Coronoia: Sorglosigkeit und Leichtsinn?

Die demütigen Zeugen Coronas prophezeien es schon seit Beginn des Pandemoniums unablässig – und halten auch unbeirrt von den ausgebliebenen „zweiten Wellen“ nach zahlreichen Grundrechte- und BLM-Demos sowie anderer „Ausbrüche“ (auch in Schlachthöfen) weiter daran fest: Wenn wir alle uns nicht quasi jeglicher Freuden entsagen und zu Eremiten werden, werden wir von unserer humorlosen Gottheit namens „Corona“ mittels weiterer „Maßnahmen“ bis hin zu einem weiteren „Lockdown“ bestraft werden. Als wenn das für diese mysophoben Hysteriker etwa ein Problem wäre; die waren es ja, die bereits im März in Idiotennetzwerken wie Twitter laut danach geschrien haben, dass wir alle eingesperrt gehören – und wenn wir überhaupt noch rausdürften, dann nur noch mit Maulkorb. Leider kann man nicht sagen, dass die Politik auf diese Wünsche der sich selbst Geißelnden nicht „demokratisch“ reagiert hätte.

Ich muss noch kurz ein wenig biographisch ausholen: Eigentlich galt ich in meinem Kuhkaff schon als Jugendlicher als totaler, eigenbrötlerischer Langweiler. Ja, das wird für viele jetzt sicherlich eine total überraschende Erkenntnis sein. 😉 Ich hatte auf all das, was die anderen so machten, meist keinen Bock. Ich hielt nichts von Partys, Kneipen, Festen, Disco usw. War einfach nie so wirklich mein Ding; ich hing lieber ab, im kleinen Kreis. Aber ich ließ den anderen einfach ihren Spaß und kann auch nachvollziehen, dass andere Leute eben andere Interessen und Definitionen von Gesellschaft haben. Ich wäre beispielsweise auch nie auf die Idee gekommen, jemals nach Mallorca zu fahren und meinen Kopf am Ballermann in einen Sangria-Eimer zu tunken. Ja, ich finde gerade diese Rituale jetzt auch nicht gerade kulturell hochwertig. Aber solange die Leute damit keinem anderen schaden – why not?

Viran oder Nordcoronea?

In den letzten Monaten bekomme ich aber vermehrt den Eindruck, dass wir hier auf eine in vielerlei Hinsicht „sterile“, intolerante Gesellschaftsform zusteuern, in welcher im Grunde vieles von dem, was insbesondere den geselligen Teil unserer Kultur bislang ausmachte (seien es nun die besseren oder schlechteren Anteile), von den Zeugen Coronas als „verdorben“ und „asozial“ stigmatisiert werden soll? Vielleicht ist der Maulkorbzwang auf dem Weg in eine „spaßfreie“ Gesellschaft ja in der Tat das Substitut zum Kopftuchzwang in einigen islamistischen Ländern? Wie die Zeugen Coronas ihren Gottesstaat wohl nennen werden? 🤔

Wie bereits angesprochen, wurden von Beginn an sämtliche, auch rechtsstaatliche, Grundprinzipien auf den Kopf gestellt – und ein calvinistisch anmutendes Schuld- und Sühne-Narrativ etabliert. Grundrechte gab es jetzt quasi nur noch auf Bewährung! So wurden – als sich die Coronoia im Frühling aufschaukelte – beispielsweise Gruppenzusammenkünfte binnen nur weniger Tage zunehmend als „verwerflich“ bzw. „rücksichtslos“ gebrandmarkt. In den sogenannten „sozialen“ Netzwerken hieß es dann auch, wenn diese bösen Leute sich nicht an die Kontaktverbote und Abstandsregeln hielten, jene eben verschärft werden müssten. Worunter alle zu leiden hätten. Und natürlich fand man solche Sündenböcke – oder man behauptete es zumindest. Die „Maßnahmen“ wurden also – so das Narrativ – einzig und allein jedes Mal verschärft, weil sich nicht alle Menschen daran gehalten hätten. Und jene Menschen eben daran „schuld“ seien – und nicht etwa eine komplett durchgeknallte, willkürlich die Grundrechte einschränkende Regierung oder gar das böse Corona-Virus selbst.

Sinnbildlich steht hierfür der absolut irrsinnige Ausdruck „Corona-Party“. Auf Mallorca sollte es ja angeblich auch eine solche gegeben haben. Weshalb die Insel quasi wieder komplett runtergefahren und sogar auch noch am (leeren) Strand eine Maulkorbpflicht erlassen wurde. Wir erkennen hier nach meinem Empfinden eindeutig eine totalitär-autoritäre Vorgehensweise, bei der die reelle „Gefährdungslage“ überhaupt keine Rolle (mehr) spielt. Es geht einzig und allein nur noch um Machtausübung, in Verbindung mit dem Überwachen (absurder Regeln) – und ums Bestrafen (bei „Vergehen“). Man sucht meines Erachtens auch bewusst nach publikumswirksamen „Sodom und Gomorrha“-Corona-Geschichten, um aufgrund des „Fehlverhaltens“ von wenigen, „die Gefahr“ nicht ernst nehmender Menschen, vermeintlich gute Gründe für die weitere Einschränkung der Freiheitsrechte aller zu haben. Mit den Fingern wird dann einfach auf die vermeintlichen „Sündenböcke“ gezeigt.

In Österreich hat man die Maulkorbpflicht einfach wegen eines „viralen Grundrauschens“ wiedereingeführt. Weil die „sorglosen“ Leute ja um Himmels willen nicht vergessen dürften, dass ja immer noch „Pandemie“ sei. Man möge bitte lieber nicht genauer darüber nachdenken, was so eine „Pandemie“ überhaupt wert ist, an die man per Gesichtswindelpflicht erinnern muss? Bei einer (tödlichen) „Pandemie“ erwarte ich genau das, was deren Kinder-Kanzler Kurz damals verkündete: Jeder werde einen kennen, der an Corona gestorben ist. Die Realität schaut (insb. im Hinblick auf die Todeszahlen) auch in Österreich komplett anders aus; die leicht steigenden Fallzahlen resultieren daraus, dass auch in Österreich seit Mitte Juni deutlich mehr getestet wird.

In die Urlaubs-Falle getappt?

Speziell im Hinblick auf die „Lockerungen“ – deren verlogenen orwell’schen Neusprech ich ja bereits früh kritisiert hatte – gewinne ich auch vermehrt den Eindruck, dass insbesondere die mit der Zeit wieder geöffneten Grenzen für den Sommerurlaub eine bewusst ausgelegte „Falle“ waren.

Denn nun bemängeln die Massenmedien, im Ton einer strengen, katholischen Heimschwester, die ach so hemmungslose „Sorglosigkeit“ und den „Leichtsinn“ vieler Urlauber. Inzwischen haben nämlich viele Länder wieder Reisebeschränkungen erlassen – schön blöd, wer da gerade durch die Gegend reist. Die deutsche Regierung erwägt sogar , quasi jeden Reiseheimkehrer einfach zwangsweise zu testen. Klar, irgendwoher müssen die falsch-positiven Resultate ja herkommen, um die schon seit Monaten auf sich warten lassende „zweite Welle“ zu konstruieren – die massiv ausgeweiteten Tests reichen dafür „leider“ immer noch nicht aus. Hierzu schnell noch ein kurzes Worldometers-Update (22:32 Uhr): 6.816 Fälle (0,0082 %) in ganz Deutschland; ganze 3 % davon im „ernsten“ Zustand! Auch in diesem Fall soll bei der (braven) Masse hängen bleiben, dass alle leiden müssten, weil einige wenige sich nicht „benehmen“.

Nach dem altbewährten Motto: Bestrafe einen, erziehe hunderte. Ich selber war nicht beim Bund – aber man kennt ja auch aus dem ein oder anderen Film die klassische Geschichte, wonach manch sadistischer Offizier einfach die ganze Kompanie leiden lässt, wenn einer der Rekruten einen Fehler macht. Und an wem reagieren die Kameraden ihren Frust dann am Ende in aller Regel ab?

Brot und Wasser auf Balkonien

Im Wesentlichen soll den Menschen hier zu verstehen gegeben werden, dass in einer ständig von Todesseuchen durchzogenen Welt auch relativ simpler „Tourismus“ als Wohlstand des kleinen Mannes für diesen zu einem Luxus gehören wird, welcher ihm zukünftig nicht mehr zustehe? Etwas in dieser Richtung hatte ja damals Rainald Becker in seinem berüchtigten Tagesthemen-Kommentar gepredigt, wonach die „Spinner und Wirrköpfe“ sich ihre „Alte Normalität“ in die Haare schmieren – und zukünftig in vielerlei Hinsicht Verzicht zu leisten hätten.

Ich bin wirklich gespannt, ob sich die trägen deutschen Michels das wirklich noch besonders lange gefallen lassen werden? Denn mir fehlt weiterhin das Vorstellungsvermögen dafür, dass man auch über längere Zeit bereit sein wird, wegen dieses Todesschnupfens auf all das zu verzichten, was man im Leben bislang gewohnt war. Derzeit findet bspw. nicht nur in der Pfalz ein kompletter Sommer ohne Stadt-, Dorf- und Weinfeste statt. Und es steht zu befürchten, dass es im Winter 2020/2021 auch keine Weihnachtsmärkte geben könnte. Der Amateur- und Profisport steht weiter weitestgehend still bzw. wird durch absurde „Hygienekonzepte“ stranguliert. Wollt gerade ihr jungen Leute euch wirklich noch wochen- oder monatelang heimlich im Grünen treffen, um dort Party zu machen? Ist euch eure Zukunft wirklich so dermaßen egal?

Wann – liebe Mitbürger – ist es euch endlich genug? Wer es nicht so weit (700 km) hat wie ich: Geht bitte am 1. August in Berlin möglichst zu Hunderttausenden auf die Straße. Kreist dabei vielleicht auch einfach mal den Reichstag ein – und lasst da keinen mehr raus, bis der Bundestag die „Pandemie“ endlich für beendet erklärt hat! 🥳


Quod erat demonstrandum

Nachgetragen sei noch dieser Tweet von Jens Spahn:

Warum leichtfertig riskieren, was wir gemeinsam unter hohen Kosten erreicht haben? Durch iIllegale Parties u Reisen ohne Vorsicht verbreitet sich das Virus wieder schneller. #Covid19 besiegen ist ein Teamspiel. Es geht nur, wenn möglichst viele mitziehen u aufeinander aufpassen.

Wenn neoliberale Menschenverächter von „Teamspiel“ schreiben, sollten bei jedem alle Alarmglocken schrillen. Divide et impera in Vollendung.


Alkoholverbot auf St. Pauli?

Viva la Prohibition!?


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  • Historischer Fehlalarm | Walter van Rossum | Rubikon.
  • Einen Monat nach der Prognose von @c_drosten:
    1. Testzahlen auf Allzeithoch,
    2. Erkrankungen (blau) vernachlässigbar,
    3. gestern von rund 2.500 Sterbefällen ganze sieben mit positivem Coronatest und unbekannter Todesursache.
    Noch Fragen? | Stefan Homburg.
  • Hermann Ploppa “Industrie 4.0” 25. Juli 2020 Demo Heilbronn querdenken-713.
  • Ist Dein Haustier eine Bedrohung? – Interview mit Dr. med. Walter Weber (Ärzte für Aufklärung).
  • Tina Romdhani (von elternstehenauf) Interview 25.7.2020 Demo Heilbronn querdenken-713.
  • Die Viren-Diktatur | Gerd Reuther | Rubikon.
  • Der lästige Mann und die Lügenflut | StrickerTV.
  • Speziell zum Thema Urlaub: Corona Holiday | Gordon Pankalla.

7 Gedanken zu „Coronoia: Sorglosigkeit und Leichtsinn?“

  1. Ich bin in der selben Situation ich bin einfach von Berlin zu weit weg und würde am 01.08. gerne an der Demo teilnehmen.

    Ich habe da irgendwas von Bussen gelesen, die Gruppen chartern können die Kosten wäre glaube ich ca. 100 euro Hin und Rückfahrt aber es war ziemlich verwirrend. Das Geld könnte ich noch irgenwie aufbringen.

    Es gibt Gerüchte im Internet das versucht die Autobahnen um Berlin abzusperren etc.

    Hast du dich mal informiert ?

  2. Ich weiß nicht mehr was ich schreiben soll. Eine Coronaviren freie Welt muss es geben, sonst werden wir in Coronahaft bleiben. Mit den Zeugen Coronas kann nicht diskutiert werden, sie sind von ihrer Religion vollständig eingenommen. Es folgt jetzt der Testzwang nach der Rückkehr aus dem Ausland und bald wohl auch ein Testzwang im Inland in kurzen Abständen (alle 30 Tage). Vielleicht wird die Panik jetzt nochmals so extrem hochgefahren, damit man die Demonstration in Berlin verbieten kann. Ich möchte keinesfalls den Mut total verlieren, aber wenn ich die Leserbriefe in der TAZ zu Zwangstests lese, nahezu 95% Zustimmung. Wie geht es weiter? Ja ich bin am verzweifeln, es wird schlimmer von Tag zu Tag. Ich bitte mich zu entschuldigen, aber ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Ohne Impfung wird es keine Bewegungsfreiheit, keine Umarmung, kein Küssen, sich gegenseitig halten, mehr geben. Sollte die Zwangs-Impfung kommen muss sie wiederholt werden. Jetzt kommt die Zwangstestung… Ich kann nicht mehr, ein lebenswertes Leben für Menschen, welche nachdenken, überdenken, kritisch sind, wird es nicht mehr geben. Was soll in der Zukunft noch lebenswert sein? Extreme Panik, extreme Angst werden weiterhin und wohl für immer unseren Alltag prägen. Entschuldigung für diese sehr nachdenkliche und wenig hoffnungsfrohe Sicht. Ich hoffe sehr auf Besserung….

    1. Nino – bitte keine Panik! Warum liest du überhaupt noch die Taz? Glaubst du ernsthaft, dass die eine nennenswerte Zahl von kritischen Leserbriefen veröffentlichen würden? 😉 Passieren wird nur das, was WIR zulassen. Die große Masse ist vollkommen egal; die ist – Le Bon hat das ja nachgewiesen – lenkbar wie ein dummes Stück Vieh. Die spielen aber keine Rolle! Wir sind Viele – und wir werden immer mehr, weil immer mehr Menschen persönlich betroffen sein werden. Es braucht nur eine kritische Masse von vielleicht 10 bis 20 %, in Verbindung mit gestiegenem Leidensdruck. Wer sind denn hauptsächlich diese Leute, die sich da in den asozialen Netzwerken auf ihre als „Solidarität“ verkleidete Menschenverachtung andauernd einen runterholen? Gutsituierte Leute aus der oberen, grünen Mittelschicht.

      Die Herrschenden werden das nicht durchkriegen, da bin ich felsenfest von überzeugt. Denn mit jedem Stückchen, mit dem sie dieses Rad weiterdrehen, wird umso mehr Spannung aufgebaut. Die sich irgendwann entladen wird. Und dann wird auch all jenen Mitläufern die Rechnung präsentiert. Der Riss geht – wie gesagt – durch alle Lager. Auch viele Beamte, Soldaten, Polizisten – werden nicht tatenlos dabei zuschauen.

      Mag sein, dass es noch eine Weile schlimmer werden wird – aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem all dieser Wahnsinn auf das derzeit herrschende Lager mit umso größerer Wucht zurückschlagen wird. Wir dürfen auch nicht den gleichen Fehler wie die Zeugen Coronas begehen – und vor lauter Panik das klare und freie Denken einstellen. Angst lähmt – und macht dumm!

      Nachtrag: Siehe auch die Rede von Samuel Eckert in Köln.

      Nachtrag 2: In Raphael Bonellis letztem Video behandelt er diesen maskenkritischen Artikel. Bei den Ösis steppt zwar auch der Wahnsinn – aber nicht in dem Ausmaß wie bei uns. Dort gibt es schon wesentlich mehr Opposition.

      Nachtrag 3: Und noch eine großartige Rede von einem Andreas in Köln.

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