Coronoia-Müdigkeit

Meine hier geäußerte Kritik an Samuels und Bodos Bustour kam vielleicht beim ein oder anderen nicht gut an? Tut mir leid. Aber ich sehe da halt keinen neuen Ansatz, der uns in der Summe wirklich voranbrächte. In mir macht sich mehr und mehr eine Coronoia-Müdigkeit breit. Es ist alles gesagt worden. Nicht zig, sondern hunderte Male. Auch in den Videos und Artikeln erfährt man nichts Neues mehr. Wir wissen, dass die Tests, auf denen der ganze beschissene Wahnsinn basiert, nichts taugen. Wir haben es im Sommer versäumt, diesen Wahnsinn zu beenden. Auch, weil „der Widerstand“ sich bis zum heutigen Tage in keiner effektiven Weise organisiert hat – also abseits eines relativ kleinen, sehr exklusiven Zirkels. Hier in der Provinz (die von Bodo und Samuel leider komplett links liegen gelassen wird; die treten nur in größeren Städten auf) bin ich jedenfalls weiterhin ein absolut einsamer Rufer in der Wüste. Es gibt hier absolut Null „Vernetzung“. Und leider habe ich es – trotz vieler Versuche – bis heute nicht geschafft, zu irgendwem aus diesem inneren, exklusiven Zirkel durchzudringen.

Warum tut sich nichts? Weil der Widerstand meiner Meinung nach immer noch viel zu brav ist, immer noch zu fair spielt, sich immer noch zu sehr an „die Regeln“ hält. Regeln, die vollkommen willkürlich, politisch motiviert erlassen – und auch von angeblich unabhängigen „Gerichten“ bestätigt werden. Man hat zumindest mich auch schon soweit zermürbt, dass ich auch in den im Mainstream nun etwas zahlreicher aufpoppenden Meldungen, in denen zarte Kritik am Amoklauf der Politik formuliert wird, nur eine weitere Stufe des Gaslightings sehen kann.

Ja, es verschafft einem sicherlich kurzzeitig ein gutes Gefühl, im Rahmen einer Demo oder während der Coronainfo-Tour auch in der Realität mal wieder auf Menschen zu treffen, die es nicht verlernt haben, ihr Gehirn selber zu benutzen. Aber es bedarf eigentlich auch wieder nur eines einzigen Abtauchens in die Welt coronoider Tweetioten oder eines Blickes in die weiterhin eine totale Panikmache betreibende Lokalpresse, um den Restglauben an die Menschheit wieder vollends zu verlieren. Da hat nun sogar „der Wendler“ die Eier, sich als „Corona-Leugner“ zu outen – und wird umgehend von den Massenmedien förmlich vernichtet. Er ist ja nicht der erste; das hatte man zu Beginn auch mit Sonja Zietlow und Jens Lehmann veranstaltet. Auch Thomas Berthold musste einen gewaltigen Shitstorm über sich ergehen lassen.

Das dauert halt seine Zeit?

Jedenfalls gefällt mir eines gar nicht: Die auch mehr und mehr offen kommunizierte, aber nicht unbedingt als solche erkannt werdende Resignation, wonach das hier „kein Sprint, sondern ein Marathon“ sei. Tut mir leid – aber wenn etwas ein, wenn nicht gar das drängendste Problem ist, dann ist es die Zeit! Zeit ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können! Denn diese Zeit spielt gegen uns.

Das zeigt wiederum, dass die prominenteren Köpfe des Widerstands derzeit wohl noch keine existenziellen Probleme plagen. Dass ihnen bspw. nicht die entwürdigende Schmach eines ALG-II-Antrags oder gar die Obdachlosigkeit blüht. Ja, ich bin gemein; es gibt in diesem Bereich durchaus einige „Krisengewinnler“. Es ist sicherlich sehr schön, wenn man als prominenterer Youtuber während jedes Livestreams mit teils aberwitzig hohen Spenden förmlich zugeschmissen wird. Andere, die sich im kleineren Rahmen, aber sicher nicht weniger leidenschaftlich abmühen, haben dieses Glück nicht. Die gehen einfach leise unter.

Selbst Bodo Schiffmann hat das in einigen seiner letzten Videos nochmal angesprochen: Als er und Samuel in Sinsheim waren, sei da alles förmlich aus den Nähten geplatzt. Doch gleich bei der nächsten Veranstaltung waren jene wacker kämpfenden Leute, die sich dort (in der Provinz) seit Monaten abmühen, quasi wieder allein auf weiter Flur. Das ist genau das, was ich mit meiner Kritik an dieser Tour sagen will: Wir brauchen definitiv keinen quasi-religiösen Personenkult. Und ich bin mir relativ sicher, dass Bodo mir da auch zustimmen würde. Er hat beispielsweise auch auf einen, seinen Job verloren habenden Mann aus dem Medienbereich hingewiesen. Auch der bräuchte Unterstützung. Aber den kennt halt keiner, also kriegt der auch keine Spenden. Wie von mir vor einiger Zeit bereits schon einmal formuliert: es sollte und dürfte eigentlich nicht sein, dass eben auch im Widerstand der Teufel immer nur auf den größten Haufen scheißt.

Wir, zumindest viele von uns, haben eben verdammt nochmal keine Zeit mehr; wir dürfen diesen Wahnsinn eben nicht zur „neuen Normalität“ werden lassen! Niemals! Aber genau das geschieht, wenn man sich in dieser Situation mehr und mehr „einrichtet“. Man aus seinen Fehlern nicht lernt. Man sich nicht selbst kritisch hinterfragt bzw. sich sogar Kritik verbittet. Ja, die Demos vor allem in Berlin waren toll. Wir haben jetzt alle gesehen, dass wir nicht alleine bzw. viele sind. Aber auch hier dürften sich mit der Zeit die Zuwachsraten eher in Grenzen halten.

Weil sich die Lager eben festgelegt haben; der drohende Gesichtsverlust und das massive Framing, welches – der Fall Wendler belegt das – in der Intensivität sogar noch verstärkt wurde, wird die Mehrzahl der Menschen davon abhalten, sich einzugestehen, verarscht worden zu sein. Und dies in einem schier unfassbaren Ausmaß. Sie werden also jedes Mal, wenn man sie vor die Wahl stellt, immer die blaue Pille fressen; selbst wenn sie selbst oder ihre Kinder (mehrfach) in Quarantäne müssen, nicht mehr verreisen, feiern, ausgehen dürfen – oder ihren Job verlieren. Der schon seit vielen Jahren überhaupt nicht mehr existierende Widerstand gegen das Menschenerziehungs- und -vernichtungsprogramm namens „Hartz IV“ ist ein eindeutiger Beleg hierfür. Die Menschen hatten auch das sehr rasch als „Normalität“ akzeptiert – und hinterfragen es nicht mehr; selbst dann nicht, wenn es sie wider Erwarten dann doch selbst trifft.

Doch leider sehe ich eben derzeit nirgends irgendwelche neuen Ideen, Strategien und Taktiken, aus dem gewohnten Trott auszubrechen. De facto ist die Situation so: Es stehen zwei Mannschaften auf dem Fußballfeld. Die eine ist der FC Bayern München, die andere der TSV Hintertupfingen. Darüber hinaus unterstützt das Publikum ausschließlich den FCB, der Moderator kommentiert völlig einseitig – und der Schiedsrichter wurde auch noch bestochen. Der verweist binnen weniger Minuten die halbe Mannschaft des TSV des Platzes, nachdem diese von Spielern des FCB brutal gefoult wurden. Die Spieler des TSV halten sich aber weiterhin brav an alle „Regeln“, die sich übrigens während des Spiels ständig ändern, weil der vom FCB beherrschte Fußballverband dort seinen Einfluss geltend macht. Wer dieses Spiel wohl gewinnen wird?

Ja, der Schweigemarsch in Berlin war sicher beeindruckend und ein tolles Happening. Aber mal ehrlich: Wer interessiert sich dafür? Und was ist bitteschön Widerstand wert, der sich bei so einer Veranstaltung auch noch DAS Symbol der Unterdrückung ins Gesicht nötigen lässt? Maske auf – und Maul halten! Und das als Demo? Was glaubt man, damit zu erreichen?

Wir werden weiter beschäftigt. Weil wir uns – nach den Regeln des Gegners – beschäftigen lassen. Weil wir einfach nicht aus der Defensive herauskommen. Derzeit drehen die Regierenden wieder in einem schier unfassbaren Ausmaß durch. Aber wo bleibt ein auch nur annähernd angemessenes Maß an Empörung? Effektiver Widerstand? Meine traurige Erkenntnis ist: Es gibt keinen.

Wie gesagt: Wir haben – verdammt nochmal – keine Zeit mehr! Jeden Tag bringen sich Menschen wegen diesem Wahnsinn um. Jeden Tag müssen sich mehr Menschen dem Hartz-Terrorregime unterwerfen. Jeden Tag verrecken vor allem in der dritten Welt deutlich mehr Menschen an Hunger als je zuvor. Und auch in Deutschland wird es sehr bald sehr übel aussehen, wenn wir daran nicht endlich etwas ändern.

Die Zeit für Fairness ist vorbei!


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  • Corona-Impfstoffentwicklung – zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie lieber erst gar nicht | Nachdenkseiten.

7 Gedanken zu „Coronoia-Müdigkeit“

  1. Sehe ich ähnlich.
    Grade auch das mit der Maske.

    Dann hätte ich in Berlin lieber -zig verschiedene Demos angemeldet und zu jeder nur 99 Leute zugelassen. Die hätte man dann mit Abstand die gleiche Strecke oder eben verschiedene Strecken laufen lassen können.
    Und wenn schon Schweigemarsch, hätte man auch gleich den Rechtsstaat zu Grabe tragen können, der ist nämlich im Eilschritt auf dem Weg genau da hin. Und wenn’s nur ein einziges Transparent am Anfang des Zuges gewesen wäre. Irgendwie so.

    Ich denke, es ist an der Zeit einzusehen, daß wir von Politikern (und seien sie noch so sehr Opposition) und Gerichten nichts mehr erwarten können. Entweder wir halten uns jetzt an GG Artikel 20(4), oder wir gehen in den Untergrund, sprich: es läuft auf einen Bürgerkrieg hinaus.

    Alternativ müßte man sich dem, was in unserem Land seit einem dreiviertel Jahr abgeht, beugen, was schon meine Seele, mein Instinkt, mein ganzer Körper nicht zulassen. Ich weiß nicht, ob’s »schön« ist für die, denen das gelingt. Mir wäre lieber, noch mehr Menschen würden tatsächlich (auch körperlich) merken, daß ihnen das alles überhaupt nicht gut tut und sich entsprechend zur Wehr setzen.
    Die blöde, dämliche, elende Maske zu boykottieren und abzulehnen wäre schon mal ein erster, großer Schritt.

    Denn ja, dagegen anzugehen ebenso wie das alles aushalten zu müssen, macht unendlich müde.

  2. Vielleicht ist es aber auch alles längst zu spät:

    Das Denken nimmt Schaden

    Ich erlebe alle diese Elemente des Gesprächsverfalls in meinem persönlichen und beruflichen Umfeld – und auch bei mir selbst. Wenn Menschen sich an die Ökonomisierung des Kontaktens gewöhnt haben, erreicht man sie immer weniger, sie lassen sich immer weniger auf andere Menschen ein. Sie verlieren dann automatisch das Interesse an Gesprächen, sie beginnen, sich sehr schnell beim Sprechen mit anderen zu langweilen. Eine Folge ist, dass Gespräche an der Oberfläche bleiben oder ganz sterben. Eine andere Konsequenz ist, dass das Denken Schaden nimmt, denn dieses hängt an den Mühen der sprachlichen Formulierung und dem Ringen um Präzision in der Beschreibung von komplexen Wahrnehmungen und Gedanken.

    Dazu kommt ein anderer gewissermaßen lebenswichtiger Punkt: Das gemeinsame Entwickeln von Lösungen wird immer schwieriger, da Menschen die Empathie füreinander verlieren. Wenn jedoch immer weniger Menschen noch die Geduld aufbringen, ihren Gesprächspartnern zuzuhören und zu warten, bis sie ausgeredet haben, dann wird ein gemeinsames Leben und Arbeiten an ein Ende kommen.

    (Auszug aus dem aktuellen Buch von Marie Luise Wolff)

  3. Liebe Helene, lieber Dennis, 20Uhr (tagesverdummungsschau), raus auf den Balkon, Arsch zeigen nicht in den Arsch kriechen. Nicht klatschen für die Pfleger, die Tyrannen abklatschen… Take care. Helene und Dennis.

  4. Kann Dir da auch nur beipflichten, v.a. was die „Nettikette“ (Masken und Abstand halten) bei den Demos und die Zeit betrifft. Ich gehöre auch zu den Menschen, die „leise untergehen“. Das Schlimmste
    dabei ist, daß es so gut wie keinen interessiert. Die wenigen Gespräche, die überhaupt noch stattfinden,
    sind in der Regel oberflächlich und belanglos (das ist allerdings eine Entwicklung, die schon seit Jahren
    besteht). Dazu gibt es einen schönen Artikel auf Multipolar von Marie-Luise Wolff über (fehlende)
    Kommunikation. Helene hat schon einen Auszug gebracht.
    Ich merke auch immer wieder, daß die Müdigkeit und das Zermürbt-Sein schon seit vielen Jahren vorhanden sind, da man die Ignoranz, die fehlende echte Solidarität, die Heuchelei und die Gleichgültigkeit schon seit langem zu spüren bekommt. In meinen Bemühungen um ernsthafte
    Auseinandersetzungen bin immer wieder gegen Wände gerannt. Und solange die Menschen nicht
    wieder lernen sich zuzuhören und sich gegenseitig wahrzunehmen, wird sich auch nichts ändern.
    „Das, was mir weiterhilft, sind Menschen, die meine Gefühle ernst nehmen, und eine Perspektive,
    für die es sich lohnt, weiterzuleben. Ich brauche keine Theorie, keine Medikamente, sondern Menschen, die an mich glauben, mit mir fühlen und mich ermutigen“ (Zitat aus : Mein Körper, mein Trauma, mein Ich)
    PS : Du scheinst ja ein ziemlicher Matrix-Fan zu sein. Kann ich verstehen…:-)

    1. Und wir sind nicht die Einzigen, die lautlos absaufen. Ansonsten habe ich in den letzten beiden Jahrzehnten die gleichen Erfahrungen gemacht; mit der großen Mehrheit konnte man schon vor 20 Jahren keine halbwegs anspruchsvollen Gespräche führen. Schon damals hielt man lieber die Klappe, als es sich mit dem anderen zu verscherzen. Rühmliche Ausnahme in meinem familiären Umfeld war da der Oppa; der zwar mit seinen Kumpels auch eher selten über politische Themen stritt – aber wenn, dann auch mal richtig. Damals konnten die Leute mit abweichenden Meinungen noch umgehen. Heute nicht mehr; da gibt es nur noch eine „offizielle“ Meinung, die nicht angezweifelt werden darf.

      Mich frustriert weniger, dass die Masse so ist, wie sie ist. Mich frustriert mehr, dass wir uns meines Erachtens durchaus schon im Bereich einer kritischen Masse bewegen könnten. Mit vielen – sehr wahrscheinlich – überdurchschnittlich emotional und kognitiv intelligenten Menschen. Aber wir kriegen es nicht gebacken, diese Potenziale auch effektiv zu nutzen. Seit Monaten sehe ich nur „braves“ Schema F. Und da ja gerade heute schon wieder widerliche Bilder aus Berlin zu sehen waren: Was bringt das denn noch? Berlin ist ein eindeutiger Polizeistaat – also spart euch das einfach; das wissen wir jetzt. Und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Das bindet unnötige Ressourcen, tut weh und kostet Geld. Wir sind – verdammt nochmal – im Artikel 20 (4)! Und ich erwarte so langsam auch von den Demoveranstaltern und Juristen, dass sie das auch endlich nach außen vertreten. Also nix mehr mit „Abstände einhalten, Maske tragen“!

      Helene hat ja dankenswerterweise den aktuellen Multipolar-Artikel verlinkt. Ich hab mir vorhin auch mal wieder das 2009 erschienene Buch „Die verblödete Republik“ von Thomas Wieczorek rausgekramt. Da steht sehr viel Wahres drin. Und in den letzten 10 Jahren wurde es definitiv nicht besser.

      Zu Matrix: Das war definitiv der Film, die mich persönlich am stärksten geprägt hat. Ich will schon ewig mal einen Beitrag mit dem Titel „Die Coronoia-Matrix“ schreiben; wird Zeit dafür. 😉

      1. Daß es da so einige überdurchschnittlich emotional und kognitiv intelligente Menschen gibt, ist
        auch gerade auf den alternativen Foren immer wieder zu sehen. Aber vom Erkennen zur Tat ist es
        offensichtlich immer noch ein zu großer Schritt. Und daß wir uns (schon lange) in Art. 20, Abs. 4
        befinden sehe ich genauso.
        Ein Erklärungsversuch (unter vielen anderen) :
        „(…). Andererseits tragen wir alle aber mehr oder weniger auch einen ‚Staat im Kopf‘ mit uns herum. Es ist, als hätten wir die Staatlichkeit mit Löffeln gefressen : der Glaube an die Allmacht der
        Obrigkeit steht hierbei im umgekehrten Verhältnis zum Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten.
        Der Staat hält uns in dem Glauben, daß er und nur er in der Lage wäre, mit seinem Apparat, seinen
        Spezialisten und Fachleuten die komplexen Probleme der Menschheit in den Griff zu bekommen.
        Immer mehr Menschen spüren zwar, daß das nicht stimmt, aber es fehlt die Alternative, und das
        macht mutlos. Und es mangelt an Freiräumen zum Experimentieren, an Modellen zum Anregen,
        an Erfahrungen, die aus dem Experiment neue Gesellschaften entstehen liessen – Gesllschaften
        ohne Staat“. (Aus : „Anarchie !“ von Horst Stowasser, ein sehr lesenswertes Buch, wie ich finde.
        Wobei, bei Stowasser muss ich immer an meinen früheren Lateinunterricht denken…;-) )
        Mir fallen auch noch zwei Filme ein, deren Inhalt eine gewisse Ähnlichkeit mit unserer jetzigen
        Zeit aufweisen : „Idiocracy“ und „Wag the dog“.
        PS : „Matrix“ gehört auch mit zu meinen Lieblingsfilmen, genauso wie die meisten Filme von
        Christopher Nolan. Und natürlich „Joker“, der ja auch wieder Parallelen zu unserer heutigen Zeit
        aufweist.

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