Coronoia: Rufer in der Wüste

Ich schiebe in den letzten Tagen mal wieder eine gewaltige Welle Frust vor mir her. Weil eigentlich gar nichts klappt. Wie schon mein ganzes Leben. Egal, was ich anfasse, egal welche Situation, egal was auch immer: es wird nix. Es ergibt sich nichts, ich lerne nicht die passenden Leute kennen, ich bleibe allein. Selbst eine vollkommen absurde, sich zuspitzende, einmalige Lage wie die seit Frühjahr an Intensität zulegende Coronoia führt letzten Endes nicht etwa dazu, wenigstens mal eine kleine Gruppe von Leuten kennenzulernen, die ähnlich denkt, wie ich das tue. Da ist niemand. Und da kommt auch niemand. Am meisten schmerzt mich übrigens in der letzten Zeit die Zurückweisung, die mir von Seiten der Juristen zuteil wird, die gegen diesen Corona-Schwachsinn kämpfen – ich habe jetzt mehrfach meine Hilfe und Mitarbeit angeboten – und erhalte Null Rückmeldung.

Danke! Das motiviert mich ungemein; da fühle ich mich so richtig wertgeschätzt! 🙁 Und Nein, ich lasse hier die Überlastung nicht gelten, sondern nehme das eben persönlich. Ich sehe leider auch, dass der Widerstand – trotz des 1. Augusts in Berlin (wo man leider auch mangels „Plan B“ eine riesige Chance verspielt hatte) – seit Monaten auf der Stelle tritt und selbst immer geistesgestörtere „Maßnahmen“ wie z. B. die Androhungen, kleine Kinder im eigenen Hauhalt in Einzelhaft zu stecken oder sie bzw. die Eltern in die Psychiatrie einzuweisen, weder draußen, noch in den „sozialen Netzwerken“ sichtbar dazu führen, dass die Anzahl der Menschen, die diese bösartige Idiotie endlich beendet sehen wollen, nennenswert steigt.

Gerade in den asozialen Medien treibt die Hetze, der Hass, die Häme, die Hysterie immer absurdere und bösartigere Blüten. Divide et impera funktioniert eben seit Jahrtausenden. Ich will nicht wissen, wie vielen einer abgehen würde, wenn die Zweite Berliner Großdemo nächste Woche gewaltsam von der Polizei, ggf. auch unter Einsatz von Wasserwerfern aufgelöst werden würde? Dass in einem Großteil meiner Mitmenschen schon seit jeher ein faschistischer Kern steckt, war mir immer bewusst. Eichmänner im Sinne Hannah Arendts; Blockwarte und Denunzianten haben derzeit wieder Hochkonjunktur.

Dass man dies innerhalb so kurzer Zeit so vollkommen ungefiltert ans Tageslicht befördern könnte, hätte ich mir trotz Wissens um die „Psychologie der Massen“ in dieser Massivität nicht vorstellen können. Man erzählt diesen simplen Gemütern, sich einen Lappen vor die Hackfresse zu hängen, würde das Leben anderer Menschen schützen. Und das reicht ihnen schon, um sich als Superhelden zu fühlen. Dass sie damit von Psychopathen nach pawlow’schen Prinzipien dressiert werden, wie ein reudiger Straßenköter, der ein Stöckchen apportiert („So isser ein Braver! Haste fein gemacht!“) – darf man ihnen nicht erzählen. Da werden sie sehr schnell böse und ausfallend. Weil sie sachlich keine Argumente haben; durch den 24/7 Angstporno auf allen Kanälen inzwischen komplett gehirngewaschen sind. Als ich mich zur „Tönnies“-Zeit mit einem Dorf-Kumpanen über das Thema unterhielt, führte bereits die Rückfrage, wie man das Testverfahren denn nenne (geschweige denn, wie es funktioniere) dazu, dass der gute Mann sehr schnell sehr ungehalten reagierte.

Aber was bringt es, über diese Covidioten herzuziehen? Nichts. Ich bin weiterhin der Ansicht, dass der Anteil der radikalen Zeugen Coronas relativ klein ist. Der Großteil besteht aus opportunistischen Mitläufern, die der Scheiß zwar selber ankotzt – aber gesellschaftlich nicht ausgegrenzt werden wollen.

Also genau das, was mir schon immer scheißegal war. Ich habe meine Meinung – und das war schon immer meine schwerste „Behinderung“ – immer ehrlich vertreten und dabei Null Rücksicht darauf genommen, inwieweit ich mich dadurch eventuell bei anderen unbeliebt mache. Klar, das macht einem das Leben nicht gerade leichter, denn wir leben in einer „Gesellschaft“, die keine Diskussionskultur mehr kennt; ja – vermutlich auch noch nie kannte. Die Chance, (zumindest im Kern) Gleichgesinnte zu finden, wird so natürlich nicht unbedingt größer – wenn jeder die abweichende Meinung des anderen als Anlass nimmt, mit diesem nichts mehr zu tun haben zu wollen. Und klar – ebenfalls nicht leichter wird es, wenn man sich eben (aus m. E. guten Gründen) Twitter, Facebook, Telegram und den sonstigen Diensten verweigert. Gut, vielleicht ist meine ständige Kritik daran auch ein Grund, warum nur ganz selten mal ein Beitrag von mir in diesen „Netzwerken“ verlinkt wird.

Aber auch das erklärt nicht, warum ich hier jetzt seit gut einem halben Jahr zum Thema Corona (durchaus eben auch mit regionalen Bezügen) blogge – und bis heute (von einer Ausnahme abgesehen) im echten Leben niemanden aus der Region um Pirmasens herum kennengelernt habe, der zumindest in Sachen Corona ähnlich kritisch wäre. Egal, welchen Strohhalm ich in Sachen Kontaktknüpfung ausprobiert hatte – nichts klappte. Egal, mit wem ich mich draußen in den letzten Monaten unterhielt – es kam nach Verweis auf meinen Blog niemals eine Rückmeldung. Auch die Leute von den Lauterer Demos, die ich zwei Mal besuchte, wollten nicht wirklich etwas mit mir zu tun haben.

Das Schlimme ist: Auch das schmerzt mich nach einem Leben voller Enttäuschungen nicht mehr besonders. Man akzeptiert es irgendwann, dass man es einfach niemandem auch nur annähernd recht machen kann. Da feiert derzeit der Faschismus fröhliche Urständ – und mir bleibt wieder nur, alleingelassen vom Rest der Welt – mein Blog, um der Welt meine bescheidene Sicht der Dinge mitzuteilen.

Es entbehrt hierbei nicht einer gewissen Tragikomik, dass ich das asketische, „sozial distanzierte“ Leben, was viele andere nun gerade aufgrund der Etablierung einer „neuen Normalität“ mit Grauen auf sich zukommen sehen, bereits seit circa 10 Jahren mehr oder weniger „lebe“. Nachdem mich dieses ja schon zuvor extrem kranke, asoziale, unsolidarische, sozialdarwinistische System seelisch zerstört, zerkaut und als Wrack ausgespuckt hatte. Ja, auch ich bin ein „Kollateralschaden“ des Neoliberalismus, für den sich 10 Jahre keiner interessiert hat – und auch weiterhin keiner interessieren wird.

Leider wird es auch gerade von den „Aufgewachten“ nicht wirklich „gewürdigt“, dass es auch „vor Corona“ viele Menschen gab, die sich bereits vor vielen Jahren (mehr oder weniger freiwillig) dazu entschlossen haben, sich diesem System zu verweigern und einfach nicht mehr mitzulaufen. Und dafür eben auch einen mehr oder weniger hohen Preis bezahlen mussten. Die „Maske“ ist beileibe nicht der erste Gesslerhut, den ich mich konsequent zu grüßen verweigere.

Solche Leute sind aber natürlich auch in aller Regel eben keine Ärzte, Anwälte, Unternehmer, (mit teils absurd hohen Spenden förmlich zugeschmissen werdende) Youtuber, Journalisten, Philosophen und Professoren. Ja, diese Sozialkritik muss an dieser Stelle auch mal sein: Der organisierte Widerstand selbst ist auch ein Beispiel dafür, dass auch hier der Teufel im Wesentlichen immer nur auf den größten Haufen scheißt. Wer kein Geld, kein Auto, keinen Habitus, keine Beziehungen, keine Meriten hat – der hat auch keine realistische Möglichkeit, sich in einer nennenswerten Weise aktiv mit einzubringen. Oder wenigstens am 29. August zur Demo nach Berlin zu fahren.

Der kann halt auch mangels Geld und Kontakten nicht einmal in einer absolut unpolitischen, obrigkeitshörigen Provinzstadt wie Pirmasens mit ein, zwei anderen eine kleine Demo auf die Beine stellen. Er kann nur – unter weitgehenden Ausschlusses der Öffentlichkeit – weiter seinen unbedeutenden, niemanden interessierenden Seelenmüll in die Welt rülpsen. Wie ich das auch mit diesem Beitrag mal wieder getan habe. Ich bitte um Verzeihung!

Und dabei ist mir bewusst, dass ich im Vergleich zu vielen anderen, die sich in den letzten  Jahren ähnlich konsequent diesem Dreckssystem verweigert haben, noch relativ „privilegiert“ bin, denn ich habe noch ein Dach über dem Kopf und einen Internetzugang. Aber auch das wird, wenn dieses System im Herbst / Winter erst so richtig kollabiert, wohl auch recht schnell vorbei sein.

Der Trost ist: Ich habe – im Gegensatz zu vielen anderen – nicht mehr viel zu verlieren. Weder sozial, noch finanziell.


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  • Kurzes Interview mit Severin auf der Anti-Massnahmen-Demo in Bregenz | StrickerTV.
  • Ralf Ludwig | Informative Rede bei Kundgebung #BewegungLeipzig | 22.8.2020 | ET Video & Content.
  • Nachricht von Sucharit Bhakdi an das Schweizer Parlament | BITTEL TV.
  • Zehntausende demonstrieren in Minsk gegen Lukaschenko | Kommentar: Keine Masken, keine Mindestabstände? Scheißegal – die demonstrieren schließlich für die „gute Sache“!? Und dort sind es natürlich keine 17.000, sondern „mehr als 100.000 Menschen!“ Die typische Verlogenheit und Doppelmoral der tagesschau. Die regierungstreuen Kommentatoren (die sonst jeden „Maskenverweigerer“ gerne lynchen würden) unter einem Spiegel-Video sind in dieser Hinsicht auch totale, verlogene Heuchler! Laut Ralf Ludwig (siehe zwei Punkte weiter oben) hat hingegen die Polizei in der „Demokratie“ Deutschland die Demo in Darmstadt aufgelöst, weil die Leute keinen Maulkorb tragen wollten. Die Demo in Siegen ist gar nicht erst zugelassen worden!

3 Gedanken zu „Coronoia: Rufer in der Wüste“

  1. „Weil eigentlich gar nichts klappt.“

    Gerade dein voriger Blogbeintrag „Coronaia: Akteneinsicht“ war meiner Meinung wieder sehr gelungen!

    Ich verspreche dir, noch dieses Jahr ein Treffen mit dir zu organisieren, bei dem wir z.B. mal das Wirkraftspiel von Heiko Schöning machen können.

    Gruß aus KA

    1. Das ist zwar alles schön und gut – aber das liest im Endeffekt keiner (lt. Zugriffstatistik bislang 12 Aufrufe); geschweige denn, dass es irgendwer kommentieren oder weiterempfehlen würde. Laut Analyse der Seitenzugriffe hatte ich z. B. in den letzten vier Wochen 1.037 Zugriffe auf den Beitrag zur „Maskenpflicht“ bei Edeka. Das sind nahezu ausnahmslos 1-page-visits aufgrund von Suchmaschinen-Anfragen. Die Leute klicken nicht mal die in diesem Beitrag verlinkten weiterführenden Links an. Kommentare bislang: Zwei (von uns beiden).

      Treffen: Gerne!

    2. Die Sache ist keinen eigenen Beitrag wert, passt aber zum irrationalen Verhalten auch „alternativer“ Menschen, die keine sachliche Kritik vertragen können. Ich hatte mich im Sommer mit jemandem getroffen, der hier quasi direkt gegenüber lebt und auch einen eigenen Blog betreibt (den ich aus diesen Gründen hier auch nicht mehr verlinke). Wir waren uns in den persönlichen Gesprächen, als auch in den e-mails und Blogkommentaren zu 95 % einig. Er hat aber ein bestimmtes Thema, welches ihm besonders am Herzen liegt: „Direkte Demokratie“. Hier führte wohl meine Meinung, dass jede Form von „direkter Demokratie“ gerade im Rahmen der derzeitigen medialen und politischen Machtverhältnisse diesen Irrsinn weder verhindert, noch gemindert hätte dazu, dass er ein wohl extra nur für die Kommunikation mit mir angelegtes e-mail-Postfach löschte und mir so die Möglichkeit nahm, überhaupt noch persönlich mit ihm zu kommunizieren.

      In seinem Blog erklärte er dann per Kommentar, dass er mit mir persönlich nichts mehr zu tun haben wolle. Ich bin ja selber ein eher „schwieriger“ Mensch – aber mir wäre es im Traum nicht eingefallen, wegen dieser derzeit vollkommen unwichtigen, vernachlässigbaren Differenz einen Kontakt einfach von heute auf morgen komplett abzubrechen? Das sind Sachen, die mich unheimlich frustrieren; dass selbst derzeit kritisch denkende Leute meinen, sie könnten es sich leisten, sich nur mit Leuten abzugeben, die zu 100 % auf dem gleichen Erkenntnisstand sind bzw. die absolut gleichen Ansichten vertreten. Wobei ich den Eindruck hatte, dass er auch gar kein ernsthaftes Interesse hat, gegen das anzukämpfen, was da nun kommt. Er wollte nicht einmal mit mir maulkorbfrei einkaufen gehen.

      Divide et impera funktioniert.

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