Rezension: Corona Fehlalarm?

Am Mittwoch hatte ich endlich die Gelegenheit, das Büchlein der beiden verheirateten Professoren Bhakdi und Reiß auf der Liegewiese des Schöntalweihers komplett durchzulesen. Es eignet sich vom Umfang her (160 Seiten) eigentlich perfekt als Sommerlektüre im Grünen, denn es lässt sich auch für medizinische Laien sehr flüssig und spannend lesen. Das Autoren-Duo arbeitet in 10 Kapiteln (zzgl. des Anhangs mit 208 Quellenverweisen) alle wesentlichen Themen nacheinander ab. Von den ersten Meldungen aus China ausgehend wird die Frage der vermeintlichen Gefährlichkeit des Virus behandelt. Anschließend wird hinterfragt, ob die Maßnahmen insbesondere in Deutschland angemessen waren und welche Folgewirkungen jene hatten und haben werden. War Schweden ein Vorbild? Welche Maßnahmen wären besser gewesen? Welche Rolle spielten die Medien? Und wohin geht die Reise?

Als jemand, der in den vergangenen drei Monaten quasi jede freie Minute damit verbracht hat, sich über „Corona“ selber zu informieren, finde ich es nicht besonders bedauerlich, dass ich in diesem Buch nur relativ wenig Neues erfahren habe. Ich gehöre als ausgewiesener „Coronoia-Experte“ aber auch nicht zur primären Zielgruppe. 😉

Dieses Buch kann hingegen ein erster Augenöffner für Menschen sein, die sich zwar (noch) nicht wirklich trauen, öffentlich zu bekunden, dass ihnen das, was in diesem Land seit März vor sich geht, nicht geheuer ist. Leute, die immer noch im totalen, von den Massenmedien befeuerten Panikmodus gefangen sind, werden vermutlich kein starkes Interesse haben, sich mit den zahlreichen, im Buch kompakt zusammengetragenen Fakten auseinanderzusetzen. Vermutlich auch deshalb, weil Professor Bhakdi schon relativ früh von den Medien in die „Verschwörtungstheoretiker-Ecke“ gestellt wurde.

Doch genau darum geht es den beiden Autoren in ihrem Werk auch nicht; sie fragen nicht oder nur in einem sehr geringen Umfang, warum das Ganze überhaupt passiert oder wem es eigentlich nützt. Man konzentriert sich vielmehr darauf, die offenkundigen Widersprüche (also die mitten im Raum stehenden rosa Elefanten) zahlreicher etablierter Narrative bloßzustellen, auf denen der Corona-Wahn im Wesentlichen basiert. Man stellt die manigfaltigen, sich mit der Zeit immer wieder mit völliger Beliebigkeit wandelnden Eckpfeiler der Corona-Maßnahmen – wie z. B. „Flatten the Curve“, die ungenauen PCR-Tests, die Fallzahlen oder auch den berüchtigten „R-Wert“ – infrage.

Das insgesamt ja relativ ernste Thema wird immer wieder mal mit einer Prise Humor aufgelockert; oftmals in Form sarkastischer Anmerkungen in Richtung des „Trios Coronale“: Wieler, Drosten und Spahn. Aber auch Merkel und Söder bekommen ihr Fett weg.

Jeder, der versucht, Menschen dazu anzuleiten, doch den Massenmedien bitte nicht immer alles vollkommen unkritisch zu glauben, wird das absolute Totschlagargument kennen: „Aber was ist mit den Särgen in Italien?“ 😱 Auch dieser Mythos wird im Buch behandelt; unter anderem wird auch auf vergangene Grippewellen verwiesen, deren Auswirkungen vor allem in der Grippesaison 2017 / 2018 viele Krankenhäuser in Spanien, Italien und den USA ebenfalls überlasteten. Nur hielt damals keiner eine Kamera drauf. Das gilt leider auch für die sozialen, wirtschaftlichen und individuellen Kollateralschäden des „Lockdowns“, für die nicht nur die Medien, sondern auch ein Großteil der verängstigten Menschen blind sind.

Das Buch enthält einige kleinere Tipp- bzw. Rechtschreibfehler; so wird z. B. Herr Drosten einmal als „Dorsten“ bezeichnet. Auf Seite 45 sollte auch wohl noch ein mit „Kompetenz“ beginnender Satz folgen? Das Büchlein ist auch für meinen Geschmack relativ „stramm“ gebunden, das heißt, dass sich die Seiten beim Lesen nur relativ schwer auseinanderdrücken / -halten lassen.

Meines Erachtens eignet sich das Buch auf jeden Fall als ideales Geschenk für Zweifler. Wer bereits ein „Corona-Nerd“ ist, wird – wie zu Beginn angemerkt – eher wenig Neues erfahren; das Buch bietet eben einen für jedermann verständlichen ersten Überblick, ohne allzu sehr in die (Laien oder Zweifler eher wieder abschreckenden) Untiefen üblicher medizinischer Fachliteratur abzutauchen. Das Buch weckt – hoffe ich zumindest – ein ausreichendes Maß an Neugier, um nach der Lektüre selbst in den Kaninchenbau zu steigen, also selber zu recherchieren.

Das Taschenbuch ist im Goldegg-Verlag erschienen und kostet 15 Euro. ISBN: 978-3-99060-190-7. Ich habe zwar keine Bestätigung im Internet dafür gefunden, aber ich gehe stark davon aus, dass ein Großteil der Erlöse aus dem Buchverkauf dem Verein MWGFD als auch dem Außerparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschuss (ACU) zugute kommen werden.


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Corona Fehlalarm?

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7 Gedanken zu „Rezension: Corona Fehlalarm?“

    1. Hallo Valentina,

      Danke für den Hinweis. Ich hatte das Interview in einem anderen Beitrag mal als Empfehlung verlinkt. Scheinbar scheint Youtube gerade fast alles an Interviews mit Bhakdi zu löschen; Dave Brych hatte das in seinem letzten Video auch erwähnt. Hexenverbrennung, Zensur, Bücherverbrennung. Und die ach so „solidarische“ Mehrheit hat damit überhaupt kein Problem. 🤐

  1. Ich habe das Buch nicht gelesen.
    Hätte mir ein Buch gewünscht das die Expertise vom Prof. Bhakdi nutz um das Thema Virus Theorie auf den Grund zu gehen. Und hier Aufklärung betreibt.
    Dr Lanka und Prof. Bhakdi haben nichts gemeinsam?

    1. Zur Virus-Theorie gibt es doch bereits mehrere Bücher, u. a. von Köhnlein. Warum sollte Bhakdi dazu ein weiteres verfassen, wenn es ihm darum geht, über die Lügen zum Thema Corona aufzuklären?

  2. Wir werden mit den „Fällen“ in die Irre geführt. Das ist geschickt gemacht, denn die Irreführung ist schwer in Worte zu kleiden.

    Bhakti versucht es so:
    „Von Anfang an wurde durch das vereinte Wirken von Politik und Medien ein verzerrtes und irreführendes Bild verbreitet… Jeder positive Nachweis wurde als neuer Fall registriert, ohne zwischen „Infektion“ und ernster Erkrankung zu unterscheiden, wie es die Infektionskunde gebietet.

    Das beste ist vielleicht, man nimmt gleichnishafte Beispiele aus der täglichen Medienhystrie, um den falschen Aufhänger zu demaskieren:
    CO2 ist 1,5 mal so schwer wie Luft. Das steht in jedem Chemie-Lexikon. CO2 kann also aus Schwerkraftgründen gar keinen Treibhauseffekt verursachen.

    Der Diesel-Skanal war auch nur ein konstruiertes Skandälchen für einen wirklichen Skandal:
    In Deutschland erzeugen die LKWs jedes Jahr eine Staulänge von 1,5 Millionen km. LKWs fahren mit Diesel. Da will man aber nicht herangehen, weil sonst der Internethandel Geschichte wäre. 1,5 Millionen km reichen 4 mal zum Mond und zurück, oder 37,5 mal um die Erde.

    Der Autor des Artikels kann sich aktuelle Sterbezahlen im Internet besorgen. Und wenn er Lust hat, ein bißchen Hochrechen üben.
    In den USA sinkt die Übersterblichkeit trotz 190.000 Corona-Toten aktuell auf -43.000, in Italien trotz 35.000 Corona-Toten von 3.300 im letzen Monat auf aktuell 1.800.

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