Coronoia: Die Schock-Strategie

Derzeit lese ich zum dritten Mal das im Jahr 2007 erschienene Buch „Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ von Naomi Klein. Wir stecken seit nun 3 Monaten inmitten in einer solchen „Schock-Strategie“. In ihrem schonungslosen Buch wird anhand vieler historischer Fakten belegt, wie ökonomische Krisen gezielt geschaffen oder auch Naturkatastrophen gezielt dafür genutzt werden, breite Bevölkerungsschichten zu enteignen und um marktwirtschaftliche Prinzipien in einer noch härteren Form durchzusetzen. Mit dem Ziel, multinationale Konzerne und deren Eigentümer noch reicher zu machen. Ich hoffe, dass Frau Klein sich in absehbarer Zeit zur Corona-Thematik äußern wird, denn meines Erachtens läuft hier nichts anderes, als das „Meisterstück“ der neoliberalen Revolution im Stile eben genau so einer „Schock-Strategie“.

Das Lesen dieses Buchs ist nichts für schwache Gemüter, denn Frau Klein führt die Leser gleich zu Beginn ein in die Welt der psychiatrischen Zwangsbehandlungen, bei denen auch vor tödlichen Menschenversuchen vor allem in us-amerikanischen Folterlaboren nicht zurückgeschreckt wurde. Ziel von elektronischen Schockbehandlungen vermeintlich psychisch gestörter Menschen war die Schaffung einer „Tabula Rasa“, also die „Zurücksetzung“ der individuellen Ansichten und Meinungen, um jene Menschen von ihren „falschen“ Vorstellungen zu „heilen“ – und quasi neu zu programmieren. Leider wurde dabei in sehr vielen Fällen die Psyche der Menschen komplett zerschossen.

Ebenfalls schwer verdaulich sind die folgenden Kapitel, deren Basis die „Chicago-Boys“ bilden. In der University of Chicago entwickelte sich vor allem unter der Ägide Milton Friedmans ab den 50er Jahren in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät genau jene wirtschaftspolitische Strömung, die man heute gemeinhin als „Neoliberalismus“ bezeichnet. Man glaubt (wie in Sekten) an die von Adam Smith postulierte, segensreiche Wirkung der „unsichtbaren Hand des freien Marktes“; jegliche Form staatlicher Eingriffe wären hingegen die Grundlage für immer wieder auftretende Wirtschaftskrisen. Die Absolventen der Chicagoer Schule wurden gezielt in Länder mit Regierungen und Wirtschaftssystemen entsandt, die für das örtliche und globale Kapital ein Hindernis grenzenloser Kapitalakkumulation, vor allem durch Zölle, Regulierungen, Sozialleistungen und Besteuerung darstellten. Da sich diese Ideen der „Chicagoer Schule“ jedoch nicht von alleine, mit friedlichen und demokratischen Mitteln durchsetzten, ging die „Blütezeit“ des Neoliberalismus vor allem in Südamerika mit einer schier unmenschlichen Gewalt und Brutalität einher. Diese Gewalt basierte nicht nur auf der unmittelbaren physischen und psychischen Gewalt durch das Militär – sondern vor allem auch auf Grund der wirtschaftspolitischen Folgen (Rezession, Depression, Inflation) und der radikalen Einschnitte in die Sozialsysteme. Millionen von Menschen starben aufgrund der durch die „Reformen“ ausgelösten Wirtschaftskrisen an Unterernährung und der Nichtbehandlung von eigentlich relativ harmlosen Krankheiten.

Der „11. September“ ist für uns alle ein Begriff. Leider denken wir hierbei nur an jenen des Jahres 2001. Woran wir nicht denken, ist der 11. September des Jahres 1973. An diesem Tag endete das Leben des damaligen, demokratisch gewählten Präsidenten von Chile, Salvador Allende, aufgrund eines von Augusto Pinochet ausgeführten Militärputschs, im Zuge dessen sich Allende während der Belagerung des unter Beschuss stehenden Präsidentenpalastes sehr wahrscheinlich selbst per Kopfschuss das Leben nahm. In den folgenden Jahren wurde im Andenstaat ein brutales Militärregime errichtet – unter der wirtschaftspolitischen Anleitung eben jener „Chicago-Boys“. Chile stürzte daraufhin in eine mehrere Jahre andauernde, gewaltige Wirtschaftskrise.

Die Blutspur der in aller Regel gewaltsam, per Militärputsch durchgesetzt werdenden friedmann’schen Ideologie zog sich in den Folgejahren durch fast alle südamerikanischen Staaten, unter anderem Bolivien, Argentinien, Uruguay und Brasilien. Mit der Zeit setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, dass diese besonders gewaltsame, brutale Art und Weise der Durchsetzung ökonomischer Lehren im Westen auf wenig Gegenliebe stieß. Also wurden im Laufe der Jahrzehnte die Methoden der radikalen Durchökonomisierung deutlich verfeinert. Man ging weniger grobschlächtig vor. In Europa fasste die neoliberale Ideologie der Chicago-Boys erstmals in Großbritannien unter Margareth Thatcher in den frühen 80er Jahren Fuß, nachdem die „eiserne Lady“ den Falklandkrieg mit Argentinien als willkommene Gelegenheit nutzte, auch im Vereinigten Königreich eine neoliberale Schockstrategie durchzudrücken. Ähnlich wie heute (siehe Merkel und Söder) versammelte sich angesichts einer „äußeren“ Bedrohung ein Großteil des Volkes unkritisch hinter der bis dahin äußerst unbeliebten und vor der Abwahl stehenden Premierministerin. Diese Geschlossenheit nutzte sie in der Folgezeit aus, um teils – unter der Nutzung von Kriegsrhetorik – sehr brutal gegen die britischen Gewerkschaften vorzugehen, radikale Sozialreformen durchzudrücken, zu privatisieren – und damit auch einen europäischen Brückenkopf für die neoliberale Ideologie der Chicagoer Schule zu installieren.

Die folgenden, noch vor mir liegenden Kapitel behandeln weitere, ähnliche Umstürze in Polen, China, Südafrika und Russland sowie die vom 11. September 2001 ausgehenden Reaktionen vor allem der USA auf den „globalen Terror“, deren Folge nicht nur die Kriege in Afghanistan und dem Irak waren. Gerade Letzterer wurde – nach dem Zurückbomben in die Steinzeit – ebenfalls in ökonomischer Sicht schocktherapiert.

In Deutschland beging die damalige rot-grüne Regierung Gerhard Schröders nach der Wiederwahl im Jahre 2002 einen ungeheuerlichen Verrat, als jene ohne Not die „Agenda 2010“ beschloss und den Sozialstaat in einem noch nie dagewesenen Maße im Stile der neoliberalen Ideologie zusammenstrich, während sie gleichzeitig die Wirtschaft in einem ebenfalls nie bekannten Ausmaß förderte und beschenkte. Auch dies entsprach aufgrund des radikalen Kurswechsels – der mit der „Globalisierung“ begründet wurde – im Wesentlichen einer Schockstrategie.

Nach der Veröffentlichung des Buches kam es bekanntlich zur Banken- bzw. Finanzkrise, im Zuge derer vor allem die südeuropäischen Staaten im Stile von der Troika (EU, EZB und IWF) verordneten, neoliberalen „Reformen“ – oder besser: Schock-Strategien dazu genötigt wurden, Wirtschaftspolitik im Stile der Chicago-Boys zu betreiben, also vor allem ihre sozialstaatlichen Leistungen zu kürzen und Staatseigentum und staatliche Sicherungssysteme zu „privatisieren“. Hiervon waren vor allem die Gesundheitswesen jener Staaten besonders betroffen.

Der Corona-Schock

An diesem Punkt kann man nun einen Bogen zur aktuellen „Corona-Krise“ schlagen, denn ich hatte schon früh angemerkt, dass durchaus auch Zusammenhänge zwischen dem allgemeinen Zustand eines auf eine absolute Mindestversorgung heruntergesparten, Kapitalinteressen dienenden Gesundheitswesens und zumindest zeitweise überhöhten Mortalitätsraten bestehen könnten. Der „Lockdown“ wurde ja anfangs genau deshalb gefordert, weil die Behandlungskapazitäten nicht ausreichen würden. Niemand stellte die Frage, warum jene eigentlich nicht ausreichen? Im Endeffekt sollte hier mal wieder die Mehrheit für die Folgen neoliberaler Kahlschlagspolitik im Gesundheitswesen bezahlen. Durch eine noch nie dagewesene Einschränkung elementarer Grundrechte wurde die Allgemeinheit in Geiselhaft genommen. Diese Unverfrorenheit wurde auch noch dadurch getoppt, indem all jene, die forderten, man müsse hier besonnen die langfristigen Folgen abwägen, als „unsolidarisch“ gebrandmarkt wurden. Die Folgen dieser absolut irrationalen Massenhysterie wird über Jahre und Jahrzehnte auf jeden Fall mehr Menschenleben und Lebensjahre kosten, als das böse Corona-Virus es je hätte erreichen können.

Die neoliberale Gesundheitspolitik wäre aber trotz allem nur einer (wenn auch ein wichtiger) von vielen Faktoren gewesen, die die Auswirkungen dieser Erkrankung begünstigt hätten. Doch dies widerspräche auch dem allgemeinen Narrativ, wonach es generell keine anderen, speziell auf Städte, Regionen, Populationen, Ethnien, Behandlungsmethoden und -fehler oder auch sonstige Kausalitäten für eine zeitweise, allerdings eben auch nur punktuell auftretende Übersterblichkeit gegeben hätte.

Die vermeintliche, alles überragende Gefährlichkeit von Corona wurde den Menschen überwiegend anhand teils nachweislich falscher und gefaketer, nicht in irgendeinen Kontext gebracht werdender Schock-Bilder aus Italien gewaltsam in die Köpfe gehämmert. Dabei kamen diese Bilder eben nicht aus (ganz) Italien, sondern nur aus einem kleinen Teil Italiens; aus der Region Bergamo. Welche nebenbei aufgrund der Lage in der von den Alpen abgeschirmten Po-Ebene unter der höchsten Luftverschmutzung in Europa leidet. Dasselbe gilt auch für dramatisch aufbereitete Bilder aus New York oder anderen, sogenannten „Hotspots“. Hinzu kommt, dass man solche Bilder auch in der Vergangenheit immer wieder hätte drehen können, denn recht viele Krankenhäuser werden auch bei den üblichen, schweren Grippewellen in ähnlicher Weise überlastet. Doch da hielt – in der „alten Normalität“ – einfach niemand eine Kamera drauf.

Das eine Übel

Überhaupt stört mich in den vergangenen Monaten die Fixierung auf Monokausalitäten. Die gibt es nicht, erst Recht nicht im Hinblick auf die Beurteilung einer Gefährlichkeit einer Viruserkrankung. Hier spielen derart viele Zusammenhänge eine Rolle, dass sich ein objektives, empirisches, evidentes Urteil vermutlich auch in 10 Jahren noch nicht wird fällen lassen. Aber genau diese Fixierung auf ein Übel entspricht leider dem Zeitgeist: Alles muss auf ein Übel, eine Person, eine politische Ansicht reduziert werden. Und dieses eine, manifestierte „Böse“ wird dann bekämpft – was natürlich leichter ist, als sich die Probleme genauer zu betrachten. Ob das Sinn ergibt? Danach fragt hinterher niemand mehr.

Das gilt übrigens auch im Hinblick auf die Frage des „menschgemachten Klimawandels“ – auch hier, in einem vollkommen komplexen, regelrecht chaotischen System mit einer Unzahl von Stellschrauben – gibt es angeblich nur einen einzigen Grund dafür, warum sich das Klima (und dies nur zum Schlechten) wandele. Wissenschaftliche Kritik daran wird jedoch ebenfalls nicht geduldet bzw. als Ketzerei gebrandmarkt.

Die eine Wahrheit

In Sachen Corona passiert das Gleiche; es gibt nur noch die eine, offizielle Wahrheit. Ein Wettstreit der Ideen, Pluralismus, wissenschaftliche Debatten haben seit „Corona“ ausgedient; fachlich versierte Kritiker werden entweder ignoriert – oder von ahnungslosen „Faktencheckern“ diffamiert. Was „Wahrheit“ ist, bestimmen in Deutschland seit Wochen die Herren Drosten, Wieler, die Bundesregierung und die Massenmedien. Jeder, der davon abweicht, wird persönlich denunziert. Ein Schelm, wer hier an die finsteren Zeiten mittelalterlicher Hexenverbrennungen denkt? In Orwells Welt von „1984“ gibt es auch deshalb ein Wahrheitsministerium. In welchem Menschen arbeiten, die die „Wahrheit“ dem gegenwärtigen politischen Narrativ anpassen. Heute passiert dies in „Echtzeit“, bspw. durch Zensur und Sperrung in Foren und „sozialen Netzwerken“ – oder auch durch die zunehmende Löschung von Videos bei Youtube. Und wo Zensur nicht reicht, wird zwangspsychiatrisiert. Rechtsanwältin Beate Bahner wurde erneut über vier Wochen in einer Psychiatrie festgehalten und dort auch misshandelt. So geht man in Deutschland im Jahre 2020 mit Menschen um, die sich gegenüber der Regierung kritisch äußern und gegen derer Maßnahmen klagen. Hierzu zählt auch das an Diktaturen und Polizeistaaten erinnernde Vorgehen der deutschen Polizei im Zuge vieler Demonstrationen.

Auch dies – die Verfolgung und mediale Verunglimpfung Andersdenkender – ist Teil dieser perfiden, auf mehreren Ebenen wirkenden Schock-Strategie. Denn durch dieses Framing schreckt man andere (zweifelnde) Menschen ab, sich bspw. den „rechten“ oder „verschwörungstheoretischen“ Demonstrierenden anzuschließen oder sich in den alternativen Medien eine eigene Meinung zu bilden. Man nordet sie ein.

Die eine Meinung

Aber ja, was ist denn eigentlich eine eigene Meinung? In der Theorie bildet sich ein Individuum eine eigene Meinung, indem es entweder selber recherchiert / forscht – oder sich die unterschiedlichen Standpunkte und Perspektiven Anderer (Menschen oder Medien) zu Gemüte führt – und daraus eigene Schlüsse zieht. Man muss hierzu weder dem einen, noch dem anderen in vollem Umfange „glauben“, sondern kann sowohl, als auch Verständnis für beide Seiten aufbringen, ohne darin unüberbrückbare Widersprüche zu sehen.

Genau das findet in vielen Bereichen unseres Leben jedoch nicht statt. In vielen Fällen leider nicht einmal in der Schule. Bildungseinrichtungen, die meines Erachtens nicht mehr das Ziel haben, Menschen zum selbständigen Denken anzuleiten, sondern nur noch passendes Menschenmaterial zur kapitalistischen Verwertung zu produzieren. Auch kein Kind wählt sich „seine“ Religion aus; es wird einseitig von den Eltern hierzu indoktriniert. Auch die (teils ziemlich feindselige) Art und Weise, wie ein Großteil der Bevölkerung gegen Corona-„Ketzer“ bzw. sogar „Corona-Leugner“ reagiert, weist zunehmend die Züge einer auf einer gewissen Form von Religion aufbauenden Sektierung auf, die für Un- oder Andersgläubige nur Verachtung übrig hat.

Die totale Vereinzelung

Eines der Ziele des Neoliberalismus ist nicht nur die Zerschlagung der klassischen Familie oder die allgemeine Bekämpfung von (echter) Solidarität, sondern final auch die totale Vereinzelung sämtlicher Individuen. Heutzutage haben beide Elternteile eine kapitalistische Lohn-Erwerbsarbeit auszuführen; die Kinder werden sehr früh weggegeben an diverse Einrichtungen und die Alten landen in aller Regel in menschenunwürdigen Pflegeeinrichtungen. In denen sie dann keiner mehr besuchen darf / will.

Die Corona-Schockstrategie hat genau das bewirkt. Es wurde – zynischerweise – unter dem Vorwand der Mitmenschlichkeit die egoistische Unmenschlichkeit zur Tugend erhoben. Bei Orwell prangten die folgenden Parolen über dem Eingang zum Wahrheitsministerium:

Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.

In den von Corona geprägten Zeiten der „neuen Normalität“ könnte man über dem Zugang des ARD-Hauptstadtstudios vielleicht noch die folgenden Neusprech-Parolen hinzufügen?

Nähe ist Krankheit. Social Distancing ist Zuneigung. Die Maske ist Solidarität.

Es sei von nun an eben „sozial“, ein Zeichen menschlichen Mitgefühls, seine Oma – ihr zuliebe! – im Altersheim nicht mehr zu besuchen. Misstrauen wurde gesät. Die Spaltung, die Atomisierung der Gesellschaft vorangetrieben. Der Mitmensch wird nunmehr nur noch als Bedrohung, als potenziell todbringende Virenschleuder, als losgehen könnende „Biowaffe“ betrachtet, die man sich vom Leib halten muss. Der sprichwörtliche „Hauch des Todes“ lauert inzwischen überall. Wie im Wahn wird „Anderthalb Meter!“ geschrien, wenn man im Supermarkt durch einen engen Gang läuft und nicht mehrere Minuten warten will, bis die von ihrem Leben frustrierte Mittfuffzigerin ihre 20 Klatschzeitschriften zusammengesucht hat.

Weil ich auch gar nicht wissen will, was mir beim Einkaufen ohne „Maske“ passieren würde, unterlasse ich das ja seit nunmehr 6 Wochen – und fahre deshalb nach Frankreich. Kindern hat man bewusst von politischer Seite eingeredet, sie würden das Leben ihrer Eltern und Großeltern gefährden – und hat sie somit vermutlich fürs Leben in vielerlei Hinsicht traumatisiert.

In den letzten Wochen wurde ganz ungeniert über Impfpflichten und „Immunitätsausweise“ debattiert, also über die Schaffung einer weiteren Zwei-Klassen-Gesellschaft. Viele laden sich Trackings-Apps auf ihre Televisoren „Smartphones“ und betrachten auch die vollkommen absurde, einzig auf Unterwerfung abzielende „Maskenpflicht“ als unbedingt erforderlich. In vielen „sozialen Netzwerken“ kreischen paranoide, hysterische (sich im Home-Office verbarrikadiert habende) Blockwarte, wie es denn sein könne, dass es immer noch Menschen gibt, die im Supermarkt oder – festhalten! – in einer Apotheke ohne „Mundschutz“ rumlaufen; ja sogar dort arbeiten. Die gehören doch auf der Stelle gesteinigt und gevierteilt!

Maßlose Maßnahmen

Alle diese „Maßnahmen“ (übrigens ebenfalls ein orwell’scher Begriff: Maß genommen, also irgendetwas in Bezug gebracht, wird hier ja gerade eben nicht) hätten die Menschen niemals akzeptiert ohne jene Schock-Strategie; durch die Erzeugung von Todesangst und einer darauf aufbauenden, sich selbst nach rund 3 Monaten auch aufgrund des medialen Dauerfeuers immer noch nicht nennenswert abgeebbten Massenhysterie.

Und ich befürchte, dass dies alles nur der Prolog zu einer noch härteren, neoliberalen Revolution sein wird, die den derzeitigen Wahnsinn und viele düstere Dystopien noch in den Schatten stellen wird. 🙁 Nach dem derzeitigen „Konjunkturpaket“, welches bestenfalls ein Pflästerchen darstellt, werden die Daumenschrauben erst so richtig angezogen. Den „Rest“ erledigt dann die gewaltige Rezession und die damit einhergehende Inflation.

Kapitalismus Reloaded

Die Salden werden irgendwann auf Null gesetzt – und das kapitalistische Spiel beginnt nach den Lehren der Chicagoer Schule, unter der dann grenzenlosen Herrschaft der diese Krise locker überstehenden, globalen Großkonzerne, mit neuer Währung und einem kaum mehr vorhandenen Sozialstaat, von Neuem. Der Weg dorthin wird weltweit hunderte von Millionen bis Milliarden Menschen das Leben kosten. In Afrika und Asien hat der „Lockdown“ bereits gewaltige Hungersnöte ausgelöst. Die, die überleben, werden dann jährlich „geimpft“. Zwangsweise. Für einen gesunden Volkskörper.

Aber was interessiert uns vor Corona-Todesangst weiterhin die (in Asien billig zusammengenähten und teuer verkauften) Hosen einscheißenden Mitteleuropäer (derzeit sind weniger als 0,01 % positiv auf C-19 getestet) denn schon das reale, existenzielle Leid von Asiaten oder Afrikanern, wenn wir uns weiter vor einer eingebildeten Seuche fürchten können? Die gewaltigen Kollateralschäden direkt vor der eigenen Haustür betreffend zücken wir ja auch schon seit Jahrzehnten (siehe nicht nur Hartz IV) nur ignorant die Schultern. Stattdessen regen wir uns lieber wieder in unserer Twitterblase über Maskenverweigerer in der Tankstelle auf!

Ein Fazit, welches sich aus Naomi Kleins Bestseller ziehen lässt: Ein Menschenleben ist im Kapitalismus nichts wert. Überhaupt nichts.


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  • Gunnar Kaiser: Corona – Was bisher geschah.
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  • Rechtsanwältin Beate Bahner wurde erneut über 4 Wochen lang zwangsweise in einer Psychiatrie festgehalten und dort auch misshandelt.
  • Rubikon: Verratene Menschlichkeit von Roberto J. De Lapuente.
  • Virus oder Maske: Was macht Ihnen mehr Angst? | Corona Aktuell. Video von Raphael Bonelli.
  • Jaroslav Belsky kommentiert ein Interview mit dem österreichischen Kanzler Kurz.
  • Langemann-Medien: Hirnforscher: Wie Masken Verhalten verändern. Prof. Hüther, das ganze Interview zum Coronakomplex.

Folgebeitrag

Coronoia: 2 + 2 = 4

3 Gedanken zu „Coronoia: Die Schock-Strategie“

    1. Danke. 🙂 Ja, echt stolze Preise. Da hab ich ja offenbar seit Jahren ohne es bemerkt zu haben eine fantastische Wertanlage im Bücherregal stehen. 🤑

      Es wundert mich, dass scheinbar schon länger keine Neuauflagen mehr gedruckt werden und es auch keine E-Book-Versionen gibt. Das englischsprachige Original scheint aber noch lieferbar zu sein.

    2. Das ist echt seltsam. Hallelujah! ich hab das vor Jahren für nen Zwanziger mal bei Hugendubel gekauft. Und jetzt? Entweder nicht verfügbar oder absolute Mondpreise. 100 Euro und mehr.

      https://www.ebay.de/p/60511479

      https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Naomi-Klein+Die-Schock-Strategie/id/A02qiEQ601ZZd?zid=q728057epa9ovrlvpehgki8bug

      Ist gerade jetzt kein Wunder, dass das nicht neu aufgelegt wird. Liest sich wie eine Anleitung für derzeitige Verhältnisse.

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