Alltagserlebnisse (Teil 58)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Stopschilder (28)

Am 12. August befuhr ich die Höheinöder Straße in Waldfischbach-Burgalben in Richtung Hauptstraße. Vor mir waren zwei Pkw. Nachdem der Erste abgebogen war, wollte der Zweite (mit Homburger Kennzeichen) ohne am Stop-Schild zu halten, fließend nach rechts abbiegen. Das Vorhaben musste er aber im letzten Moment abbrechen, da von links dann doch ein bevorrechtigtes Auto kam. Er stand jenem dann aber mit seiner Motorhaube im Weg herum. Der von links Kommende beschwerte sich wohl mittels Gesten über die beinah genommene Vorfahrt und fuhr langsam am Saarländer vorbei. Der war genervt, weshalb er dann auch noch so kackfrech war, 2 Sekunden lang auf die Hupe zu drücken! Geblinkt hat er übrigens auch nicht.

Abbiegen (12) und Einbahnstraßen (9)

Auch ganz lustig war der Fahrer eines Pizzadienstes, der mir am 13. August in Rodalben im östlichsten Abschnitt der Straße „Am Rathaus“ begegnete. Er kam recht rasant die steile Bruderfelsstraße hinuntergefahren und hielt vor den beiden Absperrschranken an, an denen zusätzlich noch Verbot für Fahrzeuge aller Art angebracht wurden, um zu verdeutlichen, dass man hier nicht (in Richtung Hauptstraße / Umgehungsstraße) durchfahren darf. Dass die Vorgeschriebene Fahrtrichtung Links und Verbot der Einfahrt dort wegen der Vollsperrung der OD Rodalben wohl ständig ignoriert wurden, hatte ich der Polizeidirektion Pirmasens nach der Beobachtung des hier erwähnten Witzbolds kurz per e-mail mitgeteilt, die dann wohl auch veranlasst hat, dass die Abkürzung zusätzlich verbarrikadiert wird.

Aber zurück zum Pizzaboten! Jener hielt vor der Absperrung und kuckte sich um, ob grade keiner kommt. Ich ahnte, was er vorhat und schaute mit kritischer Miene in seine Richtung. In dem Moment kamen grade auch noch aus mehreren Richtungen Fahrzeuge. Das waren dann wohl doch zu viele „Zeugen“, weshalb er sein offensichtliches Vorhaben aufgab und nach links verschwand. Um dann mit einem Affenzahn eine Schleife über die Baumbuschstraße zu fahren – denn er kam mir, als ich fast am Ende der steilen Bruderfelsstraße ankam, gleich noch einmal entgegen! Keine 2 Minuten später begegnete mir (die L 482 in Richtung Pirmasens befahrend) ein Streifenwagen. Schade, knapp verpasst! Und wieder ein paar Minuten später überholte mich der Pizza-Bote erneut. Ich geh also mal davon aus, dass sein 2. Versuch „erfolgreich“ war.

Einbahnstraßen (10)

Am 14. August ging es in den Bliesgau, um das „Radfahrer absteigen“ in Reinheim zu dokumentieren. Als ich die L 102 von Riesweiler kommend befuhr, fiel mir im Ortsbereich von Peppenkum ein Hinweisschild auf, dass die L 101 Richtung Altheim gesperrt sei. Warum auch immer. Eingerichtet war offensichtlich eine Einbahnstraßen-Regelung, denn hinter dem nördlicheren der beiden Straßen-Dreiecke standen zwei Verbot der Einfahrt. Als ich nach links abgebogen war, bemerkte ich, wie hinter mir eine Autofahrerin mit Karacho in die eingerichtete Einbahnstraße reinkachelte.

Überholmanöver (120)

Nach der Dokumentation besuchte ich den Rewe-Markt in Gersheim, auch um die von Joachim erwähnten Fahrradständer zu fotografieren. Beim Linksabbiegen auf den Parkplatz wurde ich, obwohl ich schon ziemlich mittig fuhr und das Patschehändchen draußen hatte, trotzdem von einem Autofahrer mit auswärtigem Kennzeichen überholt.

Autos auf Radwegen (8)

Zwischen Webenheim und Mittelbach bzw. Wattweiler gibt es einen prima Wirtschaftsweg, der per Verbot für Fahrzeuge aller Art gesperrt und nur für den Rad-, forst- und landwirtschafltichen Verkehr freigegeben ist. Grade auch deshalb, weil er sportlich ziemlich anspruchsvoll über die „Große Höhe“ zur namenlosen Verbindungsstraße zwischen Mittelbach und Wattweiler führt. Auf meiner Fahrt wurde ich zwei Mal, u. a. von einer laut dröhnenden, aufgemotzten Karre überholt und ein Auto kam mir entgegen.

Vorfahrt (7)

Ich hasse (straßenbegleitende) Radwege! Aus tiefstem Herzen!

Als Fortführung des eigenständigen Hornbach-Radwegs gibt es in Richtung Zweibrücken noch ein schmales, mit Gemeinsamer Geh- und Radweg beschildertes Wegelchen, welches derzeit kurz vor dem Ixheimer Ortseingang endet und den Radler eines Tages in noch größeres Unheil führen soll.

Ich befuhr jenes Wegelchen am gleichen Nachmittag in Richtung Rimschweiler. An der Einmündung der Straße zum Weiler Birkhausen sah ich erst eine Autofahrerin mit ihrem Hinterteil mir im Weg rumstehen; sie konnte aber noch vor meiner Ankunft nach links auf die B 424 abbiegen. Als ich mich weiter näherte, sah ich von rechts ein weißes Auto heranrauschen! Deren Fahrerin musste dann richtig in die Eisen steigen, damit es nicht knallt. Wegen meines 7. Sinns hatte ich bis fast zum Stillstand heruntergebremst. Auch hier ist die Sicht wegen des Bewuchses ziemlich beschissen – und es gibt weder eine Furt, noch ein querender Radverkehr aus beiden Richtungen! Zumal dort für den ausfahrenden Verkehr meiner Ansicht nach eh ein Stop-Schild, statt eines Vorfahrt gewähren hingehört!

Autos auf Radwegen (9)

Auf meinem Weg gen Heimat befuhr ich dann auch mal wieder einen der wenigen Wege in der Gegend, die mit Verbot für Kraftfahrzeuge beschildert sind. „Leider“ hängt auch ein „Anlieger frei“ drunter. Trotzdem glaube ich nicht, dass die insgesamt 6 Kfz, die ich auf dem asphaltierten Weg von Rimschweiler hinauf zum Zweibrücker Flughafen sah, alle „Anlieger“ waren. Da jener Weg sich so schön den Berg hinaufschlängelt, machte ich ein paar Fotos – und erwischte nebenbei dann auch einen BMW-Fahrer. Mir kam immerhin sogar eine Radfahrerin auf einem MTB entgegen.

Weg von Rimschweiler zum Flughafen

Abbiegen (13) und Einbahnstraßen (11)

Am 15. August ging es die Bärenhalde zwischen Pirmasens und Rodalben mal runter. Darf man ja. Im Gegensatz zu den hunderten an Autofahrern, die ja eigentlich nur mit einem Anliegen bis zur Baustelle dürfen… Jedenfalls fuhr vor mir ein dunkelblauer Caddy nach rechts in die Bruderfelsstraße – da ahnte ich schon, was kommt. An deren Ende stehen ja „Am Rathaus“ wie oben angemerkt Vorgeschriebene Fahrtrichtung LinksVerbot für Fahrzeuge aller Art und Verbot der Einfahrt. Die interessierten den Fahrer nicht die Bohne! Ich stieg dann an der Absperrung ab und schob meinen Renner die 20 Meter bis zur Hauptstraße. Währenddessen bretterte gleich noch ein Fahrer eines älteren, schwarzen BMW an der Absperrung vorbei und bog nach links in die Hauptstraße ab. Keine Ahnung, warum sich die Polizei da nicht mal eine Stunde lang hinstellt. Wenn da einer legal rechts um die Ecke abbiegt und grade einer gegen die Fahrtrichtung fährt, gibt es halt einen Frontalzusammenstoß…!

Hupen (42)

Am gleichen Tag staute es sich am Ende der Waldfischbacher Hauptstraße an der Einmündung zur B 270 auf circa 170 Metern. Ich überholte den stehenden Verkehr dann links auf meiner Fahrbahnhälfte und zog dann ein paar Autos später nach rechts, um an dem Rest der Schlange gem. § 5 (8) StVO rechts vorbeizufahren. Ich achtete sogar drauf, nur zu überholen, wenn die Autos stehen. Ich bin mir nicht sicher, aber wahrscheinlich sollte der Huper aus einem Auto mit Kuseler Kennzeichen ein paar hundert Meter weiter wohl signalisieren, dass dessen Fahrer mit meinem Durchschlängeln nicht einverstanden war. Oder er stand selber nicht in der Schlange und der Huper basierte nur auf dem weitverbreiteten Irrtum, wonach Radfaher auf „Bundesstraßen“ nix verloren hätten.

Autos auf Radwegen (10)

Am Abend stand dann mal wieder einer an der von mir schon ausgiebig kritisierten Einmündung zur L 600 mit seinem BMW komplett auf der Furt des überflüssigen Gemeinsamer Geh- und Radweg-Stummels entlang der K 6. Ich musste dann halt links dran vorbeifahren. Zurücksetzen hielt er für nicht notwendig.

Auto- verprügelt Radfahrer in Landau

Pressemeldung der PD Landau vom 15. August 2018:

14. August 2018, 10.20 Uhr Am Dienstagmorgen wurde ein Radfahrer in der Waffenstraße, in Höhe der Baustelle an der Queich von einem weißen Mercedes überholt. Dabei wurde der 53-jährige Radfahrer von dem Autofahrer geschnitten und beinahe vom Fahrrad gestoßen. Der Radfahrer stieg ab und rief dem Autofahrer hinterher ..“ du hättest mich beinahe von meinem Fahrrad geholt“. Daraufhin stoppte das Auto. Der Fahrer stieg aus und lief zu dem Radfahrer hin. Ohne Vorwarnung schlug der Mercedesfahrer dem Radfahrer mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Er schnappte sich das Fahrrad und warf es zur Seite. Danach stieg er in sein Auto und fuhr zunächst unerkannt weg. Zahlreiche Personen hatten den Vorfall beobachtet. Der geschädigte Radfahrer klagte über Schmerzen im Kieferbereich und über die Beschädigung seiner Zahnprothese. Er wurde ärztlich versorgt und wurde zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Über das mitgeteilte Autokennzeichen wurde der Autohalter, ein 41-jähriger Landauer zu Hause aufgesucht. Er bestätigte den Vorfall, wollte sich aber zu der Situation nicht weiter äußern.

Bei der Baustelle wird es sich wohl um jene halten, die auch bei mapillary (aus 2017) dokumentiert ist. Wahrscheinlich befuhren beide die Straße in der entgegengesetzten Richtung der Aufnahme (also aus Süden); der Radfahrer musste wegen der halbseitigen Sperrung halt nach links auf die Gegenfahrbahn und wurde dabei trotzdem eng überholt. Gemeinsame Geh- und Radwege gibt es dort in beiden Richtungen keine.

Erschreckend, wie sehr sich die Angriffe in der letzten Zeit häufen. Glücklicherweise waren genügend Zeugen anwesend, damit der Autofahrer wenigstens nicht unerkannt fliehen konnte.

69-jähriger stürzt über den Lenker

Pressemeldung der PD Landau vom 13. August 2018:

Burrweiler – Eine Platzwunde am linken Auge, Schürfwunden und Prellungen am ganzen Körper erlitt am Sonntagmittag (12.08.2018, 14.40 Uhr) ein 69-jähriger Radfahrer in der Straße „Im Staufert„. Aus bislang ungeklärten Gründen verlor der Mann die Kontrolle über sein Fahrrad und stürzte über den Lenker auf den Asphalt. Er kam in ein Krankenhaus.

Ein brettebener, kerzengerader Weg. Keine Ahnung, wie man da über den Lenker fliegen kann? Evtl. Gegenverkehr? Schwächeanfall? Man weiß es nicht.

Betrunkener Radfahrer

Ergänzend noch die Pressemeldung der PD Landau vom 12. August 2018:

Landau in der Pfalz (ots) – 12.08.2018, 02:30 Uhr Gerade noch rechtzeitig konnten die Beamten der Polizeiinspektion Landau eine bevorstehende Trunkenheitsfahrt eines 38-jährigen Landauers in der Theaterstraße verhindern. Dieser fiel den Beamten wegen seines schwankenden Gangs auf und als er mit wenig Erfolg versuchte, sein Fahrrad aufzuschließen mussten die Beamten einschreiten um Schlimmeres zu verhindern. Dies war in Anbetracht seiner Alkoholisierung von 1,83 %o auch nötig. Auch mit einem Fahrrad kann man eine Trunkenheitsfahrt begehen. Der Landauer begab sich sodann zu Fuß nach Hause.

Man kann also auch besoffenen Radfahrern „den Schlüssel wegnehmen“. ;o)

„Radfahrer absteigen“ in Reinheim

Am 21. Februar 2018 schrieb ich der Sachbearbeiterin der Straßenverkehrsbehörde (StVB) des Saarpfalz-Kreises eine e-mail mit u. a. folgenden Inhalt:

da ich heute wieder in Ihrem Zuständigkeitsgebiet unterwegs war: (…)

  • An der (ehemaligen…?) L 208 („Zum Litzelbach“) zwischen Reinheim und Niedergailbach liegt ein in beide Richtungen benutzungspflichtiger Z-240-Weg. Er dürfte aber kaum breiter als 2 Meter sein. Außerdem fehlen die Querungshilfen und das Ende bei Niedergailbach liegt direkt an einer uneinsehbaren Stelle hinter einer Kapelle. Mindestens die linksseitige Bpfl. ist aufzuheben.

„„Radfahrer absteigen“ in Reinheim“ weiterlesen

Post-apokalyptische Radwege

Radwege wachsen ja gerne mal zu, vor allem dann, wenn sie wenig bis gar nicht benutzt werden. Auch entlang der L 474 zwischen Petersberg und der B-10-Anschlussstelle gibt es ein etwa 400 Meter langes Gemeinsamer Geh- und Radweg-Stummelchen. Es ist (wenigstens) sogar nur rechtsseitig bebläut. Der eigentliche Witz an diesem Weg ist vor allem der, dass ich mir zwischen der Einmündung der K 17 und der Kuppe wegen der kurzen, aber knackigen Steigung in einer langgezogenen Rechtskurve bei nicht allzu breiter Fahrbahn durchaus einen Seitenstreifen oder meinetwegen auch ein leicht abgesetztes Wegelchen (aber dann auch nur ohne beidseitige Benutzungspflicht!) vorstellen könnte. „Post-apokalyptische Radwege“ weiterlesen

Tempo-50-Zone?

Das Schöne am Straßenverkehrsrecht ist, dass man beim genaueren Hinsehen immer wieder neue Dinge entdeckt, die man kritisch hinterfragen kann. So bin ich im Bereich der Gewerbegebiete am Zweibrücker Flughafen schon unzählige Male ohne mir groß Gedanken zu machen an Verkehrszeichen vorbeigefahren, die es gemäß der derzeit gültigen StVO aber so gar nicht gibt – und wohl auch nie gab. An der Kreiselausfahrt am Prager Ring (Richtung Outlet, Beitragsbild) gibt es beispielsweise so eins. An der Ausfahrt zur Pariser Straße hingegen aber nicht. „Tempo-50-Zone?“ weiterlesen

Der Radweg entlang der L 700

Vor einigen Monaten hatte ich hier ja mal das Wegelchen am Zweibrücker Turbokreisel vorgestellt und kurz angemerkt, dass weiter südlich noch weitere Wegelchen um zwei Kreisverkehre herum dem die L 700 befahrenden Radfahrer das Leben schwer machen. Die sind zwar an und für sich nix besonderes, unspektakuläre Beispiele für die ganz normale Fahrbahnverbannung durch angeordnete Benutzungspflichten per Gemeinsamer Geh- und Radweg. Solche einfachen Grundlagen aus der VwV wie z. B. Stetigkeit interessieren da nicht; auch die Vorgaben der ERA 2010 als auch die Erkenntnisse aus der Unfallforschung werden von der Zweibrücker Straßenverkehrsbehörde munter ignoriert. Mehr zur Gefährlichkeit von Radverkehrsführungen um Kreisverkehre im Beitrag zum geplanten Ixheimer Kreisel. „Der Radweg entlang der L 700“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 57)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Gespräche (11)

Nachgetragen sei noch das kurze Gespräch am 8. August in Riedelberg, in welchem ich einer älteren Autofahrerin (mit ihrem Gatten auf dem Beifahrersitz) versicherte, dass Sie auf dem richtigen Weg ist. Sie wollte nach Vinningen und musste wegen der Bauarbeiten bei Kleinsteinhausen die Umleitung benutzen. Scheinbar vermisste sie an jeder noch so unbedeutenden Einmündung gelbe Umleitungsschilder. „Die brauchen wir ja auch nicht, wir haben ja Sie“! :mrgreen:

Stopschilder (27)

Inzwischen habe ich die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Südwestpfalz darum gebeten, die Stop-Schild an der Einmündung der K 10 in die L 471 durch Vorfahrt gewähren zu ersetzen, da man wirklich meilenweit schauen kann und die „alte B 10“ kein überdurchschnittliches Verkehrsaufkommen mehr aufweist. Die Voraussetzungen der VwV sind für Stopschilder nicht mehr gegeben. Am Morgen des 9. Augusts rauschte aber wieder mal einer besonders frech, mit regelrechtem Vollgas nach rechts über die Haltelinie. Ich bog nach links Richtung Stambach ab.

Gentlemen (12)

Ich und die Brummifahrer werden noch richtig dicke Kumpels. ;o) Gelegentlich zeige ich mich, wenn ich an unübersichtlichen Stellen nicht überholt werde, in der Weise erkenntlich, dass ich, sobald ich sehe, ob hinter dem Knick keiner kommt, mit dem linken Arm eine kreisende Bewegung mache, um dem hinter mir Fahrenden zu signalisieren, dass er überholen kann. Meistens raffen es die Leute nicht – oder sie sind zu misstrauisch. Der Fahrer eines niederländischen Sattelzugs deutete die Geste aber richtig, sodass er am 9. August auf der L 496 zügig an mir vorbeikam. Es gab wieder eines kleines Danke-Huperchen.

Überholmanöver (116)

Am Morgen des 10. August gab es gleich zwei Engüberholer entlang des hier schon öfter erwähnten Pseudo-„Schutzstreifens“ in der Blocksbergstraße direkt hintereinander.

Überholmanöver (117)

Anschließend war ich wieder in Frankreich unterwegs. Auf der durch den Truppenübungsplatz von Bitche führenden D 86 zwischen Haspelschiedt und Bitche überholte mich ein Auto mit Karlsruher Kennzeichen in der langgezogenen Kurve in der Nähe des Abzweigs der Militärstraße zum Haspelschiedter Weiher. Leider kam ausgangs der Kurve dann doch Gegenverkehr, weshalb der Deutsche abbremsen musste und in der Folge sehr knapp (vielleicht 40 cm) an mir vorbeischrammte.

Überholmanöver (118)

Kaum zurück in Deutschland angekommen, hätte es auf der sehr schmalen L 101 zwischen der Grenze und Peppenkum in der Rechts-Links-Kurve vor der alten Zollsiedlung beinahe einen Streifunfall zwischen einem mich in der Kurve mit vollem Tempo überholenden und somit vollkommen durchgeknallten Franzosen und einem in Richtung Frankreich unterwegs seienden Auto (dessen Fahrerin auf das Bankett ausweichen musste) gekommen – dass sich hier nicht wenigstens die Rückspiegel geküsst haben, war wohl auch meiner vorausschauenden Vollbremsung (als ich den Gegenverkehr kommen hörte) mit Ausweichen auf die Bankette zu verdanken!

Die Landstraße durch das Bickenalbtal sieht so unscheinbar aus – sie ist aber grade wegen ihrer Schmalheit und stets einen besonders rasanten bis gemeingefährlichen Fahrstil pflegenden (jungen) Franzosen eine der für mich unangenehmsten Strecken in der Gegend.

Überholmanöver (119)

Am 11. August befuhr ich (nach ein paar Fotostops an den beiden Kreiseln) die L 700 zwischen dem Zweibrücker Flughafen und Hornbach. In der langgezogenen Rechtskurve auf der Gefällstrecke hinab ins Hornbachtal überholte mich das zweite von insgesamt drei gelben Firmenfahrzeugen mit Kennzeichen aus der Schweiz bei Gegenverkehr äußerst eng, ich fuhr in dem Moment ca. 45 km/h.

Gehwegradlerinnen (34) & Rotlicht (17)

Ich machte so einen Schlenker über Hornbach; es ging anschließend über die bei Althornbach vollgesperrte B 424 und den Hornbachradweg retour Richtung Zweibrücken. In der Ixheimer Straße (B 424) sah ich vor mir zwei Radfahrerinnen (eine auf einem MTB, die andere auf einem City-Rad) auf der Fahrbahn! Ich wollte mir schon wieder spontan Formulierungen für einen Heiratsantrag ausdenken, als die beiden in der Kurve vor dem Bahngleis dann doch auf den Gehweg wechselten. Ich zog dann mit dem Rennrad im leichten Anstieg zügig vorbei. Leider zeigte die Rechtsabbieger-Ampel grade Rot. „Die gilt ja auf dem Gehweg nicht“, also fuhren die beiden Damen an dieser vorbei weiter Richtung Innenstadt. Erst in Höhe der Gottlieb-Daimler-Brücke wechselten sie auf den schmalen (teils „protecteten“) „Schutzstreifen„. Ich überholte die beiden dann wieder links auf der Fahrbahn.

Gehwegradler (35) in Einbahnstraße (8)

Nur wenige Meter weiter sah ich dann in der Einbahnstraße Alten Ixheimer Straße einen mir auf dem linken Gehweg entgegenkommenden Mountainbiker, der ganz eng an der Hauskante und den Verbot der Einfahrt vorbei in die Bergstraße abbog. Dort fuhr er für einen Moment auf die Fahrbahn auf, musste dann aber wegen Gegenverkehr gleich wieder nach rechts auf den Gehweg ausweichen. Respekt – mal ein Einbahnstraßen-Verstoß im Quadrat!

6-jähriger auf Feldweg schwer verletzt

Pressemeldung der PD Landau vom 11. August 2018:

Landau: 10.08.2018, 18:00 Uhr (ots) – Ein 6-jähriges Kind und dessen Vater befuhren mit ihren Fahrrädern einen unbefestigten Wirtschaftsweg aus Richtung Sportplatz Arzheim kommend, in Richtung Ranschbachtal. Ein 58 – jähriger PKW-Fahrer aus der Verbandsgemeinde Herxheim befuhr mit seinem Van als Anlieger berechtigt einen kreuzenden Wirtschaftsweg. Das aus Landau stammende Kind achtete nicht auf die Vorfahrt des von rechts kommenden PKW und es kam zum Zusammenstoß bei dem der Junge, neben einer Platzwunde am Kopf, Schürfwunden und eine offene Verletzung des Bauchgewebes erlitt. Lebensgefahr besteht nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht.

Klingt äußerst übel. Da sich der Ort des Unfalls nicht genauer eingrenzen lässt, scheiden auch Spekulationen darüber, ob der Fahrer des Kfz wirklich Vorfahrt hatte, aus. Zumindest scheint unangepasste Geschwindigkeit nicht völlig unwahrscheinlich zu sein.

Alkohol-Unfälle

Bei dieser Gelegenheit noch zwei Pressemeldungen über betrunkene Radfahrer. Zuerst jene der PD Pirmasens vom 10. August 2018:

Käshofen (ots) – Ein 67-jähriger Mann befuhr am 09.08.2018, gegen 22.50 Uhr, mit seinem Pedelec ohne Beleuchtung die L465 von Käshofen kommend in Richtung Rosenkopf. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Fahrer erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und eine Anzeige vorgelegt.

Ich seh dort auf der Landstraße nur ganz selten andere Radfahrer. Ich bin wohl zu den falschen Uhrzeiten unterwegs. ;o)

Und noch die PM der PI Zweibrücken vom 11. August 2018:

Zweibrücken (ots) – Am Samstag, den 11.08. 2018, gegen 00.35 Uhr, wurde aufgrund einer hilflosen Person auf dem Parkplatz der VR-Bank in Zweibrücken die Polizei Zweibrücken von einer Passantin verständigt. Beim Eintreffen der Polizeistreife vor Ort wurde die stark alkoholisierte, fast komplett unbegleitete Person, neben ihrem Fahrrad auf dem Boden liegend festgestellt. Im weiteren Verlauf der Sachverhaltsaufnahme gab die Person an, dass er mit dem Fahrrad gestürzt sei. Aufgrund der Verletzungen musste der hilflose Mann zur weiteren Behandlung und zur Entnahme einer Blutprobe ins Krankenhaus verbracht werden. Zunächst weigerte sich die Person im weiteren Verlauf der Sachverhaltsaufnahme seine vollständigen Personalien gegenüber den eingesetzten Beamten anzugeben, diese allerdings vor Beendigung der polizeilichen Maßnahmen festgestellt werden konnten.

Bei „unbegleitete Person“ ist wohl eher eine „unbekleidete Person“ gemeint.

Radabstellanlagen bei Penny

Da ich mit meinem Rad viel rumkomme und zu geizig bin, mich an maßlos überteuerten Tankstellen zu versorgen und meist sowieso die ein oder andere Kleinigkeit besorgen muss, kenne ich inzwischen fast alle Supermärkte und Discounter im Umkreis von 50 Kilometern. Je nachdem, was im Angebot ist oder aus welcher Richtung ich nach Hause fahre, kaufe ich dann hier oder dort ein. Dabei fällt mir dann halt auch jedes Mal auf, wie miserabel die allermeisten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind. Nicht selten gibt es noch nicht einmal einen uralten Alibi-Fahrradständer. Selbst in Gegenden, die etwas flacher sind als die Südwestpfalz und mehr Leute das Rad im Alltag benutzen, sind die Abstellmöglichkeiten stets gleich schlecht. „Radabstellanlagen bei Penny“ weiterlesen