Alltagserlebnisse (Teil 7)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Überholmanöver (9)

Tja, irgendwie schalten bei vorhandenen „Schutzstreifen“ einige Autofahrer wirklich ihr Hirn aus! 🙄 Denn am Abend des 6. Dezember ist es mir zum nun schon dritten Mal(!) passiert, dass ich in Pirmasens von der Arnulfstraße kommend während der Einfahrt(!) in den Kreisel der Winzler Straße von einem Autofahrer überholt und regelrecht geschnitten wurde; der Abstand betrug geschätzte 30 Zentimeter; ich musste gar bremsen. Man könnte es daher auch schon als Nötigung betrachten; ich rief ihm dann auch wenig schmeichelhafte Worte hinterher…! 😡 Der „Schutzstreifen“ endet wenige Meter vor dem Kreisel – aber dort wird die Fahrbahn eben auch insgesamt deutlich schmäler. Was den ein oder anderen überholenden Autofahrer auf „seiner Spur“ aber auch nicht daran hindert, einen Radfahrer durch riskantes Überholen zu gefährden!

Hupen (8)

Am Nachmittag des 12. Dezember befuhr ich mal wieder den vierspurigen Abschnitt der B 270 zwischen der Einmündung der K 17 nach Petersberg und Pirmasens. Ein Stück vor der letzten „Kerbe“ (Am Hollerbrunn) hupte mich von hinten vor dem Überholen auf völlig leerer Straße ein älteres Ehepaar aus Landau an. Interessanterweise kommen grade außerorts die „Huper“ meist selber von auswärts…! :mrgreen: Man war wohl einmal mehr der irrigen Annahme, ich dürfe auf dieser (baulich den Eindruck einer Zeichen 331-1 StVO erweckenden) Bundesstraße mit dem Rad nicht fahren. 🙄 Darf ich eben wohl…! 😛

Überholmanöver (10)

Irgendwie hatte der Fahrer des weißen VW wohl gepennt, als er am Vormittag des 14. Dezember in der unteren Zepplinstraße nur mit etwa einem halben Meter Abstand an mir vorbeigefahren ist. Die Stelle ist eigentlich sehr übersichtlich, die Fahrbahn breit und es war weit und breit kein Gegenverkehr in Sicht… 🙄

Parken (2)

Eigentlich müsste ich mich ja beim Fahrer des Transporters aus dem Kreis Sankt Wendel bedanken, dass ich am Nachmittag des 19. Dezembers mal einen perfekten Grund hatte, am Beginn des mit Zeichen 240 StVO beschilderten Weges an der Einmündung „Am Gottelsberg“ einfach auf der Fahrbahn zu bleiben und mir somit das kleine Zeichen 205 StVO sowie die unstetige und damit nicht ungefährliche Einmündung an der L 600 zu ersparen. Hatte er sein breites Gefährt doch direkt am Beginn mittig auf diesem Weg abgestellt… 😀

Gegenverkehr auf Radwegen (1)

Am Abend des 20. Dezember befuhr ich in der Dunkelheit den gegenläufig per Zeichen 240 StVO beschilderten und ebenfalls unbeleuchteten Landwirtschaftsweg entlang der K 6 zwischen Winzeln und Gersbach. In Höhe des „Einsiedlerhäuschens“ bemerkte ich einen mir ebenfalls mit Licht entgegenkommenden Radfahrer. Jener fuhr aber in der leichten Verschwenkung weiter ziemlich stur in der Mitte, weshalb ich bei der Passage teilweise nach rechts in die in den Weg wachsenden Hecken ausweichen musste… 🙄 😡

Alltagserlebnisse (Teil 5)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Hupen (7)

Wahrscheinlich bin ich wohl nicht der einzige, der wegen des tristen und dauergrauen Wetters unter einer Novemberdepression leidet… Denn eine derartige Aneinanderreihung von mies gelaunten und rücksichtslosen Autofahrern hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Am Freitag, den 17. November wurde ich dann mal auf der K 6 zwischen Winzeln und Pirmasens, kurz hinter dem Ortseingangsschild von Pirmasens angehupt; der Fahrer deutete (als er an mir vorbei war) noch Richtung links. Es handelt sich dabei um genau diesen Abschnitt, der nur zwischen März und September kurzzeitig mit Zeichen 240 StVO beschildert (aber wegen Nichtigkeit nicht benutzungspflichtig) war. Inzwischen wurde ja aufgrund meines Widerstandes zu Zeichen 239 StVO  umbeschildert. Wenn ich mich recht entsinne, wurde ich dort überhaupt noch nie von einem StVO-Unbefleckten der Fahrbahn verwiesen.

Überholmanöver (6)

Der nächste Vollpfosten ließ nicht lange auf sich warten. Als ich am Samstag Nachmittag, 18. November auf der L 700 zwischen Hornbach und Flughafen unterwegs war (unweit der Stelle, an der ich Letztens dieses nette Gespräch hatte), schert hinter einem anderen Auto ein BMW aus dem Gegenverkehr zum Überholen aus – und fährt mich dabei beinahe frontal über den Haufen!

Gehweg- und Geisterradler (2 & 3)

Hachja, es ist immer wieder so frustrierend: Da müht man sich ab, dass in Pirmasens überflüssige Benutzungspflichten auf gefährlichen Wegen aufgehoben werden – und dann fährt die Mehrzahl der Radfahrer einfach weiter auf den Gehwegen herum…! Für die Entschilderung des lange Jahre gar gegenläufig mit Zeichen 240 StVO beschilderten Pflasterwegs auf der Nordseite der Blocksbergstraße (L 482) zwischen dem Winzler Industriegbiet und Pirmasens war ich nicht direkt verantwortlich; meine an die Stadtverwaltung gerichtete Kritik dieses Weges kam etwas zu spät, da die Umbeschilderung zu der Zeit schon beschlossen war und dann im März vom städtischen Tiefbauamt vollzogen wurde. Den Regelungen der VwV entsprechend ist dieser Weg auch nur (noch) von Pirmasens Richtung Winzeln per Zeichen 239 StVO  zur freiwilligen Nutzung vorgesehen; vor allem, da dort mehrere gewerbliche Grundstückseinfahrten liegen und der Gehweg grade im Industriegebiet Erlenteich besonders schmal und unübersichtlich wird.

Jedenfalls befuhr ich am Vormittag des 24. November mal wieder diese Straße mit dem MTB Richtung Pirmasens. Natürlich auf der breiten Fahrbahn; es hat dort ja auch schöne Seitenstreifen, die man (wenn sie nicht zugeparkt sind) zur Not auch befahren könnte. Etwa 100 Meter vorm L-600-Kreisel bemerkte ich dann, dass auf dem linken Gehweg ein E-MTB’er an mir vorbeirauschte; da ich so um die 25 km/h fuhr, musste er locker um die 30 km/h schnell gewesen sein; ich gab mir Mühe, ihm zu folgen. Er fuhr dann sogar am Ende des baulichen Weges in der falschen Fahrtrichtung(!) 😯 an der Einmündung „Im Erlenteich“ über den Schutzstreifen, um dann von diesem links in die Straße „In der Walsterwiese“ abzubiegen! Ein klassischer Kandidat (sofern er das öfter so machen sollte), um grade an der Ecke Walsterwiese demnächst mal auf einer Motorhaube zu landen…! 🙄

Bei der Gelegenheit nehme ich grad noch schnell dokumentarisch den älteren Mann auf einem MTB mit, der auf meiner Rückfahrt nach Hause in der Winzler Straße, gegenüber der Wasgau C+C auf dem linken Gehweg mühsam die Leute an der Bushalte umkurvte. 🙄

Männer – werdet endlich erwachsen! 😛

Alltagserlebnisse (Teil 4)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Hupen (4)

Am Sonntag, dem 12. November war ich auf der L 497 zwischen Rodalben und Münchweiler unterwegs; etwa am großen Wanderparkplatz zum Clauser Tal hupte ein mir entgegenkommender schwarzer BMW 2 mal kurz nacheinander. Eventuell jemand, der mich, aber ich ihn nicht kannte. Ansonsten ergäbe das tuut-tuut so rein gar keinen Sinn; da ist weit und breit kein „Radweg“ in der Nähe.

Überholmanöver (2)

Was sich der Kleinwagenfahrer am Dienstag, dem 14. November dabei gedacht hat, als er mich auf der L 485 zwischen Langmühle und Salzwoog auf völlig leerer Straße mit bestimmt nicht einmal 50 Zentimetern Abstand recht rasant überholt hat, kann ich nicht einmal erahnen.

Hupen (5)

Die ersten Kilometer der B 270 bei Pirmasens sind bis zur Einmündung der K 17 nach Petersberg mit getrennten Richtungsfahrbahnen 4-spurig ausgebaut, es gelten aber durchgehend Geschwindigkeitsbegrenzungen von  bzw. . Es ist mangels Beschilderung ausdrücklich keine ; ein Verkehrsverbot wäre wegen mangelnder Alternativen für den sonstigen Verkehr auch nicht durchsetzbar; Radfahrer trauen sich dort eh nur sehr wenige drauf – obwohl es wegen des verhältnismäßig überschaubaren Verkehrsaufkommens und der breiten Fahrbahn eine der angenehmeren Strecken ist. Aber auch dort wird man „natürlich“ immer wieder mal angehupt; so auch am 15. November, kurz hinter der B-10-Anschlussstelle; aus einem Mietfahrzeug heraus.

Überholmanöver (3 – 5), Hupen (6)

Ich lebe ja recht nah an der französischen Grenze. Und französische Autofahrer haben hier nicht den allerbesten Ruf; man merkt Ihnen irgendwie an, dass Frankreich eine große Rallye-Fahrer-Nation ist! 😉

Am Donnerstag, dem 16. November war es aber zuerst ein deutscher Mercedes-Kleinlastwagenfahrer aus Zweibrücken, der mich auf der D 35 a (Teil einer bedeutenden Maut-Ausweichstrecke zwischen dem Saarland und Baden) mit unzureichendem Abstand in Höhe der nördlichen Kreuzung bei Schweyen „passiert“ hat, um es mal vornehm auszudrücken. In Frankreich gibt es an vielen Stellen „geschützte“, bauliche Linksabbiegespuren; so auch dort. Es ist zwar eigentlich ausreichend Platz, einen am Straßenrand fahrenden Radfahrer auch noch in etwa mit den 1,50 Metern (gelten die in F eigentlich auch…?) zu überholen – aber wie ich erleben durfte, reichen da auch mal runde 50 Zentimeter.

Irgendwie war die Idiotendichte an dem Tag besonders hoch, denn nur ein paar Kilometer weiter, etwa 300 Meter vor dem bedeutenden Verkehrskreisel zur D 620 (in westlicher Richtung als nach Saargemünd ausgewiesen) überholt mich ein Franzose wieder mit sehr geringem Abstand, obwohl die Gegenfahrbahn frei war. Ich regte mich kurz drüber auf, streckte empört den linken Arm zur Seite aus, um auf den ungenügenden Abstand hinzuweisen – und prompt hupte mich von hinten ein weiterer Franzose an, der dann auch einen Moment später wieder sehr knapp an mir vorbeizog…! Erst das dritte Auto machte dann langsam und wartete, bis Platz zum gefahrfreien Überholen war.

Beim Teutates!

Alltagserlebnisse (Teil 3)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gentlemen (2)

Danke an den zuvorkommenden Autofahrer aus dem Kreis St. Wendel, der mich am Nachmittag des 5. November auf dem per Zeichen 240 StVO (noch) 😉 benutzungspflichtigen Weg neben der K 6 zwischen Pirmasens und Winzeln auf meinem MTB fahren sah – und netterweise vor dem Abbiegen auf die L 600 anhielt, um mich durchzulassen. Was er ja eigentlich nach § 9 (3) StVO sowieso müsste – obwohl man dem Radfahrer hier ein kleines Zeichen 205 StVO hingestellt hat. Ich hatte diese Stelle schon Beginn diesen Jahres beim örtlichen Straßenverkehrsamt auch aufgrund der Tatsache bemängelt, dass ich hier (obwohl ich die  K 6 begleite) dem rechts abbiegenden Verkehr per Zeichen 205 StVO Vorfahrt gewähren muss- obwohl ich dann direkt hinter der Insel wieder Vorfahrt habe; Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Änderungen wurden zwar angekündigt, getan hat sich bislang aber noch nichts.

Hupen (3)

Warum ich am 7. November, kurz nach 15 Uhr auf der B 270 zwischen Kaiserslautern (Vogelweh) und Hohenecken beim Überholvorgang angehupt wurde, kann ich nur vermuten. Eventuell meinte der Fahrer mit Kirchheim-Bolandener Kennzeichen, ich hätte den linken Weg auf der anderen Straßenseite zu benutzen…? Der ist aber „leider“ in diese Richtung wegen durchgezogener Linien gar nicht erreichbar und daher auch nur in Richtung Kaiserslautern per Zeichen 237 StVO beschildert. Immerhin einer der „besseren“ Radwege, da man dort am Ende durch eine bauliche Verschwenkung ohne Vorfahrtverlust relativ sicher auf die Fahrbahn zurückgeführt wird. Allerdings ist er auch regelm. stark verdreckt, da er (wie offenbar alle Kaiserslauterer Radwege in der Peripherie) wohl grundsätzlich nie gereinigt wird.

Anfeuerung (1)

Ja, in den allermeisten Fällen versuchen (oftmals recht junge) Autofahrer sich durch Anfeuerungsrufe wie „schneller!“ über den pedalierenden Radfahrer lustig zu machen. So wohl auch am Nachmittag des 9. November auf der L 474 zwischen Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen; die Straße steigt dort immerhin auf 1,9 km mit durchschnittlich 6,2 % an. Ein Stück hinter den Sportplätzen wurde mir dann aus einem entgegenkommenden Auto die Erhöhung meines Tempos empfohlen. Sowas muss ich allerdings fast schon als Blasphemie auffassen, da ich eigentlich immer noch zu den schnellsten Bergfahrern hier in der Region zähle…! 😛

Rufe dieser Art sind zwar eher unbedeutend, ich zähle sie aus rein statistischen Interesse trotzdem mal mit. Wenn einer der „Motivationstrainer“ es zufällig lesen sollte: ich bin jederzeit für ein kleines Wettrennen zu haben! 😉

Alltagserlebnisse (Teil 2)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gehweg- und Geisterradler (1)

Nur, damit nicht der Eindruck ensteht, ich würde dazu neigen, Radfahrer pauschal als die „besseren“ Verkehrsteilnehmer zu verkaufen. Nein, natürlich ist auch unter Radfahrern die Idiotendichte ziemlich hoch. Um jedoch hier Erwähnung zu finden, muss man schon etwas wirklich außergewöhnliches „leisten“. Wenn ich jeden Gehwegradler erwähnen würde, der mir allein in Pirmasens begegnet, käme ich wohl zu nix anderem mehr. 😉

Ohne Zweifel für eine Erwähnung qualifiziert haben sich jedoch die beiden Klappspaten im gehobeneren Teenager-Alter auf ihren Mountain-Bikes, die mir am vergangenen Dienstag (24. Oktober, gegen 16:40 Uhr) in der Waldfischbacher Hauptstraße auf dem rechts von mir gelegenen (also aus deren Sicht linken) Gehweg entgegenkamen. Auf diesem parkte zudem ein Auto, der Gehweg war somit zusätzlich eingeengt. Trotzdem hob einer der beiden (fettsupermegacoolkrassendgeil) sein Vorderrad an – und machte einen „Wheelie“ – obwohl beiden nur ein paar Meter weiter eine Fußgängerin entgegenkam!

Überholmanöver (1)

Ich bin ja wirklich nicht besonders pingelig bzw. inzwischen schon extrem abgestumpft. Die 1,50 Meter Abstand, die der Autofahrer beim Überholen einhalten sollte, sind im Alltag schon die Luxusvariante. Mir ist es manchmal sogar lieber, sie überholen mich zügig mit rund einem Meter, als ewig lange hinter mir herzuzockeln. Wenn ich dann doch mal ein bestimmtes Überholmanöver als erwähnenswert einstufe, muss der motorisierte Kollege mir schon ziemlich nah oder „kreativ“ auf die Pelle gerückt sein. So auch am Nachmittag des 26. Oktobers in der Bottenbacher Straße in Winzeln; etwa in Höhe Einmündung Wasserturmstraße, Fahrtrichtung Windsberg. Mitten im Feierabendverkehr werde ich von einem älteren Herren (dessen süßer Wauwau hinten auf der Ablage saß…) mit vielleicht 30 Zentimetern Abstand überholt. Klar, wegen des Gegenverkehrs konnte der gute Mann ja auch nicht mehr viel weiter links fahren. Leider fehlt mir (noch) die Spontanität, bei solchen Annäherungsversuchen einfach kurz auf das Autodach zu kloppen, um den Piloten aus seinem offenkundigen Tiefschlaf zu wecken…!

Hupen (2)

Tja, da ist der 31. Oktober ein einziges Mal gesetzlicher Feiertag – und dann bekommt man an diesem ganz besonderen Halloween auch schon tagsüber auf der Straße das große Gruseln. Heute Nachmittag befuhr ich ziemlich genau gegen 15 Uhr die L 700 Richtung Frankreich. Ich hatte grade den überflüssigen und langen, per Zeichen 240 StVO benutzungspflichtigen Abschnitt auf klassischem Gehweg-Pflaster runde 200 Meter hinter mir, als neben mir plötzlich ein silberner Ford eng an mir vorbeirauschte und währenddessen etwas mehr als 1 Sekunde lang hupte. Ich bemerkte, dass er rechts ranfährt und ein paar Meter weiter auf der Fahrbahn anhält. Aha, da sucht ausnahmsweise mal einer das Gespräch! Am Steuer saß ein junger Mann; wohl Anfang, Mitte 20, neben ihm ein etwas älterer Beifahrer. Gedächtnisprotokoll:

Ich: Sonst geht’s noch…?
Er: Daneben ist ein Radweg. Auf dem müssen Sie fahren.
Ich: Das ist kein Radweg, das ist ein Gehweg. Da vorne (die 200 Meter Richtung Kreuzung zeigend) steht kein Schild.
Er: Ich könnte Sie ja auch umfahren…
Ich: Soll das jetzt eine Drohung sein?
Er: Nein, ich bin ja nur um ihre Sicherheit besorgt, denn da drüben ist ja ein Radweg, da sind Sie sicherer.
Beifahrer: Sie haben den Radweg zu benutzen, das ist Gesetz.
Ich: Nochmal; das daneben ist kein Radweg! Das ist ein Gehweg, ein Radweg muss beschildert sein und an der Kreuzung dahinten steht kein Schild.
Er: Sie müssen auf dem Radweg…
Ich: Das daneben ist ein GEHWEG, da darf ich nicht fahren. Sie haben zudem kein Recht, mich anzuhupen oder zu belehren. Ich merke mir ihr Kennzeichen und zeige sie wegen Nötigung an.

Tu ich nicht, war ja keine. 😉 Vielleicht aber noch wegen § 16 StVO, dann könnte die Polizei dem jungen Mann auch mitteilen, dass der graue Streifen da am Straßenrand eben kein „Radweg“ ist!

Ich fuhr dann weiter, er überholte mit sehr großzügigem Seitenabstand. Die (zuvor durchgehend an allen Einmündungen durch Zeichen 240 StVO wiederholte) Benutzungspflicht endet an der Kreuzung L 700 – Luxemburger – Brüsseler Straße, denn dort steht in südlicher Fahrtrichtung keins mehr. Der Weg wird dort im Vergleich zum bisherigen Verlauf auch deutlich enger und verlässt letztlich auch die L 700; man kann später nicht mehr auf diese Straße auffahren. Also selbst mit Zeichen 240 StVO müsste man den Weg dort nicht benutzen; das hätte den jungen Mann dann aber sicher völlig überfordert.

Lustigerweise war diese Stelle auch einer der Tagesordnungspunkte der Verkehrsschau vom 12. September – als ich unter anderem diese bauliche Irreführung ansprach. Die Benutzungspflicht da oben am Zweibrücker Flughafen will ich auf lange Sicht nämlich auch noch wegbekommen.

Alltagserlebnisse (Teil 1)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gepöbel (1)

Auf meiner Tour mit dem Rennrad in die Nordpfalz am vergangenen Samstag (14.10.17) wurde ich tatsächlich nach längerer Zeit mal wieder aus einem Autofenster eines Pick-Ups angepöbelt, weil ich die Fahrbahn der L 118  bei Reiskirchen befuhr. „Da drüben hat man extra einen Radweg gebaut!“. Mein „Schön, dann kauf dir ein Fahrrad und fahr drauf!“ kam wohl leider nicht mehr an. Es gibt dort zwar einen mehr oder weniger parallelen Weg, jener ist auch (bzw. noch; das Straßenverkehrsamt des Saarpfalz-Kreises wurde schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen…) mehrfach mit  beschildert, aber meiner Ansicht nach wegen eigener Trassierung, unter Bäumen verlaufend (grade im Herbst also oft nass und verdreckt), mit mehrfach mehr als 5 Metern Abstand zur Straße (VwV zu § 9 StVO, Rz. 8), Wartepflichten Zeichen 205 StVO an Einmündungen, an diesem Abschnitt gar hinter einer Lärmschutzwand verlaufend, in meinen Augen nicht straßenbegleitend – und daher folglich auch nicht benutzungspflichtig.

Abbiegen (1)

Ebenfalls am 14.10.17 wurde mir an der Ein- und Ausfahrt des örtlichen Hornbach-Baumarkts der Vorrang genommen! Ich hatte kurz vorher am Mülleimer der Bushaltestelle die Verpackungen meiner unterwegs gefutterten Schokoriegel entsorgt und befuhr den mit   beschilderten Weg, um am abgesenkten Bordstein jener Ein- und Ausfahrt wieder auf die Fahrbahn zu gelangen. Direkt vor mir bog dann aber ein Autofahrer ohne auch nur im Geringsten auf mich zu achten (§ 9 Abs. 3 und 5 StVO) rechts ab auf den Parkplatz. Hätte ich nicht vorab damit gerechnet, wäre ich auf der Motorhaube gelandet. 🙄

Hupen (1)

Ja, die Sache mit dem Schotter-Forst-„Radweg“ (im Herbst 2016 von  zu   umbeschildert) zwischen Lemberg und Salzwoog haben leider immer noch nicht alle so ganz verstanden. Ziemlich genau hier wurde ich auf der L 486 am Sonntag (15.10.17) beim Überholvorgang aggressiv angehupt; es stank ihm wohl, dass er wegen Gegenverkehr kurz warten musste. Als Radfahrer hab ich mich wohl grundsätzlich auf jeden Waldweg zu verpieseln? Gut, ich war zwar mit dem MTB unterwegs – ich hatte es aber eilig und auf Asphalt rollt es eben zügiger! Aber was rechtfertige ich mich hier eigentlich…? 😛

Gentlemen (1)

Ja, Eigenlob stinkt! Es muss aber trotzdem sein – denn macht es im Wald ein Geräusch, wenn ein Baum umfällt – aber keiner da ist, der es hört? 😎 Ebenfalls am Sonntag (15.10.17) fiel mir (in erster Reihe rechts, geradeaus wollend) an der roten Ampel Landauer Str. – Volksgartenstraße in Pirmasens beim seitlichen Blick in die spiegelnde Fensterscheibe des dortigen Geschäfts auf, dass ein Motorradfahrer hinter mir steht, der rechts blinkte. An der Ampel befindet sich ein Grünpfeil. Da links von mir vorm Auto noch Platz war, hob ich mein MTB kurz zur Seite und ermöglichte ihm so das Abbiegen bei Rot. Er bedankte sich artig! 🙂