Radfahrer im “McDrive” unerwünscht

Es ist schon ein Weilchen her, aber ich kann die durchaus interessante Geschichte ja auch mal hier erwähnen. Das Beitragsbild zeigt das Zweibrücker McDonald’s-Restaurant.

Bis März 2014 fuhr ich hin und wieder auf meinen teils recht langen Radtouren durch den ein oder anderen McDrive der Region (u. a. Zweibrücken, Neustadt, Kaiserslautern, Bad Bergzabern), um den Kohlehydratspeicher meist mit ein paar Pommes und Chicken McNuggets wieder ein wenig aufzufüllen. Meist auch nur, wenn es grade die bekannten “Gutscheine” gab. Grade Sonntags ist das unterwegs ja oft die einzige halbwegs kostengünstige und schnelle Möglichkeit, etwas warmes zu futtern. Und ich seh da bei entsprechender sportlicher Betätigung auch keine gesundheitlichen Bedenken – grade dann hat man sich diese kleine “Sünde” auch mal verdient! Also bitte an der Stelle keine distinktive Debatte über die Gesundheitsschädlichkeit von Fastfood! 😛 „Radfahrer im “McDrive” unerwünscht“ weiterlesen

PKW auf Abwegen in Zweibrücken

Eine doch recht amüsante Pressemeldung der Polizeiinspektion Zweibrücken vom 5. Januar 2017:

Am Donnerstag meldete sich um 19:15 Uhr eine 62-jährige Pkw-Fahrerin bei der Polizei und teilte mit, dass sie sich in der Oberen Himmelsbergstraße festgefahren habe. Durch eine Streife konnte vor Ort festgestellt werden, dass die Frau mit ihrem Kleinwagen von der Oberen Himmelsbergstraße widerrechtlich auf den dortigen Fuß-/Radweg aufgefahren war. Nachdem sie dort die Fußgängerunterführung an der Steinhauser Straße durchfahren hatte, blieb sie schließlich aufgrund der geringen Breite des Weges an einem Steigungsstück im Kurvenbereich stecken. Sachschaden entstand glücklicherweise nicht. Allerdings konnte der Pkw aus dieser misslichen Lage nur noch mittels Kranwagen geborgen und auf die angrenzende Steinhauser Straße gesetzt werden.

Quelle: Presseportal Blaulicht

Ergänzt noch durch diese Meldung:

Als Nachtrag zum Bericht anbei ein Lichtbild zum “Pkw auf Abwegen”. Der Pkw konnte auf dem schmalen Weg, der nur ca. 20cm breiter ist als der Pkw selbst, nicht weiter durch die enge Kurve gefahren werden. Letztendlich musste der Pkw vom Abschleppdienst geborgen werden.

Quelle: Presseportal Blaulicht

Und beim dritten Versuch klappte es sogar mit dem Foto! 😉

hier nochmal, jetzt hoffentlich mit Lichtbild zum “Pkw auf Abwegen”

Quelle: Presseportal Blaulicht

Es handelt sich um diesen Abschnitt hier, meiner Erinnerung nach in beide Richtungen mit Zeichen 240 StVO (in dem Falle als nichtbenutzungspflichtiges Angebot, allerdings nicht für Kleinwagenfahrer…) beschildert. An der Spitzkehre war dann endgültig Schluss! 😀

Streckenreaktivierung im Schneckentempo

Es ist – mal wieder – über längere Zeit sehr still geworden um die Verlängerung der S 1 der S-Bahn RheinNeckar nach Zweibrücken. Wer die Thematik seit nunmehr über einem Jahrzehnt verfolgt, fragt sich sowieso, ob die Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg – Zweibrücken jemals gelingen wird. Im Forum von Saarlandbahnen.de diskutiert man bspw. schon seit 2006 über dieses Thema.

Saarbrücken hält von dem Projekt rein gar nichts; die gegenwärtig in Homburg endende S 1 wird im Grunde vollständig von den westpfälzischen Gebietskörperschaften finanziert – das nimmt man natürlich gerne mit. Da wir uns ja aber bekanntermaßen im neoliberalen Wettbewerbsföderalismus befinden, gönnt das Saarland dem “Konkurrenten” Zweibrücken keine bessere Schienenverkehrsanbindung – und sabotiert dieses Projekt, wo immer es möglich ist! „Streckenreaktivierung im Schneckentempo“ weiterlesen

Unterwegs auf verbotenen Radwegen

Das Land Rheinland-Pfalz hat vor einigen Jahren damit begonnen, eigene touristische Radrouten auszuweisen. Unter “Experten” spricht man hierbei von den sogenannten “HBR-Wegen“; diesen Begriff lernte ich auch erst durch meine Teilnahme bei der Verkehrsschau vom 12. September in Linden, bis dahin war das für mich immer nur die “weiß-grüne Touri-Beschilderung”! 😉

HBR-Wege” – eine doch recht phantasielose Bezeichnung, jene basiert auf dem Ungetüm “Hinweise zur wegweisenden und touristischen Beschilderung für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz”. Einen brauchbaren eigenen Namen hat das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium dafür jedenfalls keinen parat; da ging wohl alle Kreativität für die Marke “Radwanderland” drauf…? 😉

Beschildert wird mit rechteckigen weißen Schildern in grüner Schrift; an den Enden werden dann jeweils einige Symbole für regionale und überregionale Routen angebracht. Die (umfangreichen) Hintergründe zu diesem Beschilderungssystem kann man sich bei Bedarf im obigen Link selbst zu Gemüte führen; ich werde hier nur die wichtigsten Kritikpunkte abarbeiten.

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Radwege-Quantität

Die vergangenen Tage habe ich mir mal die Mühe gemacht, eine Liste des südwestpfälzischen klassifizierten Straßennetzes (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) zu erfassen und dabei die Streckenlängen mit benutzungspflichtigen, freigegebenen und eigenständigen Radwegeabschnitten abzugleichen. Hinzugenommen habe ich auch das entsprechende Straßennetz der kreisfreien Städte Pirmasens und Zweibrücken. Einige wenige, besonders unbedeutende Kreisstraßen zu meist einsamen und abgelegenen Gehöften habe ich nicht in die Liste mit aufgenommen. Wer sich für die Zahlen interessiert, kann sich gerne das pdf herunterladen.

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Alltagserlebnisse (Teil 2)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gehweg- und Geisterradler (1)

Nur, damit nicht der Eindruck ensteht, ich würde dazu neigen, Radfahrer pauschal als die “besseren” Verkehrsteilnehmer zu verkaufen. Nein, natürlich ist auch unter Radfahrern die Idiotendichte ziemlich hoch. Um jedoch hier Erwähnung zu finden, muss man schon etwas wirklich außergewöhnliches “leisten”. Wenn ich jeden Gehwegradler erwähnen würde, der mir allein in Pirmasens begegnet, käme ich wohl zu nix anderem mehr. 😉

Ohne Zweifel für eine Erwähnung qualifiziert haben sich jedoch die beiden Klappspaten im gehobeneren Teenager-Alter auf ihren Mountain-Bikes, die mir am vergangenen Dienstag (24. Oktober, gegen 16:40 Uhr) in der Waldfischbacher Hauptstraße auf dem rechts von mir gelegenen (also aus deren Sicht linken) Gehweg entgegenkamen. Auf diesem parkte zudem ein Auto, der Gehweg war somit zusätzlich eingeengt. Trotzdem hob einer der beiden (fettsupermegacoolkrassendgeil) sein Vorderrad an – und machte einen “Wheelie” – obwohl beiden nur ein paar Meter weiter eine Fußgängerin entgegenkam!

Überholmanöver (1)

Ich bin ja wirklich nicht besonders pingelig bzw. inzwischen schon extrem abgestumpft. Die 1,50 Meter Abstand, die der Autofahrer beim Überholen einhalten sollte, sind im Alltag schon die Luxusvariante. Mir ist es manchmal sogar lieber, sie überholen mich zügig mit rund einem Meter, als ewig lange hinter mir herzuzockeln. Wenn ich dann doch mal ein bestimmtes Überholmanöver als erwähnenswert einstufe, muss der motorisierte Kollege mir schon ziemlich nah oder “kreativ” auf die Pelle gerückt sein. So auch am Nachmittag des 26. Oktobers in der Bottenbacher Straße in Winzeln; etwa in Höhe Einmündung Wasserturmstraße, Fahrtrichtung Windsberg. Mitten im Feierabendverkehr werde ich von einem älteren Herren (dessen süßer Wauwau hinten auf der Ablage saß…) mit vielleicht 30 Zentimetern Abstand überholt. Klar, wegen des Gegenverkehrs konnte der gute Mann ja auch nicht mehr viel weiter links fahren. Leider fehlt mir (noch) die Spontanität, bei solchen Annäherungsversuchen einfach kurz auf das Autodach zu kloppen, um den Piloten aus seinem offenkundigen Tiefschlaf zu wecken…!

Hupen (2)

Tja, da ist der 31. Oktober ein einziges Mal gesetzlicher Feiertag – und dann bekommt man an diesem ganz besonderen Halloween auch schon tagsüber auf der Straße das große Gruseln. Heute Nachmittag befuhr ich ziemlich genau gegen 15 Uhr die L 700 Richtung Frankreich. Ich hatte grade den überflüssigen und langen, per Zeichen 240 StVO benutzungspflichtigen Abschnitt auf klassischem Gehweg-Pflaster runde 200 Meter hinter mir, als neben mir plötzlich ein silberner Ford eng an mir vorbeirauschte und währenddessen etwas mehr als 1 Sekunde lang hupte. Ich bemerkte, dass er rechts ranfährt und ein paar Meter weiter auf der Fahrbahn anhält. Aha, da sucht ausnahmsweise mal einer das Gespräch! Am Steuer saß ein junger Mann; wohl Anfang, Mitte 20, neben ihm ein etwas älterer Beifahrer. Gedächtnisprotokoll:

Ich: Sonst geht’s noch…?
Er: Daneben ist ein Radweg. Auf dem müssen Sie fahren.
Ich: Das ist kein Radweg, das ist ein Gehweg. Da vorne (die 200 Meter Richtung Kreuzung zeigend) steht kein Schild.
Er: Ich könnte Sie ja auch umfahren…
Ich: Soll das jetzt eine Drohung sein?
Er: Nein, ich bin ja nur um ihre Sicherheit besorgt, denn da drüben ist ja ein Radweg, da sind Sie sicherer.
Beifahrer: Sie haben den Radweg zu benutzen, das ist Gesetz.
Ich: Nochmal; das daneben ist kein Radweg! Das ist ein Gehweg, ein Radweg muss beschildert sein und an der Kreuzung dahinten steht kein Schild.
Er: Sie müssen auf dem Radweg…
Ich: Das daneben ist ein GEHWEG, da darf ich nicht fahren. Sie haben zudem kein Recht, mich anzuhupen oder zu belehren. Ich merke mir ihr Kennzeichen und zeige sie wegen Nötigung an.

Tu ich nicht, war ja keine. 😉 Vielleicht aber noch wegen § 16 StVO, dann könnte die Polizei dem jungen Mann auch mitteilen, dass der graue Streifen da am Straßenrand eben kein “Radweg” ist!

Ich fuhr dann weiter, er überholte mit sehr großzügigem Seitenabstand. Die (zuvor durchgehend an allen Einmündungen durch Zeichen 240 StVO wiederholte) Benutzungspflicht endet an der Kreuzung L 700 – Luxemburger – Brüsseler Straße, denn dort steht in südlicher Fahrtrichtung keins mehr. Der Weg wird dort im Vergleich zum bisherigen Verlauf auch deutlich enger und verlässt letztlich auch die L 700; man kann später nicht mehr auf diese Straße auffahren. Also selbst mit Zeichen 240 StVO müsste man den Weg dort nicht benutzen; das hätte den jungen Mann dann aber sicher völlig überfordert.

Lustigerweise war diese Stelle auch einer der Tagesordnungspunkte der Verkehrsschau vom 12. September – als ich unter anderem diese bauliche Irreführung ansprach. Die Benutzungspflicht da oben am Zweibrücker Flughafen will ich auf lange Sicht nämlich auch noch wegbekommen.

Turbokreisel – von wegen!

Seit der Fertigstellung der L 700 im Jahr 2005, die die B 424 im Hornbachtal entlastete und die ortsdurchfahrtfreie französische D 35a (Richtung Bitche und die ehemalige N 62 weiter Richtung Haguenau) mit Deutschland verband, wurde mit der Zeit auch eine Umgestaltung am nördlichen Beginn der neuen Landstraße notwendig, jene mündet am Zweibrücker Outletcenter in unmittelbarer Nähe der A-8-Anschlussstelle Contwig in die L 480, die wiederum nach Großsteinhausen führt.

Ein Link zu OpenStreetMap für eine Übersicht.

Man entschied sich für den Bau eines aufwändigen “Turbo-Kreisels” – und was so viel bauliche Kreativität dann in Sachen Radverkehr bedeutet, kann man sich wohl in etwa schon mit Grauen ausmalen…? 🙁 😉

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Radweg-Einöd(e)

Die Homburger Straße (L 469) zwischen Zweibrücken und Einöd befahre ich relativ selten, da weiter südlich im Zweibrücker Stadtteil Bubenhausen ein direkt der A 8 folgender, asphaltierter Wirtschaftweg beginnt, der per für KFZ gesperrt ist. Jener bringt einen dann recht schnell und komfortabel Richtung Webenheim / Blieskastel (B 423) oder Einöd / Ingweiler (bzw. umgekehrt); man hat dann auch vor allem keine Ampeln vor der Nase. Und keine blauen Schilder…!

Für einen Überblick wieder ein Link zu Google Maps! „Radweg-Einöd(e)“ weiterlesen

Schikanen am Funkturm

Willkommen in der Rosenstadt Zweibrücken! Innerhalb des Stadtkerns hat sich in den letzten Jahren löblicherweise einiges getan und viele zweifelhafte Radverkehrsanlagen wurden von Ihrer Benutzungspflicht erlöst. Leider gilt dies nicht für die “Peripherie”, also einige der eingemeindeten Zweibrücker Stadtteile als auch die Gegend um den Flughafen, das Outletcenter als auch das Gewerbegebiet am Funkturm.

Einen Überblick liefert wieder Google Maps!

Das Letztgenannte liegt an der L 480 zwischen dem Outletcenter und der Stadt selbst. Wir beginnen an der Einmündung des Mitfahrerparkplatzes mit Blick Richtung Zweibrücken; das erste steht in dieser Fahrtrichtung bereits an der südlichen Ab- und Auffahrt zur A 8. Diese Situation habe ich im Rahmen eines weiteren Beitrags zum “Turbo-Kreisel” am Outlet näher beschrieben. Jedenfalls erkennen wir auch hier wieder eine durchschnittliche Landstraße, ausreichend breit und wegen der Nähe zur Autobahn mit einem sicher etwas überdurchschnittlicheren, aber auch nicht problematischen Verkehrsaufkommen.

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