Fragen an Menschen, die das Narrativ vom Corona-Killervirus verteidigen

Ein Gastbeitrag vom Mehrdenker

Nahezu jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass man andere auch nicht mit den besten rationalen Argumenten von etwas überzeugen kann. All jene, die, wie ich, das Narrativ vom Corona-Killervirus in Zweifel ziehen, werden bald gemerkt haben, dass sie auch mit den besten Gegenargumenten bei „Zeugen Coronas“ meist wie gegen eine Mauer anrennen. Es kommen immer dieselben „Aber, was ist mit…?!“-Einwände.

Nachdem ich zum Beispiel auf Zahlen vom Robert Koch-Institut verwiesen habe, wonach während der Grippeperiode der Jahre 2019/ 2020 trotz Corona keine besondere Übersterblichkeit in Deutschland zu verzeichnen war und es während der Grippeperiode 2017/ 2018 sogar eine besonders hohe Übersterblichkeit [1] gab, kam meist wie aus der Pistole geschossen triumphierend die eher rhetorisch gestellt Frage „Aber was ist mit Italien?“.

Ich versuchte bis vor kurzem auf den Italien-Einwand zu kontern, dass erstens nicht ganz Italien von einer hohen Übersterblichkeit betroffen war bzw. ist, sondern nur eine bestimmte Region, in der die Luft besonders stark von Industrieabgasen belastet ist, dass das italienische Gesundheitssystem in den vergangenen Jahren nahezu zu Tode gespart wurde und es daher selbst während alle paar Jahre auftretender gewöhnlicher Grippewellen darin zu starken Überlastungen kam, da viel zu wenig Betten in den Kliniken zur Verfügung stehen. Ich biete meinem Gesprächspartnern sogar an, sie mit Zeitungsausschnitten der vergangenen Jahre aus Italien zu versorgen, die mit eindringlichen Fotos von Zelten vor Kliniken meine Aussage belegen, doch bisher ist noch keiner von ihnen auf mein Angebot eingegangen. Meine Einwände verschwinden meist auf Nimmerwiedersehen wie in einem Schwarzen Loch.

Gelegentlich hake ich beim Stichwort „Italien“ nach und stelle fest, dass all jene, die glaub(t)en, in Italien finde ein Massensterben statt, aus den Medien Fotos von Särgen in Erinnerung hatten. Doch mein triumphierend präsentierter Hinweis, wonach in den Särgen keine Covid-Opfer lagen, sondern vor Lampedusa ertrunkene Flüchtlinge, prallt ebenfalls wirkungslos, wie ein gegen eine Betonwand geschmetterter Gummiball ab.

Und natürlich heißt es dann immer wieder, dass bei uns keine Zustände, wie in Italien herrschten, länge an der klugen Gesundheitspolitik unserer Regierung („Heil Merkel!, Heil Söder, Heil Spahn!“): Ohne krankmachende Hausarreste – „Lockdowns“ genannt, weil es irgendwie netter klingt – , Atemvergiftungs-Vorrichtungen – fürsorglich als „Atemschutzmasken“ verniedlicht – und Abstandszwängen – hochwissenschaftlich klingend als „Social Distances“ bezeichnet – würden wir über Leichenberge stolpern…

Es ist für mich als Naturwissenschaftler frappierend, dass sogar ein promovierter Biologe und Top-Journalist aus der Wissenschaftsredaktion eines auflagenstarken Wochenmagazins, der ungenannt bleiben möchte, mir das Märchen von den angeblich wirksamen Regierungsmaßnahmen „verkaufen“ wollte, nur weil es in einem Artikel der Wissenschaftszeitschrift „Science“ mittels kruder Zahlenakrobatik scheinbar bewiesen wurde [2]. Da nutzte es auch nichts, als ich den erfahrenen Journalisten darauf aufmerksam machte, dass keine der vom Koch-Institut präsentierten Kurven der Erkrankungswelle um den März 2020 herum (z. B. die „R“-Wert-Kurve) nach den jeweiligen Maßnahmen (z. B. Verbot von Großveranstaltungen) nirgendwo auch nur andeutungsweise irgendwelche Knicks aufweist (natürlich habe ich dabei die von den vermeintlichen Corona-Experten veranschlagte durchschnittliche Inkubationszeit des Virus’ im Zeitverlauf berücksichtigt). So war der R-Wert bereits auf niedrigstem Niveau, noch bevor der (erste) „Lockdown“ erfolgte [3]. Man traut eher moderner Zahlenmystik, als seinen eigenen Augen. Das ist einer der fatalsten Fehler während der Coronoia, die bereits unzählige Menschenleben gefordert haben.

Ich verzichte zumindest für’s erste auf weitere Beispiele, denn ich meine, dass die aufgeführten genügend sollten, zu zeigen, dass sich überzeugte „Coronisten“ resistent gegen jegliche Gegenargumente erweisen. Ich habe es daher weitgehend aufgegeben, „Zeugen Coronas“ mittels Gegenbelegen von der Fragwürdigkeit ihrer Pro-Killervirus-Argumente überzeugen zu wollen, sondern habe mir andere Argumentationsstrategien ausgedacht, die – so hoffe ich – zumindest einige der „Zeugen“ nachdenklich stimmen mögen.

Ratio kontra Emotionen

Nicht nur unsere Erfahrung zeigt, dass Menschen sich oft selbst von den besten logischen Argumenten nicht von tief sitzenden Überzeugungen abbringen lassen, sondern auch und gerade die moderne Hirnforschung legt mittels dynamischer Bildsequenzen von Stoffwechselvorgängen im Hirn nahe, dass es keine rein rationalen Entscheidungen bzw. Überzeugungen zu geben scheint, da nämlich selbst dann, wenn wir glauben, völlig rational Entscheidungen getroffen zu haben, immer auch Hirnregionen aktiv sind, die mit unseren Gefühlen in Verbindung stehen. Dazu der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth:

Wir kommen […] aufgrund der […] Kenntnis über die neuronalen Grundlagen affektiver Zustände zu der jedem Menschenkenner vertrauten Einsicht, dass Gefühle den Verstand eher beherrschen, als der Verstand die Gefühle. [4]

Daraus können wir zumindest die Vermutung ableiten, dass Menschen am ehesten über ihre Gefühle argumentativ erreicht werden können.

Es wird ja seit rund einem Jahr von Seiten der Regierung gebetsmühlenhaft die Befürchtung in den Raum geworfen, dass unser Gesundheitswesen von Zehntausenden röchelnden sterbenskranken Covid-19-Opfern überrannt werden und somit völlig zusammenbrechen würde, wenn nicht die vermeintlich erfolgreichen chinesischen Zwangsmaßnahmen angewandt würden.

In der Tat haben einige meiner Bekannten eine Heidenangst davor, an der vermeintlich neuen Seuche zu erkranken und dann wegen „Verstopfung“ der Kliniken ohne Behandlung zu sterben. Mit anderen Worten: Sie fürchten, Opfer einer Triage zu werden. (Für mich war dieser Begriff aus dem Französischen bis vor kurzem nicht geläufig. Er stammt aus der Militärmedizin und besagt, dass die am schwersten Verletzten zuerst behandelt werden sollten, sofern es an medizinischen Ressourcen mangelt).

Doch, was die Ängstlichen entweder nicht wissen, nicht wahrhaben wollen oder verharmlosen, ist, dass aufgrund des Freihaltens von Intensivbetten in unseren Kliniken längst eine Triage stattfindet, nur dass davon nicht herbeigerechnete(!), also rein fiktive Covid-Kranke betroffen sind, sondern reale Menschen mit allen möglichen anderen Krankheiten, darunter auch Krebspatienten. Daher sollte man vor allem jene Menschen, die fürchten, Opfer einer Triage zu werden, mit folgender Frage konfrontieren:

(Ich wähle an dieser Stelle die Du-Form):

Weißt Du eigentlich, woran bei uns in Deutschland die allermeisten Menschen sterben?

Ich will es Dir verraten: Entweder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (also zum Beispiel an einem Herzinfarkt) oder an Krebs.

Die Chance an Krebs zu erkranken ist um ein Vieltausendfaches höher, als an einem Virus.

Stell’ Dir bitte folgende Situation vor:

Du erkrankst an Krebs und müsstest dringend operiert werden, bevor sich die Krankheit im ganzen Körper ausbreitet. Stell Dir nun bitte weiter vor, dass Dein Arzt Dir folgendes sagt: „Bitte haben Sie noch etwas Geduld wegen der Operation, denn wir erwarten gerade die fünfte Corona-Welle mit Tausenden an schwerkranken Menschen für die wir genügend Klinikbetten reservieren müssen“.

Was würdest Du dann denken?

(Nun mag es passieren, dass der Angesprochene kontert, dass man ihm bestimmt sofort operieren würde).

Du denkst, so etwas könnte Dir nicht passieren? Dann solltest Du wissen, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft von 900.000 [5] wegen der ausgerufenen Corona-Pandemie verschobenen Operationen berichtet hat, davon sind rund 50.000 Krebspatienten [6].

Ich habe bislang nur wenige Corona-Jünger unter meinen Bekannten mit dieser Frage konfrontiert und weiß (noch) nicht, ob ich mit ihr wenigstens ein klein wenig zum Nachdenken (besser vielleicht: zum Nachfühlen) angeregt habe. Vielleicht fühlt sich einer der Leser dieses Textes angeregt, in seinem Familien- und Bekanntenkreis dieselbe Frage zu stellen. Falls ja wäre ich über jede Rückmeldung an Reaktionen dankbar.


Wie bereits weiter oben erwähnt, habe ich es aufgegeben, „Zeugen Coronas“ mittels rationaler Argumente von der Fragwürdigkeit der Killervirus-Hypothese überzeugen zu wollen. Ich setze ihnen stattdessen eine Liste von Fragen vor und betone, dass sie die Antworten darauf ganz allein finden sollten.

Natürlich macht so eine Liste nur bei Personen Sinn, die neugierig bzw. ehrgeizig genug sind, sich auf der Suche nach Antworten zu begeben. Es dürfte sicher auch einige Angesprochene geben, die sich noch nicht einmal die Mühe machen, Frage für Frage durchzulesen. Und schließlich wird man sicherlich auch und gerade auf Personen treffen, die erklären, sie fühlen sich durch die etablierten Medien völlig ausreichend informiert und würden daher keinen Sinn darin sehen, selbst auf Antwortsuche zu gehen.

Hier nun meine Frageliste (die sicherlich noch durch weitere Fragen ergänzt werden kann. – Ich wähle erneut die Duz-Variante):

  1. Überall ist zur Zeit von einer „Pandemie“ die Rede. Weißt Du, wie man bislang, also vor der ausgerufenen Corona-Pandemie, eine Pandemie definiert hat? Woran erkennt man Pandemien?
  2. Ohne Tests, keine Regierungsmaßnahmen. Doch was messen die PCR-Tests eigentlich? Weist so ein Test Viren nach? Weist er Infektionen nach? Ist er ein Indikator für eine Krankheit?
  3. Wie wird eigentlich eine Infektion definiert? Wann ist jemand mit einem Erreger infiziert? Und wie werden Infektionen üblicherweise nachgewiesen?
  4. Ist jemand, der mit einem potentiell tödlichen Erreger infiziert ist, auch immer krank? Wie viele der (vermeintlich) Infizierten werden krank?
  5. Bekanntlich müssen wissenschaftliche Theorien nach Popper grundsätzlich widerlegbar sein. Sonst hätten wir es mit reinen Glaubensüberzeugungen wie in den Religionen zu tun. Daher frage ich Dich, durch welche Fakten man das Narrativ vom Killervirus denn widerlegen könnte.
  6. Wusstest Du, dass während des Höhepunktes der Übersterblichkeit während der Grippe-/Coronawelle 2019/ 2020 Hunderttausende Mitarbeiter im Einzelhandel und Millionen Pendler in öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Maske und Abstand arbeiteten bzw. zur Arbeit fuhren? Müssten dann unter diesen Personenkreis nicht besonders viele Covid-Opfer zu beklagen sein? Falls nein, warum nicht?
  7. Weisst Du eigentlich, wie bestimmt wird, ob jemand an dem neu entdeckten Virus gestorben ist?
  8. Hast Du aus Deinen Informationsquellen, also zum Beispiel aus der Zeitung oder aus dem Fernsehen, erfahren, wie viele Menschen durch die Regierungsmaßnahmen vor dem sicheren Covid-Tod bewahrt wurden?
  9. Weißt Du, wie alt die Menschen wurden, die laut offiziellen Quellen an bzw. mit dem Coronavirus gestoben sind? Weißt Du auch, welche durchschnittliche Lebenserwartung die Menschen in den jeweiligen Ländern im Durchschnitt haben?
  10. Meinst Du, dass Gegenden mit höherer Sterblichkeit durch das Virus zu erklären sind? Wusstest Du dass sich die sog. Spanische Grippe unglaublich rasch ausbreitete, obwohl es damals noch keinen Flugverkehr gab. Nur wenige abgelegene Landstriche und Inseln blieben verschont. Müsste also im Düsenjet-Zeitalter die Ausbreitung nicht noch viel gleichmäßiger erfolgt sein? Wie wären aber dann die Hot Spots zu erklären?
  11. Hast Du irgendwo Belege gefunden, dass diverse Maßnahmen, wie Masken und Lockdowns den Infektionsverlauf beeinflusst hatten? Kennst Du auch Gegenbelege?
  12. Hast Du schon einmal die Internet-Infoseite vom Robert Koch-Institut aufgesucht, um Dir dort die Zahlen und Grafiken anzusehen?
  13. Wusstest Du, dass es während der Grippe- bzw. Coronazeit 2017/ 2018 eine rund doppelt so hohe Übersterblichkeit gab, als während derselben Monate der Jahre 2019/ 2020?
  14. Wie hoch schätzt Du gegenwärtig die Wahrscheinlichkeit ein, einem Infizierten zu begegnen oder am Virus schwer (Intensivstation!) zu erkranken oder gar daran zu sterben. Wie groß ist dagegen die Wahrscheinlichkeit, an einem Unfall im Haus oder an einem Verkehrsunfall zu sterben?
  15. Wenn Du pflegebedürftig werden solltest und in einem Pflegeheim leben würdest, würdest Du Dir wegen einer grippeähnlichen Erkrankung wünschen, von Deinen Angehörigen isoliert zu werden?
  16. Meinst Du, dass Mehrheiten meistens recht haben?
  17. Weißt Du, ob die Regierung vor Inkraftsetzung diverser Maßnahmen (z. B. „Lockdowns“) Gutachten über mögliche Kollateralopfer erstellen ließ?
  18. Kennst Du außer Covid-19 noch weitere gefährliche Infektionskrankheiten, von denen Bewohner von Deutschland betroffen sind? Weißt Du auch, wie viele Infizierte das sind und wie ansteckend diese anderen Krankheiten sind?
  19. Und dann wäre da noch eine Frage, die man bevorzugt älteren Menschen stellen sollte:

Alte Menschen im Sterbealter sollen bekanntlich zur Hauptrisikogruppe zählen. Stell Dir vor, Dein Gesundheitsamt bzw. die Regierung hätte unter allen älteren Menschen vor Einführung irgendwelcher Maßnahmen folgende Umfrage durchgeführt: „Möchten Sie, dass Kinder zum Schutze Ihrer Gesundheit Masken tragen, sich gegenseitig nicht mehr berühren und nicht mehr miteinander spielen dürfen?

Ich vermute, dass die meisten der Befragten die Frage verneint hätten, vorausgesetzt natürlich, dass man sie über die Höhe des Risikos, schwer an Covid zu erkranken bzw. gar daran zu versterben, aufgeklärt hätte.

Ich halte es für wichtig, die Fragen auch dann nicht selbst zu beantworten, wenn man Sie darum bittet – wenigstens nicht sofort! Meine eigene Erfahrung mit Recherchen führte mich zu der Erkenntnis, dass selbst erarbeitetes Wissen eine viel tiefere Wirkung zeitig, als rein angelesenes.


Verweise

[1] Grippewelle war tödlichste in 30 Jahren. aerzteblatt.de vom 30.09.2019. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren

Man beachte, dass auch damals eine Impfung als Ultima ratio angesehen wurde, obwohl sieben Jahre zuvor eine US-amerikanische Metastudie die Wirksamkeit von Grippe-Impfungen stark in Frage gestellt hatte:

Wirksamkeit von Grippeimpfstoffen geringer als bisher angenommen. Der Arzneimittelbrief 2012, 46, 09. https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7323

Siehe dazu auch: Die Süddeutsche vom 05.01.2018: Grippeimpfung. Schutz mit Fragezeichen https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/grippeimpfung-schutz-mit-fragezeichen-1.1546657?print=true

Ansonsten überließ man es damals den Bürgern selbst, über Vorsichtsmaßnahmen zu entscheiden, sprach also nur Empfehlungen aus. Niemand kam trotz der damals überlasteten Arztpraxen auf die Idee, Zwangsmaßnahmen, wie „Lockdowns“ oder Masken auch nur vage in Erwägung zu ziehen. Mit Sicherheit wäre dann ein großer Aufschrei in den Medien erfolgt.

[2] Dehning et al., Science 369, 160 (2020): Inferring change points in the spread of COVID-19 reveals the effectiveness of interventions. https://science.sciencemag.org/content/early/2020/05/14/science.abb9789
Ich habe bis heute noch nicht herausgefunden, woher die Autoren ihre Daten aus Deutschland erhalten hatten. Das Robert Koch-Institut (RKI) als mögliche Quelle wird darin jedenfalls nicht genannt

[3] Epidemiologisches Bulletin 17/2020 vom 23.04.2020, Abb. 4, S. 14 https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20.pdf?__blob=publicationFile

Der „Shutdown“ erfolgte am 23.03.2020.

Die erste gestrichelte Linie verweist auf die erste größere Maßnahme, nämlich auf das Verbot von Großveranstaltungen, wobei Events ab 1.000 Teilnehmer gemeint waren. Man beachte, dass zu diesem Zeitpunkt bundesweit noch Millionen Pendler im öffentlichen Nahverkehr ohne Masken- und Abstandszwang unterwegs waren und im Einzelhandel – z. B. in den Discountern und Supermärkten – Zehntausende Bedienstete täglich engen Kontakt mit zahlreichen Kunden hatten! Gleiches galt auch etwa für die Pflegekräfte in Hospitälern und Altern- bzw. Pflegeheimen. Somit konnte das Verbot von Großveranstaltungen zahlenmäßig in Bezug auf Ansteckungsgefahren kaum ins Gewicht fallen. Theoretisch hätte es unter Menschen, die besonders viele bzw. länger anhaltende Kontakt mit anderen Menschen hatten, auch besonders viele Erkrankte und Tote geben müssen. Doch das war eben nicht der Fall.

[4] Roth, Gerhard – Fühlen, Denken, Handeln. Frankfurt/ M. 2001, S. 318, Kapitel 10, Abschnitt „Verstand und Gefühle – wer beherrscht wen?“
Nebenbemerkung: Roth hat bei mir einiges an Sympathie eingebüßt, nachdem er sich extrem feindlich zu Kritikern der Anti-Corona-Regierungsmaßnahmen äußerte, von denen man nach seiner eigenen Aussage manche „eventuell“ sogar „einsperren muss, bei aller humanistischen Gesinnung“: „Reine Appelle an Verstand und Einsicht haben keine Wirkung“. Saarbrücker Zeitung vom 14.08.2020. https://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/hirnforscher-gerhard-roth-zum-umgang-mit-corona-hygieneregel-und-den-verweigerern_aid-52765473

[5] Lesermeinung von Monika Walke Essigen zu einem Artikel der Gründer Tagespost zu den Kollateralschäden der Coronamaßnahmen. Gmünder Tagespost 15.06.2020. https://www.gmuender-tagespost.de/1899201/

[6] Deutsche Krebshilfe. Rund 50.000 Operationen wegen Coronavirus-Pandemie verschoben. ZEIT Online 13.07.2020. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-07/deutsche-krebshilfe-corona-pandemie-krebsoperationen-verschoben


Vorstellung

Der Gastautor nennt sich in Anlehnung an die sogenannten Querdenker „Der Mehrdenker“, weil er nach eigener Aussage den Querdenker-Begriff für unglücklich gewählt hält. Er denke bei „Querdenker“ immer gleich an „Querulant“. Ihm liegt vorgeblich nichts an Publicity, daher ziehe er es vor, anonym zu bleiben.

Er ist in einem Alter, in dem laut einem Chansonier und Schlagersänger „das Leben“ erst „anfängt“, lebt in der Nähe von Heidelberg und hat eine mehrfache biologische Ausbildung absolviert: Zunächst als Biologielaborant in einem medizinisch-diagnostischen Labor in Offenburg; später studierte er an der Universität Heidelberg Biologie mit Schwerpunkt Mikrobiologie.

In den 80er Jahren hatte er sich für mehrere Jahre der deutschen Skeptikerbewegung angeschlossen. Er hatte sich bis vor wenigen Jahren vor allem mit sogenannten parawissenschaftlichen Themen auseinandergesetzt und sich dabei nach eigener Aussage „wertvolle Erkenntnisse im Bereich der Wahrnehmungspsychologie angeeignet“.

Die nahezu weltweiten aus seiner Sicht maßlos überzogenen Maßnahmen nach Ausrufung einer Corona-Pandemie durch die WHO hält er überwiegend für psychologisch erklärbar. Er bemängelt weiter, dass verheerende, schwer zu erklärende wissenschaftliche Anfängerfehler bei der Gefahreneinschätzung gemacht wurden und nach wie vor werden. Er beabsichtigt, darüber mindestens einen weiteren Text zu verfassen für meinen Blog zur Verfügung zu stellen.

8 Gedanken zu „Fragen an Menschen, die das Narrativ vom Corona-Killervirus verteidigen“

  1. Ich finde ja immer, eins der besten Argumente ist dieses:

    Wenn wir tatsächlich eine Pandemie hätten, dann müßten wir überall hustenden und kranken Menschen begegnen. Und wo ist also jetzt der röchelnde Nachbar, der fiebernde Obdachlose, die abgeschlagen wirkende Arbeitskollegin? Es geht ja längst nicht jeder (sofort) zum Arzt, ganz bestimmt nicht in diesen Zeiten!
    Aber selbst wenn sie alle zum Arzt gingen: ja, wo laufen sie denn?! Die Praxen sind leer, bzw. definitiv nicht gefüllt mit Menschen, die an Schweren Akuten Atemwegssyndromen (SARS – Severe Acute Respiratory Syndrom) leiden.

    Und dann sag‘ ich immer noch das hier:
    Selbst wenn es eine Pandemie gäbe, ist das kein Grund, gesunde Menschen einzusperren und uns allen die Grundrechte zu kappen bzw. zu entziehen. Das wäre auch bei Pest oder Ebola nicht in Ordnung. Punkt. Und von derartigen Sterberaten sind wir Jahrhunderte oder Tausende von Kilometern entfernt.

    1. Aber der Witz ging ja schon vor fast einem Jahr durch’s Internet:

      »Stell Dir vor, es gibt ein Virus, das so tödlich ist, daß man einen Test braucht, um zu wissen, daß man es hat.«

    2. Selbst wenn es eine Pandemie gäbe, ist das kein Grund, gesunde Menschen einzusperren und uns allen die Grundrechte zu kappen bzw. zu entziehen.

      Dass genau dieser Paradigmenwechsel ohne jeden Widerstand erfolgte, hatte mich damals fassungslos gemacht. Und macht es bis heute. Es ist schlicht verfassungs- und menschenrechtswidrig. Es ist einfach unglaublich, wie viele Menschen diese totalitäre Doktrin akzeptieren. Unfassbar.

    3. Manchmal trifft es der Volksmund viel besser, als tausend hochwissenschaftliche Abhandlungen. Ich zitiere immer gern den Kommentar einer „Elke Lansing“ zu einem kritischen YouTube Video zur Coronoia. Ich habe es als Screenshot gespeichert. Hier der Text im Original:

      „Mich interessiert es einen Pfurz wer was sagt. Ich hab Augen im Kopf. Diese sehen: alle Nachbarn gesund, keiner Tod, Taxifahrer alle gesund, und und. Ich habe Ohren und die hören Zwang, drohen, verboten Strafe und das k… mich an. Dagegen hab ich viel“.

      Als ich in den 80ern in Heidelberg Beiologie studierte, gab es noch keine PCR-Tests; Pandemien wurden also damals nicht herbeigetestet und auch nicht herbeigerechnet, sondern man schaute sich einfach um, ob vermehrt Menschen schwer krank wurden und vermehrt an der Krankheit starben, um es auf einen ganz einfachen Nenner zu bringen.
      Meine damaligen Professoren würde man heute wohl als „Corona-Leugner“ verhöhnen und zwangsemeritieren…

      (Nebenbei: All die alten Menschen, die ich kenne, sind auch immer noch am Leben).

      1. Genau der „gesunde Menschenverstand“ oder „das eigene Bauchgefühl“ oder „die subjektive Beobachtung“ wurde und wird ja systematisch diffamiert. Das sei „krude-braune-Esoterik-Scheisse“. Intuition? Was soll das sein? Wissenschaft ist Gott! Drosten ist der Verkünder seiner Weisheiten! Die Wissenschaft ist nicht nur zur Religion avanciert, sondern wird auch instrumentalisiert, wo es nur geht, um Herrschaft zu stützen.

        Allein, dass vor kurzem geleakt wurde, dass Seehofer Wissenschaftler eingespannt hatte, um die Corona-Maßnahmen zu rechtfertigen, müsste zumindest innerhalb der wissenschaftlich-akademischen Gemeinde zu einem Aufschrei führen. Nichts dergleichen. Schweigen im Walde. Alle haben die Hosen gestrichen voll.

        Aber die nächsten Demonstrationen stehen schon in den Startlöchern: https://es-reicht-uns.de/
        Wenn wir da nicht hingehen, wachen wir in einem digitalen Überwachungskapitalismus auf.

  2. Lieber Dennis, ich befürchte, dass man nichtmal bis Frage 3 käme – denn wie jeder von uns aus gescheiterten Beziehungsdiskussionen weiß – wartet der andere ja nur ab, bis er „dran“ ist und lässt sich schon gar nicht an der Hand nehmen, um gezeigt zu bekommen, dass er anscheinend noch nicht 1 und 1 zusammengezählt hat, sonst wüsste er das ja alles auch schon. Das endet meistens in wütender Abwehr, dass man nicht missioniert werden möchte, auch nicht mit lebensrettenden Liebesdiensten, wie dem, dass man doch bitte diesem 3-jährigen Kind die Maske abnehmen möge oder wenigstens die Halbwüchsigen nicht in die Impfschlange stellen soll. Man wird dann behandelt wie jemand, der vor der Scientology-Kirche steht und Menschen mit genau solchen Fragen zu ködern versucht.

    Wer das derzeit noch versucht ist Servus-TV „Talk im Hangar“ und es tut körperlich weh, wie wenig da vermittelbar ist, sie hören einfach nicht zu (leider sieht die Gegenseite auch immer sehr viel unsymphathischer aus, manche sogar wie der Großinquisitor oder Torquemado persönlich, man fröstelt, wenn man diese frettchenhaften Visagen sieht).

    Neulich habe ich einen Tag lang gut 80 Ehrenamtliche in unterschiedlichsten Workshops vor mir und um mich herum sitzen gehabt und hatte vergessen, mir eine Maske anzuziehen, obwohl das derzeit in Bayern nicht zu empfehlen ist. Später wurde ich dann angerufen und alle dachten, ich hätte das mit Absicht gemacht und fanden es gut. Die, die noch im Vorfeld hysterisch nach der Rechtsgrundlage gefragt hatten, auf der wir uns treffen dürften (Ehrenamtliche dürfen) haben sich nicht getraut irgendeinen Mucks zu tun.

    Mehr kann man nicht erwarten.

  3. Gute Fragen, danke.

    Erfahrungsgemäß wollen jedoch die Anhänger des gelenkten Abenteuers gar nicht so viel nachdenken.

    PS DS-pektiven@ Habe Ihnen gerade den versprochenen WHO-Beitrag zugeschickt – auch anonym als some1 und ohne jede Biografie. Der Inhalt zählt – nicht die Person.

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