Post vom Verkehrsministerium

B-10-Radwege im Winter

Schon Anfang Dezember erhielt ich Post vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau aus Mainz. Grund war meine Anfrage vom 11. Oktober, wie das Landes-Verkehrsministerium die Situation beurteilt, dass am überregional bedeutenden, der (für Radfahrer per Zeichen 254 StVO gesperrten) B 10 folgenden eigenständigen Radweg zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein seit dem Ausbau kein Winterdienst geleistet wird – und somit Radfahrer bei entsprechend kalter Witterung teilweise über Wochen nicht mehr ohne erhebliche Umwege von der West- in die Vorderpfalz (und umgekehrt) fahren können!

Man teilte mir dazu einige Hintergründe hinsichtlich des damaligen Ausbaus und des Unterhalts mit:

Bei dem von Ihnen thematisierten Radweg handelt es sich ursprünglich um einen Wirtschaftsweg in der Baulast der Kommunen. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung der B 10 musste für den Radverkehr ein anderer Weg bereitgestellt werden. Da der o. g. Weg sich von seiner Lage und Führung her anbot, konnte schnell eine Lösung gefunden werden und ein Neubau eines unselbständigen Radwegs im Zuge der B 10 war nicht zwingend erforderlich.

Um den Radverkehr darauf führen zu können, hat sich der Bund an den Kosten des Wegausbaus beteiligt. Gleichzeitig wurde mit der VG Hauenstein vereinbart, dass Unterhaltung und Betrieb weiterhin durch diese erfolgt.

Aufgrund dieser Regelung müssen Auskünfte zum Winterdienst von der VG selbst erteilt werden. Wir haben jedoch Ihren Hinweis zum Anlass genommen, die VG um Prüfung der Situation des Radverkehrs zu bitten.

Es wird deutlich, dass der genannte Weg also verkehrlich relativ zweifelsfrei im Zusammenhang mit der B 10 steht – denn andernfalls hätte ein mehr oder weniger direkt an der B 10 verlaufender Radweg (als Teil dieser Straße) gebaut werden müssen.

Die VG Hauenstein bekam also damals vom Bund den Ausbau des genannten ehemaligen Wirtschaftswegs ganz oder teilweise bezahlt. Trotz Vereinbarung, dass jene für Betrieb und Unterhalt zuständig ist, hat jene den Winterdienst einfach vollständig unterlassen!

Nun bin ich gespant, ob die vom Ministerium angeregte Prüfung inhaltlich etwas anderes ergeben wird als die dürftig begründete Abfuhr, die mir VG-Bürgermeister Kölsch erteilt hat!

Ein Gedanke zu „Post vom Verkehrsministerium“

  1. Ich bin letzten Freitag den Weg Richtung West gefahren. Durch das feuchte Laub, das da vornehmlich in Senken liegt, ist der Weg auch ohne Schnee gefährlich, da glitschig wie Glatteis. Durch den Schneefall abends und der geschlossenen Schneedecke wollte ich – dann auch noch bei Dunkelheit – dort nicht mehr durch und bin mit dem Zug zurückgefahren.

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