Coronoia: Misanthropie

Ich bin ein bekennender, sich in den letzten Jahren – zum Selbstschutz – weitestgehend aus dieser „Gesellschaft“ zurückgezogen habender Misanthrop. Ich habe die Menschheit schon vor längerer Zeit aufgegeben. Hätte ich die Wahl, auf einen anderen Planeten auszuwandern, auf dem eine Spezies lebt, die dem kognitiv und emotional vollkommen unterentwickelten Nacktraubaffen auch nur ein wenig überlegen wäre – ich würde morgen meine Sachen packen und für immer abhauen. Ich sah schon vor Corona keine Hoffnung mehr, in einer Gesellschaft alt zu werden, die nicht aus Millionen egoistischer, in einem endlosen Konkurrenzkampf vor sich hin vegetierender Idioten besteht, die sich von einer kleinen, sehr mächtigen Kaste willfährig manipulieren und konditionieren lässt. Während ich in meinen 20ern durchaus noch gerne hitzige theoretische Diskussionen darüber geführt habe, wie ein besseres Gesellschaftssystem mal aussehen könnte, sehe ich auch darin keinen Sinn mehr.

Der Mensch hat es einfach verkackt, er ist nicht in der Lage, im Einklang mit anderen Menschen, als auch der Natur zu existieren. Und der Corona-Wahn ist es, der all dies schonungslos offenlegt. Die Herde besteht aus totalverblödeten, emotional kontrollierbaren Zellklumpen, die alles fressen, was ihnen eine kleine Elite vor die Schnauze schmeißt. Man muss ihnen nur Angst machen. Das ist alles. Angst reicht.

Ab jenem Moment, in welchem der nackte (egoistische) Überlebenstrieb das Denkzentrum des – sowieso durch den Massenmedien-Konsum weichgekochten – Gehirns ausgeschaltet hat, kannst du ihnen alles nehmen, sie zu allem treiben. Kannst sie, wie die Kampfhunde im Hinterhof eines asiatischen Restaurants, aufeinanderhetzen. Du kannst ihnen Maulkörbe aufzwingen, du kannst ihre Kinder quälen, du kannst sie ihrer wirtschaftlichen Existenz berauben, du kannst ihnen das Reisen verbieten, den Sport, das Einkaufen, den Besuch von Freunden, den Stadionbesuch, den des Puffs – ja, sogar Weihnachten mit der Familie oder das Neujahrsfest. Sie fordern, masochistisch wie sie nun einmal sind, auch noch mehr davon. Und all die Wut über die nicht eingelösten Versprechen richten sie nicht in Richtung der Lügner, sondern der auserkorenen Sündenböcke. Also all jene, die von Anfang an gesagt haben, dass all der Verzicht überflüssig ist und die Medizin tödlicher ist als die Krankheit. Warum sollte es uns ach so weiterentwickelten Menschen des 3. Jahrtausends besser ergehen als den Xhosa und ihren Viechern?

Nutzvieh

Der Mensch im Neoliberalismus wird nun final auf sein Wesentlichstes reduziert; er war in den Augen der ultra-reichen Eliten sowieso noch nie etwas anderes, als dummes, auszubeutendes Nutzvieh. Welches auch nach Ansicht eines langhaarigen Staatsphilosophen „zu funktionieren“ habe; vor allem, indem es keine vollkommen willkürlich erlassenen, unsinnigen „Regeln“ hinterfragt – oder gar bricht. Wo kämen wir denn da hin? Da würde man ja auch gegen die Gebote des obersten Chef-Veterinärs verstoßen, der uns dummen Schafen bereits im Sommer verkündete, dass wir schweigenden Lämmer keine seiner Weisheiten hinterfragen dürften.

Also, vor allem sollen wir es auch im „Lockdown“ weiterhin nicht hinterfragen, unseren ach so lebensgefährlichen, durchseuchten, kontaminierten Körper jeden Tag in die Firma zu befördern; sehr gerne in der überfüllten U-Bahn voller anderer Maskenzombies. Um den Kapitalisten (und zum Teil auch den Staat) durch den Diebstahl unserer Früchte Arbeitskraft reicher zu machen. Ansonsten ist es dem Seuchenüberträger nur noch gestattet, online besinnungslos irgendwelchen Dreck zu bestellen. Nachdem zuvor eine milliardenschwere PR-Maschinerie unheimlich viel Geld dafür verbrannt hat, uns diesen Dreck schmackhaft zu machen. Ansonsten hat das Nutzvieh sich in diesen Zeiten in seiner Legebatterie selbst einzuschließen, das Maul zu halten – und sich „impfen“ zu lassen. Spaß? Das war einmal; denn jetzt gilt die „Neue Normalität!“

Alles hat man ihnen genommen. Aber auch das hatte ich schon zu Beginn dieser Idiotie, dieses inzwischen ja auch gar nicht mehr verheimlichten Putschs selbsternannter Eliten, festgestellt. Ich hätte nur nicht gedacht, dass das so lange funktionieren würde. Aber Angst frisst eben Hirn. Angst essen Seele auf. Angst war schon immer das größte Machtinstrument der Eliten. Wo es früher hauptsächlich die Kirchen waren, die über Jahrhunderte das Kunststück fertigbrachten, den Leuten sogar Angst davor zu machen, was nach dem Tod mit ihnen geschieht, sind es heute (auserlesene) „Wissenschaftler“, die die einzige Wahrheit verkünden. Die den Menschen predigen, wenn sie sich nicht so verhielten, wie es der „Experte“ verkünde, kämen sie in die – virale – Hölle. Töteten ihre Oma; durch Umarmung. Also lassen wir die Oma aus purer Nächstenliebe einsam in – bereits vor Corona die Unmenschlichkeit dieser Gesellschaft perfekt wiederspiegelnden, von Kapitalrendite angetriebenen Siechtumsanstalten, pardon, Alters- und Pflegeheimen – verrecken. Was sind wir doch für Helden!

Ich gönnte es mir beispielsweise auch, den absurden Weltuntergangskult um „den Klimawandel“ stets kritisch zu sehen. Denn ich werde jedes Mal misstrauisch, wenn eine naturwissenschaftliche Frage eine politische Bedeutung erlangt. Und besonders misstrauisch werde ich, wenn man mir erzählen will, was „die Wissenschaft“ sage. Tut mir leid, aber „Wissenschaft“ bedeutet für mich gerade, dass es nicht die eine Wahrheit gibt. Wissenschaft bedeutet Widerstreit der Theorien, Streit, Dissens, Falsifizierung. Es galt über Jahrhunderte als Stand der Wissenschaft, dass die Erde eine Scheibe sei. Aber mit so einer Einstellung bin und war ich weitestgehend allein. Inzwischen habe ich erkannt, dass die Klimawandel-Religion auch nur eine Vorstufe, vielleicht ein Feldexperiment für das war, was man nun final durchzieht. Erst einmal – im Rahmen eines perversen Wirtschaftssystems – einen kranken Schuld-Kult aufbauen, welcher ein wesentliches Standbein des gegenwärtigen Corona-Coups darstellt.

Homo Contaminicus

Nun sind wir also alle „Gefährder„. Als Angehörige der Spezies Mensch gelten wir seit März als wandelnde Biowaffen. Und sollen uns deshalb schuldig fühlen. Schuld, am Tod anderer zu sein. Einfach so. Ich weiß ja, dass – in Anlehnung an das Peter-Prinzip – in unserer Gesellschaft, vor allem in der institutionalisierten Politik, niemand eine herausgehobene Position erreicht, der nicht die Endstufe seiner Inkompetenz erreicht hat – und darüber hinaus kein Sozio- oder Psychopath ist. Du kannst nicht da oben landen, wenn du zu einem Mindestmaß an Empathie fähig bist; das ist schlicht unmöglich. Was zur Hölle stimmt mit denjenigen nicht, die mittels der Macht ihrer Medien fast allen Völkern dieses Planeten ein derart krankes, gemeingefährliches; an verabscheuungswürdiger Bösartigkeit kaum mehr zu überbietendes Homo-homini-lupus-Narrativ überstülpen? Mit dem sie den Menschen an sich im wahrsten Sinne des Wortes zum Wolf des anderen Menschen machen?

Und was zur Hölle ist mit den Menschenmassen los, dies auch noch ohne jeden Widerstand zu akzeptieren; es nicht zu hinterfragen? Wie unterentwickelt muss ein Lebewesen sein, welches sich so einfach manipulieren und instrumentalisieren lässt? Denn das Schlimmste ist ja nicht die Bösartigkeit und Durchgeknalltheit derer, die das alles geplant haben und in die Tat umsetzen. Nein, das Erschreckende ist die Willfährigkeit der Angst-Zombies, die sich auch noch aktiv daran beteiligen. Die diejenigen, die sich für deren Befreiung einsetzen, auch noch anfeinden, denunzieren, verleumden, beleidigen? Und vielleicht auch bald angreifen, verletzen oder töten?

Was spielt es auf so einer Basis noch für eine Rolle, über alternative Gesellschaftsmodelle zu diskutieren, so wie ich das in meinen jüngeren Jahren auch gerne in anderen Blogs und Foren tat? Vermutlich hat der Mensch eben einfach nichts anderes verdient, als wie ein dummes Stück Rindvieh von einer sehr kleinen Oberschicht ausgebeutet zu werden? Ob das nun Kapitalisten, Neoliberale, Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten oder Sonstigisten sind – letzten Endes bleibt ein Großteil der Menschen stupides Nutzvieh. Weil sie auch gar nichts anderes sein wollen. Der Herdentrieb und die Unterwerfung ist offensichtlich unauslöschbar in ihrer genetischen Struktur verankert? Das gilt übrigens auch für diejenigen Fachidioten mit Uni-Abschluss, die abseits ihres kleinen Fachbereichs regelmäßig ihre allgemeine Lebensunfähigkeit offenbaren. Es wird immer eine kleine, die Kunst der Lenkung der Herde beherrschende Elite geben, die den großen Rest ausbeutet.

Das ist übrigens auch der Grund, warum sehr viele das Denken abseits ihres überschaubaren Fachgebiets gerne anderen überlassen. Wenn da irgendwer dafür bezahlt wird, dann wird der ja – wie ich – verdammt gut in seinem Job, ein Experte sein. Keine eigenen Interessen haben oder die anderer vertreten.

Universitäres, selbständiges Denken wird an den Schulen oder Universitäten schon seit Jahrzehnten nicht mehr gelehrt; man muss Glück haben, in Deutsch oder Sozialkunde noch einen Lehrer zu erwischen, der seine Schüler subversiv zum eigenen Denken anstiftet. Aber auch das stirbt immer weiter aus. Die Mächtigen benötigen keine Menschen, die selbständig denken können; die brauchen hörige Untertanen, die machen, was die Autorität befiehlt – und konsumieren, was sie in der Werbung sehen.

So wird Nutzvieh halt nun einmal abgerichtet. Das, was uns vom Rind oder Schwein unterscheidet ist, dass unsere Kadaver nach unserem Tod auf einem Friedhof in einer Kiste verrotten. Oder in einem Krematorium abgefackelt werden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Ich frage mich immer wieder, welche Schlüsse eine wirklich fortschrittliche, außerirdische Spezies eines Tages aus unserer dann sicherlich schon seit Tausenden oder Millionen von Jahren vernichteten Existenz schließen wird, wenn sie unsere Hinterlassenschaften studieren werden? Vermutlich werden sie ähnlich mitleidig auf uns herabblicken, wie wir heute auf unsere nächsten Artgenossen.

Primitive Nacktraubaffen, die sich im Wahn selbst vernichtet haben. Wie die Xhosa. Oder andere Hochkulturen. Passend hierzu betitelt der Stern sein nächstes Pamphlet mit „Ein Akt der Nächstenliebe – Impfen“.

Ich hasse euch.


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  • Die große Oper hat begonnen | Tears of Joy.
  • In eigener Sache: Das erste Jahr Multipolar | Kommentar: Herzlichen Glückwunsch! Und ein Dankeschön für die vielen Verlinkungen meiner Transkripte.

14 Gedanken zu „Coronoia: Misanthropie“

  1. Jup, so isch es. Keine Hoffnung mehr für diese Gesellschaft. Kann hier empfehlen Hans-Joachim Maaz: Das gespaltene Land. Sehr gute Erklärung warum das gerade passiert. Leider ändert das nichts und es gibt kein Ausweg aus der eigene Vernichtung. Im Prinzip hätte ich nicht mal was dagegen, wenn man mich in Ruhe lassen würde. Wer kann schon behaupten die Vernichtung der eigenen Spezies live mit ansehen zu koennen. Vielleicht drückt noch ein Irrer den roten Knopf für die special effects. Relax and enjoy the show. Aber dieser verdammte selbstgerechte Deutsche Michel der in der Krise zum militanten Moralisten mutiert, kann es einfach nicht lassen uns mit reinzuziehen in seinen brainfuk mist.

  2. Rolf Dobelli behauptete einmal, man solle sich nur auf seinem eigenen Fachgebiet profilieren, außerhalb aber besser das Feld denen überlassen, die sich in den jeweiligen Diszipilinen besser auskennen. Täte man das so nicht, dann wäre man ein Urmensch, der noch alles selbst beherrschen mußte, um zu überleben. (Und hat nicht A. Merkel in irgendeiner Neujahrsansprache einmal gesagt, wir sollten „unsere Stärken stärken“?)
    Ich verrate jetzt an dieser Stelle ein bisher von mir gut gehütetes Geheimnis: Ich bin einer der letzten Neanderthaler, nur zufällig hat es mich in diese Welt verschlagen. (Die Größe meines Gehirns habe ich zwar noch nicht vermessen, doch besagen anthropologische Untersuchungen, der Neanderthaler habe ein um 12% größeres Gehirn gehabt, als der sogenannte Homo sapiens sapiens. Warum wohl?)
    Meinesgleichen und ich, die wir immer den Wunsch verspüren, wenn irgend möglich alles selbst machen zu wollen, verbunden mit dem Drang, zu „erkennen, was sie Welt im Innersten zusammenhält“ (okay, das war von Goethe), die aber in erster Linie gelernt haben, selbständig zu denken – wir sind nicht ausgestorben, wie man dem „modernen Menschen“ glauben machen wollte, und wir haben das auch nicht vor.
    (Äh, hoffentlich scheitere ich jetzt nicht an der Rechenaufgabe!)

  3. TjaJa, diese Enttäuschung kennen wohl alle die sich mal mit Inbrunst in die Verbesserung der Welt gestürzt haben. Dabei gelingt so was nicht mal beim eigenen Nachbarn, Partner, Hauskatze geschweige denn bei einem selbst. Ist es nicht recht narzisstisch anzunehmen man selber könne etwas bewirken was noch niemandem vorher gelungen ist? Selbst Gandhi musste die Abspaltung Pakistans hinnehmen und wurde dann von einem der zu verbessernden ermordet.

    Also ich finde die Menschheit ganz putzig, gibt viele interessante Figuren und jede Menge lustiger Begebenheiten. Das kann man sich mit Ideologie richtig versauen und wer da politisch herangeht hat von vorneherein die Arschkarte. Niemand möchte zu etwas überzeugt werden was Er/Sie nicht versteht oder nicht verstehen will.

    Wer anfängt zu hassen könnte sich auch überlegen ob seine Erwartungen oder Herangehensweisen evtl. einer Korrektur bedürften. Die derzeitige Krise eröffnet auch jede Menge Chancen. Kann es z.B. sein das die Menschen da auch! mitmachen weil das alte vorbei und das neue noch nicht da ist? Das der 20ste Urlaub in fremden Land und fremden Betten, Profilächlern und Anbetern des mitgeführten Portemonnaies vielleicht doch nicht so toll ist. Das Kulissenschaulaufen durch Einkaufszentren, Weihnachtskonsumterror, Themenrestaurants und massengestylte „Kulturproduktionen“ nicht das wahre sind und man nur mitmacht weil es keine Alternative gibt? Das diejenigen die eine Alternative entwickeln und vorleben könnten in der Ecke schmollen weil die Kundschaft sich nicht hinter ihrer Fahne sammelt?

    Moderne Technologien (dies hier ist eine davon) bieten auch eine endlose Menge an Möglichkeiten. TV glotzen nur noch irrelevante Minderheiten.

    Widerstand ist zwecklos und auch so unnötig.

  4. Angst essen Seelen auf …
    Hatte Gestern ein kurzes Gespräch mit der hiesigen Geschäftsführerin des Sportvereins
    auf dem Parkplatz, um Ihr zu sagen, wie bestialisch die betreffende Schliessung des Vereins ist.
    Sie beraubt es der Lebensgrundlage, oder eines Teils davon und mich um die Stärkung des Immunsystems.
    Die Panik in den Augen, dieses Aufflackern der Angst – ahhh nicht zu Nahe kommen !
    Und reisst sie die Gesslerwindel (neuer Hybrid.) aufs Gesicht.
    „WIr hatten einen Todesfall“ … „Ja sowas ist bedauerlich, aber die Grippe ….“
    „Nein wie schrecklich … “ etc
    „Na dann haben Sie ja sicherlich von der neuen ach so tödlichen Brexit Supervirusvariante gehört?“
    „Nein, Nein oh wie schrecklich“ … so in der Art rennt panisch und angstbesetzt gen Eingangstür.

    Das Volk wird nicht wach von dem überdrehten Panikmodus und der erschlagenden Propaganda.
    Ganz im Gegenteil, sie ziehen mit in Richtung eigenem Untergang und klöppeln kräftig weiter mit Ihren Hämmerchen am Loch der Titanik.

    Wollte nur nochmal den Vergleich mit der Funktion mit narzisstischen Beziehungen herbeiziehen.
    Der Peiniger und sein Opfer bilden eine Einheit. So ist dieses Opfer der sogenannte „Co-dependent“.
    Er braucht scheinbar diese ihm gegenüber angewandte seelische Gewalt, auch weil er sich immer wieder zurücksehnt zu dem Ursprung der Beziehung und der (falschen) Zuwendung die er dabei erfahren hat und blendet dabei völlig die Realität aus.
    Mit anderen Worten, wir haben es hier mit einer Form des Stockholm-Syndroms zu tun.

    Ich selbst habe das Gefühl erschlagen zu werden von der Offensichtlichkeit der Lüge, mit der wir es hier zu tun haben. Selbst Pinocchio ist ein Scheiß dagegen, aber ich mußte gerade wieder erfahren, daß man mich für den Geisterfahrer hält:
    „Du informierst Dich aus den falschen Quellen.“

    Okay was soll ich dazu noch sagen; außer nun denn, dann laßt Euch doch alle Ompfen, pardon Impfen, damit Ihr schön radioaktiv markiert auch im Dunkeln leuchtet.
    Da spart ihr ne Menge Geld für Batterien in Dunkeldeutschland und des Nachts wird es auch ohne Straßenbeleuchtung hell !

    All hail the Idiocracy !

  5. Lieber Dennis,

    hier mal wieder ein Fundstück aus dem Kommentarbereich von Raphael Bonelli (dem sie dort zunehmend die Gefolgschaft verweigern, nicht zur Kenntnis nehmen wollend, dass der 4 klitzekleine Kinder und eine junge Frau hat und im Gegensatz zu fast allen, die ihm folgen (150.000?) seinen Kopf von Anfang an hingehalten hat ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken, was das für ihn persönlich auch bedeuten könnte: Nämlich die existenzielle Vernichtung bis in nächste und übernächste Glied. Dass die Wände aber näher kommen und sich der Spielraum, den man (noch) hat sich auf eine Kachel aus dem Ofen reduziert, auf dem man nun aber trotzdem noch für sein Publikum Stepptanzen soll, das kapieren solche Kommentatoren nicht. Der Held ist vorsichtiger geworden, gerissener, verliert seine Naivität, die im die längste Zeit einen Schutzengel beschert hat, das Anfängerglück des Quereinsteigers).

    Dir lieber Dennis möchte ich sagen, dass es schon immer Menschen gegeben hat, die sich aus der Welt zurückgezogen und sich hinter echten oder selbst erbauten Klostermauern verschanzt haben, um dort in Ruhe die Gänsekielfeder in die Hand zu nbehmen und bei einem Schweigegelübde die Welt transkribiert haben: Anders geht das auch gar nicht, man würde sonst verrückt. Das hat unsere Zivilisation im Kern zusammengehalten und uns die Überlieferung gesichert, wenn es Dich jedoch das Leben kostet, dann höre auf damit. Auch wenn wir alle dann uns selbst darum kümmern müssen, dass wichtigste Äusserungen auf vergänglichsten Mediebn (Rabbi, youtube) nicht mehr haltbar gemacht werden und die Überlieferung mit dem Steckerziehen endet.

    Wir Profiteure dieser unendlich liebevollen, dienenden Haltung, die die Fleissarbeit, die Du hier täglich ablieferst bedeutet, würden noch schneller in den Abgrund gespült und keiner unserer Nachkommen wüsste mehr, warum das so kommen musste, es gar keinen anderen Ausweg geben konnte.

    Nun zu dem Kommentar (kannst Du entziffern was das für ein Jargon ist – ein Jurist ist er nicht, aber irgendwas wird er sein, der Stil, der Stil, was ist das nur?). Josi

    „ein #gedankenexperiment!: nehmen wir an es stellt sich heraus, dass die regierung komplett falsch lag und sich als völlig inkompetent erwies und österreich massiven schaden bereitete. dann wären gerichtsprozesse & verurteilungen absehbar. nun muss man sich die frage stellen: wie wahrscheinlich ist es, dass es so weit kommen wird? ich denke: nicht sehr wahrscheinlich! wenn ein solches geschehen allerdings nicht stattfindet, wie sieht dann „die andre seite“ (bilanz) aus? leute wie ihr (incl dem kompletten querdenker-pool) wären dann die verlierer – und als verlierer: was würde euch erwarten? würde man in desem fall das mundtot-machen kritischer discordianer nicht etwa perfektionistisch auf die spitze treiben? würde man (seitens der regierung) nicht maximal erpicht darauf sein, „leute wie euch“ künftig (und nachhaltig) zu verhindern und wäre man dann nicht auch bemüht, nie wieder derart massiv in verlegenheit gebracht zu werden? ich bin mir nicht sicher ob ihr euch die ganze sache in ihrer vollen tragweite überlegt habt. was ich wahrnehme, wenn ich RPP/invinoveritas schaue, ist vordergründig: ehrlich/ehrenwerte geister, die: die (ir)rationalen einschätzungen, entscheidungen + massnahmen der regierung nicht nachvollziehen können und einerseits „reasonably“ beunruhigt und andrerseits naiv/unschuldig/gutgläubig sich auf wahrheitssuche befindend, videos veräussern und dabei darauf hoffen, dass die irrationalität und inkompetenz der regierung der mehrheit der bevölkerung klar wird. tja, schöngeistigkeit hin od her – ich nenn das #naiv. ich denke ihr habt keinen blassen schimmer was eurer eventueller verlust (nämlich eine infokriegs#niederlage) in erweiterter folge für euch UND für die bürger bedeutet. deshalb fehlt euch auch der sinn dafür, dass es sich um einen kommunikationskrieg handelt, den man holistisch führen muss, wenn man den funken einer chance haben möchte. und dass ihr das eben nicht tut, geht aus eurem tunnelblickhaften einfaltspinsel-wirken eindeutig hervor. ich hoffe, dass ich mich komplett irre (!) und dass euer naiv-edelritterlicher einfaltspinsel-approach zulänglich fruchtet und eh alles einen guten regenbogen-einhorn-pipilangstrumpf-ausgang findet. glauben tu ichs aber eben nicht. denn eines muss im hinblick auf den #finalen_outcome klar sein: wenn die verantwortlichen politikerinnen (+ beraterstab incl. einige propagandamedien/chefredaktionen) nicht vor einem richter landen, heisst bzw inpliziert das, dass eure seite verlor UND dafür: irgendwelche konsequenzen in empfang nehmen und tragen wird. wie heisst es so schön in hollywood – ich kanns nur sinngemäß zitieren: you dont go with a knife to a gunfight. ich benütze dieses zitat, gewaltfrei, als metapher dafür, dass man ein realistisches bild von seinen gegnern haben und genau wissen sollte, inwieweit sie wirkungstechnisch überlegen sind UND: was in der folge zu erwarten ist wenn sie siegreich sind“.

    1. Redpill / Bluepill? War mir immer egal weil auch das von außen kommt. Das Geschimpfe über die Zeitgenossen ist auch sinnlos. Sie produzieren für mich leckere Steaks, Bier und Tomaten, mehr will ich gar nicht.

      Hab mich auch mal „engagiert“, bis mir auffiel das ich ja auch nichts anderes mache alswie Sekten, K- Gruppen und das ganze andere Gesocks das aus niederen Gründen höhere vorschiebt. War bei mir zwar nicht so, endet dann aber in noch schlimmerem. Weil was ist schlechter als gut gemeint?

      Ansonsten finde ich Mitmenschen eher putzig. Sie rennen halt immer dem hinterher von dem Sie sich mehr versprechen, muss man wissen. Die Idee das es bei Corona anders wäre ist lächerlich. Man kann es z.B. bei Bloggern wunderbar beobachten. Je fetter und Risikogruppe desto mehr ProStatusQuo. Wer das Gehalt weiter bezahlt bekommt dito. Köstlich, wer brauch da noch Comedy (oder meinetwegen ne Dramolette)?

      Klar gibt es ein paar Ent-Täuschungen! Menschen, so viele Jahre gekannt, plötzlich … usw.
      Krisen trennen halt die Spreu vom Weizen. Hinterher blicken Sie zu einem auf, zigfach erlebt. Aber was soll man mit denen dann noch anfangen? In’s Kino gehen? Acceptance ist angesagt, wenn niemand übrig bleibt – was bei mir alles andere als der Fall ist- legt man sich halt nen Hund zu.

      Es wäre dumm, sich über die Außenwelt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.
      Marc Aurel (121 – 180), römischer Kaiser und Philosoph

      und wenn der das mit seinen Möglichkeiten schon damals gesagt hat, warum soll ich mich heute darüber aufregen?

      1. Ich hab es schon mal geschrieben: Es freut mich für dich, dass du dir diese Scheißegal-Attitüde leisten kannst – und das für dich alles eine unheimlich unterhaltsame Sache ist. Andere können oder wollen sich diesen Luxus allerdings nicht leisten.

        1. ich kann das gut verstehen .
          Im Alter geht mir das ganz ähnlich.
          Nicht immer, aber immer öfter, weil, viel kann ja eh nicht mehr kommen, also wird einem alles scheiss egal und man spürt ansonsten nur noch Zorn.

          1. Mit einem regelmäßigen Geldeingang auf dem Konto würde ich diesen Irrsinn auch eine Nummer entspannter betrachten. Ich sitze sehr bald auf der Straße. Aber hey – ist doch alles toll! Always look on the bright side of life!

          2. Boah, Leute.
            Klar, im Alter geht es Richtung Scheißegalmentalität.
            Ist aber noch ein klitzekleiner Unterschied, ob es mich auf einmal nicht mehr tangiert, daß Kusine Susi mich nie auf ihren Geburtstag einlädt und mir im Büro nie jemand Kaffee kocht, oder ob ich jetzt ernsthaft Angst um meine Gesundheit haben muß, weil an jeder Ecke einer mit der Impfspritze auf mich lauert. Oder warum sollte es mir auch nur für fünf Pfennig egal sein, daß man mich mich nicht mehr frei bewegen lassen will? Oder daß ich vielleicht Leute umarmen möchte, ohne dafür gleich von Polizeibeamten zu Boden gerungen zu werden?

            Ich wüßte auch nicht, wer sich in diesen Dimensionen leisten kann, daß ihm das alles egal ist. Entweder ist man dann schon tot, oder man gehört zu denen da oben und weiß, daß man nicht angegangen wird. Na, Publicviewer, was von beiden isses denn?

          3. Ich weiß es nicht so genau.
            Es ist eine Mischung aus beidem, je nachdem wie schlimm es wirklich kommt.
            Wird das Bargeld abgeschafft bin ich am Arsch.
            Andererseits, solange meine Identität nicht auffliegt, kann ich weiter mit meinem guten Namen bezahlen.
            Leider überaltern halt gerade meine Leute auf den oberen Etagen, die mir die Tipps und Infoś geben, die ich hier ab und zu meist vergeblich einstreue, weil mir meist eh niemand glaubt, aber In etwa 10 Jahren ist das dann wohl auch spätestens gegessen…

  6. Liebe Josi, lieber Dennis, liebe Alle,

    vertrackte Situation! Danke vor Allem Dir, Josi, für das lange Zitat und Dir, Dennis, für den Artikel!

    Was passiert, wenn diejenigen, die derzeit die Deutungshoheit haben sie weiterhin behalten und sogar zur »alleinigen Wahrheit« ausbauen können? Es werden ja bereits Rufe nach so was wie einem »Wahrheitsministerium« laut, und das nicht erst seit gestern. Es geht, wenn es denn je anders war, heute mehr denn je um Deutungshoheiten. Und ich weiß inzwischen sehr klar, dass ich aus der Sicht der Deutungshoheit auf der Seite der Arschlöcher, ja der »Bösen« stehe.

    Als ich jünger und mir das noch weniger bewusst war, habe ich darunter gelitten, mich schuldig gefühlt. Langsam (und mühsam) komme ich nun an den Punkt, das einfach zu akzeptieren. Nein, weder als »Opfer« noch als »Täter«, sondern einfach als mein Leben – warum auch immer das so gelaufen ist. Das ist nun mal so, und ich habe letztlich nur die Wahl, es zu akzeptieren oder weiter damit zu hadern. Letzteres wäre endlose Kraftverschwendung, von Kräften, die ich weder habe noch bereit bin dafür zu vergeuden.

    Ich habe inzwischen eine Ahnung, wo ich bin. Es ist viel zu spät, mich zu verraten, und so gehe ich weiter wach und offen durch die Welt. Mir ist jetzt sehr klar: Wenn ich diesen Verrat denn gewollt hätte, wäre dafür ein lebenslanges Training nötig gewesen – etwas, wofür sich offenbar die überwältigende Mehrheit entschieden hat. Die kann jetzt den eigenen (Selbst-)Verrat in mir bekämpfen, ihn vielleicht sogar töten. Und sich dabei womöglich noch gegenseitig beglückwünschen, dass die Welt jetzt ein besserer Ort sei.

    Ich »gönne« es ihnen sogar. Na ja, auf eine Weise zumindest. So würde ich Teil einer »Lösung«, die eine sich rauschhaft zu Tode »siegende« Spezies noch mitnehmen kann bei ihrem Sturz in den Abgrund. Je nach Stimmung löst das alles mal eine stille Heiterkeit, mal Melancholie und mal eine (inzwischen meist sanfte) Depression in mir aus. Und immer öfter alles gleichzeitig.

    1. @Claus

      Mir ist jetzt sehr klar: Wenn ich diesen Verrat denn gewollt hätte, wäre dafür ein lebenslanges Training nötig gewesen – etwas, wofür sich offenbar die überwältigende Mehrheit entschieden hat.

      Zwar bin ich wie Du einer Meinung, daß einige schon ihr Leben lang gut darin trainiert sind, sich und ihr Innerstes stets und immer wieder zu verraten. Ich glaube allerdings auch, daß derzeit nicht wenige Menschen daran zerbrechen, daß sie das – zumindest in dem enormen Maße, in dem es gerade von ihnen erwartet wird – eben früher nicht taten. Und weil sie es jetzt doch tun, erleben sie etwas, das mit kognitiver Dissonanz nur sehr unzureichend beschrieben werden kann.

      Sicher, für Menschen, die so weit mit sich im Reinen sind, daß sie wissen, daß sie den Selbstverrat hier gar nicht (mehr) versuchen werden, ist es irgendwie einfach. Es tut zwar weh und könnte sehr schwer werden, aber es liegt klar vor einem, meinetwegen auch: vor uns. Das ist bei allem Schmerz, dem wir hier ins Auge blicken, auch eine Erleichterung.

      Aber auch, wenn man mich dafür kritisiert: ich gönne es eben nicht allen, am wenigsten jenen, die gerade gar nicht wissen, was, sondern die nur unterschwellig merken, daß etwas mit ihnen geschieht. Auch wenn sie mir gerade keine Hilfe sind und in ihrem Unwissen mit dazu beitragen, daß hier ein großer Verrat an uns allen begangen wird.
      Silly me mit dem großen Herzen…

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