Coronoia: Vernunft

Einer der vielen Begriffe, welcher seit Monaten im orwell’schen Sinne regelrecht gegangbangt wird, ist jener der Vernunft. Was in diesen Zeiten nicht alles vernünftig ist? Zuhausesitzen – gar superheldenhaft. Lohnarbeiten. Schlafen. Sich „testen“ und „impfen“ (gentherapieren) lassen. Und das war es dann eigentlich schon. Vollkommen unvernünftig ist es, zusammen zu wandern. So, wie die sechs Personen umfassende, sicher nicht aus dem selben Hausstand stammende Gruppe, die mir am Sonntag auf einem Waldweg entgegenkam. Auch nicht demselben Hausstand entstammten die drei Mountainbiker, die ich auf einem Parkplatz ihre Räder aus ihren Autos laden sah. Und auch die anderen vier Mountainbiker, die mir, mich grüßend, in einem Dorf entgegenradelten, waren sicher keine Bewohner einer WG, die in Etagenbetten schlafen. Mein Bild wird draußen eigentlich immer wieder bestätigt: In der Natur treffe ich fast nur auf „Widerständler“.

Und das ist man ja heute sehr schnell. Wenn eben nahezu jegliches, über Jahrtausende als normal geltende, menschliche Verhalten – oder gar eine lebenswichtige Körperfunktion wie die freie Atmung – mit einem Ordnungswidrigkeitentatbestand versehen wird, dann ist man eben bereits ein rebellischer Desperado, wenn man sonntags mit zwei oder drei Kumpels eine Bike-Tour macht. Oder mit zwei anderen Pärchen wandern oder spazieren geht. Mein Herz erwärmt hatten beispielsweise auch die vier Jugendlichen, die die unfassbare Dreistigkeit besaßen, auf einem Sportplatz zu kicken; jeweils zwei auf der einen und auf der anderen Hälfte des Platzes. Hoffentlich waren keine gelangweilte Streife oder Blockwarte unterwegs, um diese Volksgesundheitszersetzer und potenziellen Oma-Mörder von ihrem gemeingefährlichen, unsolidarischen, rücksichtslosen, egoistischen, unverantwortlichen und vor allem unvernünftigen Tun abzuhalten.

Denn schließlich predigen die Anführer der Zeugen Coronas seit Monaten, dass es allein die Unvernünftigen®™ seien, weswegen wir das Virus nicht unter Kontrolle bekämen. Ja, diese Ketzer müssen einfach schuld daran sein, anders ist das doch gar nicht erklärbar, dass „die Zahlen®™“ einfach nicht mehr auf Zero sinken wollen? Das liegt vermutlich auch an diesen asozialen Trägern dieser unnützen „Alltagsmasken“. AHA? Hat es nie gegeben! Das hieß schon immer AHFFP2M! Wer wäre denn auch bitteschön so blöd, daran zu glauben, dass das bisschen Tuch, ein selbstgehäkelter Topflappen oder ein dünner Schal in der Lage wäre, nicht nur sich, sondern vor allem andere vor der tödlichsten Seuche aller Zeiten schützen zu können? So blöd können doch nur Covidioten sein! Überhaupt – mit wem waren wir jetzt gerade noch einmal schon immer im Krieg gewesen? Mit Ostasien? Oder mit Eurasien? Ach, egal.

Diese Unvernünftigen sind auf jeden Fall unser aller Untergang! Dies war (leider) auch die Ansicht eines Kollegen, der mich am gestrigen Tage auf dem Weg zu einem Treffen mit einer Widerständlerin auf einer Landstraße überholte. Er und ich kannten uns bereits flüchtig, weil wir uns in den letzten Jahren schon zwei oder drei Mal über den Weg gefahren sind und dabei jeweils ins Gespräch kamen. Ich wies während unserer Plauderei mal wieder auf mein etwas zurückgefahrenes radverkehrspolitisches Engagement hin. Am Treffpunkt (nach ca. 5 km) schlug ich vor, doch kurz eine Pause zu machen. So plauderten wir dann noch ein wenig, hauptsächlich über technische Sachen. Ein Bericht über eine Pyrenäen-Etappenreise, die er mit einem Kollegen im Jahr 2019 absolviert hatte, gab mir dann die Gelegenheit, doch noch auf das Thema Corona umzuschwenken. Denn sowas wie diese Reise ginge ja in diesen verrückten Zeiten nicht mehr. Derzeit könne man ja nicht mal mehr rüber nach Frankreich. Tja. Leider musste ich feststellen, dass auch er offensichtlich richtig tief drinsteckt im Fearporn!

Denn dann fiel es, das gruppenvergewaltigte Wort „Vernunft“! Denn an dieser mangele es ja einigen. Mist! Fies wie ich nun einmal bin, musste ich natürlich gleich von den Bikern vom Wochenende berichten. Das war ja auch total unvernünftig, weil illegal. Damals, als mich im März 2020 ein Gründungsvater der Zeugen Coronas mit Mod-Rechten ohne Angabe von Gründen im tour-Forum sperrte, war das ja schon einmal so. Leute, die zu viert eine Rennradtour machten, wurden damals als asoziale Massenmörder hingestellt. Wenn die bspw. stürzen und ins Krankenhaus eingeliefert würden, dann müssten ihre egoistische Unvernunft die beatmet werden müssenden Menschen auf der Intensivstation mit dem Leben bezahlen. Sie wären es heute in den Augen der Coronazis sicher wieder; also asoziale, die Gesundheit des Volkskörpers gefährdende Elemente, die in Lager (siehe unten) gesteckt und ausgerrrottet gehörten! Wie eben auch die drei Rennradfahrer, die mich knapp eine Stunde zuvor auf der K 92 bei Hinterweidenthal überholt hatten. Total unvernünftig. Zu dritt! Rennrad! Ohne Mindestabstand! Geht es noch unvernünftiger?

Wobei – haben wir eigentlich, als wir da so zu zweit ca. 5 km durch den Pfälzerwald radelten, eigentlich immer die heiligen 1,50 m Abstand eingehalten? Vermutlich – denn wir sind ja hochvernünftige Menschen. Und es wird auch dann vernünftig sein, wenn er – sollte hier doch irgendwann noch eine Corona-Leine eingeführt werden – diese beliebte Hausrunde über den Braunsberg und die Eselsteige eben nicht mehr wird legal drehen können. Dann wird er natürlich brav umkehren. Und bald, wenn auch tagsüber eine Ausgangssperre erlassen werden sollte, wird er überhaupt nicht mehr Radfahren. Das wäre ja dann auch unvernünftig, sich an der frischen Luft fit zu halten.

Was auf jeden Fall kein Zeichen von Vernunft wäre, wäre der Konsum von alternativen Medien, um sich eine zweite Meinung über all diesen Irrsinn einzuholen. Wie z. B. eben von sich aus wenigstens ab und zu mal den Blog eines radverkehrspolitischen Interessierten aufzurufen, der sowieso seit Jahren verzweifelt nach Mitstreitern oder Unterstützern sucht und auch ihm gegenüber sein Leid beklagt hatte. Dann würde er auch dort hin und wieder mal auf durchaus gewisse journalistische Mindeststandards erfüllende Beiträge zum Thema Corona stoßen. Aber warum sollte man das tun? Man verabschiedet sich lieber von der Vorstellung, jemals noch einmal so eine Reise wie jene durch die Pyrenäen unternehmen zu dürfen. Great Reset? Noch nie gehört.

Nun denn, als wir uns unterhielten, traf meine Gesprächspartnerin ein. Ich und sie kannten uns noch nicht persönlich. Sie vermutete erst, dass wir zwei Radfahrer seien, die sich da zufällig getroffen hätten. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass meinem Kollegen das gerade recht war, denn so konnte er vor diesem Corona-Leugner endlich reißaus nehmen; nicht, dass der einen noch mit unkeuschen Gedanken infiziert; eine Saat des Zweifels sät.

Es folgte ein unheimlich ansprechendes, zutiefst menschliches und auch aufmunterndes Gespräch mit einer ebenfalls unter all diesem Wahnsinn, aber vor allem auch der regelrechten gesellschaftlichen Isolation leidenden Frau, die mich vor einiger Zeit über meinen Blog per e-mail kontaktiert hatte. Besonders erfreut nahm ich ihre lobenden Worte zur Kenntnis, dass sie einen großen Respekt davor habe, dass ich mich in dieser Weise exponiere. Indem ich eben unter meinem Namen im Internet meine eigene, abweichende Meinung kund tue; dies erfordere auf jeden Fall Mut. Vielen Dank für einen schönen Nachmittag! 🙂

Der für einen Eremiten regelrechte Konversations-Overkill wurde an diesem Tag sogar noch einmal gesteigert. Denn ca. 10 Minuten, nachdem ich in Richtung Heimat aufgebrochen war, bemerkte ich ein langsam neben mir herfahrendes Auto. Darin saßen noch zwei, mir bereits bekannte Unvernünftige. 😉 Als wir uns am Straßenrand für ca. 20 Minuten unterhielten, konnte ich mir wegen der teils sehr langsam vorbeifahrenden Autos den Spruch nicht verkneifen, dass da jetzt sicher einer Meldung macht und in 10 Minuten der Hubschrauber mit dem SEK eintreffen wird. Vermutlich hatten wir aber Glück, dass die gerade irgendwoanders einen Kindergeburtstag gesprengt haben.

Allen ihrem Kult fröhnenden Zeugen Coronas, die in ihrem krankhaften Wahn weiterhin gänzlich ungeniert auch die Bedeutung des Wortes Vernunft schänden, möchte ich in Form eines Zitats von Georg Schramm diesen abschließenden Stinkefinger zeigen:

Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.

Und diese Wucht wird gewaltig sein.


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10 Gedanken zu „Coronoia: Vernunft“

  1. Lieber Dennis,
    zunächst vielen Dank für die Linkliste, insbesondere die juristischen Tips sind sehr wertvoll!
    Ihr Beitrag beweist wieder einmal, daß es sich ein Straßenradsportler nicht leisten kann, Risiken falsch einzuschätzen. Folge: Eine realistische Weltsicht, real wie metaphysisch, an der Sie uns freundlicherweise mit Ihren schönen Fotos auch noch teilhaben lassen.
    Das Glück dieser Erde liegt eben nicht nur auf dem Rücken der Pferde …

  2. …, sondern auch für mich zumindest manchmal auf dem Sattel meines Fahrrades. Auf eine Weise trägt womöglich sich so hellwach und im Augenblick präsent durch die Welt zu bewegen dazu bei, Quatsch, Absurdes und Bullshit auch als Solches erkennen zu können.

    Denn »Vernunft®« ist nun auch unter die Deutungshoheit der neuen Wahrheitsministerien gekommen – oder besser unter deren Räder. Nein – nicht die von Fahrrädern … »Vernunft®« bedeutet heute: Ohne Nachdenken und Nachfragen das übernehmen, was uns als »Vernunft®« eingeflößt wird. Und dann, wenn eine ganz leise Stimme in der hintersten Ecke im Kopf noch »Quatsch, völlig absurd!« flüstert, seinen »Verstand« dazu einzusetzen, sich eine »Argumentation« auszudenken, um diese kleine Stimme wie eine lästige Fliege totzuschlagen.

    Die Krönung der »Vernunft®« ist also, das, was wir bis vor etwa einem Jahr noch als »Gesunden Menschenverstand« kannten, auszuschalten und zum Schweigen zu bringen. »1984« ist nun Realität, und alle machen begeistert mit! »Intelligenz« bedeutet heute, mit seinem IQ von 180 Absurdes und völligen Quatsch ganz selbstverständlich zu rationalisieren.

    Aber vielleicht bin ich ja nur neidisch auf all die Wissenden, die mir auf Schritt und Tritt begegnen. Weil ich’s halt nicht »drauf« habe …

    1. @Claus,
      doch doch, das stimmt schon. Bloß kein Neid!

      Bei corodok hat das ein Forist u. a. so formuliert:

      »[E]s gibt kei­ne Vorkommnisse, Daten oder Argumente, die einen gestan­de­nen Mainstreamanbeter von sei­nem Wahn abbrin­gen können.«

      Setze statt »Wahn« Vernunft™, und es paßt. Gut sogar.

      (Ruhig mal den Link anschauen und den Rest des Kommentars lesen)

    1. Na, „schön“ ist was anderes…humpf
      Obwohl ich gegen das Ereignis selbst nichts habe.
      Ich aber diesen Begriff nicht, als besonders gewählt erachte und ich Anglizismen dieser Art so wieso als deplaziert erachte.

      1. Immer diese Literaturkritiker.

        Anglizismen dieser Art

        Ich stimme dir da durchaus zu, aber „gebandengeknallt“ hört sich für mich eher nach einem Unfall in einer Autobahnbaustelle an.

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