Alltagserlebnisse (Teil 122)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Ladung (3)

Da mache ich sogar extra mal (klammheimlich, aus einer Nebenstraße heraus…) ein Foto – und dann vergesse ich doch glatt, es hier zu erwähnen. 😉 Am Abend des 19. Juni war mir etwas mulmig, als ich zwei Traktoren in der Blocksbergstraße überholte. Denn der vordere der beiden war meiner Ansicht nach dann doch „ein klein wenig“ überladen – während im Anhänger des dahinter fahrenden Traktors nur mehrere Leute saßen. Jedenfalls war ich froh, dass ich bei der Vorbeifahrt nicht von runterpurzelnden Heuballen erschlagen wurde.

Fußgänger (21)

Am 21. Juni hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich zwei am (aus meiner Sicht) rechten Rand der K 6 laufende Kinder im Alter von ca. 8 – 10 Jahren darauf hinwies, dass auf der anderen Seite doch ein Gehweg sei. Ich hatte dabei strenger geklungen, als es beabsichtigt war. An der Stelle wird jedenfalls sehr oft noch gerast – und um die Kurve gebrettert. Also wirklich kein Ort, wo zu Fuß gehende Kinder unbedingt unterwegs sein sollten.

Stopschilder (58)

„Oh Nein, da kommt von links ein Radfahrer. Wenn ich da jetzt anhalte, muss ich ihm auch noch Vorfahrt gewähren. Der kann mich mal, also: Vollgas…!“

Dürfte in etwa das gewesen sein, was etwas später der ältere Herr in seinem roten Pkw gedacht hatte, als er ohne größere Verlangsamung das Stop-Schild in der vom Sommerwald kommenden Straße „Am Häusel“ komplett missachtete und in die Pestalozzistraße einfuhr.

Vorfahrt (38)

Eine Weile später hörte man im ansonsten ruhigen und schönen Aschbachtal südlich von Kaiserslautern jemanden lauter unflätige Ausdrücke herumschreien. Das war meine Wenigkeit! Weil mich ein sehr wahrscheinlich noch in der Probezeit befindlicher, sehr junger Vollidiot (mit Basecap auf der hohlen Rübe…) an der Kreuzung der Vorfahrtstraße L 503 mit der K 53 um ein Haar auf die Motorhaube genommen hätte, weil er mir (von der L 503 in die K 53 linksabbiegend) sowas von kackfrech die Vorfahrt genommen hat, wie ich das schon seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Lediglich eine Vollbremsung meinerseits verhinderte eine Kollision. Der Blödmann hatte mich nämlich auch schon sehr früh kommen sehen – und fuhr trotzdem fast ohne jede Verlangsamung weiter. Die Kreuzung aus seiner Perspektive bei mapillary (ich kam von rechts).

Stopschilder (59)

Es folgte am gleichen Abend ein Klassiker: Ich fahre in der Teichstraße auf dem rechten Fahrstreifen, ein Pkw auf dem linken. Ich halte vor der Einmündung der Schützenstraße am Stop-Schild an, der Pkw links von mir überfährt hingegen die Haltelinie.

Geschwindigkeit (31)

Die (leider in letzer Zeit nicht mehr mit mir kommunizierende BI Winzeln) hatte ja unter anderem als verkehrsberuhigende Maßnahmen die Aufstellung von Tempo-Anzeigen an den Ortseingängen gefordert – und nach einer Weile auch erhalten. Als ich am gleichen Abend von Pirmasens in Richtung Winzeln unterwegs war, schoss der vor mir fahrende Pkw mit angezeigten 65 km/h in die geschlossene Ortschaft hinein.

Gepöbel (15)

Nein. Das da neben der L 472 ist kein „Radweg“. Musste ich einem Fahrer eines weißen SUV hinterherrufen, der wegen Gegenverkehrs kurz langsamer machen musste, weil ich nicht den parallel verlaufenden, von Norden auch gar nicht beschilderten Wirtschaftsweg benutzt hatte. Die nicht benutzungspflichtigen Wirtschaftswege auf der Sickingerhöhe hatte ich in diesem Beitrag mal näher vorgestellt. So ist der Parallelweg (oder vielleicht sogar eher die L 472 selbst…?) an der ersten Kreuzung eines Feldwegs beschildert:

Inklusive darüber verstreuten, groben Schottersteinchen:

Gespräche (30)

Als ich gegen Ende meiner Runde die Fotos für den Anliegerstraßen-Artikel knipste, fragte mich ein Mann, was denn da so interessant sei. Ich erklärte es ihm dann. Er wäre auch immer gerne gemeinsam mit seiner Frau mit dem E-Bike unterwegs. Und er fände es gut, dass ich mich um solche Sachen kümmern würde.

Alltagserlebnisse (Teil 121)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Zebrastreifen (13)

Ein weiterer Grund, warum ich vom Radfahren auf Hochbord nix halte, wird dann deutlich, wenn Radfahrer auf Einmündungen treffen, über die ein Zebrastreifen führt. Vermutlich denken dann viele, sie hätten dort den gleichen Vorrang, als wenn sie zu Fuß unterwegs wären. Den haben sie gem. § 26 StVO aber nicht. In Zweibrücken bemängelten die Grünen ja kürzlich, dass es dort zu wenige Radwege und blaue Schilder gäbe. In der Hofenfelsstraße stehen zumindest Gehweg Radverkehr frei, die einen Mountainbiker und seine ihm nachfolgende Begleitung dazu veranlassten, am 17. Juni mit ordentlich Tempo über den Gehweg in Richtung des Niederauerbacher Kreisels zu rauschen. Ich befuhr die Landauer Str. in nördlicher Richtung und sah den Typen von links angerauscht kommen. Ich pflege ja einen äußerlich offensiven, innerlich defensiven Fahrstil und machte keine Anstalten, wegen des Gehwegradlers langsamer zu machen. Er musste deshalb bei der Überfahrt eine Vollbremsung einleiten und kam mit blockierendem Hinterrad auf der Querungshilfe zum Stehen.

Fahrt gefälligst auf der Fahrbahn – besonders dann, wenn ihr mit 20 bis 25 km/h unterwegs seid! Dann hab ich auch kein Problem damit, bei der Einfahrt in den Kreisel eure Vorfahrt zu beachten. Ansonsten habt ihr halt zu warten! In Landau gab es ja grade erst wieder so einen Unfall, bei dem eine Gehwegradlerin auf einem Zebrastreifen angefahren wurde.

Überholmanöver (270)

Das Bundesverkehrsministerium überlegt ja, Mindestüberholabstände in die StVO zu schreiben. Ich bin darüber nicht besonders glücklich, weil ich hier die Gefahr sehe, dass dies bei baulich zu schmalen Fahrstreifen ein weiteres Argument für Radverkehrsverbote wie bspw. schon damals an der B 10 sein könnte. Was mich auch immer ein wenig irritiert ist, dass viele Radverkehrsinitiativen diesen Mindestabstand allerdings nur für Kfz fordern? Warum soll dieser nicht auch für Radfahrer gelten, die andere Radfahrer überholen? Wenn es doch in erster Linie darum geht, Unfälle zu vermeiden? Und nicht Unfallfolgen zu mindern.

Klar, das käme vor allem auf den üblicherweise kriminell schmalen Wegelchen, aber auch den derzeit gehypten „protected bike lanes“ einem absoluten Überholverbot für Radfahrer gleich. Jedenfalls: Ich hätte mir (auf dem MTB unterwegs seiend) am 18. Juni auch etwas mehr Abstand gewünscht, als ein junger Rennradfahrer im Faunertal mich bei seiner sehr engen Vorbeifahrt sogar beinah mit seiner Schulter berührt hätte – ich konnte den Luftzug spüren. Dabei war auf der Straße in dem Moment sonst keiner unterwegs.

Überholmanöver (271)

Am 19. Juni fühlte ich mich mal wieder so richtig doll beschützt vom Moordstrokje in der Blocksbergstraße, als mich zuerst ein Pkw und anschließend ein Lkw mit mehr als dürftigem Seitenabstand überholten.

Gepöbel (13)

Dass die allermeisten Motorradfahrer nur „Auch-Motorradfahrer“ sind, merkt man vor allem dann, wenn man immer wieder mal von Zweiradfahrern darauf hingewiesen wird, dass es „da unten einen Radweg“ gäbe. Das hatte mir nämlich einer zugerufen, als er mich ebenfalls am 19. Juni auf der B 427 unter dem Hochstein überholte. Das kann natürlich auch nur als ein freundlicher Hinweis an einen Ortsfremden gedacht sein. Ich fasse sowas aber eher als „verpiss dich von unserer Straße“ auf.

Gepöbel (14)

Irgendwie hatten an diesem Tag die anderen Verkehrsteilnehmer wohl ein besonders gesteigertes Mitteilungsbedürfnis? Denn der gleiche Hinweis wurde etwas später auf der L 478 vor Niederschlettenbach noch einmal aus dem Seitenfenster eines Pkw gerufen. Sorry. Aber der Wieslauter- bzw. Pamina-Radweg ist kein „Radweg“, sondern nur ein „Wirtschaftsweg„. Aber was muss ich mich überhaupt dafür rechtfertigen, eine dem öffentlichen Verkehr gewidmete Landstraße zu benutzen…?

Abbiegen (29) + Geschwindigkeit (30)

Ich schreibe nur sehr selten e-mails an die örtliche Polizeiinspektion wegen des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer. Dafür muss man bspw. von der Fahrbahn abkommen und einen Leitpfosten umfahren. Aber der junge Motorradfahrer, der mir am Abend des 20. Juni innerhalb weniger Minuten gleich drei Mal negativ auffiel, hatte regelrecht darum gebettelt. Ich hatte in der Dankelsbachstraße auf dem rechten Fahrstreifen an der roten Ampel angehalten. Als es nach längerer Zeit grün wurde und ich geradeaus in die Gärtnerstraße fahren wollte, überholte mich diese Pappnase aus dem linken(!) Fahrstreifen heraus und schnitt mich, als er einfach vor mir nach rechts(!) abbog – und mit deutlich zu hohem Tempo die Zweibrücker Straße hochraste.

Wenige Minuten später überholte er mich hinter der Kreuzung Gasstraße – Schachenstraße erneut. Mit mindestens 80 oder 90 km/h raste er über die Streckbrücke und überholte dabei noch zwei Pkw. Er war übrigens in Shorts und T-Shirt unterwegs.

Das dritte Mal sah ich ihn, als er grade die Esso-Tankstelle in der Arnulfstraße verließ und anschließend wieder mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zurück in Richtung Streckbrücke raste. Hier merkte ich mir dann auch das Kennzeichen. Auf meinen Hinweis gab es allerdings keine Reaktion von Seiten der Polizei, auch im Polizeibericht tauchte nichts auf.

Gehwegradler (81) in Einbahnstraße (25)

Ich weiß nicht, was diese Xenophoben alle haben? Viele Ausländer geben sich doch die allergrößte Mühe, sich zu integrieren und die kulturellen Bräuche der Einheimischen zu achten. So auch der junge Mann mit sehr dunkler Hautfarbe, der mir (zwischen der ersten und zweiten Begegnung mit dem Anarcho-Motorradfahrer) in der Einbahnstraße Schützenstraße begegnete. Er kam mit dem „Smartphone“ am Ohr aus der Joßstraße gefahren und fuhr anschließend – weiter telefonierend – die Schützenstraße auf dem Gehweg hinauf. Also genau so, wie das die zahlreichen, waschechten Pirmasenser Gehwegradler auch machen.

Alltagserlebnisse (Teil 110)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Vorfahrt (32)

Der 26. April war ein ganz lustiger Tag. Zuerst wurde mir in der Straße „Am Stockwald“ in Winzeln von einem aus der Tilsiter Straße kommenden Fahrer eines Jaguars ganz kackfrech die Vorfahrt (Rechts vor Links) genommen.

Hupen (77)

Ein ganz zartes, schüchternes Huperchen ertönte dann mal wieder auf der B 270, kurz nach deren Beginn in Fahrtrichtung des Husterhöh-Kreisels. Ich hatte ja gehofft, dass die Extra-Umleitung mit Fahrrad-Piktogrammen den ein oder anderen darüber aufgeklärt hat, dass das keine Kraftfahrstraße ist.

Geister-Gehweg-E-Biker (71)

Dann war eine Weile lang Ruhe. Gegen Ende der Tour kam auf der L 486 zwischen Lemberg und der Ruhbank auf dem Hochbord-Gehweg rechts von mir ein Rentner auf einem E-Bike vorbeigeschossen.

Gepöbel (12)

Der wiederum bestärkte wohl die Ansicht einer Autofahrerin, dass man als Radfahrer auf allem zu fahren hätte, was nicht die Fahrbahn ist. Aus dem Seitenfenster vernahm ich auf der langen Gerade bei der Vorbeifahrt ein „Donäwe is e Drottwaa!“ Auch Hochdeutsch: Daneben ist ein Trottoir (Bürgersteig). Ich rief dann „Korrekt“ hinterher. 😉

Überholmanöver (239)

Keine 10 Minuten später rasierte mich in der langgezogenen Rechtskurve der Lemberger Straße ein Rentner beim Überholen mit bestenfalls 20 cm Abstand. Er kam dabei sogar über die (allerdings derzeit auch kaum noch zu sehenden…) Striche des dortigen „Schutzstreifens“.

Lemberger Straße

Überholmanöver (240)

Zum Abschluss hatte ich noch Spaß mit zwei eventuell der rumänischen Mafia angehörenden Kerlen, die mich in der Schäferstraße ebenfalls mit äußerst dürftigem Seitenabstand (ca. 25 cm) über eine durchgezogene Linie überholten. Als sie an der folgenden Kreuzung abbiegen wollten, wischte ich mir bei der Vorbeifahrt eine hartnäckige Mücke von der Stirn…

Überholmanöver (241)

Ich persönlich halte ja die Forderungen, einen Überholabstand von 1,5 m in der StVO zu verankern, für ziemlich „gefährlich“. Denn das könnte zu weiteren Verkehrsverboten vor allem außerorts führen – wenn das Überholen dann rein rechnerisch gar nicht mehr möglich ist. An der B 10 hat man ja schon vor 26 Jahren so argumentiert. Jedenfalls sollte dieser Mindestabstand meiner Ansicht nach dann eigentlich auch für (meist lautlose) Radfahrer gelten, die Radfahrer überholen. Denn hin und wieder kommt es auch vor, dass man auch von Artgenossen sehr knapp überholt wird. Wie am 29. April im Erzental auf der L 102 zw. Medelsheim und Gersheim, als ein Rennradfahrer mit kaum mehr als 30 cm an mir (auf dem MTB) vorbeifuhr, obwohl ihm die gesamte Fahrbahnbreite zur Verfügung stand.

Überholmanöver (242)

Später bretterte auf der französischen D 35a hinter dem Abzweig Volmunster ein Sattelzug mit Auflieger aus Deutschland mit mehr als dürftigem Seitenabstand an mir vorbei.

Anfeuerung (4)

„Das ist aber tapfer! Hier mit dem Fahrrad den Berg hochzufahren.“ Meinte eine Spaziergängerin mit Hund, als ich den steilen Waldweg zwischen Niedersimten und dem „Simter Berg“ hinauffuhr.

Autos auf Radwegen (30)

Gegen Ende meiner Tour sah ich in der Arnulfstraße dann mal wieder jemanden, der bei der Ausfahrt von den dortigen Einkaufsmärkten mit seiner Motorhaube den halben „Schutzstreifen“ blockierte. It’s not a bug, it’s a feature!

Alltagserlebnisse (Teil 105)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Überholmanöver (232)

Hat er ganz toll gemacht, der Papa…! Der sich in seinem weißen BMW-SUV mit Kennzeichen aus Simmern (Hunsrück) am 23. März am nördlichen Beginn der Obersimtener Umgehung förmlich mit Gewalt und mit keinen 30 cm Abstand zwischen mir und der begrünten Insel vorbeigequetscht hat; ich musste nach rechts ausweichen. Auf dem Beifahersitz saß die Frau und hinten die Tochter. Abbremsen und noch 5 Sekunden warten war für ihn wohl definitiv nicht möglich.

Stopschilder (53)

Die meisten Stopschild-Überfahrer vergesse ich meistens, wenn ich mir nach der Tour nicht umgehend eine Notiz mache. Nix Besonderes war dann auch der Autofahrer, der ebenfalls am 23. März an der Einmündung der K 36 in die L 496 bei Münchweiler ca. 20 m vor mir und ohne nennenswerte Verlangsamung nach rechts über das Stop-Schild abbog.

Gehwegradler (64) in Einbahnstraße (21)

Am Nachmittag ging es die steile Einbahnstraße Gärtnerstraße runter. Auf dem Gehweg rechts von mir war ein junger Mann auf einem Mountainbike in der falschen Richtung unterwegs.

Ein- und Anfahren (7) / Unfall (1)

In Winzeln war plötzlich ein kleiner Stau in der Bottenbacher Straße. In der Straßenmitte stand ein Auto quer und davor lag ein Motorrad. Dessen Fahrer saß auf dem Treppenabsatz einer Haustüre und wurde glücklicherweise wohl nicht schwerer verletzt. Ihm wurde wohl die Vorfahrt von einem achtlos aus einer unübersichtlichen Grundstückszufahrt (links) Herausfahrenden genommen. Im Polizeibericht fand sich hierzu jedoch nichts.

Hupen (74)

Etwas später wurde ich dann noch von einem Autofahrer aus dem Kreis Kaiserslautern auf der K 6 hinter dem Gersbacher Ortseingang 3 oder 4 mal kurz angehupt. Vielleicht deshalb, weil ich zuvor auf der Vorfahrtstraße geblieben war, statt links und rechts ums Eck statt gradeaus zu fahren?

Gehweg-E-Biker (65)

In Pirmasens gibt es derzeit wohl wirklich einen E-Bike-Boom. Am 24. März stand ich an der rotem Ampel in der Gasstraße in Richtung Bahnhof. Kurz bevor die Ampel auf Grün wechselte, überholte mich auf dem Gehweg neben mir ein relativ junger Mann auf einem roten E-MTB und fuhr dann weiter in Richtung Blumenstraße.

Rotlicht (52)

Nur wenige Sekunden später hätte mich beinah ein noch mit Vollgas über die inzwischen auf Rot umgesprungene Ampel an der Zufahrt zum Parkplatz des Hauptbahnhofs rasender Irrer angefahren. Der Abstand, mit dem er rechts an mir und auch noch teils auf dem Gehweg vorbeirauschte, betrug wohl keine 30 cm. Als ich weiterfuhr, sah ich ihn auf dem Parkplatz aussteigen; er war wie ein klassischer Business-Affe gekleidet.

Gepöbel (11)

Okay, es war ein non-verbales Gepöbel. 😉 Ich fuhr anschließend die B 270 runter in Richtung Biebermühle. Als mich ein Motorradfahrer auf einer Sportmaschine überholte, streckte er kurz fragend den Arm aus, blickte zur Seite und schüttelte demonstrativ mit dem Kopf. Wahrscheinlich war auch er der Ansicht, dass ich dort mit dem Rad nicht fahren darf, weil die vierspurige Straße wie eine Kraftfahrstraße aussieht. Es ist aber keine!

Alltagserlebnisse (Teil 95)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Überholmanöver (205)

Am 25. Januar ging es rauf in die höheren Lagen des Pfälzerwaldes. Im Anstieg über die L 496 hinauf nach Leimen musste mich dann mal wieder ein Fahrer eines blauen BMW in einer völlig unübersichtlichen Linkskurve (bei durchgezogener Linie) überholen. Der ältere Herr, der dem „Geisterfahrer“ entgegenkam, musste dementsprechend bremsen und ausweichen.

Rotlicht (43)

Der Kabel-Trupp, der seit einer Weile bei Clausen tätig ist, ist inzwischen ein Stück weiter in Richtung Donsieders gekommen. Ebenso die mobile Ampelanlage. Aus einiger Entfernung sah ich dann mal wieder einen schwarzen BMW, der noch schnell über die bestimmt schon vor mehr als 2 Sekunden auf Rot umgesprungene Ampel huschte.

Rotlicht (44)

Gegen Ende meiner Tour fuhr ich die abschüssige Rodalber Straße runter. Die Ampel vorm Gelände der Parkbräu sprang grade bei meiner Vorbeifahrt von Grün auf Gelb um. Der ein Stück hinter mir heranrauschende Pkw hatte inzwischen aber ziemlich sicher Rot.

Hunde (9)

In der Fahnenstraße wollte mich dann später noch einer von zwei weißen, kleinen Hunden auffressen. Da aber noch ein Baum im Weg war, wurde er, als die Flexileine fixiert wurde, in einem kleinen Bogen um diesen herumgewirbelt. Von Herrchen gab es deshalb zurecht Schimpfe für den impulsiven Wauwau.

Gepöbel (10)

Und schon wieder ein BMW; ich kann da ja auch nix für…! Jedenfalls saßen am 26. Januar zwei junge Erwachsene in einem solchen Gefährt, als ich grade den letzten Abschnitt der B 270 zwischen dem Husterhöh-Kreisel und der Kreuzung Zweibrücker Straße befuhr. Das Gemaule, welches aus dem Beifahrerfenster kam, konnte ich leider nicht entziffern; ich hör ja auf dem linken Ohr schlecht. 😉 Vermutlich meinte er, dass ich auf dieser vierspurigen Straße nichts verloren hätte. Klar, wenn man (lt. Kennzeichen) aus dem Kreis Kusel kommt, weiß man natürlich am besten, welche Straßen bei Pirmasens Kraftfahrstraßen sind – und welche nicht.

Stopschilder (48)

Kurze Zeit später fuhren dann mal wieder zwei Pkw-Fahrer vor mir nacheinander über die Haltelinie des Stop-Schild an der Ecke Teich- und Schützenstraße. Ich sollte hier vielleicht eher die Fälle erwähnen, bei denen Autofahrer an diesen Schildern anhalten (obwohl kein bevorrechtigter Verkehr kommt). Der Zähler würde bislang wohl etwa bei 2 oder 3 stehen. 😉

Gespräche (22)

Es ging für einen Einkauf ins Kaufland. Die Kassiererin fragte, ob ich das Radfahren (wegen des nasskalten Winterwetters) nun eingestellt hätte? In Pirmasens fahren so wenige Leute, dass man immer wieder drauf angesprochen wird.

Niemals! Sie meinte, sie würde öfters auf dem Rad in der Wohnung eine Stunde lang radeln, um sich fit zu halten. Ich hingegen brauche aber das Naturerlebnis. Wir waren uns darin einig: Hauptsache, man bewegt sich hin und wieder! Okay, wirklich „Spaß“ hatte die Tour an diesem Tag nicht gemacht, da es (entgegen der Vorhersagen) etwa die Hälfte der Zeit mehr oder weniger stark regnete. 🙁

E-Scooter (1)

Am 30. Januar fuhr vor mir einer mit einem „E-Scooter“ (also so eine Art motorisierter Tretroller) vom Kaufland-Parkdeck runter. Das Ding fuhr bestimmt um die max. 25 km/h. Anschließend fuhr er auf den Gehweg auf, überfuhr das Stop-Schild an der Ecke Pirminius- und Wiesenstraße, dann die rote Ampel an der Kreuzung Schäferstraße, fuhr auf dem schmalen Gehweg dabei mitten durch zwei (einen bösen Blick hinterherwerfende) Passanten, ein Stück weiter nochmal über die rote Ampel an der Kreuzung Höhstraße, und immer weiter mit ordentlich Tempo auf dem Gehweg. Dann verlor ich ihn erstmal aus den Augen. In der Lemberger Straße hielt am Zebrastreifen vorm Krankenhaus dann ein Auto vor mir an, weil der Anarcho-E-Scooteristi diesen überqueren wollte. Er schwang sich dann auch sehr schnell wieder auf seinen Flitzer und fuhr über den Zebrastreifen weiter Richtung Krankenhaus.

Ich kenne mich mit den Dingern nicht aus, aber grundsätzlich müssten das doch Kraftfahrzeuge sein, mit denen man die Fahrbahn benutzen muss und für die man ein Versicherungskennzeichen und einen Helm braucht? Für den Gehweg war das Teil auf jeden Fall viel zu schnell! Vor allem, wenn man bedenkt, dass auf Gehweg Radverkehr frei Radfahrer ja nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen…! Wenn er so weiterfährt, wird er (oder: werden seine Opfer…) auch auf andere Weise im Krankenhaus landen.

Dooring (4)

Später wurde ich dann in der ansteigenden Kornstraße beinahe von der Fahrerin eines blauen Automobils gedoort. Sie riss ihre Fahrertür ohne jeden Blick nach hinten einfach auf. Ich rief laut „Heeeey“, worauf Sie sich per Geste entschuldigte. Vielleicht hatte sie ja gedacht, dass in dem dichten Schneetreiben da sicher kein Radfahrer kommt. Glücklicherweise reichte der von mir gehaltene Sicherheitsabstand aus.

Alltagserlebnisse (Teil 89)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Vorfahrt (21)

Hab mal wieder was vergessen. 😉 Am 18. Dezember war ich ja im Bereich Johanniskreuz unterwegs und befuhr die L 499 in Richtung Heltersberg. An der Einmündung der K 29 mit dem schönen Namen „Am Kastanienbäumchen“ sah ich von rechts einen Rennradfahrer kommen. Ich grüßte kurz mit einem Kopfnicken. Wenige Sekunden später höre ich Bremsgeräusche und Hupen. Der Rennradler hatte dem Geländewagen, der mir entgegenkam, die Vorfahrt genommen! „Übersehen“ geht also tatsächlich auch in die umgekehrte Richtung.

Platten (12)

Jetzt hab ich vorerst mal die Schnauze voll vom Conti „Town & Country“! Als ich am 19. Dezember losfahren wollte, bemerkte ich, dass im Hinterreifen einmal mehr kaum noch Luft war. Scheinbar wurde der Mantel am Vortag schon wieder von irgendetwas durchstochen. So montierte ich halt wieder den „Rapid Rob“ von Schwalbe. Jetzt im glitschigen, typisch europäischen nasskalten Siffwinter isses nie verkehrt, wenigstens etwas Profil auf dem Hinterrad zu haben.

Gepöbel (9)

Dass hin und wieder Autofahrer Radfahrern die Nutzung von Straßen „untersagen“ möchten, ist ja nix Ungewöhnliches. Umso alberner finde ich es, wenn sich auch noch Zweiradfahrer über die Anwesenheit von Radfahrern auf stinknormalen Landesstraßen aufregen. So auch am 20. Dezember auf der L 700 in Richtung Frankreich; ein Lkw hatte mich grade mit dem vorbildlichsten Abstand komplett auf der Gegenfahrbahn überholt, als ich direkt aus dessen Windschatten heraus ein (von einem Helm gedämpftes) „Donäwe is e Fahrradwäch“ vom Fahrer einer laut knatternden Motocross-Maschine vernahm.

Sorry, das ist kein „Fahrradweg“! Der führt einen nämlich ganz woanders hin und ist auch von der L 700 aus gar nicht legal erreichbar. Schon im zweiten Teil dieser Reihe erläuterte ich damals einem jungen Autofahrer, warum ich diese Straße – und den zufällig daneben verlaufenden Weg hingegen nicht – benutzen darf. Ich hätte es dem Knatterradler auch gerne erklärt, wenn er nach links auf den Standstreifen gefahren wäre, was ich mit dem Arm andeutete. Er fuchtelte aber lieber weiter empört mit den Armen rum und zog von dannen.

Geschwindigkeit (16)

Der Schlenker über Frankreich war dieses Mal relativ kurz. Auf der D 86 zwischen Waldhouse und Walschbronn steht schon seit einiger Zeit eine elektronische Anzeige, die den Verkehrsteilnehmern die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt. Während ich auf jene zufuhr, überholte mich ein Auto mit deutschem HN-Kennzeichen (Heilbronn). Auf der Anzeige leuchtete ein „! Attention !“ und „! Ralentir !“. Erst kurz bevor er vorbei war, wurden in roter Schrift 55 km/h angezeigt.

Gentlemen (29)

Abschließend ging es die L 484 von Niedersimten hinauf nach Pirmasens. Rechts daneben liegt ein Hochbord-Gehweg. Die Freigabe jenes Weges hatte ich schon vor langer Zeit der Pirmasenser Straßenverkehrsbehörde vorgeschlagen – aber das hat man wohl vergessen oder es ging wegen der zahlreichen anderen Hinweise unter. Jedenfalls würde man ja vermuten, dass wenn man da als Radfahrer im Feierabendverkehr den Berg mit 15 km/h hochfährt, dass dann haufenweise Autofahrer wild herumhupen würden, weil die meinen, der müsse auf dem Weg daneben fahren. Ist mir dort aber bislang nicht ein einziges Mal passiert! Auch nicht am 20. Dezember. Ein Fahrer eines silbernen Mercedes fuhr sogar rund 500 m lang brav, mit ausreichendem Abstand hinter mir her. Er wollte sogar dann nicht überholen, als ich ihm per Handzeichen signalisierte, dass hinter der Kurve keiner kommt.

Hupen (64)

Am 22. Dezember erdreistete ich mich mal wieder, die L 497 zu befahren. In Höhe des Freizeitgeländes am Minigolfplatz überholte mich der Fahrer eines schwarzen BMW-Monster-Trucks und hupte dabei. Das Wegelchen rechts hinter den Büschen ist aber nur ein Gehweg – und der noch nicht einmal straßenbegleitend.

Wetter (6)

Ich muss mal wieder kurz über dieses gegenwärtige, ekelhafte Sauwetter schimpfen! Etwas später erwischte mich nämlich hinter Rodalben dann doch mal wieder ein richtig intensiver Regenguss. Mich im Wald unter ein paar Tannen unterstellen brachte irgendwann auch nix mehr, wenigstens hatte ich in weiser Voraussicht meine Regenjacke mitgenommen. Meine Handschuhe konnte ich aber dann trotzdem auswringen und die Hosen waren ebenfalls klatschnass. Ich brach meine geplante Runde dann ab und fuhr retour Richtung Pirmasens.

Gehwegradlerin (57) in Einbahnstr. (19)

Nach einem Einkauf sah ich dann mal wieder was ganz Seltenes: Eine Radfahrerin – in Pirmasens! Weniger selten war, dass jene auf dem aus ihrer Sicht linken Gehweg entgegen der Einbahnstraße Bogenstraße unterwegs war. Anschließend ging es dann auch auf dem linken Gehweg der Winzler Straße weiter. Wegen abgestellter Mülltonnen und zwei Passanten musste sie dann auch anhalten.

Alltagserlebnisse (Teil 63)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Überholmanöver (134)

Gleich zwei Autos nacheinander überholten mich am 28. August während einer Tour Richtung Nordpfalz auf der L 465 auf der langen und übersichtlichen Strecke zwischen Käshofen und Rosenkopf bei voller Geschwindigkeit mit dafür äußerst dürftigem Seitenabstand von ca. 60 cm.

Rotlicht (19) & Gehwegradlerin (39)

In Waldmohr legte ich am Norma einen kleinen Stop ein und mampfte zwei Laugenstangen. Währenddessen befuhr eine Frau die Weiherstraße in westlicher Richtung zur dortigen Kreuzung mit der B 423. Vor der roten Ampel wechselte die Schlaubergerin auf den Gehweg, auf dem sie dann halt rechts abbog. Ich frage mich immer, ob die Leute ernsthaft glauben, wenn sie eine rote Ampel rechts auf dem Gehweg umfahren und dabei erwischt werden, müssten sie nur ein Ticket fürs Gehwegradeln bezahlen…!?

Überholmanöver (135)

Keine Ahnung, vielleicht ist es sogar immer derselbe Busfahrer der QNV, der mich ständig überall an allen Ecken und Enden durch enges Überholen gefährdet. Am 29. August wurde ich nämlich erneut von einem Bus dieses Unternehmens auf der L 478 zwischen Bobenthal und St. Germanshof äußerst eng überholt und förmlich geschnitten. Und dies, obwohl kein Gegenverkehr kam.

Überholmanöver (136)

Lieb gemeint – aber letzten Endes wieder mal beim Überholen an unübersichtlicher Stelle den Gegenverkehr gefährdet. So kann man den Überholvorgang eines Baustellen-Lasters mit Anhänger am 29. August auf der B 427 am Sattel zwischen dem Dickenberg und dem Eilöchel beschreiben. Er wechselte in diesem kurvigen Bereich fast komplett auf die Gegenspur, kam dann aber nicht mehr zeitig nach rechts. Der entgegenkommende Audi wäre fast noch vom Anhänger gestreift worden.

Zebrastreifen (3)

Die letzten beiden Tage war es etwas ruhiger; ich war allerdings auch nicht besonders viel unterwegs. ;o) Am 31. August hielt ich am Stop-Schild an der Einmündung Berliner Ring – Blocksbergstraße. Auf dem Zebrastreifen rechts von mir überquerte grade eine Familie mit Kinderwagen die Blocksbergstraße. Eine von rechts kommende Fahrerin eines grauen Pkw bretterte ohne jede Verlangsamung oder Rücksicht auf deren Vorrang über den Fußgängerüberweg.

Platten (5)

Am gleichen Tag fuhr ich mit MTB auf einem Forstweg über ein regelrechtes Brombeeren-Knäuel. Es hätte mich gewundert, wenn sich dabei nicht wieder einer der Stachel in einen der Reifen gebohrt hätte. So musste ich am folgenden Morgen dann auch feststellen, dass der Reifen am Hinterrad platt ist. Es war der Erste im „Town & Country“ nach > 4.500 km.

Stopschilder (31)

Am 1. September wurde mal wieder das Stop-Schild in der Pirminiusstraße vorm Kaufland von einem Linksabbieger ignoriert. Die Besonderheit war, dass an der Ampel zur Schäferstraße in dem Moment grade ein Streifenwagen stand. An jenem fuhr ich dann auf der Rechtsabbiegespur vorbei. Glücklicherweise hatte die Besatzung keine Lust, mich wegen meiner fehlenden Front- und Heck-Reflektoren am Rennrad an der Weiterfahrt zu hindern. ;o)

Gehwegradler (40)

Am 2. September befuhr ich mal wieder die Lemberger Straße stadteinwärts. Auf der anderen Straßenseite kamen mir zwei Radfahrer entgegen. Einer fuhr auf dem „Schutzstreifen“, der andere auf dem Gehweg. An der Einfahrt zur Villa Löser bekam der Gehwegradler dann Gesellschaft. Okay, ich halte „Schutzstreifen“ für überflüssig – aber die Szene war wieder vollkommen typisch für Radfahrer in Pirmasens, die man wirklich in bestimmt 90 % der Fälle auf Gehwegen rumfahren sieht.

Gepöbel (7)

Okay, kann auch als Späßchen gemeint gewesen sein, aber der Ton war nicht besonders freundlich. Ein paar Minuten später befuhr ich die Blocksbergstraße (Rtg. Westen). Ein Stückchen hinter dem Zebrastreifen lief grade ein älterer Mann auf der Fahrbahn zu seinem auf dem Seitenstreifen geparkten Auto. Auf dem Messplatz ist übrigens grade „Grenadier Markt“ (nur echt mit Deppenleerzeichen). Als ich vorbeifuhr, rief er mir laut „Licht anmachen!“ hinterher. Ich entgegnete, es sei (um 17:45 Uhr!) noch lange nicht Abend. Die Wolkendecke war heute zwar besonders trist und grau – so dunkel, dass man Licht gebraucht hätte, war es aber definitiv auch nicht.

Alltagserlebnisse (Teil 51)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Stopschilder (22)

Ja – Stopschildverstöße sind langweilig. Ganz sinnlos werden sie aber meist halt doch nicht aufgestellt. Am 21. Juli befuhr ich von der L 497 kommend die Hauptstraße in Rodalben. Von Rechts mündet die bevorrechtigte (und nebenbei sehr steile) Straße „Zum Lohn“ ein. Die zwei Autos vor mir fuhren jeweils ohne Halt und recht zügig am Stop-Schild vorbei.

Parken (17 & 18)

Am Abend des 22. Juli befuhr ich nach einer kleinen Ewigkeit mal wieder die Homburger Straße zwischen Einöd und Zweibrücken. Da die blauen Schilder immer noch hingen, ging diese Tage eine wütende e-mail an den (evtl. neuen) Sachgebietsleiter der Zweibrücker Straßenverkehrsbehörde raus. Jedenfalls parkte erst wieder einer ziemlich genau an der gleichen Stelle wie der hier mitten auf dem Weg – und auch an der Oltschstraße stand einer (mit eingeschaltetem Warnblinker) mitten auf dem schmalen Wegelchen vor dem Autohändler. Ich breitete dann etwas theatralisch fragend beide Arme aus (Selbstanzeige nach § 23 Abs. 3 S. 2 StVO…) :oP – und wurde vom noch im Auto sitzenden Fahrer auch noch nachgeäfft!

Geisterradler (30)

Bei Contwig befuhr ich ausnahmsweise mal wieder den eigenständigen Geh- und Radweg entlang des Schwarzbachs. Jener folgt dem leicht mäandrierenden Hauptfluss der Westpfalz. Wegen des starken Bewuchses mit Büschen und teils über 2 m hohem „Drüsigem Springkraut“ am Seitenrand ist die Sicht recht bescheiden. Hinter dieser Rechtskurve kam mir ein E-Biker, der neben seiner Freundin herfuhr, auf meiner Fahrbahnhälfte entgegen. Viel gefehlt hat nicht; wäre ein „klassischer“ Radweg-Frontal-Kollisions-Unfall gewesen.

Gepöbel (6)

Nicht gehupt, aber laut „Ey!“ aus dem Seitenfenster geblökt hatte am 23. Juli der in der Gegenrichtung (nach Pirmasens) unterwegs seiende Fahrer auf der B 270 kurz vor dem Ende des vierspurigen Abschnitts. Sollte wohl den üblichen „Was-erlaube-Radfahrer?“-Huper ersetzen.

Hupen (34)

Auch am 23. Juli gab es mal etwas Ungewöhnlicheres: Weil mich der Fahrer eines Autos auf der L 395 zwischen Vogelweh und Einsiedlerhof wegen Gegenverkehrs nicht gleich überholen wollte, wurde dieser vom dahinter befindlichen Motorradfahrer angehupt.

Hupen (35)

Auch nicht einverstanden mit meiner Anwesenheit auf der Ramsteiner Umgehungsstraße (L 356) war etwas später ein älterer Autofahrer bei Miesenbach. Er hupte bei der Vorbeifahrt, wenn auch ganz zaghaft. Der parallele Weg auf der Nordwestseite ist nicht straßenbegleitend und auch nur mit Verbot für Fahrzeuge aller Art Radverkehr frei beschildert.

Hupen (36)

Auch eher ungewöhnlich war der Huper, den sich am 24. Juli der vor dem Zebrastreifen an der östlichen Kreiselausfahrt in Niederauerbach in der Hofenfelsstraße anhaltende Autofahrer von seinem Hintermann einfing. Es werden also wahrlich nicht nur Radfahrer grundlos von Idioten angehupt. Nebenbei: Nördlich des Zebrastreifens steht noch ein einzelnes, einsames Gemeinsamer Geh- und Radweg, welches wohl damals bei der Umbeschilderung zu Gehweg Radverkehr frei vergessen wurde. Ich hatte schon vor Monaten die Zweibrücker Stadtverwaltung drauf hingewiesen – es steht immer noch. Und ich erlaube mir, es stets und ohne jedes schlechte Gewissen zu missachten! :oP

Gehwegradler (31)

Normalerweise erwähne ich Gehwegradler hier ja nur, wenn sie gleich in mehrfacher Hinsicht gegen die StVO verstoßen. Ich schätze mal, dass ich hier also auch nur 10 % derer erwähne, die ich tagtäglich auf Gehwegen herumfahren sehe. Formell hatte der Rentner auf einem E-Bike am 24. Juli auch nicht mal viel verkehrt gemacht, als er mich (auf dem Rennrad auf der Fahrbahn fahrend) rechts auf dem Gehweg Radverkehr frei der Bahnbrücke Richtung Jägersburg überholte (im blauschildanarchistischen Homburg sind Gehwegfreigaben übrigens eine absolute Rarität). Mein verletzter Stolz als Rennradler ist wohl der Grund, warum ich es nicht gutheißen kann, wenn mit 25 oder 30 Sachen mit E-Bikes über Gehwege – und dann auch noch rechts an mir vorbeigerauscht wird. ;oP

Hupen (37)

Den Komiker mit Völklinger Kennzeichen, der mich ebenfalls am 24. Juli auf der L 118 überholt und angehupt hat, hatte ich ja auch schon in meinem Bericht zum bebläuten Irrweg erwähnt.

Stopschilder (23)

Als ich ein paar Minuten zuvor vorne an der Einmündung „In den Rohrwiesen“ stand und fotografierte, fuhr auch einer ohne große Verlangsamung über das dortige Stop-Schild und bog links ab. Das Schild macht dort aufgrund der beiden Richtungsfahrbahnen meiner Ansicht nach auch durchaus Sinn.

Alltagserlebnisse (Teil 30)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gehweg- und Geisterradler (14)

Am Abend des 23. April befuhr ich die Turn- und Bahnhofstraße (K 6) in Pirmasens in südlicher Richtung. Aus der Einmündung „Im Grundbirngarten“ kam ein MTB-Fahrer auf dem aus seiner Sicht linken Gehweg die steile Straße heruntergefahren und bog auf den parallel zur Turnstraße verlaufenden (linksseitigen) Anlieger- und Gehweg ein (den ich in der anderen Richtung gerne per Zeichen 250 StVO  freigegeben sähe). Das darf er eigentlich grundsätzlich nicht, da an dieser Stelle per  nur das Rechtsabbiegen erlaubt ist.

Er musste anschließend auch drei Fußgänger passieren. Es ging mit ordentlich Tempo weiter Richtung Bahnbrücke; ich musste ordentlich kurbeln, um dranzubleiben. Die Einmündung (der abknickenden Turnstraße) vor der Bahnbrücke wurde recht sorglos überquert, anschließend ging es mit über 35 km/h dann den Gehweg (in nördliche Richtung per Zeichen 239 StVO  freigegeben – in Schrittgeschwindigkeit…) auf der abschüssigen Brücke hinab, wo er dann nach links zum Hauptbahnhof abbog. 🙄

Stopschilder (11 + 12)

Am 25. April fuhr an der Ecke Pirminius- und Wiesenstraße mal wieder jemand (immerhin ganz langsam) über die Haltelinie des dortigen Zeichen 206 StVO. Ich seh dort auch generell nur ganz selten mal jemanden, der anhält. Wenn die Ampel zur Kreuzung Schäferstraße grade auf Grün gesprungen ist, geht es meist Vollgas drüber. 🙄 An der Stelle frage ich mich regelmäßig, warum dort überhaupt eine abknickende Vorfahrtstraße eingerichtet ist? Nach meinen Beobachtungen kommt der überwiegende Verkehr vom Kaufland die Pirminiusstraße herunter bzw. fährt dorthin. Das muss ich beim nächsten Termin bei der Straßenverkehrsbehörde mal ansprechen.

Wenig später huschte dann noch der Fahrer eines dunkelblauen Ford Focus ohne anzuhalten über das Zeichen 206 StVO an der Einmündung der K 88 K 36 (bei OSM falsch dargestellt) nach rechts in die L 496 (Umgehung Münchweiler).

Gehwegradlerin (15) inkl. Rotlicht (5)

Am 26. April befuhr ich die Contwiger Hauptstraße (L 471) in Richtung Zweibrücken. Ich rollte wegen roter Ampel an der Kreuzung Bahnhof- / Gutenbrunnenstraße gemütlich aus. Ein Stück vor mir fuhr eine Radfahrerin (immerhin auf der Fahrbahn – Halleluja!), die aber dann auf den rechten Gehweg wechselte und dabei beide rot zeigenden Ampeln (die für Fahr- und Fußverkehr) überfuhr. Dabei fiel mir noch auf, dass ihr Vorderreifen quasi völlig platt war, der Hintere hatte auch kaum noch Luft. Fraglich, ob ihr das überhaupt bewusst war? Ich seh nämlich sehr oft Leute durch die Gegend eiern, die offenbar vom Reifenaufpumpen noch nie was gehört haben.

Gepöbel (5) & Hupen (23)

Es ging weiter in den Bliesgau. Eigentlich wollte ich von Webenheim kommend (dem dortigen „Turbokreisel“ werde ich mich bei Gelegenheit auch mal widmen…) hinter Mimbach über die L 103 Richtung Altheim. Aber da mir bereits direkt am Beginn des absurden Blauwegs entlang der L 105 auffiel, dass dort immer noch exakt die gleichen Scherben (einer braunen Bierflasche) lagen, die ich am 14. Februar im Rahmen meines formlosen Überprüfungsantrags dem zuständigen Straßenverkehrsamt gemeldet hatte (man versprach eine Weiterleitung), wollte ich dann schauen, ob die Blauschilder noch stehen – und wie der Weg dort weiter hinten aussieht. Auch hier funkelte der Sonderweg wieder aufgrund hunderter feiner Glasscherben wie eine Discokugel. Ich beschloss daraufhin, wegen Unbenutzbarkeit auf die Fahrbahn zu wechseln. Zumal ich eh der Ansicht bin, dass ein rechts stehendes Zeichen 240 StVO mit Pfeil nach links kein wiederholendes Zeichen 240 StVO auf der linken Seite erübrigt – und dort folglich sowieso keine linksseitige Benutzungspflicht vorliegt.

Kurz darauf überholte mich jedenfalls ein Fahrschulauto, welches (wie üblich, so verkehrsregelgetreu fährt man im Leben nie wieder Auto…) eine gewaltige Schlange hinter sich herzog. Aus dem Seitenfenster eines roten BMW (etwa das 7. Auto in einer bestimmt 15 Autos umfassenden Schlange) kam dann der kluge Ratschlag: „Da drüben ist ein Radweg!“ Ich entgegnete: „Der ist voll mit Scherben“! Der junge Mann steuerte dabei vor lauter aufgeregtem Mitteilungsbedürfnis seinen Schlitten beinah noch in die Leitplanke am Straßenrand. 🙄 In dem Fall war es doch eh vollkommen egal, ob ich dort auf der Fahrbahn fahre oder nicht – wegen des Fahrschulautos kam eh keiner schneller ans Ziel…

Ich drehte dann etwa in der Mitte der Strecke rum und probierte nochmal kurz aus, ob es da auch scherbenfreie Abschnitte gibt – aber das war quasi aussichtslos. Da ich den tollen Sonderweg nun auch noch rechts von mir liegen ließ (die ultimative Provokation…!), gab es noch einmal bei der Vorbeifahrt eines Autos (obwohl er ohne Gegenverkehr problemlos vorbeizog) einen längeren Huper.

Ich sags ja: Radwege dienen zu nix anderem, als das Verkehrsklima zu vergiften und zur Animation primitiven Revierverhaltens von Autofahrern. 😈

Alltagserlebnisse (Teil 16)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Überholmanöver (26)

Kommt davon, wenn man die einheimischen Autofahrer pauschal lobt, da werden sie gleich übermütig. 😉 Am 23. Februar befuhr ich den von mir schon mehrfach kritisierten „Schutzstreifen“ in der Blocksbergstraße; da dieses Mal keine oder nur wenige Autos parkten, eher mittig als am inneren linken Rand. Etwa 25 Meter vor mir bemerke ich einen älteren Anwohner seelenruhig in sein Auto einsteigen, die Tür ragt weit in den Schutzstreifen hinein. Ich weiche daher noch ein Stück an den inneren linken Rand des Streifens aus – und werde trotz Gegenverkehrs von einem dicken BMW mit vielleicht 30 oder 40 cm Abstand überholt. 😡 Das hat dem Fahrer dahinter wohl Mut gemacht- denn auch dieser überholte kurz hinter der Einmündung der Poissystraße in fast der gleichen Art und Weise. 🙄

Rotlicht (1)

Kurze Zeit später sehe ich auf meiner Fahrt in der Adlerstraße an der Ampelkreuzung Berliner Ring vor mir einen Autofahrer bei Dunkelrot noch über die Ampel huschen…

Geschwindigkeit (1)

Und gleich noch eine Premiere! Zumindest seit dem Start meiner Aufzeichungen. 😉 Ein paar Minuten später ergab sich auf der L 484 zwischen Pirmasens und dem Stadteil Niedersimten dann mal eine seltene Gelegenheit, Verstöße gegen die angeordnete Höchstgeschwindigkeit mittels Blick auf den eigenen Tacho eindeutig festzustellen. Dort gilt vor allem wegen des abschüssigen und kurvigen Abschnitts ein Tempolimit von Zeichen 274-50 StVO. Mit meinem Rennrad fuhr ich zw. der ersten und zweiten Rechtskurve grade so um die 48 bis max. 53 km/h. Trotzdem wurde ich (natürlich) von einem Lieferwagen als auch einem BMW mit deutlichem Geschwindigkeitsüberschuss überholt.

Überholmanöver (27)

Taugt eigentlich auch als Nr. 2 in Sachen Geschwindigkeit. Gegen Ende meiner samstäglichen Tour am 24. Februar überholte in der Blocksbergstraße ein laut röhrender, getunter Kleinwagen einen Lieferwagen, während jener mich grade selber (angemessen) überholte. Die Strecke liegt innerhalb der geschlossenen Ortschaft Pirmasens – und da sind 70 km/h (die er locker gefahren sein dürfte) doch „etwas“ zu schnell. 🙄

Überholmanöver (28)

Irgendwie hatte ich es am frühen Nachmittag des 27. Februar schon kommen hören – der Fahrer des von hinten nahenden Auflieger-Kipplasters wird in der langgezogenen Linkskurve auf der L 497 unweit der Imsbacher Mühle nicht langsamer machen – und mich einfach überholen. Ich sah, dass Gegenverkehr kam, streckte noch warnend meine linke Hand nach unten aus – aber er donnerte gnadenlos an mir vorbei. Der Gegenverkehr durfte dann wohl auf den Grünstreifen ausweichen… 🙄 Ich wich ebenfalls vor dem Vorbeipreschen sicherheitshalber mit dem MTB auf das Grün aus. Dass da eine durchgezogene Mittellinie ist, erklärt sich von selbst.

Gepöbel (4)

„Raaaadwäääg“ war so ziemlich das Einzige, was ich (keine zwei Minuten nach dem rasanten LKW) vom Geblöke aus einem Beifahrer-Seitenfenster verstehen konnte. Ja, nee – is klar! 😈 In der Tat, es gibt da zwischen Rodalben-Neuhof und Münchweiler einen durchaus brauchbaren, gut asphaltierten „Radweg„. Leider haben wir aber grade richtig Winter – und wie da selbst wichtige eigenständige Radwege aussehen, hab ich ja grade erst hier geschildert. Zumal – wer Richtung Merzalben will, dem nützt dieser Weg rein gar nix. Und auch sonst muss man sich als Radfahrer nicht dafür rechtfertigen, eine Landstraße zu benutzen! 😎

Geschwindigkeit (2)

Auch immer wieder „schön“ sind Überholvorgänge in Tempo-30-Zonen. 🙄 Da die Winzler Straße mal wieder gesperrt ist, fahre ich stadtauswärts ab der Ampel Leinenweberstr. meist über die Johannesstraße, „An der Priesterwiese“ und „In der Walsterwiese“ zum Kreisel Arnulfstraße. Am frühen Abend des 27. Februar fuhr ich in der Johannesstraße rund 25 km/h, als mich ein schon an der vorherigen Ampel hinter mir wartender BMW (auffällig oft vertretene Marke übrigens…) mit ordentlich Karacho überholte. Ich sah ihn dann noch ohne jede Temporeduzierung (Rechts vor Links?) über die nächste Kreuzung (Hornbacher Str.) zurück zur Winzler Straße rasen.