Coronoia: Testpflicht im Grenzverkehr?

Aus meiner Beamtenzeit ist mir der folgende Klassiker im Gedächtnis geblieben: »Ein Blick ins Gesetz (oder die Verordnung) erleichtert die Rechtsfindung«. Im letzten Jahr fand ich ja beim Studium der Verordnungen heraus, dass die Maulkorbpflicht in Rheinland-Pfalz runde drei Monate lang nur im „öffentlichen Raum“ galt; was Geschäfte oder Supermärkte (dort gilt das Privat- in Form des Hausrechts) m. E. aber nun einmal gar nicht sind. Oder dass die Polizei gar nicht für IfSG-Verstöße zuständig ist. Bzgl. der aktuell verschärften Einreiseverordnung könnte man dem Bundesgesundheitsministerium Fake-News vorwerfen, denn es unterschlägt auf seiner Informationsseite nicht unerhebliche Ausnahmeregelungen. „Coronoia: Testpflicht im Grenzverkehr?“ weiterlesen

Coronoia: Würdelose Kollaborateure

Reaktionen auf Macron-Rede : Ansturm auf die Impftermine

Tagesschau, 13. Juli 2021.

Würde der Mensch seine Würde nicht beim ersten, noch so geringen Widerstand kampflos aufgeben, wäre „Würde“ mehr als nur ein am Satzanfang großgeschrieben werdender, zunehmend pervertierter Konjunktiv. Ich habe nur noch Verachtung übrig für diese Verräter, diese Kollaborateure, diese rückgratlosen Nacktschnecken. Ihr seid diejenigen, die nicht wissen, was Solidarität bedeutet. Euch fehlt in diesem Klassenkrieg jegliches Klassenbewusstsein. Ihr habt euch euer Sklavendasein mehr als verdient! „Coronoia: Würdelose Kollaborateure“ weiterlesen

Coronoia: Quarantäne-Wanderweg

Vor einer Weile dokumentierte ich die »Grenze des Erträglichen«, die sich im einsamen Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen in Form eines Plastikschildes manifestierte, wonach in Frankreich gar unter freiem Himmel Maulkorbpflicht gelte. Der Grenzverlauf zwischen der Südwestpfalz und dem Bitscherland orientiert sich kaum an topographischen, sondern eher willkürlichen Punkten. Dies wird auch deutlich, wenn man dem erst vor einer Weile als „Premiumwanderweg“ ausgewiesenen, auch an den Altschlossfelsen vorbeiführenden „Grenzweg“ folgt; an einigen Stellen geht es sehr steil rauf und runter. Diesen Weg sollte man in diesen Tagen vielleicht lieber in „Quarantäne-Wanderweg“ umtaufen, denn wenn man auch nur an einer Stelle für einen Moment die deutsch-französische Grenze überschreitet (was gar nicht anders geht), wird man in Deutschland „Wiedereinreise-Testpflichtig“, weil das angrenzende Departement Moselle vom RKI immer noch als „Virusvarianten-Gebiet“ eingestuft ist. „Coronoia: Quarantäne-Wanderweg“ weiterlesen

Coronoia: Flucht aufs Land

Vor einer Weile hatte ich einen Beitrag zum Thema Urbanisierung angefangen; wie schlimm ich mir das Leben gerade derzeit in einer Großstadt (wie z. B. Düsseldorf) vorstelle. Aber der ganze Frust über den allgegenwärtigen Wahn beraubt mich vor allem auch meiner kognitiven Kräfte. Heute war ich zwecks „Hirnlüftung“ mit dem MTB entlang der deutsch-französischen Grenze unterwegs; ich kam dabei auch wieder am berüchtigten französischen Maulkorbschild vorbei – irgendein Revoluzzer hatte es inzw. abgerissen. Juhu! Später begegnete ich noch einer Gruppe von ca. 10 bis 12 lebensfrohen Kindern und Erwachsenen; die in einem abgelegenen Tal unweit der Grenze, fern der Gefahr, von chronisch gelangweilten, nicht einmal zuständigen Co(rona)ps belästigt zu werden, ihre Freiheit genossen; also spielten, Rad fuhren und miteinander herumalberten. Schlimm, dass man für sowas im Jahr 2021 in die Wälder flüchten muss. Aber selbst dort ist man ja nicht zu 100 % sicher vor der C-StaPo. „Coronoia: Flucht aufs Land“ weiterlesen

Coronoia: Grenze des Erträglichen

Heute habe ich sie wohl erreicht, im wahrsten Sinne des Wortes; während meiner Tour mit dem MTB. An der deutsch-französischen Grenze, zwischen Rheinland-Pfalz und dem Departement Moselle – hängt mitten im Nirgendwo, in den einsamen Wäldern des Wasgaus bzw. der Nordvogesen, im Zuge des „Helmut-Kohl-Wanderwegs“, unweit der Altschlossfelsen ein französischsprachiges Maulkorb-Schild. Der Grund: In diesem Departement gilt die totale Maulkorbpflicht. Auf der Seite meinfrankreich.com heißt es:

So müsst ihr in La Baule die Maske auch am Strand tragen, im Département Moselle allerorten im Freien – auch beim Waldspaziergang.

Ich habe mir jedoch aus gut unterrichteten Quellen sagen lassen, dass die meisten Franzosen jenseits der Grenze darauf scheißen. Die sonstigen Regularien im „Kleinen Grenzverkehr“ sind allerdings einfach nur noch dystopisch. „Europa“ ist tot. „Coronoia: Grenze des Erträglichen“ weiterlesen

Coronoia: Schwatz am Supermarkt

Auf meiner Runde gestern blickte ich am Ortseingang von Hornbach kurz in Richtung des Supermarktes; in erster Linie, um abzuchecken, ob ich dort tatsächlich das erste Mal jemanden ohne Maulwindel rein- oder rausgehen sähe. Hierbei fiel mein Blick auf einen Mann und eine Frau, welche sich im Außenbereich notgedrungen auf die zusammengestapelten Stühle gesetzt hatten; Gastronomie ist ja seit Anfang November wieder mal verboten. Es handelte sich dabei um ein Radfahrer-Ehepaar aus dem Saarland, welches ich vor allem im Felsalbtal zwischen Hornbach und Walshausen immer wieder mal treffe; zuletzt erst vor ein paar Wochen. Wo wir bisher über meinen vergeblichen radverkehrspolitischen Kampf schwätzten, lenkte ich das Gespräch dieses Mal rasch auf Corona. „Coronoia: Schwatz am Supermarkt“ weiterlesen

Widmungsunlust im Dahner Felsenland

Vor einer Weile hatte ich die Planungen für den Bau von drei neuen „Radwegen“ in der Grenzregion zwischen dem Dahner Felsenland und Frankreich aufgegriffen. Leider hat die Verbandsgemeindeverwaltung meinen Wunsch nicht erfüllt, mich hierzu auf dem Laufenden zu halten. Da ich für die beiden regionalen Käseblätter kein Geld (das ich eh nicht habe) aus dem Fenster werfen will, bekam ich nichts davon mit, dass man im Juli mit dem Bau dieser „Radwege“ begonnen hatte. Dies erfuhr ich erst auf Nachfrage und die Übermittlung zweier eingescannter Artikel aus der Rheinpfalz und der Pirmasenser Zeitung vom 4. bzw. 14. Juli. Der verlinkte Artikel ist leider (wie üblich) nur angeteasert; das Titelbild zeigt aber ganz nebenbei die für diese Zeiten typischen Corona-Doppelstandards, was auch von Politikern einzuhaltende „Mindestabstände“ betrifft. „Widmungsunlust im Dahner Felsenland“ weiterlesen

Vollsperrung der L 478 bei Rumbach

Der LBM kündigt in seiner Pressemeldung vom 7. August die circa drei Monate andauern sollende Vollsperrung der L 478 zwischen Rumbach und der L 488 (bei Schönau) ab dem 31. August an. Aufgrund des sehr dünnen Straßennetzes im Pfälzerwald verursacht die Vollsperrung der Landesstraße über die „Rumbacher Wasserscheide“ eine sehr lange Umleitung über Dahn, Salzwoog und die L 487 über den Braunsberg. Vermutlich wird der ein oder andere Ortskundige eine etwas kürzere, „französische“ Route über Nothweiler, die Forststraße am Litschhof, den Fleckensteiner Weiher und Schönau wählen. Von Wissembourg kommend bietet es sich an, die D 3 über den Col du Pigeonnier und Lembach zu wählen. „Vollsperrung der L 478 bei Rumbach“ weiterlesen

Coronoia im Sommerloch

Wenn ich noch das klassische Fernsehen verfolgen würde (was seit inzw. mehr als 5 Jahren nicht mehr der Fall ist) stünde gerade die Zeit an, in der man nix anderes mehr sieht, als die Wiederholungen von Serien und Filmen, die bereits gefühlte 50 Mal wiederholt wurden. Auch sonst kehrt – trotz dieser sich weiterhin vor unseren Türen austobenden Todesseuche – irgendwie in der letzten Zeit eine gewisse Form der gewohnten „Sommerpause“ ein. Unser unangefochtener Star-Virologe lässt seine Podcast-Jünger und den Rest der Nation erst einmal für eine Weile im Stich – vielleicht ist er auf der Suche nach seiner Doktorarbeit? „Coronoia im Sommerloch“ weiterlesen