Coronoia: Suizid

Blümelsbachtalbrücke im Nebel

In den Untiefen der vor geraumer Zeit eingestellten Reihe aus dem Alltag eines Viel-Radfahrers, verbirgt sich ein sehr kurzer, dezenter, einer gerade nicht-alltäglichen Situation wohl angemessener, nicht effekthascherischer Bericht über einen Mann, der sich exakt heute vor zwei Jahren von der teils bis zu 80 Meter hohen Blümelsbachtalbrücke gestürzt hatte. Ich möchte hiermit an diesen mir unbekannten Mann erinnern; insbesondere angesichts der Tatsache, dass „die Guten“ seit Monaten derartige Lockdown-„Kollateralschäden“ eiskalt leugnen – oder eben jene Leben für wesentlich weniger wert, als die Leben von Über-Achtzigjährigen halten, die nach einem langen Leben mit schweren Vorerkrankungen und einem positiven (nicht zur Feststellung einer Infektion geeigneten) PCR-Test versterben.

Bereits vor Corona nahmen sich sehr viele Menschen in Deutschland tagtäglich das Leben. Doch darüber wurde und wird jedoch nicht berichtet, angeblich wegen des Werther-Effekts. Auch vom Freitod jenes älteren Herren (ca. 50 bis 60 Jahre alt), dessen Leichnam ich in exakt jenem Moment erblickte, als sich ein mit osteuropäischem Akzent sprechender Lkw-Fahrer durch das Unterholz gekämpft hatte, erfuhr niemand etwas. Als wir beide uns durch das Fühlen des Pulses versichert hatten, dass der Mann diesen Sturz nicht überlebt hatte, zeigte ich dem Lkw-Fahrer den etwas weniger beschwerlichen Weg hoch zu seinem auf der Brücke geparkten Sattelzug. Wir standen dabei vor einem Kreuz, welches Angehörige für eine Frau aufgestellt hatten, die ebenfalls an der gleichen Stelle in den Tod gesprungen war.

Oben auf der Brücke schauten zwischenzeitlich Sanitäter nach unten; ich konnte ihnen aber auch nur durch Gesten zu verstehen geben, dass der Mann tot ist. So einen Sturz aus rund 60 Metern Höhe auf einen felsigen Hang kann man nicht überleben. Etwa fünf Minuten später lotste ich den Streifen- und Krankenwagen an die Stelle, an der das Leben dieses mit all dem bösartigen und menschenfeindlichen Mist, mit dem wir bereits vor Corona jeden Tag konfrontiert wurden, überforderten Menschen auf eigenen Wunsch hin endete.

Im Gespräch mit den beiden Polizisten erfuhr ich, dass er einfach mit dem Auto auf der Brücke anhielt, ausstieg und sprang. Er kam aus einem Ort ganz in der Nähe. Als ich nach einer Weile weiterfuhr, kam mir auf dem Waldweg ein vollbesetztes Auto entgegen; nicht unwahrscheinlich, dass es sich um seine Angehörigen handelte.

Mir ging diese Geschichte einige Zeit lang nicht wirklich aus dem Kopf. Wäre ich dort vielleicht ein paar Minuten früher vorbeigefahren, hätte ich wohl direkt neben mir das Aufschlagen seines Körpers hören können. Ja, wenn ich Pech gehabt hätte, wäre er vielleicht sogar direkt auf mich draufgefallen. Schon bei der Anfahrt hatte ich ein mulmiges Gefühl, als ich den Sattelzug da oben auf der Brücke stehen sah. Da musste irgendwas faul sein. Ja, war es.

Ein Kreuz oder eine sonstige Form der Erinnerung an der Stelle seines Todes hat er – im Gegensatz zu der erwähnten Frau – nie erhalten. Er wurde offensichtlich nicht wirklich vermisst. Er war wohl auch in den Augen seiner Angehörigen im Wesentlichen ein Versager, selbst schuld, dass er keinen anderen Ausweg mehr sah, als von einer Brücke zu springen? Ich schaue jedes Mal, wenn ich dort vorbeiradle, zu der Stelle, an der seine Leiche lag. Und überlege mir, was für ein beschissenes Leben er wohl gehabt haben mag? Ob es irgendwelche bösartigen Bürokraten waren, die ihn unbarmherzig ruinieren wollten? Die Ex-Frau? Der Alkohol? Ein bösartiger Chef? Eine unheilbare Krankheit? Ich werde es nie erfahren. Aber ich weiß eben, dass da ein Mensch war, der sich selber umgebracht hat, weil er einfach nicht mehr weiterwusste.

Mit Sicherheit wird er – angesichts dessen, was in diesem Land im Zuge des Corona-Faschismus seit März in einem zunehmend unerträglichen Maße vor sich geht – nicht der Letzte gewesen sein, der sich dort das Leben genommen haben wird. Nach dem Suizid von Robert Enke im Jahre 2009 heuchelte unsere sozialdarwinistische Ellenbogengesellschaft ebenfalls Anteilnahme. Zivilisationsgrad und „Wärme“ bzw. „Kälte“ einer Gesellschaft lassen sich eben auch daran ablesen, wie viele Menschen sich vor allem aus ökonomischen und sozialen Gründen aus lauter Verzweiflung selbst das Leben nehmen.

Corona wird – und dies auch noch aufgrund einer fundamentalen Lüge bezüglich des Begriffs „Solidarität“ – diese Degeneration in Richtung Mittelalter weiter beschleunigen. Und mehr – vor allem noch mitten im Leben stehende – Menschen das Leben kosten, als das SARS-CoV-2 jemals zustande gebracht hätte.


Der Student und der Tod

Ein Student ist auf dem Weg in eine große Stadt. Vor dem Stadttor trifft er auf den Tod, der im Schatten der Stadtmauer sitzt. Der Student setzt sich daneben, grüßt und fragt:

„Guten Tag Gevatter, was hast Du vor?“

Der Tod antwortet: „Ich gehe gleich in die Stadt und hole mir 100 Leute!“

Der Student erschrickt, rennt in die Stadt und schreit: „Der Tod ist auf dem Weg in die Stadt, er will sich 100 Leute holen!“ Die Leute rennen in ihre Häuser, verbarrikadieren sich, aber vor dem Tod gibt es kein Entrinnen….. Nach vier Wochen verlässt der Student die Stadt und sieht beim Verlassen dieser abermals im Schatten der Stadtmauer den Tod sitzen.

Er rennt auf ihn zu und brüllt ihn an: „Du Lügner! 100 Leute wolltest Du holen, jetzt aber, nach vier Wochen, sind es weit über 500 Tote!“

Der Tod erhebt sich gemächlich, sieht den Studenten an und sagt ganz ruhig:

„ICH habe mir planmäßig die 100 geholt, die ich mir immer hole: Alte, Kranke, Schwache…. Die anderen hat die ANGST getötet, und die hast DU in die Stadt getragen!“

Via Dr. Marc Fiddike.


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5 Gedanken zu „Coronoia: Suizid“

  1. Ja, Selbstmord ist… ein ganz schwieriges Thema.
    Und da wird noch einiges auf uns zukommen, das glaube ich auch.
    Wofür dann wahrscheinlich genau NIEMAND zur Verantwortung gezogen wird.
    Noch was, was man dieser blöden politischen Mischpoke wirklich übelnehmen muß.

    Blödes Dreckselend.

    1. Das ist jetzt keinen eigenen Beitrag wert und auch nur reine, vielleicht pietätlose Spekulation meinerseits. Aber gestern Abend fuhr ich auf einer Kreisstraße an einer frisch eingerichteten Gedenkstätte vorbei. Da war am 18. Dezember ein sehr junger Mensch gegen einen Baum gefahren und dabei verstorben. Es ist der einzige direkt, exponiert am Straßenrand stehende Baum auf mehreren Kilometern.

      Steitzhof K 84

    1. Ja, es ist schon seltsam. Eine Corona-Edition von „Falling Down“ lässt weiter auf sich warten.

      Wenn früher oder später in einer Schule ein gemobbter „Maskenverweigerer“ ausrasten wird, waren bestimmt wieder die „Killerspiele“ Schuld.

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