Coronoia: Es wird hässlich werden

Okay. Wenn dieser Gesetzentwurf durchgeht – und daran habe ich nicht den leisesten Zweifel – war es das. Auch, weil wir versagt haben. Wir, der Widerstand. Die folgenreichste Fehlentwicklung war m. E. das Scheitern einer parlamentarischen Alternative. So sehr ich das Parteienwesen verabscheue – es wäre unabdingbar gewesen, dass die Partei Widerstand2020 Erfolg hat. Sehr viele Menschen hatten ein Interesse daran, sich zu beteiligen und zu engagieren. Und letztlich scheiterte all dies an den Egos irgendwelcher Leute, die meinten, sich über unbedeutenden Kleinkram und Pöstchen streiten zu müssen. Diese Partei hätte auch deshalb eine reine Ein-Themen-Partei zur Beendigung der C-Diktatur werden müssen. Leider muss man auch Bodo Schiffmann ein nicht unerhebliches Maß an Schuld zusprechen, dass auch die zweite Partei nicht wirklich aus dem Quark kam. Nun denn – wird der Entwurf so verabschiedet, sind die Grundrechte tot! Dieses Gesetzesvorhaben dient der finalen Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Aber auch sonst muss man uns attestieren, dass wir es, trotz all der modernen Möglichkeiten einer Vernetzung über das Internet, nicht geschafft haben, uns wirkungsvoll und in einer angemessenen Weise zu organisieren. Wir befinden uns in einem asymmetrischen Krieg der Eliten gegen die Zivilbevölkerung – und agieren weiterhin wie ein aufgescheuchter, kopfloser Hühnerhaufen. Wir sind weder Willens, noch in der Lage, dies überhaupt wahrzunehmen bzw. wahrnehmen zu wollen und unser im Ergebnis erfolgloses Handeln innerhalb der letzten 8 Monate kritisch zu hinterfragen. Wir meinen offenbar weiterhin, mit Herzchen-Zeigen, Singen und Tanzen sowie dem Anhören von Reden auf Demos, die – warum auch immer – meist irgendwo auf der grünen Wiese, anstatt vor den Ministerien und Landtagen stattfinden, würde und könne man noch etwas Positives erreichen?

So laufen die immergleichen Leute auf die immergleichen Demos und hören sich dort die immergleichen Reden an. Seit Frühjahr. Auch die beiden Großdemos waren im Ergebnis de facto wirkungslos. Warum die Veranstalter für den 1. August keinen Plan B hatten und warum Michael Ballweg über Stunden wie vom Erdboden verschluckt war, konnte ich schon damals nicht nachvollziehen. Man hatte eine große Zahl von Menschen mobilisiert, die teils auch sehr viel Geld für die Anreise investiert hatten. Und lies sie dann weitestgehend sinnlos auf der Straße des 17. Juni bei 30 Grad im Schatten herumsitzen. Ehe sich die Reihen dann gegen Abend mehr und mehr lichteten; ohne, dass man irgendwas Zählbares erreicht hätte. Der hinterher nicht mehr bei den Querdenkern willkommene Thorsten Schulte – von dem man halten mag, was man will – versuchte wenigstens, ein Zeichen zu setzen, indem er einen Teil der Menschen ins Regierungsviertel führte, um dort eine Menschenkette zu bilden.

Am 29. August im Wesentlichen dasselbe. Die „Bühnenshow“ konnte zwar durchgezogen werden – aber ehrlich gesagt hat mich das Programm – von Siber und Kennedy jr. mal abgesehen – nicht wirklich vom Hocker gerissen. Vor allem, weil es nicht den Ernst der Lage widerspiegelte. Einen Eindruck, den quasi alle Querdenken-Demos auf mich machten. Das war für mich ein Volksfest – und keine hochpolitische Demo gegen die Beseitigung demokratischer Verhältnisse. Alleine schon die Umstände inkl. des von der Polizei trotz zweier Gerichtsbeschlüsse klar rechtswidrig, in krimineller Weise aufgehaltenen Demo-Zugs sprachen Bände, in was für einem Polizeistaat wir uns bereits Ende August befanden. Dies wurde spätestens am Abend unübersehbar, als die Polizei gewaltsam die Versammlung am Stern auflöste. Die fürchterlichen Bilder, wie am 30. August Polizeibeamte Menschen durch den Tiergarten jagten und Schwangere, als auch ältere Frauen misshandelten, hätte man – hätten sie in Weißrussland stattgefunden – von Seiten der gleichgeschalteten Massenmedien aufs Schärfste verurteilt. Nun – was haben wir damit erreicht? Nichts. Ein lächerliches Schauspiel, ein sprichwörtlicher, von den Geheimdiensten orchestrierter Treppenwitz am Reichstag hat das ganze Wochenende zur Randnotiz werden lassen. Der krönende Abschluss war dann das höchstrichterlich, also vom Bundesverfassungsgericht abgesegnete Democamp-Verbot.

Doch warum scheut man sich weiterhin, zivilen Ungehorsam zu leisten?

Niemand hat das Recht, sein Gehorchen als Vorwand für die Rechtfertigung seines Handelns zu benutzen. Gehorchen ist keine Rechtfertigung für Handeln. Hannah Arendt.

Warum war man so lange Zeit erpicht darauf, Demonstrationen „anzumelden“, auf denen Abstände eingehalten und Maulkörbe getragen werden sollten? Warum ist man über jedes Stöckchen gesprungen, welches einem ein totalitärer Unrechtsstaat hingehalten hat?

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Bertolt Brecht.

Auch die Juristen – so unheimlich sie sich alle bemühen mögen – haben doch letzten Endes bislang wenig bis nichts Zählbares erreicht? Was mich seit Beginn dieses juristischen Amoklaufs der Exekutive auch irritiert ist, dass quasi alle der wenigen positiven Beschlüsse (vom Versammlungsrecht mal abgesehen) meines Wissens nie unter Beteiligung der Anwälte für Aufklärung oder der Klagepaten erzielt wurden. Zufall? Vor etwa einem Monat hatte ich beklagt, dass ich auch taktisch oder strategisch hier kein systematisches, kreatives Vorgehen erkennen kann. Man ließ sich beschäftigen. Man fing sich einfach nur eine blutige Nase nach der anderen ein. Erst jetzt, wo eigentlich alles zu spät ist, wird man kreativ; stellt grundlegende Dinge wie z. B. den im IfSG definierten Infektionsbegriff juristisch infrage. Warum hat man das nicht deutlich früher getan?

Nun ist bereits eine Woche des 2. Lockdowns vorbei – und kein einziges Gericht hat irgendeine dieser den Mittelstand gezielt vernichtenden  „Maßnahmen“ aufgehoben. Vermutlich war sogar die Entscheidung eines Dortmunder Amtsrichters wieder nur eine weitere Stufe des Gaslightings? Hoffnung machen – und sie umgehend wieder brutal zertrampeln! Wie etwa durch den Entwurf, die fundamentalen, auf Verordnungen beruhenden Grundrechtseinschränkungen nun auch noch gesetzlich festzuzurren – was die Anwälte ja immer wieder kritisiert hätten. Tja, man sollte vorsichtig mit dem sein, was man sich wünscht. Das galt übrigens auch für die aufkeimenden kritischen Berichte im öffentlichen-rechtlichen und privaten Medienbereich. Kurz danach begann die „zweite Welle“. Das läuft alles nach einem offensichtlich minutiös geplanten Drehbuch ab.

Was haben wir noch versäumt? Den Aufbau unabhängiger und alternativer Strukturen und Organisationen. Gerade auch „offline“. Viele meinen, mit Telegram eine Alternative gefunden haben. Ich hingegen prognostiziere, dass dieser Dienst sehr bald entweder gekauft – oder von der Regierung abgeschaltet wird. Das gilt auch für alternative Dienste wie Bitchute, DLive usw. Und dann stehen wir da – ohne Alternativen; im Netz und erst Recht im realen Leben. Wie bspw. auch am 1. und 29. August in Berlin; als sich alle darauf verlassen haben, dass man ja mittels der Mobilfunktechnologie jederzeit live streamen könnte. Nur hatte die Polizei leider Störsender eingesetzt bzw. das Mobilfunknetz komplett abgeschaltet. Führt all dies etwa dazu, dass wir eventuell mal unsere generelle Haltung zu unserer Abhängigkeit von Technik und Konzernen kritisch hinterfragen würden? Nein. Viele meinen weiterhin, us-amerikanischen Konzernen gehörende Dienste wie Twitter, Facebook, Instagram – und der ganze, andere Dreck – wären ein Werkzeug, etwas Gutes bewirken zu können. Diese sind bestenfalls ein Ventil, um Druck abzulassen. Um abzulenken, um die Leute im warmen Zimmer sitzen und einen Tweet absetzen zu lassen – anstatt einfach raus auf die Straße zu gehen. Und ja, dazu kann man auch in gewisser Weise meinen Blog zählen, der in erster Linie dazu dient, meinen Frust über diese ganze Scheiße in die Welt hinauszuschreien.

Vor allem haben wir es versäumt, Strukturen im „Untergrund“ aufzubauen. Der Feind liest alles mit, da wir vollkommen öffentlich oder eben auf den Plattformen irgendwelcher Konzerne agieren. Wir werden schon sehr bald im „Untergrund“ agieren müssen, weil es immer hässlicher und hässlicher werden wird. Spätestens dann, wenn die Zwangsimpf-Kommandos ausrücken und die Ausgangssperren verschärft werden. Über kurz oder lang werden wir vermutlich auch aus Deutschland in eines der wenigen Länder flüchten müssen, die sich nicht diesem multinationalen Staatsstreich angeschlossen haben. Denn die Eliten führen eindeutig einen verdeckten Krieg gegen uns; vor allem gegen jene, zu kritischem Denken fähigen und sich nicht kontrollieren lassenden Menschen. Menschen mit Herz, Hirn, Eiern, Ehre und Rückgrat – die dieser totalitären, faschistischen Vision eines „Great Reset“ noch im Wege stehen. Einen „Reset“, den sie ohne diese globale Schock-Strategie niemals hätten realisieren können. Leider können sie sich dabei auf Millionen uni(n)formierter Mitläufer verlassen, die (wie jene, die im dritten Reich eine Armbinde trugen und ihre Mitmenschen mit „Heil Hitler“ grüßten) weiterhin stockbesoffen von der Vorstellung sind, sie täten damit etwas Gutes, würden gar „Leben retten“. Ganz ehrlich: Lasst euch bitte unbedingt alle „impfen“; am besten mit der doppelten oder dreifachen Dosis. Ihr werdet schon sehen, was ihr davon haben werdet. Oder, ihr begeht endlich Selbstmord – aus Angst vor dem Tod!

Ich nehme das alles ganz nüchtern wahr. Und bereite mich – soweit mir das überhaupt möglich ist – darauf vor. Und das sollten alle anderen kritischen Menschen auch tun. Denn auch hier haben wir nur eine Chance, wenn wir Viele sind. Und Viele bleiben.

16 Gedanken zu „Coronoia: Es wird hässlich werden“

  1. Das sehe ich mehr oder weniger genauso.

    Ich für meinen Teil habe schon im März Visionen von »in den Untergrund gehen« gehabt, und ich wundere mich noch heute, und nicht nur, daß so viel öffentlich gemacht wird (bei manchem habe ich dafür durchaus Verständnis oder finde es gut, aber nicht bei allem). Die Leute schreiben ja zum Großteil nicht mal verschlüsselte Mails und nutzen weiterhin ihre Smartphones – genauso gut könnten sie gleich eine Standleitung ins Bundeskanzleramt legen…

    Glauben die ernsthaft, das fängt erst bei gelöschten Videos an und hört bei gekündigten Bankkonten schon wieder auf?
    Also, entweder man ist eine Gefahr für die, die für den ganzen Dreck verantwortlich sind, oder sie sind nicht an einem interessiert. Und dann hätte man auch keine Probleme gehabt im letzten dreiviertel Jahr. (Ob Oppermann und Ohoven Zufälle waren, darüber kann man durchaus spekulieren.)

    Da hätte ich beim Widerstand auch mehr nicht-öffentliches Taktieren vorausgesetzt. Mehr B-Pläne in den Schubladen. Mehr harte Reaktionen. Eben nicht – wie Du, Dennis so schön sagst – so viel Weichei-Taktik. Und mit am schlimmsten war (und ist) diese Distanzeritis, dieses komplett unnötige Eingehen auf die Spaltungsversuche und Kontaktschuldvorwürfe. Das hätte man in Gänze ignorieren müssen!

    Was die Impfung angeht: Merkel & Co zuerst. Dann der komplette Bundestag. Dann die Landtage, samt MPs. Dann die Richter, Lehrer, Bürgermeister etc.pp. Alle, die den Scheiß unterstützt und angefeuert haben.
    Dann warten wir zwei Jahre – in der Zwischenzeit wird die Krankenhaus-, Pflege- und Beerdigungsbranche so einiges zu tun haben – und können anschließend was neues aufbauen. Dann hoffentlich mit mehr Sinn und Verstand.

  2. Siber hat die Grünen verlassen und ist mit den Anwälten vom Corona Ausschuss und einigen anderen Rechtsprofessoren und Wissenschaftlern in die Partei „die Basis“ gegangen. Die haben offenbar auch den Kanal voll.
    Ich werde Siber wählen, sofern es eine weitere Wahl geben wird, daran habe ich nämlich auch erhebliche Zweifel.

    1. Doch die Wahl wird kommen.

      Nur muß vorher noch das Infektionsschutzgesetz angepasst werden
      à la
      §xx ) wegen der fortgesetzten Infektion darf das Kreuz auf dem Wahlschein nicht selber gemacht werden – sondern wird von einem Kreuzbevollmächtigten durchgeführt. Dieses Kreuz muss aus Infektionsschutz immer in den 2 oder 3ten Kreis erfolgen. Kreuze bei CoronaMaßnahmeGegnern sind wegen §yy nichtig und werden bei der CDU gezählt.
      §xx a) Die freie und geheime Wahl wird dadurch gewährleistet das wir das frei und geheim nennen
      Aber erstmal wird wegen der Millionenen Toten (in Deutschland) die Wahl für 4 Jahre ausgesetzt

    2. Ich hatte die Narrative-Sendung gesehen. Das kommt aber halt einfach alles zu spät; die Frage, wann man die Partei wählen könne, beantwortete Füllmich mit „vielleicht in einem Jahr“ – dann ist die vermutlich eh manipuliert werdende (siehe die Farce in den USA) Bundestagswahl vorbei; wenn sie denn stattfindet. Zumal ich wegen Maulkorbzwang sicher an der Stimmabgabe gehindert werden würde. Und Briefwahl kann man eh vergessen; die gehört eigentlich verboten und nur noch in sehr engen Ausnahmefällen erlaubt. So, wie das vor noch nicht allzu langer Zeit noch der Fall war.

  3. Da ich nicht in Berlin zum Demonstrieren war (20XY gegen TTIP), fällt es mir schwer, irgendwem irgendwelche Vorwürfe zu machen. Es steht jedem zu, eine Demo anzumelden und anderes Vorgehen zu probieren. Querdenken und deren Leute an der Front riskieren insgesamt, auch wenn sie sich für gehorsamen und friedlichen Protest entschieden haben, viel. Mag sein, daß sie sich getäuscht haben, wie wenig Rechtsstaat hier nur noch übrig ist. Wenn das Wetter dufter gewesen wäre am 30.8.ff wäre eher eine ausreichende Menschenmasse geblieben trotz Verbots und das Camp gestartet. Aber gegen Regen und Unrechtsstaat gleichzeitig anzugehen ist eine Nummer härter…
    Mit Ungehorsam oder Gewalt wäre Querdenken derzeit evtl. garnicht mehr existent, da sie für die gewalttätige Polizei die Grundlage für die Spirale geliefert hätten.
    Die Leute an der Antimaßnahmenfront verausgaben sich so sehr, es ist schwer erträglich, daß die Dulder in der zweiten, dritten Reihe wenig behilflich sind, aber gleichzeitig Nutznießer der Frontler, welche den größten Dreck wegräumen. Taktisch wäre ein Rückzug von der Front zu überlegen, weil die Front sich erholen kann und gleichzeitig die 2. usw. Reihen mehr vom Polizeistaat abbekommen und aufwachen bzw. die Lage richtig einsortieren. Der Gegner scheint entschlossen, denn über 7 Monate so einen Irrsinn durchzuziehen macht man nicht, um hinterher „haben uns getäuscht“ zu erklären; nach 4 oder max. 8 Wochen konnte jeder, der der Grundrechenarten mächtig ist, aus den Statistik schließen, daß Coronaviren keine erhöhte Bedrohung darstellen.
    Von den Klagepaten bin ich persönlich enttäuscht, keine konkrete Unterstützung erhalten nach Polizeigewalt.
    Telegram usw. auf Basis von App-Installation statt Browser sehe ich kritisch und unnötig. Obwohl der Quelltext und eine APK ohne Playstore erhältlich ist (https://telegram.org/apps), scheint es „Nachschlüssel“ zu geben: https://de.wikipedia.org/wiki/Telegram#Russland
    Ein Browser sollte für die Leute doch genügen, jedenfalls mutet Telegram auch zur Gängelei an, da es ja begrenzten „Einblick“ per Browser gibt, wieso nicht vollen?
    Da verstehe ich auch Daniel Stricker (StrickerTV) nicht, wieso der einem immer penetranter auffordert, Telegram zu nutzen oder ePostnewsletter subscriben, nachdem youtube zensiert. Eine gepflegte Homepage mit den relevanten Inhalten und Links, gut ist’s. Dieses ganze „folgen“, „subscriben“ und „registrieren“ bei X Diensten käst doch die Leute an und schreckt ab.

    Es mutet sehr surreal an, wie die Leute unbekümmert im Schloßpark spazieren. Es hilft aber auch nichts, diese zu hassen oder selbst im Kellerloch zu versinken. Vielleicht sollten wir uns weniger auf die kommende Dystopie konzentrieren und weiterleben, indem man dem Staat abundzu ans Bein tritt, wenn es nötig oder passend ist. Schöner wäre natürlich, wenn wir es schaffen würden eine Mehrheit für eine friedliche und gerechte Welt zu finden. Aber die Medien machen im Kontext der faulen und feigen Mitmenschen jeden Ansatz früher oder später zunichte. Wir müssen daher, so schwer es auch ist, mehr wie 50% der Menschen da abholen wo sie sind auf dieser Reise. Sonst wird’s nichts, weil’s auch „von oben herab“ kommen würde und von oben herab gibt es schon jemand, der das im Gegensatz zu den Freunden des freien Atmens perfekt beherrscht.

    Gruß!

    1. Das soll keine Besserwisserei sein; aber Manöverkritik ist schon nötig. Ich rufe auch nicht zu Gewalt auf – aber ich habe Null Verständnis dafür, als Demoorganisator die Demonstranten aufzufordern, sich zu vermummen oder anderen Blödsinn einzuhalten. Und ja; toll, heute waren wieder sehr viele Leute in Leipzig. Trotz OVG-Beschluss wurde die Demo wieder mal aufgelöst. Was bringt das? Wir werden nicht mehr nennenswert mehr Leute; die Lager sind fix, also können wir uns das Abschminken, mittels Demos noch Leute überzeugen zu wollen, sich anzuschließen.

      Wie gesagt; es fehlt Organisation. Es hängt zu viel an zu wenigen Leuten. Wir kämpfen gegen einen professionell agierenden Gegner, der diesen Psychokrieg über Jahre geplant hat. Und wir sind überhaupt nicht organisiert; 95 % der Leute im Widerstand kennen sich nicht, wissen nicht, wie sie sich produktiv einbringen könnten, was ihre Stärken, was ihre Schwächen sind. Bietet man mehrfach Hilfe an oder fragt irgendwas, kriegt man keine Antworten. Ja, dann habe ich auch kein wirkliches Verständnis mehr für Gejammer, dass man überlastet wäre. Und warum zum Geier kommt man weiterhin nicht auf Ideen, wie bspw. den ganzen PCR-Wahnsinn ganz legal zu sabotieren? Warum bieten die „Überläufern“ keine wirklichen finanziellen Anreize? Warum alles immer nur nach dem sich mehrfach als erfolglos herausgestellt habenden Schema F?

      Was das Thema Internet angeht: Da stimme ich dir zu; da stricke ich eh gerade an einem Beitrag. Dave Brych hatte das in einem seiner letzten Videos auch so angesprochen, als sei es unmöglich, die Leute dauerhaft an die eigene Homepage zu gewöhnen. Da siehst du wieder, wie faul die Leute sind; die wollen eben doch immer alles unter einem Dach. Das ist halt auch ein Grund, warum Blogs in den letzten Jahren so in der Bedeutungslosigkeit versanken. Ich bin ja auch nirgends angemeldet; habe aber zig RSS-Feeds (auch von YT) abonniert. Geht auch. Macht einmal kurz Arbeit – und das war es.

      Also wenn du dich mit der „neuen Normalität“ abfinden und in dieser einrichten willst: Gerne. Für mich ist das keine Option; dann gehe ich wirklich in den „Untergrund“. Und da wird dann nach den eigenen Regeln gespielt. Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, beide Lager treffen sich auf einem größeren Acker – und regeln das wie echte Kerle? Ich will jedenfalls nicht in einer derart kranken Welt leben.

      Ja, ich bin frustriert. Aber ich hocke hier alleingelassen in der Provinz; man hat mir nie eine Chance gegeben, mich in irgendeiner Weise einzubringen. Und im Gegensatz zu vielen anderen, denen es noch einigermaßen gut geht und die sich lange Reisen zu wirkungslosen Demos leisten können, stehe ich bereits direkt vor der Klippe. Man möge mir meine Enttäuschung über das, was der Widerstand bislang erzielt hat, verzeihen. Aber wenn der § 28a Gesetz wird, kann mich dieser Staat und diese aus lauter Faschisten und Mitläufern bestehende Bevölkerung endgültig am Arsch lecken. Und zwar kreuzweise!

      1. Abfinden kann und werde ich mich überhaupt nicht, außer ich werde wahnsinnig und merke deshalb nichts mehr. Meine Idee:

        Teilen wir unser Land in zwei+ Regionen auf, wo sich jeder frei entscheiden kann, wie er leben möchte und dorthin zieht, wo Maßnahmen, z.B. Masken verpflichtend, (empfohlen/erlaubt/erwünscht/…) oder verboten sind, und jeweils separaten Krankenkassen.
        Alternativ zur geographischen Aufteilung: das Ländli chronologisch aufteilen, z.B. in 4h-Blöcken.
        Ähnlich wie es der Tübinger OB Palmer empfiehlt: https://www.tuebingen.de/1620.html#/30381

        Komischerweise erhalte ich weder Zustimmung noch Ablehnung dazu. *grübel*

        Hm, wenn du (noch) alleine bist, dann eben Flyer verteilen und so mit Leuten ins Gespräch kommen. Klar, Flyer kostet auch paar Euro, aber Schwarz/Weiß kommt man mit 10 Euro schon weit.

        Könntest du mir wegen Fristablauf mal kurz auf meine ePost von heute antworten, bitte?

        Gruß und Danke

        1. Also in etwa wie in „Die Tribute von Panem“? Die gegenwärtige „Demokratie“ basiert ja gerade darauf, dass eine Minderheit die Mehrheit unterdrückt; alles schön in der Fläche gemittelt. Es besteht ja überhaupt gar kein Interesse daran, die Interessen von uns Volksschädlingen überhaupt noch wahrzunehmen. Vermutlich entziehen sie uns auch bald noch das Wahlrecht. Ohne Maulkorb kommt man ja auch in kein Wahllokal mehr.

          Ich habe seit über einem halben Jahr einen „Flyer“ im Netz. Wer hier in der Gegend halbwegs corona-kritisch ist und den bislang noch nicht gefunden hat – oder es nicht für nötig hielt, mit mir Kontakt aufzunehmen, wird sich auch nicht für irgendwelche Zettel interessieren. Ich sehe dem Elend ins Auge: Ich bin hier unter ca. 200.000 Einwohnern (in PS, ZW und dem Kreis Südwestpfalz) vielleicht einer von 20. Der Rest besteht aus Panikern, Mitläufern, Uninteressierten, Opportunisten, Feiglingen oder Vollidioten.

          Boah, heute sitzt mein Frust wirklich unheimlich tief. Sorry.

  4. Ich habe heute die Demo in Leipzig im Lifestream verfolgt.

    Ich war entsetzt. Rechtsanwalt Markus Hainz forderte die Leute gefühlt 100mal auf einen „Hubschrauber zu machen“, sich ohne Maulwindel mit Attest auszuweisen…

    Wenn man das jemanden vor 8 monaten gezeigt hätte wäre man von einer esoterischen Hare-Krishna Veranstaltung ausgegangen. Ich war bei Querdenken dabei in Mannheim und Karlsruhe aber so schlimm war es da nicht.

    1. Ich hab mir davon gar nicht mehr viel angesehen. Das hier ist auch bezeichnend. Wann begreifen die endlich, dass es niemanden, erst Recht nicht die Politiker interessiert, wie viele Menschen irgendwo auf die Straße gehen? Als wenn die nicht wüssten, wie die Massenmedien und die Hysteriker darauf reagieren? Sorry, ich mache mich damit jetzt vielleicht unbeliebt – aber das geht alles immer mehr in Richtung kontrollierter Opposition.

      Auch wenn ich hier gerne den Kopf hinhalte, diese Entscheidung haben wir zu sechst getroffen. Noch nie war die Polizei vor Ort so kooperativ uns/mir gegenüber, die wollen diesen Mist nicht mehr mitmachen. Die Polizei ist NICHT unser Gegner!

      Die Veranstaltung wurde unterbunden bzw. aufgelöst. Und wer hat diese sechs dazu legitimiert? Wie kann man, wenn man selber sowas wie in Berlin am eigenen Leib erlebt hat, erzählen, bezahlte Söldner seien nicht unser Gegner? Jeder Polizist, der bis zum heutigen Tag seinen Judaslohn annimmt und Leute belästigt, die keine Gesichtswindel tragen, ist unser Gegner. Andernfalls hätte er wie seine Kollegen Fritsch, Bayerlein, Schlöffel und Hilz schon längst die Uniform ausgezogen.

      1. Oje, das sieht bei Markus Haintz stark nach „Duracell leer“ aus, oder gar schon Stockholmsyndrom nach der gewalttätigen Polizeiaktion gegen ihn und Freundin in Berlin vor zwei Wochen.
        Gebe dir recht, ein Polizist mit Rückgrat würde bei der Umsetzung der unverhältnismäßigen Auflagen nicht mitmachen. Ojeoje.

        1. Joa, vermutlich war er froh, dieses Mal nicht erneut von hinten überfallen worden zu sein. So sehr ich die Arbeit der Juristen schätze – deren Bedeutung nimmt mir bei den Demos inzwischen einen zu großen Raum ein. Sie engen damit auch die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, eine große Masse auf der Straße zu haben, zu sehr ein. Mir ist klar, dass man als Jurist zutiefst Paragraphengläubig ist. Aber der Rechtsstaat ist tot; hat Ralf selbst schon vor längerer Zeit festgestellt. Es findet sich sowieso immer ein Grund, diese Demos aufzulösen. „Unschöne Bilder“ lässt der Mainstream zur Not auch selber produzieren.

          Wobei das sowieso scheißegal ist, weil wir in den Augen der Masse sowieso gemeingefährliche Irre sind.

          1. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, daß die (uns be-)Herrschenden die Maskenpflicht (und das Abstandhalten) auf keinen Fall aufgeben werden: nur damit können sie bis ans Ende unsrer Tage die Demonstranten gängeln und haben so die Herrschaftsmacht über alle Demonstrationen, ganz besonders natürlich über die kritischen.

          2. Nicht nur. Damit – und genau deshalb war ich darüber so schockiert – hatte man, ohne, dass es den meisten bewusst wurde, die generelle Tür der totalitären Kontrolle eröffnet. Wo früher ein Polizist einen Anlass (also ein Fehlverhalten) brauchte, um dir auf den Sack gehen zu dürfen, reicht es heute, in einer deutschen Stadt ohne Maulkorb das Haus zu verlassen oder zu eng beim Nachbarn zu stehen. Zu zweit oder dritt im Auto? Kontrollgrund. Gerade während „Ausgangsbeschränkungen“ ist die Unschuldsvermutung ja auch komplett auf den Kopf gestellt; da ist grundsätzlich jeder verdächtig, der draußen unterwegs ist.

            Ich kenn das ja schon vom Rennrad her; wenn da einer der achtundrölfzisch Reflektoren fehlt, hat die Rennleitung bereits einen Grund, dich zu nerven und anzuhalten. Auch wenn du eigentlich wegen etwas anderem angehalten wurdest und du den Vorwurf entkräften konntest, können sie dir dies final trotzdem noch reindrücken. In der Praxis wird das zwar zumindest hier auf dem Land nicht gemacht – aber
            die generelle Möglichkeit bestünde trotzdem.

  5. Ja, »Manöverkritik« finde ich extrem wichtig. Weiß aber gar nicht, wo ich anfangen soll …
    Was mir auf den Demos immer wieder aufgefallen ist: Die meisten Leute sind zwar körperlich dort – doch auf eine Weise, für die mir die Worte fehlen, nicht »dabei«. Böse gesagt: Mir scheint, die weitaus meisten »konsumieren« die Situation. Sie sind als »Marke« präsent, doch nicht als Menschen. Damit sind sie letztlich vom Bewusstsein her auf der gleichen Ebene »unterwegs« wie diejenigen, die die große Mehrheit ausmachen, die mehr oder weniger überzeugten »Zeugen Coronas«. Nur eben mit umgekehrtem Vorzeichen. Das ist natürlich böse überspitzt ausgedrückt, doch ich will es mal so auf den Punkt bringen.

    Doch so wie ich das sehe, brauchen wir uns als Menschen, als echtes Gegenüber. Nur dann leben wir wirklich zusammen, nur dann können wir uns auch tief verbinden. Nur dann können wir auch miteinander sein und gegen das kämpfen, was uns unser Menschsein nehmen will – und dazu genau dieses Bewusstsein, diese Eigenschaften für irrelevant, ja minderwertig und schädlich erklärt. Doch sie sind genau das, was uns die Kraft und die Klarheit gibt, solche Übergriffe wirklich zu erkennen und uns zusammen gezielt und entschlossen zu wehren. Wir sind dann aber eben einfach »nur« Menschen mit allen Stärken und Schwächen, die füreinander da sind. Und eben alles Andere als »Stars«.

    Doch heute ist Selbstdarstellung angesagt, und jede/r glaubt unglaublich autonom und über den Dingen stehend zu sein. Allein diese Haltung ist schon ein wesentlicher Teil des Problems. Denn wir begegnen uns mehr und mehr wie lebende Abziehbilder, wie von Algorithmen einer »Schönheits«-Optimierungssoftware durchgestylt.

    Wir sind zunehmend lebende Avatare geworden – Avatare unserer fixen Ideen von Souveränität, Können und Coolness. Was wir als Menschen sind, eben auch mit all unseren Traumata, echten oder vermuteten Schwächen und Unsicherheiten, das hat heute keinen Platz mehr. Kurzum – das neoliberale Menschenbild vom (selbst-)optimierten, effizienten, zielstrebigen und konkurrenzorientierten Menschen ist längst Allgemeingut. Es wird aber von fast allen nicht so wahrgenommen, sondern als Selbstermächtigung erlebt: Sklaven, die fest überzeugt sind, Könige zu sein.

    Ich freue mich immer, wenn ich Mitmenschen begegne, die »einfach so« da sind. Ich weiß nicht mal, ob das für mich selbst zutrifft, doch es ist eine Ebene des miteinander Seins, die ich sehr schätze. Und eine, die nach meinem Eindruck heute selten geworden ist. Denn sie war wohl noch nie ein Wert an sich und bedeutet inzwischen nichts mehr, sondern wird sogar immer mehr aktiv, ja geradezu fanatisch diskreditiert und bekämpft.

    Nur wenn es uns gelingt, diesen massiven, weltweiten Trend umzukehren sehe ich eine Chance, dass wir uns gegen diese feindlichen Übernahmen auf praktisch allen Ebenen unseres Lebens wehren können. Denn wenn wir bereits das Bewusstsein, die Werte und die Weltsicht des Gegners übernommen haben und das auch noch gut finden, dann sind wir verloren – egal, was wir tun.

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