Das Bickenalb-Radwegelchen

Bereits am 15. Mai 2017 monierte ich beim Zweibrücker Straßenverkehrsamt per e-mail den in meinen Augen rechtswidrig in beide Richtungen benutzungspflichtig mit Zeichen 240 StVO beschilderten Geh- und Radweg an der L 465 zwischen Ixheim und Mittelbach. Bis heute tat sich dort rein gar nichts! Die Kommunikation mit der zuständigen Sachgebietsleiterin fing eigentlich sogar recht nett an – diese bekam aber schon recht bald einen ordentlichen Dämpfer, als ich die bzgl. einer anderen fragwürdigen Stelle getroffenen Entscheidungen deutlich kritisieren musste. Ab diesem Zeitpunkt erhielt ich auf weitere Hinweise und Nachfragen fast überhaupt gar keine Antworten mehr. Auch mehrere Wiederholungen, zumindest die linksseitige Benutzungspflicht im Bickenalbtal endlich aufzuheben, wurden einfach ignoriert. Auch die örtliche Polizeiinspektion verwies lediglich auf die Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörde und merkte noch an, dass es ja zur Not immer noch den § 1 StVO gebe…! 🙄 „Das Bickenalb-Radwegelchen“ weiterlesen

Neuer Kreisverkehr in Ixheim

Ein weiteres Planfeststellungsverfahren mit Auswirkungen auf den Radverkehr betrifft den südlichen Zweibrücker Ortsteil Ixheim. Dort soll ein Kreisverkehr mit 50 Metern Außen-Durchmesser den Verkehrsfluss auf der B 424, der einmündenden L 465 und den Zufahrten zur A 8 verbessern. Für den Radfahrer bedeutet dies (bei verpflichtender Benutzung) eine deutliche Verschlechterung in Sachen Vorfahrt, Sicherheit, Geschwindigkeit, Unfallgefahr mit Fußgängern und Geisterradlern, Wegstrecke und Gleichberechtigung mit dem motorisierten Verkehr. „Neuer Kreisverkehr in Ixheim“ weiterlesen

Radweg-Planung an der L 490

Schon seit geraumer Zeit findet man in der Liste der Planfeststellungsverfahren des LBM Rheinland-Pfalz auch die Unterlagen zum geplanten Bau eines Radweges an der L 490 zwischen Vorderweidenthal und Erlenbach, an der Grenze zwischen den Kreisen Südwestpfalz und Südliche Weinstraße. Die Links funktionieren übrigens nur noch bis zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens, dann werden die Dokumente aus dem Netz genommen. Es schadet also nicht, es vorher herunterzuladen.

Das Dahner Felsenland weist (besonders im Dahner Raum) insgesamt im Vergleich zum Rest des Kreises Südwestpfalz eine unverhältnismäßig hohe Dichte an eigenständigen, aber auch benutzungspflichtigen Sonderwegen auf. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass diese Region die touristisch interessanteste innerhalb des Kreises ist und man hier den Radtouristen auch abseits des durchweg eigenständigen Wieslauter-Radwegs in der Fläche etwas bieten will. Nunja, meist ist das eher veralteter (vor allem zu schmaler) Murks an sowieso nicht sonderlich stark befahrenen Kreisstraßen. „Radweg-Planung an der L 490“ weiterlesen

Auf Irrwegen nach Landstuhl

Die Frage, wie man von Ramstein-Miesenbach als Radfahrer eigentlich nach Landstuhl kommen soll, ist recht schwierig zu beantworten – denn die Fahrbahn dürfte man wegen eines östlich der L 363 gelegenen und (streckenweise) mit Zeichen 240 StVO beschilderten Sonderwegs eigentlich nicht benutzen. Eigentlich. Sonst bleibt vor allem dem zügig vorankommen wollenden Radfahrer aber auch keine wirklich andere Wahl – denn es führt in unmittelbarer Nähe kein alternativer Weg über die Landstuhl in zwei Hälften zerschneidende Kursbuchstrecke 670! Der einzige und zudem völlig legale Weg über die Bahnbrücke im Zuge der L 363 wird jedoch durch die Blaubeschilderung systematisch abgeschnitten. Dies ist jedoch nicht statthaft. Aber mehr dazu später! „Auf Irrwegen nach Landstuhl“ weiterlesen

Weniger Blau im Trifelsland

Der Kreis Südliche Weinstraße blieb bislang weitestgehend von meinem Kreuzzug gegen Blauschilder verschont. 👿 :mrgreen: Lediglich die Verbandsgemeindeverwaltung Bad Bergzabern bekam von mir im Juni per e-mail einen Hinweis, dass entlang der B 427 im Stadtgebiet der Kurstadt am Tor zum Pfälzerwald die Beschilderung nicht mehr so ganz den geltenden Richtlinien und Gesetzen entspricht. Woraufhin diese die Schilder recht zügig entfernte! 🙂

Ende September ging dann die zweite Beschwerde raus; dieses Mal an die Abteilung Sicherheit, Ordnung und Verkehr der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße. Ich monierte den mit mehreren Zeichen 240 StVO beschilderten und auch gegenläufig benutzungspflichtigen Weg entlang der L 494 zwischen Völkersweiler und Gossersweiler-Stein. Das Beitragsbild zeigt den Blick vom Rötzenfels auf einen Teil von Gossersweiler und das dahinterliegende Völkersweiler. Man teilte mir mit, dass für den Radweg zwar eigentlich die Verbandsgemeinde Annweiler zuständig sei, man diesen Fall aber auch von der Kreisverwaltung her überprüfen wolle. „Weniger Blau im Trifelsland“ weiterlesen

Die unendliche Geschichte…

…zur Planung eines straßenbegleitenden Radwegs kann man seit Jahren in der Südwestpfalz bei Ruppertsweiler verfolgen. Schon als ich damals von 2008 bis 2011 täglich mit der Fahrgemeinschaft zur FH nach Neustadt fuhr, trafen wir uns immer am Mitfahrerparkplatz bei Ruppertsweiler. So unterhielten wir uns auch mal darüber, dass an der dort recht kurvigen und schmalen Kreisstraße ein Radweg geplant sei. Das Planfeststellungsverfahren dazu ist aber bis heute noch nicht abgeschlossen, man findet die (spärlichen) Unterlagen dazu in der Liste der Planfeststellungsverfahren des LBM Rheinland-Pfalz.

Gründe dafür seien nach Auskunft eines der zuständigen Mitarbeiter die umfangreichen Veränderungen, die sich durch den Ausbau der B 10 ergaben. „Die unendliche Geschichte…“ weiterlesen

Das ignorierte Zusatzzeichen 1000-31

Ich bin ja nun wahrlich kein Freund der Zeichen 237 Zeichen 237 StVO, 240 Zeichen 240 StVO und 241 Zeichen 241 StVO StVO. Nebenbei stört mich, dass wenn man mich schon in Fahrtrichtung auf einen solchen Weg zwingt, ich nicht weiß, ob mir auf diesem auch aus der Gegenrichtung Radfahrer (legal) entgegenkommen können, weil die Benutzungspflicht gegenläufig angeordnet oder per Zeichen 239 StVO freigegeben ist!

In der Homburger Straße in Zweibrücken ist es mir nämlich mal auf dem mit Zeichen 241 StVO beschilderten Weg passiert, dass ich über einen vermeintlichen Geisterradler demonstrativ bei der Vorbeifahrt mit dem Kopf geschüttelt hatte – mir dann aber erst an der nächsten Abzweigung beim Blick über die Schulter auffiel, dass der Kollege da nur die (für mich vollkommen unverständliche) Anordnung befolgte!

Für solche Fälle sieht § 39 (3) StVO das Zusatzzeichen 1000-31 vor; es informiert den das Rechtsfahrgebot beachtenden Radfahrer (als auch dem Fußgänger), dass ihm dort (legal) aus der „falschen“ Richtung Radfahrer entgegenkommen können.

In der gesamten Pfalz (als auch im Saarland) scheint dieses durchaus sinnvolle Zusatzzeichen zu den blauen Schildern den Straßenverkehrsbehörden jedoch völlig unbekannt zu sein. Oder: man ignoriert es einfach, weil so ein Schildchen ja auch immer ein wenig Geld kostet. Bei der Verkehrsschau vom 12. September machte ich vor Ort unter anderem darauf aufmerksam, dass dieses Schild hier in der Gegend (Kreis Südwestpfalz, Kreis Kaiserslautern, Zweibrücken und Südliche Weinstraße) an allen gegenläufig mit Zeichen 240 StVO benutzungspflichtig beschilderten Wegen gänzlich fehlt. Man meinte dann, dass man es mit dem „Schilderwald“ auch nicht übertreiben wolle. 🙄 Meine Rede; danach könne man sich ja nämlich auch die meisten der überflüssigen blauen Schilder sparen! 👿 :mrgreen:

Ein Mitstreiter vom ADFC Landau (Pfalz) hat sogar mal offiziell beim LBM bzw. dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium schriftlich nachgefragt, warum man dieses Schild generell nicht verwendet; es wurde ähnlich begründet. Schade! Denn für mich macht es schon einen Unterschied, ob der mir entgegenkommende „Geisterradler“ legal unterwegs ist – oder mich dadurch nur unnötig gefährdet. 😡 Besonders im Dunkeln ist das eine durchaus wichtige Information!

Die im Dunkeln sieht man nicht

Es dauerte ja leider sein Weilchen, bis der baulich besonders missglückte Geh- und Radweg an der K 6 zwischen Winzeln und Pirmasens zumindest in Fahrtrichtung Pirmasens zur freiwilligen Nutzung Zeichen 239 StVO  umbeschildert und an seinem westlichen Ende umgebaut wurde, sodass man z. B. auch nicht mehr vom hohen Bordstein am Ende des Weges runterspringen muss, wenn man in Fahrtrichtung Winzeln den (noch) mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weg zwangsweise befährt. Aber auch sonst bleiben noch mehr als genügend Gründe, sich über den gegenwärtigen Zustand zu empören. „Die im Dunkeln sieht man nicht“ weiterlesen

Im Tal der blauen Schilder

Der nördliche Teil des Queidersbachtals wurde bereits in diesem Beitrag näher beschrieben. Heute widme ich mich dem südlichen Teil zwischen Steinalben, Horbach und Linden, überwiegend im Kreis Südwestpfalz gelegen.

Auch dort gibt es wieder eine Menge überflüssigerweise von der Fahrbahn aus sichtbar mit Zeichen 240 StVO beschilderter, jedoch eigenständiger und somit nicht benutzungspflichtiger Wege entlang der L 363. Ein Blick von oben gewährt google Maps.

„Im Tal der blauen Schilder“ weiterlesen

Verkehrsschau in Hinterweidenthal

Am Montag früh war ich wieder zur zweiten großen Verkehrsschau im Kreis Südwestpfalz als Gast eingeladen; Ehre wem Ehre gebührt. 😀 Die erste fand am 12. September statt und verlief nicht grade besonders zufriedenstellend; auf die dabei gewonnenen Eindrücke gehe ich unter anderem in diesem Beitrag ein.

Es standen fünf Tagesordnungspunkte hpts. im Dahner Felsenland auf dem Programm. Der mir wichtigste war das Kreiselgewirr an der neuen B-10-Anschlussstelle Hinterweidenthal, den ich mir deshalb auch für mein persönliches Erscheinen ausgesucht hatte.

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