Coronoia: Pressefreiheit

Für jemanden, der schon Anfang des 3. Jahrtausends als junger Erwachsener, hauptsächlich unterstützt durch Albrechts Müllers Buch „Die Reformlüge“ auch im BWL-Unterricht der Berufsoberschule zum Erwerb des Fachabiturs gegen die wirtschafts- und sozialpolitischen, neoliberalen „Reformen“ eines Gerhard Schröder argumentiert und gekämpft hat, sind verlogene und heuchlerische Doppelstandards, Bigotterie und Einseitigkeit der Medien wahrlich nichts Neues. Ein aktuelles Beispiel sind die Reaktionen dieser Massenmedien und Politiker auf die „Black-Lives-Matter“-Massendemos. Bei denen die andernorts von der Polizei brutal durchgesetzten „Mindestabstände“ plötzlich keine Rolle mehr spielen. Aber so ist das halt; solange nicht nur Polizisten, sondern auch Menschen in der schreibenden Zunft nicht die existenzielle Abhängigkeit, ihren Lebensunterhalt durch eine Lohnarbeit bestreiten zu müssen, überwinden, gilt, dass man eben nur dessen Lied singt, wessen Brot man isst. Wenn die Redaktionsleitung also vorgibt, dass 2 + 2 = 5 ergibt, dann wird genau das geschrieben. Auch wenn dies letzten Endes bedeutet, dass man selbst und die eigene Familie in einer totalitären, faschistischen Gesellschaft endet.

John Swinton hat das Grundproblem vieler Journalisten bereits im Jahre 1883 in seiner berühmten Rede folgendermaßen skizziert:

So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, außer in abgelegenen Kleinstädten auf dem Land. Ihr seid alle Sklaven. Ihr wisst es und ich weiß es. Nicht ein einziger von euch wagt es, eine ehrliche Meinung auszudrücken. Wenn ihr sie zum Ausdruck brächtet, würdet ihr schon im Voraus wissen, dass sie niemals im Druck erscheinen würde. Ich bekomme 150 Dollar dafür bezahlt, dass ich ehrliche Meinungen aus der Zeitung heraushalte, mit der ich verbunden bin. Andere von euch bekommen ähnliche Gehälter um ähnliche Dinge zu tun. Wenn ich erlauben würde, dass in einer Ausgabe meiner Zeitung ehrliche Meinungen abgedruckt würden, wäre ich vor Ablauf von 24 Stunden wie Othello: Meine Anstellung wäre weg. Derjenige, der so verrückt wäre, ehrliche Meinungen zu schreiben, wäre auf der Straße um einen neuen Job zu suchen. Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt. Ihr wisst es und ich weiß es; Was für ein Unsinn, einen Toast auf die ‚Unabhängigkeit der Presse‘ auszubringen! Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne. Wir sind Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Fähigkeiten, unser Leben, unsere Möglichkeiten sind alle das Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.

Daran hat sich bis Heute natürlich nichts geändert. Siehe auch das Zitat von Paul Sethe; einem Journalisten, der selber zur Zeit des Nationalsozialismus tätig war:

Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.

Und schon der olle Karl Marx wusste:

Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.

Schon seltsam, dass es in unserem ach so freiheitlichen, demokratischen, pluralistischen System überwiegend die crowdfinanzierten Medien wie KenFM, Rubikon und viele andere sind, die noch so etwas wie einen unabhängigen, regierungskritischen Journalismus betreiben?

Bahnsteigkartenkontrolle

Was die Demos betrifft, konnte ich übrigens von Anfang an nicht verstehen, dass die Veranstalter sich selbst heute immer noch die allergrößte Mühe geben, sämtliche (absurden) Auflagen zu erfüllen. Das war und ist – siehe die eher anarchistischen, spontanen „BLM-Demos“ – viel zu brav. Wie kann man bitte gegen absurde Gesslerhüte wie die menschenverachtende Maulkorbpflicht demonstrieren, sich dann aber genau für diese Demos eine Solche auferlegen lassen? Die Polizei hätte sich ab einer bestimmten Masse niemals mehr getraut, willkürlich gegen Einzelne vorzugehen, wie sie das in den letzten Wochen getan hat.

Das erinnert mich an den alten (traurigen) Witz, wonach in Deutschland die Erstürmung eines Bahnhofs erst nach dem Erwerb einer Bahnsteigkarte erfolgt. Jedenfalls wäre es zukünftig vielleicht hilfreich, einfach beide Themen zu vermischen; diese „BLM“-Demos also zu „unterwandern“? Also genau so, wie es angeblich „die Rechten“ immer bei Demonstrationen machen, die der Regierung und den Massenmedien nicht gefallen? Dann hätten die Presstituierten noch größere Schwierigkeiten, ihre verlogenen Doppelstandards und ihren Doppeldenk über „gute“ und „böse“ Demonstranten aufrechtzuerhalten. 🤪

Achja – um noch einen Bogen zum ursprünglichen Blogthema zu schlagen: Wen wundert es, dass die Massenmedien, wenn überhaupt, dann nur negativ und unsachlich über das Thema Radverkehr berichten? Das wird doch nicht etwa an den zig Millionen Euro liegen, die die Kfz-Hersteller jedes Jahr für Werbung in diesen Medien ausgeben? 🤔


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  • KenFM: Anschlagsversuch auf Ken Jebsen – Tagesdosis 9.6.2020.

Folgebeitrag

Corona ist tot, es lebe die Coronoia!

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