Alltagserlebnisse (Teil 110)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Vorfahrt (32)

Der 26. April war ein ganz lustiger Tag. Zuerst wurde mir in der Straße „Am Stockwald“ in Winzeln von einem aus der Tilsiter Straße kommenden Fahrer eines Jaguars ganz kackfrech die Vorfahrt (Rechts vor Links) genommen.

Hupen (77)

Ein ganz zartes, schüchternes Huperchen ertönte dann mal wieder auf der B 270, kurz nach deren Beginn in Fahrtrichtung des Husterhöh-Kreisels. Ich hatte ja gehofft, dass die Extra-Umleitung mit Fahrrad-Piktogrammen den ein oder anderen darüber aufgeklärt hat, dass das keine Kraftfahrstraße ist.

Geister-Gehweg-E-Biker (71)

Dann war eine Weile lang Ruhe. Gegen Ende der Tour kam auf der L 486 zwischen Lemberg und der Ruhbank auf dem Hochbord-Gehweg rechts von mir ein Rentner auf einem E-Bike vorbeigeschossen.

Gepöbel (12)

Der wiederum bestärkte wohl die Ansicht einer Autofahrerin, dass man als Radfahrer auf allem zu fahren hätte, was nicht die Fahrbahn ist. Aus dem Seitenfenster vernahm ich auf der langen Gerade bei der Vorbeifahrt ein „Donäwe is e Drottwaa!“ Auch Hochdeutsch: Daneben ist ein Trottoir (Bürgersteig). Ich rief dann „Korrekt“ hinterher. 😉

Überholmanöver (239)

Keine 10 Minuten später rasierte mich in der langgezogenen Rechtskurve der Lemberger Straße ein Rentner beim Überholen mit bestenfalls 20 cm Abstand. Er kam dabei sogar über die (allerdings derzeit auch kaum noch zu sehenden…) Striche des dortigen „Schutzstreifens“.

Lemberger Straße

Überholmanöver (240)

Zum Abschluss hatte ich noch Spaß mit zwei eventuell der rumänischen Mafia angehörenden Kerlen, die mich in der Schäferstraße ebenfalls mit äußerst dürftigem Seitenabstand (ca. 25 cm) über eine durchgezogene Linie überholten. Als sie an der folgenden Kreuzung abbiegen wollten, wischte ich mir bei der Vorbeifahrt eine hartnäckige Mücke von der Stirn…

Überholmanöver (241)

Ich persönlich halte ja die Forderungen, einen Überholabstand von 1,5 m in der StVO zu verankern, für ziemlich „gefährlich“. Denn das könnte zu weiteren Verkehrsverboten vor allem außerorts führen – wenn das Überholen dann rein rechnerisch gar nicht mehr möglich ist. An der B 10 hat man ja schon vor 26 Jahren so argumentiert. Jedenfalls sollte dieser Mindestabstand meiner Ansicht nach dann eigentlich auch für (meist lautlose) Radfahrer gelten, die Radfahrer überholen. Denn hin und wieder kommt es auch vor, dass man auch von Artgenossen sehr knapp überholt wird. Wie am 29. April im Erzental auf der L 102 zw. Medelsheim und Gersheim, als ein Rennradfahrer mit kaum mehr als 30 cm an mir (auf dem MTB) vorbeifuhr, obwohl ihm die gesamte Fahrbahnbreite zur Verfügung stand.

Überholmanöver (242)

Später bretterte auf der französischen D 35a hinter dem Abzweig Volmunster ein Sattelzug mit Auflieger aus Deutschland mit mehr als dürftigem Seitenabstand an mir vorbei.

Anfeuerung (4)

„Das ist aber tapfer! Hier mit dem Fahrrad den Berg hochzufahren.“ Meinte eine Spaziergängerin mit Hund, als ich den steilen Waldweg zwischen Niedersimten und dem „Simter Berg“ hinauffuhr.

Autos auf Radwegen (30)

Gegen Ende meiner Tour sah ich in der Arnulfstraße dann mal wieder jemanden, der bei der Ausfahrt von den dortigen Einkaufsmärkten mit seiner Motorhaube den halben „Schutzstreifen“ blockierte. It’s not a bug, it’s a feature!

Alltagserlebnisse (Teil 96)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gespräche (23)

Am 31. Januar war ich ja unterwegs im wunderschönen, winterlichen Pfälzerwald. Nachdem ich den Abschnitt des B-10-Radweges zwischen Pirmasens und Münchweiler dokumentiert hatte, ging es weiter über den Radweg durch das Waschtal in Richtung Hinterweidenthal. Kurz vor der Wasserscheide bemerkte ich, dass mich ein Auto „verfolgt“. Oben auf der Kuppe hielt ich dann kurz an, um was zu trinken. Das Ehepaar stieg aus und der Mann zollte mir für die Fahrt durch den Schnee seinen Respekt. Er sei auch viel mit dem MTB unterwegs. Seine Frau meinte, sie würde hingegen nur bei schönem Wetter fahren. Dabei war das doch schönes Wetter; ideal für einen spaßigen Snowride!

Hupen (67)

Auf dem Heimweg ging es über die K 36 und das überflüssige Wegelchen, welches ja sogar geräumt und gestreut war. Beim Blick von oben auf die bescheuerte Einmündung am westlichen Ortseingang von Ruppertsweiler wird auch klar, warum ich hier (in Richtung Lemberg) stets nicht nach rechts in die Lemberger Straße abbiege, um den dort in ca. 60 m Entfernung beginnenden Gemeinsamer Geh- und Radweg zu erreichen. Ich muss keine Schilder beachten, die in anderen Straßen stehen. Da ich mit dem MTB unterwegs war, „hüpfte“ ich ein Stück hinter der Einmündung über den Schnee auf das Wegelchen. Das brachte mir aber ein paar Sekunden später trotzdem noch ein Huper ein, als ich gar nicht mehr auf der Fahrbahn unterwegs war.

Überholmanöver (206)

Einen Klassiker gab es dann mal wieder im unteren Teil der Lemberger Straße (Pirmasens) in der Nähe vom PLUB. Das Spurdenken führte wie so oft zu einer sehr engen Vorbeifahrt eines Autofahrers – trotz „Schutzstreifens“.

Überholmanöver (207)

Nur ein paar Meter weiter quetschte sich noch ein Autofahrer vor der Einmündung der Pettenkoferstraße (zum Krankenhaus) zwischen mir und einem Rettungswagen auf der Linksabbiegespur hindurch.

Überholmanöver (208)

Richtig asozial war dann auch das, was der Fahrer eines Sattelzugs am 2. Februar auf der D 35a vollführte, als er mich auf der nicht sonderlich breiten Straße trotz Gegenverkehrs überholen musste – mit bestenfalls 50 cm Abstand. Woher der Auflieger kam, konnte ich nicht erkennen. War ein eher exotischeres Kennzeichen.

Anfeuerung (3)

Aaaargh! Was hatte mich da ein Rennradkollege erschreckt, als er auf der D 86 im kurzen, aber giftigen Buckel in der Nähe von Waldhouse fast lautlos von hinten herangerauscht kam und mich mit einem lauten „ALLEZ!“ anfeuerte! Ich war auf dem lahmen MTB und in dem Moment grade wegen des miesen Wetters (es regnete bestimmt die Hälfte der Tour über) relativ unmotiviert unterwegs. 😉

(Wilde?) Tiere (12)

Ganz witzig war dann eine Horde Gänse (zumindest keine der „klassischen“, weißen Sorte), die in Waldhouse für einen Moment die süße Freiheit genossen und auf die D 86 entflohen, weil wohl ein vorher auf das Grundstück gefahrener Treckerfahrer das Tor nicht wieder zugemacht hatte. Da es grade wieder stärker regnete, stellte ich mich im Bushäuschen unter und beobachtete, wie dann auch ein französischer Autofahrer anhalten musste. Die frechen Schnabeltiere wurden dann aber vom Eigentümer wieder zurück aufs Grundstück getrieben.

Rotlicht (45)

Am Ende meiner Geburtstags-Tour sah ich dann noch in der Winzler Straße einen Autofahrer, der noch schnell über die grade auf Rot umgesprungene Ampel nach rechts in die Waisenhausstraße huschte.

Alltagserlebnisse (Teil 36)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Platten (2)

Nachtrag. Am 13. Mai erwischte mich in der Abfahrt der K 1 von Schweix Richtung Trulben mal wieder der Pannenteufel. Das Hinterrad meines MTB verlor rasch an Luft, weshalb mir nix anderes übrig blieb, als den Schlauch zu wechseln. Dabei musste ich in den letzten Tagen sowieso schon wegen eines offensichtlichen Mini-Lochs mehrfach nachpumpen. Als ich dann am nächsten Morgen auf das Rad blickte, war auch da schon wieder die Luft draußen; offenbar steckte also noch irgendwas im Mantel. 🙄 Da der Reifen (Schwalbe Nobby Nic) bis dahin schon knapp 6400 km gelaufen war, erlöste ich ihn und montierte mal probeweise den „Town & Country“ von Continental. Ich bin eigentlich nur noch sehr selten im Gelände unterwegs. Und auf Schotter funktioniert er scheinbar ganz ordentlich.

Abfallentsorgung (1)

Am Abend des 17. Mai befuhr ich die Pirmasenser Turnstraße Richtung Hauptbahnhof. Auf dem breiten Parkstreifen nördlich der Bahnbrücke stand ein Auto, aus dessen Fahrerfenster just in diesem Moment eine qualmende Kippe direkt vor mir auf die Straße geschnippt wurde. Ich schaute böse nach hinten und streckte noch ironisch den Daumen nach oben. 🙄 Typisch Raucher…!

Hupen (27)

Am Abend des 18. Mai ging es mal wieder die B 270 rauf. Zwischen dem Husterhöhkreisel und der Kreuzung Zweibrücker Straße ertönte aus einem BMW mit Kelheimer Kennzeichen heraus die Hupe. In Bayern weiß man halt, welche Straßen in der Pfalz für Radfahrer frei sind und welche nicht. Wegen der roten Ampel musste er auf dem Linksabbiegestreifen anhalten, ich fuhr dann auf und schaute fragend in das Auto. Auf dem Beifahrersitz saß die Freundin des jungen Mannes und schenkte mir ein Lächeln. Ihr Macker hatte aber wohl doch keine Lust auf ein Gespräch.

Anfeuerung (2)

Lange her. Am gleichen Abend rief mir noch jemand aus einem entgegenkommenden Fahrzeug in der Blocksbergstraße ein „Schneller!“ zu. Ich schrie zurück „Selber!“.

Stopschilder (16)

Es war mal ein paar Tage relativ ruhig. Am 23. Mai erwischte ich einen Rollerfahrer, der das Zeichen 206 StVO in der Fahnenstraße an der Kreuzung zur Kronprinzenstraße wohl missinterpretierte. Wenn man sieht, dass von links ein Auto kommt, biegt man nicht ungebremst nach rechts ab, um jenem ja keine Vorfahrt gewähren zu müssen. 🙄

Hupen (28)

Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich den Straßenverkehrsbehörden nicht vorschlagen soll, am vierspurigen Abschnitt der B 270 zw. der Zweibrücker Straße und dem Abzweig Petersberg in beide Richtungen einfach zwei große  aufstellen zu lassen! Dieses Mal wurde ich in Höhe der zweiten Einkerbung mal wieder von einem Bus eines Rodalber Reisebusunternehmens angehupt. Auf der Beifahrerseite gestikulierte dazu noch ein alter Mann mit dem Zeigefinger, was wohl „du böser Radfahrer darfst hier nicht fahren“ bedeuten sollte. 🙄 Dabei verläuft auf dieser Straße (die wie erwartet ein deutlich stärkeres Verkehrsaufkommen aufwies) ja die offizielle Umleitung nach Rodalben.

Überholen (67)

Gegen Ende meiner Tour hörte ich in der Landauer Straße das Unheil dann schon von hinten laut heranbrettern. Ein Fahrer eines Baulasters mit einer Baugerätschaft auf dem Anhänger rauschte in der leichten Linkskurve vor der Einmündung zum Krankenhaus trotz Gegenverkehrs einfach ohne jede Temporeduzierung sehr eng an mir vorbei – und zog dann auch noch rasch nach rechts. Ich wurde dabei genötigt, sicherheitshalber auf den Gehweg auszuweichen. Als ich den Laster an der Ampel Landauer Str. und Kaiserstraße auf der Linksabbiegespur wiedersah und ich von der Gradeausspur aus mit Blick ins Führerhaus demonstrativ mit dem Kopf schüttelte, wollte er sein Beifahrerfenster aber nicht für ein kurzes Gespräch herunterlassen. 😡

Alltagserlebnisse (Teil 3)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gentlemen (2)

Danke an den zuvorkommenden Autofahrer aus dem Kreis St. Wendel, der mich am Nachmittag des 5. November auf dem per Zeichen 240 StVO (noch) 😉 benutzungspflichtigen Weg neben der K 6 zwischen Pirmasens und Winzeln auf meinem MTB fahren sah – und netterweise vor dem Abbiegen auf die L 600 anhielt, um mich durchzulassen. Was er ja eigentlich nach § 9 (3) StVO sowieso müsste – obwohl man dem Radfahrer hier ein kleines Zeichen 205 StVO hingestellt hat. Ich hatte diese Stelle schon Beginn diesen Jahres beim örtlichen Straßenverkehrsamt auch aufgrund der Tatsache bemängelt, dass ich hier (obwohl ich die  K 6 begleite) dem rechts abbiegenden Verkehr per Zeichen 205 StVO Vorfahrt gewähren muss- obwohl ich dann direkt hinter der Insel wieder Vorfahrt habe; Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Änderungen wurden zwar angekündigt, getan hat sich bislang aber noch nichts.

Hupen (3)

Warum ich am 7. November, kurz nach 15 Uhr auf der B 270 zwischen Kaiserslautern (Vogelweh) und Hohenecken beim Überholvorgang angehupt wurde, kann ich nur vermuten. Eventuell meinte der Fahrer mit Kirchheim-Bolandener Kennzeichen, ich hätte den linken Weg auf der anderen Straßenseite zu benutzen…? Der ist aber „leider“ in diese Richtung wegen durchgezogener Linien gar nicht erreichbar und daher auch nur in Richtung Kaiserslautern per Zeichen 237 StVO beschildert. Immerhin einer der „besseren“ Radwege, da man dort am Ende durch eine bauliche Verschwenkung ohne Vorfahrtverlust relativ sicher auf die Fahrbahn zurückgeführt wird. Allerdings ist er auch regelm. stark verdreckt, da er (wie offenbar alle Kaiserslauterer Radwege in der Peripherie) wohl grundsätzlich nie gereinigt wird.

Anfeuerung (1)

Ja, in den allermeisten Fällen versuchen (oftmals recht junge) Autofahrer sich durch Anfeuerungsrufe wie „schneller!“ über den pedalierenden Radfahrer lustig zu machen. So wohl auch am Nachmittag des 9. November auf der L 474 zwischen Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen; die Straße steigt dort immerhin auf 1,9 km mit durchschnittlich 6,2 % an. Ein Stück hinter den Sportplätzen wurde mir dann aus einem entgegenkommenden Auto die Erhöhung meines Tempos empfohlen. Sowas muss ich allerdings fast schon als Blasphemie auffassen, da ich eigentlich immer noch zu den schnellsten Bergfahrern hier in der Region zähle…! 😛

Rufe dieser Art sind zwar eher unbedeutend, ich zähle sie aus rein statistischen Interesse trotzdem mal mit. Wenn einer der „Motivationstrainer“ es zufällig lesen sollte: ich bin jederzeit für ein kleines Wettrennen zu haben! 😉