B 10: Die Bundestags-Direktkandidaten

Ich mache mir ja schon lange keine Illusionen mehr, dass man mit e-mails oder Schreiben an „Volksvertreter“ irgendetwas erreicht. Trotzdem wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die bei der Bundestagswahl mit der Erststimme anzukreuzenden Direktkandidaten meines Wahlkreises darauf hinzuweisen, was da seit rund 30 Jahren an der B 10 im Pfälzerwald vor sich geht. Und wie ich seit rund 5 Jahren von einer Vielzahl an Verwaltungen und Ministerien nach Strich und Faden verarscht werde. Ich erwartete also einmal mehr nichts – und ich wurde auch nicht enttäuscht. „B 10: Die Bundestags-Direktkandidaten“ weiterlesen

B 10: Matschloch am Waldfriedhof

In Sachen B 10 ist ja es leider sehr ruhig geworden. Auch wegen der weiterhin nicht vorhandenen Unterstützung von Seiten anderer Radfahrer. Es hilft wohl nur noch eine Klage – und die kann ich mir nicht leisten. Die Grünen-Abgeordnete Jutta Blatzheim-Roegler, die im vergangenen Jahr eine kleine Anfrage an das Verkehrsministerium stellte (in deren Folge Minister Wissing nachweislich gelogen hat, indem er diese ungewidmeten Waldwege als „Radwege“ bezeichnete), hat durch ihre konsequente Nichtbeantwortung mehrerer folgender e-mails nun auch ausdrücklich klargestellt, dass ihr der Radverkehr im Pfälzerwald am Allerwertesten vorbeigeht. Das gilt auch für die Kreis-Grünen. Nunja, wegen des miserablen Brodel-Wetters kann ich mich halt wieder einmal nur über die logischen Konsequenzen einer Verbannung auf hundsgewöhnliche Waldwege aufregen. „B 10: Matschloch am Waldfriedhof“ weiterlesen

Coronoia: (Verkehrsmittel-)Apartheid

Tja, nun wird sie etabliert – die Apartheid. Zwischen „Reinen“ und „Unreinen“, zwischen „Geimpften“ und „Krankheitsverbreitern„. Hatten wir alles schon mal. Aber warum sollten gerade wir Deutsche etwas aus unserer Geschichte gelernt haben? Die Apartheid war eh nie weg. Ohne dieses Konzept würde dieser Blog nämlich gar nicht existieren. Es gibt bereits eine Apartheid, über die sich die, die davon nicht unmittelbar betroffen sind, nicht aufregen. Und zwar bei den Verkehrsmitteln. Ob ich (nicht nur) im Winter im Zuge der B 10 im Pfälzerwald schnell und sicher von A nach B komme, hängt davon ab, ob ich mir ein Auto leisten kann oder will. Denn der Radverkehr wird seit über 20 Jahren in mehrfacher Hinsicht rechtswidrig auf unterklassige, teils nicht geräumt und gestreut werdende Straßen und Wege verbannt. „Coronoia: (Verkehrsmittel-)Apartheid“ weiterlesen

B 10: Die „Grundsätze 2020“

Gestern erhielt ich mal wieder Post in Sachen B 10, dieses Mal von der VG Hauenstein. Jene hatte ja – erstmals – auf Basis einer parlamentarischen kleinen Anfrage der grünen Landtagsabgeordneten Blatzheim-Roegler – die „Grundsätze 2008“ entdeckt und deren Anwendung im Zuge des zuletzt von mir erneut dokumentierten „Radwegs“ zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein beantragt. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde jener Antrag vom BMVI zurückgewiesen. Dabei berief sich Andi Scheuers „Fachpersonal“ auf genau den realitätsfernen Blödsinn, den man mir erst vor einer Weile, nach der erneuten Aufforderung, sich endlich mit meiner Fach- und Rechtsaufsichtsbeschwerde vom 07.11.19 in einer angemessenen Weise zu befassen, kurz vor Weihnachten mitgeteilt hatte. „B 10: Die „Grundsätze 2020““ weiterlesen

Mogelpackung „Pendlerradrouten“

In den letzten Tagen tauchten in meinem RSS-Feed der Pressemitteilungen des LBM Rheinland-Pfalz auch zwei weitergeleitete Nachrichten des MWVLW auf. Eine davon berichtete über die Planungen, zwischen Kaiserslautern und Landstuhl eine sogenannte „Pendlerradroute“ einzurichten. Ich schiebe dieses Thema schon länger vor mir her und habe es auch deshalb in meinem Blog nie thematisiert, weil ich diese hohle Propaganda-Hülse nicht dadurch aufwerten will, dass ich ihr meine Aufmerksamkeit widme und mich nicht als Multiplikator für diesen PR-Bullshit hergebe. Ich wurde während meiner Zeit im Finanzamt nach juristischen Maßstäben ausgebildet. Und daher zählt für mich nur noch das, was rechtlich relevant ist; also in irgendeiner Rechtsnorm verankert ist. Und nicht nur in irgendwelchen unverbindlichen Broschüren einer in Wahrheit vollkommen radverkehrsfeindlichen Regierung eines Bundeslandes steht. „Mogelpackung „Pendlerradrouten““ weiterlesen

Winternacht in der Walmersbach

Nachdem ich am 16. Januar die Zustände auf den „Radwegen“ entlang der B 10 dokumentiert hatte, entschied ich mich spontan aufgrund der anbrechenden Dunkelheit für einen Abstecher hinauf zum Teufelstisch, um eine schon länger im Kopf herumspukende Langzeitbelichtung der mit einem Top-Winterdienst gepflegt werdenden B 10 anzufertigen. Radfahrern wird hier immerhin die parallel verlaufende K 92 angeboten. Ich hatte vor ziemlich genau einem Jahr den aufwändigen, stark in die Landschaft eingreifenden Umbau dieser einstmals auch mit dem Fahrrad befahrbaren Bundes- in eine vierspurige Kraftfahrstraße im Bereich der Kaltenbach dokumentiert und unlängst auch die diese Eingriffe zumindest teilweise kompensieren sollende Grünbrücke in der Walmersbach in künstlerischer Weise abgelichtet. „Winternacht in der Walmersbach“ weiterlesen

Radfahren entlang der B 10 im Winter

Auch wenn mit dem an das MWVLW gerichteten Antrag der VG Hauenstein, die „Grundsätze 2008“ anzuwenden, zuletzt ein erster, kleiner Hoffnungsschimmer aufflackerte, dass Radfahrern im Zuge der für Radfahrer (klar in mehrfacher Hinsicht rechtswidrig) gesperrten B 10 zwischen Pirmasens und der Vorderpfalz irgendwann auch mal im Winter wenigstens zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein eine verkehrssichere Alternative angeboten werden könnte, nützt dies in diesem kälteren und schneereicheren Winter auch nichts mehr. Entlang der B 10 zwischen Pirmasens und Hauenstein sieht es aus wie immer: Eis, Schnee, Matsch. Während meiner Tour am 16. Januar dokumentierte ich also einmal mehr die unverhohlene Diskriminierung des Verkehrsmittels Rad in der Pfalz. „Radfahren entlang der B 10 im Winter“ weiterlesen

B 10: VG Hauenstein entdeckt die „Grundsätze 2008“

Am 13. Oktober berichtete ich von einer bereits im Sommer gestellten Kleinen Anfrage einer Grünen-Abgeordneten im rheinland-pfälzischen Landtag zum Thema B 10. Die VG Hauenstein hatte sich aufgrund der Tatsache, dass Verkehrsminister Wissing die „Radwege“ entlang der B 10 in seiner Antwort auf diese parlamentarische Anfrage auch als „Radwege“ bezeichnet hat, mit Schreiben vom 19. Oktober an das MWVLW gewandt. Dass dies „Radwege“ wären, wollte und konnte die VG Hauenstein so jedoch nicht stehen lassen. Obwohl auch die Kreisverwaltung ja schon vor über 25 Jahren, als man die Radfahrer von der B 10 verbannte, sich darauf berufen hatte, dass dies „Radwege“ seien. Da mir die Antwortzeit wieder einmal zu lange dauerte, bat ich die VG darum, mir eine Kopie ihres Schreibens ans Ministerium zuzusenden. „B 10: VG Hauenstein entdeckt die „Grundsätze 2008““ weiterlesen

B 10: Nächstes „Fuck You“ vom BMVI

Ehrlich; ich hab die Schnauze sowas von voll, mich von jegliches Sachargument ignorierenden Ministeriumsbürokraten unaufhörlich verarschen und hinhalten zu lassen. Es ist ja nicht so, dass ich dieses Mal – mittels einer List in Form eines IFG-Antrags, nach unzähligen ignorierten einfachen Anfragen per e-mail – wirklich daran geglaubt hätte, dass sich das BMVI mit meinem wichtigsten, seit nunmehr über 4 Jahren verfolgten Anliegen zur Benachteiligung des in mehrfacher Hinsicht illegal von der B 10 auf irgendwelche Waldwege verbannten Radverkehrs wirklich inhaltlich in einer angemessenen Weise befassen würde. Ich habe mich eigentlich nur gefragt, auf welche Art und Weise man mir dieses Mal den Stinkefinger zeigen würde? Würde man sich wenigstens etwas Mühe geben? Oder würde man mich einfach mit ein paar völlig am Thema vorbeigehenden Zeilen abservieren? „B 10: Nächstes „Fuck You“ vom BMVI“ weiterlesen

Anschlussstelle Beckenhof

Das (derzeit ebenfalls vom Gastronomie-„Lockdown“ betroffene) Forsthaus Beckenhof dürfte das einzige Forsthaus in Deutschland sein, welches eine eigene Anschlussstelle an einer vierspurigen Bundesstraße besitzt. Man hatte damals beim Umbau der B 10 in eine Kraftfahrstraße ordentlich Geld locker gemacht hat, um an dieser Stelle zwei Auf- und Abfahrten anzulegen. Obwohl es m. E. eigentlich sinnvoller gewesen wäre, den sowieso eher in Richtung Osten tendierenden Verkehr durch das parallel gelegene Industriegebiet von Münchweiler und eine anschließende, noch auszubauende Kreis- oder Gemeindestraße zu führen. Während Kfz-Nutzer also eine tolle Verbindung ins Finstertal erhielten, ist der Beckenhof für Radfahrer von Münchweiler aus weiterhin nur über eine üble, von tiefen Kratern durchzogene Schotterpiste erreichbar. Eine der vielen Unverschämtheiten, die sich Radfahrer im Zuge der B 10 weiterhin bieten lassen müssen. Das Foto entstand am Abend des 27. November, etwa eine Stunde nachdem ich den Teufelstisch im letzten Licht des Tages fotografiert hatte.