Coronoia: Impfung macht frei

Je intensiver die Grundrechtseingriffe sind, desto höher sind die Anforderungen an die Begründung der Maßnahme. Wenn sicher feststeht, dass von Geimpften keine Gefahr für andere ausgeht, fällt ein wichtiges Begründungselement für den Grundrechtseingriff weg.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD), RND, 21.01.2021.

Ich befinde mich in den letzten Tagen einmal mehr in einer besonders tiefen depressiven Phase. Warum? Auch, weil ich als ehemaliger Beamtenanwärter in meinen bekackten Klausuren immer wieder einen roten Strich nach dem anderen bekam, wenn ich bei einem Gesetzeszitat oder bei einer Subsumtion auch wegen der Aufregung oder des Stresses nur einen minimalen „Fehler“ begangen hatte (wie z. B. die Angabe des Satzes, des Halbsatzes oder der Nummer eines Paragraphen).

Innerhalb von nur 21 Monaten Studienphasen wurden wir, auch in eher unbedeutenden Nebenfächern, mit Tausenden von meist zusammenhanglosen Rechtsnormen gemästet, bis wir regelrecht platzten. Es ging im Wesentlichen nur um reines Auswendiglernen; zu verstehen gab es hier meist nichts. In den Klausuren wurde jedenfalls wirklich jede noch so unwichtige Kleinigkeit moniert. Was auch einer der Gründe war, warum ich in den praktischen Phasen im Amt wesentlich bessere Beurteilungen erhielt. Denn dort kam es darauf an, rechtlich korrekt zu arbeiten. Und eben nicht jeden einzelnen Schritt, bis zurück zur Entstehungsgeschichte von Adam und Eva, in einem juristischen Gutachten, dem die Klausuren im Wesentlichen entsprachen, darzulegen. In jeder Umsatzsteuerklausur musste man bspw. jedes einzelne Mal immer wieder ganz genau erläutern, was eine Lieferung oder eine sonstige Leistung ist – und wo genau das im UStG steht.

Man hatte sich also große Mühe gegeben, den Jungbeamten zu vermitteln, dass alles, was sie hier tun, auf „Recht und Gesetz“ beruht. Und eben wirklich alles, sei es noch so banal, bis ins letzte Detail anhand von Zitaten und Verweisen belegt werden muss. Denen kam das natürlich im Endeffekt ganz recht, denn so konnte man die eigene Verantwortung ja stets von sich weisen.

Grundrechte ? Nicht Prüfungsrelevant!

Es war natürlich auch kein Zufall, dass das Fach Staatsrecht bei den jungen Beamten am unbeliebtesten war. Denn hier fehlte eben die finale Ausrede, sich auf irgendeine Richtlinie oder einen Erlass des Dienstherren zu berufen. Man musste die Grundrechte selbst interpretieren, man musste selber argumentieren, inwiefern eine eigene Handlung, auch unter Berufung auf eine Rechtsnorm oder eine Richtlinie, letzten Endes dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht.

Aber die Grundrechte spielten eben im alltäglichen Paragraphendrill keinerlei Rolle. Wir sollten gezielt durch das besinnungslose Durchpeitschen unzähliger Paragraphen und ministerieller „Interpretationshilfen“ zu technokratischen Fachidioten dressiert werden, die alles taten – außer sich wenigstens hin und wieder selbst die Frage zu stellen, inwieweit das, was man da tat, mit den Grundrechten überhaupt vereinbar wäre. Ja, eigentlich war sogar unsere sogenannte „Ausbildung“ mittels ministerieller Verordnung detailliert geregelt, die man durchaus auch mal selbst hätte juristisch hinterfragen können. Aber dazu hatte man ja keine Zeit – sie wurde einem ja auch gar nicht gelassen.

Letzten Endes war es dann eben auch konsequent, dass das Fach Staatsrecht mit der Abschlussklausur nach dem Grundstudium 2.2 endete. Es kam im abschließenden, 9 Monate langen Hauptstudium, also auch in den (brutalen!) „Aktenvorträgen“ sowie in der schriftlichen oder mündlichen Laufbahnprüfung nicht mehr vor. Es war nicht prüfungsrelevant. Was meines Erachtens schon viel über die Ausbildung von Beamten in Deutschland aussagt, wenn die Grundrechte bei einer Laufbahnprüfung keine Rolle spielen; es würde mich, vor allem nach den Erfahrungen der letzten Monate, wundern, wenn es bei der Polizei großartig anders wäre.

Hätte man den Studenten (die ja innerhalb der Finanzverwaltung durchaus unterschiedliche Abteilungen anstrebten) die Freiheit gelassen, wenigstens ein oder zwei Hauptfächer selbst wählen zu dürfen, hätte ich am Ende mit dem Fach Staatsrecht vielleicht sogar eine realistische Chance gehabt, die Prüfung doch zu bestehen. Stattdessen kam im Hauptstudium das Fach „Besteuerung der Gesellschaften“ neu hinzu. Und jenes brach mir dann das Genick. Womit mein Traum einer abgesicherten Zukunft geplatzt war; wovon ich mich bis heute nicht wirklich erholt habe.

Meine berufliche Zukunft scheiterte letztlich daran, dass ich unter der abartigen Last, Tausende von Paragraphen und Richtlinien auswendig zu lernen und rechtliche Entscheidungen bis ins kleinste Detail darlegen zu müssen, zusammenbrach. Und dann sehe ich mir seit Monaten an, auf welch beliebige Weise die Landesregierungen auf Basis eines im Grundgesetz nicht existierenden Kaffeekränzchens von Frau Merkel vollkommen beliebig nahezu alle Grundrechte außer Kraft setzen.

Die Würde des geimpften Menschens?

Um zur absolut verfassungsfeindlichen Äußerung von Frau Justizminsterin Lambrecht zurückzukommen: Vor Corona war es für mich jedenfalls absolut unvorstellbar, dass – trotz all der Erfahrungen hinsichtlich des menschenverachtenden Hartz-Regimes – tatsächlich elementare rechtsstaatliche Grundsätze wie die Unschuldsvermutung und das Verbot eines Generalverdachts auf Basis eines „Infektionsschutzgesetzes“ außer Kraft gesetzt werden könnten. Ja, es war sogar schwer vorstellbar, dass auch einfache, gesetzliche Regelungen durch konträre Verordnungen komplett auf den Kopf gestellt werden könnten. Wie z. B. die regelmäßige Aufforderung, auf Demonstrationen gegen das Vermummungsverbot zu verstoßen. Oder den Artikel 8 GG komplett zu ignorieren, indem seit Monaten regelmäßig von der Polizei Versammlungen in privaten Räumlichkeiten „aufgelöst“ werden. Oder dass sich gar eine unverhohlene Gesinnungsrechtsprechung entwickeln würde.

Dass man gar die Menschenwürde im Sinne des Artikel 1 (1) S. 1 GG derart mit Stahlkappen versehenen Stiefeln treten könnte, indem man den Mensch an sich als krankheitsverdächtigen „Gefährder“ definiert, war für mich einfach unvorstellbar. Hätte mir ein Dozent so einen (ähnlichen) Sachverhalt (bspw. zu einem Generalverdacht, alle Menschen seien Steuerhinterzieher) in einer Klausur vorgelegt, hätte ich ihn gefragt, ob das ein schlechter Scherz sein soll?

Wirklich – da gibt es nichts zu definieren. Oder zu diskutieren. Es geht nicht. Es ist eine rote Linie, die dicker und röter gar nicht sein kann. Die Würde des Menschen ist unantastbar, also nicht von seinem „Impfstatus“ abhängig. Die Regierung hat im Gegenteil – verdammt nochmal – nachzuweisen, dass ein vollkommen symptomfreier Mensch für andere überhaupt „gefährlich“ sein kann. Das kann sie nicht. Und deshalb ist das, was Menschen wie Frau Lambrecht hier tun, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und sie werden früher oder später dafür verurteilt und in den Knast wandern.

Ich tue mir nach Monaten juristischer Enttäuschungen schwer damit, überhaupt noch positive Signale sehen zu wollen. Weshalb ich auch irgendwann damit aufgehört habe, die „Juristischen Lichtblicke“ fortzuführen. Immerhin konnte ich mich dann hin und wieder doch noch dazu aufraffen, einige interessante Passagen aus den Sitzungen des Corona-Ausschusses zu transkribieren. Und um noch hin und wieder selber ein wenig zu recherchieren, was die rheinland-pfälzischeRechtslage“ (wenn man in diesen Zeiten diesen Begriff noch verwenden kann) betrifft.

Weimarer Republik 2.0?

Auch die mutige Entscheidung (Urteil vom 11.01.2021 – 6 OWi – 523 Js 202518/20) eines Weimarer Amtsrichters vermag in mir, ob all der monatelangen Enttäuschungen, keine wirklichen Hoffnungen erwecken, dass bald endlich auch mal ein Verwaltungsgericht zur Erkenntnis gelangt, dass sämtliche „Maßnahmen“ rechts-, verfassungswidrig – und somit nichtig sind. Richter wägen ihre Worte in aller Regel genau ab. Wenn ein deutscher Amtsrichter anlässlich eines relativ simplen Ordnungswidrigkeitsverfahrens solche wie die folgenden Sätze in ein Urteil schreibt, brennt es lichterloh.

Nach dem Gesagten kann kein Zweifel daran bestehen, dass allein die Zahl der Todesfälle, die auf die Maßnahmen der Lockdown-Politik zurückzuführen sind, die Zahl der durch den Lockdown verhinderten Todesfälle um ein Vielfaches übersteigt. Schon aus diesem Grund genügen die hier zu beurteilenden Normen nicht dem Verhältnismäßigkeitsgebot. Hinzu kommen die unmittelbaren und mittelbaren Freiheitseinschränkungen, die gigantischen finanziellen Schäden, die immensen gesundheitlichen und die ideellen Schäden. Das Wort „unverhältnismäßig“ ist dabei zu farblos, um die Dimensionen des Geschehens auch nur anzudeuten. Bei der von der Landesregierung im Frühjahr (und jetzt erneut) verfolgten Politik des Lockdowns, deren wesentlicher Bestandteil das allgemeine Kontaktverbot war (und ist), handelt es sich um eine katastrophale politische Fehlentscheidung mit dramatischen Konsequenzen für nahezu alle Lebensbereiche der Menschen, für die Gesellschaft, für den Staat und für die Länder des Globalen Südens.

Vielleicht sollte sich Frau Lambrecht dieses Urteil auch aus eigenem Interesse doch mal durchlesen? Ich hätte hier auch noch einige Ausgaben des GG herumfliegen; ich schicke ihr – wenn sie ihres verlegt haben sollte – gerne mal ein Exemplar zu!

Markus Haintz hat übrigens zu einer Demo am 24. Januar vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof aufgerufen. Auch er will den Richtern die Hölle heiß machen. Bei Telegram schreibt er u. a.:

hiermit zeige ich an, dass ich folgende Demonstration am Sonntag den 24. Januar 2021 in München plane.

❗️❗️Demonstrationsmotto:❗️❗️
Wir fordern, dass der 10. Senat des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt wird, weil dieser sich gemäß § 7 Abs. 1 Nummer 10 des Völkerstrafgesetzbuches durch seine Rechtsprechung zu Demonstrationsverboten für eine unerwünschte politische Gruppierung („Querdenker“), u.a. Demonstration in Stein bei Nürnberg am 17.01.2021, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit strafbar gemacht hat.

Vermutlich wird die Demo aber eh wieder verboten.


Siehe auch

Coronoia: Quarantäne-Objekt Mensch?


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17 Gedanken zu „Coronoia: Impfung macht frei“

  1. Deine Bitterkeit bezüglich der derzeitigen Rechtslage ist mehr als verständlich.
    Um so merkwürdiger, daß von all‘ den Bundes- und Landesbeamten kaum jemand aufmuckt. Da sie aber im Gegensatz zu Dir ihre Prüfungen bestanden haben, muß es wohl am Duckmäusertum liegen. Ob das nun Hand in Hand mit dem Beamtentum geht, vermag ich zwar nicht zu sagen.
    Wenn mich nicht alles täuscht, hat sich seit Stephan Kohn aber auch kein anderer Beamter mehr hinter dem Ofen hervorgewagt, insofern…

    1. Okay, ich weiß jetzt, wo das Problem mit den Beamten liegt.
      Habe mich eben (anderswo) wunderbar freud’sch verlesen:
      »beatmete und parlamentarische Staatssekretäre«

      Das wird’s sein: zu viel Maske getragen, dann beatmet worden.
      Kein Wunder, daß von den deutschen Beamten nichts (mehr) kommt…
      😀

  2. Ah, jetzt ist mir klar warum du das System so verteidigt.
    Du gehört zu der Generation von jungen Leuten die vor allem Sicherheit suchen.
    Der Preis dafür ist immer die Freiheit.
    Ich gehöre zeitlebens zu den Leuten, denen Sicherheit egal ist und lieber die Freiheiten eines zügellosen Lebens bevorzugt und selbst für Gerechtigkeit sorgt, die dieses juristische System einem nie bieten kann, weil es gar nicht der Intention entspricht und auch niemals war dies zu tun.
    Dass Hauptziel unseres juristischen Systems ist und war Besitztum zu definieren und der herrschenden Klasse zu ermöglichen dies weiterhin möglichst ungestört zu tun.

    1. Wo zur Hölle verteidige ich „das System so“?!

      Darf ich dich dann fragen, aus welch (unsicheren?) Quellen du deinen Lebensunterhalt bestreitest? Hattest du nicht mal geschrieben, aus wohlhabendem Hause entsprungen zu sein?

      Mir ging es – im Gegensatz zu 95 % meiner Kollegen – eben gar nicht um die „Sicherheit“. Ansonsten hätte ich mich einfach angepasst. Ich wollte – wenn ich meine Arbeitskraft schon verkaufen muss – diese wenigstens der Allgemeinheit zugute kommen lassen. Ich hatte auch vor, nach ein paar Jahren auf 30 oder 40 % zu reduzieren. Das Geld hätte mir gereicht.

      Dass Hauptziel unseres juristischen Systems

      Grober Denkfehler. Es ist nämlich (leider) nicht „unser“ juristisches System. Und: Nein, die hier wurden psychiatrisiert, weil sie ihre Arbeit in unserem Sinne erledigen wollten.

      1. Dann schreib halt „Systemimmanent“ denn, ein Anderes gibt es ja nicht.
        Du möchtest gerne, dass eben alles geregelt ist.
        Das entnehme ich deinen anderen Themenbäumen.
        Ich schrie schon einmal, das ich zwar adliger Abstammung bin, aber halt auch total verarmt bei den 68ern aufgewachsen bin.
        Außerdem habe ich zeitlebens selbst für mich sorgen müssen.
        Bis auf lediglich 2 Jahre als Testfahrer habe ich immer in der Grauzone gelebt.
        Ich werde das hier auch nicht weiter erörtern, weil ich mein Altenteil nicht im Gefängnis verbringen möchte. 😉
        P.S. ..ist noch nicht alles verjährt und einige Dinge die ich getan habe verjähren erst in vielen Jahren..

        1. dass eben alles geregelt ist.

          Das stimmt doch überhaupt nicht!?

          Dein Modell totaler „Anarchie“ wird umgekehrt auch nicht funktionieren. Vielleicht in kleinen Gruppen im abgelegenen Amazonas. Aber nicht auf einem Planeten mit 8 Milliarden Menschen. Wie oft willst du diese vor allem derzeit vollkommen sinnfreie Diskussion eigentlich noch anschneiden? Ich warte ja tagtäglich auf die Meldung, dass ein „Terrorist“ einen Anfang gemacht und irgendeinen bekannten Reichen abgemurkst hat. 😛

          1. Corona ist ja nicht das Problem sondern nur ein Symptom.
            Niemand wir nach diesem „Füllmich“ und Konsorten zur Rechenschaft gezogen werden!
            Das ist alles Blödsinn.
            Wir sind ja auch viel zu viele
            Das geht nur mit der Abschaffung des Kapitalismus und gleichzeitiger Geburtenkontrolle.
            Wenn nicht, werden wir eh untergehen…bis auf die Superreichen, die gehen dann auf den Mars, aber das ist ein anderes Thema…;-))

          2. Niemand wir nach diesem „Füllmich“ und Konsorten zur Rechenschaft gezogen werden!

            Das stimmt natürlich. Also insofern die von dir angeführte Corona-RAF Füllmich und Co. zuvorkommen sollte. 😉

            Wir sind ja auch viel zu viele (…) und gleichzeitiger Geburtenkontrolle.

            Scream

            OMG – jetzt ahne ich, wer dich bezahlt!

  3. Lieber Dennis, bei „Geschichten-aus-Wikihausen“ steht ein Satz in der Ballweg-Aufarbeitung, den ich nicht verstehe, aber vielleicht erkennst Du den Zusammenhang?

    „Und bei der derzeitigen Fettnäpfchenolympiade drängt sich folgende Frage förmlich auf:

    Handelt es sich bei Querdenken eventuell um eine gelenkte Opposition, die sich jetzt wie eine voreingestellte Zeitbombe von der Führungsebene aus selbst in die Luft sprengt?
    Organisieren Sie sich auch abseits von Querdenken 711. Bauen Sie ihre dezentralen Netzwerke auf, die nicht von 711 abhängig sind, und zwar bundesweit. Das sollte vorbeugend zum Erhalt der Massenbewegung dienen, falls schlimmste Befürchtungen zu Querdenken 711 zutreffen.“

    https://wikihausen.de/2021/01/06/querdenken-und-querschlaeger-von-den-reichsbuergern-wikihausen-kommentar/#comments

    Was meint Markus Fiedler mit einer gelenkten Opposition? Dass Ballweg sich hat kaufen lassen und für 150 Millionen oder mehr oder weniger die ganze Querdenkenbewegung ans Messer geliefert haben könnte? Oder dass er von Anfang an….was denn genau? Dass sie sich damit tatsächlich in die Luft gesprengt hat ist ja ebenso klar wie tieftraurig, aber wäre es möglich, dass…Weißt Du mehr? Du liest Dich doch quer durch, gibt es dafür einen Anhaltspunkt? LG Josi

    1. Also ich habe mich bekanntlich nie als „Querdenker“ bezeichnet und habe diese „Marke“ auch von Beginn an mit einer gewissen, gesunden Portion Skepsis betrachtet. Auch, weil mir vieles an der „Strategie“, sofern man von einer solchen sprechen konnte, nicht gefiel. Insbesondere der Volksfest-Charakter vieler „Demos“ oder auch das seltsame Verschwinden von Ballweg am 1. August. Dass Fiedler und andere sich gewisse Dinge nicht schlüssig erklären können, kann ich nachvollziehen. Fiedler hat dafür ja auch ein sehr gutes Näschen, weshalb ich ihm da durchaus beipflichten würde, wenn er da etwas wittert. Ballweg ist ja wirklich mit Anlauf in einige besonders große Fettnäpfe gerannt – und war bei mir spätestens nach seiner Ankündigung, jetzt im Winter brav daheim zu bleiben und mit seiner wie auch immer, vielleicht ironisch gemeinten „Mega-Lockdown“-Forderung raus.

      Die Marke Querdenken hat sich eh überlebt. Sie ist in gewisser Weise verbrannt, zu unpolitisch und verdeutlicht auch nicht, worum es eigentlich geht. Die Wiederherstellung der Grundrechte. Außerdem liefen ja viele Initiativen auch unter anderem Namen. Angefangen hatte es ursprünglich ja mit „Nicht ohne uns“ von Anselm Lenz und Uli Gellermann. Man sollte sich auf jeden Fall neu formieren. Derzeit hat ja „Die Basis“ einen regen Zulauf vor allem prominenter Widerständler.

    2. Hallo Josi,

      habe das mit dem »Straucheln« von Querdenken 711 auch mit Sorge beobachtet. Auch mir kam der Gedanke, dass Querdenken 711 womöglich schon unterwandert ist oder »Maulwürfe« eingeschleust wurden, die sabotieren.

      Es kann natürlich genauso sein, dass es sich daraus erklärt, dass wir eben alle nur Menschen sind und Fehler machen bzw. nur eine begrenzte Sicht auf die Dinge haben. Möglicherweise ist es Beides …

  4. Überbevölkerung ist seit dem „Club of Rome“ ein Thema und nicht nur bei Bill Gates und Konsorten.
    Nur weil die Rechten und Nazis, die Transhumanisten die Überbevölkerung auf ihrer Agenda haben, muss es ja nicht falsch sein.
    Es ist eine Frage wie man an das Thema herangeht und welche Intentionen dahinterstecken.
    Fest steht, das zukünftig und so wie wir mit unseren Ressourcen umgehen, wir keinen Stich mehr machen werden wenn wir so weiter Wachsen.
    Wir sind seit meiner Geburt mittlerweile um fast 6 Milliarden gewachsen!

    1. Ja, das Thema sollte auf den Tisch. Doch wie Du schon sagst: Es ist entscheidend, wie du an das Thema herangehst. Und aus meiner Sicht wäre es seit Jahrzehnten die beste Strategie gewesen, möglichst vielen Menschen weltweit Bildung zu ermöglichen (da stellt sich natürlich wieder die Frage, wer dabei welche Maßstäbe setzt …), und möglichst allen zumindest die Grundbedürfnisse zu erfüllen.

      Doch die Ziele sind ja leider andere. Ich kann es nicht verifizieren, doch halte es für glaubwürdig: Vor langer Zeit las ich mal (weiß leider nicht mehr wo), dass wenn man alle Kosten des II. Weltkrieges zusammennehmen würde, diese Geldsumme ausgereicht hätte, um jedem damals nach dem Krieg auf der Welt lebenden Menschen ein kleines Häuschen mit Garten hinzustellen …

      Diese Blickrichtung, diese Herangehensweise würde gleich mehrere Probleme gleichzeitig lösen. Doch wir schauen offenbar kollektiv in eine ganz andere Richtung …

  5. Aus meiner Sicht ist es eine Form von Mut, eine Karriere hinzuschmeißen (oder von vornherein zu verwerfen). Mit den zwei grundverschiedenen Sichtweisen auch auf mein Leben, die sich daraus ergeben können musste und muss auch ich leben.

    Lieber Dennis, Du wärst wohl kaum mit Deinem Blog in dieser Weise präsent (danke!), wenn Du einfach weitergepaukt und nun als Beamter in irgendeiner Behörde Dein »Auskommen« gefunden hättest. Solch eine Entscheidung treffen nur wenige! Nach allem, was ich so mitbekommen habe wählen fast alle die Sicherheit und ersticken dafür einen wichtigen Teil von sich selbst.

    Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser Zeit des nicht mehr nur latenten und verdeckten, sondern nun offen zu Tage tretenden Wahnsinns.

    Herzliche Grüße

    Claus

    1. Ja, Danke Claus. Ich hätte – längerfristig gedacht – wirklich den einfacheren Weg gehen können. Aber ich hab es halt – einmal mehr – nicht getan. Weil ich mich eben in einer Weise hätte anpassen und verbiegen müssen, mit der ich einfach nicht klargekommen wäre. Ich hätte mich selbst verraten. Und eigentlich fängt vieles von dem Elend so an, das wir derzeit erleben: Mit Menschen, die sich von sich selbst entfremden; die einen Teil von sich selbst unterdrücken, zur Erreichung finanzieller oder materieller Vorteile. Deshalb gibt es eben auch keine Charaktere mehr, die die Kraft haben, Nein zu sagen.

      Auf der anderen Seite bräuchte es auch empathische Menschen in Behörden. Nur die werden eben systematisch und strukturell aussortiert. Auch diese Folgen können wir derzeit bestaunen.

  6. Lieber Dennis,

    das hätte ich kaum besser auf den Punkt bringen können! Jetzt werden Strukturen bei uns Allen sichtbar, die vorher vom Rauschen der »Normalität« verdeckt waren.

    Und mir kam vorhin noch ein Gedanke: Haben wir womöglich nur die Wahl, uns selbst zu verleugnen und zu verraten oder in der Welt verraten und verkauft zu sein? Immerhin, wir haben auch eine Wahl. Doch es wäre irreführend zu sagen, wir seien »Opfer«. Ist leider mit Sprache nur zu umschreiben, nicht zu beschreiben.

    Die Welt sieht so aus wie sie aussieht, weil sich die überwältigende Mehrheit für das entscheidet, was fast alle tun. Vor Jahren las ich mal irgendwo den Satz, wir hätten letztlich nur die Entscheidung, das Leben bewusst oder unbewusst zu leben. Die überwältigende Mehrheit entscheidet sich für unbewusst …

    Schade. Das könnte das Paradies sein, wenn auch um Größenordnungen weniger »grandios« als unsere Mindfucks.

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