B-10-Radwege im Winter

Ich mühe mich ja schon seit geraumer Zeit mit der Verbandsgemeinde Hauenstein, dem Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern und dem Verkehrsministerium von Rheinland-Pfalz ab, dass der verkehrlich wichtigste eigenständige Radweg in der Südwestpfalz im Winter endlich geräumt und gestreut wird, damit man als Radfahrer überhaupt eine Möglichkeit hat, die wichtigste Verkehrsachse im südlichen Pfälzerwald sicher und gleichberechtigt befahren zu können. „B-10-Radwege im Winter“ weiterlesen

Quadratisch, praktisch, gut?

Am vergangenen Mittwoch führte mich meine Tour mit dem Rennrad nach längerer Zeit mal wieder nach Saargemünd bzw. Sarreguemines. Direkt hinter der Grenze am Rande des Örtchens Frauenberg gibt es einen Verkehrskreisel, in welchem die D 82 (dem Bliestal folgend) und die D 974 zusammentreffen. Es gibt dort auch eine gesonderte Radverkehrsführung um den Kreisel herum (warum auch immer). Interessant sind die auch an anderen Stellen im „Großen Osten“ zu findenden Verkehrszeichen, die in Deutschland aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen aber einfach nicht eingeführt werden sollen. Und zwar die quadratische blaue Variante mit Fahrrad. Jene Zeichen bewirken ein reines Angebot, der Radfahrer kann wählen, welchen Weg er nimmt. Gleichzeitig bewirken Sie trotzdem ein Benutzungsverbot für andere Verkehrsarten. „Quadratisch, praktisch, gut?“ weiterlesen

Heatmap: Fahrbahn oder Radweg?

In meinem ersten Beitrag zur Strava Global Heatmap habe ich mich dem Radverkehr im Stadtgebiet gewidmet. Aufgrund der Tatsache, dass hier offensichtlich hauptsächlich Sportler die Daten geliefert haben, kann man ja auch mal ein wenig analysieren, wie es im Umland so aussieht. Wegen der leichten Ungenauigkeiten der GPS-Daten kann man bei direkt straßenbegleitenden Radwegen wegen der Unschärfe nicht unbedingt Rückschlüsse daraus ziehen, ob grade Rennradfahrer eher / lieber auf Radwegen oder der Fahrbahn unterwegs sind. Das geht nur an Wegen, die etwas abgesetzt von der Fahrbahn liegen (weshalb jene dann nicht mehr benutzungspflichtig sind). Da es im Kreis Südwestpfalz sogar mehr eigenständige (meist auf parallelen Forstwegen) als straßenbegleitende Radwege gibt, ist es durchaus lohnenswert, die Unterschiede aufzuzeigen. „Heatmap: Fahrbahn oder Radweg?“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 15)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! ?

Überholmanöver (24)

Etwa 100 Meter nach Ende des längeren 2+1-Kriechspur-Überholabschnittes auf der rund 140 Höhenmeter ansteigenden L 465 zwischen Zweibrücken und Mörsbach / Kirrberg überholten mich am frühen Nachmittag des 18. Februar direkt nacheinander zwei Autofahrer mit hohem Tempo und nur etwa einem Meter Abstand. Ich hatte dabei noch Glück, dass der zweite mir nicht an den ausgestreckten Arm fuhr, mit dem ich wegen des ersten Vollidioten empört nach links zeigte. 🙄

Autos auf Radwegen (4)

Eine Weile später überholte mich dann auf dem mit Zeichen 260 StVO beschilderten und nur für L+F freigegebenen Radweg gleich zu Beginn des Anstiegs von Winterbach Richtung Schmitshausener Höhe ein mit 2 Personen besetztes Auto mit Kuseler Kennzeichen. Keine Ahnung, was der da zu suchen hatte. Er kam auch ziemlich schnell von hinten angefahren und bog dann oben wohl ab Richtung Battweiler (es fanden sich anschließend keine frischen Reifenspuren im Schnee). Dafür hätte er auch die K 75 nehmen können. 🙄

Wenden (1)

Ein recht „interessantes“ Wendemanöver erlebte ich am 19. Februar während eines kurzen Halts zum Futtern eines Schokoriegels an der Stelle bei Steinalben, an der die ehemalige Trasse der B 270 (für den öffentlichen Verkehr per Zeichen 250 StVO gesperrt) die „Neue“ tangiert. Hinter mir hielt ein von Steinalben kommendes Firmenfahrzeug an, wartete kurz – und setzte (als grade keiner kam) seine Fahrt dann in die entgegengesetzte Richtung fort. Dabei wurde dann halt auch die doppelt-durchgezogene Linie überquert, die die beiden Bergauf-Fahrstreifen vom einzelnen Fahrstreifen Richtung Waldfischbach trennt.

Überholmanöver (25)

Am selben Nachmittag überholte mich im Anstieg (130 Höhenmeter) von Höhmühlbach Richtung Petersberg auf der K 15 ein orangefarbener Flitzer mit recht wenig Abstand, hoher Geschwindigkeit sowie entgegenkommendem Gegenverkehr. 🙄

Gentlemen (6)

Könnte man auch in die Kategorie „Überholen“ einsortieren – aber ich will ja nicht nur meckern, sondern auch loben. Am 20. Februar saute ich mir auf der Lemberger Straße stadteinwärts mein Rennrad ordentlich ein, da auf dem verunglückten Sch(m)utzstreifen größere und kleinere Schneehäufchen langsam vor sich hin schmolzen und dabei die gesamte Fahrbahn einnässten. Grade die Anwohner schippen ihren Schnee vom Gehweg einfach auf den Schmutzstreifen – und auch der Winterdienst räumt die Fahrbahn dort am rechten Rand auch nicht vollständig. Ich musste dann mit etwas über 40 km/h mitten durch die versalzene Suppe heizen – und konnte bis grade eben dann mehr als eine halbe Stunde damit verbringen, die Streusalzreste vom Rahmen zu bürsten und zu waschen. 😡 Verzeihung, ich schweife ab, aber die Gelegenheit war günstig…! :mrgreen:

Jedenfalls hatte ich etwa ab dem Hugo-Ball-Gymnasium einen LKW (Kühllaster) hinter mir. So ziemlich 90 % der Brummifahrer hätten mich (ca. 35 km/h fahrend) dort einfach überholt, zumal und aus der Gegenrichtung (langgezogene Rechtskurve) grade keine Autos kamen. Er blieb aber brav hinter mir, bis er am Plub unter teilweiser Inanspruchnahme des Linksaabiegestreifens an mir vorbeizog. 🙂

Das Bickenalb-Radwegelchen

Bereits am 15. Mai 2017 monierte ich beim Zweibrücker Straßenverkehrsamt per e-mail den in meinen Augen rechtswidrig in beide Richtungen benutzungspflichtig mit Zeichen 240 StVO beschilderten Geh- und Radweg an der L 465 zwischen Ixheim und Mittelbach. Bis heute tat sich dort rein gar nichts! Die Kommunikation mit der zuständigen Sachgebietsleiterin fing eigentlich sogar recht nett an – diese bekam aber schon recht bald einen ordentlichen Dämpfer, als ich die bzgl. einer anderen fragwürdigen Stelle getroffenen Entscheidungen deutlich kritisieren musste. Ab diesem Zeitpunkt erhielt ich auf weitere Hinweise und Nachfragen fast überhaupt gar keine Antworten mehr. Auch mehrere Wiederholungen, zumindest die linksseitige Benutzungspflicht im Bickenalbtal endlich aufzuheben, wurden einfach ignoriert. Auch die örtliche Polizeiinspektion verwies lediglich auf die Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörde und merkte noch an, dass es ja zur Not immer noch den § 1 StVO gebe…! 🙄 „Das Bickenalb-Radwegelchen“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 14)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! ?

Stopschilder (1)

In Frankreich müssen diese Zeichen Zeichen 206 StVO scheinbar eine andere Bedeutung als in D haben; vielleicht darf man sich nach französischer Straßenverkehrsordnung den Halt sparen, wenn ein Radfahrer angefahren kommt…!? 😉 Jedenfalls hat das eine ältere Französin am Mittag des 9. Februar in Waldhouse so gemacht, als sie mir (die D 86 in Richtung Südwesten fahrend) an der Einmündung der D 86c (Rue des Jardins von Rolbing kommend) in Rue du Stade ohne zu halten die Vorfahrt nahm. Ich musste zwar nicht bremsen – aber nett war das nicht! 🙄

Gentlemen (5)

Merci an den Brummi-Fahrer, der mich inmitten des Hinterweidenthaler Kreiselwahnsinns am 12. Februar an der von Pirmasens kommenden B-10-Ausfahrt trotz meines kleinen Zeichen 205 StVO-Schildchens vorgelassen hat. 🙂

Autos auf Radwegen (3)

Ist ein mit Zeichen 260 StVO (und nur für Anlieger; nicht einmal für landwirtschaftlichen Verkehr freigegebener) beschilderter Weg eigentlich ein „Radweg“? Ich meine: irgendwie schon; andere Fahrzeuge dürfen dort schließlich ja nicht fahren. 😎 Am 13. Februar befuhr ich mal wieder den ebenfalls per HBR-Beschilderung ausgewiesenen (sportlich nebenbei auch recht anspruchsvollen) Weg zwischen Rimschweiler und dem Zweibrücker Gewerbegebiet am Flugplatz. Während meiner kurzen Fahrt begegneten mir insgesamt 5 Autos…! 🙄 Und die erfüllten wohl eher nicht alle das Anlieger-Tatbestandsmerkmal! 😉

Parken (6)

Irgendwie hatte ich am Vormittag des strahlend schönen (aber eisig kalten) 14. Februar in der Lemberger Straße ein Déjà-vu! Ich meine, mich hätte erst kürzlich in jener Straße ein Transporter überholt, um dann auf dem Schutzstreifen vor mir anzuhalten…?! 😉 Jedenfalls war das spontane Anhalten / Parken eines Lieferwagens (in Höhe der Villa Loeser / Factory Outlet von Peter Kaiser) eines global tätigen braunfarbenen Paketdienstes wirklich (sogar räumlich, da in der anderen Fahrtrichtung geschehend) fast ein exaktes Spiegelbild der Situation von vor ein paar Tagen. Außer, dass der Lieferwagenfahrer gar auch noch ein Stückchen zurücksetzte…! 🙄

Überholmanöver (22)

Nicht ich war es, der am Nachmittag des 14. Februar durch ein Überholmanöver eines weißen Audi-SUV an der „Bärenhalde“ (L 482) zwischen Rodalben und Pirmasens gefährdet wurde, sondern der um die Kurve kommende Gegenverkehr. Jener fand es nicht besonders witzig, dass der Fahrer des PS-starken Sportpanzers beim Abschluss des Überholvorgangs immer noch teilweise jenseits der Mittellinie unterwegs war – und hat dies dann mit einem (nicht gänzlich unberechtigten) Huper quittiert.

Überholmanöver (23)

Vollkommen überflüssig war das doch recht enge Überholmanöver eines LKW mit Anhänger auf der K 24 zwischen Waldfischbach-Burgalben und Höheinöd am Nachmittag des 16. Februar. Freie Fahrbahn und freie Sicht nach vorne / oben. Auf der dort durchaus etwas schmaleren Fahrbahn hätte er aber trotzdem noch locker einen ganzen oder wenigstens halben Meter weiter links fahren können! 🙄

Zerfallsdynamik eines Radwegs

Im Jahr 2014 war es tatsächlich soweit – die Stadt Pirmasens hatte ihren ersten eigenen touristischen Radweg fertiggestellt! Jener verläuft vom Rheinberger-Gebäude durch das Strecktal hinab ins Blümelstal, an den Stadtteilen Hengsberg und Windsberg vorbei Richtung Dusenbrücken, wo der Blümelsbach in die Felsalb einmündet. Von dort folgt der Radweg jenem Flüsschen, vorbei an den Standorten vieler Mühlen. Von denen vielfach keinerlei Überreste mehr vorhanden sind – lediglich Informationstafeln weisen auf deren einstige Existenz hin. Die Eichelsbacher Mühle, die Scheler Mühle und die Rehmühle gibt es aber noch, teilweise bewirtschaftet. Nach Letzterer ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Stadtteil Niedersimten, ab der Rehmühle auf (bereits vorher existierendem) Asphalt. Dort steht dann ein langer und steiler Aufstieg an hinauf zum Rappeneck. Kurz vorm Ende der Tour macht jene noch einen Schlenker um das „Panorama“ Pirmasens am Imserbühl, um dann über die Streckbrücke bald wieder das Rheinberger-Gebäude zu erreichen. Natürlich kann man die Route auch in entgegengesetzter Richtung fahren. Landschaftlich ist die Tour auf jeden Fall reizvoll; auch ein Abstecher z. B. in die Hexenklamm ist sehr lohnenswert. „Zerfallsdynamik eines Radwegs“ weiterlesen

Pirmasens via Strava Global Heatmap

Inspiriert vom Beitrag bei den radirrwegen hab ich mir mal angekuckt, was für Rückschlüsse sich aus den Daten der „Strava Global Heatmap“ zum (spärlichen) Radverkehr in Pirmasens ziehen lassen!

Für mich persönlich käme es (als Mobiltelefonverweigerer und Datenschutzfreund) gar nicht infrage, meine täglichen Radbewegungen „tracken“ zu lassen. Außerdem würde ich als Extremvielradler inmitten einer Gegend des Extremwenigradelns das Datenmaterial wohl extrem einseitig verfälschen! :mrgreen: Man kann auf den Karten sogar erkennen, wo einige der Nutzer wohnen – da das Leuchten hier und da, mitten in Wohngebieten schlagartig (und oftmals nur in eine Richtung) aufhört. „Pirmasens via Strava Global Heatmap“ weiterlesen

Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 2)

Bzgl. meiner Kritik an der Nichterwähnung des Radverkehrs in einer Pressemeldung hat mir der zuständige Fachgruppenleiter Betrieb beim LBM Kaiserslautern heute per e-mail geantwortet und ein Umleitungskonzept mittels Verkehrszeichenplan (als Bestandteil der verkehrspolizeilichen Anordnung) nachgereicht. „Kreiselsanierung bei Ramstein (Teil 2)“ weiterlesen

Blauer Blödsinn im Bliesgau

Nach längerer Zeit möchte ich mal wieder (kurz) einen bescheuerten benutzungspflichtigen Geh- und Radweg an einer Landstraße dokumentieren. Jener befindet sich im saarländischen Bliestal, an der L 105 zwischen Breitfurt und Mimbach. Großartig genutzt wird er vom Radverkehr zwar wegen des parallelen Glan-Blies-Weges nicht – trotzdem muss so ein Blödsinn meiner Ansicht nach einfach nicht sein! Für Rennradfahrer ist der Abschnitt durchaus auch von Nutzen, wenn man eine Schleife über die vor Mimbach nach Südsüdost abzweigende L 103 (Richtung Böckweiler) drehen will, ohne über den Bahntrassenweg bis ganz nach Blieskastel hinaufzufahren. „Blauer Blödsinn im Bliesgau“ weiterlesen