Alltagserlebnisse (Teil 5)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Hupen (7)

Wahrscheinlich bin ich wohl nicht der einzige, der wegen des tristen und dauergrauen Wetters unter einer Novemberdepression leidet… Denn eine derartige Aneinanderreihung von mies gelaunten und rücksichtslosen Autofahrern hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Am Freitag, den 17. November wurde ich dann mal auf der K 6 zwischen Winzeln und Pirmasens, kurz hinter dem Ortseingangsschild von Pirmasens angehupt; der Fahrer deutete (als er an mir vorbei war) noch Richtung links. Es handelt sich dabei um genau diesen Abschnitt, der nur zwischen März und September kurzzeitig mit Zeichen 240 StVO beschildert (aber wegen Nichtigkeit nicht benutzungspflichtig) war. Inzwischen wurde ja aufgrund meines Widerstandes zu Zeichen 239 StVO  umbeschildert. Wenn ich mich recht entsinne, wurde ich dort überhaupt noch nie von einem StVO-Unbefleckten der Fahrbahn verwiesen.

Überholmanöver (6)

Der nächste Vollpfosten ließ nicht lange auf sich warten. Als ich am Samstag Nachmittag, 18. November auf der L 700 zwischen Hornbach und Flughafen unterwegs war (unweit der Stelle, an der ich Letztens dieses nette Gespräch hatte), schert hinter einem anderen Auto ein BMW aus dem Gegenverkehr zum Überholen aus – und fährt mich dabei beinahe frontal über den Haufen!

Gehweg- und Geisterradler (2 & 3)

Hachja, es ist immer wieder so frustrierend: Da müht man sich ab, dass in Pirmasens überflüssige Benutzungspflichten auf gefährlichen Wegen aufgehoben werden – und dann fährt die Mehrzahl der Radfahrer einfach weiter auf den Gehwegen herum…! Für die Entschilderung des lange Jahre gar gegenläufig mit Zeichen 240 StVO beschilderten Pflasterwegs auf der Nordseite der Blocksbergstraße (L 482) zwischen dem Winzler Industriegbiet und Pirmasens war ich nicht direkt verantwortlich; meine an die Stadtverwaltung gerichtete Kritik dieses Weges kam etwas zu spät, da die Umbeschilderung zu der Zeit schon beschlossen war und dann im März vom städtischen Tiefbauamt vollzogen wurde. Den Regelungen der VwV entsprechend ist dieser Weg auch nur (noch) von Pirmasens Richtung Winzeln per Zeichen 239 StVO  zur freiwilligen Nutzung vorgesehen; vor allem, da dort mehrere gewerbliche Grundstückseinfahrten liegen und der Gehweg grade im Industriegebiet Erlenteich besonders schmal und unübersichtlich wird.

Jedenfalls befuhr ich am Vormittag des 24. November mal wieder diese Straße mit dem MTB Richtung Pirmasens. Natürlich auf der breiten Fahrbahn; es hat dort ja auch schöne Seitenstreifen, die man (wenn sie nicht zugeparkt sind) zur Not auch befahren könnte. Etwa 100 Meter vorm L-600-Kreisel bemerkte ich dann, dass auf dem linken Gehweg ein E-MTB’er an mir vorbeirauschte; da ich so um die 25 km/h fuhr, musste er locker um die 30 km/h schnell gewesen sein; ich gab mir Mühe, ihm zu folgen. Er fuhr dann sogar am Ende des baulichen Weges in der falschen Fahrtrichtung(!) 😯 an der Einmündung „Im Erlenteich“ über den Schutzstreifen, um dann von diesem links in die Straße „In der Walsterwiese“ abzubiegen! Ein klassischer Kandidat (sofern er das öfter so machen sollte), um grade an der Ecke Walsterwiese demnächst mal auf einer Motorhaube zu landen…! 🙄

Bei der Gelegenheit nehme ich grad noch schnell dokumentarisch den älteren Mann auf einem MTB mit, der auf meiner Rückfahrt nach Hause in der Winzler Straße, gegenüber der Wasgau C+C auf dem linken Gehweg mühsam die Leute an der Bushalte umkurvte. 🙄

Männer – werdet endlich erwachsen! 😛

Die im Dunkeln sieht man nicht

Es dauerte ja leider sein Weilchen, bis der baulich besonders missglückte Geh- und Radweg an der K 6 zwischen Winzeln und Pirmasens zumindest in Fahrtrichtung Pirmasens zur freiwilligen Nutzung Zeichen 239 StVO  umbeschildert und an seinem westlichen Ende umgebaut wurde, sodass man z. B. auch nicht mehr vom hohen Bordstein am Ende des Weges runterspringen muss, wenn man in Fahrtrichtung Winzeln den (noch) mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weg zwangsweise befährt. Aber auch sonst bleiben noch mehr als genügend Gründe, sich über den gegenwärtigen Zustand zu empören. „Die im Dunkeln sieht man nicht“ weiterlesen

Unterwegs auf verbotenen Radwegen

Das Land Rheinland-Pfalz hat vor einigen Jahren damit begonnen, eigene touristische Radrouten auszuweisen. Unter „Experten“ spricht man hierbei von den sogenannten „HBR-Wegen„; diesen Begriff lernte ich auch erst durch meine Teilnahme bei der Verkehrsschau vom 12. September in Linden, bis dahin war das für mich immer nur die „weiß-grüne Touri-Beschilderung“! 😉

HBR-Wege“ – eine doch recht phantasielose Bezeichnung, jene basiert auf dem Ungetüm „Hinweise zur wegweisenden und touristischen Beschilderung für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz“. Einen brauchbaren eigenen Namen hat das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium dafür jedenfalls keinen parat; da ging wohl alle Kreativität für die Marke „Radwanderland“ drauf…? 😉

Beschildert wird mit rechteckigen weißen Schildern in grüner Schrift; an den Enden werden dann jeweils einige Symbole für regionale und überregionale Routen angebracht. Die (umfangreichen) Hintergründe zu diesem Beschilderungssystem kann man sich bei Bedarf im obigen Link selbst zu Gemüte führen; ich werde hier nur die wichtigsten Kritikpunkte abarbeiten.

„Unterwegs auf verbotenen Radwegen“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 4)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Hupen (4)

Am Sonntag, dem 12. November war ich auf der L 497 zwischen Rodalben und Münchweiler unterwegs; etwa am großen Wanderparkplatz zum Clauser Tal hupte ein mir entgegenkommender schwarzer BMW 2 mal kurz nacheinander. Eventuell jemand, der mich, aber ich ihn nicht kannte. Ansonsten ergäbe das tuut-tuut so rein gar keinen Sinn; da ist weit und breit kein „Radweg“ in der Nähe.

Überholmanöver (2)

Was sich der Kleinwagenfahrer am Dienstag, dem 14. November dabei gedacht hat, als er mich auf der L 485 zwischen Langmühle und Salzwoog auf völlig leerer Straße mit bestimmt nicht einmal 50 Zentimetern Abstand recht rasant überholt hat, kann ich nicht einmal erahnen.

Hupen (5)

Die ersten Kilometer der B 270 bei Pirmasens sind bis zur Einmündung der K 17 nach Petersberg mit getrennten Richtungsfahrbahnen 4-spurig ausgebaut, es gelten aber durchgehend Geschwindigkeitsbegrenzungen von  bzw. . Es ist mangels Beschilderung ausdrücklich keine ; ein Verkehrsverbot wäre wegen mangelnder Alternativen für den sonstigen Verkehr auch nicht durchsetzbar; Radfahrer trauen sich dort eh nur sehr wenige drauf – obwohl es wegen des verhältnismäßig überschaubaren Verkehrsaufkommens und der breiten Fahrbahn eine der angenehmeren Strecken ist. Aber auch dort wird man „natürlich“ immer wieder mal angehupt; so auch am 15. November, kurz hinter der B-10-Anschlussstelle; aus einem Mietfahrzeug heraus.

Überholmanöver (3 – 5), Hupen (6)

Ich lebe ja recht nah an der französischen Grenze. Und französische Autofahrer haben hier nicht den allerbesten Ruf; man merkt Ihnen irgendwie an, dass Frankreich eine große Rallye-Fahrer-Nation ist! 😉

Am Donnerstag, dem 16. November war es aber zuerst ein deutscher Mercedes-Kleinlastwagenfahrer aus Zweibrücken, der mich auf der D 35 a (Teil einer bedeutenden Maut-Ausweichstrecke zwischen dem Saarland und Baden) mit unzureichendem Abstand in Höhe der nördlichen Kreuzung bei Schweyen „passiert“ hat, um es mal vornehm auszudrücken. In Frankreich gibt es an vielen Stellen „geschützte“, bauliche Linksabbiegespuren; so auch dort. Es ist zwar eigentlich ausreichend Platz, einen am Straßenrand fahrenden Radfahrer auch noch in etwa mit den 1,50 Metern (gelten die in F eigentlich auch…?) zu überholen – aber wie ich erleben durfte, reichen da auch mal runde 50 Zentimeter.

Irgendwie war die Idiotendichte an dem Tag besonders hoch, denn nur ein paar Kilometer weiter, etwa 300 Meter vor dem bedeutenden Verkehrskreisel zur D 620 (in westlicher Richtung als nach Saargemünd ausgewiesen) überholt mich ein Franzose wieder mit sehr geringem Abstand, obwohl die Gegenfahrbahn frei war. Ich regte mich kurz drüber auf, streckte empört den linken Arm zur Seite aus, um auf den ungenügenden Abstand hinzuweisen – und prompt hupte mich von hinten ein weiterer Franzose an, der dann auch einen Moment später wieder sehr knapp an mir vorbeizog…! Erst das dritte Auto machte dann langsam und wartete, bis Platz zum gefahrfreien Überholen war.

Beim Teutates!

Alltagserlebnisse (Teil 3)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gentlemen (2)

Danke an den zuvorkommenden Autofahrer aus dem Kreis St. Wendel, der mich am Nachmittag des 5. November auf dem per Zeichen 240 StVO (noch) 😉 benutzungspflichtigen Weg neben der K 6 zwischen Pirmasens und Winzeln auf meinem MTB fahren sah – und netterweise vor dem Abbiegen auf die L 600 anhielt, um mich durchzulassen. Was er ja eigentlich nach § 9 (3) StVO sowieso müsste – obwohl man dem Radfahrer hier ein kleines Zeichen 205 StVO hingestellt hat. Ich hatte diese Stelle schon Beginn diesen Jahres beim örtlichen Straßenverkehrsamt auch aufgrund der Tatsache bemängelt, dass ich hier (obwohl ich die  K 6 begleite) dem rechts abbiegenden Verkehr per Zeichen 205 StVO Vorfahrt gewähren muss- obwohl ich dann direkt hinter der Insel wieder Vorfahrt habe; Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Änderungen wurden zwar angekündigt, getan hat sich bislang aber noch nichts.

Hupen (3)

Warum ich am 7. November, kurz nach 15 Uhr auf der B 270 zwischen Kaiserslautern (Vogelweh) und Hohenecken beim Überholvorgang angehupt wurde, kann ich nur vermuten. Eventuell meinte der Fahrer mit Kirchheim-Bolandener Kennzeichen, ich hätte den linken Weg auf der anderen Straßenseite zu benutzen…? Der ist aber „leider“ in diese Richtung wegen durchgezogener Linien gar nicht erreichbar und daher auch nur in Richtung Kaiserslautern per Zeichen 237 StVO beschildert. Immerhin einer der „besseren“ Radwege, da man dort am Ende durch eine bauliche Verschwenkung ohne Vorfahrtverlust relativ sicher auf die Fahrbahn zurückgeführt wird. Allerdings ist er auch regelm. stark verdreckt, da er (wie offenbar alle Kaiserslauterer Radwege in der Peripherie) wohl grundsätzlich nie gereinigt wird.

Anfeuerung (1)

Ja, in den allermeisten Fällen versuchen (oftmals recht junge) Autofahrer sich durch Anfeuerungsrufe wie „schneller!“ über den pedalierenden Radfahrer lustig zu machen. So wohl auch am Nachmittag des 9. November auf der L 474 zwischen Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen; die Straße steigt dort immerhin auf 1,9 km mit durchschnittlich 6,2 % an. Ein Stück hinter den Sportplätzen wurde mir dann aus einem entgegenkommenden Auto die Erhöhung meines Tempos empfohlen. Sowas muss ich allerdings fast schon als Blasphemie auffassen, da ich eigentlich immer noch zu den schnellsten Bergfahrern hier in der Region zähle…! 😛

Rufe dieser Art sind zwar eher unbedeutend, ich zähle sie aus rein statistischen Interesse trotzdem mal mit. Wenn einer der „Motivationstrainer“ es zufällig lesen sollte: ich bin jederzeit für ein kleines Wettrennen zu haben! 😉

Im Tal der blauen Schilder

Der nördliche Teil des Queidersbachtals wurde bereits in diesem Beitrag näher beschrieben. Heute widme ich mich dem südlichen Teil zwischen Steinalben, Horbach und Linden, überwiegend im Kreis Südwestpfalz gelegen.

Auch dort gibt es wieder eine Menge überflüssigerweise von der Fahrbahn aus sichtbar mit Zeichen 240 StVO beschilderter, jedoch eigenständiger und somit nicht benutzungspflichtiger Wege entlang der L 363. Ein Blick von oben gewährt google Maps.

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Sperrung der L 478 bei Fischbach

Da sich die Bauarbeiten an der Eselsteige zwischen Ludwigswinkel und Eppenbrunn ihrem Ende zuneigen und die endlich sanierte Straße am Mittwoch nach mehreren Monaten Vollsperrung wieder für den Verkehr freigegeben werden soll, steht direkt im Anschluss eine weitere Vollsperrung auf der mit Abstand längsten Landstraße im Kreis Südwestpfalz an.

Der LBM hat dazu am 30. Oktober eine Pressemeldung herausgegeben. So wird ab 9. November die L 478 zwischen der Einmündung der K 43 (am Saarbacherhammer) und dem westlichen Fischbacher Ortseingang saniert und diese Strecke für etwa 4 Wochen voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt in einem weiten Bogen an Ludwigswinkel vorbei über Persbächel und die K 44 zurück nach Fischbach. Der Umweg beträgt so (Richtung Bundenthal) immerhin rund 4,5 Kilometer.

Da zwischen dem Saarbacherhammer und Fischbach jedoch ein straßenbegleitender Radweg verläuft (allerdings nur von Fischbach kommend mit Zeichen 240 StVO beschildert, in die andere Richtung wird er aber auch ohne ausdrückliche Freigabe regelm. so genutzt), habe ich beim LBM angefragt, ob dieser Weg während der Bauarbeiten trotzdem benutzt werden kann. Netterweise gab man mir heute folgende Auskunft:

Der parallel verlaufende Radweg kann genutzt werden.

Im Baufeld befindet sich eine Kreuzung des Radwegs. Da an dieser Stelle nur 4 cm Decke abgefräst werden, kann der Radfahrer das Fahrrad über die Straße schieben um auf den Radweg der gegenüberliegende Seite zu gelangen.

Lediglich an ein oder zwei Tagen ist ein passieren nicht möglich (anspritzen Binder, Einbau Decke). Aufgrund der örtl. Gegebenheiten steht an diesen ein oder zwei Tagen keine adäquate Umleitung für den Radfahrer zur Verfügung, sodass der Radweg für diese Zeit voll gesperrt werden muss.

Ich bat darum, solche Gegebenheiten vorab zu prüfen, an den Sperrungen per Zeichen 250 StVO das Zusatzzeichen  anzubringen und die Auswirkungen auf den Radverkehr zukünftig auch in den Pressemeldungen zu erwähnen. Für diese Anregungen bedankte man sich.

Selbst straßenbegleitende Radwege können also hin und wieder auch ihre positiven Seiten haben! 😉

Radwege-Quantität

Die vergangenen Tage habe ich mir mal die Mühe gemacht, eine Liste des südwestpfälzischen klassifizierten Straßennetzes (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) zu erfassen und dabei die Streckenlängen mit benutzungspflichtigen, freigegebenen und eigenständigen Radwegeabschnitten abzugleichen. Hinzugenommen habe ich auch das entsprechende Straßennetz der kreisfreien Städte Pirmasens und Zweibrücken. Einige wenige, besonders unbedeutende Kreisstraßen zu meist einsamen und abgelegenen Gehöften habe ich nicht in die Liste mit aufgenommen. Wer sich für die Zahlen interessiert, kann sich gerne das pdf herunterladen.

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Alltagserlebnisse (Teil 2)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gehweg- und Geisterradler (1)

Nur, damit nicht der Eindruck ensteht, ich würde dazu neigen, Radfahrer pauschal als die „besseren“ Verkehrsteilnehmer zu verkaufen. Nein, natürlich ist auch unter Radfahrern die Idiotendichte ziemlich hoch. Um jedoch hier Erwähnung zu finden, muss man schon etwas wirklich außergewöhnliches „leisten“. Wenn ich jeden Gehwegradler erwähnen würde, der mir allein in Pirmasens begegnet, käme ich wohl zu nix anderem mehr. 😉

Ohne Zweifel für eine Erwähnung qualifiziert haben sich jedoch die beiden Klappspaten im gehobeneren Teenager-Alter auf ihren Mountain-Bikes, die mir am vergangenen Dienstag (24. Oktober, gegen 16:40 Uhr) in der Waldfischbacher Hauptstraße auf dem rechts von mir gelegenen (also aus deren Sicht linken) Gehweg entgegenkamen. Auf diesem parkte zudem ein Auto, der Gehweg war somit zusätzlich eingeengt. Trotzdem hob einer der beiden (fettsupermegacoolkrassendgeil) sein Vorderrad an – und machte einen „Wheelie“ – obwohl beiden nur ein paar Meter weiter eine Fußgängerin entgegenkam!

Überholmanöver (1)

Ich bin ja wirklich nicht besonders pingelig bzw. inzwischen schon extrem abgestumpft. Die 1,50 Meter Abstand, die der Autofahrer beim Überholen einhalten sollte, sind im Alltag schon die Luxusvariante. Mir ist es manchmal sogar lieber, sie überholen mich zügig mit rund einem Meter, als ewig lange hinter mir herzuzockeln. Wenn ich dann doch mal ein bestimmtes Überholmanöver als erwähnenswert einstufe, muss der motorisierte Kollege mir schon ziemlich nah oder „kreativ“ auf die Pelle gerückt sein. So auch am Nachmittag des 26. Oktobers in der Bottenbacher Straße in Winzeln; etwa in Höhe Einmündung Wasserturmstraße, Fahrtrichtung Windsberg. Mitten im Feierabendverkehr werde ich von einem älteren Herren (dessen süßer Wauwau hinten auf der Ablage saß…) mit vielleicht 30 Zentimetern Abstand überholt. Klar, wegen des Gegenverkehrs konnte der gute Mann ja auch nicht mehr viel weiter links fahren. Leider fehlt mir (noch) die Spontanität, bei solchen Annäherungsversuchen einfach kurz auf das Autodach zu kloppen, um den Piloten aus seinem offenkundigen Tiefschlaf zu wecken…!

Hupen (2)

Tja, da ist der 31. Oktober ein einziges Mal gesetzlicher Feiertag – und dann bekommt man an diesem ganz besonderen Halloween auch schon tagsüber auf der Straße das große Gruseln. Heute Nachmittag befuhr ich ziemlich genau gegen 15 Uhr die L 700 Richtung Frankreich. Ich hatte grade den überflüssigen und langen, per Zeichen 240 StVO benutzungspflichtigen Abschnitt auf klassischem Gehweg-Pflaster runde 200 Meter hinter mir, als neben mir plötzlich ein silberner Ford eng an mir vorbeirauschte und währenddessen etwas mehr als 1 Sekunde lang hupte. Ich bemerkte, dass er rechts ranfährt und ein paar Meter weiter auf der Fahrbahn anhält. Aha, da sucht ausnahmsweise mal einer das Gespräch! Am Steuer saß ein junger Mann; wohl Anfang, Mitte 20, neben ihm ein etwas älterer Beifahrer. Gedächtnisprotokoll:

Ich: Sonst geht’s noch…?
Er: Daneben ist ein Radweg. Auf dem müssen Sie fahren.
Ich: Das ist kein Radweg, das ist ein Gehweg. Da vorne (die 200 Meter Richtung Kreuzung zeigend) steht kein Schild.
Er: Ich könnte Sie ja auch umfahren…
Ich: Soll das jetzt eine Drohung sein?
Er: Nein, ich bin ja nur um ihre Sicherheit besorgt, denn da drüben ist ja ein Radweg, da sind Sie sicherer.
Beifahrer: Sie haben den Radweg zu benutzen, das ist Gesetz.
Ich: Nochmal; das daneben ist kein Radweg! Das ist ein Gehweg, ein Radweg muss beschildert sein und an der Kreuzung dahinten steht kein Schild.
Er: Sie müssen auf dem Radweg…
Ich: Das daneben ist ein GEHWEG, da darf ich nicht fahren. Sie haben zudem kein Recht, mich anzuhupen oder zu belehren. Ich merke mir ihr Kennzeichen und zeige sie wegen Nötigung an.

Tu ich nicht, war ja keine. 😉 Vielleicht aber noch wegen § 16 StVO, dann könnte die Polizei dem jungen Mann auch mitteilen, dass der graue Streifen da am Straßenrand eben kein „Radweg“ ist!

Ich fuhr dann weiter, er überholte mit sehr großzügigem Seitenabstand. Die (zuvor durchgehend an allen Einmündungen durch Zeichen 240 StVO wiederholte) Benutzungspflicht endet an der Kreuzung L 700 – Luxemburger – Brüsseler Straße, denn dort steht in südlicher Fahrtrichtung keins mehr. Der Weg wird dort im Vergleich zum bisherigen Verlauf auch deutlich enger und verlässt letztlich auch die L 700; man kann später nicht mehr auf diese Straße auffahren. Also selbst mit Zeichen 240 StVO müsste man den Weg dort nicht benutzen; das hätte den jungen Mann dann aber sicher völlig überfordert.

Lustigerweise war diese Stelle auch einer der Tagesordnungspunkte der Verkehrsschau vom 12. September – als ich unter anderem diese bauliche Irreführung ansprach. Die Benutzungspflicht da oben am Zweibrücker Flughafen will ich auf lange Sicht nämlich auch noch wegbekommen.

Parks and Recreation

Wer mit dem Titel nichts anfangen kann, dem sei die Wikipedia empfohlen. Eine durchaus sehenswerte Comedy-Serie! 😉 Doch auch manch deutsches Gartenamt bemüht sich inständig, einen zu unterhalten; wenn auch auf eher lästige, denn lustige Art und Weise!

Damit also nach so vielen blauen Schildern keine farbliche Langeweile aufkommt, widmen wir uns heute mal grünen Exemplaren! Denn auch mit Solchen kann man Radfahrern das Leben schwer machen bzw. jene auf so wunderschöne und selbstverständliche Art diskriminieren. Grade solche beton-grauen Details wie diese sind es dann, die die oftmals nach außen, in farbenfrohen Hochglanzprospekten angepriesene Radfahrer-Freundlichkeit von Städten und deren Verwaltungen zu einem schlechten Witz verkommen lassen. So machte z. B. auch grade das Stadtmarketing der Stadt Pirmasens eine lange Zeit Werbung für das Mieten von Pedelecs, mit denen man den einzigen touristischen Radweg im Stadtgebiet befahren könne.

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