Coronoia: „Smartphone“-Pflicht?

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Parallelen sich bei genauerer Betrachtung der Themen „Sicherheit im Radverkehr“ und der Coronoia offenbaren. 🤪 So mache ich mich ja – sicher zum Leidwesen einiger Rezipienten 😈 – immer wieder über die lustigen, Augenkrebs verursachenden Wahnwesten und Styroporhüte lustig, die nicht wenige als Quasi-Lebensversicherung und Rüstung im alltäglichen „Krieg auf den Straßen“ betrachten – und aus (teils religiösem Fanatismus gleichender) Überzeugung tragen. Man konnte dies bislang aufgrund ausgebliebener gesetzlicher Wahnwesten- und Helmpflichten – die gibt es bislang nur auf Umwegen – noch weitestgehend souverän ignorieren. Auch wenn letzten Endes ein (stetig wachsender) „sozialer Druck“ aufgebaut wurde, steht es immer noch jedem frei, als mündiger Bürger selbst zu entscheiden, ob er sich einen Aluhut „Fahrradhelm“ bzw. eine Aluweste Wahnweste „Warnweste“ anzieht.

Diese gesetzliche Pflicht braucht es ja auch nicht; schließlich kann man den Erlass derartiger („sozialer“) Verpflichtungen ja einfach an Dritte auslagern, wovon beispielsweise auch die Veranstalter bzw. Organisatoren von Brevets, Amateurrennen oder sogar auch Schul-Radtouren intensiv Gebrauch machen. Vermutlich wird man aber zukünftig nicht nur wegen der Weigerung, bei einer popligen RTF des BDR einen „Helm“ zu tragen von einer Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen, sondern auch deshalb, weil man keine „Corona-Wahrn-App“ installiert – oder noch schlimmer – gar kein „Smartphone“ hat? 😠

In Orwell’s bekannter Dystopie „1984“ heißen Gerätschaften, die man funktionell heute unter den Namen „Smartphones“ oder „Handys“ kennt, „Televisor„. Diese sind zwar nicht mobil (das konnte sich der olle Orwell damals in der Form noch nicht vorstellen), aber quasi überall im öffentlichen und privaten Raum vorzufinden. Mit diesen sieht und überwacht der „Große Bruder“ alles und jeden. Oder er könnte es zumindest. Man weiß es ja nicht.

Digitale Daten(nicht)erhebung

Ich hole an dieser Stelle mal wieder ein wenig autobiographisch aus. 😉 Meine erste Berufsausbildung hatte ich im Jahr 2000 in einer Zweibrücker IT-Firma angetreten. Ich – so meinte ich damals, im Zuge des Booms der „Neuen Märkte“ – wollte Fachinformatiker werden. Zu den Gründen, warum dieses Kapitel bereits nach etwas mehr als einem halben Jahr vorzeitig endete, schreibe ich vielleicht zu einer anderen Gelegenheit noch etwas ausführlicher. Es hatte auf jeden Fall auch etwas mit meinem fehlenden Willen zu tun, mich an sinnfreie, mit meiner Arbeit nichts zu tun habende Vorgaben des Ausbildungsleiters zu halten. Also Gesslerhüte zu grüßen. Zum Beispiel, welche Art von Klamotten ich trage bzw. zu tragen hätte. 🙄

Jedenfalls hatte ich – noch zusätzlich unter dem Eindruck des erst im Vorjahr veröffentlichten filmischen Meisterwerks „Die Matrix“ stehend – sehr schnell gelernt, wie mittels Computertechnologie effizient Daten gesammelt, ausgewertet und auch missbraucht werden können. Und welche Macht sich hieraus ergibt. Demzufolge kam ich schnell zur Erkenntnis, dass die Digitalisierung nicht nur Chancen, sondern eben auch Risiken beinhaltet. Die beste Form von Datenschutz ist, gewisse Daten gar nicht erst zu erheben – und wenn, zumindest nicht in digitaler Form.

Worin diese Chancen und Risiken der Digitalisierung bestehen, kann jeder nachvollziehen, der hin und wieder selbst Quellenrecherchen zu Themen betreibt, die auch Dokumente aus der „Prä-Digitalisierungs-Ära“ betreffen. Also, als der meistgenutzte Datenträger noch „Papier“ hieß. Ein gutes Beispiel für die Nachteile der (Noch-)Nicht-Digitalisierung von Daten war die Sache mit meinem LTranspG-Antrag bezüglich der Abstufung zweier Landesstraßen bei Albersweiler, für die mir der Leiter des LBM Speyer mal eben 210,12 Euro abknöpfen wollte – weil das Heraussuchen der in irgendeinem schlecht sortierten Archiv verschollenen Dokumente wohl eine unmenschliche Arbeitsleistung erfordert hätte. Auch in Zweibrücken musste ich mich ja selbst durch unzählige, nicht digitalisierte Aktenordner quälen, um die auch nur eventuell vorhandenen Anordnungen zu den vor Jahrzehnten angebrachten Verkehrszeichen zu finden. In Pirmasens wurde man wohl auch bis heute noch nicht fündig.

Heute ist die Sache meist relativ einfach; man ruft eine Datenbank, eine Excel-Tabelle, eine pdf-Datei oder ein sonstiges, lesbares Dokument auf, gibt einen Suchbegriff (ein Teil davon reicht meistens) – und schwupps – muss man nicht mehr alles durchblättern, sondern kann von Treffer zu Treffer weiterspringen, bis man das gefunden hat, was man sucht. So funktioniert übrigens im Wesentlichen auch die (kaum genutzte) Suchfunktion dieses Blogs. 😉

Geburt eines Handy-Hassers

Wir nähern uns dem Thema „Corona-Wahn-App“. Wie die treuen Leser meines Blogs – es dürften nach der spontanen Flucht aufgrund meiner vom Mainstream abweichenden Meinung zu Corona vielleicht noch zwei oder drei sein 😉 – wissen, bin ich kein wirklicher Freund von „Handys“ oder „Smartphones„. Um es mal vornehm und freundlich auszudrücken. Ich halte diese elektronischen Hirnkrücken für die Pest der Postmoderne und einen der vier apokalyptischen Reiter der digitalen Massenverblödung. Es ist schon ein Wunderwerk der Propaganda, wie man es geschafft hat, den Menschen eine Eisenkugel ans Bein zu binden – und diese auch noch als Inbegriff der Freiheit zu verkaufen. Mit Radwegen ist man ja ähnlich erfolgreich.

Ich – als Kind der 80er – hatte in meinem Leben genau zwei Handys. Eines bekam ich quasi zwangsweise von meiner Mutter zu einem meiner Geburtstage geschenkt; das muss so um 2003 / 2004 herum gewesen sein. Ein graues, unscheinbares Motorola. Damals konnte man mit den Dingern tatsächlich nicht viel mehr machen, als telefonieren. Jaha, Wahnsinn! Und vielleicht noch eine SMS schreiben – die man einzeln bezahlen musste. Meist waren die so kurz, dass man nix verstand, was der andere einem mitteilen musste. Twitter hat daraus ja dann ein Geschäftsmodell gemacht. Aber: wir haben trotzdem überlebt! Frei nach Volker Pispers:

»Erzählen Sie heute mal einem 15-jährigen aus der Zeit seiner Geburt. Als man aus dem Haus ging – und weg war. Nicht erreichbar! Da wird der nervös und fängt an zu zittern.«

Anschließend hatte ich noch ein gebrauchtes Siemens mit – festhalten – einem Farbdisplay(!) mit einer Auflösung von gefühlt ca. 30 x 40 Pixeln, welches meine Mutter aussortiert hatte. Zu einem nennenswerten Einsatz kamen beide nur ca. 3 Jahre lang, hauptsächlich, um mit den Klassenkameraden meiner damaligen Fachabi-Klasse zu kommunizieren. Was ich bereits damals zu erkennen glaubte: Die Möglichkeit, sich nun auch unterwegs anzurufen, führte zu einer deutlichen Verschlechterung der allgemeinen Moral, Termine einzuhalten. Man muss ja nur kurz anrufen und mitteilen, dass man später kommt. Hihihi. Ich habe oft den Eindruck, dass mindestens 25 % aller Handygespräche zu nichts anderem dien(t)en.

Bevor ich 2008 mein „Studium“ im Finanzamt und an der FH in Edenkoben antrat, hatte ich meine Freiheit bereits wiedererlangt, indem ich den Prepaid-Vertrag gekündigt hatte.

»Freiheit?«, ruft das Känguru und steigt auf den Tresen. »Ihr fragt mich, was Freiheit ist?«
Ich versuche, darauf hinzuweisen, dass keiner gefragt hat, komme aber nicht durch.
»Freiheit ist, nicht erreichbar zu sein!«, sagt das Känguru und lässt mein Handy in ein halbvolles Bierglas fallen.
»Das schöne Bier«, murmle ich.
»Süße Freiheit!« ruft das Känguru.
Ich stolpere zur Music-Box.
»One morning in June some twenty years ago
I was born a rich man’s son
I had everything that money could buy
But freedom – I had none«
Das Känguru beginnt auf der Theke zu tanzen und singt aus tiefster Seele: »I’ve been lookin‘ for …«

Auszug aus dem Kapitel „Fische“ aus den Känguru-Chroniken von Marc-Dieter-Uwe Kling.

Ich hatte eh nie gerne telefoniert. Ich bin halt ein Mann. Wir reden ja generell nicht viel. „Ein Mann, ein Wort!“ Und erst Recht nicht per Telefon. Wenn auch noch Mimik und Gestik fehlt; ja, man nicht einmal eine Vorstellung hat, wer da am anderen Ende sitzt. Gänzlich abgewöhnt hatte ich mir diese Kommunikationsform während meiner kaufmännischen „Ausbildung“ in einer Maschinenbaufabrik von 2003 bis 2005. Ich hab es gehasst, dieses ständige Gebimmel! Damals wurde mir auch bewusst, was für eine aufdringliche und unverschämte Telekommunikationsform das Telefonieren eigentlich ist. Ja, da macht sich keiner so wirklich Gedanken drüber. Aber ein Telefonanruf bedeutet im Grunde genau das:

  • Ich allein bestimme, dich jetzt anzurufen,
  • du hast genau jetzt für mich Zeit zu haben,
  • alles stehen und liegen zu lassen und
  • dich nun voll und ganz allein auf mich und mein ach so wichtiges Anliegen zu konzentrieren.

Dass es in Büros überhaupt noch Telefone gibt, ist für mich ein echtes Wunder – die sind ein regelrechter Produktivitätskiller. Außerdem ist diese Kommunikationsform vollkommen verlogen. Die ehrlichste Form ist hingegen der Brief bzw. die e-mail – an der Antwortzeit kann man nämlich perfekt ablesen, wie wichtig man dem anderen ist. 😉

Verzeihung, ich schweife schon wieder ab. Nun ist es ja nicht so, dass beispielsweise sogar auch das Diensthandy unserer großartigen Bundeskanzlerin von unseren us-amerikanischen Freunden ausgespäht worden wäre. Schließlich hatte doch der lustige Ronald Pofalla im Zuge der NSA-Affäre verkündet, dass Deutschland und die USA ein „No-Spy-Abkommen“ abgeschlossen hätten – und so auch die Affäre „für beendet“ erklärt. Oder auch nicht. Egal.

Als ich vor einiger Zeit in zwei Beiträgen die GlobalHeatMap von Strava thematisierte, spielte das Thema Datenschutz auch eine Rolle. Denn so ganz nebenbei enttarnten einige Sportler die Standorte geheimer Militärbasen. Ups, kann ja mal passieren! Warum sich inzwischen so viele Menschen völlig gedankenlos auf diese Art und Weise tracken lassen, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Aber Datenschutz interessiert halt keinen; erst recht nicht die „Digital Natives“, die mit diesen Dingern großgezogen werden.

Und um nun – endlich – auf des Pudels Kern zu kommen: Wie kann man bitte so bescheuert sein und sich so einen Blödsinn freiwillig auf seinen Televisor laden? Ist man geil darauf, „getestet“ und quarantänisiert zu werden? 😖 Worin soll hier überhaupt der Sinn bestehen? Einem „C-19-Positiven“ in freier Wildbahn zu begegnen, ist doch unwahrscheinlicher, als dass mir im Pfälzerwald zufällig ein Luchs über den Weg läuft. Schließlich werden diese scheuen und seltenen Wesen doch mindestens zwei Wochen inhaftiert in „Quarantäne“ geschickt. In Deutschland gibt es schlicht und ergreifend so gut wie keine Corona-Fälle mehr. Am Abend des 19. Juni zeigte die Webseite „Worldometers“ für Deutschland 7.300 Fälle an. Also 0,0087 Prozent der Gesamtbevölkerung! 😱 Den angeblichen, medial intensiv ausgeschlachteten – *kicher* – „Massenausbruch“ in einem Schlachthof erkläre ich einfach mal als kompletten Fake. Sind diese unzuverlässigen Tests überhaupt gerichtsfest? Vermutlich nicht. Wirklich krank war von denen ja offenbar keiner (Siehe auch: Wolfgang Wodarg). Aber wen interessieren derzeit schon rechtsstaatliche Grundsätze?

Freiwilliger Zwang

Jedenfalls bemüht sich die Regierung (noch), die „Freiwilligkeit“ zu betonen, mit der die Menschen sich diese „App“ auf ihr „Smartphone“ laden könnten. Nun – es kann sein, dass ich mich jetzt völlig falsch erinnere, aber: hieß es nicht im Frühjahr noch, dass es keinen „Lockdown“ geben werde? Und dass „Masken“ nix brächten? Und dass seit Ende April genau diese nichts bringenden „Masken“ Pflicht beim Einkaufen sind? Und dass sowieso niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten?

Mit eine der übelsten Perfidien im Zuge dieses im Rahmen eines rechtsstaatlichen Amoklaufs verordneten Maulkorbzwangs ist die indirekte Verantwortungsübertragung auf den Geschäftsbetreiber, der für das ordnungswidrige Verhalten seiner (unmaskierten) Kunden zur Rechenschaft gezogen werden solle. Man merkt auch hier: diese teuflisch gerissenen Regierungen wissen, wie man „divide et impera“ spielt und die Menschen aufeinanderhetzt bzw. zur „sozialen Kontrolle“ oder auch ganz offen zur Denunziation auffordert.

Doch dem nicht genug, mutet man ja vor allem den (wenigen den Lockdown überlebt habenden) Gastronomen nicht nur zu, in ihren Räumlichkeiten wie ein Pfleger in einer Palliativabteilung herumzulaufen, sondern auch, sämtliche Kontaktdaten ihrer Gäste zu erfassen. War da im Jahr 2018 eigentlich nicht erst was mit so einem seltsamen, größeren Datenschutzgedöns? Ich hatte das damals glaube ich so verstanden, dass ich – wenn ich auf der Straße ein Foto mache – bereits höchst illegal Daten erhoben hätte, wenn da ein Kfz-Kennzeichen oder sogar – um Himmels willen! – ein (unmaskiertes!) Gesicht zu sehen wäre? Vermutlich hab ich das aber nur geträumt.

Jedenfalls war für mich der immense soziale Gruppenzwang, ein Handy zu besitzen (und dies, bevor diese Geräte zu tragbaren Mini-PCs mutierten), mit der beste Grund, mich diesem zu verweigern. Ich kaufe mir keine Gegenstände, die ich selbst für mich eigentlich nicht brauche, nur weil alle anderen auch so etwas haben. Und vor allem nicht deshalb, weil genau die von mir erwarten, dass ich jederzeit überall für sie erreichbar zu sein habe. Ich fühle mich frei!

Wenn ich auf der Straße (oder auch sonst überall) immer wieder Menschen sehe, die mit gesenktem Kopf auf ihr „Smartphone“ starren oder darauf herumwischen – dann sehe ich Junkies, die ihre Sucht nicht kontrollieren können. Die getrieben davon sind, immer verfügbar und – ich weigere mich eigentlich, dieses Wort zu benutzen – „informiert“ zu sein. Natürlich: „Du, die Jenny, die am Penny an der Kasse sitzt, hat sich von Marc getrennt!“ ist natürlich dem Grunde nach eine „Information“. 🤐

Außerdem möchte ich unterwegs auch eben ganz bewusst nicht erreichbar und nicht „informiert“ – also weg – sein. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, brauche ich auch keine mich hirntot durch den Wald führende „Navigations-App“, weil ich es gelernt habe, mich anhand von Karten und eines guten Orientierungssinns in der Natur zurechtzufinden. Ich weiß wenigstens hinterher, wo ich rumgefahren bin – weil ich mich vorher intensiv mit meiner ganz individuell ausgeknobelten Route auseinandergesetzt habe. Ich weiß auch, die Natur und das Wetter zu deuten – und muss dazu nicht auf die Regenradar-App kucken. Und wenn ich im Sommer an den Badesee fahre, dann nehme ich ein Buch mit. Ein echtes, aus Papier. In dem ich blättern und es hinterher ins Bücherregal stellen kann. Um zu zeigen, was für ein unheimlich belesener und intellektueller Typ ich bin. 🤓 😉 Und kein „E-Book“ welches im Endeffekt nur aus digitalen Einsen und Nullen besteht. Und welches die Sache mit der Bücherverbrennung noch einmal deutlich erleichtert.

Sich diesem sozialen Zwang zu verweigern macht einem das Leben nicht leichter, denn diese „Gesellschaft“ akzeptiert keine Menschen, die sich dem Druck der Mehrheit, sich an diese anzupassen, nicht fügen. Man wird mehr und mehr zum „Außenseiter“. So, wie man derzeit einer wird, wenn man es nicht akzeptieren möchte, dass sich dieses Land wegen einer durchschnittlichen Grippe seit rund 4 Monaten per Notstandsverodnungen in eine offene Diktatur verwandelt hat. Man wird plötzlich als schon immer gegen den Neoliberalismus gekämpft habende, linke, antikapitalistische „rote Socke“, die auf den Bestand der Artikel 1 bis 20 des Grundgesetzes beharrt, plötzlich zum „Rechten“ oder „Verschwörungstheoretiker“ umdefiniert, der „brandgefährliche“ Ansichten hege. 😔 Doch damit komme ich klar. Das verstehe ich insbesondere derzeit als Auszeichnung, denn ich möchte mit d(ies)er Menschheit in zunehmendem Maße einfach nichts mehr zu tun haben.

Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. Jiddu Krishnamurti.

Wie schon bei der Impfpflicht per „Immunitätsausweis“ wird über kurz oder lang auch der soziale Druck und mittelbare Zwang zu einem „Smartphone“ und Apps wie der „Corona-Wahn-App“ deutlich zunehmen. Das hat man ja auch schon mehr oder weniger ganz offen zugegeben – uneingeschränkt am „sozialen Leben“ (welches man im Detail übrigens auch mal hinterfragen könnte) dürfen nur noch die, die diverse Apps installiert haben, die es bspw. dem Gastronomen ersparen, unzählige personenbezogene Daten – ganz oldschool – schriftlich zu erheben.

Wirklich schmerzen wird mich das nicht. Denn davon habe ich mich bereits vor vielen Jahren befreit. Richtig „lustig“ wird die Sache dann, wenn einem bspw. auch der Zutritt zu Supermärkten verweigert wird, wenn man sich diesem orwell’schen Alptraum verweigert. Vermutlich ist das auch der wesentliche Zweck der Maulkorbpflicht: Auszutesten, wie weit man gehen kann. Und in Deutschland ist es immerhin seit rund 2 Monaten ganz offen verboten, sich mit Lebensmitteln zu versorgen, wenn man sich nicht einem absurden, völlig sinnfreien, jeden Rest an kritischem Verstand beleidigenden Ritual unterwirft. 🤬 Da ist ein Smartphone- und Appzwang ja schon fast harmlos dagegen.

Ich hatte ja zwischenzeitlich mal die Hoffnung, bei Rewe Lebensmittel online bestellen zu können. Leider scheiterte die Bestellung im letzten Schritt daran, dass ich eine Handynummer anzugeben hätte. Und diese Angabe war nicht optional, sondern verpflichtend! Warum setzt heute jeder voraus, dass jeder Mensch über ein Handy verfügt? Weil sich keiner mehr vorstellen kann, dass es noch Menschen gibt, die keines haben, weil sie keines benötigen. Auf Nachfrage hin hieß es, man benötige diese Handynummer, damit der Lieferant sich kurzfristig beim Kunden melden könne. Bei der von mir gewählten Versandart wäre die Lieferung allerdings ganz klassisch per Paketpost (DHL) erfolgt – und die kommt ganz normal mit der täglichen Post; da wird das Paket am sicheren Abstellort abgestellt – und ich kriege dann eine e-mail. Nunja, die Tage werde ich deshalb mal eine Beschwerde beim LfDI einreichen.

Diese „Gesellschaft“ hat auf jeden Fall fertig. Intellektuell. Sozial. Ökonomisch. Selbst in meinen schlimmsten Alpträumen hätte ich es mir nicht vorstellen können, dass die Massen sich so verhalten, wie sie es derzeit tun. Willenlose Schafe, 🐑 die sich ohne jeden Widerstand zur Schlachtbank führen lassen. Dahin navigiert werden sie nicht vom Hirten, sondern einer „App“.


Nachtrag

Achja – der Gedanke kommt mir gerade jetzt erst in dieser Klarheit: Liebe Hacker!

Wie wäre es denn, wenn ihr euch in die Diensthandys von Merkel, Söder, Spahn und Co. hacken und deren Gespräche aufnehmen würdet, bei denen sie sich hinter verschlossenen Türen regelmäßig über das untertänige und völlig bescheuerte Verhalten der deutschen Bevölkerung dumm und dämlich lachen?

Es soll ja eine erfolgsversprechende Strategie sein, die Waffen des Feindes gegen ihn selbst zu verwenden.


Folgebeitrag

Coronoia: Mysophobie-Pandemie

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