Die unendliche Geschichte…

…zur Planung eines straßenbegleitenden Radwegs kann man seit Jahren in der Südwestpfalz bei Ruppertsweiler verfolgen. Schon als ich damals von 2008 bis 2011 täglich mit der Fahrgemeinschaft zur FH nach Neustadt fuhr, trafen wir uns immer am Mitfahrerparkplatz bei Ruppertsweiler. So unterhielten wir uns auch mal darüber, dass an der dort recht kurvigen und schmalen Kreisstraße ein Radweg geplant sei. Das Planfeststellungsverfahren dazu ist aber bis heute noch nicht abgeschlossen, man findet die (spärlichen) Unterlagen dazu in der Liste der Planfeststellungsverfahren des LBM Rheinland-Pfalz.

Gründe dafür seien nach Auskunft eines der zuständigen Mitarbeiter die umfangreichen Veränderungen, die sich durch den Ausbau der B 10 ergaben. „Die unendliche Geschichte…“ weiterlesen

Das ignorierte Zusatzzeichen 1000-31

Ich bin ja nun wahrlich kein Freund der Zeichen 237 Zeichen 237 StVO, 240 Zeichen 240 StVO und 241 Zeichen 241 StVO StVO. Nebenbei stört mich, dass wenn man mich schon in Fahrtrichtung auf einen solchen Weg zwingt, ich nicht weiß, ob mir auf diesem auch aus der Gegenrichtung Radfahrer (legal) entgegenkommen können, weil die Benutzungspflicht gegenläufig angeordnet oder per Zeichen 239 StVO  freigegeben ist! „Das ignorierte Zusatzzeichen 1000-31“ weiterlesen

Die im Dunkeln sieht man nicht

Es dauerte ja leider sein Weilchen, bis der baulich besonders missglückte Geh- und Radweg an der K 6 zwischen Winzeln und Pirmasens zumindest in Fahrtrichtung Pirmasens zur freiwilligen Nutzung Zeichen 239 StVO  umbeschildert und an seinem westlichen Ende umgebaut wurde, sodass man z. B. auch nicht mehr vom hohen Bordstein am Ende des Weges runterspringen muss, wenn man in Fahrtrichtung Winzeln den (noch) mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weg zwangsweise befährt. Aber auch sonst bleiben noch mehr als genügend Gründe, sich über den gegenwärtigen Zustand zu empören. „Die im Dunkeln sieht man nicht“ weiterlesen

Im Tal der blauen Schilder

Der nördliche Teil des Queidersbachtals wurde bereits in diesem Beitrag näher beschrieben. Heute widme ich mich dem südlichen Teil zwischen Steinalben, Horbach und Linden, überwiegend im Kreis Südwestpfalz gelegen.

Auch dort gibt es wieder eine Menge überflüssigerweise von der Fahrbahn aus sichtbar mit Zeichen 240 StVO beschilderter, jedoch eigenständiger und somit nicht benutzungspflichtiger Wege entlang der L 363. Ein Blick von oben gewährt google Maps.

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Verkehrsschau in Hinterweidenthal

Am Montag früh war ich wieder zur zweiten großen Verkehrsschau im Kreis Südwestpfalz als Gast eingeladen; Ehre wem Ehre gebührt. 😀 Die erste fand am 12. September statt und verlief nicht grade besonders zufriedenstellend; auf die dabei gewonnenen Eindrücke gehe ich unter anderem in diesem Beitrag ein.

Es standen fünf Tagesordnungspunkte hpts. im Dahner Felsenland auf dem Programm. Der mir wichtigste war das Kreiselgewirr an der neuen B-10-Anschlussstelle Hinterweidenthal, den ich mir deshalb auch für mein persönliches Erscheinen ausgesucht hatte.

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Turbokreisel – von wegen!

Seit der Fertigstellung der L 700 im Jahr 2005, die die B 424 im Hornbachtal entlastete und die ortsdurchfahrtfreie französische D 35a (Richtung Bitche und die ehemalige N 62 weiter Richtung Haguenau) mit Deutschland verband, wurde mit der Zeit auch eine Umgestaltung am nördlichen Beginn der neuen Landstraße notwendig, jene mündet am Zweibrücker Outletcenter in unmittelbarer Nähe der A-8-Anschlussstelle Contwig in die L 480, die wiederum nach Großsteinhausen führt.

Ein Link zu OpenStreetMap für eine Übersicht.

Man entschied sich für den Bau eines aufwändigen „Turbo-Kreisels“ – und was so viel bauliche Kreativität dann in Sachen Radverkehr bedeutet, kann man sich wohl in etwa schon mit Grauen ausmalen…? 🙁 😉

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Umbeschilderungen im Saarpfalz-Kreis

Es tut sich ja doch was, da drüben im Saarland. Nachdem eine Entschilderung in Altheim recht schnell verlief, geriet der konstruktive Dialog mit der Sachbereichsleiterin der Kreisverwaltung über Monate ins Stocken. Vor den Auswirkungen so genannter „Umstrukturierungen“ ist inzwischen ja leider selbst der ÖD nicht mehr gefeit. 🙁

Kurz zusammengefasst die Änderungen!

  1. Umbeschilderung eines auch linksseitig mit Zeichen 240 StVO beschilderten Wegs zu Zeichen 239 StVO Zusatzzeichen 1022-10  entlang der L 201 zwischen Walsheim und Gersheim im Saarpfalz-Kreis. Dort findet man einen „Saarland-typischen“ Außerort-Geh-Radweg, der nur per Breitstrich von der Fahrbahn abgetrennt ist, die Leitpfosten stehen einem dort direkt im Weg. Eigentlich ist mir die linke Freigabe trotzdem ein Dorn im Auge, da diese für Radfahrer, die den Weg weiterhin rechtsseitig in Fahrtrichtung Walsheim nutzen (müssen), wegen der geringen Wegbreite in Verbindung mit der Pfosten-Problematik durchaus gefährlich werden kann!
  2. Umbeschilderung von Zeichen 240 StVO zu Zeichen 239 StVO Zusatzzeichen 1022-10 am „Straßendreieck“ bei Beeden. Die L 222 von Wörschweiler in nördlicher Richtung befahrend musste man ca. 250 Meter vor der Kreuzung auf einen mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weg auffahren. Jener führt aber nur direkt Richtung Beeden und geht dabei nahtlos in die L 217 über. Wer die  L 222 Richtung Limbach weiter befahren wollte, musste dann hinter dem Dreieck umkehren, dabei die Fahrbahn der L 217 queren und am Ende noch am  anhalten, ehe es wieder weiter Richtung Limbach ging.
  3. Umbeschilderung in und bei Limbach. Die L 119 (ehemalige B 40) aus Richtung Homburg kommend, ab der Einmündung der L 114 bis zum Kreisel L 119 / L 222 (Richtung Altstadt) von Zeichen 240 StVO zu Zeichen 239 StVO Zusatzzeichen 1022-10. Zuvor wurde man z. B. am Kreisel an der Ausfahrt L 222 per Zeichen 240 StVO und Linkspfeil auf die andere Straßenseite geschickt, wo dann aber ein paar Meter weiter die linksseitige Benutzungspflicht wieder in eine Gehweg-Freigabe überging. Meinem erweiterten Antrag, die gesamte innerörtliche Benutzungspflicht entlang der L 119 innerhalb Limbachs mangels einer besonderen Gefahrenlage nach § 45 (9) StVO aufzuheben, wurde hpts. unter Verweis auf die vermeintlich hohe Verkehrsdichte (16.000 Fahrzeuge mit 660 LKW täglich) nicht entsprochen. Noch nicht…!? Mal abwarten, ob der Verweis auf die „Belastungsstufen“ in der ERA was nützt. 😉

Schön; da könnte sich die wesentlich sturere Kreisverwaltung KL mal ein Scheibchen von abschneiden! 😛

Von der Fahrbahn ver-Bann-t

Das Queidersbachtal bildet die Grenze zwischen der Sickinger Höhe und dem Pfälzerwald. Vom Landstuhler Bruch kommend muss man auf relativ kurzer Strecke runde 130 Höhenmeter und eine Wasserscheide nördlich von Bann überwinden, ehe man dem Tal folgend bis Steinalben wieder rund 120 Meter an Höhe verliert.

Das Tal ist die Radsport-Hochburg in der Region, so gibt es in Queidersbach als auch Linden bekannte Radsportvereine.

Überblick, zur Abwechslung mal bei OpenStreetMap! 😉

Leider dürfte die Strecke die höchste Außerort-Blauschild-Dichte in der gesamten Region aufweisen! Es werden einem quasi alle möglichen Variationen geboten, wie man gegen die StVO, VwV als auch die ERA verstoßen kann! In diesem Beitrag widme ich mich dem nördlicheren Teil zwischen Linden, Queidersbach und Bann im Kreis Kaiserslautern; weiter südlich gibt es in den Kreis Südwestpfalz übergehend ebenfalls noch weitere fragwürdige Beschilderungen zu bestaunen.

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Links und Rechts ums Eck statt Geradeaus?

An dieser Stelle möchte ich anhand eines Beispiels quasi direkt vor meiner Haustür (ich befahre die Strecke quasi täglich in mind. einer Richtung) einmal ausführlich aufzeigen, welche allgemeinen Abgrenzungs-Problematiken durch das ausgelöst werden, was sich gemeinhin „Radweg“ schimpft. Vor allem basierend auf dem Fakt, dass das, was als „straßenbegleitender Radweg“ oft blau benutzungspflichtig beschildert wird, oft genau genommen kein Solcher ist, sondern ein eigenständiger Weg, der bspw. zwei unabhängige Straßen miteinander verbindet bzw. eine andere ursprüngliche Funktion hat(te). Um einen Solchen dreht es sich hier! „Links und Rechts ums Eck statt Geradeaus?“ weiterlesen

Radweg-Einöd(e)

Die Homburger Straße (L 469) zwischen Zweibrücken und Einöd befahre ich relativ selten, da weiter südlich im Zweibrücker Stadtteil Bubenhausen ein direkt der A 8 folgender, asphaltierter Wirtschaftweg beginnt, der per für KFZ gesperrt ist. Jener bringt einen dann recht schnell und komfortabel Richtung Webenheim / Blieskastel (B 423) oder Einöd / Ingweiler (bzw. umgekehrt); man hat dann auch vor allem keine Ampeln vor der Nase. Und keine blauen Schilder…!

Für einen Überblick wieder ein Link zu Google Maps! „Radweg-Einöd(e)“ weiterlesen