Alltagserlebnisse (Teil 133)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Hupen (95)

Okay, grundsätzlich wäre die in der StVO verankerte Ausrede, dass man das Überholen außerorts „ankündigen“ könne, in diesem Falle denkbar. So hatte mich am 9. August der Fahrer eines Sattelzugs mit Muldenkipper auf der B 270 im Bereich der Ortsumgehung Waldfischbach-Burgalben schon ein gutes Stück vor der Vorbeifahrt angehupt. Oder aber, der Mann meinte, ich hätte dort als Radfahrer nix verloren.

Gentlemen (39)

Wer sich anständig benimmt und grade nicht einfach an allen unübersichtlichen Ecken überholt, wo er es eigentlich nicht dürfte, wird von mir dadurch belohnt, dass ich ihm bei nächster Gelegenheit die Vorbeifahrt ermögliche, indem ich auch mal kurz in einen Feld- oder Waldweg einfahre. Wie am 9. August im Karlstal. Die Försterin bedankte sich per Handzeichen.

Platten (14)

Ich weiß gar nicht, wann ich meinen letzten platten Rennradreifen zu beklagen hatte. Schon eine Ewigkeit her. Am 10. August verschob sich allerdings der Start einer Runde in die Nordpfalz um etwa 20 Minuten, weil ich mir wohl gegen Ende der letzten Tour einen Platten im Hinterrad eingefangen hatte. So musste ich halt erst einmal den Schlauch wechseln.

Hindernisse (3)

An diesem Tag war es fürchterlich windig. In Waldmohr hatte es einen gelben Sack mitten auf die Fahrbahn gepustet. Ich hab ihn eingefangen und einigermaßen sicher am Wegesrand abgestellt.

Ein- und Anfahren (9)

So putzig die Nutrias im Waschtal auch sein mögen: Die Zufahrt zum Weiher im Waschtal bei Hinterweidenthal ist für Kraftfahrzeuge mittels Verbot für Fahrzeuge aller Art verboten! Leider stehen dort fast immer Autos auf dem mehr oder weniger inoffiziellen Parkplatz, weil die zuständige Verbandsgemeindeverwaltung das auch nicht kontrolliert. Deren Fahrer achten dann auch sehr selten auf Radfahrer oder Fußgänger. Am 11. August zog einer dieser Knallköpfe (ohne zu blinken) einfach nach links aus der „Parklücke“, ohne auf den von hinten herannahenden Radfahrer (mich) zu achten.

Überholmanöver (301)

Auf der D 35a / D 620 zwischen Hornbach und Bitche kann man immer was erleben. Am 12. August waren wohl besonders viele deutsche und französische Idioten unterwegs. Den Anfang machte ein sich förmlich mit Gewalt an den berüchtigten baulich gesicherten Abbiegespuren durchquetschender Franzose am Abzweig Lengelsheim. Wenn man hier weiter links fährt, fahren sie trotzdem gerne mit hohem Tempo von hinten heran und vertrauen dann darauf, dass man sich zeitig nach rechts verzieht.

Überholmanöver (302)

Unbeteiligter Zuschauer war ich etwas später, als ein Fahrer eines weißen Lkw mit französischen Kennzeichen die durchgezogene Mittellinie ignorierte und in der langgezogenen, unübersichtlichen und leicht ansteigenden Rechtskurve einen weißen Kleinwagen überholte.

Überholmanöver (303)

An diesem Tag hatte ich zufällig einen Kuli mit. Deshalb hielt ich nach dem Kreisverkehr zur D 620 an und machte mir eine Notiz. Denn ich war kurz zuvor in eben jenem Kreisel vom Fahrer eines Sattelzugs überholt worden. Es war reiner Zufall, dass ich den Kreisel ebenfalls zur D 620 Rtg. Bitche / Haguenau hin verlassen wollte – andernfalls hätte ich halt eine Vollbremsung machen müssen oder wäre ggf. unter seinem Auflieger gelandet. Da es sich bei dem Auflieger um einen einer Spedition aus Baden-Baden handelte, schickte ich mal eine e-mail an die Geschäftsführerin und bat um eine Stellungnahme. Ich bekam natürlich keine Antwort.

Hupen (96)

Noch ein deutscher Vollidiot in einem kleinen Pritschen-Lkw mit Homburger Kennzeichen kam mir hinter dem Abzweig nach Hottviller entgegen. Er hupte für etwas mehr als 2 Sekunden. Warum auch immer.

Alltagserlebnisse (Teil 125)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Vorfahrt (41)

Als ich am Abend des 1. Juli die Störche am Kirschbacherhof knipste, bemerkte ich, wie jemand von der K 13 nach links in die Vorfahrtstraße L 480 (in Richtung Zweibrücken) abbog. Allerdings hatte er dabei die Vorfahrt eines anderen, von links kommenden Autofahrers missachtet, der sich mittels Betätigung der Hupe darüber empörte. Die Störche werden sich wohl auch ihren Teil gedacht haben…

Gentlemen (37)

Kurz vorm Beginn des Schlussanstiegs bemerkte ich, dass ein Auto geduldig und mit Abstand hinter mir herfuhr. Damit ich es nicht evtl. die gesamte Strecke bis über die Serpentine hinaus hinter mir herumbrummen habe, fuhr ich kurz in die Einmündung eines Waldwegs ein und ließ die junge Frau in ihrem Cabrio vorbei. Sie bedankte sich per Handzeichen und mit einem Lächeln.

(Ein- und) Anfahren (8)

Am Abend des 3. Juli ging es durch die Walshausener Ortsdurchfahrt. In Höhe der Reithalle bemerkte ich, wie sich ca. 20 m vor mir ein am rechten Fahrbahnrand geparktes Auto langsam in Bewegung setzte. Es war kein Blinker gesetzt – und ein Schulterblick wurde von der Person hinterm Steuer offenbar auch für völlig überflüssig erachtet, denn der Wagen zog langsam immer weiter nach links, weshalb ich mittels eines lauten „Äääääaeeeeeiiiiiy“ auf meine Anwesenheit aufmerksam machen und ausweichen musste.

Fußgänger (22)

Zweibeiner sind allerdings bekanntermaßen auch immer ziemlich faul, wenn es darum geht, sich vor dem Betreten einer Fahrbahn mal kurz nach links und rechts umzuschauen, ob da ggf. jemand angefahren kommt. So wie der Forstarbeiter, der am 4. Juli im Stausteinerwald von links aus einem Waldweg heraus in Richtung seines in ca. 50 m Entfernung am Fahrbahnrand geparkten Lkw lief.

Gegenverkehr (13)

Nur wenige Minuten später bretterte dann mal wieder jemand auf der sehr schmalen K 4 in Höhe des Kröppener Klärwerks ohne größere Verlangsamung und ohne aufs Bankett auszuweichen an mir vorbei.

Fahrende Verkehrshindernisse (3)

Am 6. Juli war ich am „Knotenbahnhof“ Pirmasens-Nord an der Biebermühle unterwegs. Dabei wurde ich Zeuge der sinnbildlichen Idiotie, auf welche Art und Weise hier in der abgehängten ein-Gleis-nicht-elektrifiziert-Provinz Eisenbahn betrieben wird: Die Polizei sicherte einen Schwertransport ab, der eine Stopfmaschine auf der Bundesstraße 270 (oder ggf. auch über die A 62) zurück in Richtung Kaiserslautern fuhr. Das wird vermutlich sogar betriebswirtschaftlich eben deutlich günstiger sein, als eine Diesellok (die es hier in der Gegend sowieso nicht mehr gibt…) zu schicken, die das Gleisbaugerät dann eben auf der Schiene zurück zum Kaiserslauterer Hbf (und von da aus weiter an den Firmensitz oder nächsten Einsatzort) transportiert.

Wilde Tiere (19)

Auf der L 487 im Faunertal (bei Fischbach) bemerkte ich plötzlich ein kleines, verängstigtes Etwas auf der Fahrbahn kauern. Scheinbar war die kleine Maus kurz vorher beinahe von einem Auto überfahren worden und zitterte vor Angst. Ich nahm sie in meine Hand, fuhr ein paar Meter in einen Waldweg hinein und ließ sie dann (nach einem Foto, siehe Beitragsbild) wieder frei. Auf so einen Schreck muss man erst mal was futtern:

Gespräche (35)

Es ging an diesem Tag zum Entspannen an den Schöntalweiher, meinem absoluten Lieblingsplatz im Sommer. Überraschend tauchte dann doch noch einer der Rennradkollegen aus dem Kreis Südliche Weinstraße auf, der mich auch damals beim Vertreter der Landrätin des Kreises Südwestpfalz in Sachen B 10 unterstützte. Es wurde natürlich ausgiebig über die regionale und überregionale Verkehrspolitik, aber auch die Wandlungen im Klettersport gesprochen.

Aus dem Polizeibericht (Teil 41)

Bei Kirchheim (Weinstraße) stürzt eine Frau ohne Fremdeinwirkung. Ein Autofahrer blockiert aus einem Waldweg ausfahrend in der Abfahrt vom Totenkopf (bei St. Martin) die Straße, weshalb ein Radfahrer nicht mehr ausweichen kann. Zu einen Vorfahrtunfall unter Radfahrern kommt es in Herxheim. In Landau missachtet ein Autofahrer die Vorfahrt einer Radfahrerin in einem Mini-Kreisel. Ebenfalls in Landau wird eine Zebrastreifenradlerin angefahren. Und ein drittes Mal Landau: Ein Dunkel-Klappradler flüchtet hollywoodreif vor der Polizei. In Neustadt parkt ein Autofahrer rücksichtslos aus und verursacht damit den Sturz eines Radfahrers. „Aus dem Polizeibericht (Teil 41)“ weiterlesen

Beim Ausparken 6-jährigen angefahren

Pressemeldung der PD Landau vom 22. August 2018:

Rhodt unter Rietburg (ots) – Leicht verletzt wurde heute Morgen (22.08.22018, 07.45 Uhr) ein 6-jähriger Junge, der mit seinem Fahrrad bergab in der Gartenstraße/Ecke Herrengasse unterwegs zur Grundschule war. Infolge Unachtsamkeit beim Ausparken kollidierte ein 18-jähriger Autofahrer mit dem bevorrechtigten Kind. Durch die Kollision fiel das Kind auf die Fahrbahn und zog sich Schürfwunden und Prellungen am Knie zu.

Die Straßen in den Dörfern entlang der Deutschen Weinstraße sind alle sehr eng, dicht bebaut und verwinkelt, es gibt meist gar keine Gehwege. Hinzu kommen noch unübersichtliche Ausfahrten aus den Grundstücken und Weingütern.

Pedelecfahrer bremst zu stark

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 22. August 2018:

Bad Dürkheim (ots) – Am 21.08.18, gegen 08:45 Uhr, befuhr ein 70-jähriger Pedelec-Fahrer den Hausener Weg in Richtung Kaiserslauterer Straße. An der Einmündung zur B 37 wollte er nach rechts abbiegen und bremste daher ab. Hierbei betätigte er die Bremse jedoch so stark, dass er die Kontrolle über sein Rad verlor und stürzte. Nach bisherigen Feststellungen erlitt er eine Verletzung am rechten Bein. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein Schaden an dem Fahrrad wurde nicht festgestellt.

Es ist auffällig, dass grade Rentner oft die Kontrolle über ihre „übermotorisierten“ Gefährte verlieren und dann stürzen. So schön es ist, dass die Leute auch im Alter auf dem Rad mobil bleiben – vielleicht sollte man sich mit dem Pedelec erst einmal auf sicherem Gelände intensiv vertraut machen und ein Gefühl für das Bremsen bekommen…?

Vielleicht musste er ja auch deshalb so stark bremsen, weil von rechts oder links auf dem Gemeinsamer Geh- und RadwegWegelchen ein Radfahrer angefahren kam…!?

In Schienen eingefädelt

Weitere Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstr.) vom 22. August 2018:

Ellerstadt (ots) – Am 21.08.2018, gegen 21:40 Uhr, befuhr ein 47-jähriger Radfahrer die Bahnstraße. Hierbei kam er mit dem Vorderrad in die Schienen, verlor die Kontrolle über sein Rad und stürzte. Der Mann, der kurzeitig nicht ansprechbar war, wurde zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus in Ludwigshafen eingeliefert. Am Fahrrad konnte kein Schaden festgestellt werden.

Ebenfalls ein „Klassiker“. Durch Ellerstadt verläuft die Strecke der Rhein-Haardtbahn.

Alltagserlebnisse (Teil 34)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Der verrückte Brücken-Freitag

Was ich am Freitag (11. Mai) nach dem Vatertag binnen 20 Minuten an Blödsinn erlebt habe, reicht sonst locker für eine halbe Woche. 🙄 Muss wohl am Restalkohol gelegen haben, der heute Vormittag beim ein oder anderen noch nicht gänzlich abgebaut war…

An- und Einfahren (1)

Es fing schon relativ haarig an. Ich stand am  der Kreuzung Johannes- und Leinenweberstraße (Fahrtrichtung Nordost). Schaute nach links und rechts, bemerkte keinen Verkehr und fuhr los (gradeaus). Just in dem Moment, in welchem ich in die Pedale trat, startete vom rechten Fahrbahnrand (wie in Pirmasens üblich, halbhüftig auf dem Gehweg geparkt) ein Auto, welches mir dann noch ziemlich nah auf die Pelle rückte. § 10 StVO gilt auch dann, wenn man in einer  vom Fahrbahnrand anfährt. Links geblinkt wurde nämlich auch nicht.

Abbiegen (4)

Es ging weiter mit einer Falschabbiegerin im klassischen Hausfrauenpanzer. Wie grade erst kürzlich, wurde am Winzler Tor aus der oberen Kreuzgasse (nach links in die Winzler Straße abgebogen, obwohl dort ein  steht. Ein die Winzler Str. in westlicher Richtung befahrendes Auto musste während des „Wendemanövers“ dann auch anhalten. Ich setzte meinen Weg fort und bog nach links von der Winzler Str. in die Fröhnstraße (Richtung Pirminiusstraße) ab.

An- und Einfahren (2)

Dort fuhr dann vom linken Fahrbahnrand der Fröhnstraße (was immer er dort auch zu suchen hatte…) ein Mann in einem alten Opel mit Ehefrau auf dem Beifahrersitz seelenruhig ohne zu blinken und Rücksicht auf den nachfolgenden Verkehr (mich) an – und bog vor mir in Richtung Pirminiusstraße (Kaufland) rechts ab.

Überholmanöver (64) & Rotlicht (7)

Die kurze, aber ziemlich steile Rampe von der Schäferstraße in die Gärtnerstraße bis zur Kreuzung Bahnhofstraße ist für viele Alltagsradler ein unüberwindbares Hindernis. Ich wuchte mich da immer relativ zügig hoch. 😎 Den beiden Autofahrern hinter mir ging das aber immer noch nicht schnell genug. Also wurde einfach die Abbiegespur zum Sparkassen-Parkhaus samt Sperrfläche überfahren und ich somit rechts überholt. Als Sahnehäubchen fuhr der letzte der beiden bei Knallrot (> 1 Sek.) über die dortige Ampel rechts in die Bahnhofstraße ein.

Überholmanöver (65) & Rotlicht (8)

Nach einem Stop bei der Sparda-Bank (sehr empfehlenswert; immer noch ohne Kontoführungsgebühren) ging es über die Dankelsbachstraße retour Richtung Gärtnerstraße. Vor der Ampelkreuzung Zweibrücker Str. und Schlossstraße überholte mich eine Frau mit geringem Tempo; zog dann aber immer weiter und weiter nach rechts, sodass ich zum Abbremsen genötigt wurde. Madame raste dann aber noch schnell um die inzwischen auch schon vor mehr als 2 Sekunden auf rot umgesprungene Ampel. Da stand ich dann und wartete auf das nächste Drama… 🙄 😉

Stockender Verkehr (1)

Es gibt da ja diesen § 11 (1) StVO, schauen wir mal kurz, was da drinsteht:

Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen nicht in die Kreuzung oder Einmündung eingefahren werden, wenn auf ihr gewartet werden müsste.

Tja. Zwei LKW-Fahrer, die aus der Rodalber Straße in die Schlossstraße einbogen, interessierte der sichtlich stockende Verkehr nicht. So stand dann der Vordere samt Anhänger quer über der Kreuzung, als meine Ampel auf Grün wechselte. Er musste auch warten, weil die Fußgängerampel links der Kreuzung inzw. auch grün zeigte und dort ein Fußgänger stand. Ich windete mich dann um die Lücke zwischen den beiden Brummis – und floh aus dieser offenbar völlig verrückt gewordenen Stadt Richtung Blümelstal.

Abbiegen (5)

Dann war längere Zeit Ruhe. Der „verrückte Freitag“ wurde dann von einem rücksichtslosen Linksabbieger in der Hermersberger Hauptstraße (L 473) abgeschlossen, der kackfrech ohne auf meinen Vorrang (§ 9 Abs. 3 und 5 StVO) zu achten, von sich aus gesehen nach links zum Parkplatz des dortigen Wasgau-Marktes einbog. Ich musste abbremsen, um eine Kollision zu vermeiden.