Coronoia: Digitaler Gruppenzwang

»Es zwingt dich ja keiner. Du kannst zwar – wie wir – den ganzen Corona-Dreck kritisch sehen und dich sogar schon lange vor uns mit deinem Blog aus deiner Deckung gewagt haben. Aber wenn du nicht genau die technokratischen Mittel benutzt, mit denen man uns gerade versklavt, dann kannst du leider nicht bei uns mitmachen. Dann musst du leider draußen bleiben.« Man hat es schwer, im „Widerstand“ wahrgenommen oder gar als Teil dessen anerkannt zu werden, wenn man sich nicht dem gewaltigen Gruppenzwang beugt, sich ein „Smartphone“ zu kaufen und Telegram zu installieren. Es ist irgendwie eine Tragödie; da verweigert man sich seit vielen, vielen Jahren, einen Großteil der digitalen Werkzeuge zu benutzen, ohne die dieser Putsch niemals hätte erfolgreich sein können. Wird das honoriert? Nein. Man bleibt – in seiner anachronistischen Blog-Höhle – nicht nur ein analoger, sondern auch digitaler Eremit.

Ich mache mir ja nur noch äußerst ungerne Hoffnungen. Weil jene sowieso immer wieder enttäuscht werden. So erging es mir jetzt erneut mit einer kleinen Gruppe von Leuten, die hier in der Region im Rahmen der Gründung einer neuen Partei zusammengefunden hatte. Nachdem jetzt mehrere Wochen vergangen sind, sich (außer der ursprünglichen Kontaktperson) aus diesen Kreisen absolut niemand bei mir gemeldet hat und ich auch zu keinen weiteren Treffen oder Aktionen eingeladen wurde, kann dies natürlich auch daran liegen, dass den Leuten meine relativ klare Sprache missfällt, mit welcher ich mich ausdrücke. Dass meine zornigen Texte die persönlichen Maßstäbe dessen sprengen, was für manch einen noch als „politisch korrekt“ durchgeht. Und dass die Argumentation, es läge daran, dass man mich nicht per Handy erreichen könne, nur vorgeschoben ist. Aber diese wurde mir gegenüber so geäußert; nachdem ich eine kurze e-mail mit einem traurigen Emoji und dem Link zu meinem Text „Rufer in der Wüste“ versandt hatte.

Vor einer Weile hatte ich, nachdem Ken Jebsen angekündigt hatte, ins Exil zu gehen und eigene Plattformen auf eigenen Servern aufzubauen, einen Text angefangen, in welchem ich mich mit der „Dezentralisierung“ des Internets und der Emanzipation von von globalen Konzernen beherrschten Plattformen befasst hatte. Aber nach einigen Absätzen wurde mir klar, dass da ja sowieso nichts nützt. Die Leute sind halt faul. Bequem. Sie sind zufrieden mit ihren Glasperlen. Sie wollen alles auf einigen, wenigen, monopolistischen Plattformen gebündelt haben. Als die „Sozialen Netzwerke“ wie Facebook oder Twitter begannen, zu metastasieren und damit das freie, dezentrale „Internet 1.0“ (vorwiegend unzählige, verstreute Newsgroups, Foren und Blogs) vernichteten bzw. gleichschalteten, war ich bereits im „Widerstand“. Ich weigerte mich konsequent, trotz eines enormen Gruppendrucks, mich dort anzumelden. Letzten Endes bedeutete das aber auch, dass ich für einige meiner ehemaligen Kollegen im Finanzamt nicht mehr existent war. „Ich facebooke, also bin ich!“ Schon damals erschien es mir, als würde ich die Dreistigkeit besitzen, von den Leuten zu verlangen, mir mit Füller handgeschriebene, auf Pergament verfasste Briefe zu schicken. Die „e-mail“ scheint vor allem für die „Millennials“ und „Digital Natives“ eine vollkommen überkommene Kommunikationsform – und unheimlich anstrengend zu sein?

Dabei gibt es inzwischen eine ganze Reihe von prominenten Widerständlern, die – wegen der zunehmenden Zensur – bspw. auch den altehrwürdigen „Newsletter“ wiederentdeckt haben; als da wären z. B. Dave Brych, der seine „Tagessau“-Episoden jetzt unter einer eigenen Domain (leider ohne RSS-Feed) veröffentlicht. Auch Miloscz Matuschek, Daniel Stricker oder Marco Caimi bieten solche Informationsmöglichkeiten an; wenn auch teilweise nur als finale „Ausfallsicherung“.

Als ich letztens ca. zwei verregnete Arbeitstage damit verbracht hatte, die Ausführungen von Matthias Burchardt zu transkribieren, tat ich dies auch (einmal mehr) deshalb, weil ich wollte, dass seine nur in der audiovisuellen Form vorliegenden, zu dieser Thematik wie die Faust aufs Auge passenden Aussagen nicht „verloren-“ oder untergehen. Auch deshalb, weil sie ansonsten von Suchmaschinen eben nicht indexiert werden. Denn in einer digitalisierten Welt gilt, trotz Spracherkennungssoftware, nur das als auffindbar, was in maschinenlesbarer Form – also Text – gespeichert und veröffentlicht wurde. Es waren allerdings nicht nur solche technischen Aspekte, weshalb ich mir diese Mühe gemacht hatte; diese Aussagen waren es einfach wert, verschriftlicht zu werden. Und ja, auch ausgedruckt zu werden! In der Netzkultur gibt es das meines Erachtens etwas undurchdachte Schimpfwort „Internet-Ausdrucker“. Aber: Ein physisch vorhandenes Dokument ist wesentlich schwerer zu vernichten oder zu zensieren, als eines, welches nur in Form einer Datei auf irgendeinem Server oder einer Festplatte „existiert“. Zu dieser Erkenntnis kamen ja in den vergangenen Monaten viele Menschen, indem sie damit anfingen, auf ganz althergebrachte, analoge Weise Infobroschüren in (reale) Briefkästen einzuwerfen. Oder auf andere, kreative Weise schriftliche Botschaften im öffentlichen Raum hinterlassen.

Auch wenn die Person, mit der ich mich da per e-mail unterhielt, selber schreibt, dass das alles teils sehr widersprüchlich und man sich dessen bewusst sei, sei es eben so. Also macht man weiter Zoom-Konferenzen, hat sein (abhörbares) „Smartphone“ überall offen rumliegen und kommuniziert hauptsächlich noch über einige, wenige Plattformen. Plattformen, die genauso schnell plattgemacht, also abgeschaltet werden können, wie bspw. Parler. Die genauso schnell und willkürlich zensiert werden können, wie ein US-Präsident. Ich sehe hier nur sehr wenig Bewusstsein für die Abhängigkeiten, in die man sich begeben hat. Und aus denen man – so empfinde ich es zumindest – auch nicht wirklich heraus möchte. Ich sehe keinen Widerstand im Kleinen, keine Bereitschaft, über Alternativen auch nur nachzudenken.

Es ist doch eigentlich vollkommen absurd: Wir kämpfen hier gerade gegen die Errichtung einer totalitären technokratischen Diktatur. Und grenzen absurderweise jene aufgrund technokratischer „Argumente“ aus, die schon sehr, sehr früh gesehen haben, dass da eben in letzter Konsequenz eine Maschine errichtet wird, die sich als Gefängnis nicht nur für unseren Geist, sondern auch für unseren Körper entpuppen wird. Die sich persönlich nicht vorwerfen lassen müssen, diesen kranken Entwicklungen durch persönliche Anpassung und aktive Teilnahme Vorschub geleistet zu haben.

Ich will dafür ja auch keinen „Orden“. Ich verlange auch von niemandem, auf all das zu verzichten, was er zu benötigen braucht. Aber ich möchte deshalb nicht ausgegrenzt und alleingelassen werden. Weil es zu viel Aufwand bedeutet, neben der schnell dahingetippten Telegram-Gruppen-Nachricht noch eine (halbwegs persönliche) e-mail zu schicken. Oder bspw. generell mit e-mail-Verteilern zu arbeiten. Wenn das bereits ein ausreichender Grund sein soll, mit jemandem keinen Kontakt aufzunehmen – dann ist die Lage wohl einfach noch nicht schlimm genug? Wenn man sich diesen Luxus noch leisten kann, auf Mitstreiter zu verzichten. Weil es zu viel Anstrengung verursacht, mit jemandem per e-mail zu kommunizieren. Oder sich ein Lesezeichen auf seinen Blog einzurichten.


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12 Gedanken zu „Coronoia: Digitaler Gruppenzwang“

  1. Ja, diese quasi Voll-Verinternetzung bei dieBasis, die hat mich auch davon abgehalten, mich dort weiter einzubringen. So sehr ich Verständnis dafür habe, daß man in diesen Zeiten – wo Treffen, Reisen und Zusammenkünfte ausgesprochen schwierig zu organisieren sind (verboten sind politische Versammlungen ja tatsächlich nicht) – auf Videokonferenzen (*) und ähnliches ausweicht, so sehr widerstrebt mir das, weil ich einfach von Grund auf ein sehr analoger und »Offline-«Mensch bin.

    Ob und in wieweit man dort als tatsächliches Parteimitglied dann trotzdem auf dem Laufenden gehalten wird, ist mir nicht wirklich bekannt. Aber wenn man schon als Gast oder InteressierteR auf diese Weise außen vor bleibt, hält sich das weitere Interesse natürlich zwangsläufig in engen Grenzen.

    Und gerade eine Partei, die sich die »Achtsamkeit« als eine von vier tragenden Säulen gegeben hat, könnte schon ein bißchen achtsamer mit interessierten Mitmenschen umgehen, denke ich. Gerade in diesen Zeiten. Denn selbst wenn man kein Parteimitglied wird: die Werbetrommel rühren und auch sonst als vernetzter Mensch Informationen liefern, wären ja auch noch Dinge, die man vielleicht gerne täte – wenn, ja, wenn ein bißchen nettes Feedback käme.

    (*)Ausgerechnet die Videokonferenzsoftware Zoom ist meines Wissens übrigens das Grauen eines jeden Datenschutzbeauftragten…

  2. Das ist ja nicht nur im „Widerstand“ so. Das mit dem „Aussperren“ gibt’s ja im privaten Bereich genauso. Und das mit dem Druck habe ich damals ähnlich erlebt. Bin trotzdem bis heute (und will dafür
    ebensowenig einen Orden ;-)) weder bei Facebook, Twitter, Instagram oder sonstigem. Ich kann
    damit einfach nichts anfangen.
    Was mich auch wahnsinnig macht (leider in den letzten Tagen wieder mehrfach erlebt) sind diese
    automatisierten Anrufbeantworter verschiedener Unternehmen. Technokratischer und kundenunfreundlicher geht’s nicht mehr. Anstatt eine Angelegenheit kurz und persönlich am Telefon
    zu regeln, wird man umständlich immer weiter und weitergeleitet. Bloß keinen Kundenkontakt !

    1. @Brian
      Ich kenne Familien, die eine Familien-WhatsApp haben.
      Bei uns trifft und unterhält man sich spätestens beim gemeinsamen Essen. Funktioniert schon seit Jahrzehnten und Generationen hervorragend. Und es gibt auch nicht halb so viele Mißverständnisse, von möglichen »Mithörern« ganz zu schweigen.

      Aber ich war auch sehr erstaunt, als mir ein Fachkollege vor zehn oder mehr Jahren eine Einladung zu XING schickte. Damit konnte ich überhaupt nichts anfangen, obwohl er das wohl sehr positiv gemeint hatte. Naja, und dann halten die Leute einen schon auf negative Art für altmodisch. Ist mir zwar theoretisch egal, aber beruflich merkt man das zuweilen schon auch. Vor allem, wo ich den ganzen anderen Müll (Facebook, Instagramm, Twitter etc.pp.) ebenfalls ablehne, beruflich wie auch privat.
      Dabei braucht das kein Mensch, den Scheiß.

      1. Nee, eben.
        Ich denke, das ist mit einer der Gründe, warum Empathie mittlerweile Mangelware ist.
        Ausverkauft. Kommt auch nicht mehr ins Sortiment.

      2. Im Grunde sind die ganzen „Sozialen Netzwerke“ ja nix anderes, als von den Leuten selbst angelegte Stasi-Akten. Das rafft halt nur keiner. In meinem Beitrag hab ich übrigens auch bewusst das Thema „Kostenlos“ weggelassen. Wie Burchardt das ja ausführlich erzählt hat: Die Daten all dieser Leute sind die Produkte, die verkauft werden. Und ich kleines Bloggerlein gebe mir sogar Mühe, wirklich überhaupt keinen extern gehosteten Content hier in der Seite zu haben. Das heißt, keiner der großen Konzerne kriegt (bspw. durch Google Fonts) mit, dass ihr bei mir rumsurft. Außer, ihr klickt dann halt irgendwann mal einen Link an.

    2. Ja, das gab es auch schon vorher. Mich desillusioniert das aber noch einmal besonders wegen der Umstände, in denen wir uns gerade befinden. Und auch angesichts der Tatsache, dass da Vereinigungen entstehen, die eigentlich Alles – oder zumindest Vieles – anders machen wollen. Aber dann doch irgendwie nach den altbekannten Mustern agieren. Zu „schwierig“ darf man dann auch nicht sein, sonst ist man raus, bevor man überhaupt drin war. Mir ist klar, dass das derzeit alles sehr schwer umzusetzen ist und da auch ein paar technische Hilfsmittel nötig sind. Aber etwas mehr Offenheit und Toleranz würden der Sache sicher nicht schaden. Ich will den Leuten da jetzt auch nicht Unrecht tun – aber nach Wochen keinerlei Interesse an meinem Blog oder meiner Person zu zeigen – verstehe ich halt einfach nicht.

      Apropos; ich weiß nicht, wer von euch „Little Britain“ kennt? „Computer sagt: Nein.“

      1. Ich schreibe aus Ungarn, und ich möchte Sie beruhigen, es gibt noch einige, die kein Smartphone haben, und kein Telegram, Facebook usw. benutzen bzw. bewusst nicht benutzen wollen, eben aus den Gründen die Sie erwähnt haben. Ich habe Ihre Seite troztdem gefunden, und jetzt lese ich sie regelmäßig. – Ich habe auch eine Webseite, so einfach und so konservativ, wie nur möglich, und seit langem schaue ich mir die Besucher-Zahlen nicht mehr an. Ab und zu bekomme ich einen E-Mail, so weiss ich, dass es einige Leute gibt, die froh sind, wenn sie über ihre Problemen irgendwo lesen können, und nicht ganz allein sind. So sehr ich die Aktivitäten des Widerstandes bewundere, die werden nichts erreichen. Weil es nicht um die Gesundheit geht, es ist vollkommen egal, wie oft sie vorzeigen können, dass die Machthaber lügen, das hilft alles nicht mehr, da es um etwas ganz anderes geht. Ich bin überzeugt, dass allein Gott uns aus dieser Hölle auf Erden retten kann. Alles Gute Dr. Élthes

      2. Ja, kenne ich. Und ich fand es immer geil !
        Und auch, wenn die beiden sich im letzten Jahr nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, die
        Synchro mit Kalkofe & Welke war schon witzig.
        Mir kommt allerdings in letzter Zeit auch immer wieder „Idiocracy“ in den Sinn…

  3. Die Bequemlichkeit. Das ist es sehr häufig. Das ist der Erfolg von Amazon. Und allen anderen Online-Dienstleistern. Nicht der „gute Service“, nicht mal zwingend der Preis. Ich verstehe beispielsweise bis heute nicht, wie man sich freiwillig ein Tablet, eine Switch, ein smartphone oder dergleichen holen „muss“, wenn man einen voll funktionsfähigen PC Zuhause stehen hat? Der kann alles. Man muss sich nur damit beschäftigen. Alle anderen Geräte begrenzen nur.

    Oder noch besser: warum Leute sich freiwillig Apple-Produkte kaufen, die einen nur beschränken und begrenzen. Das sind geschlossene Systeme. Warum? Bequemlichkeit. Da ist alles kinderleicht zu bedienen und schon vorinstalliert. Das haben die Tech-Profis und Marketing-Soldaten schon lange erkannt. Man muss nicht mehr mit Qualität, Inhalt oder Innovation punkten. Die Zugänglichkeit und die Bequemlichkeit sind der Renner.

    1. Ich verstehe beispielsweise bis heute nicht, wie man sich freiwillig ein Tablet, eine Switch, ein smartphone oder dergleichen holen „muss“, wenn man einen voll funktionsfähigen PC Zuhause stehen hat?

      Jep. Ein PC erspart einem im Prinzip alles; sogar die Glotze. Und man kann ihn – wenn man wenigstens ein Minimum an Ahnung hat – sicher halten. Wobei auch da (Games, DVD, Bluray, Updates, befristete Software-Lizenzen etc.) versucht wird, einem diese Autonomie Stück für Stück zu rauben. Der Hauptgrund fürs „Smartphone“ ist halt, dass man den Leuten irgendwann eingeredet hat, man sei frei, wenn man überall erreichbar ist. Ich bin als Kind der 80er froh, noch eine Kindheit erlebt zu haben, zu der man aus dem Haus ging – und weg war.

      Oder noch besser: warum Leute sich freiwillig Apple-Produkte kaufen, die einen nur beschränken und begrenzen.

      Hab ich auch noch nie verstanden. Hat vermutlich religiöse Gründe. 😉 Aber ja, es ist absurd, wenn mir das von mir bezahlte Gerät mir vorschreibt, was ich installieren darf und was nicht. Marc-Uwe Kling hat zu dem Thema ja auch ein paar schöne Sachen geschrieben. Ich leide übrigens auch unter Technik-Tourette. 😉

  4. Google“ ist der Feind“!
    Passiver Widerstand, ein paar Gedanken dazu.

    Die Grundnahrungsmittel in der Umgebung kaufen, achtet auf “Faire Trade”, wie zum Beispiel bei der Teekampagne, in Berlin.
    Kauft keine neuen Autos mehr, denn die alten sind meist viel billiger.
    Das ist mein Spezialgebiet, ihr könnt mir glauben, dass die neuen Autos
    allesamt eine Hightech-Wegwerf-Ware darstellen.
    Glaubt nicht an den Quatsch von Abgasnormen, niedrigeren Co2 Ausstoß, ist, und wurde nur eingeführt damit ihr neue Wagen kauft.
    Die Verordnungen sind wie mit der Feinstaubplakette und vielen Anderem auch, eine absolute Verarschung.
    Breitbandbildschirme, Handys, PC´s auch mal ein paar Jahre länger benutzen, viele technische Geräte braucht sowieso kein Mensch.
    Erteilt dem Konsum eine klare Absage, kauft keine “Apple” Produkte mehr
    und kauft nicht bei Amazon, keine Markenklamotten,
    Tankt kein E10 und spendet nicht an den WWF!!!(Der Pakt mit dem Panda anschauen).
    Reden, Diskutieren, Stellung beziehen….informiert euch….Und sucht nicht mehr mit “GOOGLE” sondern z.B. mit “IXQUICK” der Duck Duck Go und stellt euer Betriebssystem endlich auf “LINUX” um.
    Kein Facebook, kein Twitter, Apple, GOOGLE, Instagram und ähnliches, denn die sind alle direkt vernetzt mit der NSA.
    Organisiert euch in Foren die nicht eure Daten Sammeln!
    Macht euch mit dem „TOR“ Programm vertraut!!
    Keine Aktien und Börsenspekulationen, nehmt nicht vorschnell Kredite auf, am besten ihr verzichtet ganz darauf.
    Vergesst nicht, dass unser gesamtes System auf Kredite und unbegrenztes Wachstum aufgebaut ist.
    Treibt wieder Tauschhandel wenn irgend möglich.
    Das gleiche gilt für die Kreditkartenbenutzung und auch keine Smartphones, benutzt wieder Bargeld, das ist nicht zurück zu verfolgen.
    Tretet endlich aus der Kirche aus, geht ganz einfach beim Amtsgericht.
    Schaut mal nach, ob ihr wirklich all Eure Versicherungen überhaupt braucht, die ihr Euch in all den Jahren angeschafft habt.
    Wenn die Menschen nur noch das kaufen würden, was sie wirklich
    benötigen, wird sich dieses System ganz schnell als ad acta bestätigen.

    Fazit: (Nach Robert Kurz) Die einzige Handlungsalternative sei „eine Kultur der
    Verweigerung“. Dies bedeute, „jede Mitverantwortung für ‚Marktwirtschaft
    und Demokratie‘ zu verweigern, nur noch ‚Dienst nach Vorschrift‘ zu
    machen und den kapitalistischen Betrieb zu sabotieren, wo immer das
    möglich ist“.

  5. Klasse, Herr Schneble!
    Vielen Dank für den Artikel. Wenigstens bin ich mit Smartphone-, Facebook-, Instagram und Co.-Verweigerung nicht allein.
    Seit zig Jahren installiere ich für Freunde und Bekannte Linux-Rechner… Und laufe gegen alle Wände, wenn es auch nur um die simpelsten Privacy-Einstellungen z.B. der Browser geht. Alles zu kompliziert, brauch‘ ich nicht, Du glaubst doch nicht, dass DIE an mir interessiert sind, usw. usw. . Ergebnis: „Der ist halt paranoid, dem kann man noch nicht mal schnell ein Foto per Whatsapp schicken.“ Mach’s doch per Mail. „Ne, das ist zu kompliziert.“ Na, bravo!

    Die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!

    Im Übrigen scheint mir eine deutlich Schnittmenge zwischen den „ich-hab-doch-nichts-zu-verbergen-Leuten“ und den „ja-impfen-gegen-Corona-ist-schon-blöd-aber-ich-will-doch-auch-mein-Leben-zurück-Leuten“ vorhanden zu sein.

    Prost Mahlzeit! Und nochmal DANKE!

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