Blauer Blödsinn im Bliesgau

Nach längerer Zeit möchte ich mal wieder (kurz) einen bescheuerten benutzungspflichtigen Geh- und Radweg an einer Landstraße dokumentieren. Jener befindet sich im saarländischen Bliestal, an der L 105 zwischen Breitfurt und Mimbach. Großartig genutzt wird er vom Radverkehr zwar wegen des parallelen Glan-Blies-Weges nicht – trotzdem muss so ein Blödsinn meiner Ansicht nach einfach nicht sein! Für Rennradfahrer ist der Abschnitt durchaus auch von Nutzen, wenn man eine Schleife über die vor Mimbach nach Südsüdost abzweigende L 103 (Richtung Böckweiler) drehen will, ohne über den Bahntrassenweg bis ganz nach Blieskastel hinaufzufahren. „Blauer Blödsinn im Bliesgau“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 7)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Überholmanöver (9)

Tja, irgendwie schalten bei vorhandenen „Schutzstreifen“ einige Autofahrer wirklich ihr Hirn aus! 🙄 Denn am Abend des 6. Dezember ist es mir zum nun schon dritten Mal(!) passiert, dass ich in Pirmasens von der Arnulfstraße kommend während der Einfahrt(!) in den Kreisel der Winzler Straße von einem Autofahrer überholt und regelrecht geschnitten wurde; der Abstand betrug geschätzte 30 Zentimeter; ich musste gar bremsen. Man könnte es daher auch schon als Nötigung betrachten; ich rief ihm dann auch wenig schmeichelhafte Worte hinterher…! 😡 Der „Schutzstreifen“ endet wenige Meter vor dem Kreisel – aber dort wird die Fahrbahn eben auch insgesamt deutlich schmäler. Was den ein oder anderen überholenden Autofahrer auf „seiner Spur“ aber auch nicht daran hindert, einen Radfahrer durch riskantes Überholen zu gefährden!

Hupen (8)

Am Nachmittag des 12. Dezember befuhr ich mal wieder den vierspurigen Abschnitt der B 270 zwischen der Einmündung der K 17 nach Petersberg und Pirmasens. Ein Stück vor der letzten „Kerbe“ (Am Hollerbrunn) hupte mich von hinten vor dem Überholen auf völlig leerer Straße ein älteres Ehepaar aus Landau an. Interessanterweise kommen grade außerorts die „Huper“ meist selber von auswärts…! :mrgreen: Man war wohl einmal mehr der irrigen Annahme, ich dürfe auf dieser (baulich den Eindruck einer Zeichen 331-1 StVO erweckenden) Bundesstraße mit dem Rad nicht fahren. 🙄 Darf ich eben wohl…! 😛

Überholmanöver (10)

Irgendwie hatte der Fahrer des weißen VW wohl gepennt, als er am Vormittag des 14. Dezember in der unteren Zepplinstraße nur mit etwa einem halben Meter Abstand an mir vorbeigefahren ist. Die Stelle ist eigentlich sehr übersichtlich, die Fahrbahn breit und es war weit und breit kein Gegenverkehr in Sicht… 🙄

Parken (2)

Eigentlich müsste ich mich ja beim Fahrer des Transporters aus dem Kreis Sankt Wendel bedanken, dass ich am Nachmittag des 19. Dezembers mal einen perfekten Grund hatte, am Beginn des mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weges an der Einmündung „Am Gottelsberg“ einfach auf der Fahrbahn zu bleiben und mir somit das kleine Zeichen 205 StVO sowie die unstetige und damit nicht ungefährliche Einmündung an der L 600 zu ersparen. Hatte er sein breites Gefährt doch direkt am Beginn mittig auf diesem Weg abgestellt… 😀

Gegenverkehr auf Radwegen (1)

Am Abend des 20. Dezember befuhr ich in der Dunkelheit den gegenläufig per Zeichen 240 StVO beschilderten und ebenfalls unbeleuchteten Landwirtschaftsweg entlang der K 6 zwischen Winzeln und Gersbach. In Höhe des „Einsiedlerhäuschens“ bemerkte ich einen mir ebenfalls mit Licht entgegenkommenden Radfahrer. Jener fuhr aber in der leichten Verschwenkung weiter ziemlich stur in der Mitte, weshalb ich bei der Passage teilweise nach rechts in die in den Weg wachsenden Hecken ausweichen musste… 🙄 😡

Das ignorierte Zusatzzeichen 1000-31

Ich bin ja nun wahrlich kein Freund der Zeichen 237 Zeichen 237 StVO, 240 Zeichen 240 StVO und 241 Zeichen 241 StVO StVO. Nebenbei stört mich, dass wenn man mich schon in Fahrtrichtung auf einen solchen Weg zwingt, ich nicht weiß, ob mir auf diesem auch aus der Gegenrichtung Radfahrer (legal) entgegenkommen können, weil die Benutzungspflicht gegenläufig angeordnet oder per Zeichen 239 StVO freigegeben ist!

In der Homburger Straße in Zweibrücken ist es mir nämlich mal auf dem mit Zeichen 241 StVO beschilderten Weg passiert, dass ich über einen vermeintlichen Geisterradler demonstrativ bei der Vorbeifahrt mit dem Kopf geschüttelt hatte – mir dann aber erst an der nächsten Abzweigung beim Blick über die Schulter auffiel, dass der Kollege da nur die (für mich vollkommen unverständliche) Anordnung befolgte!

Für solche Fälle sieht § 39 (3) StVO das Zusatzzeichen 1000-31 vor; es informiert den das Rechtsfahrgebot beachtenden Radfahrer (als auch den Fußgänger), dass ihm dort (legal) aus der „falschen“ Richtung Radfahrer entgegenkommen können.

In der gesamten Pfalz (als auch im Saarland) scheint dieses durchaus sinnvolle Zusatzzeichen zu den blauen Schildern den Straßenverkehrsbehörden jedoch völlig unbekannt zu sein. Oder: man ignoriert es einfach, weil so ein Schildchen ja auch immer ein wenig Geld kostet. Bei der Verkehrsschau vom 12. September machte ich vor Ort unter anderem darauf aufmerksam, dass dieses Schild hier in der Gegend (Kreis Südwestpfalz, Kreis Kaiserslautern, Zweibrücken und Südliche Weinstraße) an allen gegenläufig mit Zeichen 240 StVO benutzungspflichtig beschilderten Wegen gänzlich fehlt. Man meinte dann, dass man es mit dem „Schilderwald“ auch nicht übertreiben wolle. 🙄 Meine Rede; danach könne man sich ja nämlich auch die meisten der überflüssigen blauen Schilder sparen! 👿 :mrgreen:

Ein Mitstreiter vom ADFC Landau (Pfalz) hat sogar mal offiziell beim LBM bzw. dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium schriftlich nachgefragt, warum man dieses Schild generell nicht verwendet; es wurde ähnlich begründet. Schade! Denn für mich macht es schon einen Unterschied, ob der mir entgegenkommende „Geisterradler“ legal unterwegs ist – oder mich dadurch nur unnötig gefährdet. 😡 Besonders im Dunkeln ist das eine durchaus wichtige Information!