhl mit der Bitte, die Frau zu informieren, blieb übrigens auch unbeantwortet… Die Personalausweisbesitzerin hat sich übrigens auch nicht bedankt.

Überholmanöver (387)

Am 25. November wurde ich in der Rodalber Straße kurz hinter der Brücke über die B 270 vom (älteren) Fahrer eines dunkelblauen Mercedes mit äußerst dürftigem Seitenabstand rasiert. Er bog anschließend nach rechts in den unteren Sommerwaldweg ab.

Gespräche (55)

Auf meinen (allerdings auch relativ seltenen) Passagen mit dem MTB abseits der Straßen passiert in aller Regel nix erwähnenswertes. Als ich an den Wildsaufelsen (zwischen der Burg Gräfenstein und Münchweiler) eine kleine Pause eingelegt hatte und grade losfahren wollte, sah ich zwei Mountainbiker-Kollegen, die den Pfad vom Rotenstein runtergesaust kamen. Der eine aus Hinterweidenthal erkundete mit seinem Kumpel aus Neustadt die Wege und „Pädelcher“ in der Münchweilerer Ecke. So schwätzten wir ein paar Minuten über den leider immer noch sehr konservativen Pfälzerwaldverein, das relativ unproblematische Zusammenleben von Wanderern und Bikern im Westteil des Pfälzerwaldes und „Premiumwanderwege“.

Vorfahrt (55)

Den Tagesabschluss setzte der Fahrer eines grauen Golfs, der mir in der Schäferstraße die Vorfahrt nahm, indem er vom Linksabbiegestreifen in Richtung des neuen Edeka abbog.

Alltagserlebnisse (Teil 156)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Gespräche (53)

Gegen Ende meiner Runde schloss ich am 9. November mein Rad grade an den Metallbügeln am neuen Edeka in der Landauer Straße ab. Ein junger Mann sprach mich dann auf mein Rennrad an. „Das ist bestimmt aus Carbon?“ Ja. „Darf ich’s mal hochheben? Boah, cool; das wiegt ja fast gar nix.“ Er selber fahre ein Fully. Schön, wenn sich jüngere Leute überhaupt noch für Rennräder interessieren. Ich hab in den letzten Jahren vermehrt den Eindruck, dass ich immer weniger Rennradfahrer auf den Landstraßen der Pfalz sehe.

Überholmanöver (377)

Am 10. November wurde am Windsberger Ortsausgang mal wieder das Zeichen 222 missachtet, indem mich ein Autofahrer auf der linken Seite der Verkehrsinsel überholt hat.

Abbiegen (38)

Ähm. Nö. Das geht gar nicht. Später sah ich einen alten Mann mit einem eher exotischen Kennzeichen, der in Rodalben aus dem Eischweilerer Weg über den Grünstreifen heraus an den Steinpollern vorbei in die L 497 abbog.

Überholmanöver (378)

Eine Weile später kam ich erneut durch Rodalben. In der Hauptstraße hatte ich schon angezeigt, dass ich links in Richtung Pirmasens abbiegen will und fuhr deshalb auch schon relativ mittig. Trotzdem musste mich der Fahrer eines weißen SUV mit Homburger Kennzeichen unbedingt noch überholen.

Gespräche (54)

In der Emil-Kömmerling-Straße hatte ich kurz angehalten, um zu kucken, ob ich mein Schloss im Rucksack verstaut hatte. Das schleppe ich an Sonntagen meist nicht mit, weil ich da nicht einkaufen gehe. Da dieser Sonntag in Pirmasens aber wegen des Novembermarkts verkaufsoffen war, wollte ich spontan dann doch noch die üblichen 10 % Extra-Sonntags-Rabatt eines Discounters in Anspruch nehmen. Ein vorbeikommendes Ehepaar sprach mich dabei an, weil auch sie mich immer wieder auf den Pirmasenser Straßen herumfahren sehen würden. Die beiden seien auch hin und wieder mit ihren Pedelecs unterwegs. Wär ja eine perfekte Gegend zum Radfahren.

Überholmanöver (379)

Am 11. November gewährte ich einem VW-Bus der Bundespolizei bei der Einfahrt in den L-600-Kreisel Vorfahrt. Die Bundespolizei verirrt sich trotz der Nähe zur französischen Grenze nur sehr selten in die Pfalz. Jedenfalls drehte der Fahrer warum auch immer eine Ehrenrunde, weshalb er bei der Ausfahrt in die Blocksbergstraße hinter mir hing. Er überholte dann auch relativ knapp kurz hinter dem Fahrbahnteiler über die Sperrfläche. Sehr vorbildlich.

Überholmanöver (380)

Es ging etwas später den längeren Anstieg über die L 484 von Niedersimten hinauf nach Obersimten. Völlig ohne jede Not rasierte mich dabei der Fahrer eines grauen Pkw auf einem geraden Abschnitt mit bestenfalls einem halben Meter Abstand. Auf dem Beifahrersitz saß wohl seine uralte Mutter.

Gentlemen (47)

Auf der L 486 vor Salzwoog hatte mich im Sommer mal so ein blödes A… vorsätzlich engüberholt, weil ich es gewagt hatte, vor ihm einen anderen Radfahrer zu überholen. An ziemlich genau der selben Stelle wartete dieses Mal ein Autofahrer geduldig und mit Abstand. Ich gab ihm per Handzeichen die Info, dass hinter der Kurve keiner kommt und er überholen kann. Er bedankte sich per Huper.

Kfz auf Radwegen (45)

Ich vermeide ja die Befahrung des östlichen Teils des Wegelchens an der K 6, weil ich vor dem freilaufenden Rechtsabbieger ein Vorfahrt gewähren bekomme. An diesem Abend benutzte ich es ausnahmsweise dann doch mal wieder. Deshalb musste ich auf der anschließenden Furt eine Vollbremsung einleiten, weil so eine Knalltüte mit seiner Karre bis etwa zu deren Mitte vorgefahren war. Anschließend fuhr ich laut lamentierend und kopfschüttelnd vor ihm vorbei.