Coronoia: Ausweg Lobotomie?

Schon mein ganzes Leben quält mich eine Frage: Was stimmt mit meinem Gehirn nicht? Scheinbar sind da irgendwelche Synapsen verbunden, zwischen denen sich in den Oberstübchen anderer Menschen ein tiefer Marianengraben erstreckt. Warum tut mir die Wahrnehmung einer wahnsinnigen Welt weh – während die normopathischen Massen jedoch komplett schmerzbefreit zu sein scheinen? Oft wünschte ich mir, ich könnte einfach so sein, wie alle anderen: Einfach alles glauben, was man mir erzählt. Einfach Regeln befolgen, die sich irgendeiner ausdenkt; seien sie auch noch so hirnrissig. Einfach nicht nachfragen. Einfach Dinge akzeptieren. Einfach das zu tun, was alle anderen auch machen. Aber ich schaffe es einfach nicht. Ich kann nicht. Ich will nicht. Ich will kein Schaf, das immer nur den Ärschen folgt, kein sich über die Klippe stürzender Lemming, kein stets mit dem Strom treibender, toter Fisch sein.

Dumm sein und Arbeit haben – das ist Glück. Gottfried Benn.
Während ich diese Zeilen tippe, knurrt mein Magen; vermutlich wie ein Corona-Spürhund, der diese pöhse asiatische Mikrobe aus dem Gewebe irgendeiner fleckigen Unterhose eines bemitleidenswerten Quarantäne-Kandidaten erschnüffelt hat. Heute früh gab es zum „Frühstück“ die letzte Tafel französischer Vollmilch-Schokolade. Zu Mittag dann noch 200 Gramm Nudeln mit dünner Bratensoße. Meine – neben hin und wieder ein paar Kartoffeln – tägliche, warme Hauptmahlzeit des Tages während der letzten drei Monate. Zu Abend gab es folglich: Nichts. Nicht mal ein Krümel.

Nachdem nun auch noch entgegen der ursprünglichen Ankündigung (1. August) bereits vom vergangenen Montag an in 🇫🇷 Frankreich mitten im Hochsommer ebenfalls eine Gesichtswindelpflicht in den Supermärkten eingeführt wurde, sind (von ein paar Packungen Nudeln abgesehen) meine Nahrungsmittel somit erst einmal wieder weitestgehend aufgebraucht. 🤬 Der Süßkram (für mich als Sportler vom Kohlehydratbedarf her ebenfalls unbedingt nötig) ist auch komplett alle. 😭

Jetzt muss ich warten, bis hoffentlich Anfang kommender Woche die nächste Lieferung von amazon eintrifft. Da ich (die meine Spendenbitten weiter ignorierenden Stammleser werden es bereits wissen) auch finanziell auf dem Zahnfleisch krieche, konnte ich halt auch auf die Rabatte des sogenannten „Spar-Abos“ nicht verzichten. Also wird der von mir seit nunmehr verfickten drei Monaten 😡 andauernde und mit mehr oder weniger intensiven Hungerstreik-Phasen einhergehende Einzelhandelsboykott erst einmal wieder für ein paar Tage deutlich unangenehmer.

Jeder andere würde jetzt halt einfach den Gesslerhut grüßen und morgen in einen Supermarkt gehen. Nö! Mach ich nicht. Kann ich nicht. Ich will mich selber noch im Spiegel ansehen können. Ich will nicht einknicken. Ich gönne insbesondere dem beschissenen, rückgratlosen deutschen Einzelhandel, der sich wie vor allem auch die in diesem Bereich tätigen „Gewerkschaften“ seit einem verfickten Vierteljahr 😡 nicht gegen diese verfickte, faschistoide Maulkorbpflicht 😡 wehrt, keinen einzigen Cent! 😡 Nun ist mir klar, dass denen meine paar Euro fuffzisch scheißegal sind. Mir aber nicht. Dann landet meine Kohle auch nicht mehr in französischen Supermärkten, sondern bei Jeff Bezos. Und auch nicht bei Rewe – die zwar einen Lebensmittelversand anbieten – aber beim Bestellabschluss unbedingt auf die Angabe einer Handynummer beharren. Ich hab aber halt kein Scheiß-Handy. 😡 Und ich will kein verficktes Handy 😡. Weil ich kein verficktes Handy brauche. 😡 Da soll sich jetzt erst einmal der Landesbeauftragte für Datenschutz von NRW drum kümmern.

Ihr seht: Ein Spinner durch und durch. Ein Spinner, der sich in einigen, wenigen schwachen Momenten wünscht, sich einer Lobotomie unterziehen zu können. Um – endlich! – genauso blöd und angepasst zu werden, wie die sowieso schon seit Jahren innerlich toten Konsum- und Materialismus-Zombies der Biedermeier-Postmoderne, die sich derzeit – weil „Solidarität“ und so – eine Windel vor die Fresse hängen. Die sie dann  einfach zu Tausenden aus ihren Autofenstern raus in die Natur schmeißen

Ich schaffe es aber nicht einmal, mir selber eine „Lobotomie light“ zu verpassen. Wie mir beispielsweise eine durchschnittliche Sendung auf RTL, Sat 1 oder Pro Sieben anzuschauen. Oder eine Hausfrauen-Klatschzeitschrift zu lesen. Mich bei Twitter anzumelden. Oder so ganz harte Sachen wie die Tagesschau oder heute konsumieren? Geht nicht! Nicht nur, weil ich schon seit ca. 3 Jahren keinen Fernseher mehr habe.

Nein; dieser Schwachsinn wird von meinem neuronalen Immunsystem, welches mich schon seit Jahrzehnten vor einer Infektion mit dem D-Virus (D steht für Dummheit) schützt, komplett geblockt. In Echtzeit. Und das auch noch ganz natürlich; ohne Impfung. Voll bio! Ich werde mein Schicksal also vorerst weiter tapfer – mit leerem Magen – ertragen.

Disclaimer: Ich halte mich nicht einmal für besonders schlau; siehe den Untertitel meines Blogs. Das Niveau ist halt einfach nur so abartig unterirdisch. Und es scheint gerade in diesen Wochen einen neuen Tiefpunkt nach dem anderen zu erreichen.


Aktuelle Empfehlungen

  • Der österreichische Verfassungsgerichtshof erklärt u. a. die Betretungsverbote für rechtswidrig.
  • Siehe auch: Gute Nachrichten: Wiener Polizei zeigt keine Corona Verstöße mehr an (Austria Presse Agentur) | Lehrer MaPhy.
  • Notwehr statt Notstand | Jens Wernicke | Rubikon.
  • Die Maske. Wir sehen uns vor Gericht. Gordon Pankalla bei Anwält*innen für Aufklärung.
  • Im Gespräch: „Der Verfassungsbruch“ (Beate Bahner und Flavio von Witzleben) | Rubikon.
  • New Normal Order – Gerhard Wisnewski im NuoViso Talk.
  • Im Gespräch: „Die Spanien-Lüge“ (Elisa Gratias, Gunther Schwarz und Flavio von Witzleben) | Rubikon.
  • CDC STUDIE zu Schutzmaßnahmen & Jagd auf den Präsidentenkiller | Samuel Eckert.
  • Corona-Krise: Gegen Panikmache und Maskenpflicht – Schweizer Immunologe fordert Entschuldigung | Tilo Gräser | Sputnik.

12 Gedanken zu „Coronoia: Ausweg Lobotomie?“

    1. Danke für die Einladung; Nudeln und Soße hab ich ja noch, für ca. 2 Wochen. Ich bin in der Tat auch noch unentschlossen, ob ich nicht so weit gehe, auch auf diesem Weg dem „Masken-Kreislauf“ entnommene Produkte zu boykottieren. Als Veganer wirste dieses „extreme“ Prinzip vermutlich kennen. 😉

      1. Müsstest heute wohl auch zu mir rüber schwimmen 😉
        Als Veganer kenn ich nur auch die von meiner Sorte, die noch wissen wollen ob der Zucker in der Marmelade mit Tierkohle raffiniert wurde oder die wissen wollten ob ich (als Veganer) meinen eigene Apfelsaft mit Gelatine klären würde. Alles hat eben auch seine Praktikablitätsgrenzen.

  1. Hallo Dennis
    Ich kann dich sehr gut verstehen. Ein Rezept für einen Ausweg oder noch mehr eine Rezeptur gegen ein totalitäres Regime ist nicht einfach auszustellen. Die Verzweiflung über alle diese Abnicker ist auch bei mir groß.
    In einem anderen Blog habe ich folgenden Kommentar geschrieben:

    „Es scheint mir, je mehr Argumente gegen die Szenerie der Regierungs- und Pressepropaganda hervorgebracht werden, umso rabiater werden neue und härtere Strafmaßnahmen angedroht und angewendet. Die 2. Welle wird zur Disziplinierung der letzten Nichtabnicker ins Spiel gebracht. Eine weitere Angstorgie, Panik, Ausrufung nicht „nur“ des Krieges, nun droht der totale Krieg. Die Frage, ob die Menschen diesen totalen Krieg wollen, ist oder scheint von der Mehrheit gewünscht. Ein normales Leben wird es nicht mehr geben, weil je nach gefertigter Teste, immer und immer wieder neue, in die Strategie des totalen Krieges Infizierte, „hervorgezaubert“ werden können. Diese „Verzauberung“ wird von den Maßen begrüßt und wird noch für eine gewisse Zeit mehr als gewollt. Die Emotionen der Menschen, der ganz großen Mehrheit, sind diesem Zauber längst erlegen. Die Herzen wurden und werden ausgelöscht. Die Regierungen, die Machthaber über die Finanzen, die Verzauberten, sie reihen sich in die Coronakolonne ein. Die Verzauberung wird weiter gehen müssen. Das Totalitäre wird, je mehr Menschen vor ihrem finanziellen Ruin stehen, die allerletzten vermeintlichen Gefühle abstreifen. Die Herzen werden den Menschen durch die Pandemie herausgerissen. Ein Krieg gegen den Verursacher dieser immensen Krise und deren Folgen, muss geführt werden. Der Verursacher, der Feind, wird wohl bald bekannt gegeben. Die verzauberten Anhänger der Pandemietotalität, welche nie selbstständig gedacht und gehandelt haben, sie werden einen Angriff nicht nur gutheißen, sie werden ihn regelrecht einfordern. Vielleicht ist jedoch ein gemachter Feind, ein für die einfach Gestrickten, Schuldiger obsolet. Die weiteren Maßnahmen lassen wohl schon bald Bürgerkriege zum Normalfall werden. Plünderungen, eine extreme Kriminalität, Hungersnöte, Anschläge und und und….. Sobald diese Bürgerkriege, die extreme Brutalität Mensch gegen Mensch im Nachpandemiekonzept angekommen sind, werden wir wohl in den meisten Staaten eine Militärdiktatur sehen. Wenn ein Normalzustand nur mit mehr oder weniger NULL Infizierten und/oder einer Impfung erreicht werden kann, wird es diesen einfach nicht mehr geben. Dafür wurden die Machthaber dressiert und sie werden diese Dressur niemals freiwillig beenden. Wenn die Nachdenkenden, die Kritischen, die sich nicht der Verzauberung hingebenden, noch etwas von der Menschlichkeit retten wollen, müssen sie eine Rezeptur für das Erwachen aus dieser Verzauberung finden. Ein schnippen mit den Fingern wird nicht reichen. Die Menschen, welche die Welt vor einer totalen Diktatur retten wollen und können, sie sollten so rasch wie möglich zusammen kommen, um Auswege aufzuzeigen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit und das Haus der Menschlichkeit brennt lichterloh. Von der Politik und der Macht werden wir nur mit Benzin beliefert.“

    Die Benzinlieferungen laufen auf Hochtouren. Eine gleichgeschaltete Presse hat die Pipeline gelegt. Lecks werden sofort wieder geschlossen. Wenn nicht bald ein „Aufschrei des Zorns“ durch die Welt geht, sieht es sehr schlimm aus. Ich möchte nicht mit „schwarzsehen“ enden. Wir, die Menschen, deren Herz blutet, sie müssen sich verbünden, zusammen stehen, sich gegenseitig zuhören, Alternativen denken, sich trösten, ein Vertrauen aufbauen, einander achten, unbedingt mit Liebe die extrem großen Aufgaben angehen. Der Zorn über das was zur Zeit herrscht dafür verwenden, etwas liebevolles zu tun. Ganz wichtig scheint mir: Nach vorne schauen, Handlungsweisen am runden Tisch zu entwickeln. Nicht mehr nur reagieren unbedingt in Aktion gehen. Die Agenda muss von denen mit Herz übernommen werden! Ich weiß, das sind nur Worte. Aber eine Rezeptur der Hoffnung sollten wir so schnell wie möglich auf den Weg bringen und entwickeln. Ein Ziel bestimmen und uns nicht handlungsabhängig von der Macht der Zerstörer der Menschlichkeit machen. Darauf warten was sie noch für teuflische Pläne haben. Sie wollen uns in der Sackgasse gefangen halten, unendlich lange, für immer, das dürfen wir nicht zulassen. Wir müssen Leitern, Klettergerüste aus unserem Ideenschrank nehmen und diese Sackgasse überwinden. Über diese Sackgasse klettern. Es wird ein sehr harter Klettervorgang und der Weg zum Gipfel ist mit vielen Schwierigkeiten „gesegnet“. Aber wir müssen uns unbedingt auf den Gipfel fokussieren, dann ist die Hoffnung auf den Ausblick gegeben. Fangen wir an den Kletterrucksack zu packen. Ich freue mich schon jetzt auf ein gemeinsames Bier auf dem Gipfel!

    1. Hi Nino,
      ich beobachte ja schon seit Jahrzehnten wie die Staatsmafia sämtliche alternativen Systementwürfe wie z.B. echte (direkte) Demokratie früher oder später mit ihrer institutionellen Macht abwürgt. Dazu stelle ich in dieser Hinsicht eine extreme Uneinigkeit und Korruptionsanfälligkeit unter den systemkritischen Kräften fest. Jeder – und da nehme ich mich nicht aus – ist von sich und seinen Entwürfen wie es besser gehen könnte extrem überzeugt und nicht davon abzubringen. Es hat nur jeder andere Entwürfe. Und nicht wenige lassen sich vom System schlicht kaufen um dann als agent provocateur zusätzlich Zwietracht zu säen.
      Dazu kommt der Faktor Zeit, auf die das System spielt und die uns davon läuft. Fehler, die vor Jahrzehnten gemacht wurden, fallen uns heute auf die Füße, dass jede noch so gut Lösung zu spät kommt.
      Ich kann mich daher nur dem Fazit des Evolutionsbiologen Ernst Mayr anschließen, der hinsichtlich der Zukunft der Menschheit am Ende seines Lebens konstatierte: „Finster!“

      1. Leute – ich bin ja wirklich keiner, der in Verdacht steht, ein kommender Tschakka-Motivationstrainer zu werden. 😉 Aber dieser Fatalismus hilft uns auch nicht weiter. Ja, die Lage ist beschissen. Aussichtslos ist sie aber nicht; weil es trotz all der Propaganda zu viele gibt, die bereits mehr oder weniger offen im Widerstand sind – neben den noch schweigenden Mitläufern, denen diese Richtung auch nicht gefällt. Sie aber (noch, brav) das Maul halten, weil sie meinen, dass sie am Ende ungeschoren davonkämen. Bald läuft auch die staatliche Insolvenzverschleppung (Aussetzung der Antragsfrist) aus. Und dann werden für viele Menschen ECHTE, existenzielle Probleme die (geschürte) Angst vor „Corona“ überdecken.

        Ich bin eh der Ansicht, dass wir Feuer mit Feuer – also Angst nur mit (größerer) Angst bekämpfen sollten. Das ist zwar an und für sich traurig – aber so ist der Mensch halt scheinbar gestrickt?

        Ich habe daher immer noch die Hoffnung, dass sich diese potenzierende Wucht am Ende gegen diejenigen umkehren wird, die diesen Wahnsinn ausgelöst haben. Ich lehne Gewalt strikt ab – aber unter Umständen wird es anders auch nicht gehen. Weil die Gegenseite entsprechend agieren wird.

        Ein wichtiger Gradmesser wird der 1. August in Berlin.

        Nachtrag 1: Auch unter den jungen Leuten gibt es Hoffnungsschimmer.

        Nachtrag 2: Vielleicht wachen ja z. B. noch ein paar Leute mehr auf, wenn Waldi, Mietzi und Mausilein eingeschläfert wird, weil positiv auf Corona getestet? Irrsinn ohne Ende. 🤪

        1. Wer kämpft kann verlieren,
          wer nicht kämpft hat schon verloren

          Das ist für mich der Unterschied zwischen Realismus und Fatalismus.
          Ich für meinen Teil habe schon genug gekämpft (und dabei die extreme Robustheit dieses Systems der institutionellen Diktatur kennengelernt) um die gesamtgesellschaftliche Lage als – in unserer Lebenszeit – als im obigen Sinn aussichtslos beurteilen zu können. Für mich ist die jetzige Corona-Situation keinesfalls neu: alles schon mal dagewesen bzw. ist die Kontinuität der Diktatur ist ungebrochen. Und da sehe ich genau was die Machthaber beeindruckt und was nicht: der Deutsche Herbst, die Millionen-Demos in den 1970/80ern gegen Atomkraft, Nachrüstung, für Frieden etc. nicht. Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima vielleicht bedingt, ganz sicher nicht das was das Volk oder meiner einer will oder tut.
          Und als (Direkt-)Demokrat habe ich auch gelernt, dass man verlieren können muss. Und ich habe gelernt wo es sich lohnt zu kämpfen und wo man seine politische Energie zu Lasten der eigenen Lebenszeit und -qualität nur sinnlos verpulvert und am Ende nur frustriert mit leeren Händen dasteht.
          Und die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die ist eben auch irgendwann tot. Und wie war das noch mit dem Reiten toter Pferde? Bessere Peitschen waren AFAIR nicht die Lösung.
          Deswegen brauche ich mir natürlich persönlich nicht den Tag verderben zu lassen.Welchen Sinn mein Leben hier, heute und jetzt hat, kann ich immer noch selbst bestimmen.

          1. Naja. Die Qualität des „Lebens“ spielt aber nun einmal auch eine Rolle. Und jene nimmt – wenn man sich wirklich überhaupt nicht (mehr) wehrt – immer mehr ab. In dem Sinne könntest du z. B. doch auch mit dem Fleischessen anfangen, oder? 😉

            Realismus ist jedoch gerade auf die Zukunft bezogen keine unveränderliche Konstante! Es macht einen Unterschied, ob ich die Vergangenheit und Gegenwart realistisch betrachte – oder den Ausblick auf die Zukunft. Denn die Tinte, mit der jene gezeichnet wird, ist noch nicht trocken.

            Mein ganzes Umfeld ist und war voller Leute, die mir von kleinauf nichts anderes eintrichtern wollten, als dass „die da oben doch eh machen, was sie wollen“ und ich deshalb brav, untertänig und devot alles ertragen solle. „Man ja eh nichts ändern könne!“ Nö; zur Not gebe ich auch mein Leben dafür, dass es Generationen nach mir möglichst nicht so geht, wie es derzeit geplant zu sein scheint.

            Mich „satt“ daheim hinzuhocken und einfach der Dinge zu harren, die da kommen? Quasi mit der Popcorntüte zuschauen, wie das Kapital seinen Endsieg feiert? Ist nicht mein Weg. Andernfalls würde es auch diesen Blog nicht (mehr) geben.

            Wir sind hier ein kleines, wenn auch ein Nest Gleichgesinnter. Immerhin.

          2. Naja, wenn sich „wirklich überhaupt nicht (mehr)“ wehren und mit dem Kopf gegen die Betonwand rennen die einzigen Handlungsalternativen sind, dann fällt mir die Wahl nicht schwer. Glücklicherweise ist dem nicht so.
            Fleisch essen, Flugzeug fliegen, F……, Konsumieren, YOLO bis zum Abwinken obwohl man genau weiß was man tut, genau das ist das Profile von jemandem, der noch nie für irgendwas gekämpft hat. Das ist für mich der Fatalismus, den ich versucht habe deutlich zu machen.

            Realismus ist vom Prinzip her eine konstante Betrachtungsweise der Welt. Wenn ich in der Vergangenheit beobachtet habe, dass alle Äpfel vom Baum immer auf den Boden gefallen sind, ist und bleibt es unrealistisch in der Zukunft zu erwarten, dass sie in den Himmel fliegen. Wenn ich dagegen die gewürfelten, vollkommen zufälligen Augenzahlen bei einem (nicht manipulierten, im Idealfall Laplaceschen) Würfel beobachte, dann kann ich realistischerweise keine konkretere Vorhersage machen, als dass die Augenzahl zwischen 1 und 6 liegt. Wir haben immer eine Mischung aus einem konstanten Attraktor und zufälliger Variation. Über den konstanten Attraktor kann man aus der Vergangenheit realistische Vorhersagen auf die Zukunft machen. Keine Zukunft ist vollkommen undeterminiert. Oder rechnest du damit, dass du irgendwann wie ein Vogel fliegen kannst?

            Diesen Fatalismus kenne ich auch. Ich kenne nur eben auch die (besonders in den Internet-Foren wie heise) kultivierte Empörungskultur wie „Denen da oben müsste man mal“ oder „Wenn ich was zu sagen hätte“ oder „Das darf nicht sein.“ oder „Das muss so und so gemacht werden“. Es wird dabei eben immer übersehen, dass das vollkommen nutz- und fruchtlose Diskussionen sind und nur die eigene Ohnmacht bejammert wird. Und wenn man dann nichts anderes mehr tut, genau dann leidet die Lebensqualtiät hinsichtlich des emotionalen Befindens.

        2. Hallo Dennis, ich habe meine Zeilen keineswegs fatalistisch gemeint. Ich glaube jedoch für mich, die aktuelle Situation ist mit brutal noch positiv umschrieben. Ich glaube wir können dieser extremen Situation nicht nur durch eine Demonstration in Berlin entkommen. Dafür ist die Situation zu komplex. Selbstverständlich ist es wichtig diese Demo zu unterstützen und daran teilzunehmen. Aber das Abwürgen von Argumenten mit der Bezeichnung von fatalistisch, ist meiner nach zu einfach. Anteilnahme, Kritik, wird meiner Meinung nach so abgewürgt. Es darf nur noch in einem definierten Rahmen diskutiert bzw. geschrieben werden. Dabei habe ich nach vorne blicken wollen, mit einem Ausblick vom erklommenen Berg. Ich habe von Liebe geschrieben. Aber anscheinend bin ich falsch verstanden worden. Habe mich zu direkt oder zu wenig korrekt geäußert. Ok damit kann ich umgehen, andere Sichtweisen zulassen. Nur habe ich dieses Wort Fatalismus schon ziemlich in der Magengrube empfunden. Sei es wie es ist, ich werde mich mit Kommentaren in Zukunft zurückhalten.

          1. Hallo Nino, tut mir leid, wenn diese „Sammelantwort“ auf dich einen etwas zu pauschalen Eindruck gemacht hat; so war sie nicht gemeint. Natürlich wird eine Großdemo in Berlin „nur“ ein weiterer Schritt sein. Es ist aber wichtig, dass man diese Schritte eben geht. Und nicht völlig in Agonie und Nihilismus verfällt. Bezieh diese Äußerungen jetzt bitte auch nicht auf dich; ich äußere mich – auch in Kommentaren – in aller Regel zur Gesamtsituation.

            Ich würde es jedenfalls bedauern, wenn du wegen derart unwichtiger Missverständnisse gleich weniger oder gar nicht mehr kommentieren würdest. Das zeugt – leider – von viel zu wenig Widerstandsgeist? 😉 Ich freue mich regelm. über deine Kommentare – auch wenn ich nicht immer direkt darauf eingehe. Manche Sachen will ich einfach stehen lassen. Weil ich – als Blogbetreiber – eigentlich immer noch zu viel kommentiere. Und damit die Diskussionen beeinflusse; ob nun zum Guten oder Schlechten sei mal dahingestellt.

      2. Hallo orinoco, ja es sieht zweifellos finster aus. Da helfen viele Dinge nicht mehr weiter. Aufgeben möchte ich aber nicht, denn das würde der feudalen, teuflischen Macht gefallen. Die Finsternis kann aber gemeinsam und mit Unterstützung von Freunden, Familie etc. besser überwunden werden. Allein deine heutige Einladung zum Essen an Dennis, ist eine Möglichkeit sich mit anderen zusammen zu tun und Anteilnahme zu zeigen. Das Eis schmilzt mit dem Salz der Liebe. Alles Gute.

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