Gute Radwege

Da ich im Gegensatz zu früher inzwischen nicht nur Rennrad, sondern auch gerne MTB fahre, bin ich natürlich auch oft abseits der Straßen unterwegs. Und da besteht dann (auch wieder im Hinblick auf das „Schmalbereifte“) einiges an Verbesserungspotenzial. Denn das Netz an eigenständigen Radwegen ist dann doch noch recht dünn hier in der Region – und wenn, ist die Wegqualität und -führung oftmals doch stark verbesserungswürdig. Obwohl es z. B. auch auf der Sickingerhöhe viele unbekannte, asphaltierte Wirtschaftswege gibt, die dem Radfahrer eine wesentlich größere Auswahl an Routen abseits befahrener Straßen ermöglichen. Leider sind sie in den meisten Fällen mit  beschildert – was man aber als Radfahrer durchaus auch mal riskieren kann; als MTB’er bleibt einem eh nix anderes übrig, da man eh fast nirgendwo „legal“ in den Wald kommt. Anfangs der Nullerjahre gab es in der Südwestpfalz sogar mal einen kleinen „Boom“, als einiges an derartigen, für Radzwecke asphaltierten Wegen eingerichtet wurde. Verkehrlich ergaben aber nur einige davon wirklich einen Sinn.

Ein „guter Radweg“ ist für mich einer, der nix mit einer bestimmten Straße zu tun hat. Er ist ein zusätzlicher Weg, den Radfahrer, aber nicht Kfz benutzen dürfen! Die allermeisten „Radwege“ hingegen, die direkt an Straßen verlaufen und meist mit Zeichen 240 StVO beschildert und somit benutzungspflichtig sind), halte ich für relativ überflüssig – auch wenn selbst viele Vielradler (meines Erachtens unbegründete) „Angst“ vor dem Fahrbahnfahren haben und sich auf solchen Wegen „geborgener“ fühlen!

Ein „guter Radweg“ ist jedenfalls breit, gut asphaltiert, verläuft möglichst ohne Umwege auf einer eigenen, ruhigen Route, auch topographisch gleichmäßig und verbindet Ziele und Orte selbständig miteinander – in einer möglichst verkehrlich sinnvollen Art und Weise! Ideen dafür hätte ich sehr viele; unter anderem würde ich mir wünschen, dass zwei zentrale Forstwege im Wasgau zwischen Dahn (Erfweiler, Bärenbrunnerhof) und Hauenstein asphaltiert und für Radfahrer offiziell freigegeben werden würden. Weil sich damit viele interessante Touren realisieren ließen. Vor allem wäre man durch diese Abkürzung mit dem Rad fast so schnell (oder manch einer sogar schneller, trotz der Steigung) als die Autofahrer, die weiter den „Umweg“ über die B 10 nehmen müssen.

Derzeit widme ich mich schwerpunktmäßig eher dem Thema „Blau“ – denn dies hat derzeit aufgrund besonders abstruser, teils gefährlicher Geschichten einfach Priorität. Aber natürlich interessiere ich mich auch für den Radverkehr auf alternativen Routen. Viele Blauschild-Problematiken ließen sich so ja auch elegant umgehen (wie z. B. bei Bubenhausen / Einöd)! In dem Zusammenhang möchte ich auch noch meinen Einsatz für einen Winterdienst an der B 10 erwähnen.