Coronoia: Kobayashi Maru

Ein wesentlicher Grund dafür, warum die Propaganda der den Regierungskurs stützenden Massenmedien so erfolgreich ist, ist die gezielt die Bevölkerung spaltende Moralisierung. In zahlreichen Kommentarsträngen in den unterschiedlichsten Medien hauen sich beide Seiten die „Opferzahlen“ um die Ohren. Die überwiegende (meines Erachtens mysophobe) Mehrheit ist der Ansicht, dass das „Ansteckungsrisiko“ unter allen Umständen quasi auf Null reduziert werden muss, weil jedes einzelne Leben (gemeint ist dabei m. E. jedoch nur das eigene) zu „schützen“ sei – und deshalb die Einschränkungen elementarer Grundfreiheiten gerechtfertigt seien.

Die Minderheit (der auch ich angehöre) verweist hingegen auf die gewaltigen, unverhältnismäßigen Kollateralschäden, die diese „Maßnahmen“ ausgelöst haben – und in Zukunft noch auslösen werden. Letzten Endes verweigert sich die erste Gruppe auch einer elementaren Wahrheit: Jedes Leben endet irgendwann; der Tod ist unausweichlich. Jede Maßnahme zieht einen Rattenschwanz an Konsequenzen hinter sich her. Es gibt Situationen, aus denen es schlicht keinen Ausweg (ohne Verluste) gibt. Und hierauf spielt die Überschrift dieses Beitrags an.

Die Trekkies unter uns werden vielleicht sofort verstanden haben, worauf ich hinaus will. 😉 Wobei einem der Begriff „Kobayashi Maru“ inzwischen auch außerhalb des Star-Trek-Universums begegnet; dieser hat es daher inzwischen auch in die Wikpedia geschafft:

Der Test soll das Verhalten in ausweglosen Situationen testen und hat über das Star-Trek-Universum hinaus Einzug in den Alltag gefunden, insbesondere bei Untersuchungen zu außergewöhnlichen Lösungsansätzen in No-win-Situationen.

(…)

Das Ziel des Tests ist es nicht, den Gegner zu überwältigen oder zu besiegen, sondern vielmehr den Kadetten in eine ausweglose Situation zu zwingen und dabei zu beobachten, wie er oder sie reagiert.

Captain Kirk hatte es als Einziger geschafft, diesen eigentlich unlösbaren Test zu bestehen. Wie gelang ihm das? Indem er den Test bzw. die Simulation selbst manipulierte! Ein Schelm, wer hier an die offenkundig manipulierten Resultate eines fragwürdigen PCR-Tests denkt? ?

Überträgt man dieses Test-Prinzip auf das Verhalten vieler Menschen, aber auch Regierungen im Zuge der Corona-Massenhysterie, muss man konstatieren, dass diese diesen Test nicht bestehen würden, weil sie offenkundig nicht in der Lage sind, die Folgen ihres Handelns zu überschauen. Sie agieren triebgesteuert, impulsiv, kurzsichtig, planlos. Und auch das ist eine wohlwollende Unterstellung – denn es deutet sehr Vieles darauf hin, dass diese „Pandemie“-Geschichte nach einen Drehbuch abläuft.

Viele weigern sich, die Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass jegliches Handeln – zu welchem eben auch das Nichthandeln gehört – Konsequenzen hat, die die eigentliche Krise sogar noch deutlich verschlimmern können. Im Kobayashi-Maru-Test endet jedes Szenario immer mit der Zerstörung des Schiffes. Die – und das unterscheidet im Wesentlichen den guten vom schlechten Offiziersanwärter – früher, oder später erfolgen kann. Jene Zerstörung des Schiffes kann man auch als eine Metapher für die (finale) Naturkonstante „Tod“ betrachten.

Gute Offiziere zeichnen sich in diesem Test dadurch aus, ihr Handeln abzuwägen – und auch schmerzliche Entscheidungen zu treffen; wie bspw. Untergebene in den sicheren Tod zu schicken; unter der Voraussetzung, dass damit das Überleben der restlichen Besatzung (zumindest für eine längere Zeit) gesichert werden könnte. Auch wenn dies final, auf lange Sicht, eben nicht möglich ist. Der Tod, das Unausweichliche wird also nur hinausgezögert.

Nehmen wir einfach mal großzügig an, dass „Corona“ in der Tat in der Lage wäre, in einigen Ländern eine signifikante (bspw. über die Folgen der üblichen Influenza-Wellen hinausgehende) Übersterblichkeit zu verursachen: Müsste dann nicht trotzdem stets abgewogen werden, ob die Maßnahmen, die man ergreift, um diese Übersterblichkeit zu verringern, nicht vielleicht zu einer wesentlich größeren Katastrophe führen können?

Exakt an diesem Punkt versagen die „Hysteriker“ völlig. Sie meinen zwar, oberflächlich etwas Gutes zu tun, indem sie einfach sämtliche Konsequenzen der „Maßnahmen“ ausblenden – oder sogar rechtfertigen. Um (zumindest wird das so vorgeschoben) das Leben von weit über 80 Jahre alten, mit multiplen Vorerkrankungen im Krankenhaus oder Pflegeheimen liegenden Menschen (für deren menschenunwürdige Situation sich viele bislang kaum oder gar nicht interessiert haben) zu verlängern, nehmen sie auf lange Sicht hingegen den Tod und die Erkrankung von mehreren Millionen bis Milliarden (jüngerer) Menschen, vor allem in den ärmeren Regionen der Welt, eiskalt mit den Schultern zuckend, in Kauf.

Weil sie sich nicht eingestehen können, dass vor allem auch im Zuge einer „Pandemie“ (nehmen wir mal an, es würde sich bei Covid-19 um eine Solche handeln) in der Summe(!) der Tod von Menschen nicht verhindert werden kann. Die Handlungsoption lautet hier – in diesem Corona-Kobayashi-Maru-Test – also schlicht und ergreifend nicht, dass man aus der Sache überhaupt ohne (nennenswerte) „Verluste“ herauskommen könnte. Sondern, wie man durch besonnenes Handeln die Gesamtzahl jener „Verluste“ minimiert. Es gibt nur wenige Länder (wie z. B. Schweden oder Weißrussland), die diesen Test bestanden haben.

Denn der Tod ist nun einmal unausweichlich – und kommt (vor allem für Menschen mit multiplen Vorerkrankungen) früher oder später; mit und ohne „Pandemie“. Und genau an diesem Punkt werfe ich den Befürwortern der andauernden Grund- und Menschenrechts-Einschränkungen eben auch Unredlichkeit und Heuchelei vor; weil es ihnen – trotz der sich in ihrer „Maske“ manifestierenden, albernen Pseudo-Solidarität – insgeheim einzig und allein nur um ihr eigenes Leben geht.

Im Frühjahr konnte man sich ja noch lustig darüber machen, dass diese ganzen Egoisten wie blöde Klopapier und Nudeln gehortet haben. Alleine dieser Fakt zeigte jedoch klipp und klar, dass die Leute, die sich angeblich um die Gesundheit anderer sorgen, es in Wahrheit ihren Mitmenschen nicht einmal gönnten, sich auf dem Klo noch den Arsch abwischen zu können. Denn die Sauberkeit anderer Ärsche hat der des eigenen Arschs auf jeden Fall hinten anzustehen. Vermutlich haben die Gesichtswindeln eine kompensatorische Wirkung? Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie dieses Land in einem Jahr aussehen wird – wenn die wirtschaftliche Existenz von Millionen von Menschen unwiederbringlich vernichtet wurde?

Übertragen auf den Kobayashi-Maru-Test würden die meisten Hysteriker als Offizier wohl einfach panikartig von der Brücke stürmen, sich in die erste Fluchtkapsel stürzen – und ihre Crew im Stich lassen. Um dann von den Klingonen mit einem einzigen Schuss disruptiert zu werden. ?

Schon früh hatte ich in Sachen Corona auf Loriots legendären Sketch „Das Bild hängt schief!“ hingewiesen. Ein unter einer Zwangsneurose leidender Mensch verursacht wegen eines schief hängenden Bildes in einer Wohnung in der Folge ein katastrophales Ausmaß an Zerstörung.


Aktuelle Empfehlungen

  • Weitere Belege dafür, dass der COVID-19-PCR-Test inakkurat ist | Orbisnjus.
  • Probanden gesucht! Menschheitsexperiment RNA-Impfung [DFP 86] | Der Fehlende Part (letzte Folge).
  • Mein Misstrauen gegen die Coronapolitik | Rechtsanwalt Rolf Karpenstein | Deutschlandfunk.
  • Hurra, Hurra, die Maskenpflicht ist wieder da! Gerald Grosz.
  • Corona Aktuell: Wie DER SPIEGEL zur Eskalation des Masken-Streits beiträgt! (Raphael Bonelli).

6 Gedanken zu „Coronoia: Kobayashi Maru“

  1. Obwohl ich mit StarTrek (bzw. allg. Science Fiction) nicht viel anfangen kann bzw. mich nicht auskenne, lese ich einen sehr trefflichen Vergleich heraus.
    Insbesondere das Loriotvideo.

    1. Nun schreibst du von dir und einer Minderheit.

      Das sind wir auch. Ich kann das natürlich nicht belegen, aber ich würde die Anteile folgendermaßen schätzen (die sich natürlich individuell überschneiden können):

      • Hysteriker, die wirklich Angst vor Corona haben: 10 %
      • Maskenfaschos, denen es hpts. um Distinktion geht: 10 %
      • Mitläufer, genervt von dem ganzen Scheiß; keine wirkliche Meinung zu dem Thema; machen nur mit aus Furcht vor Ausgrenzung und Bußgeldern; ignorieren alle „Regeln“, wenn keiner hinschaut: 60 %
      • Corona-Widerständler: 20 %

      Wenn die 3. Gruppe auch nur teilweise umkippt, sind die ersten beiden Gruppen am Arsch. 😉 Wie das im Detail klappen soll? Keine Ahnung. Ich kann mir aber immer noch, trotz allem juristischem Elend, nicht vorstellen, dass der deutsche „Rechtsstaat“ sich wirklich komplett die Blöße geben will. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann wird es in anderen Ländern zu Aufständen kommen, die sich gewaschen haben. Die können dann auch Auswirkungen auf Deutschland haben; gerade dann, wenn die bislang alles Ökonomische ignorierenden Michels realisieren werden, dass ihnen auch der Absturz ins Bodenlose droht. Die Serben haben bspw. ja auch zuletzt mal freundlich an der Parlamentstür angeklopft.

  2. Deine „Corona-Berichterstattung“ ist super! Vor allem die dicke Recherche hier an der Seite. Man o Man…woher nimmst Du nur die Zeit und Geduld dafür? Ich bin nach jedem „Corona-Time“ erstmal fertig mit den Nerven und brauch eine Pause. 😉

    1. Das Schreiben hilft mir; anders würde ich diesen Wahnsinn einfach nicht ertragen. Und obwohl ich die Zeit habe (die ich mir auch nicht nehmen lasse), habe ich jeden Tag das Gefühl, dass ich die Hälfte an interessanten Artikeln oder Videos verpasst habe. 😉

  3. Man könnte die derzeitige Corona-Hysterie bei den politisch Verantwortlichen (nicht nur die Politiker) auch als „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“ bezeichnen. Wobei „Tod“ hier auch repräsentativ für den „politischen oder Karrieretod“ steht. Es wird in diesem Land ja nur nach Glotze und BILD regiert. Und da sind eben nur öffentliche (oder reiche) Tote relevant. Und das drohte eben Anfang des Jahres als die Bilder aus den italienischen Kliniken um die Welt gingen. Und da haben die meisten Politiker eben kalte Füße gekriegt und haben die Notbremse gezogen um die sonst vermeintlich folgenden öffentlichen Toten nicht angelastet zu bekommen.
    Und jetzt wird versucht die offensichtliche Fehlentscheidung schönzureden (und Schweden nieder zu machen), die Corona-Zwangsmaßnahmen durchzuziehen (oder gar zu verschärfen) und die Kollateralschäden unsichtbar zu machen. Corona war nie eine ernsthafte Bedrohung für die Zivilisation so wie wir sie kennen, unsere classe systémique schon – früher oder später.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Absenden des Kommentars werden Ihr gewählter Name, Ihre Email-Adresse sowie der von Ihnen verfasste Text gespeichert. Kommentare, die unter Angabe einer Fake-e-mail-Adresse angegeben werden, werden zukünftig gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Sie können ihren Text per html-Tags formatieren. Bitte den passenden Antwort-Button auswählen.

Bei Problemen mit dem Captcha bitte den Text in die Zwischenablage kopieren und die Seite mit StrG + F5 neu laden.

2 × = 2