Unfall auf Draisinenstrecke im Glantal

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 10. Juni 2018:

Lauterecken (ots) – Am Samstagmittag wird der Polizei ein Draisinen Unfall mit einer schwer verletzten Person gemeldet. Eine Vereinsgruppe aus Weiler bei Bingen war mit vier Fahrrad-Draisinen unterwegs. Auf der ersten Draisine wollte eine Person eine Flasche Wasser zur zweiten Draisine reichen. Hierbei kam der 50Jährige Mitfahrer ins Straucheln und stürzte ins Gleisbett. Die zweite und dritte Draisine fuhren über die im Gleisbett liegende Person hinweg, weil sie aufgrund zu geringen Sicherheitsabstands nicht mehr bremsen konnten. Es erfolgte jedoch zum Glück keine Berührung mit den Rädern. Durch den Sturz verletzte der Mann sich am Bein und an der Wirbelsäule. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Mainz geflogen. Es wird ausdrücklich durch die Kreisverwaltung Kusel als Betreiber der Draisinenstrecke auf die Verhaltensregeln hingewiesen, insbesondere dass man nicht aufstehen soll und einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten muss!

Draisinen kann man ja in irgendeiner Form als „Fahrräder“ betrachten. In Offenbach-Hundheim gab es am Rande der Strecke kürzlich ja erst einen Unfall, bei dem zwei Rentner auf dem Radweg kollidierten.

Leider machen sich auch in Polizeiberichten vermehrt die von mir verhassten „Deppenleerzeichen“ breit; es heißt „Draisinenunfall“ oder „Draisinen-Unfall“. Aber nicht „Draisinen Unfall“!

Radfahrer-Kollision auf Glantal-Radweg

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 1. Juni 2018:

Offenbach-Hundheim (Landkreis Kusel) (ots). Am Donnerstagvormittag verletzen sich zwei Radfahrer bei einem Unfall auf dem Fahrradweg. Ein 71 Jahre alter Mann fuhr mit seinem Rad von Altenglan in Richtung Lauterecken. Er geriet dann wohl aus Unachtsamkeit vom befestigten Teil des Weges auf die Bankette und stürzte. Beim Sturz kollidierte er mit einem 66 Jahre alten Radfahrer, welcher den Radweg in entgegengesetzter Richtung befuhr. Beide Männer wurden beim Unfall leicht verletzt.

So weit oben in der Nordpfalz war ich schon ein paar Jahre nicht mehr; hin und wieder fuhr ich gerne mit dem Rennrad das Lautertal bis Lauterecken runter und dann das Glantal wieder rauf; dabei nutzte ich fast ausschließlich die dort verlaufenden Bundesstraßen.

Jedenfalls geschah der Unfall dann wohl irgendwo auf dem eigenständigen Glantal-Radweg, der hier Teil des Glan-Blies-Weges auf der Trasse der leider stillgelegten Glantalbahn ist. Banketten können allgemein ziemlich tückisch sein. Wie breit der Radweg dort ist, weiß ich nicht – normalerweise sind Bahntrassen-Radwege zumindest nicht die allerschmälsten ihrer Art.

In Abfahrt schwer gestürzt

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 14. Mai 2018:

Relsberg (ots). Auf der abschüssigen K 43 zwischen Relsberg und Hefersweiler ist am Samstagmorgen ein 44 jähriger Fahrradfahrer gestürzt. Mit erheblichen Verletzungen im Mund-/Kieferbereich wurde der Mann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Gegen 11 Uhr war der Mann mit seiner Frau in Richtung Hefersweiler unterwegs gewesen. Seine ihm, etwa im Abstand von 30 Meter, folgende Frau sah, dass ihr Ehemann aus nicht erkennbaren Gründen plötzlich zu Fall kam. Die K 43 wurde kurzzeitig für den Hubschrauber gesperrt.

Gute Besserung! Spontane Vermutung meinerseits wäre ein Schlagloch oder eine andersartige Bodenunebenheit. Auf Kreisstraßen irgendwo im Nirgendwo nicht selten vorzufinden und oftmals sehr tückisch.

Zum Glück blieb dem Sturzopfer angesichts der Gesichtsverletzungen die Empfehlung eines Fullface-Helmes erspart. Ob er evtl. sogar einen Radhelm trug, wird ja (Zufall…?) nicht erwähnt. 😈

Polizeiliche Radhelmpropaganda

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 13. Mai 2018:

Ruthweiler (ots). Glück hatte ein 9-jähriger Junge aus Namibia, der sich derzeit zu Besuch in Deutschland aufhält. Er fuhr gestern Nachmittag gegen 15.00 Uhr mit dem Fahrrad zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund die abschüssige Straße Am Spelzenacker hinunter. Da in Namibia Linksverkehr gilt, fuhr er aus Gewohnheit auf der linken Straßenseite. In einer scharfen Linkskurve, unter einer Unterführung, kam ein 59-jähriger Cabriofahrer entgegen, der einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden konnte. Der Junge flog bei dem Aufprall über den Fahrradlenker und blieb kurz auf dem Boden liegen. Wie durch ein Wunder – wohl auch weil er einen Fahrradhelm trug – hatte er sich hierbei keinerlei Verletzungen zugezogen, was der verständigte Rettungsdienst nach kurzer Untersuchung bestätigte. An dem Pkw entstand Sachschaden.

Man verliert da echt so langsam die Lust, die Radhelmpropaganda läuft wieder auf Hochtouren…!

Der Glaube an „Wunder“ durch Fahrradhelme weist dabei die klassischen Merkmale einer Religion auf. Und der Rettungsdienst, der keinerlei Kompetenz innehat, um zu beurteilen, ob das Stück Styropor hier überhaupt eine Wirkung entfaltet hat, stimmt in das Halleluja mit ein. 🙄 Geprießen sei unser Heilig’s Styropor’le! Hätte der Junge keinen aufgehabt, hätte man es wohl schlicht nicht erwähnt, weil es nicht zur Propaganda gepasst hätte.

Mit Radhelm überlebt man also sogar Frontalzusammenstöße mit Autos völlig unverletzt! Scheinbar hat der Radhelm ja also auch nicht nur Kopfverletzungen, sondern Verletzungen am gesamten Körper verhindert. Ein universeller Radfahrer-Schutzschild quasi!

Deshalb: 24/7-Fußgänger- und Autofahrerhelme müssen ebenfalls endlich Pflicht werden!

Treppenfahren in Waldmohr

Nachdem ich bei meinem letzten Ausritt in die Nordpfalz das „Baumkuscheln“ in der Waldmohrer Eichelscheiderstraße dokumentiert hatte, fiel mir bei der Weiterfahrt anschließend in der Weiherstraße beim flüchtigen Blick nach rechts noch ein weiteres Blauschild auf. In dem Moment hatte ich aber keine Lust, erneut anzuhalten. „Treppenfahren in Waldmohr“ weiterlesen

Radweg-Planung am Potzberg

In die Liste der Planfeststellungsverfahren des LBM Rheinland-Pfalz zu schauen, ist immer wieder interessant. Vor allem im Hinblick auf den Bau von Radwegen.

Ein meines Erachtens recht überflüssiges Exemplar wird wohl demnächst im Rahmen der Sanierung der K 34 zwischen Neunkirchen am Potzberg und Föckelberg errichtet. Jene Kreisstraße ist grade bei Rennradfahrern in der gesamten Pfalz besonders durch die Tatsache bekannt, da hier in aller Regel die Abfahrt vom Potzberg erfolgt, einer der härtesten Anstiege des Nordpfälzer Berglandes, wenn man ihn von Mühlbach am Glan aus befährt. Aufgrund der Straßenschäden kann man die Sanierung auch von Radfahrerseite her eigentlich nur begrüßen! „Radweg-Planung am Potzberg“ weiterlesen

Tree-hugging in Waldmohr

Bevor ich das steile Winzwegelchen bei Schönenberg-Kübelberg dokumentierte, machte ich an der L 354 (Eichelscheiderstraße) in Waldmohr am Motschweiher noch schnell ein Fotochen vom standardmäßigen, weitgehend unspektakulären grauen Radwege-Elend, mit dem man immer wieder konfrontiert wird. Man ist dort quasi innerorts unterwegs, auch wenn das Ortsschild weiter westlich auftaucht. Es gilt Zeichen 274-50 StVO bei breit ausgebauten Fahrbahnen.

Auch dieser in beide Richtungen benutzungspflichtige Weg (bis zur Einmündung Feldstraße reichend) dürfte einmal mehr die Mindest- und Sollmaße deutlich verfehlen. Zusätzlich eingeengt wird er noch durch eine in den Weg hineinwachsende Baumreihe. An den beiden Wegenden fehlen natürlich , die Querungshilfen sowie Furten. Stattdessen erkennt man auf dem Foto hinter dem Zeichen 240 StVO auch von der Form her das kleine Zeichen 205 StVO, damit der Radfahrer hier im Falle eines Ein- und Abbiegeunfalls an der verkehrlich unbedeutenden Einmündung „Im Mühlfeld“ wenigstens eine Teilschuld auferlegt bekommt, obwohl er immer noch die  begleitet. 🙄

Berg- und Talfahrt am Ohmbachsee

Da mich meine Tour am 29. März nach längerer Zeit mal wieder in Richtung Nordpfalz führen sollte, nahm ich die kleine Kompaktkamera mit, um zur Abwechslung mal wieder den ein oder anderen blauen Witnzweg zu dokumentieren. Damit auch der Kreis Kusel von meinem Zorn nicht weiter verschont bleiben möge! 👿 „Berg- und Talfahrt am Ohmbachsee“ weiterlesen