Vollsperrung der L 478 bei Rumbach

Der LBM kündigt in seiner Pressemeldung vom 7. August die circa drei Monate andauern sollende Vollsperrung der L 478 zwischen Rumbach und der L 488 (bei Schönau) ab dem 31. August an. Aufgrund des sehr dünnen Straßennetzes im Pfälzerwald verursacht die Vollsperrung der Landesstraße über die „Rumbacher Wasserscheide“ eine sehr lange Umleitung über Dahn, Salzwoog und die L 487 über den Braunsberg. Vermutlich wird der ein oder andere Ortskundige eine etwas kürzere, „französische“ Route über Nothweiler, die Forststraße am Litschhof, den Fleckensteiner Weiher und Schönau wählen. Von Wissembourg kommend bietet es sich an, die D 3 über den Col du Pigeonnier und Lembach zu wählen.

Von dieser Vollsperrung ist natürlich auch der Radverkehr betroffen – wozu der LBM wie gewohnt leider keinerlei Wort verliert. Es gibt zwar zwischen Rumbach und jener Wasserscheide eine asphaltierte Alternative – jene endet jedoch ca. 550 m westlich der Kuppe; ab hier ist der auf der nördlichen Talseite gelegene Weg nur noch geschottert. Demjenigen, der sich das mit dem Rennrad (gerade bei schlechtem Wetter) nicht antun will, bleibt eigentlich nur der oben beschriebene Umweg durch Frankreich.

Die Routen über Nothweiler und den Col du Litschhof bzw. Wissembourg und den Col du Pigeonnier kommen natürlich nur dann in Frage, wenn Frankreich nicht mal eben zum Corona-„Risikogebiet“ eingestuft wird – und man sich deshalb wegen dieser Transit-Fahrt mal eben selber zwei Wochen Quarantäne verordnen soll. Oder hinter der Grenze Beamte der Bundespolizei stehen und einem gewaltsam ein langes Wattestäbchen ins Gehirn rammen werden. 🤬 Oder die Grenzen nicht – wie im Frühjahr – erneut einfach komplett dicht gemacht werden.


Update 6. September 2020

Am Freitag fiel mir auf, dass die L 487 „über den Braunsberg“ zwischen dem Abzweig der L 478 am Saarbacherhammer und der Einmündung in die L 486 in Salzwoog per Zeichen 253 für Fahrzeuge mit einer Masse über 3,5 Tonnen gesperrt und für jene eine andere (vermutlich über Frankreich führende) Umleitung eingerichtet wurde. Man hat sich sogar die Mühe gegeben, an jedem einmündenden Waldweg eine Absperrschranke mit einem Zeichen 253 hinzustellen. Diese Maßnahme ist für mich komplett unverständlich; der Lkw-Verkehr ist auf dieser Route in keinster Weise problematisch.


Folgebeitrag

Schilderwald am Braunsberg

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