Aus dem Polizeibericht (Teil 53)

In Lingenfeld stürzt ein 51-jähriger aus unbekannten Gründen schwer. Ein 20-jähriger wird auf einem Feldweg bei Rülzheim beim Zusammenstoß mit einem Pkw schwer verletzt. Mit 2,51 Promille kracht in Kaiserslautern ein 27-jähriger in einen geparkten Pkw. In Thaleischweiler-Fröschen wird das Umfeld der Grundschule von Eltern-Taxis belagert. Die Fahrradstreife konzentriert sich in Kaiserslautern bei ihrer Arbeit weiter hauptsächlich auf Fußgänger und Radfahrer. Und ebenfalls in Kaiserslautern fliegt ein 23-jähriger Gehwegradler an einer Grundstückszufahrt über den Lenker. „Aus dem Polizeibericht (Teil 53)“ weiterlesen

Ach, macht doch was ihr wollt…!

Dies dachte ich mir, nachdem ich den Artikel des Pfälzischen Merkurs zu einer „Sondersitzung“ des Zweibrücker Bau- und Umweltausschusses gelesen hatte. So radelte gestern Abend (als ich im Pirmasenser Rathaus dem 3. Runden Tisch zum Verkehrsentwicklungsplan beiwohnte) ein größerer (scheinbar durchweg behelmter) Trupp durch Zweibrücken, um das „Radeln im Stadtgebiet sicherer“ zu machen. Mittels „umfassendem Radwegekonzept“. Wer den Widerspruch findet, darf ihn behalten. „Ach, macht doch was ihr wollt…!“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 132)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gegenverkehr (16)

Am Vormittag des 3. August war ich in der Felsalbstraße in Vinningen (Tempo-30-Zone, reines Wohngebiet) unterwegs. Kurz hinter dem Abzweig „Im Brühl“ hielt hinter einem anderen geparkten Pkw ein kleinerer, weißer Lieferwagen, dessen Beifahrer grade wieder eingestiegen war. Obwohl der Fahrer des Gefährts mich die Straße hochfahren sah, zog er einfach am geparkten Auto vorbei auf die andere Fahrbahnhälfte und passierte mich somit mit vielleicht 30 oder 40 cm Abstand. Und so „viel“ war es auch nur deshalb, weil ich noch nach rechts ausgewichen bin.

Überholmanöver (297)

Da war der Fahrer eines dunkelblauen Benz-Cabrios wohl sauer, dass ich am 4. August den mit Gehweg Radverkehr frei beschilderten Weg an der K 6 zwischen Winzeln und Pirmasens nicht benutzte, denn er überholte mich im Bereich der südlichen Zufahrt trotz freier Gegenfahrbahn wohl vorsätzlich sehr eng. Oder er wollte nur die durchgezogene Linie nicht überfahren. Man weiß es nicht.

Vorfahrt (48)

Guten Appetit! Etwas später befuhr ich den Kreisverkehr (eigentlich ein Oval) am Dr.-Robert-Schelp-Platz. Von der Herzogstraße sah ich von rechts einen jungen Mann in einem alten roten Golf mit seiner Lebensgefährtin auf dem Beifahrersitz angefahren kommen. Der grade ein Brot Mampfende sah mich ebenfalls. Aber da das ja „nur ein Radfahrer“ ist, kann man dem natürlich einfach die Vorfahrt nehmen und ungebremst in den Kreisel einfahren und den Radfahrer somit ausbremsen.

Parken (42)

Laufende Nr. 14 der Anlage 2 zur StVO (Zeichen 224):

Ge- oder Verbot
Wer ein Fahrzeug führt, darf bis zu 15 m vor und hinter dem Zeichen nicht parken. Es sei denn, man muss grade schnell wohin, dann erlischt dieses Verbot, wenn man den Warnblinker einschaltet. 😉

Den 2. Satz hat sich wohl eine ältere Dame dazugedichtet, die am 5. August die Bushaltestelle in der Pirmasenser Straße in Lemberg dafür benutzte, ihr Auto zu parken und gegenüber was zu erledigen. Ein grade ankommender Bus hupte vergeblich; die Fahrgäste mussten dann halt auf der Fahrbahn aussteigen. Ich wartete für einen Moment, bis die Fahrerin wieder angetrottet kam. Dies geschah etwa 3 Minuten, nachdem der Bus wieder abgefahren war.

Überholmanöver (298)

Apropos Busse. Später donnerte dann mal wieder ein Bus der QNV auf der B 427 äußerst eng in der langgezogenen Linkskurve vor dem Abzweig zum Neudahner Weiher an mir vorbei. Vermutlich wollte er mich somit auf den teils nur geschotterten (inoffiziellen) Parkstreifen vertreiben. Später sah ich übrigens noch einen QNV-Busfahrer, der die Haltestelle in Dahn-Reichenbach mit dem Handy am Ohr ansteuerte.

Überholmanöver (299)

Komplett unnötig war das, was der Fahrer eines schwarzen Kastenwagens mit SÜW-Kennzeichen in Bundenthal vollführte, als er mich direkt am Beginn des Kopfsteinpflaster-Abschnitts vor dem Rechtsknick mit ca. 40 cm Abstand überholte und auch noch schnitt.

Gespräche (40)

Es ging an diesem Tag an den Seehof, weshalb ich wieder mal den Gepäckträger ans Rad geschraubt hatte, um darauf das Badetuch etc. zu transportieren. Es handelt sich dabei nur um ein relativ simples Modell mit einfacher Befestigung mittels Platte und vier Innensechskant-Schrauben an der Sattelstütze. Jedenfalls fiel mir auf der K 92 vor Ruppertsweiler auf, dass er sich etwas auf die Seite verschoben hatte. Ich hielt dann am Fahrbahnrand, holte den Inbus raus, richtete ihn gerade und schraubte das Ding nochmal ordentlich fest. Als ich grade fertig war, fragte ein entgegenkommender Rennradfahrer, ob er mir helfen könne. „Nein, Danke – hab nur den Gepäckträger wieder geradegerichtet“. So hilfsbereit dürften gerne alle Radfahrer sein!

Überholmanöver (300)

Am 6. August überholten mich im unteren Bereich der Bärenhalde von Rodalben hinauf nach Pirmasens innerhalb von nur wenigen hundert Metern gleich drei Autofahrer mit teils äußerst dürftigem Seitenabstand. Obwohl ich wirklich nicht ganz weit rechts am Rand fuhr, zwängte sich der erste trotz Gegenverkehr an mir vorbei.

Gehwegradler (82)

Gegen Abend war ich nach einem Einkauf im „neuen“ Kaufland in Richtung des Fehrbacher Kreisels unterwegs. Ja, ich benutze dabei in aller Regel für die Einfahrt in die Tiroler Straße eben den bereits vorhandenen Durchgang – und fahre dann eben quer über die Gegenfahrbahn in diese Straße ein. Halte ich auch für legal. Das von mir geforderte „Schlupfloch“ hat der Oberbürgermeister übrigens inzwischen abgelehnt. Man könne ja auch durch die Straßem „Am Kilianskopf“ und „Am Kuttelbrunnen“ fahren. Ja, sicher – kann man. Mit Schrittgeschwindigkeit. Denn das sind verkehrsberuhigte Bereiche…!

Jedenfalls konnte ich wegen des in diesem Moment sehr dichten, fließenden Verkehrs nicht sicher nach links wechseln und musste in Höhe der Lieferantenzufahrt zum Media-Markt warten, bis ich „durch diese Hohle Gasse“ schlüpfen konnte. Dabei fielen mir zwei Gehwegradler auf, die eben den linksseitigen Gehweg benutzten, um in die Tiroler Straße zu gelangen. Dabei begegneten sie einem dritten Gehwegradler, der in der entgegengesetzten Richtung unterwegs war – und der bei der Begegnung um ein Haar mit dem Lenker am Bushäuschen hängen geblieben wäre.

Jedenfalls mache ich die Stadtverwaltung am kommenden Dienstag auch mitverantwortlich dafür, dass man in Pirmasens an allen Ecken und Enden Radfahrer auf den Gehwegen rumfahren sieht. Denn es steht endlich der 3. Runde Tisch zum neuen Pirmasenser Verkehrsentwicklungsplan auf dem Programm. Eigentlich wollte ich hierfür auch eine Ideen- und Maßnahmenliste entwerfen – aber die Stadt zeigt ja, dass sie absolut Null Interesse am Thema Radverkehr hat.

Aus dem Polizeibericht (Teil 51)

In Pirmasens kollidiert eine 16-jährige Gehwegradlerin an einer Grundstückszufahrt mit einem Pkw. Gleich zwei Gehwegradler (19 und 20 Jahre alt) kollidieren in Landau miteinander. Ebenfalls in Landau war ein besoffener 39-jähriger auf dem Rad unterwegs. Trotz (oder wegen?) Radweg und „Schutzhelm“ wird in Rheinzabern ein 51-jähriger bei einer Fahrbahnquerung schwer verletzt. In Zweibrücken hat ein 11-jähriger enormes Glück, als es auf einer Kreuzung wegen eines Ampelausfalls zu einem schweren Unfall zwischen zwei Pkw kommt. Nochmal zwei betrunkene Torkelradler fielen der Polizei in Heinzenhausen und Landau auf. „Aus dem Polizeibericht (Teil 51)“ weiterlesen

Was bist du denn für einer?

Auch auf die Gefahr hin, dass der Feind mitliest…! 😉 In der BASt-Studie V 184 (Unfallrisiko und Regelakzeptanz von Fahrradfahrern) wurde schon vor vielen Jahren festgestellt, dass es eigentlich keiner Benutzungspflicht bedarf, weil ein Großteil der Radfahrer sich freiwillig von der Fahrbahn auf alles verzieht, was auch nur halbwegs nach „Radweg“ ausschaut. Sei der Zustand dieser „Infrastruktur“ noch so beschissen oder gefährlich. Trotzdem wird allgemein immer so getan, als seien der Bau von Radwegen und vor allem die unvermeidlichen blauen Schilder unbedingt notwendig. Allerdings fällt hier und da den Behörden immer wieder mal (teils über Jahre) nicht auf, dass es ja überhaupt gar keine Gemeinsamer Geh- und Radweg (oder neuerdings auch Piktogramme) gibt, die den Radfahrern überhaupt eine legale Möglichkeit gäben, von der Fahrbahnradelpflicht gem. § 2 (1) S. 1 StVO „befreit“ zu werden. „Was bist du denn für einer?“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 49)

In Neustadt missachtet eine linksabbiegende Autofahrerin den Vorrang einer geradeausfahrenden, 56-jährigen. In Pirmasens verliert ein Radfahrer einen Geldbeutel, der dem Finder umgehend entrissen wird. Ein rücksichtslos überholender Radfahrer bringt in Kaiserslautern einen 31-jährigen zu Fall. Einem 27-jährigen wird ebenfalls in Kaiserslautern in einer Spielstraße die Vorfahrt genommen. Anlässlich eines Alleinunfalls eines 53-jährigen E-Bikers in Kreimbach-Kaulbach gibt die Polizeidirektion Tipps für sichereres Gehwegradeln. Ein 59-jähriger Torkelradler mit über 2 Promille wird in Edenkoben aus dem Verkehr gezogen. Ebenfalls mit über 2 Promille war ein 79-jähriger in Wörth betankt, der sich bei einem Sturz schwer verletzt. Bei Hatzenbühl stürzt eine 76-jährige beim Anhalten. Im Kurpark in Bad Dürkheim kollidieren zwei Radfahrerinnen. „Aus dem Polizeibericht (Teil 49)“ weiterlesen

Es tut sich was in Zweibrücken

Durch die Kommentare zu einem meiner allerersten Blogbeiträge betreffend die Zustände in der Homburger Straße in Zweibrücken erfuhr ich, dass die Stadtverwaltung Zweibrücken nun tatsächlich tätig geworden ist und die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben hat. Man behielt dabei eine gewisse Tradition bei – und überklebte das Radsymbol auf den teils uralten Verkehrszeichen, die auch eine Geisterradelpflicht in Richtung Saarland bewirkten. Warum man die Dinger nicht einfach hat abschrauben lassen, ist für mich allerdings auch nicht wirklich nachvollziehbar. Immerhin nach der Entfernung der ominösen Tempo-50-Zonen-Schilder am Flughafen der zweite Fortschritt innerhalb kurzer Zeit. „Es tut sich was in Zweibrücken“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 43)

In Neustadt wird eine 22-jährige mit 2,3 Promille angehalten. Ebenfalls „angeheitert“ war ein 18-jähriger, den es bei Bad Dürkheim auf einem Feldweg wegen einer Bodenwelle vom Rad wirft. Eine Zebrastreifenradlerin wird in Bad Bergzabern angefahren. In Breitenheim verursacht vermutlich ein Gehwegradler Schäden an einem Pkw. Ein 69-jähriger stürzt bei Edenkoben ohne Fremdeinwirkung schwer. Ebenfalls in Edenkoben stürzte ein 74-jähriger ohne Zutun eines anderen. In Pirmasens „übersieht“ ein Auto- einen 54-jährigen Radfahrer beim Überholen angeblich wegen der tiefstehenden Sonne. Noch ein Alleinunfall mit einer angetrunkenen 18-jährigen passierte in Landau. Ein 10-jähriger fährt in Lohnsfeld ohne auf den fließenden Verkehr zu achten vom Gehweg auf die Fahrbahn und wird dabei angefahren. Er hat dabei ein Handy in der Tasche und trägt Kopfhörer. „Aus dem Polizeibericht (Teil 43)“ weiterlesen

Die erste Fahrrad-Ampel in Pirmasens

Okay. Es ist keine „reine“ Fahrrad-Ampel, sondern nur eine mit einer sogenannten „Kombi-Streuscheibe“ für Fußgänger und Radfahrer. Aber auch das war ein langer Kampf, bis die Stadtverwaltung die rechtssichere Nutzung der einzigen „Radverkehrsführung“ im Stadtgebiet, die über eine ampelgeregelte Kreuzung in der Zweibrücker Straße in Höhe der Profine-Werkszufahrt führt, ermöglicht hatte. Dort führt stadteinwärts ein mit Gehweg Radverkehr frei beschilderter Weg in Richtung eines (fragwürdigen) Schutzstreifens. Es dauerte bis etwa Mitte März, ehe mir die ausgetauschten Streuscheiben erstmals auffielen. „Die erste Fahrrad-Ampel in Pirmasens“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 121)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Zebrastreifen (13)

Ein weiterer Grund, warum ich vom Radfahren auf Hochbord nix halte, wird dann deutlich, wenn Radfahrer auf Einmündungen treffen, über die ein Zebrastreifen führt. Vermutlich denken dann viele, sie hätten dort den gleichen Vorrang, als wenn sie zu Fuß unterwegs wären. Den haben sie gem. § 26 StVO aber nicht. In Zweibrücken bemängelten die Grünen ja kürzlich, dass es dort zu wenige Radwege und blaue Schilder gäbe. In der Hofenfelsstraße stehen zumindest Gehweg Radverkehr frei, die einen Mountainbiker und seine ihm nachfolgende Begleitung dazu veranlassten, am 17. Juni mit ordentlich Tempo über den Gehweg in Richtung des Niederauerbacher Kreisels zu rauschen. Ich befuhr die Landauer Str. in nördlicher Richtung und sah den Typen von links angerauscht kommen. Ich pflege ja einen äußerlich offensiven, innerlich defensiven Fahrstil und machte keine Anstalten, wegen des Gehwegradlers langsamer zu machen. Er musste deshalb bei der Überfahrt eine Vollbremsung einleiten und kam mit blockierendem Hinterrad auf der Querungshilfe zum Stehen.

Fahrt gefälligst auf der Fahrbahn – besonders dann, wenn ihr mit 20 bis 25 km/h unterwegs seid! Dann hab ich auch kein Problem damit, bei der Einfahrt in den Kreisel eure Vorfahrt zu beachten. Ansonsten habt ihr halt zu warten! In Landau gab es ja grade erst wieder so einen Unfall, bei dem eine Gehwegradlerin auf einem Zebrastreifen angefahren wurde.

Überholmanöver (270)

Das Bundesverkehrsministerium überlegt ja, Mindestüberholabstände in die StVO zu schreiben. Ich bin darüber nicht besonders glücklich, weil ich hier die Gefahr sehe, dass dies bei baulich zu schmalen Fahrstreifen ein weiteres Argument für Radverkehrsverbote wie bspw. schon damals an der B 10 sein könnte. Was mich auch immer ein wenig irritiert ist, dass viele Radverkehrsinitiativen diesen Mindestabstand allerdings nur für Kfz fordern? Warum soll dieser nicht auch für Radfahrer gelten, die andere Radfahrer überholen? Wenn es doch in erster Linie darum geht, Unfälle zu vermeiden? Und nicht Unfallfolgen zu mindern.

Klar, das käme vor allem auf den üblicherweise kriminell schmalen Wegelchen, aber auch den derzeit gehypten „protected bike lanes“ einem absoluten Überholverbot für Radfahrer gleich. Jedenfalls: Ich hätte mir (auf dem MTB unterwegs seiend) am 18. Juni auch etwas mehr Abstand gewünscht, als ein junger Rennradfahrer im Faunertal mich bei seiner sehr engen Vorbeifahrt sogar beinah mit seiner Schulter berührt hätte – ich konnte den Luftzug spüren. Dabei war auf der Straße in dem Moment sonst keiner unterwegs.

Überholmanöver (271)

Am 19. Juni fühlte ich mich mal wieder so richtig doll beschützt vom Moordstrokje in der Blocksbergstraße, als mich zuerst ein Pkw und anschließend ein Lkw mit mehr als dürftigem Seitenabstand überholten.

Gepöbel (13)

Dass die allermeisten Motorradfahrer nur „Auch-Motorradfahrer“ sind, merkt man vor allem dann, wenn man immer wieder mal von Zweiradfahrern darauf hingewiesen wird, dass es „da unten einen Radweg“ gäbe. Das hatte mir nämlich einer zugerufen, als er mich ebenfalls am 19. Juni auf der B 427 unter dem Hochstein überholte. Das kann natürlich auch nur als ein freundlicher Hinweis an einen Ortsfremden gedacht sein. Ich fasse sowas aber eher als „verpiss dich von unserer Straße“ auf.

Gepöbel (14)

Irgendwie hatten an diesem Tag die anderen Verkehrsteilnehmer wohl ein besonders gesteigertes Mitteilungsbedürfnis? Denn der gleiche Hinweis wurde etwas später auf der L 478 vor Niederschlettenbach noch einmal aus dem Seitenfenster eines Pkw gerufen. Sorry. Aber der Wieslauter- bzw. Pamina-Radweg ist kein „Radweg“, sondern nur ein „Wirtschaftsweg„. Aber was muss ich mich überhaupt dafür rechtfertigen, eine dem öffentlichen Verkehr gewidmete Landstraße zu benutzen…?

Abbiegen (29) + Geschwindigkeit (30)

Ich schreibe nur sehr selten e-mails an die örtliche Polizeiinspektion wegen des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer. Dafür muss man bspw. von der Fahrbahn abkommen und einen Leitpfosten umfahren. Aber der junge Motorradfahrer, der mir am Abend des 20. Juni innerhalb weniger Minuten gleich drei Mal negativ auffiel, hatte regelrecht darum gebettelt. Ich hatte in der Dankelsbachstraße auf dem rechten Fahrstreifen an der roten Ampel angehalten. Als es nach längerer Zeit grün wurde und ich geradeaus in die Gärtnerstraße fahren wollte, überholte mich diese Pappnase aus dem linken(!) Fahrstreifen heraus und schnitt mich, als er einfach vor mir nach rechts(!) abbog – und mit deutlich zu hohem Tempo die Zweibrücker Straße hochraste.

Wenige Minuten später überholte er mich hinter der Kreuzung Gasstraße – Schachenstraße erneut. Mit mindestens 80 oder 90 km/h raste er über die Streckbrücke und überholte dabei noch zwei Pkw. Er war übrigens in Shorts und T-Shirt unterwegs.

Das dritte Mal sah ich ihn, als er grade die Esso-Tankstelle in der Arnulfstraße verließ und anschließend wieder mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zurück in Richtung Streckbrücke raste. Hier merkte ich mir dann auch das Kennzeichen. Auf meinen Hinweis gab es allerdings keine Reaktion von Seiten der Polizei, auch im Polizeibericht tauchte nichts auf.

Gehwegradler (81) in Einbahnstraße (25)

Ich weiß nicht, was diese Xenophoben alle haben? Viele Ausländer geben sich doch die allergrößte Mühe, sich zu integrieren und die kulturellen Bräuche der Einheimischen zu achten. So auch der junge Mann mit sehr dunkler Hautfarbe, der mir (zwischen der ersten und zweiten Begegnung mit dem Anarcho-Motorradfahrer) in der Einbahnstraße Schützenstraße begegnete. Er kam mit dem „Smartphone“ am Ohr aus der Joßstraße gefahren und fuhr anschließend – weiter telefonierend – die Schützenstraße auf dem Gehweg hinauf. Also genau so, wie das die zahlreichen, waschechten Pirmasenser Gehwegradler auch machen.