Eine (fast) perfekte Umleitung

Gestern war ich das erste Mal seit Beginn der Vollsperrung der L 486 zwischen dem Pirmasenser Stadtteil Ruhbank und Lemberg auf der Alten Landstraße unterwegs; ich befuhr die Route allerdings von der Haupt- und Talstraße kommend. Unterwegs fielen mir dann am Abzweig „In der Gutenbach“ zwei mit den Sinnbildern für Radverkehr und Bis-25 km/h-Kfz versehene Zeichen 422 auf. So wurden dann doch ein paar Erwartungen geweckt, dass hier tatsächlich mal vom LBM eine den Anforderungen des § 45 StVO genügende Umleitung eingerichtet worden sein könnte. Also nahm ich am heutigen Feiertag mal wieder die große Kamera mit, um mir das mal genauer anzuschauen. „Eine (fast) perfekte Umleitung“ weiterlesen

6 Minuten Rotlicht in Busenberg

Eine wirklich interessante Beobachtung, die man im Zuge von Vollsperrungen im ländlichen Raum immer wieder machen kann, sind solche inoffiziellen, nicht als Solche beschilderten oder ausgewiesenen Umleitungen, wie beispielsweise jene bei Busenberg. Da wird dann eben auch mal ein eigentlich nur für Radfahrer und Anlieger freigegebener Wirtschaftsweg als Behelfs-Ortszufahrt missbraucht und der Verkehr darauf (durch ausbleibende Kontrollen) geduldet. Hätten sich der LBM, die VG Dahner Felsenland als auch die Kreisverwaltung hier zum Thema „Zeichen 250“ nicht mal wieder nach Kräften zu blamieren bemüht, könnte ich mit der Situation dort ja auch noch einigermaßen leben. „6 Minuten Rotlicht in Busenberg“ weiterlesen

Vollsperrung Ruhbank – Lemberg

Der LBM teilt in einer Pressemeldung vom heutigen Tage mit, dass die L 486 zwischen Pirmasens und Lemberg ab dem 30. September vollgesperrt wird. Man beabsichtigt eine Deckenerneuerung auf einem einen Kilometer langen Teilstück zw. dem Ortsausgang und dem Einmündungsbereich „Am Soll“. Die Bauarbeiten sollen bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein. Die offizielle Umleitung verläuft weiträumig über die K 36, die Kraftfahrstraße B 10 und die L 484. Der Radverkehr und der sonstige, die B 10 nicht befahren dürfende Verkehr kriegt wohl auch keine eigene Umleitung über den parallelen „Wirtschaftsweg„. Dabei gäbe es mit der etwas weiter südlich zur L 486 verlaufenden „Alten Landstraße“ eine brauchbare Alternative. „Vollsperrung Ruhbank – Lemberg“ weiterlesen

Eine Landesstraße nur für Anwohner?

Vor einer Weile hatte ich die Einziehung der L 505 zwischen dem Taubensuhl und der B 48 thematisiert. Angesichts der Argumentation des Landesrechnungshofs fragt man sich, warum es die (recht kurze) L 547 an der deutsch-französischen Grenze überhaupt noch gibt? Schließlich ist diese dem öffentlichen Verkehr gewidmete Landesstraße mit Verbot für Fahrzeuge aller Art für jede Art von Fahrzeugverkehr gesperrt, ausgenommen sind nur „Anwohner“ und Lieferverkehr. Also darf man gemäß der Beschilderung nicht einmal jene Anwohner des Neuhofs besuchen, denn dazu müsste man ja ein Anlieger sein. Schuld daran sind hier aber wohl in erster Linie die mit der Verhängung von (auch Radfahrer betreffenden) Verkehrsverboten nicht sparsam umgehenden Franzosen. „Eine Landesstraße nur für Anwohner?“ weiterlesen

Anlieger-Umleitung in Busenberg

In der letzten Ausgabe der Alltagserlebnisse hatte ich die „inoffizielle“ Umleitung angesprochen, die man wohl für die Einwohner des Busenberger Sperrgebiets eingerichtet hat. So wird der motorisierte Verkehr derzeit mittels Baustellenampeln (mit Countdown-Timern) über den als HBR-Route ausgewiesenen (und auch von der VG-Verwaltung empfohlenen) Wirtschaftsweg zwischen „Im Franzosenteich“ und der K 85 geführt. Allerdings ist jene (nicht als solche beschilderte) Umleitung in der vorliegenden Form meiner Ansicht nach selbst rechtswidrig bzw. darf jene nur von einer sehr überschaubaren Anzahl von Personen benutzt werden – nämlich denjenigen, die ein Anliegen zwischen der K 85 und der ebenfalls mit Verbot für Fahrzeuge aller Art und „Anlieger frei“ beschilderten, anschließenden Eichelbergstraße vorweisen können. Das Beitragsbild zeigt die Beschilderung am Abzweig von der K 85. „Anlieger-Umleitung in Busenberg“ weiterlesen

„Fachaufsichtsbehörde“?

Ich hatte heute nach längerer Zeit mal wieder zwei Briefe der Kreisverwaltung Südwestpfalz im Briefkasten. Als ich das kürzere der beiden Schreiben durchgelesen hatte, fühlte ich spontan wieder eine totale innere Leere. Der Grund dafür ist die „Entscheidung“ der sogenannten „Fachaufsichtsbehörde“ zur absurden Abriegelung der Busenberger Ortsdurchfahrt mit einer Vielzahl von Verbot für Fahrzeuge aller Art. Somit werden auch Radfahrer von der Nutzung der von der B 427 abzweigenden Nebenstraßen ohne rechtliche Begründung ausgeschlossen; diese müssten dann mindestens bis zur nächsten Einmündung einer anderen Straße schieben. „„Fachaufsichtsbehörde“?“ weiterlesen

Anliegerstraßen in Pirmasens

Eine Sache, die mir inzwischen gewaltig stinkt, ist, dass die Stadtverwaltung Pirmasens auch weiterhin keinerlei Veranlassung sieht, die zahlreichen mit Verbot für Fahrzeuge aller Art beschilderten Anliegerstraßen für den Radverkehr freizugeben, indem Sie entweder das Verkehrsverbotszeichen durch das eigentlich dafür vorgesehene Verbot für Kraftfahrzeuge ersetzt oder ein Radverkehr frei anbringt. Paradebeispiele für die Idiotie, aus purer Gedankenlosigkeit öffentliche Straßen nach dem Motto „Mitgefangen, mitgehangen“ auch für Radfahrer zu sperren, sind in Pirmasens die Kantstraße und die Straße „Am Wasserturm“. „Anliegerstraßen in Pirmasens“ weiterlesen

Baufortschritt in Busenberg

Heute kam ich nach einem entspannenden Tag am Seehof bei Erlenbach mal wieder durch Busenberg. Dabei durfte ich feststellen, dass der erste Bauabschnitt fertiggestellt wurde – und ich somit mein Rad nicht mehr durch den östlichen Ast der Verbot der Einfahrt Talstraße schieben musste, sondern bis zum westlichen Ast fahren konnte. Nun war meine Hoffnung nicht sonderlich groß, dass meine mehrfach formulierten Einwände gegenüber der Kreisverwaltung Südwestpfalz inzwischen was bewirkt hätten; das sah ich ja bereits am Ortseingang, wo die von der B 427 wegführenden Straßen immer noch mit Verbot für Fahrzeuge aller Art gesperrt sind. Und natürlich stand dann auch vor der Talstraße ein weiteres Verbot für Fahrzeuge aller Art. „Baufortschritt in Busenberg“ weiterlesen

Mitgefangen, mitgehangen

Am Freitag erhielt ich endlich einen Brief von der Kreisverwaltung Südwestpfalz zu meiner Fachaufsichtsbeschwerde gegen die VG Dahner Felsenland zur absurden Abriegelung der Busenberger Nebenstraßen per Verbot für Fahrzeuge aller Art, frei nur für Anlieger. Anlässlich dieser die Interessen des überörtlichen Radverkehrs völlig ignorierenden Aktion hatte ich im letzten November einen ausführlicheren Beitrag zum Thema „Vollsperrungen und der Radverkehr“ verfasst. Die mir übermittelte Stellungnahme der VG Dahner Felsenland belegt dann auch, dass jene hier einfach nur nach dem Prinzip „mitgehangen, mitgefangen“ agierte und wegen des durchaus rechtmäßigen Ausschlusses des Kraftfahrzeug-Transitverkehrs durch Nebenstraßen ohne einen Gedanken daran zu verschwenden wie üblich mittels Verbot für Fahrzeuge aller Art den Radverkehr gleich mit aussperrte. „Mitgefangen, mitgehangen“ weiterlesen

Gesperrte durchlässige Sackgasse?

Letzten Spätherbst thematisierte ich die hohe Beschilderungskunst in Hauenstein im Zuge einer Straßensperrung, bei der eigentlich der Radweg entlang der K 38 hätte freigegeben bleiben sollen. Da die pfälzischen Behörden aber den Unterschied zwischen einem Verbot für Fahrzeuge aller Art und einem Verbot für Kraftfahrzeuge als auch den Begriff „Anlieger“ offenbar auch weiterhin nicht verstehen können oder wollen, konnte man halt als Radfahrer streng genommen den Radweg gar nicht mehr legal erreichen – obwohl man tatsächlich sogar das korrekte Sackgassenschild verwendet hatte. „Gesperrte durchlässige Sackgasse?“ weiterlesen