Verkehrsschau in Hinterweidenthal

Am Montag früh war ich wieder zur zweiten großen Verkehrsschau im Kreis Südwestpfalz als Gast eingeladen; Ehre wem Ehre gebührt. 😀 Die erste fand am 12. September statt und verlief nicht grade besonders zufriedenstellend; auf die dabei gewonnenen Eindrücke gehe ich unter anderem in diesem Beitrag ein.

Es standen fünf Tagesordnungspunkte hpts. im Dahner Felsenland auf dem Programm. Der mir wichtigste war das Kreiselgewirr an der neuen B-10-Anschlussstelle Hinterweidenthal, den ich mir deshalb auch für mein persönliches Erscheinen ausgesucht hatte.

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Turbokreisel – von wegen!

Seit der Fertigstellung der L 700 im Jahr 2005, die die B 424 im Hornbachtal entlastete und die ortsdurchfahrtfreie französische D 35a (Richtung Bitche und die ehemalige N 62 weiter Richtung Haguenau) mit Deutschland verband, wurde mit der Zeit auch eine Umgestaltung am nördlichen Beginn der neuen Landstraße notwendig, jene mündet am Zweibrücker Outletcenter in unmittelbarer Nähe der A-8-Anschlussstelle Contwig in die L 480, die wiederum nach Großsteinhausen führt.

Ein Link zu OpenStreetMap für eine Übersicht.

Man entschied sich für den Bau eines aufwändigen „Turbo-Kreisels“ – und was so viel bauliche Kreativität dann in Sachen Radverkehr bedeutet, kann man sich wohl in etwa schon mit Grauen ausmalen…? 🙁 😉

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Umbeschilderungen im Saarpfalz-Kreis

Es tut sich ja doch was, da drüben im Saarland. Nachdem eine Entschilderung in Altheim recht schnell verlief, geriet der konstruktive Dialog mit der Sachbereichsleiterin der Kreisverwaltung über Monate ins Stocken. Vor den Auswirkungen so genannter „Umstrukturierungen“ ist inzwischen ja leider selbst der ÖD nicht mehr gefeit. 🙁

Kurz zusammengefasst die Änderungen!

  1. Umbeschilderung eines auch linksseitig mit Zeichen 240 StVO beschilderten Wegs zu Zeichen 239 StVO Zusatzzeichen 1022-10  entlang der L 201 zwischen Walsheim und Gersheim im Saarpfalz-Kreis. Dort findet man einen „Saarland-typischen“ Außerort-Geh-Radweg, der nur per Breitstrich von der Fahrbahn abgetrennt ist, die Leitpfosten stehen einem dort direkt im Weg. Eigentlich ist mir die linke Freigabe trotzdem ein Dorn im Auge, da diese für Radfahrer, die den Weg weiterhin rechtsseitig in Fahrtrichtung Walsheim nutzen (müssen), wegen der geringen Wegbreite in Verbindung mit der Pfosten-Problematik durchaus gefährlich werden kann!
  2. Umbeschilderung von Zeichen 240 StVO zu Zeichen 239 StVO Zusatzzeichen 1022-10 am „Straßendreieck“ bei Beeden. Die L 222 von Wörschweiler in nördlicher Richtung befahrend musste man ca. 250 Meter vor der Kreuzung auf einen mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weg auffahren. Jener führt aber nur direkt Richtung Beeden und geht dabei nahtlos in die L 217 über. Wer die  L 222 Richtung Limbach weiter befahren wollte, musste dann hinter dem Dreieck umkehren, dabei die Fahrbahn der L 217 queren und am Ende noch am  anhalten, ehe es wieder weiter Richtung Limbach ging.
  3. Umbeschilderung in und bei Limbach. Die L 119 (ehemalige B 40) aus Richtung Homburg kommend, ab der Einmündung der L 114 bis zum Kreisel L 119 / L 222 (Richtung Altstadt) von Zeichen 240 StVO zu Zeichen 239 StVO Zusatzzeichen 1022-10. Zuvor wurde man z. B. am Kreisel an der Ausfahrt L 222 per Zeichen 240 StVO und Linkspfeil auf die andere Straßenseite geschickt, wo dann aber ein paar Meter weiter die linksseitige Benutzungspflicht wieder in eine Gehweg-Freigabe überging. Meinem erweiterten Antrag, die gesamte innerörtliche Benutzungspflicht entlang der L 119 innerhalb Limbachs mangels einer besonderen Gefahrenlage nach § 45 (9) StVO aufzuheben, wurde hpts. unter Verweis auf die vermeintlich hohe Verkehrsdichte (16.000 Fahrzeuge mit 660 LKW täglich) nicht entsprochen. Noch nicht…!? Mal abwarten, ob der Verweis auf die „Belastungsstufen“ in der ERA was nützt. 😉

Schön; da könnte sich die wesentlich sturere Kreisverwaltung KL mal ein Scheibchen von abschneiden! 😛

Im herbstlichen Schwarzbachtal

Der goldene Oktober neigt sich ja leider seinem vorläufigen Ende zu. Grund, heute die Kamera mit auf Tour zu nehmen und sich dabei auch mal wieder kurz der Dokumentation des regionalen Schienen-Nahverkehrs zu widmen!

8 Minuten nach 15 Uhr steuert die RB 12821 aus Kaiserslautern an der Lichtung im Schwarzbachtal den Bahnhof Pirmasens Nord an.

Von der Fahrbahn ver-Bann-t

Das Queidersbachtal bildet die Grenze zwischen der Sickinger Höhe und dem Pfälzerwald. Vom Landstuhler Bruch kommend muss man auf relativ kurzer Strecke runde 130 Höhenmeter und eine Wasserscheide nördlich von Bann überwinden, ehe man dem Tal folgend bis Steinalben wieder rund 120 Meter an Höhe verliert.

Das Tal ist die Radsport-Hochburg in der Region, so gibt es in Queidersbach als auch Linden bekannte Radsportvereine.

Überblick, zur Abwechslung mal bei OpenStreetMap! 😉

Leider dürfte die Strecke die höchste Außerort-Blauschild-Dichte in der gesamten Region aufweisen! Es werden einem quasi alle möglichen Variationen geboten, wie man gegen die StVO, VwV als auch die ERA verstoßen kann! In diesem Beitrag widme ich mich dem nördlicheren Teil zwischen Linden, Queidersbach und Bann im Kreis Kaiserslautern; weiter südlich gibt es in den Kreis Südwestpfalz übergehend ebenfalls noch weitere fragwürdige Beschilderungen zu bestaunen.

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Alltagserlebnisse (Teil 1)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gepöbel (1)

Auf meiner Tour mit dem Rennrad in die Nordpfalz am vergangenen Samstag (14.10.17) wurde ich tatsächlich nach längerer Zeit mal wieder aus einem Autofenster eines Pick-Ups angepöbelt, weil ich die Fahrbahn der L 118  bei Reiskirchen befuhr. „Da drüben hat man extra einen Radweg gebaut!“. Mein „Schön, dann kauf dir ein Fahrrad und fahr drauf!“ kam wohl leider nicht mehr an. Es gibt dort zwar einen mehr oder weniger parallelen Weg, jener ist auch (bzw. noch; das Straßenverkehrsamt des Saarpfalz-Kreises wurde schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen…) mehrfach mit  beschildert, aber meiner Ansicht nach wegen eigener Trassierung, unter Bäumen verlaufend (grade im Herbst also oft nass und verdreckt), mit mehrfach mehr als 5 Metern Abstand zur Straße (VwV zu § 9 StVO, Rz. 8), Wartepflichten Zeichen 205 StVO an Einmündungen, an diesem Abschnitt gar hinter einer Lärmschutzwand verlaufend, in meinen Augen nicht straßenbegleitend – und daher folglich auch nicht benutzungspflichtig.

Abbiegen (1)

Ebenfalls am 14.10.17 wurde mir an der Ein- und Ausfahrt des örtlichen Hornbach-Baumarkts der Vorrang genommen! Ich hatte kurz vorher am Mülleimer der Bushaltestelle die Verpackungen meiner unterwegs gefutterten Schokoriegel entsorgt und befuhr den mit   beschilderten Weg, um am abgesenkten Bordstein jener Ein- und Ausfahrt wieder auf die Fahrbahn zu gelangen. Direkt vor mir bog dann aber ein Autofahrer ohne auch nur im Geringsten auf mich zu achten (§ 9 Abs. 3 und 5 StVO) rechts ab auf den Parkplatz. Hätte ich nicht vorab damit gerechnet, wäre ich auf der Motorhaube gelandet. 🙄

Hupen (1)

Ja, die Sache mit dem Schotter-Forst-„Radweg“ (im Herbst 2016 von  zu   umbeschildert) zwischen Lemberg und Salzwoog haben leider immer noch nicht alle so ganz verstanden. Ziemlich genau hier wurde ich auf der L 486 am Sonntag (15.10.17) beim Überholvorgang aggressiv angehupt; es stank ihm wohl, dass er wegen Gegenverkehr kurz warten musste. Als Radfahrer hab ich mich wohl grundsätzlich auf jeden Waldweg zu verpieseln? Gut, ich war zwar mit dem MTB unterwegs – ich hatte es aber eilig und auf Asphalt rollt es eben zügiger! Aber was rechtfertige ich mich hier eigentlich…? 😛

Gentlemen (1)

Ja, Eigenlob stinkt! Es muss aber trotzdem sein – denn macht es im Wald ein Geräusch, wenn ein Baum umfällt – aber keiner da ist, der es hört? 😎 Ebenfalls am Sonntag (15.10.17) fiel mir (in erster Reihe rechts, geradeaus wollend) an der roten Ampel Landauer Str. – Volksgartenstraße in Pirmasens beim seitlichen Blick in die spiegelnde Fensterscheibe des dortigen Geschäfts auf, dass ein Motorradfahrer hinter mir steht, der rechts blinkte. An der Ampel befindet sich ein Grünpfeil. Da links von mir vorm Auto noch Platz war, hob ich mein MTB kurz zur Seite und ermöglichte ihm so das Abbiegen bei Rot. Er bedankte sich artig! 🙂

Felsenland-Express per DB Regio

Seitdem der Esslinger der AVG im August leider mit kapitalem Getriebeschaden verendete und mehrere Wochen nur SEV-Busse verkehrten, hat der ZSPNV Süd DB Regio damit beauftragt, die Fahrten im Wieslautertal bis zum Ende der Ausflugszugsaison als auch im Jahr 2018 zu übernehmen. Samstags verkehrt die Baureihe 642, Sonntags die altehrwürdige Baureihe 628. Schade, dass man für den Samstagszug nicht mal die Baureihe 643 ins Wieslautertal schickt.

Nun denn; das Wetter ist ja mindestens seit Juni quasi durchweg unterirdisch; dazu hatte ich allgemein wenig Zeit und wenig Lust auf Wolkenlotto und Fotografieren im Allgemeinen. Der makellose Sonntagshimmel des goldenen 15. Oktober sollte dann aber mal wieder einen Besuch an der Strecke ermöglichen. Ich nahm mir die zwei Mittagsfahrten vor – die restlichen Pendelfahrten liegen ja in der Zeitlage des Mittwochszugs und sind somit auch nix ganz besonderes.

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Links und Rechts ums Eck statt Gradeaus?

An dieser Stelle möchte ich anhand eines Beispiels quasi direkt vor meiner Haustür (ich befahre die Strecke quasi täglich in mind. einer Richtung) einmal ausführlich aufzeigen, welche allgemeinen Abgrenzungs-Problematiken durch das ausgelöst werden, was sich gemeinhin „Radweg“ schimpft. Vor allem basierend auf dem Fakt, dass das, was als „straßenbegleitender Radweg“ oft blau benutzungspflichtig beschildert wird, oft genau genommen kein Solcher ist, sondern ein eigenständiger Weg, der bspw. zwei unabhängige Straßen miteinander verbindet bzw. eine andere ursprüngliche Funktion hat(te). Um einen Solchen dreht es sich hier!

Die Kreisstraße 6 führt von der westlichen Stadtgrenze durch die eingemeindeten Stadtteile Windsberg, Gersbach (als Rothmühlstraße) und Winzeln (als Gersbacher Straße) in die Kernstadt, wo sie das westliche Stadtgebiet bis zum Beginn der B 270 durchquert. Sie weist (vor allem seit dem Bau der L 600, die quasi den gesamten Durchgangsverkehr abzog) ein nur unterdurchschnittliches Verkehrsaufkommen auf und wurde (glücklicherweise) etwa um 2010 herum gründlich saniert; zuvor war es eine berüchtigte Holperpiste. Vom Bau neuer Radwege (so auch im Hochwald zwischen Windsberg und Gersbach) hat man (wohl aus Kostengründen) abgesehen. Viel sinnvoller wäre es gar, dort bereits vorhandene Wirtschaftswege zu asphaltieren, sie für Radfahrer freizugeben und auf diesem Wege Alternativen zu eröffnen.

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Das Nadelöhr im Pfälzerwald

Der Pfälzerwald ist mein Heimatrevier. Er bildet zusammen mit den jenseits der Grenze liegenden Nordvogesen das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und ist einer der am dünnstbesiedelten Landstriche der Bundesrepublik. Man kann teilweise über 30 Kilometer Land- und Bundesstraßen am Stück befahren, ohne dabei eine einzige geschlossene Ortschaft zu durchqueren. Der informative Wikipedia-Artikel beschreibt diese einmalige Landschaft mehr als treffend!

Unzählige Stunden habe ich dort auf meinem Rennrad und dem Mountainbike verbracht, auch um die schönen Seiten dieser Gegend fotografisch festzuhalten. Das Gebiet ist auch topographisch abwechslungsreich; man kann Touren mit leichtem oder auch sportlich äußerst anspruchsvollem Profil zusammenstellen. Ein kleiner Makel ist jedoch, dass grade für Rennradfahrer nur wenige Alternativrouten über asphaltierte Forstwege existieren; man muss also weitestgehend mit dem recht dünnen Straßennetz zurechtkommen. Richtig flexibel ist man in dieser Hinsicht also nur mit dem Mountain-Bike. Lange Zeit galt dies auch für das wichtigste verkehrliche Nadelöhr der gesamten Südlichen Pfalz: Dem Abschnitt zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein!

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Radweg-Einöd(e)

Die Homburger Straße (L 469) zwischen Zweibrücken und Einöd befahre ich relativ selten, da weiter südlich im Zweibrücker Stadtteil Bubenhausen ein direkt der A 8 folgender, asphaltierter Wirtschaftweg beginnt, der per für KFZ gesperrt ist. Jener bringt einen dann recht schnell und komfortabel Richtung Webenheim / Blieskastel (B 423) oder Einöd / Ingweiler (bzw. umgekehrt); man hat dann auch vor allem keine Ampeln vor der Nase. Und keine blauen Schilder…!

Für einen Überblick wieder ein Link zu Google Maps!

Hin und wieder hat man unterwegs aber halt auch mal Hunger. Und da der Globus-Supermarkt direkt an der saarländisch-pfälzischen Grenze eine recht preiswerte Gastro anbietet, stille ich das Magengrummeln auch gerne mal mit einem Schnitzel- oder Frikadellenbrötchen. Und wenn dort irgendwas Nützliches oder Süßes im Angebot ist, nehme ich es dann auch gerne im Rucksack mit gen Heimat.

Nun hatte ich im Beitrag zum Funkturm ja schon erwähnt, dass in der Zweibrücker Kernstadt die ein oder andere unzeitgemäße Blaubeschilderung verschwand. Leider gilt dies nicht für die Homburger Straße, denn dort fristen noch teils uralte und ihr Dasein an einer zudem recht fragwürdigen baulichen Infrastruktur.

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