Aus dem Polizeibericht (Teil 90)

Bei Dierbach kommt ein 57-jähriger von der Fahrbahn ab und stürzt schwer. Ein 16-jähriger missachtet in Kaiserslautern die Vorfahrt einer Autofahrerin. In Pirmasens stürzt ein 35-jähriger bei dem Versuch, auf dem Gehweg weiterzuradeln. Zwei mutmaßlich zuvor gekifft habende Radfahrer werden in Grünstadt von der Polizei angehalten. Ein alkoholisierter und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs seiender 48-jähriger wird bei Schwegenheim von der Polizei erwischt. Ein 15-jähriger stürzt in Kaiserslautern aus ungeklärter Ursache. Bei Hochdorf-Assenheim war ein besoffener 48-jähriger mit dem Rad auf der A 65 unterwegs. Ein Autofahrer landet wegen überhöhter Geschwindigkeit auf einem Geh- und Radweg neben der B 48 bei Münchweiler an der Alsenz. In Kaiserslautern begeht ein Radfahrer nach einer Kollision mit einem Autofahrer Unfallflucht. Ein weiterer, 59-jähriger Torkelradler wurde in Landstuhl mit über 2 Promille von der Polizei aufgegabelt.

Von Fahrbahn abgekommen

Pressemeldung der PD Landau vom 13. Mai 2020:

Dierbach – L 544 (ots). Am Dienstag, 12.05.2020, gegen 15:00 Uhr, befuhr ein 57-jähriger Radfahrer die L 544 von Barbelroth in Richtung Niederotterbach. Nach der Einmündung Richtung Dierbach kam der Radfahrer auf abschüssiger Strecke leicht von der Fahrbahn ab und verlor die Kontrolle über sein Fahrrad. Der Mann stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. An dem Fahrrad entstand ein Sachschaden in Höhe von 300.- Euro.

Mensch Leute, fahrt doch aus eigenem Interesse nicht immer so nah am Fahrbahnrand. Das ist vor allem wegen der oftmals schlecht gepflegten und unbefestigten Bankette teils wirklich lebensgefährlich, wenn man mit dem Rad “einfädelt”. Gute Besserung!


Junge missachtet Vorfahrt

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 13. Mai 2020:

Kaiserslautern (ots). Ein 16 Jahre alter Radfahrer erlitt bei einem Unfall am Dienstagnachmittag leichte Verletzungen.

Der Radler war auf dem Radweg von Kaiserslautern in Richtung Erzhütten unterwegs. An der Kreuzung zur Lothringer Dell konnte er nicht rechtzeitig bremsen. Er fuhr in den Kreuzungsbereich der bevorrechtigten Straße hinein. Dort kam es zum Zusammenstoß mit dem Auto einer 46-jährigen Frau.

Der Zweiradfahrer stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. |mhm

Im ersten Moment fragt man sich, wieso der Junge hier auf einem “Radweg” an einer Kreuzung den Vorrang des Querverkehrs beachten müsse? Das liegt daran, dass es sich hier um einen eigenständigen Gemeinsamer Geh- und Radweg handelt, der daher an der Querung ausnahmsweise zurecht mit Vorfahrt gewähren beschildert ist. Wie man an den herbstlichen mapillary-Aufnahmen sieht, sieht man vor allem nach links wenig bis gar nichts.


Gehwegradeln wird sofort bestraft

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 12. Mai 2020:

Pirmasens (ots). Gestern, gegen 13:00 Uhr, befuhr ein 35jähriger Radfahrer die Rodalber Straße aus Richtung “Am Sommerwald” kommend in Richtung Zweibrücker Straße. Er wollte bei regennasser und leicht abschüssiger Fahrbahn nach rechts auf den Gehweg fahren, wobei er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und stürzte. Der Mann verletzte sich hierbei und musste medizinisch versorgt werden. Am Rad entstand augenscheinlich kein Schaden. pips

Kein Mitleid meinerseits. 😈 Ich könnte mir vorstellen, dass er in Höhe der Parkbrauerei auf den Gehweg wechseln wollte, um sich die rote Ampel zu sparen. Dabei hängt dort sogar ein Grünpfeil. Für den erfolglosen Versuch, auf dem Gehweg zu fahren, sollte er meiner Ansicht nach auch noch 55 Euro in Rechnung gestellt bekommen.


Nicht die hellsten Leuchten

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 11. Mai 2020:

Grünstadt, Kirchheimer Straße – 10.05.2020, 04:10 Uhr (ots). In den frühen Morgenstunden sollten zwei Radfahrer ohne Licht in der Kirchheimer Straße kontrolliert werden. Der vordere Radfahrer versuchte über einen Parkplatz und entgegen einer Einbahnstraße zu flüchten. Der 16-Jährige aus Altleiningen konnte jedoch festgenommen werden. Bei seiner Kontrolle wurden geringe Mengen Marihuana und ein sog. Grinder aufgefunden und sichergestellt. Offensichtlich hatten die Personen gerade gekifft – Cannabisgeruch war deutlich zu wahrnehmbar.

Tja, das hat man davon, ohne Licht zu radeln. 😜


Besoffen und zugedröhnt auf Tour

Pressemeldung der PD Landau vom 11. Mai 2020:

Schwegenheim (ots). In den frühen Morgenstunden des 10.05.2020 kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Germersheim einen 48- jährigen Fahrradfahrer in der Nähe des Tankhofs Schwegenheim. Zuvor meldeten mehrere Zeugen, dass der Radfahrer in Schlangenlinien auf dem Standstreifen der B9 fuhr. Bei der Kontrolle konnte schnell der Grund für die Fahrweise festgestellt werden. Der Mann hatte nämlich nicht nur Alkohol getrunken, sondern stand zudem auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Zu guter Letzt wurde bei ihm auch noch eine geringe Menge Rauschgift aufgefunden. Dem Radfahrer wurde eine Blutprobe entnommen und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Frühschoppen. Alte pfälzische Tradition. 😉


Auf den Kopf gefallen

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 11. Mai 2020:

Kaiserslautern (ots). Ein 15-jähriger Radfahrer hat sich am Sonntagnachmittag bei einem Sturz verletzt.

Der Jugendliche war kurz vor 14 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Blechhammerweg in Richtung Berliner Straße unterwegs. Er verlor aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Drahtesel und stürzte zu Boden. Dabei schlug der 15-Jährige mit dem Kopf auf der Straße auf. Er trug keinen Helm und erlitt bei dem Sturz eine Kopfverletzung.

Der Zweiradfahrer wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Für die Zeit der Unfallaufnahme und der Versorgung des Verletzten war der Blechhammerweg kurzzeitig voll gesperrt. |mhm

Und wer kann mit Gewissheit sagen, dass er mit “Helm” keine oder nur eine leichtere Kopfverletzung erlitten hätte? 🤔


Mit 2 Promille auf der Autobahn

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 10. Mai 2020:

Ruchheim – BAB 65 Rtg. LU, Gem. Hochdorf-Assenheim (ots). Am Samstagabend gegen 21:45 Uhr meldeten mehrere Fahrzeugführer einen Radfahrer auf dem Standstreifen der BAB 65 Richtung Ludwigshafen, zwischen den Anschlussstellen Haßloch und Hochdorf-Assenheim, der sich entgegen der Fahrtrichtung bewegte. Die Polizeiautobahnstation Ruchheim konnte kurz darauf einen 28 Jahre alten Mann aus Hochdorf-Assenheim mit seinem Fahrrad in dem Bereich feststellen. Der junge Mann hatte mit seinem Fahrrad inzwischen den Standstreifen der Autobahn verlassen und auf einen parallel verlaufenden Feldweg gewechselt. Eine Ursache, warum er auf dem Standstreifen der Autobahn entgegen der Fahrtrichtung mit seinem Fahrrad fuhr, dürfte der alkoholisierte Zustand des Mannes gewesen sein. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2 Promille. Da auch auf dem Fahrrad ab einem Wert von 1,6 Promille von einer absoluten Fahruntüchtigkeit ausgegangen wird, musste der Drahteselnutzer mit den Beamten zur Dienststelle, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Ob die riskante Fahrt des Mannes, neben der Trunkenheitsfahrt, noch weitere strafrechtliche Konsequenzen haben wird, ermitteln nun die Beamten der Polizeiautobahnstation Ruchheim.

Warum drohen die bei Autobahnradlern eigentlich immer mit “weiteren strafrechtlichen Konsequenzen”? Das ist eigentlich vom Grundsatz her nur eine 20-Euro-Ordnungswidrigkeit (Anlage zur BKatV, lfd. Nr. 78). Und damit sogar 5 Euro günstiger, als ein Verbot für Radverkehr zu missachten. 😉


Kommt ein Auto geflogen

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 8. Mai 2020:

Münchweiler/Alsenz (Donnersbergkreis) (ots). Am frühen Donnerstagnachmittag verlor ein 52-jähriger Autofahrer aus dem Donnersbergkreis auf der Bundestraße 48, nach einer Kurve im Bereich der Neumühle, aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam nach links von der Fahrbahn ab und im Straßengraben neben einem Fuß- und Radweg zum Stehen. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 4000 Euro geschätzt. Die Bundesstraße musste während der Unfallaufnahme kurzzeitig gesperrt werden. An den Einsatz waren die Polizei, die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst beteiligt. |pirok

Siehe das Foto in der verlinkten Pressemeldung. Kann sich ja jeder in etwa vorstellen, wie das dann aussieht, wenn in dem Moment zufällig jemand auf dem super-geschützten Wegelchen vorbeiradelt. Aber genau dafür werden diese Wegelchen ja gebaut: Damit rücksichtslose Idioten auf freien Fahrbahnen noch hemmungsloser und ungestört rasen können. 🙄


Radfahrer haut nach Unfall ab

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 8. Mai 2020:

Kaiserslautern (ots). Die Polizei sucht einen Fahrradfahrer, der am Donnerstagvormittag in der Altenwoogstraße in einen Unfall verwickelt war. Der unbekannte Radler kollidierte gegen 10 Uhr mit einem Opel Corsa, machte sich aber anschließend einfach aus dem Staub.

Wie der 53-jährige Opel-Fahrer bei der Polizei zu Protokoll gab, hatte er mit seinem Pkw das Gelände einer Tankstelle verlassen, war nach links auf die Altenwoogstraße abgebogen und wollte sich auf der mittleren der drei Fahrspuren einordnen, um an der nächsten Kreuzung nach links in den Hilgardring abzubiegen. Noch während er sich einordnete, bemerkte er den Aufprall im hinteren Bereich seines Wagens – wie sich herausstellte, war ein Fahrradfahrer gegen die hintere Tür auf der Beifahrerseite geprallt. Er gab jedoch an, nicht verletzt zu sein.

Während der Autofahrer um seinen Pkw herumlief, um nach dem Schaden zu schauen, stieg der Radler auf sein Bike und fuhr über das Tankstellen-Gelände davon.

Von ihm ist lediglich bekannt, dass er etwa 1,60 Meter groß ist, kurze Haare hat und mit östlichem Akzent sprach. Einen Helm trug der Mann nicht. Allerdings hatte er eine Alkoholfahne. Bei dem benutzten Fahrrad handelte es sich um ein dunkelgraues E-Bike mit Gepäckträger.

Weitere Hinweise auf den Radler und/oder sein E-Bike nimmt die Polizeiinspektion 1 unter der Telefonnummer 0631 / 369- 2150 gern entgegen. |cri

Interessant. So weit raus auf die Fahrbahn trauen sich die Lauterer Radfahrer doch nach meinen Beobachtungen meist gar nicht? Er hatte sich wohl ausreichend Mut angetrunken. 🍻 😉


Torkelradler in Landstuhl

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 6. Mai 2020:

Die Polizei Landstuhl musste am Montagabend gegen einen Fahrradfahrer einschreiten. Der 59-Jährige wollte mit seinem Drahtesel die Bahnbrücke in Verlängerung der Schützenstraße befahren. Hierzu nutzte er jedoch die ganze Fahrbahnbreite, weswegen er einer Verkehrskontrolle unterzogen wurde. Die Beamten stellten fest, dass der rüstige Mann mit mehr als 2 Promille unterwegs war. Da die – für Radfahrer gültige – Grenze von 1,6 Promille überschritten war, musste der Mann zur Blutprobe mit auf die “Wache”. Es wurde ein Strafverfahren wegen “Trunkenheit im Straßenverkehr” eingeleitet. Sein Fahrrad wurde vorsorglich vorübergehend einbehalten, die Führerscheinstelle informiert.

Mensch, da fährt mal einer selbstbewusst auf der Fahrbahn und der Polizei ist es auch wieder nicht recht. 😉 Das Fahrrad einbehalten halte ich trotzdem für übertrieben; mit Autofahrern würden sie sich das nicht trauen.

2 Gedanken zu „Aus dem Polizeibericht (Teil 90)“

  1. Die Beschreibung des Unfalls an der Tankstelle (vorletzte Meldung) ist für mich — ich wohne in der Nachbarschaft — nicht nachvollziehbar. Die Essotankstelle hat drei Zufahrten (eine von der Altenwoogstraße, nördlich der Kirche), die beiden anderen vom Barbarossaring (vgl. dazu den Link zur Google-Maps-Karte). Rausfahren darf man die Tankstelle nur an der südlichen der beiden Ausfahrten am Barbarossaring.
    – Wenn der Autofahrer in den Hilgardring wollte, muss er die Tankstelle einfach an der einzigen zulässigen Ausfahrt verlassen, biegt links in den Barbarossaring (nach Norden) und kommt dann geradeaus in den Hilgardring.
    – Wenn er nach links abgebogen ist in die Altenwoogstraße, fährt er nach Westen; dorthat er nur zwei Fahrspuren und kommt von dort nicht mehr in den Hilgardring.
    – Wenn er auf der Altenwoogstraße ist und links in den Hilgardring abbiegen wollte (Fahrrichtung nach Osten), hat er die Tankstelle über die falsche Ausfahrt verlassen.
    Sehr merkwürdig.

    PS: Was soll eigentlich die Bemerkung, dass der besoffene Landstuhler “rüstig” war? Mit 59 ist man eigentlich noch nicht so furchtbar “hinfällig” (außer bei besoffen natürlich) 😉

    1. Danke für den Hinweis. Wegen der sich in der letzten Zeit aufgestaut habenden Unfallberichte hatte ich dieses Mal nicht die Zeit, mir die Sachverhalte in all ihren (teils widersprüchlichen) Details anzuschauen.

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