Coronoia: Die erste Welle in der Pfalz

Am 7. Januar hatte ich mich unter Berufung auf § 11 LTranspG an alle Standesämter der Verbandsgemeinden im Kreis Südwestpfalz als auch der beiden kreisfreien Städte Pirmasens und Zweibrücken gewandt, also in jenem, ca. 170.000 Einwohner umfassenden Bereich, welchem ich letzten Sommer bereits einen statistischen Beitrag gewidmet hatte. Im Kreis Südwestpfalz wurde bspw. über satte zwei Monate lang kein einziger Mensch positiv auf das Todesvirus getestet. Ich wollte daher nun die Sterbefallzahlen des Jahres 2020 in meiner Heimat wissen und in Relation zu den Test- und Todeszahlen setzen. Zwecks Vergleich forderte ich noch die Zahlen seit 2011 an. Die Daten, die mir bislang übermittelt wurden, belegen – im Kleinen – einmal mehr, dass es keine „epidemische Lage von nationaler“, ja nicht einmal regionaler Tragweite gibt – und auch niemals gab.

Trotzdem galten und gelten auch hier im dünn besiedelten Südwesten weiterhin alle Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens weiter. Auch weiterhin darf ich keinen Supermarkt und auch keine Bank legal ohne Gesichtswindel betreten.

In den Berichtsreihen des Statistischen Landesamtes von Rheinland-Pfalz findet man auch die halbjährlich erhobenen, leider nur im pdf-Format veröffentlichten Daten zu den Bevölkerungen der Gemeinden. Kürzlich erschien die Ausgabe für das 1. Halbjahr 2020 – also jenes, in welchem uns die diesen ganzen, nicht nur rechtsstaatlichen Wahnsinn ausgelöst habende „1. Corona-Welle“ heimgesucht hatte. Nach Auskunft des statistischen Landesamtes soll der Bericht für das 2. Halbjahr 2020 leider erst im Juli 2021 erscheinen.


Methodik und Rechtsgrundlagen

Im Zuge der Überprüfung der ersten Antworten zu meinen an insgesamt neun Standesämter gerichteten Anfragen, bemerkte ich einige Differenzen zwischen den mir von den Standesämtern übermittelten Zahlen und jenen, die in den statistischen Berichten angegeben wurden. Das Standesamt der kreisfreien Stadt Zweibrücken teilte mir bspw. mit, dass im Jahr 2019 487 Sterbefälle beurkundet wurden, während im Bericht des Landesamtes nur 436 genannt werden. Das statistische Landesamt beantwortete eine Nachfrage wie folgt.

Die angesprochene Abweichung bei den Sterbefällen hat einen methodischen Grund. Im Glossar des Statistischen Berichts „Bevölkerung der Gemeinden“ , wird am Ende des Abschnitts „Natürliche Bevölkerungsbewegung„ auch auf den elektronischen Datenaustausch zwischen den Statistischen Landesämtern hingewiesen. Dieser ist notwendig, wenn der Wohnort einer verstorbenen Person in einem anderen Bundesland liegt. In unserer Sterbefallstatistik sind daher nur die Fälle mit einem Wohnsitz in Rheinland-Pfalz enthalten. Demnach werden nicht alle von den Standesämtern in Rheinland-Pfalz beurkundeten Sterbefälle in der Statistik berücksichtigt, umgekehrt kommen noch von Standesämtern in Deutschland beurkundete Sterbefälle mit Wohnort in Rheinland-Pfalz hinzu. Damit lassen sich die unterschiedlichen Fallzahlen erklären.

Laut Glossar ist bei der statistischen Auswertung das Wohnortprinzip maßgeblich:

Die Auswertung der standesamtlichen Meldungen erfolgt:

▪ für Geburten nach der Hauptwohnung der Mutter (Wohnortprinzip) und
▪ für Sterbefälle nach der Hauptwohnung des bzw. der Verstorbenen (Wohnortprinzip).

Allgemeine Rechtsgrundlage für die statistische Erfassung der Sterbefälle bildet § 2 des BevStatG. Der Grund für die Differenz basiert also im Wesentlichen auf § 28 PStG, denn die Zuständigkeit des Standesamtes hängt in erster Linie davon ab, wo jemand verstirbt; bspw. in einem in einer anderen Verbandsgemeinde oder Stadt gelegenen Krankenhaus oder bei einem Unfall in einer fremden Stadt bzw. auch in einem anderen Bundesland. Weitere statistische Verschiebungen dieser Zahlen kommen dann zustande, wenn bspw. – wie im Jahr 2017 in Zweibrücken – ein Krankenhaus schließt; dann hat auch dieses Standesamt weniger Todesfälle zu beurkunden.


Älteste Stadt und ältester Kreis

Eine Besonderheit der ausgewählten Region ist, dass die Bevölkerungszahlen hier seit Jahren vor allem aufgrund der abgehängten wirtschaftlichen und infrastrukturellen Situation entlang der ebenfalls nur dünn besiedelten, keine größeren Industriezentren beheimatenden deutsch-französischen Grenzregion (Departements Bas-Rhin und Moselle) konstant zurückgehen und der Anteil der Alten zunimmt. Zwischen 2011 und 2020 sank die Einwohnerzahl von 172.603 auf 168.947.

Laut der Statistik (Siehe insb. T7 und G8) zu den Bevölkerungsvorgängen im Jahr 2019 beträgt der „Seniorenquotient“ (65-Jährige und Ältere bezogen auf 20- bis 64-Jährige) im Kreis Südwestpfalz 43,8 % (zweithöchster Wert landesweit), in Zweibrücken 39,8 % und in Pirmasens sogar 45,2 % (höchster Wert landesweit). Die Region weist auch schon seit vielen Jahren einen beständigen Überschuss der Verstorbenen gegenüber den Geborenen auf.

Bei einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft würde dies logischerweise mittelfristig auch ganz allgemein, ohne eine Pandemie, zu höheren absoluten Sterbefallzahlen führen. Da Corona laut herrschender Meinung und auch statistisch bekanntlich besonders ältere Menschen (weit oberhalb der statistischen Lebenserwartung) betrifft, hätte also gerade meine Heimatregion besonders stark entvölkert werden müssen. Doch selbst das war im 1. Halbjahr 2020 nicht der Fall.

Fasst man die absoluten, vom statischen Landesamt auf die Wohnorte der Verstorbenen aufgeschlüsselten Sterbefallzahlen des 1. Halbjahres 2020 in einem Säulendiagramm zusammen, erhält man den folgenden Überblick.

Alles im normalen Rahmen. Gemessen an den Minimal-, Maximal- und Durchschnittswerten der letzten 10 Jahre liegt das Jahr 2020 in einem völlig unauffälligen Bereich. Die folgenden Daten zeigen jeweils die Gestorbenen 2020, das Minimum, das Maximum und den Mittelwert der letzten 10 Jahre.

  • Südwestpfalz: 615 | 535 | 663 | 602
  • Pirmasens: 314 | 287 | 389 | 333
  • Zweibrücken: 224 | 177 | 242 | 216

Auch wenn man die insbesondere im Kreis Südwestpfalz stärker zurückgehende Bevölkerung berücksichtigt, indem man die Gestorbenen-Zahlen auf 10.000 Einwohner normiert, ergibt sich ebenfalls kein signifikant anderes Bild; das 1. Halbjahr 2020 ist in jeder Hinsicht unauffällig, erscheint sogar eher unterdurchschnittlich. In Pirmasens sterben übrigens beständig mehr Menschen, als im umliegenden Kreis oder in der ebenfalls kreisfreien Nachbarstadt. Darüber hat sich aber nie jemand aufgeregt. Warum eigentlich nicht?


Und Corona?

Bis zum 30. Juni 2020 weist das auch für die kreisfreien Städte Pirmasens und Zweibrücken zuständige Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Südwestpfalz sage und schreibe 4 – in Worten: VIER – mit oder an Corona Verstorbene aus.

Bei in diesem Zeitraum insgesamt 1.153 Verstorbenen entspricht dies einem Anteil von 0,34 %! Bis zum 30. Juni wurden insgesamt 181 Menschen positiv auf Corona getestet. Dies entsprach einem Anteil von furchterregenden 0,11 % der Gesamtbevölkerung. Halten wir fest: In der Region, in der in Rheinland-Pfalz anteilig die meisten alten Menschen leben, kam es statistisch betrachtet im 1. Halbjahr 2020, in welchem die Grundrechte in einem bislang unvorstellbaren Ausmaß eingeschränkt wurden, zu keinerlei Auffälligkeiten. Vermutlich haben wir das der 3-Tages-Ausgangssperre von Landrätin Ganster zu verdanken?

Zu den von den Standesämtern übermittelten Daten werde ich – sofern mir jene hoffentlich bald vollständig vorliegen sollten – noch einen weiteren Beitrag verfassen. Die ersten Meldungen deuten schon darauf hin, dass es – wenn auch nur diese etwas groberen Zahlen betrachtet – im gesamten Jahr 2020 zu keiner (signifikanten) Übersterblichkeit gekommen ist. Und dies in der im Schnitt ältesten Ecke von Rheinland-Pfalz.


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4 Gedanken zu „Coronoia: Die erste Welle in der Pfalz“

  1. Gute Arbeit.
    Gibt es eigentlich im Netz irgendwelche Leute, die solche Auswertungen sammeln? Um so beweisen zu können, was für ein Schmu das alles ist?
    Wobei ja unendlich viele valide Zahlen in der Welt sind, die alle belegen, daß es (hier) nie eine Pandemie gegeben hat; aber die Politik – im Großen wie im Kleinen – interessiert das einen feuchten Pups. Wäre ja auch blöd, wenn man den Bürgern ihre Grundrechte zurückgeben würde: die kämen glatt auf die Idee, von den Verantwortlichen Rechenschaft zu verlangen und die Übeltäter rechtlich zur Verantwortung zu ziehen…

  2. Lieber Dennis,

    ja, gute Arbeit! Danke für Deine Recherche! Das ist für mich ein gutes Beispiel, was Du aus der Ausbildung zur Beamtenlaufbahn alles »mitgenommen« hast! Und ja – alles halbwegs gut Recherchierte weist darauf hin, dass letztlich nur das passiert ist, was jedes Jahr passiert: Alte und gebrechliche Menschen erkranken und sterben. Welche Form eines Infektes es dann ist, ist letztlich egal – ob es nun »simple Influenza« oder die »Corona«-Variante oder noch was Anderes ist, was ihnen »als guter Freund auf die andere Seite hilft, wenn es so weit ist«. Das ist der Lauf der Welt, und auch ich habe ungleich weniger Zeit noch vor mir als hinter mir, egal wie viel das noch sein wird.

    Inzwischen hat auch die WHO ihre Haltung zu den PCR-Tests überdacht – sie sieht die nun auch offiziell sehr viel kritischer: »Ein positiver Test bedeutet keinesfalls, dass diese Person infiziert ist«, haben wir nun auch von dort (siehe https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05). Bin gespannt, ob das von der Politik zur Kenntnis genommen wird.

    Ich bezweifle dies aber, so wie die Dinge laufen. Denn wie wir wissen, hat die Politik ja ihre eigene Agenda, bei der Evidenz keine Rolle spielt. Und ein Herr Drosten darf im »Spiegel« schon darüber schwadronieren, »dass 2021 gefährlicher werden könnte, als viele denken« (https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/christian-drosten-wir-muessen-durchhalten-und-vor-allem-auf-die-bremse-treten-a-9268683b-0415-4f09-b9f5-773bf2215cc1 – Bezahlartikel, mir reicht aber schon, die Überschriften zu sehen …).

    Nun – gefährlicher für wen? Für uns alle? Ich hoffe doch, für all die Leute, die diesen Wahnsinn angezettelt haben …!

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