Maulkorbpflicht verhindert Kreisel-Talk

Die Coronoia-Beiträge habe ich ja vorerst eingestellt. Das gilt im Grunde auch für mein radverkehrspolitisches Engagement. Seit längerer Zeit kann ich mich angesichts der um Welten schwerwiegenderen politischen Probleme kaum noch dazu motivieren, etwas darüber zu schreiben. Ich lehne mich auch nur noch hier und da gegen die größeren Schweinereien auf. Wissend, dass es insbesondere von Seiten der pfälzischen Radfahrer außer mir eh niemanden interessiert, was ich da so treibe. Vor allem, seitdem ich mich als „Corona-Leugner“ geoutet habe. Jedenfalls kollidiert der böse, uns alle töten wollende Stachelball nicht zum ersten Mal mit meinem liebsten Steckenpferd. Schon vor einigen Wochen musste ich zwei Beamte der VG Thaleischweiler-Wallhalben dazu überreden, sich mit mir im Grünen zu treffen, weil ich mich partout nicht dem Maulkorbzwang unterwerfe. Eine der Beigeordneten der Zweibrücker Stadtverwaltung hatte mir am 9. September ein Gespräch mit den für die Verkehrsplanung zuständigen Mitarbeitern des Ordnungs- und Bauamtes am 24. September zum Thema Ixheimer Kreisel angeboten. Jenes kam letzten Endes wegen „Corona“ nicht zustande.

Ich nehme es grundsätzlich erfreut zur Kenntnis, wenn eine Beigeordnete sich auch mal persönlich mit mir unterhalten will. Aber auch für mich ist das im Grunde Arbeitszeit, die mir weiterhin niemand vergütet oder in sonstiger Form honoriert. Gerade die Zweibrücker Radfahrer rammen mir ja – wenn sie mich nicht einfach komplett ignorieren oder mir provokative Besserwisserei unterstellen – ein metaphorisches Messer nach dem anderen in den Rücken. Dazu ist Zweibrücken jetzt auch nicht gerade um die Ecke – und inzwischen ist halt nun einmal leider wieder Herbst; also wird auch das Wetter wieder problematischer. Und ich habe erst recht keine Lust, klatschnass in irgendwelchen Büros rumzuhocken.

Insbesondere nach der gewaltigen Backpfeife, die mir der Leiter der Straßenverkehrsbehörde nach dem letzten Treffen zu diesem Thema verpasste, sah ich persönlich eigentlich auch gar keinen Grund mehr, noch mehr meiner kostbaren Zeit damit zu vergeuden, für persönliche Gespräche durch die Gegend zu fahren, bei denen sich der Gesprächspartner eh nicht für meine Argumente interessiert. Ich bat daher darum, mir vorab mitzuteilen, was die Stadtverwaltung Zweibrücken dort nun eigentlich vorhat? Nur, um mir persönlich sagen zu lassen, dass das Ergebnis bereits feststeht; also meine Einwände keine Rolle spielten und man diese gemeingefährliche Radfahrer-Schikane eben wie vom LBM beabsichtigt mit blauen Schildern „verzieren“ und damit benutzungspflichtig beschildern möchte, fahre ich nicht wieder nach Zweibrücken.

Man signalisierte jedoch zumindest eine grundsätzliche Ergebnisoffenheit, woraufhin ich ebenfalls Gesprächsbereitschaft signalisierte. Aber es gibt da ja nun leider in diesen Tagen noch ein nicht unerhebliches Problem: Das faschistoide Verbot, auch in öffentlichen Gebäuden frei atmen zu dürfen. Und das war dann auch der finale Grund, warum es nicht zu diesem Gespräch kam, denn mein Kompromissvorschlag, das Treffen direkt vor Ort, also unter freiem Himmel am Kreisel in Ixheim abzuhalten, wurde aus Zeitgründen abgelehnt.

Da ich bis zum 24. September und auch danach keinen weiteren, alternativen Terminvorschlag mehr erhielt, erinnerte ich an meine ursprüngliche Bitte und bat die Beigeordnete um eine rechtlich fundierte Stellungnahme der Stadtverwaltung zur vorgesehenen Beschilderung des neuen Ixheimer Kreisels per e-mail. Das ist mir aus dokumentarischen Gründen sowieso lieber.

Letzten Endes zeigt sich jedoch, wie tief diese geisteskranke und gesundheitsschädliche, staatlich angeordnete Selbstverstümmelung in das Leben aller Menschen eingreift; sie beeinträchtigt auch direkt mein radverkehrspolitisches Engagement. Die Stadt München übrigens, die sogar eine Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum angeordnet hat, möchte sich andererseits komplett aus der Haftung stehlen.

Die Wiederauflage der Nürnberger Prozesse wird kommen. Vielleicht nicht im nächsten Jahr. Aber es wird sie geben. Und dieses Mal gehören alle Mitläufer ebenfalls auf die Anklagebank. Das war damals der große Fehler: sie alle ungeschoren davonkommen zu lassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Absenden des Kommentars werden Ihr gewählter Name, Ihre Email-Adresse sowie der von Ihnen verfasste Text gespeichert. Kommentare, die unter Angabe einer Fake-e-mail-Adresse angegeben werden, werden zukünftig gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Sie können ihren Text per html-Tags formatieren.

Bei Problemen mit dem Captcha bitte den Text in die Zwischenablage kopieren und die Seite mit StrG + F5 neu laden.

× 1 = 1