Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 3)

Hier und hier hatte ich ja über die Bauarbeiten entlang der Umgehungsstraße von Ramstein-Miesenbach berichtet.

Gestern war ich während meiner Tour in die Nordpfalz auf jener mal wieder unterwegs. Die erste Bauphase ist abgeschlossen, nun ist der zweite (verkehrlich wichtigere) Kreisverkehr an der Kreuzung von L 356 und L 363 an der Reihe (Pressemeldung des LBM).

Dabei stellte ich fest, dass von meinen Vorschlägen (natürlich) kein einziger umgesetzt wurde. Auch das Zeichen 240 StVO (in Richtung Ramstein) vor der Einmündung auf die „Reichsautobahn“ steht dort weiterhin unverhüllt; ob der dahinter liegende BÜ bereits gesperrt ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall landen unwissende Radfahrer am Kreisel dann in einer (nur geschotterten) Sackgasse. 🙄 Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass man, um die offizielle Umleitung über die „Reichsautobahn“ benutzen zu können, vorher auf die Fahrbahn wechseln muss.

Hier übrigens mal ein Foto von besagter, auch von Radfahrern benutzbaren „Reichsautobahn“. Im Hintergrund erkennt man das Haupttor zur Ramstein Airbase.

Die „Reichsautobahn“ bei Ramstein-Miesenbach

Achtung: Querende Pferde!

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 4. April 2018:

Bruchmühlbach-Miesau (ots). Einen nicht alltäglichen Verkehrsunfall musste gestern Nachmittag die Polizei Landstuhl aufnehmen. Ein 14-jähriger Radfahrer hatte augenscheinlich unberechtigt einen Fußweg im Bereich eines Pferdehofes in der Bahnhofstraße in Miesau genutzt. In diesem Moment querte ein an der Hand geführtes Pferd den Fußweg. Trotz vorhandener Warnhinweise auf potentiell querende Pferde konnte der Radfahrer einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte gegen das Pferd, das hierdurch erschrak und nach hinten austrat. Der Radfahrer wurde von einem Huf am Kopf getroffen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Fahrrad wurde beschädigt, das Pferd blieb augenscheinlich unverletzt. Seitens der Polizei wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Tja… da haben wir grade erst drüber diskutiert, ob Reithelme mit Radhelmen vergleichbar wären.

Wie gut, dass es in D überall die passenden Verkehrszeichen gibt! Der junge Gehwegradler hatte wohl jedenfalls noch Glück, dass ihm nicht mehr passiert ist; so ein Pferdetritt kann auch mal tödlich enden. Ob er dabei einen Radhelm trug, geht aus der Meldung nicht hervor; wäre aber mal interessant, ob die Dinger auch in solchen Fällen als Lebensretter taugen? 👿

In der Verkehrsunfallstatistik wird der Unfallgegner „Pferd“ dann wohl in der Kategorie „Andere“ auftauchen.

Radfahrerunfälle Inner- und Außerorts

Im September vergangenen Jahres hatte ich mich eine Zeitlang per e-mail mit der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz ausgetauscht. Mich interessierten konkrete Zahlen zum Unfallgeschehen. Insbesondere im Zusammenhang mit der ständigen (unbelegten) Behauptung, Radfahren sei grade außerhalb geschlossener Ortschaften (agO) besonders gefährlich, weshalb ja nun auch seit der letzten StVO-Änderung nicht einmal mehr für eine Blaubeschilderung eine „besondere Gefahrenlage“ vorliegen muss, um einen gemeinsamen Geh- und Radweg außerorts benutzungspflichtig zu beschildern – auch wenn dort nur 60 Autos die Stunde verkehren oder dort in zig Jahren ohne Radweg niemand ernsthaft zu Schaden kam. 🙄 „Radfahrerunfälle Inner- und Außerorts“ weiterlesen

Verkehrsunfallstatistik Westpfalz 2017

Auf der Internetseite der rheinland-pfälzischen Polizei findet sich seit Kurzem auch die statistische Auswertung des Verkehrsunfallgeschehens im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz des Jahres 2017.

Jenes Gebiet umfasst

neben den kreisfreien Städten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz sowie die Verbandsgemeinden Winnweiler, Rockenhausen, Alsenz-Obermoschel und Meisenheim.

Die Statistik kann hier als pdf (ca. 600 KB) heruntergeladen werden. „Verkehrsunfallstatistik Westpfalz 2017“ weiterlesen

Heatmap: Fahrbahn oder Radweg?

In meinem ersten Beitrag zur Strava Global Heatmap habe ich mich dem Radverkehr im Stadtgebiet gewidmet. Aufgrund der Tatsache, dass hier offensichtlich hauptsächlich Sportler die Daten geliefert haben, kann man ja auch mal ein wenig analysieren, wie es im Umland so aussieht. Wegen der leichten Ungenauigkeiten der GPS-Daten kann man bei direkt straßenbegleitenden Radwegen wegen der Unschärfe nicht unbedingt Rückschlüsse daraus ziehen, ob grade Rennradfahrer eher / lieber auf Radwegen oder der Fahrbahn unterwegs sind. Das geht nur an Wegen, die etwas abgesetzt von der Fahrbahn liegen (weshalb jene dann nicht mehr benutzungspflichtig sind). Da es im Kreis Südwestpfalz sogar mehr eigenständige (meist auf parallelen Forstwegen) als straßenbegleitende Radwege gibt, ist es durchaus lohnenswert, die Unterschiede aufzuzeigen. „Heatmap: Fahrbahn oder Radweg?“ weiterlesen

Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 2)

Bzgl. meiner Kritik an der Nichterwähnung des Radverkehrs in einer Pressemeldung hat mir der zuständige Fachgruppenleiter Betrieb beim LBM Kaiserslautern heute per e-mail geantwortet und ein Umleitungskonzept mittels Verkehrszeichenplan (als Bestandteil der verkehrspolizeilichen Anordnung) nachgereicht. „Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 2)“ weiterlesen

Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 1)

Der LBM Kaiserslautern gab am 6. Februar eine Pressemeldung heraus, wonach ab 15. Februar (mit einer Bauzeit von 3 bis 4 Wochen) der östliche Kreisverkehr an der L 356 (Ramsteiner Ortsumgehung) saniert werden soll. Nach Abschluss dieser Bauarbeiten soll dann ab 4. April der Kreisel am bedeutenden Knotenpunkt mit der L 363 (Richtung Landstuhl) folgen. An der dann vollgesperrten L 363 will zudem die Bahn Arbeiten am Bahnübergang der Bahnstrecke Landstuhl – Kusel ausführen.

Die mit herunterladbaren Skizzen veranschaulichten Umleitungen verlaufen hauptsächlich über die von mir schon u. a. hier erwähnte „Privatstraße des Bundes“, die ehemalige Reichsautobahn. „Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 1)“ weiterlesen

Auf Irrwegen nach Landstuhl

Die Frage, wie man von Ramstein-Miesenbach als Radfahrer eigentlich nach Landstuhl kommen soll, ist recht schwierig zu beantworten – denn die Fahrbahn dürfte man wegen eines östlich der L 363 gelegenen und (streckenweise) mit Zeichen 240 StVO beschilderten Sonderwegs eigentlich nicht benutzen. Eigentlich. Sonst bleibt vor allem dem zügig vorankommen wollenden Radfahrer aber auch keine wirklich andere Wahl – denn es führt in unmittelbarer Nähe kein alternativer Weg über die Landstuhl in zwei Hälften zerschneidende Kursbuchstrecke 670! Der einzige und zudem völlig legale Weg über die Bahnbrücke im Zuge der L 363 wird jedoch durch die Blaubeschilderung systematisch abgeschnitten. Dies ist jedoch nicht statthaft. „Auf Irrwegen nach Landstuhl“ weiterlesen

Ein Leitfaden für indirekte Fahrbahnverbote

Einer der ersten benutzungspflichtigen Sonderwege, den ich im Rahmen meines Widerstands gegen blaue Schilder bei der zuständigen Kreisverwaltung Kaiserslautern bemängelt habe, ist jener entlang der L 363 im Queidersbachtal; dem „Tal der Blauen Schilder„, in welchem man fast durchgängig von der Fahrbahn verbannt wird. Damals habe ich auf der Webseite des Kreises nur nach der e-mail-Adresse der zuständigen Behörde gesucht. Als ich zuletzt wieder vorbeisurfte, fiel mir dann auch auf, dass die Webseite durchaus auch interessante Inhalte zu bieten hat. Etwas erschreckend verlief das Querlesen des umfangreichen „Leitfadens für den Alltagsradverkehr“, Stand März 2013. „Ein Leitfaden für indirekte Fahrbahnverbote“ weiterlesen

Im Tal der blauen Schilder

Der nördliche Teil des Queidersbachtals wurde bereits in diesem Beitrag näher beschrieben. Heute widme ich mich dem südlichen Teil zwischen Steinalben, Horbach und Linden, überwiegend im Kreis Südwestpfalz gelegen.

Auch dort gibt es wieder eine Menge überflüssigerweise von der Fahrbahn aus sichtbar mit Zeichen 240 StVO beschilderter, jedoch eigenständiger und somit nicht benutzungspflichtiger Wege entlang der L 363. Ein Blick von oben gewährt google Maps.

„Im Tal der blauen Schilder“ weiterlesen